AT512278B1 - Pistole mit Abzugssicherung - Google Patents
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Abstract
Eine Pistole, deren Gehäuse (1) ein Griffstück (2) und einen Abzugsbügel (5), sowie einen Abzug (6) aufweist, hat eine weitere Sicherung. Diese enthält einen Sicherungshebel (10), der um eine Achse (11) im Gehäuse (1) verschwenkbar ist und an der Rückseite des Abzugs (6) angreift.Der Sicherungshebel (10) ist ein in zwei bestimmten Stellungen verrastbarer einarmiger Hebel, der an zumindest einer Seite eine den Abzugsbügel (5) teilweise außen übergreifende Seitenwand (23, 24) aufweist. Um eine einfache und ergonomisch optimale Anordnung zuschaffen, ist in einer Bohrung (13) im Abzugsbügel (5) eine mit der Innenseite der Seitenwand (23, 24) des Sicherungshebels (10) zusammenwirkende Verrastungsvorrichtung (15,16) untergebracht.
Description
österreichisches Patentamt AT512 278B1 2013-07-15
Beschreibung
PISTOLE MIT ABZUGSSICHERUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistole, deren Gehäuse ein Griffstück und einen Abzugsbügel, sowie in dem Raum zwischen dem Gehäuse und dem Abzugsbügel einen im Gehäuse geführten Abzug aufweist, wobei ein Sicherungshebel um eine Achse im Gehäuse verschwenkbar ist, welcher Sicherungshebel an der Rückseite des Abzugs angreift, wobei weiters die Achse in einer ersten Querbohrung in der Übergangszone zwischen Abzugsbügel und Griffstück angeordnet ist. Die Pistole kann eine Faustfeuerwaffe von beliebiger Bauart und Funktionsweise sein.
[0002] Die bekannten Sicherungen von Waffen sind an verschiedenen Gliedern der vom Abzug zum Schlagbolzen beziehungsweise Hahn führenden Bewegungskette angeordnet. Sie sind meist kompliziert im Aufbau, und ihre Betätigungselemente sind teilweise an ergonomisch ungünstigen Stellen angebracht. Um die Schussbereitschaft herzustellen, wird die Waffe zunächst entsichert. Im entsicherten Zustand besteht erhöhte Gefahr, dass sich unbeabsichtigt ein Schuss löst, zum Beispiel, wenn diese zu Boden fällt. Daher hat es sich in der Praxis als vorteilhaft erwiesen, eine weitere, den Abzug selbst blockierende Sicherung vorzusehen. Eine solche weitere Sicherung kann mit der Schusshand betätigt werden, wodurch auch eine schnelle Schussabgabe gewährleistet ist.
[0003] Aus der Praxis bekannt und in vielen Fabrikaten anzutreffen ist eine weitere Sicherung, die unter Federbelastung im Abzug selbst gelagert ist. Diese wird mit einem Finger der Schusshand durch leichte Druckausübung entsichert und durch weitere Druckausübung, nunmehr direkt auf den Abzug, ein Schuss ausgelöst. Hierbei ist eine schnelle Schussabgabe möglich, jedoch ist für den Umgang mit einer derartigen Sicherung ein erhöhter Trainingsaufwand erforderlich, und auch dann ist deren Sicherheit noch zweifelhaft.
[0004] Aus der österreichischen Patentschrift, 402563 B, ist eine manuelle Sicherung am Gehäuse bekannt, bei welcher das Entsichern innerhalb des Abzugsbereiches mittels einer Aufwärtsbewegung eines über dem Abzug angeordneten Sicherungshebels, und das Sichern nur außerhalb des Abzugsbereiches mittels einer Abwärtsbewegung desselben erfolgt. Die bauliche Anordnung ist sehr kompliziert. Mittlerweile wird das Entsichern einer Waffe im Abzugsbereich als zu gefährlich in der Handhabung angesehen, insbesondere bei weniger geübten Schützen.
