AT512982B1 - Anbaugerät mit Stellaktor - Google Patents

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AT512982B1 ATA203/2013A AT2032013A AT512982B1 AT 512982 B1 AT512982 B1 AT 512982B1 AT 2032013 A AT2032013 A AT 2032013A AT 512982 B1 AT512982 B1 AT 512982B1
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Anbaugerät (5) mit einer Kuppelvorrichtung zum Koppeln mit einem Arbeitsfahrzeug und einem mit Fremdenergie beaufschlagbaren Stellaktor (1), durch den über die Koppelvorrichtung eine Kraft auf das Arbeitsfahrzeug ausübbar ist. Erfindungsgemäß umfasst eine Steuervorrichtung zum Abschalten des Stellaktors (1) ein doppelt wirkendes Steuerventil (20) sowie in Reihe zu dem Steuerventil (20) ein Druckbegrenzungsventil (21), wobei das Steuerventil (20) über einen ersten Eingang (201) mit einer Pumpe und über einen zweiten Eingang (202) mit einem Tank verbindbar ist und über einen Ausgang (203) mit dem Stellaktor (1) verbunden ist.

Description

Beschreibung
ANBAUGERÄT MIT STELLAKTOR
[0001] Die Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Anbaugerät für ein Arbeitsfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zum Bewegen eines an ein Arbeitsfahrzeug angehängten oder aufgesattelten Anbaugeräts, wie beispielsweise eines Bodenbearbeitungsgeräts, ist üblicherweise eine hohe Zugkraft durch das Arbeitsfahrzeug nötig, die mit unterschiedlich starkem Schlupf des Arbeitsfahrzeugs verbunden ist. Zur Vermeidung bzw. Reduzierung des Schlupfs werden hydraulische Traktionsvorrichtungen eingesetzt, die eine Hinterachse des Arbeitsfahrzeugs belasten. Dabei wird über einen Traktionszylinder der Traktionsvorrichtung und das Anbaugerät ein Aktionsmoment erzeugt, was als Reaktion eine zusätzliche Belastung der Hinterachse des Schleppers und damit eine Verringerung des Schlupfs zur Folge hat.
[0003] Die eingesetzten Traktionsvorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass das Aktionsmoment auch während des Reversierens oder Umkehrens am Vorgewende erhalten bleibt. So kommt es beispielsweise bei gezogenen Arbeitsfahrzeugen mit einer Unterlenkeranhängung beim Einschwenken zur Erzeugung eines Kippmoments um eine Längsachse des Arbeitsfahrzeugs, was das Arbeitsfahrzeug in eine instabile Fahrsituation bringen kann. Dieser Effekt wird umso größer, je stärker der Einschwenkvorgang ist und erreicht seinen Höchstwert bei einem 90° Einschwenkwinkel.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist ein Abschaltsystem für die Traktionsvorrichtung bekannt, in dem durch die Traktionsvorrichtung an das Arbeitsfahrzeug während des Reversierens oder Umkehrens am Vorgewende kein Moment angelegt wird. Das Abschaltsystem weist einen Winkelsensor zum Ermitteln des Einschwenkwinkels und ein elektrisch ansteuerbares Ventil auf, dessen Stellung eine Ölzufuhr von dem Arbeitsfahrzeug in den Traktionszylinder unterbricht oder ermöglicht. Dabei bestimmt die Stellung des Steuerventils, ob an das Arbeitsfahrzeug ein Moment angelegt wird oder nicht. Die Stellung des Steuerventils hängt von dem durch den Winkelsensor ermittelten Wert ab, wobei das Steuerventil in eine geschlossene Stellung überführt wird und damit kein Moment an das Arbeitsfahrzeug angelegt wird, wenn der ermittelte Einschwenkwinkel einen vorgegebenen Wert übersteigt.
[0005] Der Nachteil des bekannten Abschaltsystems ist, dass dieses durch Verwenden eines Winkelsensors und eines elektrisch ansteuerbaren Steuerventils teuer ist.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Anbaugerät mit einem alternativ ausgebildeten Abschaltsystem vorzusehen.
