AT510892A1 - Verfahren zum entfernen von öl oder ölförmigen stoffen von wasseroberflächen - Google Patents

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AT510892A1
AT510892A1 ATA2160/2010A AT21602010A AT510892A1 AT 510892 A1 AT510892 A1 AT 510892A1 AT 21602010 A AT21602010 A AT 21602010A AT 510892 A1 AT510892 A1 AT 510892A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung (1) zur Entfernung von Öl und ölähnlichen Stoffen von einer Wasseroberfläche umfassend das Aufbringen von Sand.

Description

1 * · ·*·**·»· · •·· · · · t «*« »· I· φ
Die vorliegende Erfindung bciriffL ein Verfahren zum Entfernen von Öl oder ölförmigen Stoffen von Wasseroberflächen.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens, mit einem Vorratsbehälter für Schüttgut, der zumindest eine mittels einer Verschließeinrichtung verschließbare Austrittsöffnung aufweist.
Mineralölerzeugnisse in Form von Kraft- und Schmierstoffen sowie als Grundstoff für die chemische Industrie haben einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert. In den meisten industrialisierten Ländern gibt es jedoch keine ausreichenden Mengen an Rohöl, um den steigenden Bedarf an Mineralölerzeugnissen in diesen Ländern zu decken. Daher importieren viele Länder Rohöl oder Produkte daraus aus erdölfördernden Ländern. Ein beachtlicher Teil dieser Produkte wird mit Schiffen zu den Verbraucherländern transportiert. Hierbei kann es bei Unfällen oder anderen unvorhergesehenen Umständen zum Austritt von Öl in größeren Mengen kommen. Daneben können Öl oder ölähnliche Stoffe auch durch Unachtsamkeit oder ungenaue Beachtung von beispielsweise Wartungsarbeiten an Schiffen austreten. Dies führt bei Abgabe des Öls oder ölähnlichen Stoffes auf eine Wasseroberfläche oder an einer Wasseroberfläche, falls das Öl ins Wasser gelangen kann, zu einem Ölteppich. Die Folge sind eine erheblichen Gefährdung der Wasserbiologie sowie der Uferregionen, insbesondere auch dadurch, weil bereits geringe Ölmengen einen relativ großen Ölteppich erzeugen. Aus diesem Grund ist es wich.“ ig, über ef tekr.ive Verfahren und Vorrichtungen zum Beseitigen von Ölteppicber. zu verfügen, um nach Unfairen, Fehlern oder Missachtung von Schurzvorschriften das Öl von der Wasseroberflache zu beseitigen.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Stand der Technik verschiedenste Lösungen: vorgeschlagen, sowohl chemische oder mechanische Verfahren als auch Kombinationen davon. Bei den rein chemischen Verfahren wird in der Regel versucht, das öl zu fäi-• en. Dabei werden öiaufnehmende Materialien auf di e Wasserober -i iäche in aufwendiger Weise einzeln in liskontinuierliche ’ Arbeitsweise aufgebracht und anschließend daraus das öl entfernt , wobei unter Umständen anschließ·' ud eine Wiederverw· udung noglich ist. Des wei ternn sind auch kor. z .in : ierli che Arbeouve:-fahren zur Entfernung von Öl mit aufnehmen ien und abgebeπden la-teri allen bekanre. .
Aufgabe der vorliegenden Erfindung io es, ein Verfahren zur - 2 I *·*· • ·
»··
Verfügung zu stellen, welches es ermöglicht, öl oder ölähnliche Stoffe ohne Verwendung umweltgefährdender chemischer Substanzen und Substanzgemischen von Wasseroberflächen zu entfernen.
Daher betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Entfernung von Öl und ölähnlichen Stoffen von einer Wasseroberfläche umfassend das Aufbringen von Sand.
