AT508293A1 - Formteil zur wärmedämmung einer leibung in einer wandöffnung - Google Patents
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Description
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Die Erfindung betrifft ein Formteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Im Zuge ständig steigender Anforderungen an die Wärmedämmung von Gebäuden bildet die Schnittstelle zwischen der Leibung einer Wandöffiiung und einem in der Wandöffiiung eingesetzten Bauelement in Form eines Fensters oder einer Tür nach wie vor häufig eine bauphysikalische Schwachstelle. Sowohl Wände, etwa in Form von Mauerwerk oder ähnlichem, als auch in Wandöffnungen eingesetzte Bauelemente wie Fenster oder Türen können für sich betrachtet bereits höchste Anforderungen an Wärmedämmung, Winddichtheit, Schlagregendichtheit, Feuchteisolierung usw. erfüllen, während der Verbindungsbereich zwischen dem Bauelement und der Leibung in einer Wandöffiiung zumeist mit sehr hohem und arbeitsintensivem Aufwand hergestellt werden muss, um die durch die hochwertigen Bauelemente und Wandausführungen erzielten Wärmeeinsparungen nicht durch Wärmebrücken und Undichtigkeiten im Anschlussbereich der Bauelemente wieder zu verlieren. Häufig wird zum Anschlägen von Fenstern oder Türen in einer Wandöffiiung noch immer ein Blindstock versetzt, in den das Bauelement montiert wird und anschließend wird der Bereich des Blindstocks in aufwendiger Handarbeit abgedichtet und verputzt, bzw. mit Fensterblechen oder Fensterbänken versehen, was einen nicht unbeträchtlichen Zeitaufwand und auch hohe Kosten verursacht.
Zur Verbesserung dieser Situation beschreibt etwa AT 402 531 B eine Fenster- oder Türzarge für eine Öffiiungsleibung in einer Mauerwand mit wärmedämmender Ausbildung, die in Form eines luftdicht abgeschlossenen, doppelwandigen Hohlraumprofils aus Kunststoffmaterial ausgebildet ist. Das Hohlraumprofil ist dabei vorzugsweise aus stranggepressten PVC-Profilteilen hergestellt und kann insbesondere bei der Herstellung von Betonwänden als Fensterschalung eingesetzt werden. Für die bei modernen Niedrigenergiebauten
NACHQfiBEJCHT -2- • · • · · · oder Passivhausbauten häufig auftretenden Einbausituationen ist jedoch eine derartige Fenster- oder Türzarge nicht geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Bauelement bereitzustellen, das sowohl hohe bauphysikalische Anforderungen an Wärmedämmung usw. erfüllen kann, als auch den Einbau eines Bauelements in Form eines Fensters oder einer Tür in eine Wandöffiiung wesentlich erleichtert und die damit in Verbindung stehenden Kosten senken kann.
Die Aufgabe der Erfindung löst ein Formteil mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1. Ein derartiger Formteil besitzt einen einteiligen Vollquerschnitt aus wärmedämmendem Material, der in Richtung der Wanddicke mehrere Formteilabschnitte umfasst, wobei zumindest einer der Formteilabschnitte als Befestigungsabschnitt zum Anschlägen eines Fensterblendrahmens oder einer Türzarge ausgebildet ist. Durch die Ausbildung als Vollquerschnitt, ist der Formteil sehr kompakt und kann die während der Bauarbeiten als auch im eingebauten Zustand des Bauelements auftretenden Belastungen gut ertragen. Insbesondere ermöglicht es dieser kompakte Vollquerschnitt, bereits unmittelbar nach dessen Einbau in der Leibung der Wandöffiiung die Anschlüsse zu den Außenflächen und Innenflächen der Wand fertig zu stellen, bevor das Bauelement in Form eines Fensters oder einer Tür eingebaut wird und dass dieses dadurch vor Beschädigungen bzw. Verschmutzungen während der Herstellung der Wandflächenanschlüsse zum Formteil verschont bleiben kann.
Um eine ausreichende Dämmwirkung zu entfalten, besitzt der Vollquerschnitt des Formteils eine Dicke von zumindest 2 cm, vorzugsweise größer als 3 cm. Dadurch, dass ein Formteilabschnitt des Formteils als Befestigungsabschnitt ausgebildet ist, ist neben der Dämmwirkung des Formteils auch die ausreichende, mechanische Befestigungswirkung bzw. Stützwirkung für das Bauelement sichergestellt und kann gleichzeitig auch der Einbau des Bauelements erleichtert werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann zumindest ein Teil des Befestigungsabschnitts gegenüber einem benachbarten Formteilabschnitt in Richtung der Wandöffiiung vorragen, wodurch die Position für das Einsetzen des Fensterblendrahmens oder der Türzarge in die Wandöffiiung definiert ist. Dazu kann der Befestigungsabschnitt beispielsweise eine Anschlagfläche aufweisen, mit der die Einbauposition des Blendrahmens bzw. der
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Zarge bereits durch den Einbau des Formteils festgelegt wird oder eine vertikale Fläche des Befestigungsabschnitts kann als Bezugsfläche für die Positionierung der Bauelementerahmens, etwa zum Messen, herangezogen werden.
