AT509058B1 - Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor - Google Patents

Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor Download PDF

Info

Publication number
AT509058B1
AT509058B1 AT0072810A AT7282010A AT509058B1 AT 509058 B1 AT509058 B1 AT 509058B1 AT 0072810 A AT0072810 A AT 0072810A AT 7282010 A AT7282010 A AT 7282010A AT 509058 B1 AT509058 B1 AT 509058B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
control unit
vault
biometric
locking system
safe
Prior art date
Application number
AT0072810A
Other languages
English (en)
Other versions
AT509058A4 (de
Inventor
Leopold Dr Gallner
Signot Keldorfer
Original Assignee
Leopold Dr Gallner
Signot Keldorfer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leopold Dr Gallner, Signot Keldorfer filed Critical Leopold Dr Gallner
Priority to AT0072810A priority Critical patent/AT509058B1/de
Priority to CH01020/11A priority patent/CH703383B1/de
Priority to DE102011018982A priority patent/DE102011018982A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT509058A4 publication Critical patent/AT509058A4/de
Publication of AT509058B1 publication Critical patent/AT509058B1/de

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B65/00Locks or fastenings for special use
    • E05B65/0075Locks or fastenings for special use for safes, strongrooms, vaults, fire-resisting cabinets or the like
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05GSAFES OR STRONG-ROOMS FOR VALUABLES; BANK PROTECTION DEVICES; SAFETY TRANSACTION PARTITIONS
    • E05G1/00Safes or strong-rooms for valuables
    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C9/00Individual registration on entry or exit
    • G07C9/00174Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys
    • G07C9/00896Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys specially adapted for particular uses
    • G07C9/00912Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys specially adapted for particular uses for safes, strong-rooms, vaults or the like
    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C9/00Individual registration on entry or exit
    • G07C9/30Individual registration on entry or exit not involving the use of a pass
    • G07C9/32Individual registration on entry or exit not involving the use of a pass in combination with an identity check
    • G07C9/37Individual registration on entry or exit not involving the use of a pass in combination with an identity check using biometric data, e.g. fingerprints, iris scans or voice recognition

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Human Computer Interaction (AREA)
  • Lock And Its Accessories (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Tresor, welcher für die Abwicklung einer biometrischen Öffnungsroutine einen Sensor für die Aufnahme eines biometrischen Merkmals, eine Steuereinheit sowie ein elektromechanisches Schließsystem aufweist.Für die Notöffnung des Tresors ist in diesem neben der für die biometrische Öffnungsroutine dienenden Steuereinheit (2) eine zweite Steuereinheit (5) vorgesehen. Diese kann ebenfalls auf die elektromechanische Verriegelungseinheit (4) wirken. Sie ist über eine separate Datenverbindung an ein äußeres Steuerungselement (9) anschließbar und über dieses unter Angabe eines Notöffnungscodes steuerbar.

