AT513226B1 - Brandschutzeinrichtung - Google Patents

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AT513226B1 AT503182012A AT503182012A AT513226B1 AT 513226 B1 AT513226 B1 AT 513226B1 AT 503182012 A AT503182012 A AT 503182012A AT 503182012 A AT503182012 A AT 503182012A AT 513226 B1 AT513226 B1 AT 513226B1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Brandschutzeinrichtung (100), insbesondere Decken- oder Wandschott, für Rohrleitungen (7) in Gebäuden, welche durch Öffnungen in Trennelementen (9, 9') derselben hindurch geführt und mit einer ein, gegebenenfalls mehrteiliges, Klappenblatt (2) mit einer Beschichtung (22) aus einer bei Brandeinwirkung intumeszierenden Brandschutzmasse umfassenden Brandschutzklappe in einem Klappengehäuse (10) mit zumindest zwei Öffnungen (16) mit einem brandfesten Material, vorzugsweise mit Stahl(blech), mit zumindest zwei Öffnungen (16) für den Anschluss der Rohrleitungen (7) ausgestattet sind und zumindest eine der Dichtflächen von Klappenplatte und Klappenplattenanschlag mit einem weichen, das Durchdringen von Brandrauch in der an dem Klappenanschlag (15) unter dem Druck des Schließmechanismus (3, 30) angepressten Schließstellung (S) verhindernden flächenform-anpassenden, (hoch)temperaturfesten Polymermaterial beschichtet ist, und ist d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , - dass die Klappengrundplatte(n) (20) des Klappenblattes (2) zumindest auf ihrer Anschlagsseite eine mit einer, vorzugsweise mit Stahl gebildeten, Halteplatte (24) nach außen hin abgeschlossene, Schicht (22) aus bzw. mit der intumeszierenden Brandschutzmasse aufweist (aufweisen).

Description

österreichisches Patentamt AT513 226B1 2014-12-15
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brandschutzeinrichtung, insbesondere ein Wand-und Deckenschott.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind die verschiedensten Brandschutzeinrichtungen für Rohrleitungen, insbesondere Lüftungsrohrleitungen, bekannt. Als Verschlusseinrichtungen werden dabei Brandschutzklappen eingesetzt und als Auslösevorrichtung dient üblicherweise ein Federmechanismus oder ein Stellmotor, der die Brandschutzklappe im Brandfall nach ihrem sofortigen Freigeben mittels einer Rückhaltevorrichtung äußerst rasch in ihre Schließstellung bewegt, in welcher diese ein- oder mehrteilige Klappe den Querschnitt der Rohrleitung verschließt.
[0003] Als Rückhaltevorrichtung, die bei Umgebungstemperatur die Brandschutzklappe in ihrer Offenstellung hält, kann beispielsweise ein Schmelzlot eingesetzt werden. Bei der Rückhaltevorrichtung ist jedenfalls wichtig, dass sie bereits bei einer relativ wenig erhöhten Temperatur die Verschlusseinrichtung freigibt, weil man einen möglichst frühzeitigen Verschluss der Rohrleitung gegen die Ausbreitung des Brandes und der Brand-Rauchgase erzielen will. Gefährliche Rauchgase treten im Brandfall bei wesentlich niedrigeren Temperaturen auf, als jene, welche der sich ausbreitende Brandherd selbst aufweist.
[0004] Es ist weiters seit langem bekannt, für das Verschließen einer Rohrleitung im Brandgeschehensfall Intumeszenz-Schaumstoffe einzusetzen, die bei erhöhter Temperatur mit hoher Volumenausdehnung aufschäumen und dabei festwerdend die durch Branddurchbruch gefährdete Rohrleitung sicher verschließen. Nachteilig ist, dass man für den Verschluss von Rohrleitungen mit größerem Durchmesser bisher eine große Menge Brandschutzmasse benötigt hat.
[0005] Nur als eines der Beispiele sei die Brandschutzklappen-Einrichtung gemäß AT 508116 B genannt.
[0006] Weiters ist zum Stand der Technik auf diesem Gebiet folgendes auszuführen: [0007] Die DE 9103382 U1 beschreibt einen Brandschutzverschluss für Lüftungskanäle u. dgl., dessen Gehäuse und Brandschutzklappe als solche selbst aus einem Intumeszenz-Hart-schaumstoff bestehen, der im Brandfall unter Bildung eines stabilen Kohlenstoffgerüsts bei Einwirkung hoher Temperaturen wie im Brandfall aufschäumt und dann als Verschluss gegen die Brandausbreitung wirkt, der aber daher nicht gegen ein Durchdringen von Brandgasen und Brandrauch schon bei den vergleichsweise niedrigen Temperaturen, die vor dem eigentlichen Brandgeschehen herrschen, schützen kann.
