AT510929A1 - Vorrichtung zum vereinzeln von kleinteilen - Google Patents

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AT510929A1 AT21392010A AT21392010A AT510929A1 AT 510929 A1 AT510929 A1 AT 510929A1 AT 21392010 A AT21392010 A AT 21392010A AT 21392010 A AT21392010 A AT 21392010A AT 510929 A1 AT510929 A1 AT 510929A1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von mit beliebiger Ausrichtung ungeordnet vorliegenden Kleinteilen (1), welche Vorrichtung einen Behälter (2) zur gleichzeitigen Aufnahme einer Vielzahl von zur Vereinzelung vorgesehen Kleinteilen (1) umfasst, der mit einer Abgabeöffnung (3) versehen ist, durch welche die Kleinteile (1) vereinzelt ausgebracht werden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, - dass zumindest ein Abschnitt des Bodens (4) des Behälters (2), gegebenenfalls der gesamte Boden des Behälters (2), als Schieber (5) ausgebildet ist, der zwischen einer Lage im Behälter (2) und einer Lage außerhalb des Behälters (2) verschiebbar ist, und dass in diesem Schieber (5) zumindest eine an die Form der zu vereinzelnden Kleinteile angepasste, jeweils einen Kleinteil (1) in einer vorgegebenen Ausrichtung lagerichtig aufnehmende Aufnahme (6) ausgebildet ist.

Description

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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Vorrichtungen mit denen ungeordnet vorliegende Kleinteile vereinzelt werden können, sind bekannt. Beispielsweise wird dazu auf Rüttelvorrichtungen, Schwingförderer oder Vorrichtungen, bei denen Kleinteile einzeln mit Saugeinrichtungen einem Behälter entnommen werden, verwiesen.
Ziel der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute Vorrichtung zu erstellen, bei der die in einen Behälter eingegebenen Kleinteile diesem Behälter vereinzelt entnommen und in vorgegebener Ausrichtung von einem Greifer auf einem Handlingssystem (z.B. Roboter, Achssystem, usw.) übernommen werden können.
Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art mit den im Kennzeichen des Anspruches 1 angeführten Merkmalen charakterisiert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient vor allem zum Vereinzeln von zylindrischen, linsenförmigen, kugelförmigen oder stiftförmigen Kleinteilen, welche in einem Schnitt senkrecht zu ihrer Längsachse rechteckförmig, das heißt unter-quadratisch sein können. Es ist allerdings auch möglich, Kleinteile zu vereinzeln, die in einem derartigen Schnitt V-förmig oder trapezförmig oder die Form von segmentierten Kreisen besitzen. Auch die Vereinzelung von überquadratischen Kleinteilen ist möglich.
Der Aufbau der erfölgsgemäßen Vorrichtung ist einfach, da fediglich ein im Boden des Behälters hin und her bewegbarer Schieber vorgesehen ist, von dessen Aufnahmen jeweils ein Kleinteil aufgenommen und durch die Abgabeöffnung aus dem Behälter heraustransportiert wird. Der Schieber wird gesteuert hin und her bewegt, sodass in der aus dem Behälter ausgefahrenen Lage des Schiebers, die in den Aufnahmen befindlichen vereinzelten Kleinteile von einem Handlingsystem, z.B. mit einem Saugrohr oder einem Greifer, abgenommen werden können. Konstruktiv einfach ist es, wenn der zu einer Hin-und Herbewegung angetriebene Schieber die Abgabeöffnung bei seinen Bewegungen durchquert und den jeweiligen in der Aufnahme befindlichen Kleinteil durch die Abgabeöffnung aus dem Behälter ausbringt.
Es kann vorgesehen sein, dass die Abgabeöffnung oberhalb des Schiebers eine an die Form von aus der Aufnahme herausragenden Abschnitten der zu vereinzelnden Kleinteile angepasste Kontur aufweisende Begrenzungskante besitzt und/oder - dass ein die Abgabeöffnung ausbildender Bauteil an der Stirnfläche des Behälters abnehmbar bzw. austauschbar befestigt ist. Bei dieser Ausbildung der Abgabeöffnung wird vermieden, dass neben den vereinzelten, in den jeweiligen Aufnahme befindlichen Kleinteilen weitere Kleinteile mit ausgebracht werden. Allenfalls auf dem Schieber liegende Kleinteile werden abgestreift und im Behälter rückgehalten. Gleiches gilt auch für Kleinteile, die nicht lagerichtig in einer Aufnahme positioniert sind, da derartige Kleinteile ebenfalls durch die Ränder bzw. die Begrenzungskante der Abgabeöffnung zurückgehalten werden.
