AT513163B1 - Toilette - Google Patents
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Abstract
Toilette (1) mit einem Becken (2), welches über einen Beckenauslauf(5) in einen Toilettenauslass (6) mündet, wobei im Beckenauslauf (5) ein drehbares Verschlussteil (7) angeordnet ist, welches eine Ausnehmung (9) mit einer Auffangöffnung (10) zum Auffangen von Fäkalien sowie eine Ablauföffnung (11) zum Abführen von Flüssigkeiten aus der Ausnehmung (9) aufweist.
Description
österreichisches Patentamt AT513163B1 2014-05-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Toilette mit einem Becken, welches über einen Beckenauslauf in einen Toilettenauslass mündet, wobei im Beckenauslauf ein drehbares Verschlussteil angeordnet ist, welches eine Ausnehmung mit einer Auffangöffnung zum Auffangen von Fäkalien aufweist. Bei derartigen Toiletten trennt das Verschlussteil üblicherweise den Toilettenauslass, der zumeist an eine Kanalleitung oder ein Auffangbehältnis angeschlossen ist, vom Toilettenbecken, so dass ein Austritt von unangenehmen Gerüchen durch den Toilettenauslass in das Becken und somit in die Umgebung der Toilette unterbunden ist.
[0002] Das Verschlussteil einer solchen Toilette funktioniert demzufolge vergleichbar einer Zellenradschleuse, wobei in Verwendung die Auffangöffnung zunächst zum Auffangen von Fäkalien dem Toilettenbecken zugewandt ist, so dass das Becken in die Ausnehmung mündet und vorzugsweise ein unterer Beckenrand mit der Auffangöffnung abschließt. Anschließend wird durch Drehung des Verschlussteils das Becken verschlossen und die Ausnehmung im Verschlussteil, welche somit vom Beck getrennt ist, in den Toilettenauslass entleert. Um eine vollständige Entleerung zu begünstigen, ist die Ausnehmung üblicherweise konisch zulaufend und verjüngt sich ausgehend von der Auffangöffnung. Ein optimales Volumen der Ausnehmung im Verhältnis zu den Abmessungen des Verschlussteils wird dabei dadurch erzielt, dass sich die Ausnehmung über eine Drehachse des Verschlussteils hinaus, in die der Auffangöffnung gegenüberliegende Hälfte des Verschlussteils erstreckt. Zwecks einfacher Herstellung und Integration ist das Verschlussteil vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch, mit einer zur Auffangöffnung parallelen Drehachse.
[0003] Die DD 231 004 A1 zeigt ein zugluftfreies Trockenklosett mit einem als Verschlussteil fungierenden Wendebecken, welches durch Betätigung eines Hebels um 180° gedreht werden kann. Das Wendebecken ist dabei mit säurebeständigen Gummidichtungen gegenüber dem Fallrohr und einem das Wendebecken im Fallrohr haltenden Deckel abgedichtet. Auf der Seite des Toilettenauslasses sind angrenzend an das Wendebecken Rinnen für eventuell austretende Flüssigkeiten ausgespart, durch welche diese zum Toilettenauslass ablaufen können.
[0004] In der EP 0 127 464 A2 ist eine Toilette mit einem schräg hinter die Toilette weisenden Toilettenauslass gezeigt. Das Verschlussteil kann um eine auf eine Verbindungslinie zwischen einer Einlassöffnung und einer Auslassöffnung senkrecht angeordnet Achse gedreht werden und ist dabei mit dem Deckel der Toilette mechanisch gekoppelt, so dass die Ausnehmung im Verschlussteil bei geschlossenem Deckel mit dem Toilettenauslass und bei geöffnetem Deckel mit dem Toilettenbecken kommuniziert.
[0005] Die US 2,119,328 A zeigt eine vergleichbare mechanische Kopplung zwischen dem Deckel und einem Verschlussteil, wobei die Deckelbewegung hier zusätzlich eine Wasserpumpe antreibt, welche Spülwasser aus einem Reservoir in einen Spülring im Toilettenbecken befördert.
[0006] Die FR 355.665 A beschreibt eine Toilette mit einer Lufttrennung zwischen dem Toilettenauslass und der Raumluft, wobei die im Verschlussteil enthaltene Luft chemisch oder elektrisch desinfiziert werden kann. Außerdem ist im Becken ein ringförmiger Wasserkanal für die Reinigung des Toilettenbeckens vorgesehen.
