AT510992B1 - Kombinierter motor- und pedalantrieb für ein fahrzeug, insbesondere wasserfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Kombinierter Motor- und Pedalantrieb (1) für ein Fahrzeug, insbesondere Wasserfahrzeug, mit einer gemeinsamen Ausgangswelle (6) für den Motor- (2) und den Pedalantrieb (3, 4), wobei der Motorantrieb (2) über zumindest eine erste Schaltkupplung (8) und der Pedalantrieb (3, 4) über zumindest einen Freilauf (14, 15) und eine diesem parallele zweite Schaltkupplung (22, 23) auf die Ausgangswelle ( 6) wirkt und eine Stelleinrichtung (37) für die Schaltkupplungen (8, 22, 23) vorgesehen ist, welche drei Stellungen besitzt, und zwar eine erste Stellung, in der die erste Schaltkupplung (8) geschlossen und die zweite Schaltkupplung (22, 23) geöffnet ist, eine zweite Stellung, in der die erste und die zweite Schaltkupplung ( 8, 22, 23) geöffnet sind, und eine dritte Stellung, in der die erste Schaltkupplung (8) geöffnet und die zweite Schaltkupplung (22, 23) geschlossen ist.
Description
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen kombinierten Motor- und Pedalantrieb für einFahrzeug, insbesondere Wasserfahrzeug, mit einer gemeinsamen Ausgangswelle für denMotor- und den Pedalantrieb, wobei der Motorantrieb über zumindest eine erste Schaltkupplungund der Pedalantrieb über zumindest einen Freilauf und eine diesem parallele zweite Schalt¬kupplung auf die Ausgangswelle wirkt, und wobei eine Stelleinrichtung für die Schaltkupplungenvorgesehen ist, welche drei Stellungen besitzt, und zwar eine erste Stellung, in der die ersteSchaltkupplung geschlossen und die zweite Schaltkupplung geöffnet ist, eine zweite Stellung, inder die erste und die zweite Schaltkupplung geöffnet sind, und eine dritte Stellung, in der dieerste Schaltkupplung geöffnet und die zweite Schaltkupplung geschlossen ist.
[0002] Kombinationsantriebe dieser Art sind beispielsweise aus der GB 489624 A bekannt undbilden die Grundlage einer neuen Gattung von Hybridantrieb-Wasserfahrzeugen, wobei alsMotor insbesondere ein Elektromotor verwendet wird. Der Motorantrieb wird vornehmlich alsHilfsmotor zur Unterstützung der Muskelkraft für den Pedalantrieb eingesetzt, ähnlich einemElektrofahrrad mit Hilfsmotor („Pedelec").
[0003] Die Kombination von Motor- und Pedalantrieb bei einem Wasserfahrzeug stellt neueAnforderungen an die Kupplung der beiden Antriebe, insbesondere hinsichtlich eines unbeein¬trächtigten Pedalbetriebs, wenn Motorunterstützung nicht gewünscht oder nicht möglich ist. DieErfindung setzt sich zum Ziel, einen derartigen Kombinationsantrieb zu schaffen, welcher dieseAnforderungen erfüllt.
[0004] Dieses Ziel wird mit einem kombinierten Motor- und Pedalantrieb der einleitend genann¬ten Art erreicht, der sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, dass die Stelleinrichtungein mechanisch verstellbares Steuerglied aufweist, das über eine erste Federverbindung dieerste Schaltkupplung steuert, wobei die erste Federverbindung bei der Verstellung des Steuer¬gliedes von der ersten in die zweite Stellung die erste Schaltkupplung öffnet und bei der Ver¬stellung von der zweiten in die dritte Stellung die erste Schaltkupplung unter Einfedern derFederverbindung offenhält.