Es hat sich herausgestellt, dass Sand besonders gut geeignet ist, Öl oder ölähnliche Stoffe von Wasseroberflächen zu entfernen. Um dies zu ermöglichen, wird Sand auf die Oberfläche aufgebracht. Sobald der Sand mit dem Öl oder den ölähnlichen Stoffen in Berührung kommt, bindet sich das Öl oder die ölähnlichen Stoffe an die Sandkörner und das Sandkorn sinkt im Wasser bis zum Erreichen des Bodens {z.B. Seeboden, Meeresboden) ab. Dadurch können Öl und ölähnliche Stoffe rasch und effizient von einer Wasseroberfläche entfernt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders gut bei der Entfernung von Öl und ölähnlichen Stoffen von der Meeresoberfläche. Besonders im Meer ist es entscheidend, derartige Stoffe so rasch wie möglich von der Oberfläche zu entfernen. Einerseits, um zu verhindern, dass an der Wasseroberfläche befindliches Öl ans Land gelangt und somit Strände und dort lebende Tiere verschmutzt, andererseits, um die Verbreitung des ÖLs an der Oberfläche einzudämmen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfassen „Öl und ölähnliche Stoffe" öl jeglicher Herkunft (synthetisch und natürlich) und deren Produkten, welche ölähnliche Eigenschaften aufweisen. Μ1z dem erfindungsgemäßen Verfahren können insbesondere Erdöl (in Form von Rohcl) wie auch sämtliche aus Erdöl unmittelbar herstellbaren Produkte von Wasseroberflächen entfernt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird der Sand wurf-gestreut und/oder geschüttet und/oöer wi.ndsichtend auf die Wasseroberfläche aufgebracht. Um den Sand auf die Wasseroberfläche aufzubringen, können, verschiedenste Verfahren verwendet worden. Entsprechende Vorrichtungen und Vertan; on sind irrt Stand der Technik hinreichend beschrieben.
Ist die Wasser^ verflache fiachenmü Sig ausgedehnt, kan;. vo r-zugsweise ein Flügge rät, insbesondere ^ i.n Hubschrauber od·..:
Fluo.zeug, eingesetzt werden. Dabei wird de·.· auszubr i.nger.de Saud mit einem Fluggerät zum Anbringung; .rt; verbracht und der band auf ier Wasseroberf lach- verteilt. - 3 - • · • · « - 3 - • · • · « • · * · • » ι » ·
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist mindestens 90% der Sandkörner eine Größe von weniger als 2 mm, vorzugsweise mindestens 70% der Sandkörner eine Größe von weniger als 0,2 mm, noch mehr bevorzugt mindestens 50%. eine Größe von weniger als 0,02 mm, am meisten bevorzugt mindestens 30% eine Größe von weniger als 0,002 mm, auf.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders vorteilhaft, wenn Sand verwendet wird, der eine bestimmte Korngrößenverteilung aufweist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der Sand einen Anteil an Quarzsand von mindestens 80%, vorzugsweise mindestens 90%, noch mehr bevorzugt mindestens 95%.
Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, Sand zu verwenden, welcher einen relativ hohen Anteil an Quarzsand (Si02) umfasst. Quarzsand stellt beispielsweise in Wüstensand die größte Komponente dar.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der Sand mit der unten beschriebenen Vorrichtung ausgebracht. Dabei wird der Behälter zunächst mit Sand befällt und zum Austragsort gebracht, wobei der Sand schließlich zum Entfernen von Öl oder ölähnlichen Stoffen ausgebracht wird.
Aus der EP 0 314 858 Bl ist in einem anderen Zusammenhang, nämlich bei einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Zuführung von Schmeizgut in einen Schmelztiegel, ein mittels eines beweglichen Stopfens verschließbarer Behälter bekannt. Dieser Behälter wäre: jedoch iür die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wie vorstehend beschrieben, nicht geeignet.
Demgegenüber wird mit der vorliegenden Erfindung eine Verrichtung zum Austragen von Schüttgut, insbesondere Sand, bereiz-cestellt, bei welcher die Verschließeinrichtung zumindest ein in Richtung der Austrittsöffnung keilförmig verjüngtes Verschluss-teii aufweist, das zwischen einer in die Austrittsöffnung eingeführten Schließsteli :ng, in welcher die Austri ttsöffnung vollständig verschlossen ist, ur.d einer die Austriz tsöf fnung zumindest teilweise fr-igebenden Offenste., lung und umgekehrt über-f iihrbar ist.
