AT509206A4 - Vorrichtung zum verlagern einer schliesswand für eine öffnung, insbesondere eine obere fachöffnung eines möbelkorpus - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Verlagern einer Schließwand (1) für eine Öffnung (2), insbesondere eine obere Fachöffnung eines Möbelkorpus (3), mit einem Gestell (4), mit einerseits am Gestell (4) und anderseits an der Schließwand (1) angelenkten, ein Gelenkviereck (5) bildenden Lenkern (10, 11) und mit einem Stelltrieb (21) zwischen dem Gestell (4) und dem Gelenkviereck (5) beschrieben. Um vorteilhafte Lagerbedingungen für die Schließwand (1) zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass das Gestell (4) auf einer Decke (9) der Öffnung (2) befestigt ist und einen durch die Decke (9) nach unten ragenden Lagerbock (12) für den einen Lenker (10) sowie einen Lagerbock (13) oberhalb der Decke (9) für den anderen Lenker (11) des Gelenkvierecks (5) aufweist, dass die beiden einen Winkel formenden Lenker (10, 11) einen in der angehobenen Offenstellung der Schließwand (1) zur Decke (9) zumindest im Wesentlichen parallelen Schenkel (16, 18) ausbilden und dass der Stelltrieb (21) an einem Kurbelarm (24) des im oberen Lagerbock (13) gelagerten Lenkers (11) angreift.
Description
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(36 932) II
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verlagern einer Schließwand für eine Öffnung, insbesondere eine obere Fachöffnung eines Möbelkorpus, mit einem Gestell, mit einerseits am Gestell und anderseits an der Schließwand angelenkten, ein Gelenkviereck bildenden Lenkern und mit einem Stelltrieb zwischen dem Gestell und dem Gelenkviereck
Um Schließwände, insbesondere Klappen für Schrankfächer in einem Möbelkorpus, zu lagern ist es bekannt (DE 10 2004 019 785 A1), die Schließwände über ein Gelenkviereck an einem Gestell anzulenken, das an einer Seitenwand des Möbelkorpus innerhalb des Schrankfachs befestigt wird. Zum Gewichtsausgleich ist ein Stelltrieb in Form einer Gasfeder vorgesehen, die über ein Druckstück auf eine mit einem der beiden Lenker des Gelenkvierecks verbundene Nockenbahn einwirkt, so-dass das Gelenkviereck mit der angelenkten Schließwand in Abhängigkeit von der Schwenklage des Gelenkvierecks über die Nockenbahn mit einem vorgebbaren Schwenkmoment beaufschlagt werden kann. Soll die Schließwand nicht aus ihrer Schließstellung über das Gelenkviereck nach oben in eine Offenstellung hochgeschwenkt, sondern parallel zu sich in die obere Offenstellung verlagert werden, so können die zwischen dem Gestell und der Schließwand vorgesehenen Lenker des Gelenkvierecks ein Gelenkparallelogramm bilden. Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist vor allem, dass sie nur im Bereich der Seitenwände eines Schrankfachs angeordnet werden kann und somit eine Zwischenlagerung der Schließwand zwischen seitlichen Abstützungen nicht möglich sind, was den Einsatz dieser bekannten Vorrichtungen zum Verlagern schwerer oder langer Schließwände ausschließt. ·* *i · φ φ φ ·· #♦♦···· φφ · · • φ φ φ «φφφ φ φ · • ΦΦΦ φφφ φφφ -2-
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zum Verlagern einer Schließwand für eine Öffnung, insbesondere eine obere Fachöffnung eines Möbelkorpus, so auszugestalten, dass sie vor allem für schwere bzw. vergleichsweise lange Schließwände geeignet ist und die mit der Schließwand zu verschließende Öffnung bei geöffneter Schließwand kaum beeinträchtigt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Gestell auf einer Decke der Öffnung befestigt ist und einen durch die Decke nach unten ragenden Lagerbock für den einen Lenker sowie einen Lagerbock oberhalb der Decke für den anderen Lenker des Gelenkvierecks aufweist, dass die beiden einen Winkel formenden Lenker einen in der angehobenen Offenstellung der Schließwand zur Decke zumindest im Wesentlichen parallelen Schenkel ausbilden und dass der Stelltrieb an einem Kurbelarm des im oberen Lagerbock gelagerten Lenkers angreift.