[0005] Die erfindungsgemäße Zusammenschaltung von Schaltkupplungen und Freiläufen fürden Pedalantrieb ermöglicht in der ersten Stellung einen motorunterstützten Pedalantrieb,wobei der Benützer die Pedale treten kann, aber nicht muss. Wenn der Motor schneller läuft alsdie Pedale, kommt der Freilauf zum Tragen, um zu verhindern, dass sich die Pedale schnellerdrehen als es der Benützer wünscht. In der zweiten Stellung ist der Motor ausgekuppelt und derBenützer kann wie bei einem Fahrrad freilaufunterstützt vorwärts treten, ohne den leerlaufen¬den Motor mitantreiben zu müssen. In der dritten Stellung sind die Pedale starr mit der Aus¬gangswelle verbunden, sodass der Benützer nun auch rückwärts treten kann, um das Wasser¬fahrzeug im Retourgang zu bewegen. Der Motor ist weiterhin ausgekuppelt, um ein unbeabsich¬tigtes Einsetzen des Motorantriebs und eine entsprechende Störung der Pedalbewegung, dieauch zu Verletzungen führen könnte, zu unterbinden.
[0006] Eine aufeinanderfolgende Anordnung der drei Stellungen der Stelleinrichtung, d.h. derMotorantriebsstellung in der einen Randstellung, der starren Pedalkupplung in der anderenRandstellung und der freilaufenden Pedalantriebsstellung in der Mitte zwischen diesen stellteine zusätzliche Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes und gefährliches Einkuppeln bzw. Ein¬greifen des Motorantriebs in die starr gekuppelte Stellung dar, weil diese nur über die fahrrad¬ähnliche Freilaufstellung erreicht werden kann.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Stelleinrichtung kann dabei der Kupp¬lungsweg für das Ein- und Auskuppeln des Motorantriebs kurz gehalten werden, was Einbau¬raum im Kupplungsgehäuse des Motorantriebs spart. Darüber hinaus ist zum Versetzen derStelleinrichtung von der zweiten in die dritte Stellung das Überwinden der Federkraft der erstenFederverbindung erforderlich, was einem unbeabsichtigten Einlegen der dritten, starr gekuppel¬ten Pedalantriebsstellung entgegenwirkt.
[0008] Gemäß einem bevorzugten Merkmal der Erfindung steuert das mechanisch verstellbare¬re Steuerglied über eine zweite Federverbindung die zweite Schaltkupplung, wobei die zweiteFederverbindung bei der Verstellung des Steuergliedes von der ersten in die zweite Stellunggegen die Kraft einer die zweite Schaltkupplung in Öffnungsrichtung vorspannenden Vorspann¬feder einfedert und bei der Verstellung von der zweiten in die dritte Stellung die Kraft der Vor¬spannfeder überwindet und die zweite Schaltkupplung schließt. Dadurch wird der Bewegungs¬weg für die Pedalantrieb-Schaltkupplung kurz gehalten, was auch dort Einbauraum spart. DieVorspannfeder in der Pedalantrieb-Schaltkupplung gewährleistet darüber hinaus ein sicheresÖffnen der Schaltkupplung in jeder anderen Stellung als der genannten dritten Stellung,wodurch die Gefahr eines unbeabsichtigten starren Mitkoppelns des Pedalantriebs in den ers¬ten und zweiten Stellungen durch Betriebsfehler oder -Störungen sicher verhindert werdenkann.
[0009] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden zwei Pedal¬antriebe mit jeweils einem Freilauf und jeweils einer zweiten Schaltkupplung vorgesehen unddas Stellglied lagert einen zweiarmigen Hebel, an dessen Enden jeweils eine zweite Federver¬bindung zur Steuerung einer zweiten Schaltkupplung angelenkt ist. Zwei Pedalantriebe bietenzwei Benützern die Möglichkeit zu treten. Der genannte zweiarmige Hebel, welcher über jeweilseine Federverbindung die Pedalantrieb-Schaltkupplungen steuert, ermöglicht daher eine selbst¬justierende Symmetrierung bzw. Kraftverteilung vom Stellglied auf die beiden Kupplungen, wasdie Betriebszuverlässigkeit erhöht.
[0010] Besonders günstig ist es, wenn das Steuerglied mittels einer lösbaren Klinke in seinendrei Stellungen verrastbar ist, sodass unbeabsichtigte Verstellungen vermieden werden können.
