AT512013A2 - Brennvorrichtung insbesondere zum Verbrennen von Ethanol - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbrennen von Kohlenwasserstoffflüssigkeiten, insbesondere Ethanol, bestehend aus einem Brenner (2), wobei der Brenner (2) im Wesentlichen eine Verdampfereinrichtung (6) umfasst die eine Verbrennungszone (4) mit dem Feuer (25) bildet. Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass die Verdampfereinrichtung (6) zusätzlich eine Düseneinrichtung (21) umfasst, die auf der zur Verbrennungszone (4) hinweisenden Seite angeordnet ist und auf ihrem Umfang Einlassschlitze (22) umfasst.
Description
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Brennvorrichtung insbesondere zum Verbrennen von Ethanol
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brennvorrichtung zum Verbrennen von Kohlenwasserstoffflüssigkeiten, insbesondere Ethanol.
Stand der Technik
Zum Verbrennen von Brennstoffen sind Brenneinrichtungen, im nachfolgenden kurz „Brenner" genannt, bekannt. Sie werden insbesondere als Kaminersatz in Wohnungen verwendet. Dabei bestehen die Brenner üblicherweise aus einem Behälter, der den in flüssiger Form erhältlichen Brennstoff, beispielsweise Ethanol, aufnimmt und zur Verbrennung bereithält. Der Brenner selbst weist eine Verbrennungszone auf, innerhalb der der Brennstoff mit einer entsprechenden Flammenbildung verbrennt.
Diese Art von Brenner benötigt keinen Rauchabzug zum Abführen von Rauchgasen, wie es beispielsweise bei Holzheizvorrichtungen bekannt ist. Durch Verbrennen von Ethanol werden die Abgasprodukte weitgehend auf Kohlendioxid und Wasserdampf beschränkt. Der Brenner dient somit hauptsächlich zu optischen und Wohlfühlzwecken, kann aber je nach Auslegung auch als Wärmequelle dienen.
So ist beispielsweise aus der DE 10 107 065 A ein solcher Brenner bekannt.
Auch aus der DE 20 2008 006 061 ist ein Brenner als Kamineinsatz beschrieben.
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Der Behälter zur Bevorratung des Brennstoffes weist eine Verdampfereinrichtung auf, die den zur Verbrennung vorgesehenen Brennstoff in Richtung der Verbrennungszone fördert. Die Grösse der Verbrennungszone und damit auch die Grösse der Flamme, kann durch entsprechende Schieber geregelt werden. Die 5 Verdampfereinrichtung ist bei diesem Ausführungsbeispiel trichterförmig ausgebildet und erstreckt sich in den Behälter mit der Ethanolflüssigkeit. Die Verdampfereinrichtung weist auf ihrer flächenartigen Ausgestaltung Schlitze beziehungsweise Öffnungen auf, die es erlauben, dass aufgrund der innerhalb des Behälters entstandenen Wärme Ethanol verdampft und in Richtung der 10 Verbrennungszone steigt. Dort entzündet sich der Dampf und eine Flamme entsteht. Die Flamme ist in der Regel hinsichtlich ihrer Abmessungen kleiner als die bereitgestellte Öffnung.
Auch aus der DE 10 2007 038 995 ist ein Brenner bekannt, der vorsieht, flüssige 15 Brennstoffe in einem Behälter aufzunehmen. Eine Verbrennungszone ist vorgesehen, die in fluidmässigem Kontakt mit dem Behälter zur Aufnahme des Brennstoffes steht. Eine Verdampfereinrichtung erstreckt sich von der Verbrennungszone in den Behälter hinein. Diese ist derart ausgebildet, dass sie aus zwei zueinander im Abstand angeordneten plattenartigen Elementen besteht, die 20 auf ihrer Oberfläche Schlitze aufweisen. Ein poröser Körper ist vorgesehen, der den Brennstoff aus dem Behälter zur Bevorratung des Brennstoffes in Richtung der Verbrennungszone transportiert. Dieser ist innerhalb der plattenartigen Elemente der Verdampfereinrichtung angeordnet. Dabei übernimmt dieser Körper die Funktion eines Dochtes, derart, dass ein gleichmässiger und regelmässiger 25 Transport in Richtung der Verbrennungszone erfolgt. Durch entsprechende kapillare Wirkung innerhalb des porösen Körpers wird der Brennstoff an die Oberseite des porösen Körpers transportiert und verdampft dort. In der Verbrennungszone entzündet sich dieser und ergibt eine gleichmässige Flammenstruktur, da ein kontinuierliches Fördern des Ethanols aus dem Behälter 30 durch dieses poröse wie ein Docht wirkende Material gegeben ist. Deshalb ist auch dieser Körper unmittelbar unterhalb der Verbrennungszone angeordnet. Zusätzlich können Dämpfe und Gase aus dem Vorratsbehälter ebenfalls aufsteigen - 3- und an dem porösen Körper vorbei zur Fiammenöffnung gelangen. Auch diese entzünden sich in der Verbrennungszone. Schieber sehen vor, die bereitgestellte Öffnung in der Verbrennungszone zu verkleinern oder sogar zu verschliessen.