Description

österreichisches Patentamt AT509 058B1 2011-06-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen mit einer biometrischen Öffnungskontrolleinheit ausgestatteten Tresor.
[0002] An Stelle oder ergänzend zu einem mechanischen Schloss, für welches ein gegenständlicher Schlüssel erforderlich ist, werden Tresore auch mit „elektronischen Schlössern" gesichert. Eine klassische Realisierungsform dafür umfasst eine Zifferntastatur, eine Steuereinheit und eine elektromechanische Verriegelungsvorrichtung. Wenn mittels der Zifferntastatur ein richtiger Zahlencode an die Steuereinheit eingegeben wird, schaltet diese die elektromechanische Verriegelungsvorrichtung in den geöffneten Zustand. Für den Fall, dass ein Benutzer seinen Zahlencode vergisst, kann die Notöffnung beispielsweise mittels eines Master-Zahlencodes erfolgen, der im Herstellerunternehmen gespeichert ist und bei Bedarf angefordert werden kann, oder es kann zusätzlich einen mechanischen Schlüssel geben, mit Hilfe dessen der Tresor dann aufgesperrt werden kann. Die mechanische Schließvorrichtung bedeutet allerdings eine zusätzliche Schwachstelle.
[0003] In jüngerer Zeit geht man dazu über, Tresore mit einer biometrischen Öffnungskontrolleinheit auszurüsten. Dazu ist der Tresor mit einem Datenspeicher für die Aufnahme von biometrischen Merkmalen von Personen, einer Speichereinheit für die Speicherung von biometrischen Merkmalen in Form einer digitalen Information, einer Steuereinheit und einer elektromechanischen Verriegelungsvorrichtung ausgestattet. Um den Tresor öffnen zu können, wird durch die Sensoreinheit das relevante biometrische Merkmal, typischerweise ein bei „Beleuchtung" mit elektromagnetischer Strahlung im RF-Bereich reflektiertes Bild einer Fingerkuppe oder auch ein Thermobild einer Fingerkuppe, aufgenommen, verarbeitet und mit gespeicherten Informationssätzen zu biometrischen Merkmalen von zur Öffnung des Tresors berechtigten Personen verglichen. Abhängig vom Ergebnis des Vergleichs wird durch die Steuereinheit die elektromechanische Verriegelung geöffnet, oder sie bleibt verschlossen.
[0004] Bevorzugt wird für die Aufnahme eines biometrischen Identifizierungsmerkmals als am Tresor angebrachter Sensor ein Fingerscanner verwendet. Vorschläge dazu finden sich in den Schriften DE 20113422 U1, DE 102006014432 A1, CN 101215948 A, CN 2937407 Y, CN 201198700 Y, CN 200994569 Y, JP 8218689 A und US 2009165682 A1.
[0005] Die US 2005/0144996 A1 zeigt einen Tresor welcher durch einen damit in Datenverbindung stehenden Computer geöffnet oder geschlossen werden kann, wobei die Datenverbindung über ein direktes verbindendes Kabel oder über ein Datennetzwerk erfolgen kann und wobei die Daten verschlüsselt sein können. Im Tresor ist eine Steuereinheit angebracht, welche nach Prüfung der empfangenen Daten ein elektromechanisches Schließsystem schaltet, so-dass die Tür des Tresors ver- oder entriegelt wird oder unverändert bleibt. Ergänzend kann auch eine Eingabeeinheit direkt am Tresor angeordnet sein, welche ebenfalls auf die Steuereinheit im Tresor wirkt. Durch die Beschränkung auf eine Steuereinheit besteht die Gefahr, dass der Tresor nicht mehr geöffnet werden kann, wenn die im Tresor angebrachte einzige Steuereinheit schadhaft wird.
[0006] Die US 2008/0150684 A1 zeigt einen Tresor, welcher mit Hilfe einer tragbaren elektronischen Zutrittsvorrichtung geöffnet werden kann. Die Zutrittsvorrichtung liefert dabei auch die elektrische Energie für das zwangsweise im Tresor angebrachte elektromechanische Schließsystem. Die Zutrittsvorrichtung kann an einen Computer angeschlossen werden und durch diesen gesteuert werden und sie kann auch selbst eine Tastatur oder eine biometrische Sensoreinheit aufweisen, damit sie einen „Schlüssel" in Form eines Zahlencodes oder einer biometrischen Information empfangen und prüfen kann. Am Tresor ist zwangsweise zumindest eine einfache Steuereinheit erforderlich, welche die von der Zutrittsvorrichtung kommenden Signale empfangen und deuten kann, um ggf. die Verriegelung der Tresortür zu öffnen. Es besteht auch hier die Gefahr, dass der Tresor nicht mehr geöffnet werden kann, wenn die im Tresor angebrachte Steuereinheit schadhaft wird.
