AT512230B1 - Poliermittel - Google Patents
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Abstract
Ein Poliermittel zum Polieren einer Oberfläche eines Metallbandes, dadurch gekennzeichnet, dass das Poliermittel eine wässrige Dispersion enthält, welche einen abrasiven Feststoff mit Partikelgrößen von 70-500 nm, insbesondere mit einer Partikelgröße von 120 nm aufweist, wobei die Dispersion als abrasiven Feststoff Eisenoxid enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Dispersion einen pH Wert von 0-1 aufweist.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Poliermittel zum Polieren einer Oberfläche eines Metallbandes,wobei das Poliermittel eine wässrige Dispersion enthält, welche einen abrasiven Feststoff mitPartikelgrößen von 70-500 nm, insbesondere mit einer Partikelgröße von 120 nm aufweist,wobei die Dispersion als abrasiven Feststoff Eisenoxid enthält. Darüber hinaus betrifft die Erfin¬dung Verfahren zum Polieren eines Metallbandes, wobei das Metallband in einem ersten Schrittmit einem Schleifmedium mit einer körnertragenden Struktur vorpoliert wird, in einem weiterenSchritt ein Poliermittel, enthaltend eine Dispersion, zwischen einem Poliermittelträger und derzu polierenden Oberfläche zur Feinpolitur aufgetragen wird, wobei die Dispersion einen ab¬rasiven Feststoff mit Partikelgrößen von 70-500 nm, insbesondere mit einer Partikelgröße von120 nm aufweist, wobei die Dispersion Eisenoxid enthält.
[0002] Die Dokumente W099/23189 A1, W02003031333A2, W02007074437A2, US2005109980 A1, US2005178070 A1 und die US2004197263 A1 betreffen Poliermittel, wel¬che als wässrige Dispersionen vorliegen und abrasive Feststoffe enthalten.
[0003] Üblicherweise kommen bei einem Polieren von Oberflächen von Metallbändern in einemersten Schritt Schleifmedien mit einer körnertragenden Struktur, wie z.B. Schleifpapiere, zumEinsatz. Mit diesen Schleifmedien werden die Metallbänder grob poliert. In einem weiterenSchritt werden üblicherweise Diamantdispersionen mit Partikeln die grösser als 1 μ sind, alsPoliermittel verwendet. Diese Dispersionen sind jedoch sehr kostspielig in der Anschaffung.Nachteilig ist hierbei, dass mit derartigen Dispersionen nur kleine Flächen poliert werden kön¬nen, wodurch sich der Polierprozess sehr aufwendig gestaltet. Es ist daher eine Aufgabe dervorliegenden Erfindung, ein Poliermittel zu finden, welches zum Polieren von großen Flächengeeignet ist, sowie den Poliervorgang zu vereinfachen und kostengünstiger zu gestalten.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Poliermittel der eingangs genannten Art erfindungsgemäßdadurch gelöst, dass die Dispersion einen pH Wert von 0-1 aufweist.
[0005] Die Erfindung ermöglicht auf einfache Weise das Polieren von großflächigen Bereichenvon Metallbändern, beispielsweise Stahlbändern. Auf Grund der verschiedenen Partikelgrößendes abrasiven Feststoffes in der wässrigen Dispersion kann eine gewünschte Reibung auf derOberfläche des Stahlbandes erzeugt werden. Dadurch können Rauheiten im nm-Bereich aus¬geglichen werden. Je nach Oberflächenbeschaffenheit können Partikelgrößen des abrassivenFeststoffes gewählt werden, die zu einem optimalen Ergebnis des Polierens des Metallbandesführen, wie z.B. eine Partikelgröße von 120 nm. Durch die kleineren Partikelgrößen kann einebessere Verteilung des Poliermittels auf dem Stahlband erfolgen und somit können größereFlächen behandelt werden. Die erfindungsgemäßen Dispersionen sind zudem wesentlich kos¬tengünstiger als die im Stand der Technik beschriebenen Diamantdispersionen.
[0006] Eine bevorzugte Variante der Erfindung besteht darin, dass das Poliermittel eine Disper¬sion mit Salpetersäure enthält. Diese Kombination aus Säure und Metalloxid lässt die Dispersi¬on im Gleichgewicht bleiben.
[0007] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung weist das Poliermittel einenFeststoffgehalt von 0,1 - 10%, bevorzugterweise 1 - 4 %, auf. An Hand des Feststoffgehalteskann die Reibung des Poliermittels auf der Bandoberfläche beeinflusst werden. Je nach Ober¬flächenbeschaffenheit des zu polierenden Bandes können Feststoffgehalte gewählt werden diezu einem optimalen Ergebnis des Polierens des Stahlbandes führen. Feststoffgehalte zwischen0,1 - 10% erzielen gute Ergebnisse. Feststoffgehalte von 1 - 4 % führen zu optimalen Ergebnis¬sen des Feinpolierens von Stahlbändern.