[0007] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Erfindungsgemäß ist ein landwirtschaftliches Anbaugerät für ein Arbeitsfahrzeug vorgesehen. Das Anbaugerät weist eine Koppelvorrichtung zum Koppeln des Anbaugeräts mit dem Arbeitsfahrzeug auf. Ferner weist das Anbaugerät einen mit Fremdenergie beaufschlagbaren Stellaktor auf, der mit der Koppelvorrichtung, insbesondere unmittelbar, verbunden ist. In einem zugeschalteten Zustand des Stellaktors wird von dem Stellaktor eine Kraft auf die Koppelvorrichtung ausgeübt.
[0009] Durch die Koppelvorrichtung ist eine Kraft auf das Arbeitsfahrzeug ausübbar bzw. wird durch diese ausgeübt. Insbesondere wird im zugeschalteten Zustand des Stellaktors an das Arbeitsfahrzeug ein Moment angelegt, mittels dem der Schlupf des Arbeitsfahrzeugs verringert wird. Ein Abschalten des Stellaktors erfolgt abhängig von einer Stellgröße, die das Anbaugerät in eine Vorgewendestellung und/oder eine Transportstellung bringt und/oder beim Verbringen des Anbaugeräts in dessen Vorgewendestellung und/oder Transportstellung auftritt.
[0010] Ein derart ausgebildetes Anbaugerät weist den Vorteil auf, dass das Abschaltsystem einfach aufgebaut und kostengünstig ist, da ein Vorsehen eines kostenaufwendigen Winkelsensors zum Ermitteln des Einschwenkwinkels nicht notwendig ist. Die Steuerung des Stellaktors in einen Zuschaltzustand oder einen Abschaltzustand erfolgt abhängig von einer Stellgröße, die für andere technische Funktionen von Bauteilen des Anbaugeräts eingesetzt wird. Dabei wird die Stellgröße durch bereits im Anbaugerät und/oder dem Arbeitsfahrzeug vorhandene Einrichtungen generiert. Somit besteht keine Notwendigkeit weitere Einrichtungen, wie beispielsweise einen Winkelsensor, zur Steuerung des Stellaktors vorzusehen, wodurch sich der technische Aufbau des Abschaltsystems verringert. Der Stellaktor kann als ein hydraulischer, elektrischer Aktor oder dergleichen ausgebildet sein.
[0011] Im Sinne der Erfindung wird als Anbaugerät ein landwirtschaftliches Gerät verstanden, das vorzugsweise antriebslos und damit ohne eigene Antriebseinheit zum selbständigen Bewegen des Anbaugeräts ausgebildet ist und mit einem Arbeitsfahrzeug gekoppelt werden kann. So kann das Anbaugerät ein beliebig ausgebildetes Bodenbearbeitungsgerät, wie z.B. Pflug, Grubber, Scheibenegge oder dergleichen, sein. Bei dem Arbeitsfahrzeug kann es sich um jedes Fahrzeug handeln, das in der Lage ist, das Anbaugerät zu ziehen. So kann das Arbeitsfahrzeug beispielsweise ein Schlepper oder dergleichen sein. Das Anbaugerät kann an das Arbeitsfahrzeug aufgesattelt oder angehängt werden.
[0012] Unter dem Zuschalten des Stellaktors wird im Sinne der Erfindung eine derartige Aktivierung des Stellaktors verstanden, dass durch den Stellaktor eine Kraft auf die Koppelvorrichtung und von dieser eine Kraft auf das Arbeitsfahrzeug ausgeübt wird. Dabei wird unter dem Zuschalten des Stellaktors nicht nur ein vollständiges Zuschalten, bei dem durch den Stellaktor eine Maximalkraft auf das Arbeitsfahrzeug wirkt, verstanden, sondern auch ein teilweises Zuschalten des Stellaktors, bei dem durch den Stellaktor und damit die Koppelvorrichtung eine Kraft kleiner als die Maximalkraft auf das Arbeitsfahrzeug ausgeübt wird. Analog dazu ist das Abschalten des Stellaktors nicht auf ein vollständiges Abschalten des Stellaktors begrenzt, so dass durch den Stellaktor und damit die Koppelvorrichtung keine Kraft auf das Arbeitsfahrzeug ausgeübt wird. Das Abschalten des Stellaktors umfaßt genauso den Fall, dass sich infolge einer Bewegung des Stellaktors aus einem ersten Zustand in einen zweiten Zustand die durch den Stellaktor und die Koppelvorrichtung auf das Arbeitsfahrzeug ausgeübte Kraft verringert.
