AT512164B1 - Hilfsvorrichtung für eine oberfräse - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Hilfsvorrichtung für eine Oberfräse (6) mit einer Aufnahme (5) für die Oberfräse (6) und mit einer Führung für die Aufnahme (5) beschrieben, wobei die Führung eine Führungsschiene (1) mit einem entlang der Führungsschiene (1) verfahrbaren Schlitten (2) und ein quer zur Führungsschiene (1) im Schlitten (2) verschiebbar gelagertes Gestell (3) aufweist, das auf einer Seite der Führungsschiene (1) einen Kopierfühler (4) und auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsschiene (1) die Aufnahme (5) für die Oberfräse (6) aufweist. Um vorteilhafte Arbeitsbedingungen sicherzustellen, wird vorgeschlagen, dass das Verschiebelager für das Gestell (3) um 180° schwenkverstellbar auf dem Schlitten (2) gelagert ist.
Description
österreichisches Patentamt AT512164B1 2013-06-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Hilfsvorrichtung für eine Oberfräse mit einer Aufnahme für die Oberfräse und mit einer Führung für die Aufnahme, wobei die Führung eine Führungsschiene mit einem entlang der Führungsschiene verfahrbaren Schlitten und ein quer zur Führungsschiene im Schlitten verschiebbar gelagertes Gestell aufweist, das auf einer Seite der Führungsschiene einen Kopierfühler und auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsschiene die Aufnahme für die Oberfräse aufweist.
[0002] Oberfräsen sind im Allgemeinen elektrisch betriebene Werkzeuge, die von Hand ausgeführt werden. Um eine genauere Führung solcher elektrischer Handwerkzeuge zu ermöglichen, sind Hilfsvorrichtungen bekannt, die das Handwerkzeug aufnehmen und beispielsweise mit einem am Werkstück abzustützenden Führungslineal versehen sind. Mit solchen Hilfsvorrichtungen können die Werkzeuge nur in vorgegebenen Richtungen bewegt werden, nicht aber entlang von vorgegebenen Randverläufen, beispielsweise eines baumkantigen Bretts, das mit weiteren Brettern zu einer Platte oder Tafel gefügt werden soll. Da die Holzmaserung im Wesentlichen der Baumkante folgt, ergeben sich bei einer zur Baumkante parallelen Besäumung der Bretter Leimfugen, die aufgrund der gleichlaufenden Maserungen kaum in Erscheinung treten. Abgesehen davon kann der Abfall minimiert werden.
[0003] Um Holzwerkstücke entlang einer durch eine Schablone vorgegebenen Linie bearbeiten zu können, ist es bereits bekannt (US 3 942 566 A), einen entlang einer Führungsschiene verfahrbaren Schlitten vorzusehen, auf den ein quer zur Führungsschiene verschiebbares Gestell gelagert ist, das auf einer Seite der Führungsschiene einen Kopierfühler und auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsschiene ein Fräswerkzeug trägt, sodass die Bearbeitung des Werkstücks entlang einer durch eine Schablone vorgegebenen Linie möglich wird, wenn der Kopierfühler an die Schablone angedrückt und mit dem Schlitten entlang der Schablone verfahren wird. Diese bekannten Kopierfräsen eignen sich allerdings nur bedingt zum Besäumen von Brettern entsprechend dem Baumkantenverlauf, weil hierfür die Bretter beidseitig besäumt werden müssen, was nur durch ein aufwendiges Umspannen der Bretter ermöglicht werden kann.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Hilfsvorrichtung für eine Oberfräse insbesondere zum Besäumen baumkantiger Bretter zu schaffen, ohne eine aufwendige Schablonenführung vorsehen oder die Bretter umspannen zu müssen.
[0005] Ausgehend von einer Hilfsvorrichtung der eingangs geschilderten Art, löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Verschiebelager für das Gestell um 180° schwenkverstellbar auf dem Schlitten gelagert ist.