Damit die Last des Bauelements und auch auf dieses im eingebauten Zustand einwirkende Lasten, insbesondere Windlasten, vom Formteil ohne merkbare Veränderungen ertragen werden können und diese Lasten in die Wand eingeleitet werden können, ist es von Vorteil, wenn zumindest einer der Formteilabschnitte, insbesondere der Befestigungsabschnitt eine höhere mechanische Festigkeit, insbesondere Zug- bzw. Druckfestigkeit und Schraubenauszugfestigkeit als die restlichen Formteilabschnitte aufweist. Die höhere Festigkeit eines Werkstoffs wird in vielen Fällen mit einer höheren Dichte des Werkstoffs zusammenfallen, wobei jedoch eine höhere Dichte im Allgemeinen eine schlechtere Wärmedämmung bedeutet. Daher ist es von Vorteil, wenn ein Formteilabschnitt mit höherer, mechanischer Festigkeit auf möglicht kleinem Raum beschränkt bleibt. Die erhöhte Druckfestigkeit reduziert einerseits die Gefahr von Beschädigungen in der Bauphase und ermöglicht andererseits das Gewicht eines eingebauten Bauelements zuverlässig zu ertragen. Die erhöhte Schraubenauszugfestigkeit dient weiters der Möglichkeit etwa Abdeckbleche, Fensterbretter oder ähnliches mittels Schrauben am Formteil festzusetzen. Obwohl es möglich ist, auch den Fensterblendrahmen bzw. eine Türzarge im Formteil selbst mittels Schrauben zu befestigen, ist es alternativ oder zusätzlich möglich Befestigungsschrauben vom Bauelement bis in die Wand oder ein Mauerwerk zu führen.
Um optimale Wärmedämmwirkung im Anschlussbereich des Bauelements in der Wandleibung zu erzielen, ist es von Vorteil, wenn sich der Vollquerschnitt zumindest annähernd von der Außenseite der Wand zur Innenseite der Wand erstreckt. Dadurch ist auch die Fertigstellung der inneren und äußeren Wandflächen bereits vor dem Einbau des Bauelements möglich, etwa indem Putz, Gipskartonverplankungen, Armierungsnetze und Spachtelmasse oder ähnliche die Wandoberfläche bildende Materialien bis über die Außenflächen des Formteils gezogen werden.
Eine vorteilhafte Ausführung kann auch darin bestehen, dass einer der Formteilabschnitte, insbesondere der Befestigungsabschnitt, gegenüber einer der Leibung zugewandten Anlagefläche in Richtung der Leibung vorsteht, wodurch ein mit einer Kante der Leibung zu-
NACHQEREiCHT sammenwirkender Falz gebildet ist. Mit einem derartigen, bei einem an einer unteren Wandleibung eingebauten Formteil nach unten ragenden Formteilabschnitt kann dieser eine Bezugsfläche bilden, die auch die Montage des Formteils in der Wandöffhung erleichtert, da dieses quasi als Tiefenanschlag beim Einsetzen des Formteils in die Wandöffhung wirkt. Insbesondere kann der Befestigungsabschnitt gegenüber der Wandleibung nach außen vorstehend ausgeführt sein, wodurch auch gleichzeitig die Einbauebene des Bauelements gegenüber der Wandmitte in Richtung einer Wandfläche rückt, vorzugsweise in Richtung der Wandaußenfläche, da hierdurch die vom Fenster bzw. der Tür gebildete, thermische Trennebene zumindest annähernd in derselben Ebene wie eine außen angeordnete Wärmedämmung der Wand verläuft.
Um eine gute Wärmedämmung und gleichzeitig eine hohe Formstabilität zu erzielen, ist es vorteilhaft, wenn der gesamte Formteil oder einzelne Formteilabschnitte im Wesentlichen aus einem wärmedämmenden Material ausgewählt aus einer Gruppe umfassend EPS, XPS, WPS, EPP, EPE, hergestellt ist bzw. sind. Insbesondere Partikelschaum aus expandiertem Polyethylen (EPP) bietet ein für diesen Anwendungszweck hervorragendes Verhältnis zwischen mechanischer Belastbarkeit, Zähigkeit und Formstabilität sowie hohem Wärmedurchgangswiderstand.
Eine wirtschaftliche Herstellung der erfindungsgemäßen Formteile kann dadurch erreicht werden, dass der gesamte Formteil oder einzelne Formteilabschnitte in einem Extrusionsverfahren oder einem thermoplastischem Gießverfahren z.B. Schaumguss hergestellt sind und die Formteile je nach benötigter Länge aus Meterware zugeschnitten werden.
Der gesamte Formteil oder einzelne Formteilabschnitte können im Querschnitt einen wabenartigen Aufbau aufweisen, das heißt aneinandergrenzende Hohlräume aufweisen, die etwa annähernd sechseckige oder kugelige Form besitzen. Ein derartiger Aufbau benötigt nur geringen Materialeinsatz und bietet gleichzeitig eine hohe mechanische Stabilität eines Formteils bzw. Formteilabschnitts.
Der Formteil kann aus einem einzigen Materialstück hergestellt sein, es kann jedoch auch vorteilhaft der Formteil oder einzelne Formteilabschnitte aus mit einander verbundenen, insbesondere miteinander verklebten Formteilelementen zusammengesetzt sein. Die einzelnen Formteilabschnitte können somit durch jeweils eigene Formteilelemente gebildet ΝΑΟΗΘΒΒΗΟΗΤ 5
sein, die zu einem ganzen Formteil zusammen gefügt werden. So kann ein Formteil modulartig aus mehreren Formteilelementen aufgebaut werden, und da nach dem Einbau ein Aufteilen in einzelne Formteilelemente in den meisten Fällen nicht erforderlich werden wird, können die einzelnen Formteilelemente vorteilhaft auch miteinander verklebt werden, wodurch der Formteil mit seinem Vollquerschnitt als einstückiger Bauteil eine hohe Stabilität aufweist.