Durch die Anordnung des Gestells oberhalb der zu verschließenden Öffnung werden vorteilhafte Konstruktionsvoraussetzungen für eine Lagerung der Schließwand zwischen den seitlichen Begrenzungen der Öffnung geschaffen, weil die die Gelenkvierecke zur Lagerung der Schließwand aufnehmenden Gestelle unabhängig von den seitlichen Öffnungsbegrenzungen an beliebigen Stellen auf der die Öffnung nach oben begrenzenden Decke angeordnet werden können. Der nach unten durch die Decke ragende Lagerbock für den einen Lenker bringt im Zusammenhang mit dem oberhalb der Decke vorgesehenen Lagerbock für den anderen Lenker des Gelenkvierecks einen günstigen Lenkerverlauf mit sich, wobei die Öffnung in der Offenstellung der Schließwand weitgehend freigegeben wird, wenn diese beiden Lenker einen Winkel mit einem in der Offenstellung der Schließwand zur Decke parallelen Schenkel bilden, weil in diesem Fall lediglich die im unmittelbaren Anschluss an die Decke parallel zu ihr verlaufenden Schenkel der Lenker in die Öffnung ragen. Der Stelltrieb, der für einen Gewichtsausgleich als Gasfeder ausgebildet sein kann, greift an einem Kurbelarm des im oberen Lagerbock gelagerten Lenkers an, sodass der Stelltrieb außerhalb der Öffnung im Gestell angeordnet werden kann. Über den »· #· · ·· · ·# #·*···« ···« • · · · φ * ·*· · · · ' »·»· I·· ··* \ ·..··..· -3-
Kurbelarm kann die Schließwand aber auch im Bedarfsfall motorisch verstellt werden.
Obwohl eine Schwenkverlagerung zum öffnen der Schließwand möglich ist, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn die Lenker des Gelenkvierecks ein Gelenkparallelogramm bilden, sodass sowohl in der Schließstellung als auch in der Offenstellung die Schließwand beispielsweise parallel zu einer Front eines Möbelkorpus verläuft und auch in der Offenstellung nur geringfügig über diese Front vorsteht. Dies gelingt insbesondere dann, wenn die Lenker des Gelenkvierecks zwei zueinander im rechten Winkel verlaufende Schenkel aufweisen. Während der eine Schenkel in der Offenstellung der Schließwand parallel zur Decke verläuft, ist der andere Schenkel der beiden Winkel parallel zur Schließwand ausgerichtet, was einen geringen Überstand der geöffneten Schließwand über die die Öffnung aufweisende Frontfläche erlaubt.
Damit räumlich gedrängte Konstruktionsverhältnisse für die Ausbildung des Gelenkvierecks sichergestellt werden können, kann der im unteren Lagerbock gelagerte Lenker zwei parallele Stege aufweisen, zwischen denen der im oberen Laberbock gelagerten Lenker eingreift, der ja zusätzlich durch die Decke zur Anlenkachse des oberen Lagerbocks geführt werden muss.
Wird der Stelltrieb durch eine Gasleder gebildet, so kann die Drehmomentbeaufschlagung des Gelenkvierecks über die Gasfeder an das jeweilige Gewicht der Schließwand dadurch angepasst werden, dass die Gasdruckfeder quer zu ihrer Achse im Gestell und/oder in Längsrichtung des Kurbelarms des im oberen Lagerbock gelagerten Lenkers verstellbar angelenkt ist. Mit einer solchen Verlagerung der Abstützung der Gasdruckfeder am Gestell bzw. am Kurbelarm werden die Hebelverhältnisse und damit die wirksamen Drehmomente entsprechend geändert.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen *φ • · • · φ·· -4-
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verlagern einer Schließwand für eine obere Fachöffnung eines Möbelkorpus in der Schließstellung in einem vereinfachten Schnitt und
Fig, 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der Vorrichtung jedoch in der Offenstellung der Schließwand.