Der die Abgabeöffnung begrenzende Bauteil ist austauschbar und seine Form und/oder Lage kann an die Form unterschiedlicher Kleinteile angepasst werden, womit dieselben Behälter zur Vereinzelung unterschiedlicher Kleinteile ersetzbar sind. Eine Anpassung der Schieber bzw. deren Aufnahmen ist dazu ebenfalls erforderlich.
Vorteilhaft ist es, wenn der vorzugsweise quaderförmige Behälter auf der der Abgabeöffnung gegenüberliegenden Schmalseitenwand eine von seinem oberen, vorzugsweise der Einfüllöffnung nahen, Bereich ausgehende und eine zum Schieber führende, geneigte Führungsfläche für die Zufuhr der Kleinteile zum Schieber aufweist, welche Führungsfläche den Querschnitt des Behälters von dem Bereich unterhalb der Beschickungsöffnung bis zum Schieber verringert. Mit dieser Ausbildung erfolgt eine stete Zufuhr von in den Behälter aufgegebenen Kieinteilen zum Schieber, der damit kontinuierlich beschickt werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausbildung der Vorrichtung ist vorgesehen, dass gegenüberliegend dem bodennahen Bereich der Führungsfläche oder gegenüberliegend dem Schieber in einem vorgegebenen Höhenabstand eine Füllnase angeordnet ist, welche eine Durchtrittsöffnung für die Kleinteile in einen oberhalb des Schiebers und/oder oberhalb der seitlich an den Schieber angrenzenden Bereiche des Behälterbodens ausgebildeten Abgaberaum höhenmäßig begrenzt Die Füllnase begrenzt somit einen Abgaberaum, der sich oberhalb des Schiebers und/oder oberhalb des seitlich des Schiebers befindlichen Bodenbereiches befindet. Um eine Beruhigung der Zufuhr von Kieinteilen zu erreichen bzw. den Druck der Kleinteile auf den Schieber mit seinen Aufnahmen geregelt bzw. relativ konstant zu halten, ist der Abgaberaum, insbesondere als seitliche Verlängerung des Behälterinnenraumes zu verstehen, in den die Kleinteile durch die Fülinase begrenzt eintreten können. Es kann dabei vorgesehen sein, dass das Ende oder Niveau der Füllnase in einem vorgegebenen Abstand unterhalb einer oberen Deckwand des Abgaberaumes liegt und im Abgaberaum einen unterhalb der Deckwand liegenden Freiraum abgrenzt. Die Füllnase ragt somit tiefer in den Behälter als die für den Abgaberaum vorgesehene Deckwand. Damit ist oberhalb der auf dem Behälterboden bzw. dem Schieber befindlichen zu vereinzelnden Kleinteile, ein Freiraum ausgebildet, der eine gleichmäßige Füllung des Abgaberaumes ermöglicht und Verstopfungen vorbeugt. Von Vorteil kann es dabei sein, wenn die Füllnase in dem Bereich des Behälters angeordnet ist, der oberhalb des Überganges der Führungsfläche in die Ebene des Bodens des Behälters oder des Schiebers liegt.
Vor allem bringt eine derartige Ausbildung eines Freiraums Vorteile, wenn vorgesehen ist, dass in den Abgaberaum Leitungen für Druckluft einmünden, die seitlich ·· · ·«#· ΦΦΦΦ Φ· Ι·
ΦΦ ΦΦ· ·· * des Schiebers durch die Bodenfläche und/oder durch die Seitenwände des Abgaberaumes und/oder durch die Stirnwand in den Abgaberaum einmünden. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die in dem Abgaberaum befindlichen Kleinteiie durchzublasen und aufzulockem, sodass diese leichter und bezüglich ihrer Ausrichtung einfacher in die Aufnahmen des Schiebers eintreten können. Für die Funktion der Vorrichtung ist es von Vorteil, wenn eine Steuereinheit für die Druckluftzufuhr vorgesehen ist, die die Druckluitzufuhr und die Bewegungen des Schiebers synchronisiert und bei in den Behälter eingefahrenem Schieber einen in den Abgaberaum gerichteten Druckluftstoß vorgegebener Zeitdauer auslöst.