Um aneinandergrenzende Formteilabschnitte mit unterschiedlichen Eigenschaften, insbesondere mechanischen und bauphysikalischen Eigenschaften ausstatten zu können, kann bei dessen Herstellung vorteilhaft auch Koextrusion eingesetzt werden, bei der unterschiedliche Ausgangsmaterialien aus Kunststoff zu einem einteiligen, jedoch lokal unterschiedliche Eigenschaften aufweisenden Formteilprofil extrudiert werden. Alternativ dazu kann ein ähnlicher Aufbau aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien mittels eines Mehr-komponenten-Gießverfahrens hergestellt werden.
Um das Zusammensetzen bzw. Verbindung von Formteilelementen zu erleichtern, können benachbarte Formteilelemente auch ein zusammenwirkendes Nut-Feder-Profil aufweisen, bei dem ein Formteilelement eine nutartige Ausnehmung auf weist und diese mit einem Federprofil eines benachbarten Formteilelements Zusammenwirken kann. Darüber hinaus sind auch weitere Arten von Steckverbindungen denkbar, wie etwa Zapfen-Bohrungs-Verbindungen usw.
Um bei der Wahl der den Formteil aufbauenden Werkstoffe möglichst geringen Einschränkungen unterworfen zu sein und trotzdem die Anforderungen an Winddichtigkeit und Wasserdichtigkeit bzw. Feuchtewiderstand erfüllen zu können, kann am Formteil zumindest einer der Formteilabschnitte oder eines der Formteilelemente selbst oder eine Stoßstelle zwischen aneinander grenzenden Formteilelementen winddicht bzw. wasserdicht ausgeführt sein. Die Dichtwirkung kann daher durch das Material der Formteilabschnitte bzw. Formteilelemente selbst bewirkt werden oder aber auch durch spezielle Maßnahmen an den Stoßstellen, das heißt, dass etwa die Oberflächen der Formteilelemente im Bereich der Stoßstellen durch Verschweißen selbst abgedichtet werden oder aber auch durch einen Zusatzstoff, etwa einen Klebstoff, der im Bereich von Stoßstellen aufgebracht ist, im späteren Formteil die erforderlichen Barrieren für Wind bzw. Feuchtigkeit gebildet sind. Zusätz-
-6- -6- • · · · · • · · · · • · • · ♦ · · • ♦ · lieh können Außenflächen der Formteilabschnitte bzw. Formteilelemente wind- oder wasserdichte Beschichtungen aufweisen.
Um eine feste Verankerung des Formteils an der Leibung der Wandöffnung zu begünstigen, kann der Formteil an zumindest einer Außenfläche, insbesondere an der der Wandleibung zugewandten Anlagefläche zumindest eine nutartige Ausnehmung oder zumindest zwei längliche Erhöhungen aufweisen, wobei die Ausnehmung oder die beiden Erhöhungen zumindest annähernd parallel zur Wandebene verläuft bzw. verlaufen. Dadurch ist der lichte Querschnitt der von der Ausnehmung und der Leibung begrenzt ist oder der lichte Querschnitt zwischen den zwei länglichen Erhöhungen, die zumindest annähernd bis an die Leibung heranreichen geeignet, einen Klebstoff etwa in Form von Mörtel, Montageschaum oder ähnlichem aufzunehmen, der die Verbindung des Formteils an der Wandleibung bewirkt und dadurch möglichst über den gesamten Umfang der Wandöffnung eine dichte Verbindung zwischen Formteil und Leibung bewirkt. Zum Einbringen des Mörtels bzw. Klebstoffes zwischen Formteil und Leibung, können im Formteil von dessen Außenfläche zur Ausnehmung oder zum Bereich zwischen den Erhöhungen führende Kanäle vorgesehen sein. Diese Kanäle, im einfachsten Fall Bohrungen, sind dabei so dimensioniert, dass die gängigen Durchmesser von Kartuschenspritzen oder Montageschaum-Applikationsröhrchen aufgenommen werden können, also etwa im Bereich von 10 mm bis 15 mm.
Um das Profil eines Formteils an bestimmte Profile des Fensterblendrahmens bzw. der Türzarge besser anpassen zu können und dadurch die Montage noch weiter zu erleichtern, kann der Befestigungsabschnitt aus einem Befestigungsgrundkörper und einem Befestigungsadapter zusammengesetzt sein, wobei der Befestigungsadapter je nach einzusetzendem Bauelement ausgewählt wird und vor der Montage des Bauelements am Befestigungsgrundkörper am Formteil befestigt wird. Somit kann ein standardisierter Formteil durch Verwendung eines derartigen Befestigungsadapters speziell an eine bestimmte Bauart eines Fensters bzw. einer Tür angepasst werden.
Um einen dichten und stabilen Anschluss zwischen Bauelement und Formteil zu erzielen, ist es von Vorteil, wenn der Befestigungsabschnitt zumindest eine Dichtfläche zum winddichten und wasserdichten Anschließen des Fensterblendrahmens bzw. der Türzarge
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·· und/oder eine Stützfläche zum Abstützen des Fensterblendrahmens bzw. der Türzarge aufweist. Die Dichtfläche am Formteil bzw. Befestigungsabschnitt kann dabei durch eine eigene dauerelastische und gegen das Bauelement drückende Dichtung, etwa eines angeformten Dichtungswulstes gebildet sein oder aber auch durch eine weitgehend glatte Fläche, auf die zur Überbrückung der Anschlussfuge zum Bauelement ein dauerelastischer Dichtstoff, etwa Silikon oder Acrylgummi oder ähnliches aufgebracht wird. Die Stützfläche zum Abstützen des Bauelements ist vorzugsweise durch eine ebene Fläche gebildet, die eine möglichst vollflächige Unterstützung des Bauelements bewirkt, wodurch auf zusätzliche punktuelle Unterstützung, etwa in Form von Keilen oder ähnlichem verzichtet werden kann.
