AT510398B1 - Lehre zur vermessung von schuhen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Lehre zur Vermessung von Schuhen, mit einem Grundkörper, der eine erste äußere Anschlagfläche und eine erste innere Anschlagfläche aufweist, und mit einem am Grundkörper angebrachten Messelement, das dazu ausgebildet ist, im Zusammenwirken mit der ersten äußeren Anschlagfläche die Innenlänge eines Schuhs zu bestimmen. Eine einfache und kostengünstige Vermessung kann dadurch erzielt werden, dass das Messelement als Lineal mit einer Vielzahl von Sollbruchstellen ausgebildet ist.Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Bestimmung der korrekten Abmessung eines Schuhs.
Description
österreichisches Patentamt AT510 398 B1 2012-04-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Lehre zur Vermessung von Schuhen, mit einem Grundkörper, der eine erste äußere Anschlagfläche und eine erste innere Anschlagfläche aufweist, und mit einem am Grundkörper angebrachten Messelement, das dazu ausgebildet ist, im Zusammenwirken mit der ersten äußeren Anschlagfläche die Innenlänge eines Schuhs zu bestimmen.
[0002] Es ist ein bekanntes Problem, die optimale Schuhgröße für eine bestimmte Person zu bestimmen, insbesondere wenn es sich dabei um ein Kind handelt. Besonders zu berücksichtigen ist dabei, dass ein Schuh an den Fuß des Trägers dann optimal angepasst ist, wenn die Innenlänge des Schuhs um einen bestimmten Betrag größer ist als die Außenlänge des Fußes. Dieser optimale Betrag dieser Überlänge wird in der Literatur in der Regel mit etwa 12 mm angegeben.
[0003] Aus der AT 501 906 B ist ein Schuhmessgerät bekannt, mit dem es möglich ist, einerseits den Innenraum eines Schuhs zuverlässig zu vermessen und gleichzeitig, ohne Rechenoperationen durchführen zu müssen, den Fuß der betreffenden Person auf die Frage hin zu untersuchen, ob die Längendifferenz in ausreichendem Ausmaß gegeben ist oder nicht. Obgleich dieses bekannte Gerät hervorragend dazu geeignet ist, die Passgenauigkeit eines Schuhs zu untersuchen, so ist doch festzustellen, dass die Vorrichtung für manche Anwendungen zu aufwendig ist oder nicht zur Verfügung steht. Es ist daher wünschenswert ein besonders einfaches und kostengünstiges Instrument zu schaffen, mit dem in ähnlicher Weise - wenn auch unter Umständen mit geringfügig verschlechterter Genauigkeit - eine zuverlässige Überprüfung der Passgenauigkeit vorgenommen werden kann.
[0004] Aus der CH 692 013 A ist eine Messvorrichtung zur Bestimmung einer Schuhinnenlänge bekannt, die in der Art einer Lehre ausgebildet ist, die aus einem Grundkörper und einem in Axialrichtung relativ zum Grundkörper verschiebbaren Schieber besteht. Die Schuhinnenlänge wird bestimmt, indem der Schieber so weit verschoben wird, bis eine erste und eine zweite äußere Anschlagfläche vorne bzw. hinten im Schuhinnenraum anstehen. Nach der Entnahme der Lehre kann auf entsprechenden inneren Anschlagflächen die Abmessung des Fußes zu der des Schuhs in Relation gesetzt werden.
[0005] Auch diese Vorrichtung ermöglicht die korrekte Bestimmung der Schuhgröße, ist aber ebenfalls mit dem Nachteil behaftet, dass der Aufwand für die Herstellung einer solchen Messvorrichtung relativ groß ist. Darüber hinaus besteht ein weiterer Nachteil darin, dass es in der Regel notwendig ist, zur Entnahme der Messvorrichtung aus dem Schuh den Schieber zurückzuschieben, so dass zuvor die Stellung des Schiebers abgelesen und festgehalten werden muss und nachträglich der Schieber wieder in die entsprechende Lage gebracht werden muss. Dies eröffnet zahlreiche Fehlermöglichkeiten.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Lehre anzugeben, die einen extrem einfachen Aufbau aufweist und eine zuverlässige, wenig fehleranfällige Messung ermöglicht.