Von Vorteil ist es. wenn vorgesehen ist, dass der Schieber von einem Antriebsmotor angetrieben ist, der vor der der Stirnwand abgewandten Schmalseitenwand des Behälters gelegen ist und mit dem Schieber, gegebenenfalls über Antriebsstangen, verbunden ist. Der Schieber tritt dabei an der Schmalseitenwand in den Behälter ein, an der die Führungsfläche ausgebildet ist. Vorteilhafterweise verläuft der Schieber längs einer Schmalsettenwand und die Abgabeöffnung liegt in der gegenüberliegenden Schmalseitenwand, wobei sich der Schieber in Längsrichtung der zwischen diesen beiden Schmalseitenwänden liegenden Schmalseitenwand bewegt.
Von Vorteil ist es für die Vereinzelung von Kieinteilen, insbesondere wenn diese einen zylindrischen Körper, gegebenenfalls mit konvexen und/oder konkav gerundeten Deckflächen, aufweisen, wenn der oberflächennahe Rand der Ausnehmung eine Abschrägung oder Fase besitzt, die mit einer Vertikalen zur Oberfläche des Schiebers einschließt und/oder wenn die Fase von der h h einen Winkel (—) von 0< —^60° 2 2
Oberfläche des Schiebers her in eine Tiefe reicht, für die gilt 0<r, <0,l/3, wobei t3 der
Dicke bzw. Länge der zu vereinzelnden Kleinteile entspricht und/oder wenn der Boden der Ausnehmung als Kegelmantel gestaltet ist, der einen Kegelwinkel von 90 bis £ 180° besitzt. Der Füllungsgrad der Ausnehmungen kann damit optimiert werden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Vereinzeln von Kleinteilen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass Kleinteiie vereinzelt werden, die einen zylindrischen Körper, gegebenenfalls mit konvexen und/oder konkav gerundeten Deckflächen, aufweisen. Besonders vorteilhaft ist ein derartiges Verfahren zu führen, wenn das Verhältnis V des Durchmessers der Kleinteile zu ihrer Dicke bzw. Höhe gemäß der Formel V=d1/d3ai gewählt wird und/oder wenn die Höhe der Ausnehmung gerechnet ohne Boden gemäß der Formel /3·0,7</2 </3·ΐ,3 gewählt wird und/oder wenn der Höhenunterschied zwischen der Oberfläche und des obersten Endpunktes eines in der Aufnehmung aufgenommenen Kleinteiles der Formel - f3 · 0,3 < tA < * 0,3 entspricht.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Flg. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in perspektivischer Ansicht. Fig. 2 zeigt einen Detailschnitt und Fig. 3 zeigt die Detailansicht einer in einem Schieber ausgebildeten Aufnahme mit einem aufgenommenen Kleinteil.
Die in Fig. 1 schematisch in perspektivischer Ansicht dargestellte Vorrichtung umfasst einen auf einem Gestell 26 befestigbaren Behälter 2, der eine obenliegende Beschickungsöffnung 7 aufweist, durch die in den Behälter 2 Kleinteile 1 in ungeordneter Ausrichtung eingeschüttet werden können. Die Seitenwandflächen des Behälters sind nicht dargestellt, um den Innenraum des Behälters 2 erkennen zu können.
Der Behälter 2 ist an einer Schmalseitenwand mit dem Gestell 26 verbunden, längs der ein Schieber 5 verschiebbar gelagert ist, der zumindest einen Teilbereich des Behälterbodens ausbildet. Die Oberfläche des Schiebers 5 und die verbleibende Innenfläche dieser Schmalseitenwand bilden den Boden des Behälters 2. Die senkrecht zum Gestell 26 verlaufende Schmalseitenwand 25 ist mit einer Führungsfläche 8 ausgebildet, welche die eingefüllten Kleinteile 1 in Richtung eines Abgaberaumes 11 rutschen lassen, der sich oberhalb des Schiebers 5 und der seitlich an den Schieber 5 angrenzenden Bodenflächen liegen. Der Schieber 5 ist über Antriebsstangen 19 mit einem Antriebsmotor 18, vorteilhafterweise einem Pneumatikantrieb, verbunden und führt eine Hin- und Herbewegung aus. Bei dieser Hin- und Herbewegung werden die im vorderen Endbereich des Schiebers 5 gelegenen Aufnahmen 6 in den Abgaberaum 11, das heißt in den Behälter 2, hineinbewegt und im nächsten Arbeitstakt wieder aus dem Behälter 2 hinausbewegt. Während der Zeitspanne, in der sich der Schieber 5 mit seinen Aufnahmen 6 im Inneren des Behälters 2 befindet, fallen Kleinteile in die Aufnahmen 6 und werden von den Aufnahmen 6 lagerichtig aufgenommen und durch eine Abgabeöffnung 3, die sich in der Stirnwand 14 des Behälters 2 bzw. des Abgaberaumes 11 befindet, aus dem Behälter 2 transportiert. Der Schieber 5 bleibt in seiner ausgefahrenen Stellung solange stehen, bis die in den Aufnahmen 6 befindlichen Kieinteile abgenommen wurden. Dieses Abnehmen geschieht durch entsprechend gesteuerte Handlingsysteme.