Aus der DE 10 2009 058 933 ist ebenfalls ein Brenner bekannt. Er weist einen Behälter auf, der zur Bevorratung des Brennstoffs dient. In den Behälter ragt eine Verdampfereinrichtung, die zumindest teilweise mit Brennstoff benetzt ist. Die Verdampfereinrichtung weist an ihrem Umfang Öffnungen beziehungsweise Schlitze auf, durch die der Brennstoff sowohl im flüssigen als auch im gasförmigen Zustand hindurchdringen kann. So gelangt dieser von ausserhalb der Verdampfereinrichtung, durch die Schlitze und steigt innerhalb der Verdampfereinrichtung nach oben in die Verbrennungszone. Um zu vermeiden, dass bei unsachgemässer Behandlung, nämlich durch Umfallen des Brenners, Brennstoff aus dem Behälter ausläuft, ist in der Verbrennungszone ein poröser Körper angeordnet, der fluiddicht innerhalb der Verdampfereinrichtung angeordnet ist. Gasförmiger Brennstoff gelangt durch den porösen Stoff, der flüssige Anteil wird zurückgehalten. Der eingelassene Körper im Bereich der Verbrennungszone hat damit die Aufgabe, flüssigen Brennstoff vor dem Austritt aus dem Behälter abzuhalten und den gasförmigen Anteil in die Verbrennungszone abzugeben.
Nachteile des Standes der Technik
Die bekannten Feuerstellen haben auch den Nachteil, dass das austretende Feuer in dem Bereich der Verbrennungszone eher Kerzen- oder Fackelcharakter hat und nicht einen solchen, wie es an sich natürliche Kaminbrennstellen auf weisen.
Zudem erwartet der Verbraucher von offenen Brennstellen, eher wildes Feuer und dass dieses mit Geräuschen, wie Knistern, Knacksen oder ähnlichem verbunden ist. Dies ist ebenfalls nicht gegeben, da insbesondere durch die porösen Schaummaterialien innerhalb oder unterhalb der Verbrennungszone eher ein gleichmässiges Abbrennen des verdampften Brennstoffs gefördert wird. Durch den porösen Stoff werden die entstehenden Geräusche unterdrückt. Dieser wirkt daher -4- vergleichbar mit einer Schalldämmung. Der typische Charakter einer offenen Brennstelle, wie es bekannt ist, wenn Holzstücke verbrennen, ist damit nicht gegeben.
Die aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen sind nicht für den Einsatz in der Gastronomie geeignet, da sie nicht über die notwendigen Schutzvorkehrungen, wie Schutz der Verbrennungszone, Schutz vor Regen oder Wind beziehungsweise Sturm und damit verbunden Funkenflug.
Aufgabe der Erfindung
Damit ist es Aufgabe der Erfindung, einen Brenner bereitzustellen, mittels dem Kohlenwasserstoffflüssigkeiten verbrannt werden können und dabei eine mit der Verbrennung von Holz vergleichbare Flamme mit den damit verbundenen Geräuschen entsteht. Lösung der Aufgabe
Die Lösung der Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 bereitgestellt.
Vorteile der Erfindung
Ein sehr lebhaftes Flammbild wird durch die Art der Konstruktion des Brenners erreicht. Dadurch entsteht ein Flammencharakter, wie er nur an sich von Lagerfeuern oder geschlossenen Kaminbrennstellen bekannt ist.