[0007] Weitere Verbesserungen sind in der SE 9402646 A, welche eine Toilette mit einem Verschlussteil mit zwei kleinere Ausnehmungen zeigt, wobei die beförderten festen Substanzen einer Sterilisations- und Trockeneinheit zugeführt werden und das Becken mittels Ultraschall gereinigt werden kann, und in der CN 2861315 Y, bei welcher das Verschlussteil magnetisch gelagert ist, beschrieben.
[0008] Alle der bisher genannten Schriften haben gemein, dass flüssige und feste Bestandteile in einer Ausnehmung des Verschlussteils gesammelt und erst bei einer Drehung des Verschlussteils gemeinsam entleert werden können.
[0009] Die SE 9901436 A zeigt eine Toilette, welche eine separate Behandlung von festen und 1 /9 österreichisches Patentamt AT513163B1 2014-05-15 flüssigen Bestandteilen vorsieht.
[0010] Dabei können auch in einer Auswurfstellung des Verschlussteils, d.h. wenn die Ausnehmung nicht mit dem Becken kommuniziert, flüssige Bestandteile aus dem Becken abgeführt werden.
[0011] Nachteilig hierbei ist, dass in einer Aufnahmestellung des Verschlussteils, d.h. wenn die Ausnehmung mit dem Becken kommuniziert, flüssige und feste Bestandteile nicht getrennt werden können, sondern gemeinsam in der Ausnehmung gesammelt werden, da die Abführleitung für flüssige Bestandteile oberhalb der Ausnehmung angeordnet ist.
[0012] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Wasser sparende Toilette zu schaffen, bei der Urin und andere flüssige Substanzen während der Benutzung in einer Aufnahmestellung sofort und getrennt von Kot bzw. anderen festen Substanzen aus dem Toilettenbecken abgeführt werden können.
[0013] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch eine Toilette der eingangs angeführten Art gelöst, wobei die Ausnehmung des Verschlussteils abgesehen von der Auffangöffnung auch eine Ablauföffnung zum Abführen von Flüssigkeiten aus der Ausnehmung aufweist. Somit können durch die Auffangöffnung in die Ausnehmung eintretende Flüssigkeiten unmittelbar, insbesondere ohne Bewegung des Verschlussteils, durch die Ablauföffnung aus der Ausnehmung entfernt werden, so dass im Wesentlichen ausschließlich feste bzw. nicht-flüssige Bestandteile in der Ausnehmung gesammelt werden.
[0014] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Ablauföffnung in einem der Auffangöffnung gegenüber liegenden Boden der Ausnehmung angeordnet ist. Bei dieser Anordnung werden die abzuführenden flüssigen Bestandteile bei einer aufrechten Betriebs- bzw. Aufnahmestellung des Verschlussteils, d.h. wenn die Verbindungslinie zwischen Auffangöffnung und Ablauföffnung im Wesentlichen lotrecht angeordnet ist, bereits durch die Schwerkraft zur Ablauföffnung bewegt.
[0015] Um trotz der zusätzlichen Öffnung in Form der Ablauföffnung eine luftdichte Trennung des Beckens von einem Toilettenauslass zu erzielen, ist es günstig, wenn an die Ablauföffnung ein Flüssigkeitsablauf mit einem Siphon anschließt. Der Flüssigkeitsablauf und der Siphon können dabei einen deutlich geringeren Querschnitt als die Abflussleitung bei herkömmlichen Wasserklosetts aufweisen, so dass eine weitaus geringere Wassermenge ausreicht, um den Siphon zu verschließen und damit die erwünschte Geruchsbarriere zu erzielen.
[0016] Falls eine getrennte Entsorgung flüssiger und fester Bestandteile nicht vorgesehen ist und - wie etwa bei gewöhnlichen Hausanschlüssen - nur eine Abführleitung für Toilettenabwässer vorgesehen ist, ist es vorteilhaft, wenn in einer Aufnahmestellung des Verschlussteils der Flüssigkeitsablauf in den Toilettenauslass mündet. Somit werden sowohl flüssige als auch feste Bestandteile durch den Toilettenauslass entsorgt und die vorliegende Toilette kann einfach mit dem Toilettenauslass an die vorhandene Abführleitung angeschlossen werden.