Um weiters eine möglichst unbeschränkte Wahlmöglichkeit zur Positionierung der Einbauebene des Bauelements zu erzielen, kann der Befestigungsabschnitt des Formteils von einer an der Oberseite des Formteils angeordneten Trägerplatte gebildet sein oder der Befestigungsabschnitt von einer im Formteil integrierten Trägerplatte verstärkt sein. Beide Varianten bewirken, dass durch die Trägerplatte der Befestigungsabschnitt eine große, räumliche Ausdehnung besitzt und dadurch eine weitgehend beliebige Positionierung des Bauelements bezüglich der Tiefe der Leibung möglich ist. So kann etwa ein Fenster problemlos so weit in Richtung der Wandaußenfläche positioniert werden, dass dieses nicht oder nur geringfügig gegenüber einer Außenfläche der fertig gedämmten und verputzten Außenfläche der Wand zurückspringt.
Weiters kann ein Formteil für den horizontalen Einsatz an einer unteren Leibungsfläche im Befestigungsabschnitt zusätzliche höhenveränderbare, sich von der Oberseite des Formteils bis zur Leibungsfläche des Mauerwerks erstreckende Stützelemente, beispielsweise in Form von höhenverstellbaren Stützschrauben, aufweisen, mit denen die Gewichtskraft eines Fensters oder einer Tür nicht nur vom Befestigungsabschnitt sondern auch zu einem Teil oder zum Großteil von den Stützelementen in das Mauerwerk abgetragen wird.
Die in einer Wandöffnung einzusetzenden Formteile können als einzelne gerade Zuschnitte bei der Montage zu einem umlaufenden Rahmen zusammengefügt werden, oder bereits als vormontiertes Rahmenelement in die Wandöffnung eingesetzt werden. Die Verbindung in
nachgereichtJ ... -uüooamw» -----1 -8- »·*»« ··· · • · · · ··« · · 9 » ···« · * » « t • · · · ·· I « · · ·· ·* ··· · Μ ·· den Ecken kann dabei mittels Gehrungsverbindung, mit Schlitz- und Zapfenverbindung, Überblattung, Dübelverbindung oder ähnliche Weise erfolgen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Wandelement im Bereich einer Wandöffnung mit einem in die Leibung eingesetzten Formelement;
Fig. 2 ein in einer Wandöffnung eingesetztes Formelement mit fertig gestelltem Innenputz;
Fig. 3 ein in einer Wandöffnung eingesetztes Formelement mit einem am Formelement angeschlagenen Fenster und montiertem Fensteraußenblech sowie montierter Fensterbank;
Fig. 4 eine in eine Wandöffnung eingesetzte weitere Ausführungsform eines Formelements mit angeschlagenem Fenster und montiertem Fensteraußenblech sowie montierter Fensterbank;
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform eines Formelements mit angeschlagenem Fenster sowie montiertem Fensteraußenblech sowie montierter Fensterbank.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
NACHGEBEICHT 9
• · • · · • · « • « Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
Fig. 1 zeigt ausschnittsweise einen Schnitt durch eine Wand 1, in der eine von einer Wan-dinnenfläche 2 sich bis zu einer Wandaußenfläche 3 erstreckende Wandöffnung 4 ausgebildet ist, die für den Einbau eines Fensters oder einer Tür vorgesehen ist. Die Wand 1 kann dabei auf verschiedenste Arten aufgebaut sein, zum Beispiel als Mauerwerk, Fertigteilwand, Riegelbauwand, Betonwand,.... Die Begrenzung der Wandöffnung 4 wird durch eine so genannte Leibung 5 gebildet, die sich entsprechend einer Wanddicke 6 von der Wandinnenfläche 2 bis zur Wandaußenfläche 3 erstreckt. In den meisten Fällen ist die Leibung 5 durch vier ebene Leibungsflächen 7 gebildet, die zumeist auch in rechteckiger Anordnung vorliegen, das heißt, dass die Wandöffnung 4 rechteckige Form besitzt. Selbstverständlich können auch davon abweichende Formen der Wandöffnung 4, etwa mit Rundbogen vorliegen.
Um das für einen problemlosen Einbau in der Regel erforderliche Einbauspiel zwischen den Innenabmessungen der Wandöffnung 4 und den Außenabmessungen des darin einzusetzenden Bauelements, eines Fensters oder einer Wand, zu überbrücken und auch in diesem Anschlussbereich eine ausreichende Wärmedämmung sowie einen weitgehend luftdichten Abschluss zu erzielen, ist an der Leibung 5 bzw. an deren Leibungsflächen 7 ein Formelement 8 angeordnet, dass einerseits für eine Wärmedämmung im Bereich der Leibung 5 sorgt und andererseits geeignet ist, in die nach Montage des Formelements 8 verbleibende, restliche Wandöffnung ein Fenster bzw. eine Tür einsetzen zu können. Das Formelement 8 kann dabei auch als Adapter, Dämmelement, Bauelement oder auch Leibungsmanschette, bezeichnet werden, wobei diese Begriffe im Rahmen dieser Erfindung als gleichbedeutend anzusehen sind.
Das Formelement 8 besitzt einen kompakten Vollquerschnitt 9 und umfasst in Richtung der Wanddicke 6 von innen nach außen gesehen mehrere Formteilabschnitte 10,10’, 10”.