[0008] Bei der gemäß DE 3927013 A1 vorgeschlagenen Vorrichtung zum Verschließen von Öffnungen weist das schwenkbare Brandschutzkappenblatt auf der dem Brandgeschehen zugewandten Seite eine Bedeckung mit einem im Brandfall intumeszierenden Material auf. Dies führt erst im eigentlichen Brandgeschehen dazu, dass die Klappe in Schließstellung durch das Aufschäumen des Materials feuersicher mit dem Kappenanschlag "verschmilzt", jedoch nicht imstande ist, bei den relativ niedrigen Temperaturen, bei welchen zwar die Brandklappe schon geschlossen ist, dieselbe vor einem Durchdringen von Rauch bzw. Gasen durch sie hindurch zu schützen.
[0009] In der DE 10043774 A1 ist eine Brandschutzeinrichtung zur Abschottung einer Lüftungsleitung mit einem Gehäuse mit zwei Anschlussstutzen zur Eingliederung in eine durchgehende Lüftungsleitung beschrieben, wobei in dem Gehäuse vor den Anschlussstutzen ein Klappenblatt angeordnet ist, welches bei Betätigung den Durchgangsquerschnitt des Anschlussstutzens verschließt, wobei in das Gehäuse im Bereich zwischen den verschließbaren Anschlussstutzen Lüftungs-Eingangsstutzen einmünden und wobei die Klappe mit einem thermisch auslösbaren Verschlussmittel ausgestattet ist. Auch hier ist eine Dichtwirkung erst im Falle eines Brandgeschehens in unmittelbarer Nähe der Brandschutzklappe erreichbar, nicht jedoch eine Abdichtung von Rauch, bevor der Brand in Klappennähe angelangt ist. 1 /13 österreichisches Patentamt AT513 226 B1 2014-12-15 [0010] Die DE 3927013 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Verschließen einer Öffnung, die einen Raum mit der Atmosphäre oder einem anderen Raum verbindet, und das Austreten von Flammen oder Brandgasen verhindert, mit einer schwenkbar gelagerten Klappe mit Betätigungsvorrichtung, die die Klappe normalerweise in Öffnungsstellung hält, sie jedoch zum Verschließen der Öffnung im Brandfall in die Schließstellung bringt und dadurch gekennzeichnet ist, dass die Klappe eine Blechplatte aufweist, die auf der dem Raum zugekehrten Seite mit einem intumeszierenden Material bedeckt sind. Auch hier ist eine echte Dichtwirkung erst dann erreicht, wenn schon die hohen Temperaturen des Brandes die Klappe erreicht haben.
[0011] Allen diesen Druckschriften ist zu entnehmen, dass die Brandschutzklappe und gegebenenfalls deren Anschlag mit einem erst bei hohen Temperaturen, wie sie im tatsächlichen Brandfall auftreten, mit für die Abdichtung einer Lüftungsleitung od. dgl. sorgendem Intumes-zenzmaterial ausgestattet sind, es ist jedoch keiner derselben eine Brandschutzklappe zu entnehmen, welche schon zu einem Zeitpunkt für ihre Abdichtung sorgt, zu dem die Klappe zwar infolge ansteigender Temperatur, z.B. bei noch entfernterem Brandgeschehen, schon geschlossen ist, aber noch keinesfalls tatsächlich dicht gegenüber schon bis zu ihr dringende und dort durchtretende Brandgase und Brandrauch ist.
[0012] Den Anforderungen welche gemäß den neuen EU-Standards an Brandschutzklappen-Einrichtungen gestellt sind, können, wie sich in der Praxis gezeigt hat, die bisher bekannten Brandschutzeinrichtungen in manchen Fällen nicht vollauf genügen. Es sind dort bis jetzt in die Brandschutzklappen keine gesonderten Einbauten erfolgt, welche mit hoher Sicherheit dafür sorgen, dass insbesondere zu Beginn eines Brandgeschehens zwar die Brandschutzklappe schon geschlossen ist, dieselbe aber dennoch in diesem frühen Stadium nicht immer ausreichend dafür sorgen kann, dass der Brandrauch trotz in Folge erster Hitzeeinwirkung schon geschlossener Platte, aber eben noch bevor die Brandschutzmasse voll aufschäumt, dennoch durch die aufeinander liegenden Dichtebenen von Klappenblatt und Klappenblatt-Anschlag durchdringt.