[0017] Darüber hinaus hat es sich als günstig herausgestellt, wenn im Beckenauslauf ein Spülwasserzulauf so angeordnet ist, dass der Spülwasserzulauf in einer Auswurfstellung des Verschlussteils, in welcher die Ausnehmung mit dem Toilettenauslass kommuniziert, mit dem Flüssigkeitsablauf kommuniziert. Dadurch kann durch den Spülwasserzulauf Wasser und/oder andere Reinigungsmittel durch den Flüssigkeitsablauf und die Ablauföffnung in die Ausnehmung eingebracht werden. Das eingebrachte Wasser unterstützt den Abtransport der in der Ausnehmung aufgenommenen Fäkalien und kann außerdem die Ausnehmung reinigen.
[0018] Weiters hat es sich als günstig herausgestellt, wenn der Siphon außerhalb des drehbaren Verschlussteils, insbesondere in einer Seitenwand des Beckenauslaufs, angeordnet ist. Durch eine Anordnung außerhalb des Verschlussteils wird verhindert, dass der Siphon bei jeder Betätigung des Verschlussteils entleert wird. In Zusammenhang mit einem Spülwasserzulauf hat diese Anordnung den Vorteil, dass der Siphon nicht in dem von Spülwasser durchströmten Abschnitt des Flüssigkeitsablaufs angeordnet ist und der Wasserdruck aus der Spülwasserlei- 2/9 österreichisches Patentamt AT513163B1 2014-05-15 tung somit nicht durch den Siphon abgeschwächt wird.
[0019] Um eine adäquate Trennung fester und flüssiger Bestandteile, insbesondere von Kot und Urin, zu erzielen, ist es vorteilhaft, wenn die Ablauföffnung mit einem Filter zur Separation von festen und flüssigen Bestandteilen versehen ist, insbesondere mit einem lochsiebartigen Filter. Der Filter verhindert dabei außerdem einen Verschluss der Ablauföffnung, und gegebenenfalls eines nachgeordneten Flüssigkeitsablaufs und Siphons, durch feste Bestandteile.
[0020] Die Reinigung der Ausnehmung bzw. eine vollständige Entleerung nach einer Benutzung kann besonders vereinfacht werden, wenn die Ausnehmung zur Aufnahme eines Papierfilters eingerichtet ist. Somit kann vor Benutzung ein geeigneter Papierfilter in die Ausnehmung eingelegt werden, welcher danach, sobald das Verschlussteil in die Auswurfstellung gebracht wird, gemeinsam mit den aufgenommenen Abfällen durch den Toilettenauslass entsorgt werden kann.
[0021] Für eine einfache Handhabung und um Bedienungsfehler zu vermeiden, ist es günstig, wenn das Verschlussteil mit einem Antrieb zum Drehen des Verschlussteils, insbesondere einem elektrischen oder mechanischen Antrieb, verbunden ist. Der Antrieb kann beispielsweise durch einen Riemen mit dem Verschlussteil verbunden sein.
[0022] Wenn im Becken, vorzugsweise in einem dem Beckenauslauf gegenüber liegenden oberen Beckenrand, ein Wasserauslass, insbesondere in Form einer Flachstrahldüse, zum Einbringen von Wasser, Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel angeordnet ist, kann sowohl das Becken als auch die Ausnehmung nach Benutzung effektiv gereinigt werden, wobei das bei der Reinigung anfallende Abwasser durch die Ablauföffnung austreten kann und gegebenenfalls auch die in einem Siphon gehaltene Flüssigkeit ersetzt.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen dabei im Einzelnen: [0024] Fig. 1 eine Toilette, mit einem in einer Aufnahmestellung angeordneten drehbaren Verschlussteil, in einer vertikalen Schnittansicht parallel zu einer Drehachse des Verschlussteils; [0025] Fig. 2 [0026] Fig. 3 [0027] Fig. 4 [0028] Fig. 5 [0029] Fig. 6 eine Draufsicht auf die Toilette gemäß Fig. 1; die Toilette gemäß Fig. 1, in einer Schnittansicht entlang der Linie lll-lll in Fig. 1; eine Ansicht gemäß Fig. 3, wobei das Verschlussteil in einer Zwischenstellung angeordnet ist; eine Ansicht gemäß Fig. 3, wobei das Verschlussteil in einer Auswurfstellung angeordnet ist; und die Toilette gemäß Fig. 1, in einer Schnittansicht entlang der Linie Vl-Vl in Fig. 1.