[0013] Am Anbaugerät können Werkzeuge angeordnet sein. In der Vorgewendestellung und/oder der Transportstellung führen die im Anbaugerät vorhandenen Werkzeuge keine Bodenbearbeitung durch. Dabei stellt die Vorgewendestellung eine Zwischenstellung der Werkzeuge zwischen der Arbeitsstellung, in der eine Bodenbearbeitung durch die Werkzeuge erfolgt, und der Transportstellung der Werkzeuge dar.
[0014] In einer bevorzugten Ausführung kann ein Zuschalten des Stellaktors abhängig von einer Stellgröße erfolgen, die das Anbaugerät, insbesondere ein Werkzeug des Anbaugeräts, in eine Arbeitsstellung überführt. Folglich besteht beim Zuschalten des Stellaktors der Vorteil, dass zum Steuern des Stellaktorzustands Stellgrößen verwendet werden, die bereits durch im Anbaugerät und/oder Arbeitsfahrzeug vorhandene Einrichtungen generiert werden. Somit besteht keine Notwendigkeit für das Steuern des Stellaktorzustands separate Steuersignale zu generieren, wodurch der technische Aufbau des Abschaltsystems einfach ist.
[0015] Die Stellgröße für den Stellaktor kann einer Aushubbewegung oder einer Absenkbewegung eines Bauteils des Anbaugeräts, insbesondere eines Werkzeugs, entsprechen. Dies bedeutet, dass ein Zuschalten oder ein Abschalten des Stellaktors dann erfolgt, wenn eine Hubbewegung oder Absenkbewegung eines Bauteils des Anbaugeräts erfolgt. Ein Vorteil der Verwendung der für das Steuern des Stellaktorzustands benötigten Stellgröße, besteht darin, dass diese ohnehin vorliegt, so dass kein zusätzlicher Aufwand für die Generierung dieser Stellgröße zum Steuern des Stellaktors betrieben werden muss.
[0016] Die Aushubbewegung oder Absenkbewegung eines Bauteils erfaßt im Sinne der Erfindung sowohl translatorische als auch rotatorische Bewegungen. So kann bei einem Aufsattelpflug die zum Steuern des Stellaktorzustands relevante Aushubbewegung oder Absenkbewegung beispielsweise der Bewegung eines Rades und/oder der Bewegung eines Packerarmes entsprechen. Ferner kann bei einem gezogenen Grubber die zum Steuern des Stellaktorzustands relevante Aushubbewegung oder Absenkbewegung beispielsweise einer Bewegung eines Fahrwerks des Grubbers und/oder einer durch eine hydraulischen Tiefeneinstellung verursachten Bewegung entsprechen. Des Weiteren kann bei einer gezogenen Scheibenegge die zum Steuern des Stellaktorszustands relevante Aushubbewegung oder Absenkbewegung beispielsweise einer Bewegung eines Fahrwerks der Scheibenegge und/oder einer durch ein hydraulische Tiefeneinstellung verursachten Bewegung entsprechen.
[0017] In einer bevorzugten Ausführung kann stromaufwärts des Stellaktors ein doppeltwirkendes Ventil, insbesondere ein Sperrblock, angeordnet sein. Im Sinne der Erfindung wird als doppeltwirkendes Ventil ein derart aufgebautes Ventil verstanden, bei dem ein Fluid, wie beispielsweise Öl, durch das Ventil in den Stellaktor hinein als auch durch das Ventil aus dem Stellaktor heraus strömen kann. Durch das Vorsehen eines derartigen Ventils kann auf einfache Weise ein Zuschalten oder ein Abschalten des Stellaktors bzw. ein damit verbundenes Einströmen oder Ausströmen des Fluids in den Stellaktor oder aus diesem realisiert werden.