[0007] Die US 5 701 770 A zeigt einen als Waffenschrank dienenden tragbaren Tresor, welcher 1/6 österreichisches Patentamt AT509 058B1 2011-06-15 mit einer Sensoreinheit für die Aufnahme eines Fingerprints sowie mit einer Kartenieseeinheit für das Einlesen eines auf einer Karte aufgedruckten Fingerbildes ausgestattet ist. Wenn ein aktuell aufgenommener Fingerprint mit einem gespeicherten Fingerprint oder mit dem Fingerprint auf einer in die Kartenieseeinheit eingeschobenen Karte zusammenpasst, wird die Tür des Tresors entriegelt. Parallel dazu ist auch Entriegelung mit Hilfe eines Schlüssels auf rein mechanischem Weg möglich. Durch das rein mechanische Entriegeln mit Hilfe eines Schlüssels ist zwar der Tresor auch dann noch zu öffnen, wenn das elektronische System schadhaft ist, allerdings wird hierbei durch Rückgriff auf ein althergebrachtes mechanisches Öffnungssystem mittels Schlüssel, welcher verloren gehen oder ohne weitere Kontrollmöglichkeiten weitergegeben werden kann, die Sicherheit gegen unbefugtes Öffnen vermindert.
[0008] In der DE 20 2007 007 592 U1 wird unter anderem vorgeschlagen, einen Tresor zu öffnen, indem von einer zugriffsberechtigten Person als Schlüsselinformation ein Irisscan genommen wird. Die dazu erforderliche Sensoreinheit ist vom Tresor Meter getrennt angeordnet. Ergänzend dazu soll der Tresor im Notfall über den Hersteller mittels eines Notfallcodes zu öffnen sein. Auf genauere Ausführung und Anordnung der Steuerung wird nicht eingegangen. Es bleibt zu vermerken, dass Gefahr besteht, dass der Tresor nicht mehr geöffnet werden kann, wenn die zwangsweise im Tresor anzubringende Steuereinheit, welche das zwangsweise erforderliche elektromechanische Schließsystem ansteuert, schadhaft wird. Zwar besteht die Möglichkeit bei einem Defekt des externen Erkennungsmerkmals (z.B. Augenverletzung) die Öffnung auch mittels Zahlencode durchzuführen, aber nur durch die Beschränkung auf eine Steuereinheit ist die Öffnungsmöglichkeit auch damit bei internen Defekten nicht mehr gewährleistet.
[0009] In der DE 20 2009 005 861 U1 wird vorgeschlagen, einen Tresor, welcher ursprünglich nur mit einem nicht-biometrischen Schließsystem ausgestattet ist, zur Erhöhung der Sicherheit mit einem zusätzlichen biometrischen Schließsystem nachzurüsten, welches das ursprüngliche Schließsystem verdeckt und selbst erst geöffnet werden muss, damit das ursprüngliche Schließsystem zugänglich wird und betätigt werden kann. Das Gesamtsystem wird damit recht aufwändig zu bedienen. Weiters besteht auch hier die Gefahr, dass der Tresor nicht mehr (zerstörungsfrei) geöffnet werden kann, wenn das biometrische Schließsystem schadhaft wird.
[0010] Eine Problemstellung, welche bei der Anwendung eines biometrischen Identifizierungsmerkmals an einem Tresor auftritt ist, dass der erforderliche Sensor in Verbindung mit der dazugehörigen Datenverarbeitung eine relativ empfindliche Gerätegruppe darstellt. Diese kann - während der auf Jahrzehnte ausgelegten Verwendungsdauer eines Tresors - durchaus auch einmal nicht funktionsfähig sein. Typische Ursachen für Funktionsunfähigkeit können Softwareprobleme und mechanische Beschädigungen des Sensors sein. Eine zweite Problemstellung ist, dass manchmal berechtigter Weise Zugang zum Tresor erforderlich sein kann, ohne dass die Person, deren biometrisches Merkmal als Schlüssel dient, zugegen ist. Das kann im Fall von Fernreisen dieser Person sein, oder wenn die Person verstorben ist.