[0030] In Fig. 1 ist eine Toilette 1 mit einem Becken 2 gezeigt. Das Becken 2 bildet eine, durch einen oberen Beckenrand 3 begrenzte Sitzöffnung 4. An einer der Sitzöffnung 4 gegenüber liegenden Unterseite mündet das Becken 2 in einen Beckenauslauf 5. Das untere Ende des Beckenauslaufs 5 an der Unterseite der Toilette 1 bildet den Toilettenauslass 6. Dabei ist der Toilettenauslass 6 vom Becken 2 durch ein Verschlussteil 7 getrennt, welches im Beckenauslauf 5 angeordnet ist und mit der Seitenwand des Beckenauslaufs 5 dichtend abschließt. Das Verschlussteil 7 ist im Wesentlichen zylinderförmig (vgl. Fig. 3) und um eine Drehachse 8 drehbar gelagert. Im Verschlussteil 7 ist eine Ausnehmung 9 ausgebildet, welche nach einer Seite zur Bildung einer Auffangöffnung 10 geöffnet ist. Ausgehend von der Auffangöffnung 10 ist die Ausnehmung 9 schalenförmig zulaufend geformt, wobei im der Auffangöffnung 10 gegenüber liegenden Boden der Ausnehmung 9 eine Ablauföffnung 11 vorgesehen ist. Die Ablauföffnung 11 ist durch ein Lochsieb 12 teilweise verschlossen, so dass nur Flüssigkeiten oder kleinste 3/9 österreichisches Patentamt AT513163B1 2014-05-15
Festbestandteile aus der Ausnehmung 9 in einen an die Ablauföffnung 11 anschließenden Flüssigkeitsablauf 13 eintreten können. Der Querschnitt des Flüssigkeitsablaufs 13 kann dabei im Vergleich zur Auffangöffnung 10 bzw. zum Beckenauslauf 5 wesentlich kleiner sein.
[0031] Der Flüssigkeitsablauf 13 führt von unterhalb der Ablauföffnung 11 zu einer Seite des Verschlussteils 7 und durch eine Öffnung 14 durch eine Seitenwand des Beckenauslaufs 5. Dort setzt sich der Flüssigkeitsablauf 13 in einen Siphon 15 fort und endet unterhalb des Verschlussteils 7 in einer Mündung 16 (vgl. Fig. 3) im Beckenauslauf 5. Somit können flüssige Bestandteile, Wasser und etwaige Reinigungsmittel aus der Ausnehmung 9 durch den Flüssigkeitsablauf 13 direkt dem Toilettenauslass 6 zugeführt und entsorgt werden. Zugleich verhindert der Siphon 15, sobald er mit Flüssigkeit gefüllt ist, eine luftdurchlässige Verbindung aus dem Toilettenauslass 6 aufwärts in das Becken 2 und somit das Aufsteigen unangenehmer Gase.
[0032] In einer ringförmigen Ausnehmung 17 unterhalb des oberen Beckenrands 3 ist ein umlaufender, im Wesentlichen ringförmiger Wasserauslass in Form von Flachstrahldüsen 18 angeordnet. Das von den Flachstrahldüsen 18 abgegebene Wasser 19 wird zur Reinigung des Beckens 2 und der Ausnehmung 9 eingesetzt und durch die Ablauföffnung 11 und den Flüssigkeitsablauf 13 in den Toilettenauslass 6 entsorgt. Vorzugsweise sprühen die Flachstrahldüsen 18 heißes Wasser mit Desinfektionsmittel unter Hochdruck über die Wand des Beckens 2 und sorgen damit für eine hygienische Reinigung. Es kann sowohl vor als auch nach der Benutzung der Toilette 1 eine Spülung durchgeführt werden.
[0033] Außerdem ist im Beckenauslauf 5 im Bereich des Verschlussteils 7 und im gleichen radialen Abstand von der Drehachse 8 wie die Öffnung 14 ein Spülwasserzulauf 20 vorgesehen. Der Spülwasserzulauf 20 ist in der in Fig. 1 gezeigten Aufnahmestellung durch eine Seitenwand des Verschlussteils 7 verschlossen und kommuniziert nur in einer Auswurfstellung (vgl. Fig. 5) mit dem Flüssigkeitsablauf 13.