[0007] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben dadurch gelöst, dass das Messelement als Lineal mit einer Vielzahl von Sollbruchstellen ausgebildet ist.
[0008] Wesentlich an der vorliegenden Erfindung ist die Tatsache, dass zunächst der Fuß der betreffenden Person vermessen wird und im Zuge dieser Vermessung eine irreversible Veränderung der Lehre vorgenommen wird, in dem das Lineal entsprechend verkürzt wird. Dies erfolgt in der Praxis beispielsweise dadurch, dass die Ferse des Fußes an der ersten inneren Anschlagfläche angelegt wird, die Sohle auf dem Lineal steht und dieses im Bereich der Spitze der längsten Zehe abgebrochen bzw. abgerissen wird. Die somit präparierte Lehre wird dann zur Vermessung des Schuhs verwendet, wobei die ideale Anpassung gegeben ist, wenn einerseits die erste äußere Anschlagfläche an einem Ende des Schuhinnenraums anliegt, beispielsweise im Fersenbereich und das Ende des Lineals, also die Bruchkante, genau bis zum anderen Ende des Schuhinnenraums, beispielsweise im Zehenbereich, reicht. Auch ein geringfügi- 1 /6 österreichisches Patentamt AT510 398B1 2012-04-15 ger Abstand ist an dieser Stelle tolerabel, wenn man davon ausgeht, dass der Fuß des Kindes in absehbarer Zeit wachsen wird.
[0009] Insbesondere ist es dabei von besonderem Vorteil, wenn der Abstand in Längsrichtung zwischen der ersten äußeren Anschlagfläche und der ersten inneren Anschlagfläche dem geforderten Übermaß des Schuhs entspricht, das heißt, dass dieser Abstand beispielsweise 12 mm beträgt.
[0010] Das Einlegen der Lehre kann insbesondere dann erleichtert werden, wenn das Messelement flexibel ist. Das Messelement kann dabei besonders bevorzugt aus Karton hergestellt werden. Die Sollbruchstellen des Messelements können günstigerweise als Perforation ausgebildet sein, wobei die Abstände der Perforationen beispielsweise etwa 5 mm betragen und die Abmessungen in Millimeter angegeben sind und/oder zu Informationszwecken mit den entsprechenden Schuhnummern bezeichnet werden können.
[0011] Um das Einführen der Lehre in den Schuh zu erleichtern kann es vorgesehen sein, dass der Grundkörper über eine weitere Sollbruchstelle zumindest teilweise vom Messelement abreißbar ausgebildet ist. In diesem Fall wird nur das Messelement oder das Messelement mit einem verbleibenden Teil des Grundkörpers in den Schuh eingeführt.
[0012] Weiters betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Bestimmung der korrekten Länge eines Schuhs für einen bestimmten Fuß unter Verwendung einer Lehre mit folgenden Schritten: [0013] - Anlegen des Fußes mit der Ferse an eine erste innere Anschlagfläche der Lehre, während der Fuß auf einem Messelement der Lehre steht; [0014] - Feststellen der Position der Spitze der längsten Zehe des Fußes auf dem Messele ment; [0015] - Abreißen eines vorderen Abschnitts des Messelements an der festgestellten Position der Spitze der längsten Zehe; [0016] - Einführen der Lehre in den zu untersuchenden Schuh wobei eine äußere Anschlagflä che der Lehre an das vordere Ende des Innenraums des Schuhs angelegt wird; [0017] - Feststellen, ob das verbleibende Messelement im Wesentlichen verformungsfrei im
Inneren des Schuhs Platz findet.