Die dargestellte Vorrichtung zur Verlagerung einer Schließwand 1 für eine Öffnung 2 eines Möbelkorpus 3 weist ein Gestell 4 zur Aufnahme eines als Gelenkparallelogramm ausgebildeten Gelenkvierecks 5 auf, an dem die Schließwand 1 über Anlenkachsen 6 und 7 angelenkt ist Zum Unterschied von herkömmlichen Beschlägen für Klappwände ist das Gestell 4 jedoch nicht an den Seitenwänden des Uber die Öffnung 2 zugänglichen Fachs 8 befestigt, sondern über dem Fach 8 auf einer die Öffnung 2 nach oben begrenzenden Decke 9 angeordnet. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass einer der beiden Lenker 10, 11 des Gelenkvierecks 5 an einem unteren, durch die Decke 9 in das Fach 8 vorstehenden Lagerbock 12 und der andere Lenker 11 an einem Lagerbock 13 angelenkt ist, der oberhalb der Decke 9 im Gestell 4 vorgesehen ist. Die Anlenkachsen für die Lenker 10 und 11 in den Lagerböcken 12und 13sindmit14 und 15 bezeichnet.
Die beiden Lenker 10, 11 des Gelenkvierecks 5 formen einen Winkel mit zwei zueinander senkrecht verlaufenden Schenkeln 16 und 17 bzw. 18 und 19. Die Schenkel 16 und 18 der Lenker 10 und 11 verlaufen in der in der Fig. 2 dargestellten Offenstellung der Schließwand 1 parallel zur Decke 9, während die dazu rechtwinkeligen Schenkel 17 und 19 parallel zur Schließwand 1 bzw. zur Front 20 des Möbelkorpus 3 ausgerichtet sind. Durch diese Ausbildung der Lenker 10 und 11 ergeben sich besonders günstige Konstruktionsbedingungen für die Verlagerung der Schließwand 1 zwischen der in Fig. 1 dargestellten Schließstellung und der in Fig. 2 dargestellten Offenstellung. Eine gedrängte Bauweise ergibt sich dabei, wenn zumindest der am unteren Lagerbock 12 angelenkte Lenker 10 durch zwei mit Abstand voneinander angeordnete, parallele Stege besteht, zwischen die der andere Lenker 11 eingreift, der durch einen Schlitz in der Decke 9 in das Fach 8 durchtritt. ·· *· · «· · ·* ···**♦» »· t « • · · · ·#* · · · ···· · φ * · · · -5-
Zum Gewichtsausgleich der Schließwand 1 ist ein Stelltrieb 21 in Form einer Gasfeder 22 vorgesehen, die einerseits an einer Anschlagplatte 23 des Gestells 4 und anderseits an einem Kurbelarm 24 des Lenkers 11 angelenkt ist. Um eine Anpassung der Drehmomentbeaufschlagung des Gelenkvierecks 5 an das Gewicht der Schließwand 1 zu ermöglichen, können die Anlenkachsen 25 der Gasdruckfeder 22 in Längsrichtung des Kurbelarms 24 bzw. quer zur Achse der Gasdruckfeder 22 auf der Anschlag platte 23 verlagert werden. In der Zeichnung sind hiefür mehrere Aufnahmen 26 für die Anlenkachsen 25 der Gasdruckfeder 22 vorgesehen.