[0034] An den Seiten des Verschlussteils 7 sind im Bereich der Drehachse 8 beidseitig Achs-zapfen 21 angeformt, welche in entsprechenden Lagern 22 in der Seitenwand des Beckenauslaufs 5 drehbar gelagert sind. Einer der Achszapfen 21 ist dabei verlängert und mit einer Riemenscheibe 23 fest verbunden.
[0035] Bei der in Fig. 2 gezeigten Draufsicht ist der im Wesentlichen ovale Grundriss der Sitzöffnung 4 des Beckens 2 erkennbar.
[0036] Demgegenüber weist die Auffangöffnung 10 der Ausnehmung 9 des Verschlussteils 7 einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Im Boden der Ausnehmung 9, im Verhältnis zur größeren Auffangöffnung 10 im Wesentlichen zentriert, ist das Lochsieb 12 in der Ablauföffnung 11 erkennbar.
[0037] In Fig. 3 ist der kreisförmige Querschnitt des Verschlussteils 7, entsprechend der Zylin-derform, ersichtlich. Die Seitenwand des Beckenauslaufs 5 folgt im Bereich des Verschlussteils 7 dessen zylindrischer Form und weist dementsprechend zu beiden Seiten kreissegmentförmige Einbuchtungen 24 auf. Die Ausnehmung 9 ist ausgehend von der Auffangöffnung 10 konisch zulaufend geformt und endet zur Ablauföffnung 11 hin schalenförmig. In der hier gezeigten Ansicht ist die Mündung 16 des Flüssigkeitsablaufs 13 in den Beckenauslauf 5 direkt unterhalb des Verschlussteils 7 ersichtlich, wobei der sich funktionsgemäß unterhalb der Mündung 16 erstreckende Verlauf des Siphons 15 in der Seitenwand des Beckenauslaufs 5 gestrichelt eingezeichnet ist.
[0038] Bei der in Fig. 4 dargestellten Zwischenstellung des Verschlussteils 7 ist das Verschlussteil 7 gegenüber der zuvor besprochenen Aufnahmestellung um etwa 90° verdreht. In dieser Zwischenstellung ist die Auffangöffnung 10 der Ausnehmung 9 durch die im Beckenauslauf 5 gebildeten Einbuchtungen 24 vollständig verschlossen. Auch der Flüssigkeitsablauf 13 ist in dieser Stellung unterbrochen, so dass eine luft- und flüssigkeitsdichte Trennung des Beckens 2 vom Toilettenauslass 6 erzielt wird. Der Spülwasserzulauf 20 ist ebenso wie die Öffnung 14 durch eine Seitenwand des Verschlussteils 7 verdeckt und abgedichtet. 4/9 österreichisches Patentamt AT513163B1 2014-05-15 [0039] In Fig. 5 ist die Auswurfstellung des Verschlussteils 7 dargestellt, in welcher die Auffangöffnung 10 der Ausnehmung 9 des Verschlussteils 7 mit einem unteren, den Toilettenauslass 6 bildenden Abschnitt des Beckenauslaufs 5 kommuniziert. In dieser Auswurfstellung kann der Inhalt der Ausnehmung 9 durch den Toilettenauslass 6, beispielsweise in ein damit verbundenes Abwasserrohr 25 entleert werden. Dem Abwasserrohr 25 kann durch ein davon abzweigendes Zulaufrohr 26 Abwasser aus anderen Quellen, z.B. Regenwasser, zugeführt werden, welches die Beförderung der Toilettenabfälle unterstützt. Zur Unterstützung des Auswurfs und zur Reinigung der Ausnehmung 9 sowie des Lochsiebs 12 kann Spülwasser durch den Spülwasserzulauf 20 und einen Teil des Flüssigkeitsablaufs 13 zur Ablauföffnung 11 geleitet werden und in die Ausnehmung 9 eindringen. Als Spülwasser kann neben Wasser aus einer Hauswasserleitung auch Wasser aus einem Regenwassertank oder aus einem Sammeltank für Hausschmutzwasser verwendet werden. Bei Verwendung eines derartigen Tanks (nicht gezeigt) kann ein Tanküberlauf an das Zulaufrohr 26 angeschlossen werden.
