AT512259A1 - Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel - Google Patents

Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel Download PDF

Info

Publication number
AT512259A1
AT512259A1 AT80262012A AT80262012A AT512259A1 AT 512259 A1 AT512259 A1 AT 512259A1 AT 80262012 A AT80262012 A AT 80262012A AT 80262012 A AT80262012 A AT 80262012A AT 512259 A1 AT512259 A1 AT 512259A1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
selenium
additive
additive according
mycotoxins
sulfite
Prior art date
Application number
AT80262012A
Other languages
English (en)
Other versions
AT512259B1 (de
Original Assignee
Erber Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erber Ag filed Critical Erber Ag
Priority to AT80262012A priority Critical patent/AT512259B1/de
Publication of AT512259A1 publication Critical patent/AT512259A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT512259B1 publication Critical patent/AT512259B1/de

Links

Landscapes

  • Fodder In General (AREA)

Abstract

Zusatzstoff für überwiegend aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen, wie Getreide, Mais, Gras, Lucerne oder dgl. beste hende Selen-haltige Futtermittel, enthaltend wenigstens ein anor-ganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz, wobei als anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz ein Alkali- oder Erdalka limetallsulfit und/oder ein Selen-haltiges Salz enthalten ist.

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Zusatzstoff für überwiegend aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen, wie Getreide, Mais, Gras, Lucerne oder dgl. bestehende Selen-haltige Futtermittel, enthaltend wenigstens ein anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz,
Zusatzstoffe für Futtermittel sind für die unterschiedlichsten .Einsatzzwecke bekannt und werden weit verbreitet verwendet, wie beispielsweise Zusatzstoffe, welche Mangelerscheinungen des Tieres während der Aufzucht hintanhalten sollen, wie Vitaminzubereitungen oder dgl., oder auch Zusatzstoffe, welche insbesondere die Leistungsfähigkeit erhöhen sollen, sowie schließlich Zusatzstoffe, welche für das Binden und/oder Unschädlichmachen von schädlichen Substanzen, welche häufig in Futtermitteln Vorkommen, insbesondere von überwiegend aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen bestehenden Futtermitteln vorhanden sind, wie Mykotoxine oder dgl., gedacht sind.
Zur Detoxifikation von Futtermitteln für Nutztiere sind hierbei einerseits verschiedenste Substanzen, auf welchen die auf bzw. in aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen, wie Getreide, Mais, Gras, Lucerne oder dgl. überwiegend bestehenden Futtermittel vorhandenen Mykotoxine adsorbiert bzw. angelagert werden, bekannt, wobei hier insbesondere Bentonite oder Zeolite zum Einsatz gelangen, welche aufgrund der Vielzahl von darin ausgebildeten Schichten, Kanälen und Poren eine extrem große, innere Oberfläche aufweisen, auf welcher große Mengen an schädlichen Substanzen adsorbiert werden können.
Schließlich ist es in den letzten Jahren gelungen spezifische Mikroorganismen aufzufinden, welche in der Lage sind, einzelne Mykotoxine, wie Deoxynivalenol enzymatisch abzubauen.
Ein weiterer Weg zur Entfernung von Mykotoxinen aus Futtermitteln ist der Einsatz von Hefen bzw. Hefebestandteilen, wie beispielsweise Hefezellwänden, an welchen Mykotoxine angelagert bzw. gebunden werden können und somit unschädlich gemacht werden können. - 2 -·· • »
Neben der Adsorption bzw. Anlagerung von Mykotoxinen an Oberflächen und dem enzymatischen Abbau von Mykotoxinen ist es jedoch auch möglich, Mykotoxine chemisch und/oder enzymatisch zu detoxifizieren, indem sie zu nicht toxischen Spalt- oder Reaktionsprodukten abgebaut oder umgewandelt werden.
In diesem Zusammenhang ist beispielsweise der DE 10 2008 002 013 Al zu entnehmen, dass mit Mykotoxinen kontaminierte, pflanzliche Ernteprodukte dadurch detoxifiziert werden können, dass sie mit einer Zubereitung enthaltend wenigstens eine von Schwefeldioxid abgeleitete Sauerstoffsäure oder deren Salze sowie ein Amin der Formel NH2R oder dessen Salze der Formel [NH3-R]+X" eingesetzt werden. Durch Einsatz einer derartigen Mischung gelingt es, Mykotoxine, insbesondere Trichothecene und/oder Zearalenone abzubauen und somit unschädlich zu machen.
Als nachteilig im Einsatz hat sich hierbei erwiesen, dass Kombinationen aus einer monosubstituierten Aminverbindung und einer von Schwefeldioxid abgeleitete Sauerstoffsäure oder deren Salze zum Einsatz gelangen müssen, um die auf dem Futtermittel vorhandenen bzw. vorliegenden Mykotoxine, insbesondere die Trichothecene, Aflatoxine und/oder Zearalenone abzubauen, was die Zusammensetzung des Futtermittels bzw. des Zusatzstoffs relativ komplex macht.