[0006] Durch das Verschwenken des Verschiebelagers für das Gestell um 180° kann die jeweils besäumte Längskante eines frästechnisch gespannten Bretts als Schablone für ein an diese Fräskante anzusetzendes Brett vorteilhaft genützt werden. Zu diesem Zweck braucht ja lediglich das Gestell mit dem Fühler auf dem einen Ende und der Oberfräse auf dem anderen Ende um 180° verschwenkt zu werden, damit der Kopierfühler an die vorausgehend gefräste Brettkante angestellt werden kann, wenn der Schlitten in seiner Verschiebeführung verfahren wird. Es bedarf daher keines Umspannens der Bretter, weil jeweils die besäumte Baumkante des zuletzt bearbeiteten Bretts als Kopierschablone für ein weiteres Brett benützt werden kann, ohne dieses zuletzt bearbeitete Brett umspannen zu müssen. Beim Verfahren des Schlittens entlang der Führungsschiene wird der Kopierfühler an die besäumte Kante eines baumkantigen Bretts angedrückt und daher das Gestell gegenüber dem Schlitten entsprechend der Abweichung der besäumten Baumkante von einem zur Führungsschiene parallelen, geraden Verlauf mit der Wirkung verlagert, das ein von der Oberfräse zu besäumendes Brett entsprechend dem Kantenverlauf des bereits besäumten Bretts gefräst wird.
[0007] Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn das Gestell zwei parallele, je für sich verschiebbar im Schlitten gelagerte Führungsstangen umfasst, die die Aufnahme für die entlang der Führungsstangen verstellbare Oberfräse darstellen. Die beiden 1 /5 österreichisches Patentamt AT 512 164 B1 2013-06-15 Führungsstangen des Gestells ermöglichen eine einfache verdrehungs- und verkantungssichere Führung des Gestells und erlauben eine vorteilhafte Verlagerung der Oberfräse entlang der Führungsstangen, um die Oberfräse an das zu bearbeitende Brett anstellen zu können. Zur Führung entlang eines Werkstücks weisen die Oberfräsen häufig zwei parallele Gleithülsen zur verstellbaren Aufnahme eines Führungslineals auf. Mit Hilfe der an der Oberfräse vorgesehenen Gleithülsen kann somit die Oberfräse ohne konstruktiven Mehraufwand entlang der Führungsstangen des Gestells verlagert werden.
[0008] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen [0009] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Hilfsvorrichtung für eine Oberfräse in einer schemati schen Draufsicht und [0010] Fig. 2 diese Hilfsvorrichtung in einem Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 in einem größeren Maßstab.
[0011] Die dargestellte Hilfsvorrichtung weist eine Führungsschiene 1 für einen Schlitten 2 auf, in dem ein Gestell 3 quer zur Führungsschiene 1 verschiebbar gelagert ist. Dieses Gestell 3 ist auf einer Seite der Führungsschiene 1 mit einem Kopierfühler 4 beispielsweise in Form wenigstens einer Tastrolle und auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsschiene 1 mit einer Aufnahme 5 für eine Oberfräse 6 versehen. Das Gestell 3 selbst weist zwei Führungsstangen 7 auf, die in Lagerhülsen 8 des Schlittens 2 verschiebbar gelagert sind und die Aufnahme 5 für die Oberfräse 6 bilden. Die Oberfräse 6 ist in an sich bekannter Weise mit zwei Gleithülsen 9 versehen, die üblicherweise zur verstellbaren Aufnahme eines Führungslineals dienen, im vorliegenden Fall aber vorteilhaft zur verstellbaren Lagerung der Oberfräse 6 auf den Führungsstangen 7 des Gestells 3 genützt werden können.
[0012] Die Lagerhülsen 8 des Schlittens 2 sind auf einer um eine Achse 10 um 180° ver-schwenkbaren Grundplatte 11 angeordnet, sodass im Bedarfsfall das Gestell 3 um 180° verlagert werden kann, wobei die Aufnahme 5 für die Oberfräse 6 und der Kopierfühler 4 jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsschiene 1 zu liegen kommen. Zum Feststellen der jeweiligen Arbeitsstellung der Grundplatte 11 ist ein mit entsprechenden Rastausnehmungen zusammenwirkender Sicherungsstift 12 vorgesehen.