[0018] Das Ventil kann wenigstens zwei Eingänge und einen Ausgang aufweisen. Dabei kann das Ventil über den Ausgang mit dem Stellaktor, insbesondere unmittelbar, verbunden sein. Ferner kann das Ventil mit einem ersten Eingang mit einer Pumpe und mit einem zweiten Eingang mit einem Tank verbunden sein. So kann in einem Zuschaltzustand des Ventils das von der Pumpe geförderte Fluid in den Stellaktor strömen. In einem Abschaltzustand des Ventils kann das in dem Stellaktor befindliche Fluid durch das Ventil in den Tank strömen.
[0019] Die Stellgröße, von der das Steuern des Stellaktorzustands abhängt, kann eine elektrische Stellgröße sein. Dabei kann die Stellgröße bei einer Aktivierung einer Vorgewendefunktion durch den Benutzer generiert werden und eine Hubbewegung oder eine Absenkbewegung von Bauteilen, insbesondere Werkzeugen, des Anbaugeräts bewirken. Zum Bewirken der Hubbewegung oder Absenkbewegung werden die den Bauteilen entsprechend zugeordneten Aktoren und/oder die den Aktoren zugeordneten Aktorventile aktiviert oder deaktiviert. Im Ergebnis wird das Zuschalten oder Abschalten des Stellaktors an die Vorgewendefunktion elektronisch gekoppelt.
[0020] Abhängig von der Stellgröße kann bei einer hydraulischen Ausbildung des Stellaktors das Ventil beispielsweise aufgrund eines elektrischen Steuersignals in eine Zuschaltlage oder eine Abschaltlage überführt werden. Abhängig von der Lage des Ventils wird der Stellaktor in den Zuschaltzustand oder den Abschaltzustand überführt. Alternativ kann bei einer Ausbildung des Stellaktors als ein elektrischer Stellaktor an diesen eine Spannung angelegt werden, um diesen in den Zuschaltzustand oder den Abschaltzustand zu bringen.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann das Zuschalten oder Abschalten des Stellaktors an wenigstens einen hydraulischen Kreis des Anbaugeräts und/oder Arbeitsfahrzeugs gekoppelt sein. In diesem Fall ist die Stellgröße eine hydraulische Stellgröße. Die Kopplung des Zuschaltens oder Abschaltens des Stellaktors - im Folgenden als erster Stellaktor bezeichnet - an eine elektrische oder hydraulische Stellgröße ermöglicht einen einfachen Aufbau des Abschaltsystems.
[0022] In einer bevorzugten Ausführung kann das Ventil über einen Eingang, insbesondere über den gleichen zweiten Eingang wie der Tank, mit einem weiteren, zweiten Stellaktor verbunden sein. Bei dem zweiten Stellaktor kann es sich um einen Stellaktor eines Bauteils, insbesondere eines Werkzeugs, des Anbaugeräts und/oder Arbeitsfahrzeugs handeln. Dies bietet den Vorteil, dass eine hydraulische Kopplung des ersten Stellaktors, der mit der Koppelvorrichtung verbunden ist, mit dem hydraulischen Kreislauf des Anbaugeräts und/oder des Arbeitsfahrzeugs auf einfache Weise erreicht werden kann. Insbesondere wird durch die Kopplung erreicht, dass ein Zuschalten oder Abschalten des ersten Stellaktors von dem Zustand des zweiten Stellaktors abhängt. Der Zustand des zweiten Stellaktors hängt wiederrum davon ab, ob die Vorgewendefunktion aktiviert ist oder nicht. Folglich kann eine hydraulische Kopplung des Zuschaltens oder Abschaltens des ersten Stellaktors mit dem Aktivieren der Vorgewendefunktion auf einfache Weise erreicht werden.
[0023] In einer bevorzugten Ausführung kann stromaufwärts des Ventils ein Druckbegrenzungsventil angeordnet sein. Mit dem Druckbegrenzungsventil kann der an dem Ventil und damit an dem ersten Stellaktor anliegende Druck begrenzt werden. Bei Übersteigen des Drucks stromaufwärts des Ventils kann das in diesem Bereich befindliche Fluid über das Druckbegrenzungsventil in den Tank abgeführt werden, ohne dem Ventil oder dem ersten Stellaktor zugeführt zu werden.