Das Verschlussteil wird am Einsatzort m die Offenste liaiv;: über rührt, woraufhin das im Vorratsbehälter aufgenommene Scnüf·' -gut, l.h. insbesondere fand, durch -die Aust, rittsöf r nun :j aus- • » * * * «···· · · * · ♦ · ·Μ Mt* · « * * · * · » I I t _ ^ t,· ····# « » * ·· tritt, und auf eine mit Ölrückständen verunreinigte Wasseroberfläche auftrifft. Das Öl bindet sich an den Sandkörnern, welche auf den See- bzw. Meerboden absinken, so dass binnen kurzer Zeit eine zweckmäßige Reinigung der Wasseroberfläche erfolgt. Um das Austragen des Schüttguts durch die Austrittsöffnung des Vorratsbehälters zu verbessern, weist das erfindungsgemäße Verschlussteil zumindest einen keilförmig verjüngten Endbereich auf, welcher im Normalfall die Austrittsöffnung des Vorratsbehälters verschließt. Zur Freigabe der Austrittsöffnung wird das keilförmig verjüngte Verschlussteil· in seine Offenstellung überführt. Diese Ausführung des Verschlussteils erleichtert die Dosierung der ausgetragenen Sandmenge. Zudem wird ein stabiler Schließmechanismus bercitgestellt, der wenig anfällig für Fehlfunktionen ist und somit besonders gut für sicherheitskritische Einsätze geeignet ist. Der keilförmig verjüngte Endbereich des Verschlussteils ist dabei in die Austrittsöffnung absenkbar, so dass in der Schließstellung eine zuverlässige Abdichtung des Vorratsbehälters erfolgt. Um das Anheben des Verschlussteils in die Offenstellung zu erleichtern, ist es von Vorteil, wenn die Keilflächen des Verschlussteils einen spitzen Winkel einschließen; als besonders günstig haben haben sich Keilflächen mit einem Neigungswinkel zwischen 3° und 30" erwiesen.
Zur Überführung zwischen Schließ- und Offenstellung des Verschlussteils ist es günstig, wenn das Verschlussteil mit einem Hebemechanismus, insbesondere einem Seilzug, gekoppelt ist, welche; dazu eingerichtet ist, das Verschluss teil aus der Schließ-Stellung in die Offenstellung zu überführen und umgekehrt. Der Hübemechanismus kann manue.l L oder mittels eines Antriebs betätigt: werden, um die Eintrittsöffnung des Vorratsbehälters bei Bedarf freizugeben, so dass das Schüttgut am Einsatzort flächig auf die Wasseroberfläche ausgetragen wird. Als Hebemechanismus sind verschiedenste, im Stand der Technik für sich genommen grundsätzlich bekannte Hinrichtungen denkbar. Bei einer bevorzugten Ausführung i tr als Hebemechanismus ei.n mit. dem Ver-.· -nlussteii verbundener Seilzuq vorges-trsen, wobei durch - r k i irzung de s S eil:·.· ;gs ein An hm tber : des Ve rschluss: : e i.' ! s in seine r. . /fe .Stellung un d so: ult ein Aus: : ra: ;en de s öchüttgut s Hure d die r , r\ ·. ist.: i 11 s ö f f n ung bew: i r k: wird, i Hie Rückt üh rung in c iie S c n i t c 3 - S " . £ .; , ang erfc Igt be i e l; .er e.inf: seht -:n Aus f u .: rung se ' .tätig euer «-1 ; S S -.igengewi ehr. des Ve: :schlusst : e i : 3. Be i iner alt : e r i ,a t i ve :n r.e- b
• * · » * * • * *♦ « * * vorzugten Ausführung weist der Hebeniechanismus ein insbesondere mit einem Antriebsmittel gekoppeltes Kraftübertragungsmittel, beispielsweise eine Stange oder dgl., auf, um das Verschlussteil gegen den Widerstand des im Vorratsbehälter aufgenommenen Schüttguts in seine die Austrittsöffnung verschließende Schließstellung zu überführen. Der Hebemechanismus ist vorzugsweise von einem Führerstand eines den Vorratsbehälter transportierenden Fahrzeugs, insbesondere von einem Helikopter aus, bedienbar. Zu diesem Zweck kann eine im Stand der Technik hinlänglich bekannte Kontroll- bzw. Steuereinrichtung vorgesehen sein, welche dazu eingerichtet ist, den Hebemechanismus zu steuern.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das Verschlussteil quer zur Richtung der Schließbewegung langgestreckte Keilflächen zum Verschließen einer entsprechenden, insbesondere im Wesentlichen rechteckigen Austrittsöffnung des Vorratsbehälters aufweist. Somit wirkt das Verschlussteil mit einer entsprechenden, länglichen Austrittsöffnung zusammen, welche ein flächiges Austragen des Schüttguts erheblich erleichtert, so dass pro Zeitintervall eine vergleichsweise große Wasserfläche von Ölrückständen oder dergl. gereinigt werden kann. Die langgestreckten Keilflächen sind zudem hinsichtlich eines mechanisch stabilen Schiießmechan.ismus von Vorteil, wobei im Dauereinsatz Fehlfunktionen wie ein Blockieren des Verschiussteils oder eine unvollständige Abdichtung der Austrittsöffnung in der Schließstellung erheblich reduzier*: bzw. vermieden werden können. Das keilförmige Versch.1 usstei.1 kann dabei zur Erzielung einer gewichtssparenden Ausführung hohl ausgeführl sein. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Ausführung des Versch1ussteils aus einem Blech, mit einer Wandstärke vor. zwischen 1mm und 3mm, insbesondere im Wesentlichen 2mm, erwiesen. Um das großflächige Austragen des Schüttguts zu verbessern, ist es von Vorteil, wenn das Verschlussteil und die Aistrirtsöffnung in Längsrichtung des Vorratsbehäi ters, insbesondere über zumindest die halbe Länge des VorraLsbehälters, an-Cj·“ordnet sind. In diesem Fall kann das Schüttgut über eine Vv rq: eichsweise groß·· Längserstreckung ausgetragen werden, wodurch im Einsatz größere Wasserfläche nur. Sand versorat wer den könne ·'.. m die aus-getragene Sandmenge an den jeweiligen Einsatzzwuck anpassen zu können, ist :s günstig, wenn mehrere, insbesondere zumindest drei, Verschlussteile zum Verschließen einer entsprechenden Anzahl von Austrittsöffnungen vorgesehen sind. Demnach kann Sandmenge und Strahlgeometrie des ausgetragenen Schüttguts durch Freigabe eines oder mehrerer Austrittsöffnungen an die vorherrschenden Verhältnisse, insbesondere die zu reinigende Wasserfläche, angepasst werden. Die Anzahl der Verschlussteile entspricht zweckmäßigerweise gerade der Anzahl der zu verschlie ßenden Austrittsöffnungen des Vorratsbehälters, welche eine zum Querschnitt des zugehörigen Verschlussteils korrespondierende Form aufweisen. Durch das Vorsehen mehrerer Austrittsöffnungen kann die Menge des austretenden Schüttguts präzise dosiert werden, indem mehr oder weniger Öffnungen geöffnet werden oder geschlossen bleiben.
Zur Erhöhung der Stabilität der Verschließeinrichtung bzw. zur Verbesserung der Dosierbarkeit des ausgetragenen Schüttguts ist es von Vorteil, wenn die Verschlussteile über eine Kopplungseinrichtung miteinander verbunden sind.
Zum gleichmäßigen Austragen von Schüttgut ist es günstig, wenn die Kopplungseinrichtung dazu eingerichtet ist, die Verschlussteile bei Betätigung des Hebemechanismus synchron in die Offenstellung zu bewegen und umgekehrt. Hierdurch wird gewährleistet, dass im Einsatz eine gleichbleibende Sandmenge durch die Austrittsöffnungen ausgetragen wird.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsfarm ist die Kopplungseinrichtung zusätzlich dazu eingerichtet, die Ver-schlussteile wahlweise einzeln in die Offenstellung zu bewegen und umgekehrt. Demnach können die einzelnen Verschlussteile unabhängig voneinander zwischen Offen- und Schließstellung bewegt werden, um die ausgetraoene Sandmenge an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen.
Fi.ne besonders bevorzugte praktische Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Entfernung von öl und ölähnlichen Stoffen sieht das Ausstreuen von Sand aus einem Fluggerät, insbesondere einem Hel: kopier, vor. Zu diesem Zweck kann der Vor-:atsbehälter Befestigungsmittel zur Befestigung des rratsbehälters an iem Fluggerät aufweisen. Als Eefestigungs-ii. ttei können beispielsweise am Vorratsbehä iter bzw. am Flügge-rat befestigbare Traase;i e vorgesehen sein. Im Einsatz transportiert der Helik. ter den daran belustigten Vorratsbehä i Ler :::am Einsatzert, wc ; :S Schüttgut - mit einem Löschf iugzeug - 7 • * bei der Brandbekämpfung vergieichbar - durch Freigabe der Aus-rrittsöffriung in Richtung der Wasseroberfläche ausgetragen wird. Hierfür ist im Helikopter zweckmäßigerweise eine Steuer- bzw. Kontrollstelle vorgesehen, welche die Steuerung zumindest des Hebemechanismus erlaubt, um das Verschlussteil wahlweise zwischen Offen- und Schließstellung zu überführen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels, auf das sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert.