Ein an der Stirnwand 14 angeordneter, vorteilhafterweise plattenförmiger, Bauteil 17 begrenzt die Abgabeöffnung 3. Die dem Schieber 5 zugewandte Begrenzungskante dieses Bauteils 17 dient zum Abstreifen bzw. Zurückhalten von nicht lagerichtig in den Aufnahmen 6 positionierten Kleinteilen. Die Begrenzungskante des Bauteils 17 kann ·♦ t ···· «t·· « «t
·· ··· #· allenfalls eine vorgegebene Kontur aufweisen, die vorteilhafterweise an die Abschnitte von Kleinteilen angepasst sein kann, die über die Oberfläche des Schiebers 5 überstehen. Sofern die Kieinteile über die Oberfläche des Schiebers 5 nicht überstehen, dient die Begrenzungskante 17 zum Abstreifen und liegt an der Oberfläche des Schiebers an, oder befindet sich gegenüber dieser in einem geringen Abstand.
In der Stirnwand 14 sind Anschlüsse 20 für die Zufuhr von Druckluft in den Abgaberaum 11 angeordnet. Durch diese Anschlüsse 20 kann Druckluft in den Abgaberaum 11 zur Aufwirbelung und Auflockerung der im Abgaberaum 11 befindlichen Kleinteile 1 eingeblasen werden. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der Abgaberaum 11 auf seiner der Führungsfläche 8 zugekehrten Seite mit einer Füllnase 9 begrenzt, die vorteilhafterweise höhenverstellbar an der Behälterinnenwand bzw. der Stirnwand 14 des Behälters 2 befestigt ist. Durch Anordnung dieser Füllnase 9 wird im oberen Bereich des Abgaberaums 11 ein Freiraum 15 ausgebildet, der von den Kleinteilen 1 nicht eingenommen werden kann, jedoch für eine Aufwirbelung der Kleinteile durch Druckluftstöße zur Verfügung steht. Die Füllnase 9 befindet sich vorteilhafterweise in dem Bereich, in dem die Führungsfläche 8 in den ebenen bzw. horizontal ausgerichteten Boden des Behälters 2 bzw. in die Ebene des Schiebers 5 übergeht.
Die Druckluftanschlüsse 20 können durch die Stirnwand 14 und/oder durch die Seitenwände des Abgaberaumes 11 einmünden, oder durch die seitlich des Schiebers 5 liegenden Bodenabschnitte in den Abgaberaum 11 einmünden.
In Fig. 3 ist ein Detail betreffend einen vom Schieber 5 aufgenommenen Kleinteil 1 dargestellt. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen zylindrischen Bauteil dessen Höhe geringer als sein Durchmesser ist. Die Ober- und Unterfläche dieses Kleinteils 1 können konkav oder konvex gerundet oder eben sein.
Durch die Vorgabe entsprechender Parameter werden die Aufnahmen 6 an die Form und Abmessungen der Kleinteile 1 angepasst, sodass das Einfügen bzw. Einfallen der Kleinteile 1 in die Ausnehmungen 6 erleichtert und verbessert wird, sodass der Befüllungsgrad pro vorgegebener Hubanzahl optimiert werden kann.
In Fig. 3 sind die wesentlichen Parameter der in einem Schieber 5 ausgebildeten Aufnahmen 6 für die Kleinteile 1 zu entnehmen. Die Kleinteile besitzen einen Durchmesser d1 und eine Länge t3. Die Kieinteile sind bei diesem speziellen Ausführungsbeispiel zylindrisch gestaltet und können ebene oder konvex oder konkav ausgebildete Endflächen besitzen. Die Ausnehmung 6 kann durch eine Bohrung im Schieber 5 ausgebildet werden. Dabei kann die Basisfläche 30 der Bohrung kegelförmig gestaltet sein, wobei der Kegel einen Kegelwinkel a besitzt, der zwischen 90 und 180“ liegt. Sobald der Kegelwinkel 180° beträgt, liegt ein Sackloch mit ebener Basisfläche 30 vor.