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Der erste Formteilabschnitt 10 besitzt in diesem Ausführungsbeispiel einen etwa rechteckigen Querschnitt und erstreckt sich an der Leibung 5 bzw. der Leibungsfläche 7 über die gesamte Wanddicke 6 und ragt über die Wandinnenfläche 2 nach innen vor. Dieser erste Formteilabschnitt 10 bewirkt, dass unabhängig von der späteren Lage eines in die Wandöffnung 4 eingebauten Bauelements in Form eines Fensters oder einer Tür eine kalte Außenluft nicht unmittelbar mit der Leibung 5 der Wand 1 in Kontakt treten kann und über die Wand 1 eine Kältebrücke nach innen gebildet werden kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt der erste Formteilabschnitt 10 eine Dicke von mehreren Zentimetern - hier etwa 4 cm - die von der Wandinnenfläche 2 in Richtung zur Wandaußenfläche 3 zwischen 2 und 5° zunimmt, wodurch allfälliges an einer Fensterbank vorhandenes Wasser von der Fensteranschlussfuge weg zum Rauminneren geleitet wird . Der daran anschließende zweite Formteilabschnitt 10’ ist bei dieser Ausführungsform zur Gänze außerhalb der Wandaußenfläche 2 positioniert und besitzt eine zur Mitte der Wandöffnung gerichtete Oberfläche, die bündig an die vom ersten Teilabschnitt 10 zur Mitte der Wandöffnung 4 gerichtete Oberfläche anschließt. Parallel zur Wandmittelebene 13 besitzt der zweite Formteilabschnitt 10’ eine Dicke 1Γ, die so groß ist, dass der zweite Formteilabschnitt 10’ die Wandöffnung 4 in Richtung parallel zur Wandmittelebene 13 nach außen überragt, also dieser Formteilabschnitt 10’ eine größere Außenabmessung besitzt als die Wandöffnung 4. Der erste Formteilabschnitt 10 und der zweite Formteilabschnitt 10’ bilden zusammen einen Falz 14, mit dem der Formteil 18 bezüglich der äußeren Kante der Leibung 5 in seiner Position genau festgelegt werden kann.
Die zur Mitte der Wandöffnung 4 weisende Oberfläche des zweiten Formteilabschnitts 10’ ist in diesem Ausführungsbeispiel stufenartig ausgeführt, wodurch auch an der nach Einbau des Formteils 8 verbleibenden restlichen Wandöffnung 4 ein Falz 15 gebildet ist, dessen Funktion an späterer Stelle erläutert wird.
An den zweiten Formteilabschnitt 10’ schließt nach außen in diesem Ausführungsbeispiel ein dritter Formteilabschnitt 10” an, dessen zur Mitte der Wandöffnung weisende Oberfläche wieder bündig mit der Oberfläche des zweiten Formteilabschnitts 10’ verläuft und dessen Dicke 11” jedoch geringer ist als die Dicke 11 ’ des zweiten Formteilabschnitts, wodurch an der Außenseite des Formteils 8 ein weiterer Falz gebildet ist, der für den An-
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Schluss der nachträglich anzubringenden Außenhaut, z.B. Außendämmung oder Außenputz der Wand 1 geeignet ist.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der zweite Formteilabschnitt 10’ als Befestigungsabschnitt 16 ausgebildet, der mechanisch belastbar ist und dadurch für die Befestigung eines Fensters oder einer Tür geeignet ist. Für die Positionierung eines Fensters oder einer Tür im Formteil 8 kann dabei der zweite Falz 15 an der zur Mitte der Wandöffnung 4 weisenden Oberfläche des Befestigungsabschnitts 16 als Positionierungshilfe dienen.
Der Formteil 8 besitzt einen Vollquerschnitt 9 ohne größere Hohlräume, wobei die einzelnen Formteilabschnitte 10,10’, 10”,... aus wärmedämmendem Material, insbesondere Schaumstoff bestehen. Dabei besitzt zumindest der Befestigungsabschnitt 16 eine mechanische Festigkeit und Formstabilität, die eine dauerhafte Befestigung eines Fensters bzw. einer Tür im Formteil 8 und damit auch in der Wandöffnung 4 ermöglicht. Als mögliche Schaumstoffe seien an dieser Stelle beispielhaft EPS, XPS, EPP, WPS, EPE erwähnt, also geschäumte oder expandierte Polymerschaumstoffe (Partikelschäume, extrudierte Schäume, offenzellige und/oder geschlossenzellige Schäume). Der Vollquerschnitt kann auch wabenartige Struktur haben, wodurch eine hohe mechanische Festigkeit und gleichzeitig gute Wärmedämmwerte erzielt werden. Weitere Materialien die den Formteil 8 aufbauen können, sind umgewandelte Naturstoffe die hohe Wärmedämmwerte aufweisen, etwa aus pflanzlichen oder mineralischen Werkstoffen.