Nachteilig bei den bekannten Verfahren zum Entgiften von überwiegend aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen bestehenden Futtermitteln ist darüber hinaus weiters das Faktum, dass jede bis dato bekannte detoxifizierende Einzelsubstanz bzw. jeder ein-setzbare Mikroorganismus nur ein bzw. höchstens zwei verschiedene Mykotoxin-Familien zu entgiften bzw. zu binden vermochte und somit immer nur ein. ganz spezifischer Einsatz der einzusetzenden Substanzen bzw. Mikroorganismen möglich war.
Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, einen Zusatzstoff für überwiegend aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen, wie Getreide, Mais, Gras, Lucerne oder dgl. bestehendes Selenhaltiges Futtermittel zur Verfügung zu stellen, mit welchem es 3 - • ·· ·* 9 gelingt, eine Vielzahl von derartigen in Futtermitteln vorhandenen, schädlichen Bestandteilen, wie insbesondere Mykotoxine gleichzeitig abzubauen bzw, zu immobilisieren.
Gemäß der Erfindung ist der Zusatzstoff für ein überwiegend aus Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen bestehendes Futtermittel im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass als anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz ein Alkali- oder Erdalkalimetallsulfit und/oder eine Selen-haltiges Salz enthalten ist. Indem der Zusatzstoff so aufgebaut ist, dass als anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz ein Alkali- oder Erdalkalimetallsulfit eingesetzt wird und/oder ein Selen-haltiges Salz, gelingt es einerseits, nicht nur die bekannte, keimtötende Wirkung des Sulfits bzw. analoger oder ähnlicher Selen-haltiger Salze auszunützen, sondern es hat sich überraschender Weise gezeigt, dass der Einsatz von nur geringen Mengen an Alkali- und oder Erdalkalimetallsulfiten besonders günstig auf den Abbau von Mykotoxinen, insbesondere Mykotoxinen aus der Gruppe der Trichothecene bzw. Zearalenone wirkt. Es wird somit mit einer relativ geringen Menge an zugesetztem, anorganischen Alkali- oder Erdalkalimetallsulfit für den Abbau von vergleichsweise großen Mengen an Mykotoxinen das Auslangen gefunden, so dass nicht nur ein äußerst effizient wirkender Zusatzstoff, welcher überdies unmittelbar in fester Form eingesetzt werden kann, zur Verfügung gestellt wird, sondern auch der Einsatz des Zusatzstoffs in für den nachfolgenden Verzehr jedenfalls unschädlichen Mengen ausreichend erscheint. Verbesserte Ergebnisse werden beim Einsatz von Selen-haltigen Salzen erzielt, wobei angenommen wird, dass im vorliegenden Fall eine katalytische Wirkung durch den Selengehalt der eingesetzten Salze bzw. Verbindungen bewirkt wird.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist der Zusatzstoff so ausgebildet, dass ein Natrium-, Kalium-, Magnesium- und/oder Calciumsulfit enthalten ist. Der Einsatz von einem beliebigen, aus den oben genannten Sulfiten ist nicht nur ökonomisch günstig, sondern es sind diese Verbindungen aufgrund ihrer relativ guten Löslichkeit und Bearbeitbarkeit insbesondere bevorzugt. Darüber hinaus wirken die bevorzugten Sulfite zusätzlich als Reduktionsmittel, so dass gegebenenfalls weitere in dem auf Pflanzen bzw. Pflanzenbestandteilen beruhenden Futtermittel enthaltene, schädliche Substanzen unmittelbar zu nicht toxischen Substanzen reduziert werden können.
Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung entspricht, ist das anorganische Mykotoxine de-toxif.izierende Sulfit in einer Menge von 10 % bis 100 % in dem Zusatzstoff enthalten bzw. der Zusatzstoff besteht aus demselben, und es genügt, Mykotoxine und insbesondere Deoxynivalenol rasch und zuverlässig in Deoxynivalenolsulfonat, welches einen nicht toxischen Metaboliten darstellt, umzuwandeln bzw. Zearalenon zu detoxifizieren.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Zusatzstoff so ausgebildet, dass zusätzlich oder anstelle des Alkali- und/oder Erdalkalimetallsulfits als Selen-haltiges Salz wenigstens ein Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Calcium-Selenit in dem Zusatzstoff enthalten sind. Indem als Selen-haltiges Salz wenigstens ein Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Calciumselenit in dem Zusatzstoff enthalten ist, gelingt es einerseits, die Mykotoxine sicher und zuverlässig in ihre nicht toxischen Metaboliten abzubauen und andererseits gleichzeitig das wichtige Spurenelement Selen in ausreichenden Mengen zur Verfügung zu stellen, so dass insgesamt eine Leistungssteigerung bei den damit gefütterten Tieren, welche über den Summeneffekt von einer alleinigen Gabe von Selen oder einer Detoxifizierung der Mykotoxine hinausgeht, erzielt werden kann.
Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht, zusätzlich eine weitere Selen-haltige Verbindung, wie eine Selenhefe in dem Zusatzstoff enthalten ist, gelingt es insbesondere zusätzlich zu den vorteilhaften Wirkungen des Selens in dem Zusatzstoff, eine Hefe zur Verfügung zu stellen, an welcher Mykotoxine, wie beispielsweise Zearalenon adsor- 5 -· *· ···« « > ♦ ♦ ♦ • ···· ♦ ·+·# biert werden können, so dass eine noch vollständigere Detoxifi-zierung des mit dem Zusatzstoff behandelten Futtermittels erzielt werden kann.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist der Zusatzstoff so ausgebildet, dass Selen in einem Fertigfutter in einer Konzentration von höchstens 0,5 ppm, vorzugsweise höchstens 0,2 ppm vorliegt. Indem die Selenkonzentration auf ein Maximum von 0,5 ppm eingestellt wird, wird sichergestellt, dass einerseits das Spurenelement Selen in ausreichenden Mengen vorhanden ist, und andererseits übergroße Mengen, welche wiederum nachteilige Auswirkungen haben können, mit Sicherheit vermieden werden. Hierzu wird beispielsweise der Zusatzstoff so ausgebildet, dass Mischungen aus Alkali- oder Erdalkalimetallsulfiten und beispielsweise einer Selenhefe eingesetzt werden, wodurch ein zusätzlicher, bevorzugter Effekt dahingehend erzielt wird, dass die in dem Zusatzstoff enthaltene Hefe in an sich bekannter Weise gegebenenfalls weitere in dem Futtermittel enthaltene Mykotoxine binden und somit unschädlich machen kann. Für eine weitere Verbesserung der Anlagerung bzw. Adsorption von in Futtermitteln enthaltenen Mykotoxinen bzw. um zusätzlich auch verwertbare bzw. die Leistung von Tieren steigernde Substanzen dem Futtermittelzusatzstoff beizugeben, ist der erfindungsgemäße Zusatzstoff so weitergebildet, dass zusätzlich ein fester Träger gewählt aus einer oder mehreren Substanz(en), wie einem natürlich vorkommenden oder modifizierten Silikatmineral, wie Smektit, Montmorillonit, Saponit, Kaolinit, Vermiculit, Illit, Sepiolith, Attapulgit, Zeolith, Klinoptilolith und/oder silikat-mineral-haltige Verbindungen, wie Bentonit, Diatomeenerde und/oder Biopolymere, wie Chitosan oder Mannanoligosaccharide. enthalten sind. Hierbei gelingt es durch gezielte Auswahl von einem anorganischen Träger auf Silikatbasis überraschenderweise die durch Zusatz der Alkali- oder Erdalkalisulfite gebildeten Reaktionsprodukte von Deoxynivalenol sicher und zuverlässig zu adsorbieren und durch Auswahl von gegebenenfalls verwertbaren als
* ·♦ ···# »· · *· · · * · · · * · · · · « • · · · ····
* · · I A #·····* » mm ·
Träger einsetzbaren Biopolymere eine noch weitere Leistungssteigerung von Tieren zu erzielen, welchen der Zusatzstoff gemäß der vorliegenden Erfindung verfüttert wurde.
Indem, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung entspricht, der Zusatzstoff so ausgebildet ist, dass der feste Träger in einer Menge von 90 % bis 5 % des Zusatzstoffs enthalten ist, gelingt es, eine beliebige Anpassung des Zusatzstoffs an die beabsichtigten Zwecke sicherzustellen, wie beispielsweise an Fälle, in welchen zusätzlich zu einer effektiven Dekontamination von Mykotoxinen bzw. einem Abbau derselben auch ein bestimmter, gezielter Nährstoffgehalt zur Verfügung gestellt werden soll, einzustellen.
Um zusätzlich mit Sicherheit jede Kontamination mit Zearale-non, der mit dem Zusatzstoff gemäß der vorliegenden Erfindung versetzten Futtermittel mit Sicherheit hintanzuhalten, ist der Zusatzstoff bevorzugt so weitergebildet, dass zusätzlich selenfreie Hefen und/oder Hefezellwände oder Hefezellwandbestandteile enthalten sind. Indem zusätzlich Selen-freie Hefen und/oder Hefezellwände oder Hefezellwandbestandteile enthalten sind, gelingt nicht nur eine sichere Adsorption von Zearalonen sondern es wurde überraschender Weise neben der oben beschriebenen synergistischen Wirkung eine Bindung der gebildeten Abbauprodukte, insbesondere der Deoxynivalenol-Sulfonate erreicht, so dass noch eine weitere Leistungssteigerung der mit dem Futtermittelzusatz gemäß der Erfindung versorgten Tiere beobachtet werden kann.
Es hat sich hierbei als günstig erwiesen, dass, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht, die Selen-freien Hefen und/oder Hefezellwände oder Hefezellwandbestandteile einer Menge von 80 % bis 10 % enthalten sind, so dass die Adsorption der als Reaktionsprodukte gebildeten Deoxynivalenol-Sulfonate sichergestellt werden kann. Überraschender Weise hat es sich gezeigt, wenn die Erfindung bevorzugt so weitergebildet ist, dass der Zusatzstoff als anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz Natriumsulfit sowie zu- 7 *
sätzlich katalytische Mengen, insbesondere eine Konzentration von 2 bzw. 20 Gew.-% einer Selenhefe enthält, die Wirkung des anorganischen Mykotoxine detoxifizierenden Salzes deutlich verstärkt werden kann, was auf eine katalytische Wirkung der zugesetzten Selenhefe zurückgeführt wird, da in einem Endfuttermittel nach Abbau sämtlicher Mykotoxine nach wie vor eine nahezu unveränderte Konzentration an Selen nachgewiesen werden kann.