[0024] Ferner kann ein Fluidspeicher vorgesehen sein, der stromabwärts des Ventils angeordnet und mit dem ersten Stellaktor und dem Ventil verbunden ist. Durch die Verbindung des Fluidspeichers mit dem Ventil wird sichergestellt, dass diesem das von der Pumpe geförderte Fluid zugeführt wird. Zudem kann durch das Vorsehen des Fluidspeichers sichergestellt werden, dass der erste Stellaktor mit dem gleichen Fluiddruck beaufschlagt wird.
[0025] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden.
[0026] Dabei zeigen: [0027] Fig. 1: eine schematische Darstellung eines Abschaltsystems für einen ersten Stellaktor gemäß einer erfindungsgemäßen ersten Ausführung, [0028] Fig. 2: eine schematische Darstellung eines Abschaltsystems für einen ersten Stellaktor gemäß einer erfindungsgemäßen zweiten Ausführung, [0029] Fig. 3: eine schematische Darstellung eines Abschaltsystems für einen ersten Stellaktor gemäß einer erfindungsgemäßen dritten Ausführung.
[0030] Das in Figur 1 gezeigte Abschaltsystem für einen ersten Stellaktor 1 weist eine hydraulische Schaltung 2 auf. Der Stellaktor 1 dient zum Ausüben einer Kraft über eine nicht dargestellte Koppelvorrichtung auf ein nicht dargestelltes Arbeitsfahrzeug. Der erste Stellaktor 1 entspricht einem Hydraulikzylinder, der einen Hohlraum 10 und einen in den Hohlraum 10 ragenden Kolben 12 aufweist. Der Kolben 12 weist an seinem vom Hohlraum 10 entfernten Ende eine Anlenkstelle 13 zum Anlenken des ersten Stellaktors 1 mit der in Figur 1 nicht dargestellten Koppelvorrichtung auf. Ferner weist der Hydraulikzylinder eine Öffnung 11 auf, die mit der hydraulischen Schaltung 2 verbunden ist und über die ein Fluid in den Hohlraum 10 des Hydraulikzylinders zugeführt wird. Ferner ist eine Druckmesseinrichtung 27 zum Messen des Drucks an der Öffnung 11 vorgesehen.
[0031] Stromaufwärts des ersten Stellaktors 1 ist ein Ventil 20, insbesondere ein Sperrblock, angeordnet. Das Ventil 20 weist zwei Eingänge 201, 202 und einen Ausgang 203 auf. Ein zweiter Ausgang des Ventils 20 wird blind geschlossen. Dabei ist das Ventil 20 über einen ersten Eingang 201 und eine Pumpenleitung 24 mit einer Pumpe und über einen zweiten Eingang 202 und eine Tankleitung 25 mit einem Tank verbunden. Stromaufwärts des Ventils 20 ist ein Druckbegrenzungsventil 21 angeordnet. Das Druckbegrenzungsventil 21 dient zum Begrenzen des an dem Ventil 20 und damit letztendlich an dem Stellaktor 1 anliegenden Drucks. So wird das von der Pumpe durch die Pumpenleitung 24 geförderte Fluid über das Druckbegrenzungsventil 21 und die Tankleitung 25 dem Tank zugeführt, wenn der an dem Ventil 20 anliegende Druck einen vorgegebenen Wert übersteigt.
[0032] Das Ventil 20 ist über den Ausgang 203 und eine Ausgangsleitung 23 mit einem Fluidspeicher 22 und dem ersten Stellaktor 1 verbunden. Der Fluidspeicher 22 stellt sicher, dass der Stellaktor 1 mit dem gleichen Druck beaufschlagt wird und somit Druckschwankungen vermieden werden.
[0033] Das Ventil 20 kann wenigstens zwei Lagen einnehmen. In einer Zuschaltlage des Ventils 20 ist die Pumpleitung 24 mit dem Ausgang 203 des Ventils 20 und damit der Ausgangsleitung 23 fluidisch verbunden. Dies bedeutet, dass das von der Pumpe geförderte Fluid über die Pumpleitung 24, den ersten Eingang 201, den Ausgang 203 und die Ausgangsleitung 23 in den Fluidspeicher und/oder den ersten Stellaktor 1 strömt. Ein Einströmen des Fluids in den Hohlraum 10 des Stellaktors 1 bewirkt ein Zuschalten des Stellaktors 1, so dass dieser über die
Anlenkstelle 13 und die nicht dargestellte Koppelvorrichtung eine Kraft auf das nicht dargestellte Arbeitsfahrzeug ausübt.