[0005] Aus dem Österreichischen Gebrauchsmuster, 10398U1, ist eine weitere auf den Abzug direkt wirkende zusätzliche Sicherung bekannt. Sie besteht in einem zweiarmigen Hebel, dessen erster Arm am unteren Ende des Abzug angreift, und dessen zweiter Arm vor der Vorderseite des Griffstücks nach unten ragt, sodass der erste Arm beim Umfassen des Griffstücks gegen Federkraft rückwärts bewegt wird, wodurch der erste Arm abwärts schwenkt und so den Abzug freigibt. Dadurch aber ist die Pistole zwangsläufig entsichert, sobald der Schütze das Griffstück umfasst, also ohne einen Willensakt des Schützen. Diese Sicherung erlaubt eine äußerst schnelle Schussabgabe, ist aber nur für bestens geschulte Schützen ohne größeres Sicherheitsrisiko zu empfehlen.
[0006] Weiters ist aus Patentschrift, WO 95/16179, eine Sicherung bekannt, bei welcher das Entsichern ebenfalls innerhalb des Abzugsbereiches, jedoch mit einer Vorwärtsbewegung in Richtung Laufmündung, also mit einer entgegen der Bewegung beim Abziehen gerichteten Bewegung erfolgt. Auch hier bestehen Sicherheitsbedenken. Der Vorgang zum Sichern erfolgt außerhalb des Abzugsschutzes durch Druckausübung nach hinten. Der diesbezügliche Hebel befindet sich genau an jener Stelle, wo viele Schützen einen Finger der Unterstützungshand auflegen, um die Pistole beim Richten zum Schuss zu stabilisieren. Dabei würde die Pistole aber wieder gesichert, und der Schuss könnte nicht abgegeben werden.
[0007] In der Patentschrift, US 6,070,512, ist ein an der Rückseite des Abzuges angreifender einarmiger Sicherungshebel beschrieben, der von einer Feder in gesicherter Stellung gehalten und mittels eines vom Schützen getragenen Magneten in die entsicherte Stellung gebracht wird. 1 /9 österreichisches Patentamt AT512 278B1 2013-07-15
Diese Lösung ist verblüffend einfach, aber nicht praktikabel.
[0008] Schließlich ist in der Patentschrift, US 3,400,301, eine Feuerwaffe beschrieben, bei der an Rückseite des Abzugs ein Sicherungshebel eingreift, der von einer federbelasteten Kugel in zwei Stellungen zu arretieren ist. Kugel und Feder sind in einer vertikalen Bohrung im Gehäuse untergebracht. Die Kugel wirkt auf eine in eine Querbohrung des Gehäuses gelagerte Welle des Hebels, und die Feder ist an einem Querbolzen abgestützt. Der Hebel ist konstruktionsbedingt nur auf einer Seite angebracht, was Linkshänder benachteiligt. Hier ist es auch nicht der Hebel, sondern nur die Welle des Hebels, die in gesicherter Stellung mit einem Verlängerungsteil des Abzuges zusammen wirkt. Die Welle ist in ihrer Längsrichtung nur durch die Kugel positioniert, was hinsichtlich Betriebssicherheit bedenklich ist. Zudem ist diese Lösung aufwändig, schwer einzubauen und nicht nachrüstbar.
[0009] Es ist somit die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, den angeführten Bedenken Rechnung zu tragen und eine Abzugssicherung vorzuschlagen, die folgende Forderungen erfüllt: [0010] o Umschaltbar zwischen definierten Stellungen „gesichert" und „entsichert" in einer sinnfälligen Bewegungsrichtung.
[0011] o Gestaltung an einer Stelle, an der sie nicht unbeabsichtigt betätigt werden kann (etwa im Abzugsbereich oder wenn die Pistole mit beiden Händen gehalten wird).
[0012] o Geringer Raumbedarf, Einfachheit im Aufbau und Einbau.
[0013] o Möglichkeit zum nachträglichen Einbau in eine erfindungsgemäße Pistole ohne bauli che Änderungen.
[0014] o Eignung für Rechts- und Linksschützen.
[0015] o Hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit.