Aufgrund einer speziellen Konstruktion wird eine entsprechende Verwirbelungen der Strömung des für die Verbrennung notwendigen Sauerstoffs und des verdampften Brennstoffs innerhalb der Verbrennungszone erreicht, die die eigentlich ruhige Flamme eines Feuers dieser Art dem entsprechend optisch aufwertet und einen deutlich größeren und lebhaften wilden Eindruck hinterlässt.
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Durch das Überstülpen eines Glaszylinders wird dieser Eindruck noch weiter verstärkt. Wird der Glaszylinder derart mit dem Brenner verbunden, so dass ausschließlich Sauerstoff über die über der Verbrennungszone angeordnete Öffnung gelangt, so wird der wilde Eindruck des Feuers abermals verstärkt. Eine 5 sehr wilde lebhafte Form des Feuers mit den entsprechenden Geräuschen entsteht. Der Eindruck hinsichtlich der Flammenausbildung, der bisher von den Brennern, die mit Ethanol betrieben werden, bekannt ist, kann hier nicht mehr erkannt werden. Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf den Glaszylinder. Vielmehr ist eine Vorrichtung vorgesehen, die die Eigenschaft aufweist, zum einen 10 durchsichtig zu sein, um den Blick auf die Verbrennungszone zu bieten und zum anderen die Sauerstoffzufuhr zu regeln sowie vor wetterbedingten Einflüssen den Brennvorgang zumindest teilweise zu schützen.
Zudem besteht der Vorteil der technischen Ausbildung des Brenners darin, dass 15 aus dem aus der DIN-Norm 4734-1 geforderten maximal möglichen Durchsatz von 0,5 Liter/h Brennstoff bei Zimmertemperatur den maximalen optischen Effekt erzielt werden kann.
Die Vorrichtung besteht somit im Wesentlichen aus dem eigentlichen Brenner, der 20 wiederum mindestens eine Verdampfereinrichtung umfasst, die zumindest teilweise in dem Vorratsbehälter angeordnet ist. In dem Vorratsbehälter wird der Brennstoff bevorratet.
Vorteilhafterweise ist der Vorratsbehälter von einem Sicherheitsbehälter umgeben, 25 wobei der Sicherheitsbehälter vorzugsweise in einem definierten Abstand zum Vorratsbehälter angeordnet ist. Der Sicherheitsbehälter umgibt schalenartig den Vorratsbehälter und weist unter anderem die Eigenschaft auf, Brennstoff, der ungewollt aus dem Vorratsbehalter austritt, aufzunehmen. 30 Die Verbrennungszone ist derart ausgebildet, dass sie zum einen aus der
Verdampfereinrichtung und eine über der Verdampfereinrichtung angeordnete Düseneinrichtung besteht. Die Verdampfereinrichtung ist bei einem
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Ausführungsbeispiel zylinderförmig ausgebildet. Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt. Vielmehr ist auch eine Verdampfereinrichtung in länglicher Form vorstellbar, wobei beispielsweise zwei Plattenelemente parallel zueinander im Abstand zueinander angeordnet sind. Diese können auch miteinander verbunden 5 sein. Sinn der Verdampfereinrichtung ist es, dass der ausserhalb der
Verdampfereinrichtung bevorratete Brennstoff durch Einlassöffnungen in den Innenraum des Verdampfers gelangt und hier aufgrund der Verbrennungszone dann in den dampfförmigen Zustand übergeht und durch die vorhandene hohe Temperatur entzündet. Die Verdampfereinrichtung weist an ihrem Umfang mehrere 10 Brennstoffeinlassöffnungen auf. Diese Brennstoffeinlassöffnungen dienen dazu, dass der Brennstoff, der innerhalb des Bevorratungsbehälters bevorratet wird, durch die Brennstoffeinlassöffnung in den Innenraum treten kann. Über der Verdampfereinrichtung ist die Düseneinrichtung angeordnet. Sie ist 15 vorzugsweise in ihrem Durchmesser grösser ausgebildet als die
Verdampfereinrichtung und weist ebenfalls auf ihrem Umfang angeordnete Einlassöffnungen auf. Die Düseneinrichtung umfasst ferner einen die Düseneinrichtung umgreifenden Steuerring, wobei der Steuerring ebenfalls Einlassöffnungen aufweist. 20