[0011] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Freilauf eine Welle als Abtrieb und ein mit dieserunidirektional gekuppeltes Hohlrad für den Pedalantrieb umfaßt und die zweite Schaltkupplungeine Klauenscheibenkupplung ist, deren eine Klauenscheibe drehfest mit der Welle und derenandere Klauenscheibe drehfest mit dem Hohlrad verbunden ist, wodurch der Freilauf und dieSchaltkupplung für den Pedalantrieb sehr kompakt zusammengebaut bzw. integriert werdenkönnen.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den beigeschlossenen Zeichnungendargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. In den Zeichnungen zeigen [0013] Fig. 1 den kombinierten Motor- und Pedalantrieb der Erfindung in einer Per¬ spektivansicht; und [0014] die Fig. 2 bis 4 ein mechanisches Funktionsschaltbild des Kombinationsantriebes von
Fig. 1 in drei verschiedenen Betriebsstellungen.
[0015] Fig. 1 zeigt einen kombinierten Motor- und Pedalantrieb 1 für den Antrieb eines (nichtweiter dargestellten) Wasserfahrzeugs, z.B. eines Tretboots mit Hilfsmotor. Der Kombinations¬antrieb 1 umfasst zu diesem Zweck einen Motorantrieb 2, z.B. eine kleine Verbrennungskraft¬maschine oder insbesondere einen Elektromotor, sowie einen oder - wie dargestellt - bevorzugtzwei oder mehr Pedalantriebe 3, 4 mit Pedalen 5. Der Motorantrieb 2 und die Pedalantriebe 3, 4wirken unter Zwischenschaltung von Schaltkupplungen und Freiläufen, die später noch ausführ¬licher erörtert werden, auf eine gemeinsame Ausgangswelle 6 des Kombinationsantriebs 1. Andie Ausgangswelle 6 kann in herkömmlicher Weise eine (nicht dargestellte) Vortriebseinheit fürdas Wasserfahrzeug angeflanscht werden, z.B. ein Propeller, ein Schaufelrad od.dgl.
[0016] Der Kombinationsantrieb 1 könnte grundsätzlich auch für andere Arten von Fahrzeugenals Wasserfahrzeuge eingesetzt werden, z.B. ein Land- oder Luftfahrzeug, doch eignet sich dienachfolgend beschriebene Steuerschaltung besonders für den Einsatz bei Wasserfahrzeugen,welche mittels der Pedalantriebe 3, 4 wahlweise auch rückwärts (im Retourgang) angetriebenwerden sollen.
[0017] Fig. 2 zeigt die Funktionsweise des Kombinationsantriebs 1 von Fig. 1 im Detail. DerMotorantrieb 2, von dem in Fig. 2 nur seine Abtriebswelle 7 dargestellt ist, wirkt über eine
Schaltkupplung 8 und ein Summationsgetriebe 9 auf die Ausgangswelle 6 des Kombinationsan¬triebs 1. Von den Pedalantrieben 3, 4 sind in Fig. 2 nur deren Abtriebsriemen 10, 11 gezeigt,welche von den Pedalen 5 über Kurbeln 12 und Riemenscheiben 13 angetrieben werden(Fig. 1). Die Abtriebsriemen 10, 11 sind über Freilaufkupplungen („Freiläufe") 14, 15 und Zwi¬schenwellen 16, 17 zum Summationsgetriebe 9 geführt und wirken dadurch ebenfalls auf diegemeinsame Ausgangswelle 6 des Kombinationsantriebs 1.
[0018] Die Freiläufe 14, 15 sind in an sich bekannter Weise als unidirektional kuppelnde Feder-klinken-Ratschen oder rampengesteuerte Klemmrollen 18, 19 in der Art von Hülsenfreiläufenzwischen von den Abtriebsriemen 10, 11 angetriebenen Hohlrädern 20, 21 und den Zwischen¬wellen 16, 17 ausgebildet. Die Freiläufe 14, 15 kuppeln die Pedalantriebe 3, 4 in Vorwärts-Tretrichtung der Pedale 5 - über die Riemen 10, 11, die Hohlräder 20, 21, die Ratschen 18, 19,die Zwischenwellen 16, 17 und das Summationsgetriebe 9 - drehfest mit der Ausgangswelle 6und Entkuppeln sie in der umgekehrten Drehrichtung von der Ausgangswelle 6.
[0019] Das Summationsgetriebe 9 ist im einfachsten Fall eine starre Getriebekopplung zwi¬schen dem Ausgang der Schaltkupplung 8 und den Zwischenwellen (Ausgängen) 16, 17 derFreiläufe 14, 15 mit ihren parallelgeschalteten Schaltkupplungen 22, 23.