Im Einzelnen zeigt in der Zeichnung
Fig. 1 schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des er findungsgemäßen Verfahrens, bei welchem zur Entfernung von Öl und ölähnlichen Stoffen von einer Wasseroberfläche Sand aus einem Vorratsbehälter ausgetragen wird, der mit einer Verschließeinrichtung verschließbare Äustrittsöffnungen aufweist;
Fig. 2 eine Ansicht des aus Fig. 1 ersichtli.chen Vorratsbehälters mit darin angeordneter Verschließeinrichtung, welche drei in Richtung der jeweils zugehörigen Austrittsöffnung keilförmig verjüngte Verschlussteile aufweist;
Fig. 3a eine Ansicht der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Verschli eßeinrAchtung;
Fig. 3b eine Seitenansicht des Verschlussteils; und
Fig. Ί eine Ansicht auf die Unterseite des Vorratsbehälters aus -.•.welcher drei sich .im Wesentlichen über die gesamte Länge des Vorm sbehälters erstreckende, rechteckige Austrittsöffnungen ers;i .:b flieh sind .
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur Durchführung eines Verfahrens zur Entfernung von Öl und ölähnlichen Stoffen, bei welcher: in Schüttgut, insbesondere Sand, auf eine Wasseroberfläche aufgebracht wird, um das Ol an den Sandkörnern zu binden, welche nur: samt dem gebundenen Öd auf den Boden des Gewässers absinken. Hierdurch kann eine Wasseroberfläche effizient von Ölen und öl-ähniiehen Stoffen gereinigt werden. Die Vorrichtung 1 weist sei: Vorrat sbehälte ' 2 auf, in welchem das Schüttgut vorgmial-: . n ist. Als Schüttgut eignet sich insbesondere Sand, bei •.••βίο- um mindestens 90% -er Sandkörner eine Größe von weniger a.1 s 2 Π'1: um. weist; als idca 1 h es sich erwiesen, wenn mindestens 30% der: u -.ndkörner eine Größ·-: von weniuer als 2,002 mm aufweisen.
Der :nd weist einen Anmil an Quarzsanci von vorzugsweise mindest-es 95%, idealerwei ungefähr 97%, aut. Zum Austragen des 8 • • *
Schüttguts weist der Vorratsbehälter 2 in einer Bodenfläche 3 drei insbesondere aus Fig. 4 ersichtliche Austrittsöffnungen 4 auf, welche mittels einer Verschließeinrichtung 5 verschließbar sind.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist die Verschließeinrichtung 5 drei Verschlussteile 6 auf, welche zwischen einer in di e Austrittsöffnung 4 eingeführten Schließstellung, in welcher die Austrittsöffnung 4 vollständig verschlossen ist, und einer die Austrittsöffnung 4 freigebenden Offenstellung und umgekehrt überführbar sind. Die Verschlussteile 6 sind zwecks Gewichtsoptimierung als Hohlkörper ausgeführt, welche zweckmäßigerweise eine allseitig geschlossene, aus Stahlblech gefertigte Wand mit einer Wandstärke von ca. 2 mm aufweisen. b i. s 1 1.5 m, SChlU:
Wie aus Fig. 2 weiters ersichtlich, weist der Behälter 2 eine Profi1rahmen-Konstruktion aus einzelnen Profilteilen, zweckmäßigerweise Profileisen, auf. Die Seitenwände des Behälters 2 sind durch vergleichsweise dünne Platten, insbesondere Bleche, mit einer Wandstärke von zwischen 1 mm und 3mm, insbesondere ca. 2 mm, gebildet. Die Bleche sind mit dem Profilrahmen an geeigneten Stellen, insbesondere in Abständen von ca. 20 cm, verschweißt. DJ e Abmessungen des Behälters 2 richten sich nach der jeweiligen Verwendung der Vorrichtung 1, d.h. insbesondere nach dem Volumen des zu transportierenden Schüttguts; in vielen Fällen hat es sich zur Bekämpfung von verunreinigten Wasserflächen als zweckmäßig herausgestellt, wenn der Behälter eine Länge 1 von m. bis 3 m, insbesondere ca. 2 m, eine Breite b von 0.3 m '3 m, insbesondere ca. 1 m, und eine Höhe h von 0.5 m bis insbesondere ca. m, aufweist. 