[0018] In der Folge wird die folgende Erfindung anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0019] Es zeigen schematisch [0020] Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen
Lehre, [0021] Fig. 2 eine Lehre von Fig. 1 bei Vermessung des Fußes in einer seitlichen Ansicht und [0022] Fig. 3 die Lehre der Fig. 1 und 2 bei der Vermessung eines Schuhs, und [0023] Fig. 4 eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung in einer seitlichen Ansicht.
[0024] Die erfindungsgemäße Lehre von Fig. 1 besteht aus einem Grundkörper 1 und ein Messelement 2, das in der Art eines Lineals ausgebildet ist. Der Grundkörper 1 besitzt eine erste äußere Anschlagfläche 3 und eine erste innere Anschlagfläche 4, in deren Bereich das Messelement 2 angebracht ist. Gegenüberliegend dem Grundkörper 1 sind am Messelement 2 mehrere Perforationen 5 vorgesehen, die als Sollbruchstellen dienen, um das Messelement 2 passend kürzen zu können. Markierungen 6, die beispielsweise 5 mm betragen oder gängigen Schuhgrößen entsprechen, dienen dazu, dem Anwender eine Zusatzinformation numerischer Art zu geben. Der Abstand di zwischen der ersten äußeren Anschlagfläche 3 und der entsprechenden Perforation 5 entspricht dabei dem Innenmaß eines Schuhs mit der angegebenen Schuhgröße. Der Abstand d2 zwischen der ersten inneren Anschlagfläche 4 und der entspre- 2/6
Claims (10)
- österreichisches Patentamt AT510 398B1 2012-04-15 chenden Perforation 5 stellt das Außenmaß eines Fußes dar, der idealerweise mit dem betreffenden Schuh bekleidet wird. Der Unterschied Äd ist das Übermaß, das ein Schuh im Vergleich zur Länge des Fußes des Trägers aufweisen soll und beträgt beispielsweise 12 mm. Das Messelement 2 ist flexibel und aus Karton oder einem ähnlichen Material hergestellt. [0025] Fig. 2 zeigt die Anwendung der Lehre von Fig. 1 bei der Vermessung eines Fußes 7. Der Fuß 7 wird mit der Ferse 8 an die erste innere Anschlagfläche 4 des Grundkörpers 1 angelegt und auf das Messelement 2 gestellt. Die Spitze 9 der längsten Zehe des Fußes 7 dient als Indikator für die betreffende Perforation 5, an der das Messelement 2 gekürzt, beispielsweise abgerissen wird. Nach dem Abreißen des über die Spitze 9 vorragenden Teils des Messelements 2 wird die Lehre in den zu untersuchenden Schuh 10 eingeführt und zwar indem der Grundkörper 1 in den vorderen Bereich 11 des Schuhs 10 eingeführt wird. Das Messelement 2 erstreckt sich dann parallel zur Schuhsohle 12 nach hinten und liegt im Fersenbereich 13 des Schuhs an. [0026] In Fig. 3 ist mit durchgezogenen Linien die ideale Schuhgröße dargestellt, bei der das Messelement 2 flach an der Sohle 12 anliegt und bis zum hinteren Bereich 13 reicht. Mit durchgezogenen Linien und mit 14 bezeichnet ist eine Situation dargestellt, bei der der Schuh 10 zu klein für den Fuß 7 des Trägers ist. Das Messelement 2 ist in diesem Fall zu lang und biegt sich nach oben durch, da es im hinteren Bereich 13 ein Übermaß im Vergleich zum Schuh 10 aufweist. Der Benutzer kann sowohl optisch als auch haptisch problemlos feststellen, dass ein Problem vorliegt und dass ein Schuh größerer Länge erforderlich ist. [0027] Die Ausführungsvariante von Fig. 4 unterscheidet sich von der oben dargestellten Lösung dadurch, dass auch der Grundkörper 1 durch eine weitere Sollbruchstelle 15 vom Messelement 2 abgetrennt werden kann, wobei die Sollbruchstelle 15 so gelegen ist, dass das Hintere Ende des Messelements 2 nunmehr die erste äußere Anschlagfläche 3 ausbildet, so dass auch hier das gewünschte Übermaß realisiert