[0020] Dadurch wirkt eine Drehung des Motorantriebs 2 über das Summationsgetriebe 9 auchauf die Zwischenwellen 16, 17 zurück, sodass die Freiläufe 14, 15 auch dann zum Einsatzkommen, wenn der Motorantrieb 2 die Wellen 16,17 schneller dreht als die Pedalantriebe 3, 4.
[0021] Jedem der Freiläufe 14, 15 funktionell parallel geschaltet ist jeweils eine weitere („zwei¬te") Schaltkupplung 22, 23. Mit Hilfe der Schaltkupplungen 22, 23 können die Freilaufwirkungender Freiläufe 14, 15 außer Kraft gesetzt werden, d.h. die Pedalantriebe 3, 4 in beiden Drehrich¬tungen starr mit der Ausgangswelle 6 gekuppelt werden.
[0022] Die Schaltkupplungen 22, 23 sind beispielsweise Klauenscheibenkupplungen mit jeweilseiner ersten Klauenscheibe 24, 25 und einer zweiten Klauenscheibe 26, 27, die axial miteinan¬der in Eingriff gebracht werden können. Die ersten Klauenscheiben 24, 25 sind dazu axialver¬schieblich und drehfest auf den Wellen 16, 17 gelagert, wogegen die zweiten Klauenscheiben26, 27 drehfest mit den Hohlrädern 20, 21 verbunden oder einstückig mit diesen ausgeführtsind. Die ersten Klauenscheiben 24, 25 sind über Druckfedern 28, 29 in die Öffnungsrichtung,d.h. von den zweiten Klauenscheiben 26, 27 weg, vorgespannt. Über Stössel 30, 31, welche inUmfangsnuten 32, 33 der axialverschieblichen Klauenscheiben 24, 25 eingreifen, können diesein Axialrichtung bewegt und somit die Schaltkupplungen 22, 23 geöffnet und - gegen die Kraftder Vorspannfedern 28, 29 - geschlossen werden.
[0023] In analoger Weise kann die erste Schaltkupplung 8, über die der Motorantrieb 2 via dasSummationsgetriebe 9 auf die Ausgangswelle 6 wirkt, als Klauenscheibenkupplung mit einerersten Klauenscheibe 34 und einer zweiten, axial verschieblichen Klauenscheibe 35 ausgeführtsein. Die zweite Klauenscheibe wird von einem Stössel 36 betätigt, um die Schaltkupplung 8 zuöffnen und zu schließen.
[0024] Die ersten und zweiten Schaltkupplungen 8, 22 und 23 könnten alternativ auch auf jedeandere in der Technik bekannte Weise realisiert sein, z.B. als Reibungskupplungen.
[0025] Zur Betätigung der Schaltkupplungen 8, 22 und 23 ist eine Stelleinrichtung 37 vorgese¬hen, welche drei verschiedene Betriebsstellungen besitzt, von denen die erste in Fig. 2, diezweite in Fig. 3 und die dritte in Fig. 4 gezeigt ist. Die Stelleinrichtung 37 umfasst ein mecha¬nisch verstellbares Steuerglied 38, im gezeigten Beispiel einen in den Zeichnungen nach linksund rechts hin- und herversetzbaren Schieber mit einer federbeaufschlagten Klinke 39, die inRasten 40 eines (nur ausschnittsweise dargestellten) Lagergestells 41 des Kombinationsan¬triebs 1 bzw. seines Wasserfahrzeugs einrasten kann. Am Steuerglied 38 ist ein Ziehgriff 42gelagert; durch Anheben des Ziehgriffs 42 kann die Klinke 39 vorübergehend ausgerastet wer¬den. Mit Hilfe dieser Anordnung kann die Stelleinrichtung 37 in jeder ihrer drei Stellungen(Fig. 2, Fig. 3, Fig. 4) verrastet werden.
[0026] Das Steuerglied 38 steht über eine erste Federverbindung 43 mit der Schaltkupplung 8,genauer deren Stössel 36, in Verbindung. Über zwei weitere Federverbindungen 44, 45 steuertdas Steuerglied 38 die Schaltkupplungen 22, 23, genauer deren Stössel 30, 31. Die zweitenFederverbindungen 44, 45 können direkt am Steuerglied 38 oder bevorzugt - wie dargestellt -an den Enden eines symmetrisch am Steuerglied 38 gelagerten zweiarmigen Hebels 46 angrei¬fen, um die Kraft gleichmäßig aufzuteilen.