Die Düseneinrichtung befindet sich im montierten Zustand oberhalb der Füllebene des Brennstoffs. Dies bedeutet, dass durch die Einlassöffnungen Brennstoff in gasförmigen Zustand in die Verbrennungszone gelangt. Da die eigentliche Flammenbreite aber durch die Verdampfereinrichtung bestimmt ist, ist diese auch 25 im Bereich der Düseneinrichtung so bemessen. Doch aufgrund des Eintretens von gasförmigen Brennstoffs in diese Verbrennungszone schlägt die Flamme fraktalartig, das heisst zufällig, mal durch die eine Einlassöffnung mal durch eine andere und erzeugt so kurzzeitig eine breitere Flamme. Da diese Zündungen willkürlich entstehen, bewegt sich die an sich ruhige Flamme erheblich und erhält 30 so ihren wilden einzigartigen Charakter. - 7 - - 7 - iPrinted*· 102012/50431
Der Steuerring, der die Düseneinrichtung umgibt, ist gegenüber dieser relativ positionierbar. In Abhängigkeit davon, ob die Düseneinrichtung rund oder eckig ausgebildet ist, ist der Steuerring dreh- oder verschiebbar.
Der Steuerring weist an seinem Umfang beziehungsweise seiner Aussenfläche 5 ebenfalls Einlassöffnungen auf. Je nach Position sind diese mit den
Einlassöffnungen der Düseneinrichtung in Deckung zu bringen oder es werden die Einlassöffnungen der Düseneinrichtung abgedeckt. Ist der Steuerring derart positioniert, dass die Einlassöffnungen der Düseneinrichtung geschlossen sind, so wird das zufällige Zünden des verdampfenden Brennstoffs in diesem Bereich 10 verringert oder sogar unterdrückt. Es entsteht ein ruhigeres Flammverhalten. Wird dagegen der Steuerring derart positioniert, dass die Einlassöffnungen der Düseneinrichtung geöffnet sind, so entstehen viele Zündungen, die ein wildes Flammverhalten herbeiführen. 15 Die Einlassöffnungen von Düseneinrichtung und Steuerring können besonders ausgebildet sein, derart, dass in definierten Stellungen beispielsweise nur jede zweite Einlassöffnung abgedeckt ist oder dass jede Einlassöffnung der Düseneinrichtung nur zur Hälfte geöffnet ist. Insbesondere hat sich hierfür eine in Draufsicht ausgebildete „P" Form bewährt, wohingegen die Gegenseite ein auf 20 dem Kopf stehendes „P" aufweist. Dadurch ist es möglich, die Einlassöffnungen auch nur zur Hälfte abzudecken.
Um zu vermeiden, dass die Zündungen derart sich ausbilden, dass sie innerhalb des Behälters für den Brennstoff stattfinden, ist erfindungsgemäss vorgesehen, 25 den Behälter für den Brennstoff zumindest teilweise mit einem Füllmaterial auszukleiden. Als Füllmaterial kann beispielsweise wotlenartig ausgestalteter Edelstahl verwendet werden. Das Füllmaterial hat unter anderem die Aufgabe, die Fläche wesentlich zu vergrössern, so dass eine späneartige Ausbildung geeignet erscheint. Diese Ausbildung des Edelstahls kann entweder in gleichmässiger 30 Dichte oder in unterschiedlicher Dichte innerhalb des Behälters verlegt werden. Dabei ist das Füllmaterial derart zu positionieren, dass es ausserhalb der Verdampfereinrichtung und ausserhalb der Düseneinrichtung zur Anlage kommt. - 8-
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Innerhalb der Verbrennungszone ist ebenfalls kein Füllmaterial vorhanden. Bei einem gefüllten Behälter ist das Füllmaterial zumindest teilweise mit Brennstoff benetzt. Aufgrund der durch den Brenner entstehenden Wärme wird diese auf das Füllmaterial übertragen und fördert so eine effizientere Verdampfung. Die Anordnung des Füllmaterials im Bereich der Düseneinrichtung bewirkt, dass keine Zündungen ausserhalb der Düseneinrichtung und damit innerhalb des Behälters für den Brennstoff und oberhalb der Füllstandsfläche des Brennstoffs stattfinden. Vorzugsweise ist das Füllmaterial auch hier dichter gepackt.