[0013] Darüber hinaus hat es sich als ganz wichtig erwiesen, dafür zu sorgen, dass es nicht zur Übertragung von Hitze des Brandes von einer betroffenen Rohrleitung auf das Gehäuse der Brandschutzklappe und von dieser auf die von dort weiterleitende Rohrleitung kommt. Dies ist insbesondere dann von entscheidender Bedeutung, wenn das Klappengehäuse, wie heute in den meisten Fällen üblich, aus einem Metall, insbesondere mit Stahlblech, gefertigt ist, welches insbesondere von Seiten der Formgebung, der Möglichkeit späterer Einbauten u.dgl. wesentlich flexibler handzuhaben ist, als die bisher bekannten Klappengehäuse aus feuerfestem Material, wie z.B. aus Ridurit.
[0014] Es ist also, insbesondere bei Brandschutzklappengehäusen aus Metall von hoher Wichtigkeit, für eine Trennung der hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisenden Materialien - meist Metall -der Rohrleitungen und der Brandschutzgehäuse mittels Zwischenschaltung eines brand- und feuerfesten Temperaturentkopplungsmaterials Sorge zu tragen.
[0015] Um dem oben angeschnittenen Problem der Undichtigkeit von Brandschutzklappen gegen Brandrauchdurchbruch zu begegnen, ist Gegenstand der Erfindung eine neuartige Brandschutzeinrichtung, insbesondere ein Decken- oder Wandschott, für Rohrleitungen, vorzugsweise Lüftungsrohrleitungen, in Gebäuden, welche durch Öffnungen in Trennelementen derselben aus der Gruppe Wände und Decken hindurch geführt und mit einer ein ein- oder mehrteiliges, Klappenblatt mit einer Beschichtung aus einer bei Brandeinwirkung intumeszierenden Brandschutzmasse umfassenden Brandschutzklappe in einem ein- oder zweiteiligen Klappengehäuse mit einem brandfesten Material, vorzugsweise mit Stahl(blech), mit zumindest zwei Öffnungen (16) für den Anschluss der Rohrleitungen (7) ausgestattet sind und zumindest eine der Dichtflächen von Klappenplatte und Klappenplattenanschlag mit einem weichen, das Durchdringen von Brandrauch in der an dem Klappenanschlag (15) unter dem Druck des Schließmechanismus (3, 30) angepressten Schließstellung (S) verhindernden flächenform-anpassenden, (hoch)temperaturfesten Polymermaterial beschichtet ist, welches dadurch gekennzeichnet ist, 2/13 österreichisches Patentamt AT513 226B1 2014-12-15 - dass die Klappengrundplatte(n) (20) des Klappenblattes (2) zumindest auf ihrer Anschlagsseite eine mit einer, vorzugsweise mit Stahl gebildeten, Halteplatte (24) nach außen hin abgeschlossene, Schicht (22) aus bzw. mit der intumeszierenden Brandschutzmasse aufweist (aufweisen).
[0016] Die auf der Anschlagsseite des Klappenblattes oder der einzelnen Klappenteilblätter im Falle von zwei- oder mehrteiligen Brandschutzklappen und zwar, insbesondere auf der Anschlagseite von deren z.B. aus Stahl gefertigten Klappengrundplatte angeordnete Beschichtung mit dem brandfesten Polymermaterial, sei dies nun eine ganzflächige Beschichtung oder nur eine volle Beschichtung der (Außen-)Randzonen der Klappengrundplatte, welche grundsätzlich entweder rechteckige, quadratische oder kreisförmige Gestalt haben kann, dort wo die Polymer-Auflage in Schließstellung der Brandschutzklappe auf den Anschlägen anliegt und/oder der Beschichtung der Anschläge bzw. der Dichtebenen des Brandschutzgehäuses bringen/bringt den Vorteil einer topografischen und daher tatsächlich gas- und rauchdurchdringungsdichten Anpassung der an die Klappengrundplatte gebundenen Polymer-Dichtung an die Anschlagsflächen bzw. Dichtungsebenen des Brandschutzgehäuses.
[0017] Für bestimmte Ausführungsformen von Brandschutzklappen ist eine zwingende Vollflächen- oder Randzonenbelegung beider Seiten der Brandschutzgrundplatte von Vorteil. Hierbei ist also vorgesehen, dass die Klappengrundplatte auf beiden Seiten direkt mit der sie gesamtflächig oder ringartig - jedenfalls bis zu deren Außenrand - deckenden Schicht, insbesondere Folie oder Membran, aus dem (hoch)temperaturfesten Polymermaterial bedeckt ist.