[0016] Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, dass der Sicherungshebel ein in zwei definierten Stellungen („gesichert" / „entsichert") verrastbarer einarmiger Hebel ist, der an zumindest einer Seite eine den Abzugsbügel teilweise außen übergreifende Seitenwand aufweist. Die den Abzug blockierenden Teile sind im Abzugsbügel untergebracht. Zum Sichern und Entsichern wird ein Finger an die Seitenwand gelegt und in sinnfälliger Weise aufwärts beziehungsweise abwärts bewegt. Der Sicherungshebel ist an einer Stelle angeordnet, an der der Bauaufwand am geringsten ist, und an der er nicht unbeabsichtigt betätigt werden kann. Weitere Vorteile werden anhand der Beschreibung der Figuren erkennbar.
[0017] In einer praktischen Gestaltung weist die den Abzugsbügel übergreifende Seitenwand in ihrer hinteren Region eine erste Querbohrung für die Aufnahme der Achse auf und ist in einer zweiten Querbohrung des Abzugsbügels eine mit der Innenseite der Seitenwand des Sicherungshebels zusammenwirkende Verrastungsvorrichtung untergebracht. Die Seitenwand erfüllt mehrere Aufgaben, nämlich sie nimmt die Schwenkachse des Sicherungshebels auf, wirkt mit der Verrastungsvorrichtung zusammen, und ist selbst die Handhabe zur Betätigung des Sicherungshebels. Weil die Verrastungsvorrichtung im Abzugsbügel untergebracht ist, kann die Seitenwand relativ dünn sein und nimmt daher wenig Bauraum in Anspruch.
[0018] In einer bevorzugten Ausbildung besteht die Verrastungsvorrichtung aus einer Druckfe-der und einem in Rasten an der Innenseite der Seitenwand eingreifenden Rastkörper, wobei die Druckfeder den Rastkörper nach außen in die jeweilige Raste („gesichert" / „entsichert") drückt. Das ermöglicht einen einfachen Einbau des Sicherungshebels und der Verrastungsvorrichtung, weil der federbelastete Rastkörper an der Seitenwand des Sicherungshebels gefangen ist, sobald der Sicherungshebel abwärts in seine Betriebsstellung geschwenkt wird. Vorzugsweise sind die Rastkörper Kugeln. Weiters benötigt eine derartige Verrastungsvorrichtung sehr wenig Bauraum.
[0019] Der Sicherungshebel kann aus Metall bestehen, er kann sogar ein Blechpressteil sein. Vorzugsweise aber besteht er aus einem geeigneten Kunststoff. Dann aber besteht die Gefahr, 2/9 österreichisches Patentamt AT512 278B1 2013-07-15 dass die Rasten an der Innenseite der Seitenwände bei erheblichem Gebrauch beschädigt werden. Um dem vorzubeugen, besteht eine Weiterbildung darin, dass an den Innenseiten der Seitenwand des Sicherungshebels formschlüssig mit diesem verbunden ein metallisches Rastplättchen angebracht ist, welches die Rasten enthält.
[0020] Das Rastplättchen zur formschlüssigen Verbindung mit dem Sicherungshebel kann ein ebener Blechteil sein, der jeweils eine Öffnung und eine in einer Vertikalebene liegende schräge Kante hat, wobei die Öffnung von der Achse durchsetzt ist, und die schräge Kante an einer schrägen Schulter an der Innenseite der Seitenwand anliegt. So wird die formschlüssige Verbindung ohne Fertigungsaufwand hergestellt.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung hat der Sicherungshebel an beiden Seiten eine den Abzugsbügel übergreifende Seitenwand, und besteht die Verrastungsvorrichtung aus einer Druckfeder und beiderseits je einem in Rasten an der Innenseite der jeweiligen Seitenwand eingreifenden Rastkörper, wobei die Druckfeder zwischen den Rastkörpern angeordnet ist. Weil die Seitenwand auch der Angriffspunkt für den Betätigungsfinger des Schützen ist, kann die Sicherung von beiden Seiten betätigt werden. Weiters wird die Montage vereinfacht, weil der Sicherungshebel in Betriebsstellung gegen seitliche Verschiebung gesichert ist und in dieser Stellung auch die Rastkörper zwischen den Seitenwänden gefangen sind.
