AT510526A1 - Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm - Google Patents

Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm Download PDF

Info

Publication number
AT510526A1
AT510526A1 AT16992010A AT16992010A AT510526A1 AT 510526 A1 AT510526 A1 AT 510526A1 AT 16992010 A AT16992010 A AT 16992010A AT 16992010 A AT16992010 A AT 16992010A AT 510526 A1 AT510526 A1 AT 510526A1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cover layer
webs
clay
brick
perforated brick
Prior art date
Application number
AT16992010A
Other languages
English (en)
Other versions
AT510526B1 (de
Original Assignee
Senftenbacher Ziegelwerk Flotzinger Gmbh & Co Kg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Senftenbacher Ziegelwerk Flotzinger Gmbh & Co Kg filed Critical Senftenbacher Ziegelwerk Flotzinger Gmbh & Co Kg
Priority to AT16992010A priority Critical patent/AT510526B1/de
Publication of AT510526A1 publication Critical patent/AT510526A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT510526B1 publication Critical patent/AT510526B1/de

Links

Landscapes

  • Finishing Walls (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Abstract

Es wird ein Hochlochziegel (1), insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem Lehm vorgeschlagen. Der Hochlochziegel weist eine sich zwischen den Lagerflächen (2, 3) erstreckende Lochanordnung aus Löchern (4) und Stegen (5) auf, wobei zumindest eine der beiden Lagerflächen (2, 3) mit einer die Lochanordnung abschließenden Deckelschicht (6) versehen ist.