Der Vollquerschnitt 19 des Formteils 8 kann einstückig hergestellt sein, etwa mittels eines Extrusionsverfahrens oder eines thermoplastischen Gießverfahrens, insbesondere durch Koextrusion oder Mehrkomponenten-Spritzgießen von unterschiedlichen Polymerschäumen, wobei der Befestigungsabschnitt 16 eine ausreichende, mechanische Stabilität aufweist. Alternativ zur einstückigen Ausführung können die einzelnen Formteilabschnitte 10, 10’, 10”,... durch eigene jedoch fest miteinander verbundene Formteilelemente 17 zusammengesetzt sein. So ist im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 der erste Formteilabschnitt 10 durch zwei Formteilelemente 17a und 17b zusammengesetzt, die an einer gemeinsamen Stoßstelle 18 mittels einer Nut-Feder-Verbindung 19 verbunden sind. An der Stoßstelle 18 ist vorzugsweise auch eine Verklebung vorgesehen, die den kompakten Zusammenhalt der einzelnen Formteilelemente 17a und 17b bewirkt. Der Befesti-
NACHGEREICHT - 12- gungsabschnitt 16 ist durch ein weiteres Formteilelement 17’ gebildet, ebenso wie der dritte Formteilabschnitt 10” durch ein weiteres Formteilelement 17” gebildet ist. Es können somit einzelne Formteilabschnitte 10,10’, 10”,... jeweils durch ein oder mehrere Formteilelemente 17 gebildet sein, wobei aneinandergrenzende Formteilelemente 17 durch Beleben oder Verschweißen miteinander verbunden sind, wodurch ein kompakter Vollquerschnitt 9 gebildet ist. Fig. 1 zeigt weiters beim ersten Formteilabschnitt 10 bzw. den diesen aufbauenden Formteilelementen 17a, 17b Ausnehmungen 20, die auf der der Leibung 5 zugewandten Oberfläche des Formteils 8 angeordnet sind und die zur Aufnahme eines Verbindungsmittels 21 in Form von Mörtel oder Klebstoff dienen. Die Ausnehmungen 20 sind insbesondere Nuten 22, die sich über die gesamte Außenlänge der Formteile 8 erstrecken und dadurch eine unterbrechungsfreie Abdichtung zwischen Fensterleibung 5 und Formelementen 8 bewirken. Alternativ oder zusätzlich kann der Formteil 8 auch mit der Wandaußenfläche 3 und/oder der Wandinnenfläche 2 unter Verwendung eines dauerelastischen Dichtmittels 23 abdichtend verbunden sein, wodurch ebenfalls eine zuverlässige Dichtwirkung erzielt werden kann.
Fig. 2 zeigt ein Formteil 8 in ähnlicher Ausführung wie in Fig. 1, weshalb auf die Beschreibung der identischen, baulichen Merkmale an dieser Stelle verzichtet wird. Der Formteil 8 ist in der Leibung 5 der Wandöffhung 4 eingesetzt und bereits mit einem Innenputz 24 versehen, der sich über die zur Mitte der Wandöffhung 4 orientierte Oberfläche des ersten Formteilabschnitts 10 und bis zur Wandinnenfläche 2 erstreckt. Alternativ zu einem Innenputz 24 kann der Formteil 8 auch mittels Gipskartonplatten oder Spachtelmasse eventuell zusammen mit Armierungsnetzen oder ähnlichem an die Wandinnenfläche angeschlossen sein.
Bei dieser Ausführungsform ist zwischen zweitem Schutzkantenabschnitt 10’ und erstem Schutzkantenabschnitt 10’ ein weiterer Falz 25 ausgebildet, der einen sauberen Abschluss für den Innenputz 24 bildet. Dieser Falz 25 wird dadurch bewirkt, dass der zweite Formteilabschnitt 10’ weiter in Richtung zur Mitte der Wandöffhung 4 ragt, als der erste Formteilabschnitt 10. Fig. 2 zeigt weiters ein am Formteil 8 angeordnetes und die Wandöffhung 4 verschließendes Bauprovisorium 26, etwa in Form einer einfachen Platte, mit dem die Wandöffhung 4 bis zum Einbau des Fensters bzw. der Tür vorübergehend verschlossen werden kann. Das Ausführungsbeispiel zeigt, dass durch ein derartiges Formteil 8 der beim
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Innenausbau vorgesehene Innenputz 24 bzw. die genannten Alternativen bereits vor dem Einbau eines Fensters oder einer Tür fertiggestellt werden können und dadurch diese beim Innenausbau oder bei der Fassadenherstellung nicht unnötiger Beschädigungsgefahr ausgesetzt werden.
Der erste Formteilabschnitt 10 ist in Fig. 2 kürzer ausgeführt als der entsprechende Formteilabschnitt 10 in Fig. 1, da die Wanddicke 6 in Fig. 2 auch geringer ist. Dazu kann ein Formteil 8 mit an die Wanddicke 6 angepassten Abmessungen vorgefertigt sein oder aber auch ein Formteil 8 wie gemäß Fig. 1 eingesetzt werden, bei dem nach dem Einsetzen in die Wandöffnung 4 der gegenüber der Wandinnenfläche 2 vorstehende Überstand beschnitten wird. Ebenso wie in Fig. 2 der Innenputz 24 bereits vor dem Einbau eines Fensters oder einer Tür fertig gestellt werden kann, kann wie mit strichlierten Linien dargestellt an die gegenüber der Wand 1 nach außen vorspringenden Formteilabschnitte 10’ und 10” eine Außendämmung 27 für die Wand 1 montiert und die Außenhaut der Wand 1 bereits vor dem Einbau von Fenstern oder Türen fertiggestellt werden.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausbaustufe in der Verwendung eines Formelements 8 zur Wärmedämmung einer Leibung 5 in einer Wandöffnung 4 mit bereits im Formteil 8 eingesetztem Fensterblendrahmen 28, der am Befestigungsabschnitt 16 befestigt ist. Die Darstellung zeigt einen Vertikalschnitt durch eine untere Leibung 5 einer Wandöffnung 4 also den unteren Wandanschluss eines Fensters 29 mit fertig montiertem Fensteraußenblech 30 und ebenfalls fertig montierter Fensterbank 31. Das Fensteraußenblech 30 überragt dabei die oberen Flächen der Formteilabschnitte 10’ und 10” und schützt diese vor Witterungseinflüssen. Die Fensterbank 31 überdeckt die Oberseite des ersten Formteilabschnitts 10. Der Befestigungsabschnitt 16 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Befestigungsgrundkörper 32, der den Großteil des Befestigungsabschnitts 16 bildet, und einem an dessen Oberseite angeordneten Befestigungsadapter 33 zusammengesetzt. Diese zusammengesetzte Ausführung des Befestigungsabschnitts 16 bietet den Vorteil, dass bei gleich bleibender Ausführung des Befestigungsgrundkörpers 32 durch Verwendung unterschiedlicher Befestigungsadapter 33 der Formteil 8 speziell an den zu befestigenden Fensterblendrahmen 28 bzw. eine einzusetzende Türzarge anpassbar ist, um optimale Abstützung und möglichst leicht zu verschließende Anschlussfugen mit geringer Fugenbreite erzielbar sind.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel bildet der Befestigungsabschnitt 16 - hier speziell der Befestigungsadapter 33 - eine Dichtfläche 34, deren geringer Abstand zum Fensterblendrahmen 28 mit einer dauerelastischen Dichtung 35 leicht abgedichtet werden kann.