[0027] Es versteht sich, dass die Federverbindungen 43 bis 45 in den Fig. 2 bis 4 nur schema¬tisch dargestellt sind, u.zw. jeweils mit einer Druckfeder, die zwischen zwei Gestängeteilenwirkt, welche einerseits an den Stösseln 30, 31, 36 und anderseits am Steuerglied 38 bzw.dessen Hebel 46 angreifen. In der Praxis können anstelle solcher Gestängeteile auch beliebigeandere mechanische Triebe verwendet werden, z.B. Bowdenzüge 48, gegebenenfalls mitLenkhebeln 49, wie in Fig. 1 gezeigt.
[0028] Die Funktionsweise der Stelleinrichtung 37 wird nun anhand ihrer drei in den Fig. 2 bis 4gezeigten Betriebsstellungen erläutert. In der ersten, in Fig. 2 gezeigten (linken) Stellung derStelleinrichtung 37 ist die Schaltkupplung 8 des Motorantriebs 2 geschlossen und die Schalt¬kupplungen 22, 23 der Pedalantriebe 3, 4 sind - unterstützt von ihren Druckfedern 28, 29 -geöffnet. Der Motorantrieb 2 kann die Ausgangswelle 6 antreiben, und die Pedalantriebe 3, 4können die Ausgangswelle 6 über die Freiläufe 14, 15 in Vorwärtsrichtung antreiben. Ein Rück¬wärtstreten der Pedale 5 bringt die Freiläufe 14, 15 zum Einsatz.
[0029] In der in Fig. 3 gezeigten zweiten, mittleren Stellung der Stelleinrichtung 37 ist dieSchaltkupplung 8 des Motorantriebs 2 von der Federverbindung 43 geöffnet worden. Die zwei¬ten Schaltkupplungen 22, 23 der Pedalantriebe 3, 4 bleiben noch geöffnet, weil die Federn derFederverbindungen 44, 45 so dimensioniert sind, dass sie schwächer sind als die Vorspannfe¬dern 28, 29 der Schaltkupplungen 22, 23. Bei der Bewegung des Stellglieds 38 von der erstenin die zweite Stellung federn daher zunächst nur die Federverbindungen 44, 45 ein. Dadurch istin der zweiten Stellung der Motorantrieb 2 von der Ausgangswelle 6 abgekuppelt, und die Pe¬dalantriebe 3, 4 wirken über die Freiläufe 14, 15 auf die Ausgangswelle 6. Die Pedale 5 könnenin Vorwärtsrichtung getreten werden, um das Wasserfahrzeug nach vorne anzutreiben, beimRückwärtstreten kommen die Freiläufe 14, 15 zum Einsatz.
[0030] In der dritten, in Fig. 4 gezeigten rechten Stellung der Stelleinrichtung 37 ist die ersteFederverbindung 43 - um den Axialverschiebeweg der Schaltkupplung 8 zu begrenzen unddadurch ihren Einbauraum zu verringern - eingefedert, was die Schaltkupplung 8 des Motoran¬triebs weiterhin offenhält. Darüber hinaus erzeugt die Federverbindung 43 eine spürbare Feder¬kraft beim Versetzen des Steuerglieds 38 von der zweiten in die dritte Stellung, um das Errei¬chen dieser dritten Stellung für den Benutzer deutlich wahrnehmbar zu machen. Die zweitenFederverbindungen 44, 45 wurden nun soweit angespannt, dass sie die Kräfte der Vorspannfe¬dern 28, 29 der Schaltkupplungen 22, 23 überwunden und diese geschlossen werden. Dadurchsind die Wellen 16, 17 nun starr mit den Hohlrädern 20, 21 gekuppelt, d.h. die Freiläufe 14, 15außer Kraft gesetzt, und die Pedalantriebe 3, 4 in beiden Drehrichtungen drehfest mit der Aus¬gangswelle 6 gekuppelt.