wird. [0028] Beide Ausführungsvarianten können in besonders bevorzugter Weise aus einem Kartonzuschnitt faltbar ausgebildet sein. Dabei sind die äußeren Begrenzungen beispielsweise des Messelements ausgestanzt oder größtenteils ausgestanzt, um es dem Anwender zu ermöglichen, die Lehre aus einem Karton herauszubrechen. Danach wird das Messelement aufgefaltet und durch Laschen o. dgl. fixiert, um die Lehre gebrauchsfähig zu machen. [0029] Die vorliegende Erfindung ermöglicht es mit einfachsten Mitteln eine Lehre zur Vermessung von Schuhen anzugeben, die insbesondere den Vorteil aufweist, dass sie als Wegwerfteil ausgebildet werden kann, der leicht verfügbar ist und kostengünstig herstellbar ist. Auch hygienische Anforderungen werden in optimaler Weise erfüllt, da es möglich ist, zumindest vorab, eine Feststellung über die passende Schuhgröße zu treffen, bevor ein Schuh tatsächlich probiert wird. Patentansprüche 1. Lehre zur Vermessung von Schuhen, mit einem Grundkörper (1), der eine erste äußere Anschlagfläche (3) und eine erste innere Anschlagfläche (4) aufweist, und mit einem am Grundkörper (1) angebrachten Messelement (2), das dazu ausgebildet ist, im Zusammenwirken mit der ersten äußeren Anschlagfläche die Innenlänge eines Schuhs (10) zu bestimmen, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (2) als Lineal mit einer Vielzahl von Sollbruchstellen (5) ausgebildet ist.
- 2. Lehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der ersten äußeren Anschlagfläche (3) und der ersten inneren Anschlagfläche (4) dem gewünschten Übermaß eines Schuhs (10) im Vergleich zur Länge des Fußes des Trägers entspricht.
- 3. Lehre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (2) flexibel ist.
- 4. Lehre nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Messelement (2) aus Karton hergestellt ist. 3/6 österreichisches Patentamt AT510 398 B1 2012-04-15
- 5. Lehre nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstellen (5) als Perforationen (5) ausgebildet sind.
- 6. Lehre nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) über eine weitere Sollbruchstelle zumindest teilweise vom Messelement (2) abreissbar ausgebildet ist.
- 7. Lehre nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) und das Messelement (2) aus einem Kartonzuschnitt faltbar ausgebildet sind.
- 8. Verfahren zur Bestimmung der korrekten Länge eines Schuhs (10) unter Verwendung einer Lehre, mit folgenden Schritten: - Anlegen des Fußes (7) mit der Ferse (8) an eine erste innere Anschlagfläche (4) der Lehre, während der Fuß (7) auf einem Messelement (2) der Lehre steht; - Feststellen der Position der Spitze (9) der längsten Zehe des Fußes (7) auf dem Messelement (2); - Abreißen eines vorderen Abschnitts des Messelements (2) an der festgestellten Position der Spitze (9) der längsten Zehe; - Einführen der Lehre in den zu untersuchenden Schuh (10) wobei eine äußere Anschlagfläche (3) der Lehre an das vordere Ende des Innenraums des Schuhs angelegt wird; - Feststellen, ob das verbleibende Messelement (2) im Wesentlichen verformungsfrei im Inneren des Schuhs Platz findet.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Abschnitts des Messelements (2) an einer Perforierung (5) abgerissen wird.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einführen der Lehre in den zu untersuchenden Schuh (10) der Grundkörper (1) über eine weitere Sollbruchstelle vom Messelement (2) abgerissen wird. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 4/6
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