Ein insbesondere vollständiges Entfernen von Mykotoxinen, wie Deoxynivalenol, Aflatoxin und Zearalenon in Futtermitteln gelingt, wenn der Zusatzstoff bevorzugt so ausgebildet ist, dass er 25 bis 93 Gew.-% Natriumsulfit, 2 bis 20 Gew.-% Selen-Hefe sowie 5 bis 73 Gew.-% Bentonit als Träger enthält. Um sicherzustellen, dass eine gleichmäßige Detoxifizierung sämtlicher in einem Futtermittel möglicherweise enthaltener Mykotoxine gelingt, ist der Zusatzstoff bevorzugt so weitergebildet, dass er als homogenes, fein vermahlenes Pulver eingesetzt ist. Wenn ein derartiges fein vermahlenes Pulver unter das Futtermittel gemischt wird, wird sichergestellt, dass es gleichmäßig im gesamten Futtermittel die vorhandenen Mykotoxine entweder mittels Reduktion in unschädliche Bestandteile abbaut oder aber diese an der Oberfläche der weiteren in dem Zusatzstoff enthaltenen Adsorbentien adsorbiert werden und somit nicht mehr verstoffwechselt werden können. Überraschender Weise konnte gezeigt werden, dass, wie dies einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht, der Futtermittelzusatz zur Leistungssteigerung von Nutztieren eingesetzt werden kann. Hierbei wird die Leistungssteigerung einerseits auf die Detoxifizierung bzw. die Adsorption der auf dem Futtermittel vorhandenen Mykotoxine zurückgeführt und andererseits darauf, dass die zusätzlich in dem Futtermittelzusatz enthaltenen, gegebenenfalls verwertbaren Substanzen, wie Hefen und dgl. ebenfalls zu einer Leistungssteigerung beizutragen vermögen.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung wird der erfindungsgemäße Futtermittelzusatz zur Detoxifizierung von Trichothecenen, 8 « t * · * ·♦ »
• »f * • · Φ V
• Φ * · · • · insbesondere Deoxynivalenol und T2-Toxin, und/oder Zearalenon verwendet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Abbauversuchen mit verschiedenen Alkali- bzw. Erdalkalimetallsufiten sowie gegebenenfalls Selenhefen an mit Deoxynivalenol kontanimierten Mais durchgeführt.
In diesen wurde Maisschrot mit unterschiedlich natürlichen Wassergehalten und verschiedenen Ausgangskonzentrationen an Deoxynivalenol (DON) und Acetyldeoxynivalenol (AcDON) mit verschiedenen Konzentrationen an Alkali- bzw. Erdalkalimetallsulfit vermischt .
Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden Versuchen und Figuren dargestellt. In diesen zeigt
Fig. 1 ein Abbaudiagramm von Deoxynivalenol (DON) in Futtermitteln bei pH 4,5,
Fig. 2 ein analoges Abbaudiagramm von Deoxynivalenol in Futtermitteln bei pH 8,
Fig. 3 ein Diagramm der nach 1 h gebildeten Abbauprodukte von Deoxynivalenol in verschiedenen Proben mit 0,5 % Natriummeta-bisulfit,
Fig. 4 ein Diagramm der nach 2 h gebildeten Abbauprodukte von Deoxynivalenol in verschiedenen Proben mit 0,5 % Natriummeta-bisulfit,
Fig. 5 ein Diagramm der nach 1 h gebildeten Abbauprodukte von Deoxynivalenol in verschiedenen Proben mit 0,5 % Natriumsul-f it
Fig. 6 ein Diagramm der nach 2 h gebildeten Abbauprodukte von Deoxynivalenol in verschiedenen Proben mit 0,5 % Natriumsulfit.
Versuch 1
Maisschrot mit 6 % Wassergehalt, neutralen pH-Wert, 23,0 ppm DON und 3,1 ppm AcDON als Ausgangskonzentration sowie 1 % Na-Sulfit wurden nach einer Inkubationszeit von 24 h bei unterschiedlichen Temperaturen je zwei Mal vermessen. In Tabelle 1 ist er- < ·· * ·· ···· ·· · • · ·· · · · t ·· ί * ; .· · ··· .· ··;· *· **· ···· · «f·| ι sichtlich, dass bei Raumtemperatur (25 °C) innerhalb von 24 h eine Reduktion der Ausgangskonzentration von DON bzw. AcDON um 64 % bzw. 67 % erreicht werden kann, wohingegen bei Durchführung desselben Tests bei 60°C im Wesentlichen keine Änderung der Reduktion gegenüber Raumtemperatur ersehen werden kann. Im Einzelnen wurden hierbei bei zwei Wiederholungen Reduktionen von 63 Ir bzw. 75 % der Ausgangstoxine erzielt.
Tabelle 1 Räumtemp. Raumtemp. 60 °C 60°C Sulfitbehandlung (1 % Na-Sulfit) 67 64 63 75
Ein analoger Versuch (zwei Wiederholungen) wurde unter Zusatz von 1 % Natriumsulfit für eine längere Inkubationszeit durchgeführt, wobei, wie dies aus Tabelle 2 ersichtlich ist, nach einer Inkubationszeit von 48 Stunden bei Raumtemperatur (25 °C) eine Reduktion von 54 % bzw. 61 % erzielt wurde, wohingegen bei erhöhten Temperaturen von 60 °C eine Reduktion der Ausgangstoxin-konzentration von bis zu 83 % erzielt werden kann.
Tabelle 2
Raumtemp. Raumtemp. 60 °C 60°C Sulf i tbehandlung (1 % Na-Sulfit) 54 61 83 57
In einem weiteren Versuch wurde Maisschrot mit 13,5 % Wassergehalt und neutralem pH-Wert und einer Ausgangskonzentration von 14,8 ppm DON je zwei Mal einer Natriumsulfitbehandlung mit 0,2 % Natriumsulfit unterworfen, wobei sich zeigte, dass innerhalb der ersten 24 h eine Reduktion von 46 % erzielt werden konnte und dass bei einer längeren Lagerung des Maisschrots unter gleichbleibenden Bedingungen (wie Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit) bei 25 °C bis zu 7 Tage die Konzentration an DON reduziert wird, bis etwa 76 % der Ausgangstoxinkonzentration abgebaut wurden. 10 % ** *··· ·· ( «*·· ·
Tabelle 3 24 h 48 h 7 T Sulfitbehandlung (0,2 % Na-Sulfit 46 65 76