Durch die entstehenden Zündungen werden Geräusche verursacht. Diese werden durch die Konstruktion des Brenners sogar noch verstärkt, da der Brenner als Resonanzkörper fungiert. Durch die unterschiedlichen Packungsdichten des Füllmaterials kann eine definierte Akustik bereitgestellt werden, die einem natürlichen Feuer mit Holzstücken sehr nahe kommt.
Ferner ist durch Versuche festgestellt worden, dass sich das Flammverhalten noch erheblich ändert und wilder wird, wenn Sauerstoff nur von oben zur Verbrennungszone gelangt. Vorteilhaft weise wird dies durch einen Glaszylinder erreicht, der um den Brenner angeordnet ist. Dieser Glaszylinder ist derart ausgestaltet, dass dieser nahezu luftdicht die Verbrennungszone abschliesst und sich von dieser und damit auch von dem Brenner weg erstreckt. Erst nach einem weiten Abstand ist der Glaszylinder offen, so dass zum einen Sauerstoff hierin eindringen kann und die Wärme, die durch den Verbrennungsprozess entsteht, entweichen kann.
Vorzugsweise ist der Glaszylinder zwischen dem Behälter für den Brennstoff und dem Sicherheitsbehälter, der den Behälter für den Brennstoff in einem Abstand umschliesst, angeordnet und mit Fixierungsmitteln befestigt.
Um zu verhindern, dass auch Regen in den Flammenbereich gelangt, kann an dem Glaszylinder oder an dem Brenner oder an dem Behälter für den Brennstoff oder an dem Sicherheitsbehälter im Abstand zu der oberen von der Verbrennungszone - 9 - wegweisenden Seite des Glaszylinders ein Dachelement angeordnet sein. Dieses Dachelement besteht mindestens aus einem scheibenartigen Element, das die Öffnung des Glaszylinders abdeckt. Vorteilhafterweise sind dies zwei scheibenartige Elemente, die in einem Abstand zueinander angeordnet sind. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass das nach aussen weisende Element nicht der Flamme des Brenners ausgesetzt ist und daher nicht heiss wird. Somit kann das Dachelement durchaus berührt werden. Somit eignet sich diese Ausführungsform insbesondere für den öffentlichen Bereich, beispielsweise in der Gastronomie.
Um eine effiziente Anbringung des Dachelements zu gewährleisten, wird vorzugsweise vorgeschlagen, das Dachelement auf stabartigen Stützen zu befestigen. Diese stabartigen Stützen sind zum einen auf dem Rand des Sicherheitsbehälters und auf der anderen Seite an dem Dachelement angeordnet. Die Befestigung ist vorzugsweise mit Magnetelementen vorgesehen.
Die Bedienung des Schiebers ist ebenfalls über einen Stabmagnet denkbar, so dass Verbrennungen an der Hand ausgeschlossen sind. Dabei bildet das Stabmagnet mit einem mit dem Schieber verbundenen Bedienelement ein Formschluss und wird vorzugsweise zusätzlich magnetisch fixiert. Ein an dem Stabmagnet angeordneter mechanischer Schiebestab bewirkt ein Abstossen des Stabmagneten von dem Bedienelement, so dass auch ein einfaches Entfernen des Stabmagneten wieder möglich ist.
Die Verwendung des Sicherheitsbehälters, der den eigentlichen Behälter für den Brennstoff und damit den Brenner umgibt, führt zu einem weiteren Vorteil. Der eigentliche Brenner wird von dem Sicherheitsbehälter aufgenommen und weist Mittel auf, die den Brenner im Abstand von dem Sicherheitsbehälter halten. So wird vermieden, dass Wärme, die durch den Brennvorgang an dem Brenner entsteht, an den Sicherheitsbehälter abgegeben wird. Dies bringt wiederum den Vorteil mit sich, dass der Brenner mit dem Sicherheitsbehälter in Gegenstände, wie beispielsweise ein Möbel eingebaut werden kann. Zudem ist der - 10 -
Sicherheitsbehälter derart bemessen, dass er Brennstoffflüssigkeit, die beim ungewollten Anstossen aus dem Brenner heraustritt, aufnehmen kann.