Aufgrund der Anordnung des das Gelenkviereck 5 zur Lagerung der Schließwand 1 aufnehmenden Gestells 4 oberhalb der durch die Schließwand 1 zu verschließenden Öffnung 2 auf einer die Öffnung 2 nach oben begrenzenden Decke 9 werden vorteilhafte Voraussetzungen dafür geschaffen, die Schließwand 1 an beliebigen Stellen über ihre Länge verteilt zu lagern, sodass auch schwere und lange Schließwände 1 sicher abgestützt werden können. Die Anordnung des Gestells 4 oberhalb der zu schließenden Öffnung 2 erlaubt außerdem im Zusammenwirken mit den winkelförmig ausgebildeten Lenkern 10, 11 des Gelenkvierecks 5 eine im Wesentlichen durch die Lagerung der Schließwand 1 unbeeinträchtigt zugängliche Öffnung 2 in der Offenstellung der Schließwand 1.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verlagern der Schließwand 1 ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel zum Verlagern der Schließwand 1 eines Schrankfachs 8 beschränkt. So könnte die Schließwand 1 auch durch ein Fenster oder eine Beschattungseinrichtung gebildet werden.
Claims (5)
- Patentanwälte Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich Dipl.-Ing. Friedrich Jell Spittelwiese 7, A 4020 Linz (36 932) II Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Verlagern einer Schließwand (1) für eine Öffnung (2), insbesondere eine obere Fachöffnung eines Möbelkorpus (3), mit einem Gestell (4), mit einerseits am Gestell (4) und anderseits an der Schließwand (1) angelenkten, ein Gelenkviereck (5) bildenden Lenkern (10, 11) und mit einem Stelltrieb (21) zwischen dem Gestell (4) und dem Gelenkviereck (5), dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (4) auf einer Decke (9) der Öffnung (2) befestigt ist und einen durch die Decke (9) nach unten ragenden Lagerbock (12) für den einen Lenker (10) sowie einen Lagerbock (13) oberhalb der Decke (9) für den anderen Lenker (11) des Gelenkvierecks (5) aufweist, dass die beiden einen Winkel formenden Lenker (10, 11) einen in der angehobenen Offenstellung der Schließwand (1) zur Decke (9) zumindest im Wesentlichen parallelen Schenkel (16, 18) ausbilden und dass der Stelltrieb (21) an einem Kurbelarm (24) des im oberen Lagerbock (13) gelagerten Lenkers (11) angreift,
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (10, 11) des Gelenkvierecks (5) ein Gelenkparallelogramm bilden,
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (10, 11) des Gelenkvierecks (5) zwei zueinander im rechten Winkel verlaufende Schenkel (16,17 bzw. 18, 19) aufweisen,
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der im unteren Lagerbock (12) gelagerte Lenker (10) zwei parallele Stege aufweist, zwischen denen der im oberen Lagerbock (13) gelagerte Lenker (11) eingreift.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stelltrieb (21) eine Gasdruckfeder (22) umfasst, die quer zu ihrer Achse im Gestell (4) und/oder in Längsrichtung des Kurbelarms (24) des im oberen Lagerbock (13) gelagerten Lenkers (11) verstellbar angelenkt ist. Linz, am 12. Februar 2010 • · ·· ·· * ♦ • · · • *♦ • * • · • · «·· * • · -2- Rupert Josef Gatterbauer durch: /
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|---|---|---|---|---|
| US3096755A (en) * | 1961-08-30 | 1963-07-09 | Gen Motors Corp | Counterbalanced door for an oven door |
| EP1154109A1 (de) * | 2000-05-12 | 2001-11-14 | Antonio Giovannetti | Federantriebsvorrichtung für Türen, mit regelbarem Hebelarm der Feder |
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2010
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| US3096755A (en) * | 1961-08-30 | 1963-07-09 | Gen Motors Corp | Counterbalanced door for an oven door |
| EP1154109A1 (de) * | 2000-05-12 | 2001-11-14 | Antonio Giovannetti | Federantriebsvorrichtung für Türen, mit regelbarem Hebelarm der Feder |
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