[0018] Im Grunde genommen kann dies auch für eine einteilige Brandschutzklappe von Vorteil sein, wenn dieselbe eine Schwenkachse, welche senkrecht zur Gehäuse- bzw. Rohrleitungsachse und im Gehäuse z.B. mittig angeordnet ist, wobei eine Hälfte dieser Wendeklappe beim Schließen an einem in eine Richtung weisenden einer Hälfte des Gesamtanschlags entsprechenden "Halbanschlag" anschlägt und dort mittels der feuerfesten Polymerschicht tatsächlich auch rauchabdichtend wirkt und die andere Hälfte dieser Wendeklappe an der in die entgegengesetzte Richtung weisenden Halbanschlag dichtend anliegt, wozu vorsorglich auf die Fig. 1c hinzuweisen ist.
[0019] Um eine weiter erhöhte Brandschutzsicherheit zu erreichen, kann es wichtig und vorteilhaft sein, für eine Hitzeisolierung auch innerhalb Brandschutzmasse Sorge zu tragen.
[0020] Demgemäß ist es günstig vorzusehen, dass die Schicht mit der intumeszierenden Brandschutzmasse mit insgesamt drei Lagen, und zwar mit zwei Lagen Brandschutzmasse und zumindest einer zwischen denselben angeordneten Lage oder Platte aus einem brand- und feuerfesten Entkopplungs- bzw. Isoliermaterial auf anorganisch-mineralischer Basis, insbesondere Ridurit, ausgebildet ist.
[0021] Diese Maßnahme hat den Vorteil einer Art zeitlich zweistufiger Volumsausdehnung der Brandschutzmasse, wobei die brandgeschehens-näher angeordnete Masse sich sehr schnell gegen den Brandherd hin ausdehnt und für Abdichtung sorgt und die "hinter" dem Isoliermaterial angeordnete Masse, erst verzögert damit beginnt, sich auszudehnen und letzten Endes z.B. eventuell noch offen gebliebene Stellen im Gehäusequerschnitt voll mit Brandschutzmasse füllt.
[0022] Was die Lenkung der Volumsvergrößerung der Brandschutzmasse im Brandfall betrifft, so hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn - für eine mit dem Klappenblatt bzw. mit deren Klappengrundplatte im Wesentlichen kongruent verlaufende, klappenblatt- oder gehäuseaxiale Volumsvergrößerung der intumeszierenden Brandschutzmassen-Schicht im Brandfall -die diese Schicht nach außen hin abschließende Halteplatte, und die gegebenenfalls in dieser Schicht vorhandene Isoliermaterialplatte mit zumindest einer an die Klappen-Grundplatte des Klappenblatts gebundenen und beim Expandieren der Brandschutzmassenschicht winkelig aufklappenden, und bei Brandeinwirkung gegebenenfalls berstenden, Ausstanzung und im Falle eines im Wesentlichen kreisrunden Klappenblattes mit mehreren derartigen, radial angeordneten, länglichen Ausstanzungen ausgebildet ist.
[0023] Im Sinne der neuen EU-Standards wird es aus Gründen der Sicherheit im Brandfall 3/13 österreichisches Patentamt AT513 226B1 2014-12-15 weiter zwingend vorgeschrieben sein, dass die Weiterleitung von Hitze eines Brandgeschehens innerhalb einer Rohrführung und, insbesondere von der Rohrleitung über das in dieselbe eingebaute Brandschutzklappengehäuse in eine weiterführende Rohrleitung möglichst wirkungsvoll unterbunden werden soll.
[0024] Demgemäß ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung weiters ganz besonders bevorzugt, dafür zu sorgen, dass - im Falle eines mit Metall, insbesondere mit (Stahl-)Blech, gefertigten Klappengehäuses - dasselbe mit zwei Gehäuseteilen gebildet ist, deren jeder vom jeweils anderen Gehäuseteil durch zumindest einen, gegebenenfalls an ein Trennelement eines Gebäudes gebundenen, Entkopplungs-Bauteil, insbesondere durch zumindest eine Entkopplungskonsole oder -platte aus einem brandfesten mineralbasierten Isoliermaterial getrennt ist.