Der Umfangsrand der Ausnehmung 6 in der Ebene des Schiebers 5 kann mit einer Fase 31 versehen sein. Die Fase 31 schließt mit der Vertikalen einen Winkel von b/2 ein. Der Winkel b läuft von 0 bis 120°, Sofern b=0, liegt eine Ausnehmung 6 vor, die mit der Oberfläche des Schiebers 5 eine Kante ausbiidet und eine Fase 31 liegt in diesem Fall nicht vor.
Die Tiefe der Ausnehmung 6, gemessen längs ihres Randes ohne Berücksichtigung eines allfälligen kegelig geneigten Bodens, beträgt t2, wobei ί3·0,7<ί2 £f3 *1,3. Wie bereits erwähnt, entspricht t3 der Gesamtlänge eines zu vereinzelnden Kleinteiles 1.
Die Tiefe ti, bis zu der sich die Fase in die Ausnehmung 6 hineinerstreckt, beträgt 0 < f, < r3 0,1
Die Höhendifferenz bzw. das Niveau U, mit der{m)m ein von der Aufnehmung 6 aufgenommener Kleinteil 1 unterhalb der Ebene des Schiebers 5 liegt oder über diese Ebene übersteht, beträgt - i3 · 0,3 < /4 < i3 0,3.
Die Kleinteilform, die mit einer derartigen Aufnahme 6 besonders gut trennbar ist, ist ein diskusförmiger Kleinteil, dessen Körper zylinderförmig gestaltet ist und der eine konvexe Ober- und Unterfläche besitzt. Ein derartiger Kleinteil besitzt ein Verhältnis V von seinem Durchmesser di zu seiner Gesamtlänge t3 von V=d1/t3a1. Aber auch Kleinteile mit einem Verhältnis dJU < 1 können gut getrennt werden.
Ein für derartige Teile vorteilhaftes Parameterverhältnis liegt vor, wenn di<d2äi ,30!, wobei d2 dem Durchmesser der Ausnehmung 6 entspricht. Diese Parameter ermöglichen einen optimalen Füliungsgrad einer Ausnehmung.

Claims (19)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Vereinzeln von mit beliebiger Ausrichtung ungeordnet vorliegenden Kleinteiien (1), welche Vorrichtung einen Behälter (2) zur gleichzeitigen Aufnahme einer Vielzahl von zur Vereinzelung vorgesehen Kleinteilen (1) umfasst, der mit einer Abgabeöffnung (3) versehen ist, durch welche die Kleinteile (1) vereinzelt ausgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, - dass zumindest ein Abschnitt des Bodens (4) des Behälters (2), gegebenenfalls der gesamte Boden des Behälters (2), als Schieber (5) ausgebildet ist, der zwischen einer Lage im Behälter (2) und einer Lage außerhalb des Behälters (2) verschiebbar ist, und - dass in diesem Schieber (5) zumindest eine an die Form der zu vereinzelnden Kleinteile angepasste, jeweils einen Kleinteil (1) in einer vorgegebenen Ausrichtung lagerichtig aufnehmende Aufnahme (6) ausgebildet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zu einer Hin- und Herbewegung angetriebene Schieber (5) die Abgabeöffnung (3) bei seinen Bewegungen durchquert und den jeweiligen in der Aufnahme (6) befindlichen Kleinteil (1) durch die Abgabeöffnung (3) aus dem Behälter (2) ausbringt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, - dass die Abgabeöffnung (3) oberhalb des Schiebers (5) eine an die Form von aus der Aufnahme (6) heraus ragenden Abschnitten der zu vereinzelnden Kleinteile (1) angepasste Kontur aufweisende Begrenzungskante (16) besitzt und/oder - dass ein die Abgabeöffnung (3) ausbildender Bauteil (17) an der Stirnfläche (14) des Behälters (2) abnehmbar bzw. austauschbar befestigt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vorzugsweise quaderförmige Behälter (2) auf der der Abgabeöffnung (3) gegenüberliegenden Schmalseitenwand (25) eine von seinem oberen, vorzugsweise der Einfüllöffnung (7) nahen, Bereich ausgehende und eine zum Schieber (5) führende, geneigte Führungsfläche (8) für die Zufuhr der Kleinteile (1) zum Schieber (5) aufweist, welche Führungsfläche (8) den Querschnitt des Behälters (2) von dem Bereich unterhalb der Beschickungsöffnung (7) bis zum Schieber (5) verringert.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass gegenüberliegend dem bodennahen Bereich der Führungsfläche (8) oder gegenüberliegend dem Schieber (5) in einem vorgegebenen Höhenabstand eine Füllnase (9) angeordnet ist, welche eine Durchtrittsöffnung (10) für die Kleinteile (1) in einen oberhalb des Schiebers (5) und/oder oberhalb der seitlich an den Schieber (5) angrenzenden Bereiche des Behälterbodens (4) ausgebildeten Abgaberaum (11) höhenmäßig begrenzt,