Der erfindungsgemässe Brenner besteht somit aus sehr wenigen Bauteilen und zeichnet sich dadurch aus, dass er insbesondere einen technisch sehr einfachen Aufbau aufweist und dennoch die entsprechende Sicherheit mit sich bringt und den Feuer Charakter eines natürlichen Feuers erzeugt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Zeichnungen hervor.
Zeichnungen
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung einschliesslich des Brenners und eines Sicherheitsbehälters mit einem Glaszylinder in Explosionsdarstellung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem Deckelelement;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung gemäss Fig. 2, jedoch gegenüber Fig. 2 in Explosionsdarstellung;
Fig. 4 einen Schnitt durch die in Figuren 2 und 3 dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung;
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Teils der erfindungsgemässen
Vorrichtung gemäss der Figuren 1 und 4, nämlich der Verdampfereinrichtung, der Düseneinrichtung sowie des Steuerrings. - 11 -
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In den Figuren 1 bis 5 sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung 1 dargestellt. Die beiden Ausführungsbeispiele unterscheiden sich dadurch, dass das weitere Ausführungsbeispiel ein Deckelelement angeordnet hat. Daher wird in der nachfolgenden Beschreibung immer auf alle Figuren 1 bis 5 Bezug genommen, da die technische Ausgestaltung beider Ausführungsbeispiele identisch ist.
In den Figuren 1 bis 5 ist die erfindungsgemässe Vorrichtung 1 dargestellt. Sie umfasst im Wesentlichen einen Brenner 2, der aus einem Vorratsbehälter 3 zur Aufnahme eines Brennstoffes 5 besteht und aus einer Vorrichtung, die eine Verbrennungszone 4 bereitstellt. Der Brennstoff 5 ist, wie in Fig. 4 dargestellt, innerhalb des Vorratsbehälters 3 angeordnet und weist in der Regel einen maximalen Füllstand 24 auf. In der Verbrennungszone 4 entsteht ein Feuer 25, das sich über die gesamte Breite des Brenners 2 erstrecken kann.
Der Brenner 2 besteht neben dem Vorratsbehälter 3 aus der Verdampfereinrichtung 6. Diese ist im montierten Zustand innerhalb des Vorratsbehälters 3 vorzugsweise mittig angeordnet und weist auf seinem Umfang Brennstoffeinlassöffnungen 11 auf. Diese dienen dazu, den Brennstoff 5, der innerhalb des Vorratsbehälters 3 angeordnet ist, in den Bereich der Verdampfereinrichtung 6 zu führen.
An der Verdampfereinrichtung 6 schliesst sich eine Düseneinrichtung 21 an. Diese ist in ihrem Durchmesser derart bemessen, dass sie bezogen auf ihren Durchmesser grösser ist, als der Durchmesser der Verdampfereinrichtung 6. Ferner weist die Düseneinrichtung 21 auf ihrem Umfang angeordnete Einlassöffnungen 22 auf. Die Düseneinrichtung 21 und die Verdampfereinrichtung 6 sind stirnseitig miteinander verbunden. Zusätzlich weist die Düseneinrichtung 21 nicht nur auf dem Umfang angeordnete Einlassöffnungen auf, sondern auch stirnseitig Einlassschlitze 26. - 12 -
Der Steuerring 19 ist derart ausgebildet, dass er im montierten Zustand die Düseneinrichtung 21 vollständig umgibt. Der Steuerring 19 weist auf seinem Umfang ebenfalls Einlassöffnungen 23 auf, die in gewissen Stellungen mit den Einlassöffnungen 22 der Düseneinrichtung in Deckung bringbar sind. Der Steuerring 19 weist auch auf seiner Stirnseite Einlassschlitze 27 des Steuerrings 19 mit den Einlassschlitzen 26 der Düseneinrichtung 21 ebenfalls in Deckung bringbar.