Schließlich wurde weiters Maisschrot mit 13,5 Wassergehalt und einer Ausgangskonzentration von 23,0 ppm DON je zwei Wiederholungen einer Behandlung mit 0,5 % Natriumsulfit sowie Selenhefe, wobei die Selenhefe 2000 ppm Selen enthält, unterworfen. Aus Tabelle 5 ergibt sich, dass bereits unmittelbar nach der Mischung des Maisschrots mit dem Futtermittelzusatz zwischen 67 % und 71 % der Ausgangskonzentration des in dem Futtermittelsatz enthaltenen DONs reduziert bzw. abgebaut war und dass danach 24 h der Wert im Wesentlichen konstant aufrecht erhalten wurde, woraus klar ein synergistischer Effekt zwischen dem Alkalimetallsulfit und der Selenhefe bzw. eine katalytische Wirkung der Selenhefe abgeleitet werden kann.
Tabelle 4 0,5 h 0,5 h 24 h 24 h 0,5 % Na-Sulfit 0,005 % Selenhefe 69 71 72 75
Schließlich wurde in einem Lagerversuch Ferkelfutter enthaltend 0,1 % Natriumsulfit bzw. 0,1 % Magnesiumsulfit in Bezug auf die Reduktion der Mykotoxinkonzentration untersucht. Wie dies aus Tabelle 6 entnehmbar ist, konnte mit Natriumsulfit deutlich bessere Ergebnisse, und zwar sowohl in Bezug auf die Deoxynivalenol (DON) als auch in Bezug auf Ac-DON als auch in Bezug auf Zearale-non (ZON) im Vergleich zu einer Behandlung mit Magnesiumsulfit erzielt werden.
Tabelle 5
DON Ac-DON ZON MT Konzentartion am Start [ppm] 34,159 1,206 0, 136 Na-Sulfit, 2 Tage 21,399 1,076 0,85 Mg-Sulfit, 2 Tage 30,071 1,034 0,95 Na-Sulfit, 5 Tage 19,525 0,502 0,90 Mg-Sulfit, 5 Tage 26,398 0,722 0,96
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass durch Zusatz geringer Mengen anorganischer Alkali- bzw. Erdalkalimetallsulfite sowie gegebenenfalls von Selen-haltigen Substanzen, wie Selenhefe eine deutliche Verringerung der Mykotoxinkonzentration in Futtermitteln erzielt werden kann, ohne dass weitere Zusatzstoffe bzw. künstliche Feuchtigkeit zugesetzt werden müssen.
Versuch 2
In einem in vitro-Versuch wurde versucht, mit Deoxynivalenol kontaminierte Futtermittelproben mit unterschiedlichen Zusatzstoffen bzw. Mischungen von Zusatzstoffen gemäß der Erfindung zu dekontaminieren.
Im Einzelnen wurden 10 g einer mit Deoxynivalenol belastete Futterprobe enthaltend Maisschrot in ein Probenröhrchen gefüllt und mit einer wässrigen 0,05 % Natriumsulfit Lösung mit einem pH-Wert von 4,5 versetzt. In Fig. 1 ist erkenntlich, dass nach 1 h etwa 13 % des enthaltenen Deoxynivalenols detoxifiziert waren und nach einer Zeit von mehr als 2 h etwa 16 % desselben. Wenn eine Probe, welche dieselbe Konzentration an Deoxynivalenol aufweist, mit einer Aufschlämmung enthaltend 0,05 % Natriumsulfit und 0,05 Gew.-% einer Selenhefe behandelt wird, sind nach l h etwa 20 % des Deoxynivalenols abgebaut und nach mehr als 2' h etwa 40 %. Analoge Versuche wurden jeweils unter Zusatz von 0,05 % Natriumsulfit und Natriumselenit, Natriumsulfit und EDTA, Natriumsulfit und Hefe, Natriumsulfit und Chitosan, Kalziumsulfit, Magnesiumsulfit durchgeführt. Die besten Ergebnisse werden hierbei neben der Kombination Natriumsulfit und Selenhefe mit Natriumsulfit und - 12
• · · « ·· *·· »ftt· * B|»*
Magnesiumsulfit erzielt, bei welchen bereits nach 1 h eine Reduktion von 40 % des in der Probe enthaltenen Deoxynivalenols beobachtet werden kann.
Ein analoger Versuch mit gleichen Konzentrationen an Deoxy-nivalenol, Natriumsulfit und den weiteren aufgeführten Zusatzstoffen wurde bei einem pH-Wert von 8 durchgeführt, wobei sich ergibt, dass insbesondere wenn der Zusatzstoff in einem neutralen bis leicht basischem Milieu zugefügt wird, ein extrem rascher Abbau des Deoxynivalenols beobachtet werden kann, wobei überraschenderweise im basischen Milieu die besten Ergebnisse mit Natriumsulfit und ETDA bzw. Natriumsulfit und Natriumselenit erzielt werden können, bei welchen, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, mit Natriumsulfit und ED TA eine 100 %ige chemische Umwandlung von Deoxynivalenol erzielt werden kann und mit Natriumsulfit und Natriumselenit nach 1 h bereits mehr als 90 % des Deoxynivalenols umgewandelt sind.
Aus Fig. 1 und 2 ergibt sich somit, dass, wie dies einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung entspricht, der Futtermittelzusatz direkt in das Futtermittel eingemischt werden kann und unmittelbar, ohne dass ein derartig versetztes Futtermittel von einem Tier auf genommen werden muss bzw. bevor es auf-genommen wird, eine Detoxifikation des Futtermittels stattfindet.
Versuch 3
Dieser Versuch zeigt einen Vergleich der Abbaufähigkeit zwischen Natriumsulfit und dem im Stand der Technik bereits verwendeten Natriummetabisulfit anhand von verschiedensten Deoxynivalenol enthaltenden Proben.
Aus Fig. 3 und 4, welche die Wirkung von Natriummetabisulfit (SBS) nach 1 h bzw. 2 h auf die verschiedensten Proben zeigen, ist klar erkenntlich, dass Natriummetabisulfit innerhalb von 1 h nur in Phosphat-gepufferten Proben ein Wirkung zeigt, während nach 2 h zumindest in Proben enthaltenden Natriumacetat, Weizenextrakt und Phosphatpuffer bemerkenswerte Mengen des Deoxynivale- - 13