[0013] Wie insbesondere aus der Fig. 1 hervorgeht, kann ein baumkantiges, bereits besäumtes Brett 13 als Kopierschablone für ein entsprechend zu besäumendes Brett 14 dienen, das auf der bezüglich der Führungsschiene 1 gegenüberliegenden Seite frästechnisch niedergespannt wird, was aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist. Zum Fräsen der Baumkante dieses Bretts 14 wird das Gestell 3 mit dem Kopierfühler 4 an die besäumte Baumkante 15 des Bretts 13 angestellt und die Aufnahme 5 für die Oberfräse 6 entlang der Führungsstangen 7 in die Arbeitsstellung bezüglich des zu bearbeitenden Bretts 14 verlagert. Durch ein Verschieben des Schlittens 2 entlang der Führungsschiene 1 kann somit das Brett 14 entsprechend der besäumten Baumkante 15 des Bretts 13 gefräst werden. Es ist lediglich darauf zu achten, dass der Kopierfühler 4 in Anlage an der besäumten Baumkante 15 des Bretts 13 gehalten wird, wenn das Gestell 3 nicht durch eine entsprechende Beaufschlagung an das Brett 13 selbständig angedrückt wird.
[0014] Nach der Besäumung des Bretts 14 kann deren besäumte Baumkante 16 als Kopierschablone für ein weiteres Brett dienen, das anstelle des Bretts 13 aufgespannt wird. Zur Bearbeitung dieses neuen Bretts ist das Gestell 3 um 180° um die Achse 10 zu verschwenken, bevor der Arbeitsvorgang in der beschriebenen Weise wiederholt werden kann. 2/5
Claims (2)
- österreichisches Patentamt AT512164B1 2013-06-15 Patentansprüche 1. Hilfsvorrichtung für eine Oberfräse (6) mit einer Aufnahme (5) für die Oberfräse (6) und mit einer Führung für die Aufnahme (5), wobei die Führung eine Führungsschiene (1) mit einem entlang der Führungsschiene (1) verfahrbaren Schlitten (2) und ein quer zur Führungsschiene (1) im Schlitten (2) verschiebbar gelagertes Gestell (3) aufweist, das auf einer Seite der Führungsschiene (1) einen Kopierfühler (4) und auf der gegenüberliegenden Seite der Führungsschiene (1) die Aufnahme (5) für die Oberfräse (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschiebelager für das Gestell (3) um 180° schwenkverstellbar auf dem Schlitten (2) gelagert ist.
- 2. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (3) zwei parallele, je für sich verschiebbar im Schlitten (2) gelagerte Führungsstangen (7) umfasst, die die Aufnahme (5) für die entlang der Führungsstangen verstellbare Oberfräse (6) darstellen. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
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| AT500342012A AT512164B1 (de) | 2012-02-17 | 2012-02-17 | Hilfsvorrichtung für eine oberfräse |
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| AT512164A4 AT512164A4 (de) | 2013-06-15 |
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3442309A (en) * | 1967-02-13 | 1969-05-06 | Thomas F Jentsch | Combination template,work support and guide for router |
| US3942566A (en) * | 1972-03-17 | 1976-03-09 | Maschinenfabrik Zuckermann Komm. Ges. | Apparatus for shaping a wooden workpiece according to a template configuration |
| US5562136A (en) * | 1994-11-30 | 1996-10-08 | Blackshear; Laton | Free floating router guide |
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2012
- 2012-02-17 AT AT500342012A patent/AT512164B1/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5562136A (en) * | 1994-11-30 | 1996-10-08 | Blackshear; Laton | Free floating router guide |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT512164A4 (de) | 2013-06-15 |
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