[0022] In einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Abzugsbügel eine Einschnürung auf, so-dass zumindest an deren einen Seite Raum für die teilweise Aufnahme einer Seitenwand des Sicherungshebels besteht. Diese Einschnürung kann auch symmetrisch sein, sodass beiderseits die Seitenwände aufgenommen werden. Dadurch ist der Abzugsbügel mit den Seitenwänden des Sicherungshebels nicht breiter als es der Abzugsbügel ohne diese wäre.
[0023] Der Sicherungshebel greift einfach an der Hinterseite des Abzugs an. Wenn dafür eine Aussparung an der Rückseite des Abzuges vorgesehen ist, kann der Sicherungshebel nicht in eine Stellung aufwärts geschwenkt werden, in der die Rastkugeln aus ihrer Bohrung springen. Dem zufolge braucht der Sicherungshebel nach seiner Montage keine zusätzliche Fixierung.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Abbildungen beschrieben und erläutert. Es stellen dar: [0025] Fig. 1: Eine Pistole mit der erfindungsgemäßen Sicherung in einer bevorzugten Aus führungsform.
[0026] Fig. 2: Detail zu Fig. 1, jedoch entsichert und abgezogen.
[0027] Fig. 3: Die Pistole der Fig. 1 mit allen Teilen der erfindungsgemäßen Sicherung.
[0028] Fig. 4: Detail A in Draufsicht.
[0029] Fig. 5: Schnitt von Teil 10 nach V-V in Fig. 4.
[0030] Fig. 6: Schnitt von Teil 10 nach V-V in Fig. 4 in einer Variante.
[0031] Fig. 7: Schnitt durch die zweite Querbohrung 13 nach Vl-Vl in Fig. 4.
[0032] Fig. 8: Eine Variante zu Fig. 2.
[0033] In Fig. 1 ist eine Pistole dargestellt, deren Gehäuse mit 1 bezeichnet ist und welches ein abwärts gerichtetes Griffstück 2 und einen Abzugsbügel 5 aufweist. Im Gehäuse 1 ist ein Abzug 6 geführt, hier in einer Schwenkachse 7. Ein Laufschlitten 3 und ein Lauf 4 sind nur im Umriss dargestellt. Auf die im Inneren des Gehäuses 1 und des Laufschlittens 3 enthaltenen Funktionsteile wird nicht eingegangen, weil diese mit dem Erfindungsgegenstand nicht in Beziehung treten und daher beliebig sein können. Die erfindungsgemäße Sicherung ist summarisch mit 8 bezeichnet.
[0034] Diese erfindungsgemäße Sicherung ist in Fig. 2 und Fig. 3 detailliert. Ein Hebel 10 ist Hauptelement und gleichzeitig Betätigungselement der Sicherung. Er ist mittels Bohrungen 14 um eine Achse 11 schwenkbar, welche in einer ersten Querbohrung 12 des Abzugsbügels 5 steckt. In einer zweiten Querbohrung 13 des Abzugsbügels 5 ist die Verrastungsvorrichtung 3/9 österreichisches Patentamt AT512 278B1 2013-07-15 untergebracht, welche hier aus zwei Rastkörpern 16 und dazwischen einer Druckfeder 15 besteht. Die Rastkörper 16 (Fig. 7) greifen in Rasten 20 an der Innenseite des Hebels 10 ein. Die Rastkörper 16 sind Kugeln, können aber auch anders ausgebildet sein. Es ist denkbar und liegt auch im Rahmen der Erfindung, dass die Querbohrung 12 des Abzugsbügels 5 und damit im Zusammenhang stehende Bohrung 14 des Hebels 10 im Abzugsbügel 5 an einer dem vorderen Ende des Laufes 4 näheren Position angeordnet ist. In diesem Fall würde die Funktionsweise der Sicherungseinrichtung beibehalten werden.
[0035] In einer nicht dargestellten einfacheren Ausführung ist nur auf einer Seite ein Rastkörper 16 vorhanden, und die zweite Querbohrung 13 ist an der dem Rastkörper 16 abgewandten Seite der Druckfeder 15 verschlossen.