nols zu DONS 3, dessen Struktur gegenwärtig noch nicht bekannt ist, abgebaut wurden.
Bei Verwendung von analogen Proben, jedoch bei Einsatz von 0,5 % Natriumsulfit anstelle von 0,5 % Natriummetabisulfit zeigt sich, wie dies in Fig. 5 und Fig. 6 dargestellt ist, dass insbesondere bei den Weizenextrakt- und der Phosphat-haltigen Proben nach 1 h bereits wesentliche Mengen an DONS3 entstanden sind, ebenso wie bei den Leitungswasser-haltigen Proben nicht unbedeutende Mengen an Abbauprodukten, nämlich DONS1 und DONS2, welche ebenfalls nicht mehr schädlich sind, entstanden sind. Wenn dieser Versuch über einen Zeitraum von 2 h laufen gelassen wird, ist erkenntlich, dass Natriumsulfit in der Lage ist, den Gesamtgehalt an Deoxynivalenol in unschädliche Metaboliten, nämlich insbesondere DONS3 in Weizenextrakt-haltigen Proben abzubauen.
Im Einzelnen ist bekannt, dass die Abbauprodukte DONS1 und D0NS2 Deoxynivalenolsulfonate bzw. Ketale darstellen, während wahrscheinlich DONS3 ebenso wie D0NS2 ein C-15Ketal darstellt, dessen Struktur jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vollständig aufgeklärt ist.
Zusammenfassend ist erkennbar, dass Natriumsulfit im Vergleich zu dem bekannten Natriummetabisulfit Deoxynivalenol bedeutend rascher und vollständiger abbaut, und zwar insbesondere in drei Metaboliten umwandelt, wohingegen beim Abbau mit Natriummetabisulf it, wenn überhaupt, nur ein Metabolit, nämlich DONS3 gefunden werden kann.
Versuch 4
In Fütterungsversuchen wurde die Wirkung eines Sulfit-haltigen Futtermittelzusatzes bei mit Mykotoxinen kontaminiertem Futter bei der Fütterung von Ferkeln untersucht.
Hierzu wurde in den Versuchsgruppen, ca. 20 % des Maises durch hoch kontaminierten Mais ersetzt. 150 Ferkel (ca. 4 Wochen alt, Durchschnittsgewicht 8,33 kg) wurden individuell gewogen und in vier Gruppen mit vergleichbarem Durchschnittsgewicht aufge- ··· * 14 t »··· « teilt. 30 Ferkel, deren individuelles Gewicht zu sehr vom Durchschnitt abweicht, wurden abgesondert.
Mykotoxinkonzentration des Futters: 2,4 ppm Deoxynivalenol (DON)
0,4 ppm Acetyl-DON 0,24 ppm Zearalenon 4 Gruppen erhielten je entweder; A - Natriumsulfit + Hefe B - Natriumsulfit C - Kontrolle D - Natriumsulfit + Selenhefe Lebendgewicht (kg) und Sterblichkeit (Anzahl)
NaS + Hefe Na-Sulfit Kontrolle NaS + SeH Anzahl der Tiere 30 30 30 30 Anfangsgew. 8,3 8,29 8,30 8,3 Gewicht Tag 14 10, 9 10,91 9,97 11,19 Gewicht Tag 28 16,48 15,94 14,31 16,71 Gewicht Tag 42 25, 30 24,74 22,10 25,61 Sterblichkeit (Anz.) 0 0 1 0
Futterverwertung
NaS + Hefe Na-Sulfit Kontrolle NaS + SeH Tag 1-14 1,66 1.74 1,76 1,76 Tag 15 - 28 1,81 1,71 1,75 1, 91 Tag 1-28 1,76 1,76 1,89 1,86 Tag 15 - 42 1,90 1,91 1,93 1, 91 Tag 29 - 42 1,96 1,98 2,03 1,91 Tag 1-42 1,78 1,78 1,83 1, 86
Natriumsulfit alleine verbesserte die Leistung in Bezug auf Gewichtsentwicklung gegenüber der Kontrollgruppe, die mit Mykotoxinen kontaminiertes Futter ohne deaktivierenden Zusat2 enthielt. In Kombination mit Bierhefe sowie Selen-Hefe konnte die detoxifizierende Wirkung, wie auch schon im in vitro-Versuch gezeigt, noch weiter verbessert werden. 4 - 15
·· ···
Versuch 5
In einem weiteren Fütterungsversuch wurde die Wirkung von verschiedenen Zusatzstoffen, enthaltend wenigstens ein Alkali-bzw. Erdalkalimetallsulfit bei der Ferkelaufzucht untersucht. 125 Absetzferkel der Rasse Ö-HYB-Fl [(Landrace x Large White) x Pietrain] (gemischtgeschlechtlich, ca. 4 Wochen alt, Durchschnittsgewicht ca. 8,62 kg) wurden markiert, abgewogen, die schwersten und leichtesten Tiere ausgeschieden und die übrigen auf 12 Stalleinheiten ä 9 Tieren aufgeteilt, wobei das Durchschnittsgewicht der Boxen möglichst gleich gehalten wurde und jeweils drei Boxen zu einer Versuchsgruppe zusammengefasst wurden.
Die 4 Versuchsgruppen ä 27 Ferkel erhielten im Rahmen eines 2-phasigen Fütterungskonzepts von Tag 1-14 Starterfutter, und ab Tag 15 ein AufZuchtfutter, wobei täglich einmal ad libitum gefüttert wurde. Der Maisanteil des Futters wurde durch 2 Chargen Maisschrot, der natürlich mit Mykotoxinen kontaminiert ist, abgedeckt .
Mykotoxinkonzentration:
Phase 1: 0,8 ppm T-2 Toxin, 0,22 ppm HT-2 Toxin
Phase 2: 2,6 ppm DON
Na-Sulfit + Selenhefe Kontrolle Na-Sulfit Na-Sulfit + Na-Selenit (0,5 ppm) Anzahl der Tiere 27 27 27 27 Anfangsgew. 8, 80 8,80 8,80 8,83 Gewicht Tag 14 11,23 10,99 11,29 11,27 Gewicht Tag 42 26,95 25,97 26,44 27,76 Gewicht Tag 56 38,60 36,36 38,19 39,19 Sterblichkeit {Anz.) 1 .2 1 0
Futterverwertung:
Na-Sulfit Kontrolle Na-Sulfit Na-Sulfit + + Selenhefe Na-Selenit (0,5 ppm) - 16 4 · * · • 4 *·» *··«
Tag 1 - 14 1,59 1,72 1, 67 1,74 Tag 15 - 42 l,70ab 1,85a 1,67b 1,68b Tag 1 - 42 l,69ab 1,83a 1, 67b 1,68ab Tag 15 - 56 1,77 1,87 1,74 1,77 Tag 43 - 56 1,86 1,90 1,83 1,90 Tag l - 56 1,75 1,86 1, 73 1,77
Die Wirksamkeit von Natriumsulfit konnte durch den Zusatz von Selenhefe oder Natriumselenit noch weiter verbessert werden.