Ferner weist der Steuerring 19 einen Schieber 28 auf, der in einer Ausnehmung 29, die auf Seiten der Düseneinrichtung 21 angeordnet sind, eingreift und dort mit einem Bedienelement 30 zusammenwirkt. Dadurch wird bewirkt, dass der Steuerring 19 in und entgegen der Drehrichtung 18 bewegt wird.
Der Vorratsbehälter 3 wird von einem Sicherheitsbehälter 7 umgeben. Dieser ist derart bemessen, dass zwischen dem Vorratsbehälter 3 und dem Sicherheitsbehälter 7 ein Zwischenraum 31 entsteht. Dieser Zwischenraum 31 ist derart bemessen, dass zumindest ein Teil des möglicherweise unfreiwillig austretenden Brennstoffes aus dem Vorratsbehälter aufgenommen werden kann. Zusätzlich dient dieser Zwischenraum 31 dazu, einen Glaszylinder 8 aufzunehmen. Dieser Glaszylinder 8 ist ebenfalls rotationssymmetrisch ausgebildet und wird, so wie beispielsweise in Fig. 4 dargestellt, genau in den Zwischenraum 31 positioniert und dort über eine Fixiervorrichtung 9 an dem Sicherheitsbehälter 7 gehalten. Aufgrund dessen, dass der Glaszylinder 8 in den Zwischenraum 31 hineingeführt ist, entsteht im Bereich der Verbrennungszone 4 die Eigenschaft, dass ausschliesslich Sauerstoff von oben, das heisst durch die eine Öffnung des Glaszylinders 8, eintritt.
Ferner ist vorgesehen, dass die Brenner 2 von einem Dekorationsring 32 umgeben sind. Dieser Dekorationsring 32 ist ein Gestaltungselement, das sich der entsprechenden Umgebung anpassen kann. - 13-
Zusätzlich ist ein Abschlussdeckel 33 vorgesehen, das zur Verschliessung der Verbrennungszone 4 dient. Dieses weist einen Halter 34 auf, das vorzugsweise mit einem besonderen Hilfsmittel greifbar ist.
Die Weiterbildung sieht vor, wie in den Figuren 2, 3 und 4 dargestellt, dass Stützelemente 13 vorgesehen sind, die ein Deckelelement 14 aufnehmen. Das Deckelelement 14 besteht aus einem ersten Teil 14a und einem weiteren Teil 14b, wobei die beiden Teile im Abstand zueinander angeordnet sind. Dadurch wird vermieden, dass der obere Teil 14b des Deckelelementes 14 so heiss wird, dass er nicht mehr berührt werden kann. Die Stützelemente 13 sind derart angeordnet, dass ein Spalt 15 gebildet ist, durch den beispielsweise Sauerstoff in die Verbrennungszone eintreten kann.
Innerhalb des Vorratsbehälters 3 ist in den Zeichnungen nicht dargestellt, Füllmaterial vorgesehen. Dieses Füllmaterial ist vorzugsweise Edelstahlwolle und wird in den gesamten Vorratsbehälter in unterschiedlichen Dichten verpackt. Das Füllmaterial erstreckt sich insbesondere auch oberhalb des Füllstandes 24 und ist insbesondere im Bereich der Düseneinrichtung 21 dichter verpackt. Dadurch wird vermieden, dass durch entsprechende Zündungen, die im Bereich der Einlassöffnungen entstehen, ein Funkenüberschlag in dem Vorratsbehälter 3 geschieht.
Funktionsweise
Der Vorratsbehälter 3 wird bis zur entsprechenden in Fig. 4 dargestellten Höhe mit Brennstoff 5 gefüllt. Der Füllstand 24 ist so hoch, dass er unterhalb der Düseneinrichtung 21 ist. Durch die entsprechende Zündung entsteht innerhalb der Verdampfereinrichtung 6 in der Verbrennungszone ein Feuer 25. Aufgrund der dabei entstehenden Wärme verdampft immer mehr Brennstoff 5 im Bereich der Verdampfereinrichtung 6. Der gasförmige Brennstoff gelangt auch in den Bereich der Düseneinrichtung 21. Auch dort gelangt gasförmiger Brennstoff durch die entsprechenden Einlassöffnungen 22 in die Verbrennungszone 4 und zündet in - 14- diesem Bereich. Aufgrund fraktalartigen Zündung in diesem Düsenbereich entsteht ein sehr wildes Feuer 25. Die Form des Feuers 25 kann durch die Einstellung an dem Bedienelement 30 des Schiebers 28 vollzogen werden.