[0034] In einer Abschaltlage des Ventils 20 ist der zweite Eingang 202 des Ventils 20 mit der Ausgangsleitung 23 fluidisch verbunden. Dies bedeutet, dass das in dem ersten Stellaktor 1 befindliche Fluid über die Ausgangsleitung 23, den Ausgang 203, den zweiten Eingang 202 und die Tankleitung 25 in den Tank strömen kann. Ein derartiges Abschalten des ersten Stellaktors 1 bewirkt, dass von dem ersten Stellaktor 1 auf das nicht dargestellte Arbeitsfahrzeug keine Kraft bzw. eine geringe Kraft ausgeübt wird. Natürlich kann das Ventil 20 und damit der erste Stellaktor 1 eine Zwischenstellung zwischen der zuvor erwähnten Zuschalt- und Abschaltlage einnehmen.
[0035] Im Folgenden wird der Betriebsablauf des in Figur 1 gezeigten Abschaltsystems beschrieben. Bei dem in Figur 1 dargestellten Fall hängt das Zuschalten oder Abschalten des ersten Stellaktors 1 von einer elektrischen Stellgröße ab. Für den Fall, dass durch den Benutzer des Arbeitsfahrzeugs das Vorgewendemanagement und/oder das Überführen des Anbaugeräts in eine Transportstellung aktiviert wird, werden die Bauteile des Anbaugeräts aus der Arbeitsstellung in die Vorgewende- und/oder Transportstellung überführt. Insbesondere vollziehen die Bauteile des Anbaugeräts dabei eine Hubbewegung oder eine Absenkbewegung. Die Überführung der Bauteile erfolgt durch nicht dargestellte Aktoren, die basierend auf der bei der Aktivierung des Vorgewendemanagements generierten Stellgröße gesteuert werden. Neben den Aktoren wird auch die Lage des Ventils 20 abhängig von der generierten Stellgröße gesteuert. So nimmt das Ventil 20 abhängig von der generierten Stellgröße die Zuschaltlage oder die Abschaltlage ein.
[0036] In Figur 2 wird eine schematische Darstellung für ein Abschaltsystem eines Stellaktors 1 gemäß einer zweiten Ausführung dargestellt. Dabei sind Bauelemente, die identisch zu den in Figur 1 gezeigten Bauelementen sind, mit gleichen Bezugszeichen versehen. Das in Figur 2 gezeigte Abschaltsystem unterscheidet sich von dem in Figur 1 gezeigten Abschaltsystem, dass in der in Figur 2 gezeigten Ausführung das Zuschalten oder Abschalten des ersten Stellaktors 1 von einer hydraulischen Stellgröße abhängt. Der Aufbau des Hydraulikzylinders 1 und der hydraulischen Schaltung ist im Wesentlichen identisch zu der in Figur 1 gezeigten Ausführung.
[0037] In der in Figur 2 gezeigten Ausführung ist ein Anbaugerät 5 in Form eines Pflugs gezeigt. Das Anbaugerät 5 ist durch die Koppelvorrichtung 6 mit dem nur teilweise dargestellten Arbeitsfahrzeug 7 gekoppelt. Ein zweiter Stellaktor 3 in Form eines einfachwirkenden Hydraulikzylinders ist mit einem Rad des Pflugs gekoppelt. Der zweite Stellaktor 3 ist über eine Verbindungsleitung 30 mit der Tankleitung 25 und damit dem Tank und dem Ventil 20 verbunden.