1e aus Fig. 3a und Fig. 3b ersichtlich, sind die Verstelle 6 ke.i Iförmi c verjüngt, wobei die in einem spitzen Winkel, zusammenlaufenden Enden der Verschlussteile 6 in der Schiioßste1iung in die Austrirtsöffnungen 4 abgesenkt sind; die Versc'r-1 ussoei .1 e 6 di Ingen dabei in die Austrittsöf fnur.gen 4 ein, b ? che längssei Loge. Kehl flächen der Verschlussteile 6 an den Rändern der husfrii inger: 4 anschlagen. Das Verhältnis zwi-Höhe der V e r s u:. 1 ussteile 6 betrau1.. n f ,c r oberer Breite urr z "C k: • äßigerwei s 0 ZW ' Cj i η 1; 2 und 1:4; ;. o L einer bevc r zugt eπ Au s f u: . rurig weist jedes 7 rschlussteil 6 ein- Breite w von ca. 0 cm. 3 u . Zur über füh rung n die Offenste! iu;1:· : ist die v BI'SC Π ί I W ei . ’ntung 3 nu einem in Fig. 1 Schematis h eingezei ohne Len 9 ** * · Ψ
Hebemc-chanismus 7 verbunden, welcher dazu eingerichtet ist, die Verschlussteile 6 aus der SchließsLellung in die Offenstellung zu Überführer, und umgekehrt. Zweckmäßigerweise werden die Verschlussteile 6 bei der Überführung in die Offenstellung zwischen 5 bis 10 cm angehoben, wodurch eine präzise Dosierung der ausgetragenen Schüttgutmenge ermöglicht wird. Bei der gezeigten Ausführung ist der Hebemechanismus 7 als Seilzug ausgeführt, welcher mittels einer Steuer- bzw. Kontrollzentrale {nicht gezeigt) steuerbar ist, die vom Führerstand eines (in Fig. 1 schematisch dargestellten) Helikopters bedient wird. Der Vorratsbehälter 2 ist über geeignete Befestigungsmittel (Tragseile etc.) an dem Helikopter angebracht, welcher den Vorratsbehälter 2 mit dem darin aufgenommenen Schüttgut rasch ins Einsatzgebiet transportieren kann. Die Verschließeinrichtung 5 kann zudem mit einer (nicht gezeigten) Führungseinrichtung verbunden sein, weiche dazu eingerichtet ist, die Verschlussteile 6 bei ihrer Auf- und Ab-Bewegung zu führen. Somit können die geführten Verschlussteile 6 zuverlässig und präzise in die Aus-trittsöffnungen 4 abgesenkt werden, um den Vorratsbehälters 2 zu verschließen.
Wie aus Fig. 3 weiters ersichtlich, sind die Verschlussteile 6 über eine Kopplunqseinrichtung 8 miteinander verbunden, welche bei der gezeigeen Ausführung durch Streben 3' gebildet ist, die an den Oberseiten der“ V·- rschlusstei le 6 angebracht sind. Bei Betätigung des Hebemechanismus Ί werden d.i e Verschlussteile 6 synchron in die Offenste: ’. überführt. Bei f :ner alternativen, in den Fig. nicht gezeigte:! Ausführung, ist die Kopplungseinrichtung 8 dazu in der Lage, die Verschlussteile 6 wahlweise einzeln in ciie Off enstcxiung zu : ewegen, urr. die ausgetragene Sandmenge präzise an die jeweilig-·.·, Verhältnisse anpassen zu können.
Aus Fiq. 4 ist der VcrraIsbehalter 2 von seiner Unterseite her gezeigt, wobei ersi-:'nt.lich ist, dass sich die Austrittsöff-nengen 4 iir. Wesentl: eher: über die gesamte Fänge des Vorrat.sbe-lall.ers 2 er Strecker.. H ’ er durch kann da:· flächige Austräger: ces ? :hüttguts verbesse:- werden.