Claims (15)

  1. • »
    Μ Φ · Φ# «· « • · Φ Φ Φ Φ • · Φ * Φ * · Φ Φ Φ Φ * • Φ Φ Φ Φ Φ·ΦΦ Φ ΦΦΦΦ φ Ansprüche : 1. Zusatzstoff für überwiegend aus Pflanzen bzw, Pflanzenbestandteilen, wie Getreide, Mais, Gras, Lucerne oder dgl. bestehende Selen-haltige Futtermittel, enthaltend wenigstens ein anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz, dadurch gekennzeichnet, dass als anorganisches Mykotoxine detoxifizierendes Salz ein Alkali- oder Erdalkalimetallsulfit und/oder ein Selen-haltiges Salz enthalten ist.
  2. 2. Zusatzstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Natrium-, Kalium-, Magnesium und/oder Calcium-Sulfit enthalten ist.
  3. 3. Zusatzstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das anorganische Mykotoxine detoxifizierende Sulfit in einer Menge von 10 % bis 100 % in dem Zusatzstoff enthalten ist.
  4. 4. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Selen-haltiges Salz wenigstens ein Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Calcium-Selenit in dem Zusatzstoff enthalten sind.
  5. 5. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 4, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine weitere Selen-haltige Verbindung, wie eine Selenhefe enthalten ist.
  6. 6. Zusatzstoff nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass Selen in einem Fertigfutter in einer Konzentration von höchstens 0,5 ppm, vorzugsweise höchstens 0,2 ppm vorliegt.
  7. 7. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein fester Träger gewählt aus einer oder mehreren Substanz(en), wie einem natürlich vorkommenden oder modifizierten Silikatmineral, wie. Smektit, Montmorillonit, Sapo-nit, Kaolinit, Vermiculit, Illit, Sepiolith, Attapulgit, Zeolith, Klinoptilolith, und/oder silikatmineral-haltige Verbindungen, wie Bentonit, Diatometenerde und/oder Biopolymere, wie Chitosan oder Mannanoligosaccharide enthalten sind.
  8. 8. Zusatzstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Träger in einer Menge von 90 % bis 5 % des Zusatzstoffs enthalten ist.
  9. 9. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich selenfreie Hefen und/oder Hefezellwände oder Hefezellwandbestandteile enthalten sind.
  10. 10. Zusatzstoff nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die selenfreien Hefen und/oder Hefezellwände oder Hefezellwandbestandteile in einer Menge von 80 % bis 10 % enthalten sind.
  11. 11. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er als anorganisches Mykotoxine detoxifizie-rendes Salz Natriumsulfit sowie zusätzlich katalytische Mengen, insbesondere eine Konzentration von 0,2 bis 20 Gew.-% einer Selenhefe enthält.
  12. 12. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass er 25 bis 93 Gew.-% Natriumsulfit, 2 bis 20 Gew.-% Selen-Hefe sowie 5 bis 73 Gew.-% Bentonit als Träger enthält.
  13. 13. Zusatzstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass er als homogenes, fein vermahlendes Pulver eingesetzt ist.
  14. 14. Verwendung des Zusatzstoffs nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zur Leistungssteigerung von Nutztieren.
  15. 15. Verwendung des Zusatzstoffs nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Detoxifizierung von Trichothecene, insbesondere Deo-xynivalenol, T2-Toxin und/oder Zearalenon. Wien
AT80262012A 2011-12-14 2011-12-14 Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel AT512259B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT80262012A AT512259B1 (de) 2011-12-14 2011-12-14 Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT80262012A AT512259B1 (de) 2011-12-14 2011-12-14 Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT512259A1 true AT512259A1 (de) 2013-06-15
AT512259B1 AT512259B1 (de) 2014-08-15