Diese Dichtung 35 kann ein vorgefertigtes Dichtungsprofil sein oder aber auch vor Ort als pastenförmige Dichtung eingebracht werden. Weiters ist am Befestigungsabschnitt 16 eine Stützfläche 36 ausgebildet, über die die Gewichtskraft des Fensters 29 in den Formteil ß und in Folge von diesem weiter in die Wand 1 übertragen wird. Aus Fig. 3 ist erkennbar, dass durch den gegenüber der Wandmittelebene 13 relativ weit nach außen versetzten Befestigungsabschnitt 16 die vom Fenster 29 gebildete thermische Trennebene zumindest annähernd in den Bereich der Außendämmung 27 verlagert werden kann, was bauphysikalisch anzustreben ist. Fig. 3 zeigt weiters einen Kanal 37 der von den Ausnehmungen 20 an der Unterseite des ersten Formteilabschnitts 10 zu dessen Außenfläche 38 führt, und der ermöglicht, bei bereits in definierter Position in die Leibung 5 eingesetzten Formteil 8 das Verbindungsmittel 21 zur Verankerung des Formteils 8 an der Leibungsfläche 7 der Wand 1 einzubringen. Das Verbindungsmittel 21 kann dabei auf den Bereich der Ausnehmungen 20 örtlich beschränkt bleiben oder sich aber auch flächig zwischen der Leibung 5 und einer dieser zugewandten Anlagefläche 39 abdichtend ausbreiten.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform des Formteils 8, bei der Befestigungsabschnitt 16 innerhalb der Leibung 5 der Wandöffnung 4 positioniert ist und dadurch auch der Befestigungsabschnitt 16 einen Teil der Anlagefläche 39, die zur Leibungsfläche 7 gerichtet ist, bildet.
Die thermische Trennebene des Fensters 29 ist bei diesem Ausführungsbeispiel näher an der Wandmittelebene 13 positioniert, dafür ist der Formteil 8 insofern einfacher aufgebaut, da die einzelnen Formteilabschnitte 10,10’, 10” an ihrer Unterseite etwa bündig zueinander aus gebildet sind. Der Befestigungsabschnitt 16 ist auch in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Befestigungsgrundkörper 32 und einem Befestigungsadapter 33 zusammengesetzt, kann jedoch auch einstückig ausgeführt sein.
Fig. 5 zeigt eine Ausführung des Formteils 8, bei dem die Formteilabschnitte 10,10’, 10” einstückig aus demselben Material hergestellt sind und dadurch ein homogener Vollquer-schnitt 9 vorliegt, der besonders einfach und wirtschaftlich herstellbar ist. Das verwendete Material besitzt dazu eine mechanische Festigkeit, die geeignet ist, die beim und nach dem Einbau auftretenden Belastungen ohne merkbare Verformungen zu ertragen.
1 NACHQBREICHT -15-
In Fig. 3 ist noch eine zusätzlich mögliche Versteifung des Formteils 8 mittels einer Trägerplatte 40 dargestellt, die sich vom Befestigungsabschnitt 16 in Richtung der Wandinnenfläche 2 erstreckt und dazu beiträgt, die in den Befestigungsabschnitt 16 eingeleiteten Kräfte besser auf die Leibungfläche 7 zu verteilen. Die Trägerplatte 40 ist in diesem Beispiel im Inneren des Formteils 8 integriert und kann insbesondere aus einem mechanisch hoch belastbaren Kunststoff wie PVC oder ähnlichem hergestellt sein.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Formteiles 8, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten desselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvarianten möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
Der Ordnung halber sei abschließend daraufhingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des Formteils 8 dieser bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1; 2; 3; 4; 5 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
NACHQ&BPCHT
Bezugszeichenaufstellung
NACHGEP^IQHT 1 Wand 36 Stützfläche 2 Wandinnenfläche 37 Kanal 3 W andaußenfläche 38 Außenfläche 4 Wandöffnung 39 Anlagefläche 5 Leibung 40 Trägerplatte 6 Wanddicke 7 Leibungsfläche 8 Formteil 9 Vollquerschnitt 10 F ormteilabschnitt 11 Dicke 12 Tiefe 13 Wandmittelebene 14 Falz 15 Falz 16 Befestigungsabschnitt 17 Formteilelement 18 Stoßstelle 19 Nut-Feder-Verbindung 20 Ausnehmung 21 V erbindungsmittel 22 Nut 23 Dichtmittel 24 Innenputz 25 Falz 26 Bauprovisorium 27 Außendämmung 28 F ensterblendrahmen 29 Fenster 30 F ensteraußenblech 31 Fensterbank 32 Befestigungsgrundkörper 33 Befestigungsadapter 34 Dichtfläche 35 Dichtung
Claims (19)
- -1 - • · • · · · Patentansprüche 1. Formteil (8) zur Wärmedämmung einer Leibung (5) einer Wandöffnung (4) und zum Einbau eines Fensters oder einer Tür in der Wandöffnung (4), bestehend im Wesentlichen aus wärmedämmendem Material, insbesondere schaumartigem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (8) einen einteiligen Vollquerschnitt (9) besitzt, der in Richtung der Wanddicke (6) mehrere Formteilabschnitte (10,10’, 10”,...) umfasst, wobei zumindest einer der Formteilabschnitte (10,10’, 10”,...) als mechanisch belastbarer Befestigungsabschnitt (16) zum Anschlägen eines Fensterblendrahmens (28) oder einer Türzarge ausgebildet ist.