[0011] Bisher wird auf die Problematik „Notöffnung" nur unbefriedigend eingegangen. Wenn man sich der Problematik stellt, bringt man bisher einfach ein zweites, „normales" Schließsystem am Tresor an, welches parallel zum biometrischen System arbeitet. Der Tresor ist dabei zusätzlich zum Sensor für das biometrische Merkmal mit einer Zifferntastatur oder mit einem mechanischen, mit gegenständlichem Schlüssel zu sperrenden Schloss versehen, sodass der Tresor unter Umgehung der biometrischen Kontrolle geöffnet werden kann. Der Tresor wird damit aufwendig. Der zweite Schlüssel - sei es der Nummerncode oder der gegenständliche Schlüssel - verursacht Aufwand, da er einerseits an einem geheimen Ort aufbewahrt werden muss, andererseits im Notfall auch nach Jahrzehnten für die dann Berechtigten auffindbar sein muss. Durch das zweite Schließsystem wird der Tresor auch weniger einbruchssicher, da es naturgemäß auch eine Schwachstelle darstellt.
[0012] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, für einen mit einer biometrischen Öffnungskontrolleinheit ausgestatteten Tresor, Notöffnung zu ermöglichen. Gegenüber bisherigen Vorschlägen dazu, soll der Tresor mit geringeren Kosten herstellbar sein und trotzdem eine höhere Sicherheit gegen Einbruch aufweisen. 2/6 österreichisches Patentamt AT509 058B1 2011-06-15 [0013] Zum Lösen der Aufgabe wird vorgeschlagen, im Tresor, neben der an der biometrische Öffnungsroutine mitwirkenden Steuereinheit, eine zweite (einfachere) Steuereinheit vorzusehen, welche ebenfalls auf die elektromechanische Verriegelungseinheit wirken kann und selbst über ein außerhalb des Tresors befindliches Steuerungselement unter Angabe eines Notöffnungscodes steuerbar ist.
[0014] Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung zu einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel veranschaulicht: [0015] Fig. 1: zeigt eine Skizze der Verkabelung eines beispielhaften, erfindungsgemäßen T resors.
[0016] In Fig. 1 markiert die strichlierte Linie die Grenze des erfindungsgemäßen Tresors zur Umgebung. Die Gegenstände, welche unterhalb der strichlierten Linie dargestellt sind, sind in den Tresor eingebaut, die darüber dargestellten Gegenstände befinden sich außerhalb des Tresors und sind wahlweise damit verbindbar. Im Normalbetrieb wird für das Öffnen des Tresors der Fingerscanner 1 verwendet. Für das Öffnen des Tresors führt eine berechtigte Person einen Finger über den Sensor 1; es wird eine Bildinformation aufgenommen und mit gespeicherten Bildinformationen von Fingern von öffnungsberechtigten Personen verglichen. Wenn die aktuell aufgenommene Bildinformation mit einer gespeicherten Bildinformation zusammenpasst, versorgt die Steuereinheit 2 das elektromechanische Schließsystem 4 über die zwischengeschaltete Diode 3 an einer seiner beiden Anschlussklemmen mit positiver Spannung. Die zweite Anschlussklemme des elektromechanischen Schließsystems liegt dauerhaft an Massepotential. Durch das Anlegen der positiven Spannung an der ersten Anschlussklemme wird das Schließsystem 4 in den offenen Zustand bewegt. Bei Normalbetrieb ist die Steuereinheit 2 und mit dieser der Fingerscanner 1 und das elektromechanische Schließsystem 4 über die Anschlussklemmen 11 des Tresors mit elektrischer Energie versorgt.
[0017] In jenen Notfällen, in denen entweder der Fingerscanner 1 oder die Steuereinheit 2 aus irgendwelchen Gründen funktionsunfähig sind, oder in denen alle Personen, von welchen biometrische Schlüsselinformation in der Steuereinheit 2 (oder in einem Speicherbauteil des Fingerscanners) hinterlegt sind, abwesend sind, und der Tresor dennoch berechtigterweise geöffnet werden muss, kommt die zweite Steuereinheit 5 in Verbindung mit weiteren, nur in diesen Notfällen an den Tresor anzuschließenden Geräten zum Einsatz.