Family

ID=48626736

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT80262012A AT512259B1 (de) 2011-12-14 2011-12-14 Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT512259B1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN108094681A (zh) * 2018-01-04 2018-06-01 商丘塞弗顿生物工程有限公司 一种解毒脱霉的饲料添加剂及其制备方法

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN104839459A (zh) * 2015-05-14 2015-08-19 江苏金泰源科技发展有限公司 一种吸附呕吐毒素保护肠道牲畜饲料添加剂的生产方法
EP3278674A1 (de) 2016-08-03 2018-02-07 Clariant International Ltd Verwendung eines adsorptionsmittels zur entfernung von deoxynivalenol aus tierfutter
CN109122717A (zh) * 2018-10-09 2019-01-04 湘潭大学 壳聚糖改性海泡石负载银抗菌粉的制备方法

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082486B (de) * 1957-07-10 1960-05-25 Zink Ind Vormals Wilhelm Grill Siliermittelgemisch
US4508737A (en) * 1977-11-18 1985-04-02 International Stock Food Corporation Method for preserving silage and related compositions
US5786007A (en) * 1996-07-01 1998-07-28 Webb; Bob Nutritive magnesium sulfite/magnesium sulfate binder for animal feed
EP1566108A1 (de) * 2004-02-20 2005-08-24 Amandus Kahl GmbH & Co. KG Verfahren und Vorrichtung zur Entgiftung von Getreide
DE102007020242A1 (de) * 2007-04-24 2008-10-30 Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Biokatalysatoren, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082486B (de) * 1957-07-10 1960-05-25 Zink Ind Vormals Wilhelm Grill Siliermittelgemisch
US4508737A (en) * 1977-11-18 1985-04-02 International Stock Food Corporation Method for preserving silage and related compositions
US5786007A (en) * 1996-07-01 1998-07-28 Webb; Bob Nutritive magnesium sulfite/magnesium sulfate binder for animal feed
EP1566108A1 (de) * 2004-02-20 2005-08-24 Amandus Kahl GmbH & Co. KG Verfahren und Vorrichtung zur Entgiftung von Getreide
DE102007020242A1 (de) * 2007-04-24 2008-10-30 Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Biokatalysatoren, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN108094681A (zh) * 2018-01-04 2018-06-01 商丘塞弗顿生物工程有限公司 一种解毒脱霉的饲料添加剂及其制备方法

Also Published As

Publication number Publication date
AT512259B1 (de) 2014-08-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2790527B1 (de) Zusatzstoff für selen-haltige futtermittel
DE69812654T2 (de) Carbonsaüre enthaltendes tierfutter
DE69414180T2 (de) Zusammensetzung, die die Verdaulichkeit des Futter für Wiederkäuer verbessert
EP0786945B1 (de) Futtermittelzusatz zur inaktivierung von mykotoxinen
EP1205115B1 (de) Einsatz eines Säurepräparates als Futtermittelzusatz in der Nutztieraufzucht
DE69527884T2 (de) Ammoniak-Emissions- und Geruchskontrolle von Tierexkrementen
WO2012068609A1 (de) Futtermittelzusatz
DE3206911A1 (de) Biochemischer wirkstoff, dessen herstellung und diesen wirkstoff enthaltendes mittel
DE69532504T2 (de) Verabreichungssystem für antimethanogene stoffe enthaltend cyclodextrin und antimethanogene stoffe
AT512259B1 (de) Zusatzstoff für Selen-haltige Futtermittel
EP4003054B1 (de) Verwendung einer zusammensetzung zur reduzierung der feuchtigkeit und des stickstoffgehalts in faeces von geflügel
EP0581926A1 (de) Tierfutter zur leistungssteigerung.
EP3096634B1 (de) Verwendung von tonmineral als futterzusatzstoff und/oder als ergänzungsfutter für garnelen
EP1748702B1 (de) Alkaloidhaltiges futtermittel bzw. futtermittelzusatz
EP1344767A2 (de) Cholinsäuren als Futtermittelzusatz in der Tierernährung
EP0063621B1 (de) Aufbereitungsmittel für Abfallprodukte
DD202383A5 (de) Futterkonzentrate, futterzusaetze oder futter mit antimikrobiellen und/oder gewichtssteigernden eigenschaften
DE69931492T2 (de) L-calcium-pidolat enthaltende zusammensetzung für legegeflügel
AT398362B (de) Futtermittelzusatz sowie verfahren zu seiner herstellung
EP0125322B1 (de) Verfahren zur Anwendung ergotroper Wirkstoff-Kombinationen in der Aufzucht und Mast von Nutztieren
EP4164405B1 (de) Erhöhung der metabolischen energie in futtermitteln
DE19720703A1 (de) Acidifizierendes Additif mit Retardwirkung für die Ernährung von Tieren sowie ein Verfahren zur Anwendung desselben
EP0535234B1 (de) Oxydationprodukt eines festen befeuchteten brennbaren minerals und verfahren zu seiner herstellung
DE4213175A1 (de) Wirkstoffkombination für die Therapie und Prophylaxe der Ketose bei Tieren
AT229687B (de) Futtermittelzusammensetzung

Legal Events

Date Code Title Description
MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20211214