[0036] Wenn der Hebel 10 wie in der abgebildeten Ausführung aus Kunststoff besteht, ist er an der Innenseite durch metallische Rastplättchen 19 verstärkt, in denen die Rasten 20 als ausgestanzte Öffnungen ausgebildet sind. Die Rastplättchen 19 sind mittels Öffnungen 29 von der Achse 11 und mittels einer schrägen Kante 27 im Hebel 10 positioniert und mit ihm formschlüssig verbunden. Die schräge Kante 27 kann Teil einer Ausnehmung 30 sein, die der Kontur des Rastplättchens 19 folgt.
[0037] In gesicherter Stellung greift der Hebel 10 in ein Aussparung 18 hinten an der Unterseite des Abzugs 6 an und blockiert diesen. Zur Unterbringung des Hebels hat der Abzugsbügel eine Vertiefung 17.
[0038] Fig. 4 und 5 zeigen vor allem den Hebel 10. Es ist zu erkennen, dass der Abzugsbügel 5 über die Länge des Hebels 10 hinaus eine Einschnürung 32 aufweist. Dadurch ragt der Hebel 10 nicht seitlich über die Breite des Abzugsbügels 5 hinaus. Der Hebel 10 besteht hier aus einer linken (23) und einer rechten Seitenwand 24 und einem diese verbindenden horizontalen Steg 25. Dessen vorderes Ende bildet die Wirkfläche 26, welche in gesicherter Stellung in die Aussparung 18 des Abzugs 6 eingreift. Die Außenseiten der Seitenwände können zur besseren Handhabung profiliert oder mit einem nicht dargestellten Vorsprung versehen sein. Es ist weiters zu sehen, dass die Seitenwand 23 (und Seitenwand 24) eine Ausnehmung 30 zur Aufnahme des Rastplättchens 19 (Fig. 3) haben. Die Form der Ausnehmung ist beliebig, sie muss nur eine gerade oder gekrümmte schräge Schulter 28 (Fig. 5) haben, die im Zusammenwirken mit einer entsprechenden schrägen Kante 27 (Fig. 3) des Rastplättchens 19 (Fig. 3) den Formschluss zwischen Hebel 10 und Rastplättchen 19 herstellt.
[0039] In der Variante der Fig. 6 besteht der Hebel 10' aus Metall, sodass die Rasten 31 direkt an der Innenseite der Seitenwände 23, 24 ausgebildet sind.
[0040] In Fig. 7 ist die Verrastungsvorrichtung im Schnitt zu sehen. Sie besteht hier aus zwei Rastkörpern 16 und einer dazwischen liegenden Druckfeder 15, welche sie nach außen in die Rasten drückt. Diese Teile sind in der zweiten Querbohrung 13 im Abzugsbügel 5 untergebracht. Die Rastkörper 16 greifen jeweils in eine Raste 20 der Rastplättchen 19 ein.