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende oder Niveau der Fülinase (9) in einem vorgegebenen Abstand unterhalb einer oberen Deckwand (12) des Abgaberaumes (11) liegt und im Abgaberaum (11) einen unterhalb der Deckwand (12) liegenden Freiraum (15) abgrenzt.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllnase (9) in dem Bereich des Behälters (2) angeordnet ist, der oberhalb des Überganges der Führungsfläche (8) in die Ebene des Bodens (4) des Behälters (2) oder des Schiebers (5) liegt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (5) durch die der Schmalseitenwand (25) und der Führungsfläche (8) gegenüberliegende Stirnwand (14) des Behälters (2) ein- und ausschiebbar gelagert ist und/oder dass der Boden des Behälters (2) von der Schmalseitenwand (26) des Behälters (2) gebildet ist, die an die Schmalseitenwand (25) angrenzt.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (5) von einem Antriebsmotor (18) angetrieben ist, der vor der der Stirnwand (14) abgewandten Schmalseitenwand (25) des Behälters (2) gelegen ist und mit dem Schieber (5), gegebenenfalls über Antriebsstangen (19), verbunden ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Abgaberaum (11) Leitungen (20) für Druckluft einmünden, die seitlich des Schiebers (5) durch die Bodenfläche (4) und/oder durch die Seltenwände des Abgaberaumes (11) und/oder durch die Stirnwand (14) in den Abgaberaum (11) einmünden.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit für die Druckluftzufuhr vorgesehen ist, die die Druckluftzufuhr und die Bewegungen des Schiebers (5) synchronisiert und bei in den Behälter (2) eingefahrenem Schieber (5) einen in den Abgaberaum (11) gerichteten Druckluftstoß vorgegebener Zeitdauer ausiöst.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der oberflächennahe Rand der Ausnehmung (6) eine Abschrägung oder Fase (31) besitzt, die b b mit einer Vertikalen zur Oberfläche des Schiebers (5) einen Winkel (—) von 0 < — < 60° 2 2 einschließt.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fase (31) von der Oberfläche (32) des Schiebers (5) her in eine Tiefe (t1) reicht, für die gilt 0<f, <0,1*3, w°bei der Dicke bzw. Länge (t3) der zu vereinzelnden Kleinteile (1) entspricht.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (30) der Ausnehmung (6) als Kegelmantel gestaltet ist, der einen Kegelwinkel (a) von 90 bis i 180“ besitzt.
  15. 15. Verfahren zum Vereinzeln von ungeordnet vorliegenden Kleinteilen mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Kleinteiie (1) vereinzelt werden, die einen zylindrischen Körper, gegebenenfalls mit konvexen und/oder konkav gerundeten Deckflächen, aufweisen.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis V des Durchmessers (d 1) der Kleinteile zu ihrer Dicke bzw. Höhe (k) gemäß der Formel V=d1/d3ä1 gewählt wird.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (t2) der Ausnehmung (6) gerechnet ohne Boden (30) gemäß der Formel *3-0,7äf2 -1,3 gewählt wird.
  18. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass untereinander gleiche Form besitzende Kleinteile vereinzelt werden.
  19. 19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Höhenunterschied (U) zwischen der Oberfläche (32) und des obersten Endpunktes eines in der Aufnehmung (6) aufgenommenen Kleinteiles (1) der Formel -f3 · 0,3 < t4 < *3 0,3 entspricht. Wien, am 23. Dezember 2010
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