AT511614B1 - Arbeitstischanordnung - Google Patents
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- AT511614B1 AT511614B1 AT13202011A AT13202011A AT511614B1 AT 511614 B1 AT511614 B1 AT 511614B1 AT 13202011 A AT13202011 A AT 13202011A AT 13202011 A AT13202011 A AT 13202011A AT 511614 B1 AT511614 B1 AT 511614B1
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Abstract
Die Erfindung betrifft, eine Arbeitstischanordnung, insbesondere für den Einsatz in einem Großraumbüro, umfassend einen Sockel (2) mit einer senkrechten Tragstruktur (3), an welcher auf jeder Seite zumindest jeweils eine, bevorzugt jeweils zwei, Tischplatte(n) befestigt ist/sind. Die jeweilige Tischplatte weist einen ersten Abschnitt (4) auf, welcher fest mit der Tragstruktur (3) verbunden ist, und welcher eine Tiefe aufweist, die ausreichend für die Lagerung von einem Flachbildschirm (9) und/oder einer Tischlampe (8) ist. Im ersten Abschnitt (4) sind Durchgänge und Aufnahmen zur Führung und Halterung von Kabeln angeordnet. Es ist ein zweiter Abschnitt (5) vorgesehen, der gelenkig mit dem ersten Abschnitt (4) verbunden ist und in einer ersten Endlage mit dem ersten Abschnitt (4) eine gemeinsame Tischoberfläche ausbildet und in einer zweiten Endlage im Wesentlichen senkrecht nach oben geklappt ist, wodurch der erste Abschnitt (4) sowie die darauf gelagerten Gegenstände verdeckt sind.
Description
österreichisches Patentamt AT 511 614 B1 2013-01-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Arbeitstischanordnung, insbesondere für den Einsatz in einem Großraumbüro, umfassend einen Sockel mit einer senkrechten Tragstrukur, an welcher auf jeder Seite zumindest jeweils eine, bevorzugt jeweils zwei, Tischplatte (n) befestigt ist/sind.
[0002] In heutigen Großraumbüros ist eine der dominierenden Anordnungen der Arbeitsplätze jene, bei welcher eine Insel von zumeist vier Arbeitsplätzen zueinandergerichtet aufgestellt ist, wobei hinter jedem Arbeitsplatz Stauraum in Form von Regalen oder Aktenschränken vorhanden ist, der gleichzeitig als optische Trennwand zur nächsten Insel von Arbeitsplätzen dient. Aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre in Richtung papierloses Büro und aufgrund neuer Strukturen in der Organisation von Arbeiten ist es ein Erfordernis, die Arbeitsplätze flexibler zu gestalten.
[0003] In vielen Bereichen gibt es immer weniger fixe Arbeitsplätze sondern einen Bedarf an variablen Arbeitsplätzen, Räumen für kurzfristige Meetings und Präsentationen, Ruhezonen, Seminarräume usw. Die bestehenden Lösungen mit fixen Arbeitsplatzinseln werden den neuen Anforderungen nur schwer gerecht, da jeder Arbeitsplatz fest installiert ist und nicht im Arbeitsalltag flexibel verändert werden kann. Die Aufteilung in oben beschriebene Inseln kostet sehr viel Raumfläche, was sich direkt auf die Kosten für den Betrieb eines Großraumbüros auswirkt. Wenn man zusätzlich noch Konferenzräume, Ruhezonen und dergleichen vorsehen will, dann steigt der Platzbedarf gleich um ein Vielfaches an. Tatsache ist, dass bei größeren Büros so gut wie nie alle Arbeitsplätze zugleich benutzt werden. Ein Teil der Mitarbeiter ist beispielsweise im Außendienst, auf Schulungen oder auf Urlaub. Bei festen Arbeitsplätzen entsteht so ein permanenter Anteil an ungenutztem Raum.