[0041] In der Ausführungsform der Fig. 8 ist die erfindungsgemäße weitere Sicherung im Zusammenwirken mit einer an sich bekannten Sicherung im Abzug gezeigt, deren Risken in der Einleitung erwähnt sind. Daher ist auch hier der Einsatz der erfindungsgemäßen Sicherung lohnend. Die Sicherung im Abzug wirkt ausgehend von einem Hebel 34 der mittels einer zusätzlichen Achse 36 im Abzug 6* gelagert ist. Erst wenn dieser Hebel (34) ganz in den Abzug 6* eingedrückt ist, kann der Abzug bewegt werden. Hat der Sicherungshebel 34 eine Hinterkante 35, die am Hebel der erfindungsgemäßen Sicherung 10 anliegt, so kann auch der Hebel 34 nicht bewegt werden, wenn sich die erfindungsgemäße Sicherung in der Stellung „gesichert" befindet. 4/9 AT512 278B1 2013-07-15 österreichisches
Patentamt BEZUGSZEICHEN: 1 Gehäuse 2 Griffstück 3 Laufschlitten 4 Lauf 5 Abzugsbügel 6 Abzug 7 Schwenkachse von 6. 8 Weitere Sicherung - 9 - 10 Hebel der weiteren Sicherung 11 Achse 12 Erste Querbohrung 13 Zweite Querbohrung 14 Bohrung 15 Druckfeder 16 Rastkörper 17 Vertiefung in 5 18 Aussparung in 6 19 Rastplättchen- 20 Rasten 21 - 22 - 23 Linke Seitenwand von 10 24 Rechte Seitenwand 25 Steg 26 Wirkfläche zu 18 27 Schräge Kante 28 Schräge Schulter 29 Öffnung 30 Ausnehmung für 19 31 Raste in 24, 25 32 Einschürung 33 - 34 Hebel/Sicherung im Abzug 35 Deren Hinterkante 36 Deren Achse in 6* 5/9
Claims (7)
- österreichisches Patentamt AT512 278B1 2013-07-15 Patentansprüche 1. Pistole, deren Gehäuse (1) ein Griffstück (2) und einen Abzugsbügel (5), sowie in dem Raum zwischen dem Gehäuse und dem Abzugsbügel einen im Gehäuse (1) geführten Abzug (6) aufweist, wobei ein Sicherungshebel (10) um eine Achse (11) im Gehäuse (1) ver-schwenkbar ist, welcher Sicherungshebel (10) an der Rückseite des Abzugs (6) angreift, weiters die Achse (11) in einer ersten Querbohrung (12) in der Übergangszone zwischen Abzugsbügel (5) und Griffstück (2) angeordnet ist, und der Sicherungshebel (10) ein in zwei bestimmten Stellungen verrastbarer einarmiger Hebel ist, der an zumindest einer Seite eine den Abzugsbügel (5) teilweise außen übergreifende Seitenwand (23, 24) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die den Abzugsbügel (5) übergreifende Seitenwand (23, 24) in ihrer hinteren Region eine Bohrung (14) für die Aufnahme der Achse (11) aufweist, und dass in einer zweiten Querbohrung (13) des Abzugsbügels (5) eine mit der Innenseite der Seitenwand (23, 24) des Sicherungshebels (10) zusammenwirkende Verrastungsvor-richtung (15,16) untergebracht ist.
- 2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrastungsvorrichtung aus einer Druckfeder (15) und einem in Rasten (20, 31) an der Innenseite der Seitenwand (23, 24) eingreifenden Rastkörper (16) besteht, wobei die Druckfeder (15) den Rastkörper (16) nach außen in die Rasten (20, 31) drückt.
- 3. Pistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkörper (16) kugelartig geformt sind.
- 4. Pistole nach Anspruch 1, deren Sicherungshebel (10) aus Kunststoff besteht, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite der Seitenwand (23, 24) des Sicherungshebels (10) ein formschlüssig mit diesem verbundenes metallisches Rastplättchen (19) angebracht ist, welches die Rasten (20) enthält.
- 5. Pistole nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastplättchen (19) zur formschlüssigen Verbindung mit dem Sicherungshebel (10) jeweils eine Öffnung (29) und eine in einer Vertikalebene liegende schräge Kante (27) haben, wobei die Öffnung (29) von der Achse (11) durchsetzt ist, und die schräge Kante (27) an einer schrägen Schulter (28) an der Innenseite der Seitenwand (23, 24) anliegt.
- 6. Pistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungshebel (10) an beiden Seiten des Abzugsbügels (5) eine diesen übergreifende Seitenwand (23, 24) hat und dass die Verrastungsvorrichtung aus einer Druckfeder (15) und beiderseits je einem in Rasten (20, 31) an den Innenseiten der beiden Seitenwände (23, 24) eingreifenden Rastkörper (16) besteht, wobei die Druckfeder (15) zwischen den Rastkörpern (16) angeordnet ist.
- 7. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsbügel (5) eine Ein-schürung (32) aufweist, sodass zumindest an einer Seite Raum für die teilweise Aufnahme einer Seitenwand (23, 24) des Sicherungshebels (10) besteht. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 6/9
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| MM01 | Lapse because of not paying annual fees |
Effective date: 20170710 |