Das zusätzliche Vorsehen einer Düseneinrichtung 21 in Verbindung mit einer bekannten Verdampfereinrichtung bewirkt, dass zusätzlich gasförmiger Brennstoff durch die Einlassöffnung in die Verbrennungszone 4 gelangen. Aufgrund der dort entstehenden Wärme durch das entsprechende Feuer, finden über den Umfang verteilt fraktalartig, das heisst zufällig ausgebildete Zündungen statt Diese Zündungen sind kleine Explosionen, die das Feuer in Bewegung setzen. Aufgrund der im Umfang unregelmässigen Zündungen entsteht der entsprechend wilde Charakter.
Ist das Feuer 25 gänzlich zu löschen, so genügt es, dass ein Abschlussdeckel 33 im Bereich der Verbrennungszone 4 auf die Verdampfereinrichtung 6 beziehungsweise Düseneinrichtung 21 gesetzt wird.
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BEZUGSZEICHENLISTE 5 Brennvorrichtung insbesondere zum Verbrennen von Ethanol 10 15 20 25 30 35 1. Vorrichtung 2. Brenner 3. Vorratsbehälter 4. Verbrennungszone 5. Brennstoff 6. Verdampfereinrichtung 7. Sicherheitsbehälter 8. Glaszylinder 9. Fixiervorrichtung10. 11. Brennstoffeinlassöffnung der Verdampfereinrichtung12. 13. Stützelement 14. Deckelelement 14 a Teil des Deckelelement 14 b weiterer Teil des Deckelelement 15. Spalt 16. 17. 18. Drehrichtung 19. Steuerring20. 21. Düseneinrichtung 22. Einlassöffnung der Düseneinrichtung 23. Einlassöffnung des Steuerring 24. Füllstand 25. Feuer 26. Einlassschlitze der Düseneinrichtung 27. Einlassschlitze 28. Schieber 29. Ausnehmung 30. Bedienmittel 31. Zwischenraum 32. Dekorationsring 33. Abschlussdeckel 34. Halter 40
Claims (9)
- - 1 - NSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Verbrennen von Kohlenwasserstoffflüssigkeiten, insbesondere Ethanol, bestehend aus einem Brenner (2), wobei der Brenner (2) im Wesentlichen eine Verdampfereinrichtung (6) umfasst die eine Verbrennungszone (4) mit dem Feuer (25} bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampfereinrichtung (6) zusätzlich eine Düseneinrichtung (21) umfasst, die auf der zur Verbrennungszone (4) hinweisenden Seite angeordnet ist und auf ihrem Umfang Einlassschlitze (22) umfasst.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düseneinrichtung (21) in den Abmessungen grösser bemessen ist, als die Verdampfereinrichtung (6).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düseneinrichtung (21) zusätzlich einen die Düseneinrichtung (21) umfassenden Steuerring (19) aufweist, der auf seinem Umfang ebenfalls Einlassöffnungen (23) aufweist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Behälters (3) zur Bevorratung des Brennstoffes (5) Füllmaterial derart angeordnet ist, dass es außerhalb der Verdampfereinrichtung (6) angeordnet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial innerhalb des Vorratsbehälters (3) unterschiedliche Dichten aufweist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllmaterial Edelstahlspäne sind.10 2012/50431 - 2 -
- 7. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Glaszylinder (8) vorgesehen ist, der im montierten Zustand an dem Vorratsbehälter (3) ansetzt.
- 8. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) zur Bevorratung des Brennstoffes (5) von einem Sicherheitsbehälter (7) zumindest teilweise umgeben wird.
- 9. Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen Deckelelement (14) auf weist, das im Wesentlichen aus einem oder mehreren Stützelementen (13) besteht, an dessen freien Ende mindestens zwei Teile (14a) und (14b) eines Deckelelementes (14) angeordnet sind, die in einem Abstand zueinander fixiert sind.
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