[0004] Es ist somit eine Aufgabe der Erfindung, eine Arbeitsplatzanordnung zu schaffen, welche es ermöglicht, die Raumaufteilung in einem Großraumbüro effizienter zu gestalten und die zusätzlich flexibel veränderbar ist, um ungenutzten Raum nutzbar zu machen, bzw. um geänderten Anforderung an die Räumlichkeiten gerecht zu werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die jeweilige Tischplatte einer eingangs genannten Arbeitstischanordnung einen ersten Abschnitt, aufweist, welcher fest mit der Tragstruktur verbunden ist und eine Tiefe aufweist, die ausreichend für die Lagerung eines Flachbildschirms und/oder einer Tischlampe, ist, und wobei im ersten Abschnitt Durchgänge und Aufnahmen zur Führung und Halterung von Kabeln angeordnet sind, und dass ein zweiter Abschnitt vorgesehen ist, der gelenkig mit dem ersten Abschnitt verbunden ist und in einer ersten Endlage mit dem ersten Abschnitt eine gemeinsame Tischoberfläche ausbildet und in einer zweiten Endlage im Wesentlichen senkrecht nach oben geklappt ist, wodurch der erste Abschnitt sowie die darauf gelagerten Gegenstände verdeckt sind. Diese Anordnung ermöglicht es, den jeweiligen Arbeitsbereich flexibel zu nutzen, wobei jeder Arbeitsplatz entweder als solcher genutzt werden kann oder aber hochgeklappt: werden kann, wodurch der entsprechende Raum für andere Nutzungsswecke frei wird. Zusätzlich ermöglicht ein derartiger Arbeitsplatz eine einfache und schnelle Reinigung, was weitere Kosten einspart.
[0006] Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist es, dass am ersten Abschnitt ein Trägerarm vorgesehen ist, welcher zur Halterung eines Flachbildschirms und einer Tischlampe dient, und wobei ein Vorsprung des Trägerarms als Abstandshalter für den zweiten Abschnitt in seiner hochgeklappten Endlage dient. Dies ist von Vorteil für die wachsende Zahl an Arbeitsplätzen, bei denen der betreffende Mitarbeiter mit einem tragbaren Computer ausgestattet ist und seine Arbeit an unterschiedlichen Orten ausübt. Er benötigt keinen fixen Arbeitsplatz im Büro, sondern nimmt sich einen freien Platz bei Bedarf und kann dann seinen Computer mit dem fest installierten Bildschirm verbinden. Eine ebenfalls an dem Träger angeordnete Tischlampe sorgt für die ausreichende Beleuchtung. Beim Hochklappen der Tischplatte verschwinden Bildschirm und Lampe vollständig hinter der Tischplatte. Bei entsprechend robuster Ausführung des Trägers dient dieser auch gleichzeitig als Endanschlag für die Tischplatte in der hochgeklappten Position. 1 /4 österreichisches Patentamt AT511614B1 2013-01-15 [0007] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorgesehen, dass auf der Unterseite des zweiten Abschnitts sowie gegebenenfalls am Sockel und an der Tragstruktur Lärmschutzelemente angebracht sind. Ein wichtiges Thema bei Großraumbüros ist der Lärmschutz, damit ein effizientes Arbeiten in möglichst ruhiger Umgebung sichergestellt ist. In großen Räumen mit vielen Menschen entsteht schnell Lärm, welcher durch entsprechende Lärmschutzvorkehrungen abgemildert werden muss. Durch das Vorsehen von Lärmschutzelementen an der erfindungsgemäßen Arbeitstischanordnung kann die Anordnung gleichzeitig als Lärmschutzelement dienen, wenn die Tischplatte hochgeklappt ist. Dies spart ebenfalls Platz und Kosten für andernfalls zusätzlich aufzustellende Trennwände und Lärmschutzelemente.
[0008] Als ein weiteres erfindungsgemäßes Merkmal ist es vorgesehen, dass im Sockel ausziehbare Sitzelemente angeordnet sind. Die Flexibilität der Arbeitstischanordnung kann dadurch weiter erhöht werden, da bei hochgeklappter Tischplatte und ausgezogenen Sitzelementen auf einfache Art und Weise beispielsweise eine Ruhezone bereitgestellt werden kann.
[0009] Weiters ist es ein Merkmal der Erfindung, eine Anordnung mehrerer erfindungsgemäßer Arbeitstischanordnungen zu schaffen, bei welcher jeweils zwei Arbeitstischanordnungen parallel zueinander aufgestellt werden, sodass zwischen den beiden Arbeitstischanordnungen ein Freiraum gebildet wird, welcher entweder als Bereich für mehrere Arbeitsplätze nutzbar ist, wenn die jeweils zweiten Abschnitte in ihrer ersten Endlage angeordnet sind, oder aber als abgetrennte Zone für Meetings, als Ruhezone oder dergleichen nutzbar ist, wenn die jeweiligen zweiten Abschnitte in ihrer zweiten Endlage sind. Gegenüber der herkömmlichen Anordnung von Arbeitsplatzinseln mit Trennwänden hinter dem jeweiligen Arbeitsplatz befindet sich die Trennung hier zwischen den gegenüberliegenden Tischplatten. Eventueller Stauraum wird links und rechts der Arbeitstischanordnung angeordnet. Dadurch wird bereits einiges an Bürofläche gegenüber den bekannten Anordnungen eingespart. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Raum zwischen zwei Arbeitstischanordnungen einfach auf unterschiedliche Anforderungen adaptiert werden kann. Bei einer möglichen Standardkonfiguration mit heruntergeklappten Tischplatten weist ein Bereich zwischen zwei Arbeitstischanordnungen beispielsweise vier Arbeitsplätze auf. Bei hochgeklappten Tischplatten entsteht ein abgetrennter Raum, wobei die hochgeklappten Tischplatten als Trennwand, Lärmschutz oder auch als Projektionsfläche für Präsentationen dienen können. Der gewonnen Raum kann für Meetings, Schulungen, als Ruhezone usw. verwendet werden, ohne dass große Umbauten notwendig sind.