[0018] Dazu wird die zweite Steuereinheit 5 über separate Anschlussklemmen 12, welche am Tresor bevorzugt versteckt angeordnet sind, durch die äußere Spannungsvorsorgungseinheit 7 mit Energie versorgt. Über weitere, bevorzugt versteckt am Tresor angebrachte Klemmen 13, wird die zweite Steuereinheit 5 mit einem äußeren Konverter 9 verbunden, welcher seinerseits auch mit einem Computer 8 in einer Datenübertragungsverbindung steht. Für das Öffnen des Tresors, wird vom Computer 8 an den Konverter 9 ein dem Tresor individuell zugeordneter Geheimcode gesendet. Der Konverter 9 transformiert den Code in jenes Format, welches für die Daten-Übertragung vom Konverter 9 an die zweite Steuereinheit 5 vorgesehen ist und überträgt es an die zweite Steuereinheit 5. In der zweiten Steuereinheit 5 wird der empfangene Code mit einem für die Notöffnung hinterlegten Code verglichen. Bei Übereinstimmung versorgt die die zweite Steuereinheit 5 das elektromechanische Schließsystem 4 über die zwischengeschaltete Diode 6 an der dafür passenden Anschlussklemme mit positiver Spannung, womit das Schließsystem 4 in den offenen Zustand bewegt wird. Obwohl die beiden Steuereinheiten 2 und 5 auf die gleiche Anschlusselektrode des Schließsystems wirken, können sie sich nicht gegenseitig beeinflussen, da sie jeweils nur über eine Diode 3, 6 mit der Anschlusselektrode des Schließsystems verbunden sind und die beiden Dioden in der Verbindung zwischen den beiden Ausgängen der Steuereinheiten 2, 5 zueinander entgegengesetzt gerichtet in Serie geschaltet sind.
[0019] Indem die beiden Steuereinheiten 2, 5 unabhängig voneinander mit Spannung versorgt werden und auch ausgangsseitig nicht aufeinander einwirken können, kann die Funktionstüchtigkeit jeder einzelnen der beiden Steuereinheiten nicht durch Störungen oder Zerstörungen in der jeweils anderen Steuerungseinheit beeinflusst werden. 3/6 österreichisches Patentamt AT509 058B1 2011-06-15 [0020] Die Datenübertragung zwischen Konverter 9 und zweiter Steuereinheit 5 erfolgt bevorzugt nicht drahtlos, sondern über Kabel an die separaten, bevorzugt versteckt am Tresor angeordneten Anschlussklemmen 13. Gegenüber drahtloser Datenübertragung ist die Funktion robuster und weniger leicht ausspionierbar.
[0021] Durch Übereinkunft zwischen Tresorhersteller (bzw. -Händler) und Inhaber des Tresors kann festgelegt werden, wie mit dem Notöffnungscode und dem erforderlichen Konverter 9 organisatorisch umgegangen wird. Beispielsweise können der Notöffnungscode und ein Programm zur Ansteuerung des Konverters 9 über den Computer 8, auf einem durch den Computer 8 lesbaren Datenträger gespeichert sein, welcher einschließlich dem Konverter 9, erst im Notfall vom Tresorhersteller an berechtigte Kunden gegeben wird oder auch dann nur von eigens herbeikommendem Servicepersonal des Tresorherstellers angewandt wird. Natürlich können Datenträger, Code und Konverter auch schon mit dem Kauf des Tresors an den Kunden gegeben werden, womit dieser für den weiteren Umgang damit die Verantwortung trägt.
[0022] Bevorzugt erfolgen die Datenübertragungen vom Computer 8 an den Konverter 9 und/oder vom Konverter 9 an die zweite Steuereinheit 5 in einem verschlüsselten Datenformat, sodass neben dem Wissen um den Notöffnungscode implizit auch das Wissen um die Datencodierung erforderlich ist um die zweite Steuereinheit 5 beeinflussen und damit den Tresor öffnen zu können.
[0023] Bevorzugt ist in der zweiten Steuereinheit 5 und/oder im Konverter 9 und/oder im Programm für das Ansteuern des Konverters 9 eine Programmroutine hinterlegt durch welche bei Erhalt unzulässiger Eingaben, Signale bzw. Codes durch ein Gerät, Aktivität zumindest für eine bestimmte Mindestdauer blockiert wird. Damit kann Missbrauch der Geräte und „Knacken" von Codes erschwert werden.
[0024] Die für die Notöffnung extra zu schaffenden Zusatzgeräte (zweite Steuereinheit 5 und Konverter 9) können sehr einfach, robust, klein und kostengünstig herstellbar sein. Auch alle erforderlichen Programmroutinen können recht einfach ausgeführt sein. Damit ist mit geringen Kosten sichere Notöffnungsfähigkeit für einen Tresor über Jahrzehnte gewährleistbar. Gegenüber anderen Notöffnungssystemen ist das erfindungsgemäße System zu höherer Sicherheit gegen unberechtigtes Öffnen des Tresors befähigt. 4/6