[0008] Die obengenannte Aufgabe lässt sich erfindungsgemäß auch durch ein Verfahren dereingangs genannten Art dadurch lösen, dass die aufgetragene Dispersion einen pH Wert von 0-1 aufweist [0009] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als Poliermittelträger einTuch und/oder ein Lappen und/oder ein Schwamm und/oder Papier und/oder eine Bürste ver¬ wendet wird. Dadurch wird eine große Flexibilität in der Auswahl der Poliermittelträger erreichtund somit der Einsatzbereich des Poliermittelträgers ausgeweitet.
[0010] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung werden im erfindungsgemä¬ßen Verfahren Poliermittel wie oben beschrieben eingesetzt.
[0011] Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert: [0012] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beispiele sind so zu verste¬hen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus umfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehen von der unteren Grenze 1 und deroberen Grenze 10 mitumfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit der unteren Gren¬ze 1 oder grösser und enden bei der oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7 oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5, bis 10.
[0013] Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren kann zu einem Polieren eines Metall¬bandes, dieses in einem ersten Schritt mit einem Schleifpapier mit körnertragender Strukturvorpoliert werden. Anschließend wird in einem zweiten Schritt das Metallband einer weiterenPolitur unterzogen, der sogenannten Feinpolitur. Diese Feinpolitur erfolgt mit einer Dispersiondie mindestens einen feinverteilten abrasiven Feststoff mit einer Partikelgröße zwischen 70 -500nm, bevorzugt jedoch 120 nm enthält. Als abrasive Partikel kommen bevorzugt Metalloxid-Partikel zum Einsatz. Beispielsweise können die abrasiven Partikel durch Eisenoxid und/oderandere Metalloxide, wie Kupferoxid, gebildet sein.
[0014] Darüber hinaus weist die Dispersion einen pH-Wert von 0-1 auf und enthält bevorzugtSalpetersäure.
[0015] Der Feststoffgehalt der Dispersion beträgt zwischen 0,1 % - 10 % bevorzugt jedochzwischen 1 % und 4 %.
[0016] Die Dispersion kann mittels eines Tuchs, als Poliermittelträger auf das Metallband aufge¬tragen werden. Durch, beispielsweise rotierende Bewegungen des Poliermittelträgers werdendie abrasiven Partikel des Poliermittels gegenüber der Oberfläche des Metallbandes bewegt,wodurch es zu einem Materialabtrag von der zu polierenden Oberfläche des Bandes kommt.
[0017] Das Ausführungsbeispiel beschreibt eine mögliche Ausführungsvariante der erfindungs¬gemäßen Lösung, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziellbeschriebene Ausführungsvariante derselben eingeschränkt ist.
Claims (6)
- Patentansprüche 1. Poliermittel zum Polieren einer Oberfläche eines Metallbandes, wobei das Poliermittel einewässrige Dispersion enthält, welche einen abrasiven Feststoff mit Partikelgrößen von 70-500 nm, insbesondere mit einer Partikelgröße von 120 nm aufweist, wobei die Dispersionals abrasiven Feststoff Eisenoxid enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Dispersioneinen pH Wert von 0-1 aufweist.
- 2. Poliermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dispersion Salpetersäu¬re enthält.
- 3. Poliermittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dasses einen Feststoffgehalt von 0,1 - 10 %, insbesondere 1 -4 %, aufweist.
- 4. Verfahren zum Polieren eines Metallbandes, wobei das Metallband in einem ersten Schrittmit einem Schleifmedium mit einer körnertragenden Struktur vorpoliert wird, in einem wei¬teren Schritt ein Poliermittel, enthaltend eine Dispersion, zwischen einem Poliermittelträgerund der zu polierenden Oberfläche zur Feinpolitur aufgetragen wird, wobei die Dispersioneinen abrasiven Feststoff mit Partikelgrößen von 70-500 nm, insbesondere mit einer Parti¬kelgröße von 120 nm aufweist, wobei die Dispersion Eisenoxid enthält, dadurch gekenn¬zeichnet dass die aufgetragene Dispersion einen pH Wert von 0 -1 aufweist.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass als Poliermittelträger ein Tuchund/oder ein Lappen und/oder ein Schwamm und/oder Papier und/oder eine Bürste ver¬wendet wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Poliermittel einPoliermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3 verwendet wird. Hierzu keine Zeichnungen
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| WO2018189239A1 (de) * | 2017-04-12 | 2018-10-18 | Berndorf Band Gmbh | Vorrichtung und verfahren zum polieren einer oberfläche |
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2011
- 2011-11-22 AT ATA1731/2011A patent/AT512230B1/de not_active IP Right Cessation
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| AT512230A1 (de) | 2013-06-15 |
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