Claims (12)

  1. • · Patentansprüche : 1. Verfahren zur Entfernung von Öl und ölähnlichen Stoffen von einer Wasseroberfläche umfassend das Aufbringen von Sand.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sand wurfgestreut und/oder geschüttet und/oder windsichtend auf die Wasseroberfläche aufgebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sand mit einem Fluggerät, vorzugsweise mit einem Hub-schrauber oder Flugzeug, auf die Wasseroberfläche aufgebracht wird
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn-. zeichnet, dass mindestens 90% der Sandkörner eine Größe von weniger als 2 mm, vorzugsweise mindestens 70% der Sandkörner eine Größe von weniger als 0,2 mm, noch mehr bevorzugt mindestens 50% eine Größe von weniger als 0,02 mm, am meisten bevorzugt mindestens 30% eine Größe von weniger als 0,002 mm, aufweist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sand einer. Anteil an Quarzsand von mindestens 80%, vorzugsweise mindestens 90%, noch mehr bevorzugt mindestens 95%, umfasst.
  6. 6. Vorrichtung (1) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem Vorratsbehalter (2) für Schüttgut, insbesondere Sand, -er zumindest eine mittels einer Verschließeinrichtung (5) 7·. -.schließbare Austr i t tsöf fnung (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschließeinrichtung (5) zumindest ein in Richtung der Austritts5ffnung (4) keilförmig verjüngtes Verscniussteii (6) aufweist, das zwischen einer in die Austr ersoffrang 4) eingeführr.e· Fehl ießstellung, : n welch er die A US T : r i t l : ofinung (4 VC lisv. CK ;!ig versch lossen ^ S L r u.ad e iner di-: Al jstri •asci fnung 4) SUIT!_ t6irW6 ise fre : ge- Land- n Offens te j l iunc and umgekeh rt über: .r war ist. rrichtun g i) :ch Anspruch 6, da da r -: aa gekennz e i c· net , d-as das V erschlus S L : : 1 ; ( -1) ; t einen Ho öerr.eclu η::smus (7 ), insb eso r. - • * • *
    • * * · · « · • ·* · · · * * • ·«**·* II # • · · * · * · ·« ·· · * * II •dere einem Seilzug, gekoppelt i. st, welcher dazu eingerichtet ist, das Verschlussteil (6) aus der Schließstellung in die Offenstellung zu überführen und umgekehrt.
  7. 8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusstei.! (6) quer zur Richtung der Schließbewegung langgestreckte Keilflächen zum Verschließen einer entsprechenden, insbesondere .im Wesentlichen rechteckigen Austrittsöffnung {4) des Vorratsbehälters (2) aufweist.
  8. 9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusstei1 (6) bzw. die Austrittsöff nung (4) in Längsrichtung des Vorratsbehälters (2), insbesondere über zumindest die halbe Länge des Vorratsbehälters (2), angeordnet ist.
  9. 10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, insbesondere zumindest drei, Verschlussteile (6) zum Verschließen einer entsprechenden Anzahl von Austrittsöffnungen (4) vorgesehen sind.
  10. 11. Vorrichtung {1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschluss-eile (6) Uber eine Kopp-lungseinrichtung (8) miteinander verbunden sind.
  11. 12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadur gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung (8) dazu eingerichtet ist, die Verschlussteile (8) bei Betätigung des Hcbemochanisrnus (7) synchron in die Offenstenυng zu bewegen und umgekehrt.
  12. 13. Vorrichtung (1) nach Anspruch li, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtunq (8) dazu eingerichtet ist, die Verschlusstei ie (6) 'wahlweise einzeln in die Offenstellung zu bewegen und umqekehr . 1 -r . V l erricht v.ng 1) : -:ch einem der Ansp: .che 6 bis 13, dadn rch ge een: rzeichnet., :! a s s ier Vorratsbei : ä i t e.:. {2 · Befestige· .gsrr ' ~e zur P· r-festigung ies V ;r; : tsbehäi t e: . m 3 P. 1 ?.iπ :n r 1 uqaerä t, insbe s ο n d e : e an eine;'. Hubs· ;h ; aber, an.fr ;-h i s .
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