[0038] In dem in Figur 2 gezeigten Ausführung bestimmt die Position des Rads, ob sich das Ventil 20 in der Zuschaltlage oder der Abschaltlage befindet. Insbesondere befindet sich das Ventil 20 in der Zuschaltlage, wenn sich das Rad in der Arbeitsstellung befindet. Das Ventil 20 befindet sich in der Abschaltlage, wenn sich das Rad in der Vorgewende- und/oder Transportstellung befindet. Die hydraulische Kopplung des Rads mit dem Ventil 20 erfolgt dadurch, dass bei einer Bewegung des Rads Fluid in den Hydraulikzylinder einströmt oder aus diesem ausströmt, was sich aufgrund der hydraulischen Kopplung des zweiten Stellaktors 3 über das Ventil 20 mit dem ersten Stellaktor 1 auch auf diesen auswirkt.
[0039] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung für ein Abschaltsystem eines Stellaktors 1 gemäß einer dritten Ausführung. Dabei unterscheidet sich die in Figur 3 gezeigte Ausführung von der in Figur 2 gezeigten Ausführung, dass das Anbaugerät 5 ein Grubber und nicht ein Pflug und der zweite Stellaktor 4 doppeltwirkend ausgebildet ist. Der zweite Stellaktor 4 ist dabei über eine erste Verbindungsleitung 40 mit der Tankleitung 25 und über eine zweite Verbindungsleitung 41 mit der Pumpleitung 24 verbunden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche 1. Landwirtschaftliches Anbaugerät (5) für ein Arbeitsfahrzeug mit einer Koppelvorrichtung zum Koppeln des Anbaugeräts mit dem Arbeitsfahrzeug und einem mit Fremdenergie beaufschlagbaren Stellaktor (1), der mit der Koppelvorrichtung verbunden ist, wobei im zuge-schaltenen Zustand des Stellaktors (1) durch die Koppelvorrichtung eine Kraft auf das Arbeitsfahrzeug ausübbar ist, sowie einer Steuervorrichtung zum Abschalten des Stellaktors (1) durch eine hydraulische Stellgröße, die abhängig von einer anderen Stellgröße ist, die das Anbaugerät (5) in eine Vorgewende- und/oder Transportstellung bringt, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung stromaufwärts des Stellaktors (1) ein doppeltwirkendes Steuerventil (20) in Form eines doppeltwirkenden Rückschlagventils sowie in Reihe zu dem Steuerventil (20) ein Druckbegrenzungsventil (21) aufweist, wobei das Steuerventil (20) über einen ersten Eingang (201) mit einer Pumpenleitung (24) zum Anschließen an eine Pumpe verbunden, über einen zweiten Eingang (202) mit einer Steuerleitung (25) zum Anschließen an einen Tank verbunden und über einen Ausgang (203) mit einer Ausgangsleitung (23) zum Anschließen an den Stellaktor (1) verbunden ist, wobei in einer Zuschaltlage des Steuerventils (20) die Pumpleitung (24) mit der Ausgangsleitung (23) flui-disch verbunden und in einer Abschaltlage des Steuerventils (20) die Steuerleitung (25) zum Anschließen an den Tank mit der Ausgangsleitung (23) fluidisch verbunden ist.
  2. 2. Anbaugerät (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (20) durch Druckbeaufschlagung seines zweiten Eingangs (202) in die genannte Abschaltlage überführbar ist.
  3. 3. Anbaugerät (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (20) einen weiteren Ausgang, der blindgeschlossen ist, aufweist.
  4. 4. Anbaugerät (5) nach einem der vorhergenenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbegrenzungsventil (21) einstellbar ausgebildet ist und stromaufwärts des Steuerventils (20) angeordnet ist.
  5. 5. Anbaugerät (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fluidspeicher (22) vorgesehen ist, der mit dem Steuerventil (20) und dem Stellaktor (1) fluidisch verbunden ist.
  6. 6. Anbaugerät (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die andere Stellgröße abhängig von einer elektrischen Stellgröße eine Aushubbewegung oder eine Absenkbewegung und/oder eine Drehbewegung eines Bauteils, insbesondere eines Werkzeugs, des Anbaugeräts (5) bewirkt.
  7. 7. Anbaugerät (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schaltmittel (26) vorgesehen ist, das in einer ersten Stellung das Steuerventil (20) mit einem Hydraulikkreis des Anbaugeräts und in einer zweiten Stellung das Steuerventil (20) mit einem Hydraulikkreis eines Bauteils, insbesondere eines Werkzeugs, des Anbaugeräts, fluidisch verbindet. Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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