Claims (5)

  1. österreichisches Patentamt AT509 058 B1 2011-06-15 Patentansprüche 1. Tresor, welcher für die Abwicklung einer biometrischen Öffnungsroutine einen Sensor für die Aufnahme eines biometrischen Merkmals, eine Steuereinheit und ein elektromechanisches Schließsystem aufweist, wobei die Steuereinheit dazu in der Lage ist auf das elektromechanische Schließsystem einzuwirken, damit dieses entweder in den offenen Zustand übergeht oder in geschlossenem Zustand bleibt, dadurch gekennzeichnet, dass im Tresor, neben der für die Mitwirkung an der biometrischen Öffnungsroutine bestimmten Steuereinheit (2), eine zweite Steuereinheit (5) vorgesehen ist, welche mit einem äußeren Steuerungselement (9) verbindbar ist und über dieses unter Angabe eines Notöffnungscodes dazu steuerbar ist, das elektromechanische Schließsystem (4) in den offenen Zustand zu schalten.
  2. 2. Tresor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Steuereinheiten (2, 5) voneinander getrennte Spannungsversorgungen aufweisen.
  3. 3. Tresor nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausgangs klemme der für die Mitwirkung an der biometrischen Öffnungsroutine bestimmten ersten Steuereinheit (2) mit einer Ausgangsklemme der durch einen Notöffnungscode steuerbaren zweiten Steuereinheit (5) über zueinander entgegengesetzt gerichtet in Serie geschaltete Dioden (3, 6) verbunden ist und dass das, die beiden Dioden untereinander verbindende Leitungsstück mit einer Anschlussklemme des elektro-mechanischen Schließsystems (4) verbunden ist.
  4. 4. Tresor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Steuerungselement (9) ein Konverter ist, welcher seinerseits durch einen Computer (8) ansteuerbar ist.
  5. 5. Tresor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenübertragung von dem äußeren Steuerungselement an die zweite Steuereinheit (5) verschlüsselt erfolgt. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 5/6
AT0072810A 2010-04-30 2010-04-30 Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor AT509058B1 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0072810A AT509058B1 (de) 2010-04-30 2010-04-30 Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor
CH01020/11A CH703383B1 (de) 2010-04-30 2011-04-28 Tresor mit einer biometrischen Öffnungskontrolleinheit.
DE102011018982A DE102011018982A1 (de) 2010-04-30 2011-04-28 Biometrische Öffnungskontrolleinheit für Tresor