[0010] Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Arbeitstischanordnung.
[0011] Figur 1 zeigt eine Arbeitstischanordnung 1 mit einem Sockel 2 und einer Tragstruktur 3. An der Tragstruktur 3 sind Tischplatten befestigt, wobei jeweils erste Abschnitte 4 der Tischplatten fest mit der Tragstruktur 3 verbunden sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist auf jedem ersten Abschnitt 4 ein Trägerarm 1 montiert, welcher einen Flachbildschirm 9 und eine Tischlampe 8 trägt. Strom und Datenkabel werden durch den ersten Abschnitt 4 durchgeführt und können in entsprechenden Kabelkanälen unter dem ersten Abschnitt 4 oder auch in der Tragstruktur 3 oder dem Sockel 2 geführt werden.
[0012] Gelenkig mit den ersten Abschnitten 4 sind jeweils zweite Ab-schnitte 5 verbunden. Im heruntergeklappten Zustand bilden erste 4 und zweite Abschnitte 5 die jeweilige Tischplatte eines Arbeitsplatzes. Im hochgeklappten Zustand verdecken die zweiten Abschnitte 5 den Trägerarm 7 mit der Tischlampe 8 und dem Flachbildschirm 9 und geben dadurch mehr Raum frei. An der Unterseite der zweiten Abschnitte 5 können Lärmschutzelemente 6 vorgesehen sein. Lärmschutzelemente können auch an der Tragstruktur 3 und dem Sockel 2 angebracht werden, um den Lärmschutz weiter zu verbessern. 2/4
Claims (5)
- österreichisches Patentamt AT511614B1 2013-01-15 Patentansprüche 1. Arbeitstischanordnung, insbesondere für den Einsatz in einem Großraumbüro, umfassend einen Sockel (2) mit einer senkrechten Tragstruktur (3), an welcher auf jeder Seite zumindest jeweils eine, bevorzugt jeweils zwei, Tischplatte(n) befestigt ist/sind, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Tischplatte einen ersten Abschnitt (4) aufweist, welcher fest mit der Tragstruktur (3) verbunden ist und eine Tiefe aufweist, die ausreichend für die Lagerung von einem Flachbildschirm (9) und/oder einer Tischlampe (8) ist, und wobei im ersten Abschnitt (4) Durchgänge und Aufnahmen zur Führung und Halterung von Kabeln angeordnet sind, und dass ein zweiter Abschnitt (5) vorgesehen ist, der gelenkig mit dem ersten Abschnitt (4) verbunden ist und in einer ersten Endlage mit dem ersten Abschnitt (4) eine gemeinsame Tischoberfläche ausbildet und in einer zweiten Endlage im Wesentlichen senkrecht nach oben geklappt ist, wodurch der erste Abschnitt (4) sowie die darauf gelagerten Gegenstände verdeckt sind.
- 2. Arbeitstischanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Abschnitt (4) ein Trägerarm (7) vorgesehen ist, welcher zur Halterung eines Flachbildschirms (9) und einer Tischlampe (8) dient, und wobei ein Vorsprung des Trägerarms (7) als Abstandshalter für den zweiten Abschnitt (5) in seiner hochgeklappten Endlage dient.
- 3. Arbeitstischanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite des zweiten Abschnitts (5), sowie gegebenenfalls am Sockel (2) und an der Tragstruktur (3), Lärmschutzelemente (6) angebracht sind.
- 4. Arbeitstischanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Sockel (2) ausziehbare und/oder ausklappbare Sitzelemente angeordnet sind.
- 5. Anordnung mehrerer Arbeitstischanordnungen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Arbeitstischanordnungen (1) parallel zueinander aufgestellt werden, sodass zwischen den beiden Arbeitstischanordnungen (1) ein Freiraum gebildet wird. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 3/4
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| AT13202011A AT511614B1 (de) | 2011-09-14 | 2011-09-14 | Arbeitstischanordnung |
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