[0040] Fig. 6 zeigt schematisch einen Antrieb 27 des Verschlussteils 7, welcher Antrieb 27 über einen Riemen 28 mit der Riemenscheibe 23 des Verschlussteils 7 verbunden ist. Bei dem Antrieb 27 kann es sich um einen elektrischen Motor oder um eine mechanische Kupplung, beispielsweise mit einem Bedienelement, handeln. Nach einer Benutzung der Toilette 1 ist vorgesehen, den Verschlussteil 7 aus der Aufnahmestellung um 360° zu drehen. Somit wird die Ausnehmung 9 entleert, wobei insbesondere ein in der Ausnehmung 9 angeordneter Papierfilter (nicht gezeigt) durch den Toilettenauslass 6 entsorgt wird, und anschließend wieder in die Aufnahmestellung für die nächste Benutzung gebracht. Gegebenenfalls kann die Drehung nach etwa 180°, d.h. in der Auswurf Stellung, vorübergehend angehalten werden, was insbesondere bei geringem Druck am Spülwasserzulauf 20, z.B. wenn dieser mit einem Regenwassertank oder mit einem Sammeltank für Hausschmutzwasser verbunden ist, vorteilhaft ist. In Zusammenhang mit dem Papierfilter ist es auch denkbar, dass die Filter bei der Bewegung des Verschlussteils 7 automatisch verschlossen und im verschlossenen Zustand entsorgt werden.
[0041] Neben der vorstehend beschriebenen bevorzugten Anwendung eignet sich die erfin-dunggemäße Toilette auch für die Verwendung als Trockenklo oder Campingklo, gegebenenfalls mit Anschluss an eine darunter liegende Grube. 5/9
Claims (10)
- österreichisches Patentamt AT513163B1 2014-05-15 Patentansprüche 1. Toilette (1) mit einem Becken (2), welches über einen Beckenauslauf (5) in einen Toilettenauslass (6) mündet, wobei im Beckenauslauf (5) ein drehbares Verschlussteil (7) angeordnet ist, welches eine Ausnehmung (9) mit einer Auffangöffnung (10) zum Auffangen von Fäkalien aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) abgesehen von der Auffangöffnung (10) auch eine Ablauföffnung (11) zum Abführen von Flüssigkeiten aus der Ausnehmung (9) aufweist.
- 2. Toilette (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauföffnung (11) in einem der Auffangöffnung (10) gegenüber liegenden Boden der Ausnehmung (9) angeordnet ist.
- 3. Toilette (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die Ablauföffnung (11) ein Flüssigkeitsablauf (13) mit einem Siphon (15) anschließt.
- 4. Toilette nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Aufnahmestellung des Verschlussteils (7) der Flüssigkeitsablauf (13) in den Toilettenauslass (6) mündet.
- 5. Toilette nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Beckenauslauf (5) ein Spülwasserzulauf (20) so angeordnet ist, dass der Spülwasserzulauf (20) in einer Auswurfstellung des Verschlussteils (7) mit dem Flüssigkeitsablauf (13) kommuniziert.
- 6. Toilette (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Siphon (15) außerhalb des drehbaren Verschlussteils (7), insbesondere in einer Seitenwand des Beckenauslaufs (5), angeordnet ist.
- 7. Toilette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauföffnung (11) mit einem Filter zur Separation von festen und flüssigen Bestandteilen versehen ist, insbesondere mit einem Lochsieb (12).
- 8. Toilette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) zur Aufnahme eines Papierfilters eingerichtet ist.
- 9. Toilette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussteil (7) mit einem Antrieb (27) zum Drehen des Verschlussteils (7), insbesondere einem elektrischen oder mechanischen Antrieb, verbunden ist.
- 10. Toilette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Becken (2), vorzugsweise in einem dem Beckenauslauf (5) gegenüber liegenden oberen Beckenrand (3), ein Wasserauslass, insbesondere in Form einer Flachstrahldüse (18), zum Einbringen von Wasser, Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel angeordnet ist. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen 6/9
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| ATA811/2012A AT513163B1 (de) | 2012-07-20 | 2012-07-20 | Toilette |
Publications (2)
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|---|---|
| AT513163A1 AT513163A1 (de) | 2014-02-15 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| ATA811/2012A AT513163B1 (de) | 2012-07-20 | 2012-07-20 | Toilette |
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Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN2861315Y (zh) * | 2005-12-29 | 2007-01-24 | 许开 | 磁悬浮旋转节水马桶 |
-
2012
- 2012-07-20 AT ATA811/2012A patent/AT513163B1/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT513163A1 (de) | 2014-02-15 |
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Effective date: 20170720 |