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0072810A AT509058B1 (de) 2010-04-30 2010-04-30 Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT509058A4 AT509058A4 (de) 2011-06-15
AT509058B1 true AT509058B1 (de) 2011-06-15

Family

ID=44122608

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0072810A AT509058B1 (de) 2010-04-30 2010-04-30 Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT509058B1 (de)
CH (1) CH703383B1 (de)
DE (1) DE102011018982A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN106996223A (zh) * 2017-06-08 2017-08-01 金王迅 全自动智能锁

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP3360465B2 (ja) 1995-02-14 2002-12-24 三菱電機株式会社 キー収納装置
US5701770A (en) 1997-01-21 1997-12-30 Cook; Nancy A. Gun safe with dual method of gaining access therein
DE20113422U1 (de) 2001-08-11 2002-01-10 KUBON AG, 54292 Trier Tagestresor mit biometrischem Finger-Tip Sensor
US6885281B2 (en) 2001-10-18 2005-04-26 Corporate Safe Specialists, Inc. Method and apparatus for controlling a safe having an electronic lock
US20080150684A1 (en) 2004-11-04 2008-06-26 Lock Technology B.V. Portable entry system and method
US9317987B2 (en) 2006-01-25 2016-04-19 John D. Brush & Co., Inc. Safe with controllable data transfer capability
DE102006014432A1 (de) 2006-03-27 2007-10-04 Stefan Hinzmann Schließfacheinrichtung mit biometrischer Identifizierung
CN2937407Y (zh) 2006-06-16 2007-08-22 浙江巨龙箱包有限公司 多用智能箱
CN200994569Y (zh) 2007-01-03 2007-12-26 青岛文达通科技发展有限公司 电脑控制的指纹存物柜
DE202007007592U1 (de) 2007-05-29 2007-10-18 Golczuk, Gerd-Reinhard Sicherheits-Behälter für Wertsachen (Safe)
CN101215948A (zh) 2008-01-18 2008-07-09 成都方程式电子有限公司 一种指纹保险箱及其控制方法
CN201198700Y (zh) 2008-04-21 2009-02-25 宁波易科嵌入式软件有限公司 车载指纹保险箱
DE202009005861U1 (de) 2009-04-20 2009-07-23 Stierhof, Detlev, Dipl.-Hdl. Dipl. STA Biometrische Tresorsicherung zur Nachrüstung

Also Published As

Publication number Publication date
DE102011018982A1 (de) 2012-03-08
CH703383B1 (de) 2014-11-14
AT509058A4 (de) 2011-06-15
CH703383A2 (de) 2011-12-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102014101495B4 (de) Verfahren zum Zugang zu einem physisch abgesicherten Rack sowie Computernetz-Infrastruktur
DE20006373U1 (de) Elektrisch verriegelbare Schwenkhebelbetätigung
WO2010111796A1 (de) Mechatronische schliessvorrichtung
DE102011078018A1 (de) System zum Ausführen von Fernfunktionen eines Kraftfahrzeugs
EP2551427A2 (de) Schlossvorrichtung für Gepäck- und/oder Möbelstücke
DE102013110385A1 (de) Distributionsautomat für die Verteilung, Übergabe, temporäre Aufbewahrung oder den automatisierten Verkauf von Gegenständen
AT509058B1 (de) Biometrische öffnungskontrolleinheit für tresor
WO2011100939A1 (de) Türsicherungssystem
EP3703022B1 (de) Anordnung zum sicheren verschliessen eines kopfmoduls einer vorrichtung zur handhabung von wertscheinen
DE19913931B4 (de) Überprüfungsverfahren und elektromechanisches Schließsystem
EP2237121A1 (de) Bediengerät und Verfahren für eine industrielle Automatisierungsanordnung
DE202005021375U1 (de) Berechtigungssystem
DE102016221359A1 (de) Anordnung und Verfahren zum Schutz eines Geräts
DE3342651A1 (de) Verfahren zur absicherung des zugriffs an terminals
DE10123382A1 (de) Sicherungssystem für Kassetten
EP2930701B1 (de) Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen mit modularem Aufbau
DE202015003162U1 (de) System zur Zutrittsauthentifizierung an einem Zutrittspunkt eines Gebäudes oder eines Raumes
DE102008022484A1 (de) Mobiles Eingabegerät für PIN-Nummern an Bankautomaten
DE102014104092B4 (de) Verfahren zur Steuerung einer Schließeinrichtung, Schließzylinder und Schließeinrichtung
DE9217805U1 (de) Personenbezogene codierbare Vorrichtung zur Betätigung von Schließeinrichtungen
DE102011085538A1 (de) Dokument, Verfahren zur Authentifizierung eines Benutzers, insbesondere zur Freischaltung einer Chipkartenfunktion, und Computersystem
DE102020210127B4 (de) Staufachanordnung für ein Flugzeug, Sitz und Compartment mit der Staufachanordnung, Monument mit dem Compartment oder mit dem Sitz und Flugzeug mit dem Monument
DE3808255C2 (de)
DE102022004009A1 (de) Verfahren zum Erteilen oder Ablehnen eines Zugangs zu einem Skigebiet sowie Schuh
DE202008000454U1 (de) Displayauszug

Legal Events

Date Code Title Description
PC Change of the owner

Owner name: EKEY BIOMETRIC SYSTEMS GMBH, AT

Effective date: 20151127

MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20210430