- 2. Formteil (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Befestigungsabschnitts (16) gegenüber einem benachbarten Formteilabschnitt (10) in Richtung der Mitte der Wandöffnung (4) vorragt, wodurch die Position für das Einsetzen des Fensterblendrahmens (28) oder der Türzarge in die Wandöffnung (4) definiert ist.
- 3. Formteil (8) nach Ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Formteilabschnitte (10), insbesondere der Befestigungsabschnitt (16) eine höhere mechanische Festigkeit, insbesondere Druckfestigkeit und/oder Schraubenauszugfestigkeit, als die restlichen Formteilabschnitte (10) aufweist.
- 4. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Vollquerschnitt (9) zumindest über die Hälfte der Wanddicke (6), vorzugsweise zumindest annähernd von der Außenseite (3) der Wand (1) zur Innenseite (2) der Wand (1), erstreckt.
- 5. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Formteilabschnitte (10) gegenüber einer der Leibung (5) zuge- NACHGEREICHT -2- • · -2- • ·wandten Anlagefläche (39) in Richtung der Leibung (5) vorsteht, wodurch ein mit einer Kante der Leibung (5) zusammenwirkender Falz (25) gebildet ist.
- 6. Formteil (8) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der nach außen gegenüber der Leibung (5) vorspringende (vorstehende) Formteilabschnitt (10’) vom Befestigungsabschnitt (16) gebildet ist.
- 7. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Formteil (8) oder einzelne Formteilabschnitte (10,10’, 10”,...) im Wesentlichen aus einem wärmedämmenden Material, ausgewählt aus einer Gruppe umfassend zumindest EPS, XPS, WPS, EPP, EPE, Naturstoffen aus pflanzlichem Material oder mineralischen Werkstoffen hergestellt ist bzw. sind.
- 8. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Formteil (8) oder einzelne Formteiläbschnitte (10,10’, 10”,...) in einem Extrusionsverfahren oder einem thermoplastischem Gießverfahren hergestellt sind.
- 9. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Formteil (8) oder einzelne Formteilabschnitte (10,10’, 10”,...) im Querschnitt einen wabenartigen Aufbau aufweisen.
- 10. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (8) oder einzelne Formteilabschnitte (10,10’, 10”,...) aus miteinander verbundenen, insbesondere miteinander verklebten, Formteilelementen (17,17a, 17b, 17’, 17”,...) zusammengesetzt ist.
- 11. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Formteilabschnitte (10,10’, 10”,...), insbesondere der Befestigungsabschnitt (16), durch ein Koextrusions-Verfahren oder ein Mehrkomponenten- NACHGEREICHT _N?nnamnm_ -3- Spritzgießverfahren mit einem angrenzenden Formteilabschnitt (10,10’, 10”,...) verbunden ist.
- 12. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Formteilelemente (17a, 17b) ein zusammenwirkendes Nut-Feder-Profil (19) aufweisen.
- 13. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Formteilelemente (17,17’, 17”, ..·.) selbst oder eine Stoßstelle (18) zwischen aneinandergrenzenden Formteilelementen (17a, 17b, 17’, 17”, ...) winddicht, wasserdicht ausgeführt ist.
- 14. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (8) an einer der Leibung (5) zugewandten Anlagefläche (39) zumindest eine nutartige Ausnehmung (20) oder zumindest zwei längliche Erhöhungen aufweist, wobei die Ausnehmung (20) oder die beiden Erhöhungen zumindest annähernd parallel zur Wandmittelebene (13) verläuft bzw. verlaufen.
- 15. Formteil (8) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Formteil (8) von dessen Außenfläche (38) zur Ausnehmung (20) oder zum Bereich zwischen den Erhöhungen führende Kanäle (37) ausgebildet sind.
- 16. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (16) aus einem Befestigungsgrundkörper (32) und einem Befestigungsadapter (33) zusammengesetzt ist.
- 17. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (16) zumindest eine Dichtfläche (34) zum winddichten und wasserdichten Anschließen des Fensterblendrahmens (28) bzw. der Türzarge und/oder eine Stützfläche (36) zum Abstützen des Fensterblendrahmens (28) bzw. der Türzarge aufweist. NACHHER,EICHT -4-
- 18. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (16) von einer an der der Mitte der Wandöffhung (4) zugewandten Außenfläche (38) des Formteils (8) angeordneten Trägerplatte gebildet oder einer im Formteil (8) integrierten Trägerplatte (40) verstärkt wird.
- 19. Formteil (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (16) zusätzliche höhenveränderbare Stützelemente zur Abtragung von Gewichtskräften in die Leibungsfläche (7) aufweist. Josef Kaltseis durch Dr. Günter Secklehner NACHGEREICHT N2008/3I000
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