Description

(37 532) hei
Die Erfindung betrifft einen Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem Lehm, mit einer sich zwischen den Lagerflächen erstreckenden Lochanordnung aus Löchern und Stegen, wobei zumindest eine der beiden Lagerflächen mit einer die Lochanordnung abschließenden Deckelschicht versehen ist.
Hochlochziegel bestehen üblicherweise aus im Strangpressverfahren hergestellten Formlingen, die vertikal durchgehende, von Lagerfläche zu Lagerfläche offene Hohlkammern aufweisen. Um einen Mauerverbund zu schaffen werden die Fugen zwischen den Lagerflächen übereinanderliegender Ziegel beim Mauern mit Mörtel verfugt.
Bei herkömmlich großen Fugenstärken ergibt sich neben einem schlechten Halt des Mörtels auch ein beträchtlicher Verlustanteil durch in die Hohlkammern hinein fallenden Mörtel. Dieses Problem wird erhöht, umso mehr versucht wird, die Fugenstärke und den Mörtelauftrag im Wege einer Dünnbettvermörtelung oder eines Verklebens zu verringern. Insbesondere soll mit weniger Materialaufwand eine verbesserte Verbindung zwischen den Steinen geschaffen werden. Deshalb finden bereits Ziegel Verwendung, bei denen zumindest eine der beiden Lagerflächen, üblicherweise die obere, mit einer randseitig bündig abschließenden Deckelschicht versehen ist (DE 198 04 322 A1), in welche die Stege vorragen, also mit ihren Endansätzen eingebettet sind.
Zudem haben herkömmliche, nur unzulänglich abgedeckte Ziegel, nach oben und unten über die Lagerfugen hinweg offene Hohlkammern in einer Wand über die einzelnen Ziegelreihen hinweg entstehende Kanäle zur Folge, die wandinterne Luftbewegungen und somit Wärmeströmungen ermöglichen.
Ausgehend von einem Stand der Technik der eingangs geschilderten Art liegt der Erfindung somit die Aufgabe zugrunde, einen Hochlochziegel zu schaffen, der möglichst einfach mit geringem Mörtelauftrag bzw. Klebeauftrag vermauert werden kann und der durch einfache technische Maßnahmen mit einem verbesserten Schallschutzwert ausgestattet ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Deckelschicht im Bereich zwischen den Stegen konkave Einbuchtungen aufweist. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass sich eben diese konkaven Einbuchtungen positiv auf den Schallschutzwert des Ziegels auswirken. Die Ziegel werden bereits werkseitig mit der Deckelschicht ausgestattet, in die besagte Einbuchtungen eingebracht sind. Die Wölbung der konkaven Einbuchtungen spielt dabei eine wesentliche Rolle, da Schallwellen einerseits in den Lochanordnungen zumindest teilweise reflektiert werden und durch die Stege eine verbesserte gegenseitige Abstützung der Stege erreicht wird, was eine erhöhte Dämpfung von Körperschall zur Folge hat und die Schwingungsneigungen der Stege reduziert.
Die Stege können dabei ebenso in die Deckelschicht vorragen, wie die Einbuchtungen in einer auf die Lagerfläche aufgesetzten Deckelschicht vorgesehen sein können, in welche die Stege nicht vorragen. Besonders vorteilhafte Verhältnisse, insbesondere hinsichtlich der Maßgenauigkeit der zu fertigenden Ziegel, insbesondere ihrer Höhe ergeben sich dann, wenn die der Deckelschicht zugeordnete Lagerfläche zumindest annähernd in einer Ebene mit der ziegeläußeren Deckelschichtoberfläche liegt. Die Deckelschicht ist dann vollständig in die Lochanordnung eingesetzt, überragt also die Ziegelhöhe nicht. Durch dieses alleinige Befüllen der Lochanordnungen, kann eine absolute Maßgenauigkeit des Ziegels gewährleistet werden. Die
Deckschicht ist somit nicht auf dem Ziegel aufgesetzt, sondern in die Löcher eingesetzt. Die einzelnen Löcher sind somit mit einer Art Mörtelstopfen verschlossen.
Besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die zwischen den Stegen nach Art eines Gewölbes ausgebildete Deckelschicht die endseitigen Stegansätze umfasst, wobei die Stegansätze wenigstens 3, vorzugsweise wenigstens 4 mm, in die Deckelschicht vorragen. Durch diese Maßnahme ergibt sich die gewünschte verbesserte Schallschutzwirkung, bei vertretbar geringem Materialaufwand für die Deckelschicht. Die Deckelschicht ist an ihrer ziegelabgewandten Oberfläche üblicherweise eben ausgebildet und weist an der ziegelzugewandten bzw. in den Ziegel eingesetzten Oberfläche die gewünschten konkaven Einbuchtungen auf. Die für Ziegel und Deckelschicht verwendeten Materialien können von einem Fachmann in weiten Bereichen frei gewählt werden. Beispielsweise wird für den Ziegel gebrannter, tonhaltiger Lehm und für die Deckelschicht ein hydraulisch gebundener Mörtel oder ebenfalls eine Deckelschicht aus gebranntem, tonhaltigem Lehm verwendet.
Ein nicht übermäßiger Materialeinsatz für die Deckelschicht ergibt sich insbesondere, wenn die Deckelschicht eine maximale Dicke von wenigstens 4, insbesondere wenigstens 5 mm aufweist. Sind erhöhte Festigkeits- bzw. Schallschutzanforderungen gegeben, kann die Dicke der Deckelschicht auch bis zu 20 mm oder mehr aufweisen.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels schematisch dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Hochlochziegels im Querschnitt und
Fig. 2 eine Konstruktionsvariante des Hochlochziegels aus Fig. 1 im Querschnitt.
Der Hochlochziegel 1, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem Lehm umfasst eine sich zwischen zwei Lagerflächen 2, 3 erstreckende Lochanordnung aus Lö- ehern 4 und Stegen 5. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine der beiden Lagerflächen, nämlich die obere Lagerfläche 3 mit einer randseitig bündig abschließenden Deckelschicht 6 versehen, in welche die Stege 5 zumindest teilweise vorragen.
Um verbesserte akustische Verhältnisse zu schaffen, weist die Deckelschicht 6 im Bereich zwischen den Stegen 5 konkave Einbuchtungen 7 auf. Die zwischen den Stegen 5 nach Art von Gewölben ausgebildete Deckelschicht 6, die Gewölbe werden von besagten Einbuchtungen 7 gebildet, umfasst die endseitigen Stegansätze. Dies bedeutet, dass die Stegansätze in die Deckelschicht 6 vorragen. Dabei ragen die Stegansätze vorzugsweise wenigstens 3, vorzugsweise wenigstens 4 mm, in der Zeichnung mit v bezeichnet, in die Deckelschicht 6 vor. Die Deckelschicht 6 weist dabei eine maximale Dicke von vorzugsweise wenigstens 4, insbesondere von wenigstens 5 mm auf. Dieses Maß ist in der Zeichnung mit d bezeichnet.
Gemäß der Konstruktionsvariante der Fig. 2 liegt, um die Maßgenauigkeit der zu fertigenden Ziegel, insbesondere ihrer Höhe, zu erhöhen, die der Deckelschicht 6 zugeordnete Lagerfläche 3 zumindest annähernd in einer Ebene mit der ziegeläußeren Deckelschichtoberfläche. Die Deckelschicht 6 ist vollständig in die Lochanordnung eingesetzt, überragt also die Ziegelhöhe nicht. i.4 ($4)lL ΐΛ/νχ,