[0031] Die Pedale 5 können nun in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung getreten werden, um dieAusgangswelle 6 und damit das Wasserfahrzeug sowohl vorwärts als auch rückwärts durchMuskelkraft antreiben zu können. Der Motorantrieb 2 ist in dieser dritten Stellung weiterhinausgekuppelt, sodass ein unbeabsichtigtes Einschalten des Motors keine Rückwirkung auf diestarr eingekuppelten Pedale 5 hat, was sonst den Benützer gefährden könnte.
[0032] Die dritte Stellung (Fig. 4) wird von der eingekuppelten Motorstellung (Fig. 2) nur überden Zwischenweg der zweiten Stellung (Fig. 3) erreicht, was zusätzliche Sicherheit vor einemunbeabsichtigten Einlegen dieser Stellung bietet.
[0033] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondernumfasst alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüchefallen.
Claims (5)
- Patentansprüche 1. Kombinierter Motor- und Pedalantrieb für ein Fahrzeug, insbesondere Wasserfahrzeug, miteiner gemeinsamen Ausgangswelle für den Motor- und den Pedalantrieb, wobei der Motor¬antrieb (2) über zumindest eine erste Schaltkupplung (8) und der Pedalantrieb (3, 4) überzumindest einen Freilauf (14, 15) und eine diesem parallele zweite Schaltkupplung (22, 23)auf die Ausgangswelle (6) wirkt, und wobei eine Stelleinrichtung (37) für die Schaltkupp¬lungen (8, 22, 23) vorgesehen ist, welche drei Stellungen besitzt, und zwar eine erste Stel¬lung, in der die erste Schaltkupplung (8) geschlossen und die zweite Schaltkupplung (22,23) geöffnet ist, eine zweite Stellung, in der die erste und die zweite Schaltkupplung (8, 22,23) geöffnet sind, und eine dritte Stellung, in der die erste Schaltkupplung (8) geöffnet unddie zweite Schaltkupplung (22, 23) geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieStelleinrichtung (37) ein mechanisch verstellbares Steuerglied (38) aufweist, das über eineerste Federverbindung (43) die erste Schaltkupplung (8) steuert, wobei die erste Federver¬bindung (43) bei der Verstellung des Steuergliedes (38) von der ersten in die zweite Stel¬lung die erste Schaltkupplung (8) öffnet und bei der Verstellung von der zweiten in die dritteStellung die erste Schaltkupplung (8) unter Einfedern der Federverbindung (43) offenhält.
- 2. Kombinierter Motor- und Pedalantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassdie Stelleinrichtung (37) ein mechanisch verstellbares Steuerglied (38) aufweist, das übereine zweite Federverbindung (44, 45) die zweite Schaltkupplung (22, 23) steuert, wobei diezweite Federverbindung (44, 45) bei der Verstellung des Steuergliedes (38) von der erstenin die zweite Stellung gegen die Kraft einer die zweite Schaltkupplung (22, 23) in Öffnungs¬richtung vorspannenden Vorspannfeder (28, 29) einfedert und bei der Verstellung von derzweiten in die dritte Stellung die Kraft der Vorspannfeder (28, 29) überwindet und die zwei¬te Schaltkupplung (22, 23) schließt.
- 3. Kombinierter Motor- und Pedalantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dasszwei Pedalantriebe (3, 4) mit jeweils einem Freilauf (14, 15) und einer zweiten Schaltkupp¬lung (22, 23) vorgesehen sind und das Stellglied (38) einen zweiarmigen Hebel (46) lagert,an dessen Enden jeweils eine zweite Federverbindung (44, 45) zur Steuerung einer zwei¬ten Schaltkupplung (22, 23) angelenkt ist.
- 4. Kombinierter Motor- und Pedalantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge¬kennzeichnet, dass das Steuerglied (38) mittels einer lösbaren Klinke (39) in seinen dreiStellungen verrastbar ist.
- 5. Kombinierter Motor- und Pedalantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge¬kennzeichnet, dass der Freilauf (14, 15) eine Welle (16, 17) als Abtrieb und ein mit dieserunidirektional gekuppeltes Hohlrad (20, 21) für den Pedalantrieb (3, 4) umfasst und diezweite Schaltkupplung (22, 23) eine Klauenscheibenkupplung ist, deren eine Klauenschei¬be (24, 25) drehfest mit der Welle (16, 17) und deren andere Klauenscheibe (26, 27) dreh¬fest mit dem Hohlrad (20, 21) verbunden ist. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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