Claims (4)

  1. • · Patentanwälte Dipl.-Ing. Helmut Hübscher DipMng. Karl Winfried Hellmich Spittelwiese 7, A 4020 Linz (37 532) hei Patentansprüche; 1. Hochlochziegel (1), insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem Lehm, mit einer sich zwischen den Lagerflächen (2, 3) erstreckenden Lochanordnung aus Löchern (4) und Stegen (5), wobei zumindest eine der beiden Lagerflächen (2, 3) mit einer die Lochanordnung abschließenden Deckelschicht (6) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelschicht (6) im Bereich zwischen den Stegen (5) konkave Einbuchtungen (7) aufweist.
  2. 2. Hohllochziegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Deckelschicht zugeordnete Lagerfläche zumindest annähernd in einer Ebene mit der ziegeläußeren Deckelschichtoberfläche liegt.
  3. 3. Hohllochziegel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Stegen (5) nach Art eines Gewölbes ausgebildete Deckelschicht (6) die endseitigen Stegansätze umfasst, wobei die Stegansätze wenigstens drei, vorzugsweise wenigstens vier mm in die Deckelschicht (6) vorragen.
  4. 4. Hohllochziegel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelschicht (6) eine maximale Dicke von wenigstens vier, insbesondere von wenigstens fünf mm, aufweist. Linz, am 12. Oktober 2010 Senftenbacher Ziegelwerk Flotzinger GmbH & Co. KG durch:
AT16992010A 2010-10-13 2010-10-13 Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm AT510526B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT16992010A AT510526B1 (de) 2010-10-13 2010-10-13 Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT16992010A AT510526B1 (de) 2010-10-13 2010-10-13 Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT510526A1 true AT510526A1 (de) 2012-04-15
AT510526B1 AT510526B1 (de) 2012-09-15

Family

ID=46000539

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT16992010A AT510526B1 (de) 2010-10-13 2010-10-13 Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT510526B1 (de)

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19852811C2 (de) * 1998-11-17 2001-10-04 Adolf Zeller Gmbh & Co Poroton Verfahren zur Herstellung eines Ziegels
CN201276769Y (zh) * 2008-08-08 2009-07-22 长沙市新型墙体材料开发总公司 一种空心砖

Also Published As

Publication number Publication date
AT510526B1 (de) 2012-09-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2639394B1 (de) Mauerrandstreifen, fensterumrandung und wandaufbau mit mauerrandstreifen
EP3144449A1 (de) Plattenförmiges bauelement
EP0214524B1 (de) Mauerwerk- oder Pflasterstein aus Beton oder dergleichen
DE202009019012U1 (de) Skelettbau für ein Gebäude
WO2016091244A2 (de) Paneelsystem für die erstellung von räumen
EP1525358B1 (de) Dämmschicht aus mineralfasern und gebäudewand
EP1375780A1 (de) Bahn- oder Plattenmaterial aus Kunststoff als Träger für Platten- oder Fliesenbeläge
AT509156B1 (de) Holzmauerstein
DE102008031859A1 (de) Plattenelement für eine Schallschutzwand
AT510526B1 (de) Hochlochziegel, insbesondere aus gebranntem, tonhaltigem lehm
DE102014221425A1 (de) Fertigbauelement, insbesondere für ein Gebäude, mit einem Grundkörper
DE102006019796A1 (de) Mauerwerksandwichelement und Verfahren zu seiner Herstellung
EP4502314A2 (de) Wärmedämmverbundsystem, fassade mit dem wärmedämmverbundsystem sowie verfahren zur errichtung desselben
DE202021002028U1 (de) Platte für Wandverkleidung
DE202007007768U1 (de) Korkbodenelement
EP0748905A1 (de) Bauelement
DE102014119132B4 (de) Fliese und Verfahren zur Verlegung mehrerer derartiger Fliesen
DE102015122919A1 (de) Holzmauerstein
EP1422355A1 (de) Abschalungsplatte sowie Schalung und Verfahren zu ihrer Herstellung und Befestigung
DE202014102920U1 (de) Deckenrandschalungselement
DE102017010647A1 (de) Mauerwerk mit verbessertem Schallschutz sowie System zu dessen Herstellung
DE102009004495A1 (de) Stranggepresster Dachziegel, Dacheindeckung und Verfahren zur Herstellung des Dachziegels
DE202026101189U1 (de) Schalldämmplatte für Innenwände eines Gebäudes
WO2007095653A1 (de) Bauelement
DE102005033834A1 (de) Holzständerwand