[0025] Hierbei ist es weiters günstig, wenn das Klappengehäuse selbst aus einem brandfesten mineral-basierten, die metallischen Anschlussstutzen für die Rohrleitungen voneinander thermisch trennenden Temperatur-Entkopplungs-, insbesondere Isoliermaterial gebildet ist.
[0026] Weiters kann vorgesehen sein, dass unter Beachtung der oben beschriebenen Isolierwirkung gegen Wärmeübertragung vorgesehen ist, dass das Klappengehäuse aus Stahl gefertigt ist und als solches selbst als in eine jeweils abzuschottende Rohrleitung einbringbare Brandschutzklappen-Einschubeinheit gestaltet ist.
[0027] Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Klappengehäuse überwiegend aus Stahl(blech) gefertigt ist, dass es jedoch auf einer Seite in einem Klappengehäuse-Wandungsteil aus brandfestem, mineralbasiertem Entkopplungs-, insbesondere Isolierplattenmaterial verankert ist, welcher auch den Anschlag für die schließ- bzw. anschlagsseitig mit der Schicht, Folie oder Membran, aus dem (hoch)temperaturfesten Polymermaterial versehene Kappengrundplatte des Klappenblatts bildet.
[0028] Nicht zuletzt sei darauf verwiesen, dass das Klappengehäuse zusätzlich zu den zwei untereinander identische Achsen aufweisenden Öffnungen für den Anschluss an Zuführungsund Abführungs-Rohrleitungen eine mit einem Deckel oder Schraubverschluss ausgestattete Revisionsöffnung aufweist, und/oder dass es mit zumindest einer weiteren, insbesondere seitlichen, Öffnung für den Anschluss zumindest einer weiteren Rohrleitung als Winkel-, T-Form-oder Verteiler-Gehäuse ausgebildet ist.
[0029] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert: [0030] Es zeigen die [0031] Fig. 1a und 1b in Schnittansicht zwei Ausführungsformen des erfindungsgemäß eingesetzten neuen Brandschutz-Klappenblatts, [0032] die Skizze der Fig. 1c eine mögliche Anordnung der feuerfesten Polymerbelegung auf beiden Seiten einer Brandschutz-Wendeklappe, [0033] die Fig. 2 [0034] die Fig. 3 [0035] die Fig. 4 [0036] die Fig. 5 [0037] die Fig. 6 [0038] die Fig. 7 ein erfindungsgemäßes "gemischtes" Brandschutzklappengehäuse aus Stahlblech mit einem Temperaturentkopplungsbauteil, der einen Teil desselben bildet, ein zweiteiliges Klappengehäuse 10 gemäß der Erfindung, ein selbst aus dem Temperaturentkopplungsmaterial gefertigtes Brandschutzklappengehäuse als Deckenschott, die grundsätzliche Bauweise eines mit geteilter Brandschutzklappe gemäß der Erfindung ausgestatteten Einschub-Brandschutzgehäuses aus Stahl mit Stellmotor, eine erfindungsgemäß ausgestattete Überströmöffnung in einer massiven Mauer im Schnitt, ein Detail eines Klappengehäuses aus Stahl und 4/13 österreichisches Patentamt AT513 226 B1 2014-12-15 [0039] die Fig. 8a bis 8d spezielle Ausführungsformen der Teile von Brandschutzklappen blättern.
[0040] Die in den Fig. 1a und 1b in Sperrstellung gezeigte, für wesentlich verbesserte Dichtigkeit sorgende Brandschutzklappe 2 umfasst eine in einem Stahl-Brandschutzklappengehäuse 10, von welchem hier nur eine Wand gezeigt ist, angeordnete Brandschutzklappe 2, deren Klappengrundplatte 20 über ein Gelenk 3 an der genannten Gehäusewand angelenkt ist. An ihrer dem Anschlag 15 bzw. der Dichtebene des Gehäuses, und üblicherweise auch der Seite der Brandgefährdung B zugewandten Seite ist mit der Klappengrundplatte 20 eine Folie bzw. eine Beschichtung 21 aus einem in geringem Maß nachgiebig formanpassbaren, und in jedem Fall hitzebeständigen Polymermaterial flächig verbunden, welche hier z.B. der Kreis- oder Quadratform der Brandschutzklappe 2 bzw. von deren Klappengrundplatte 20 angepasst, günstigerweise die gleiche Flächenform hat wie dieselbe und günstiger Weise bis zu deren Außenrand 205 reicht.
[0041] Diese Polymerschicht 21 kann beispielsweise aus einem Silikonpolymer gebildet sein, sie liegt in Schließstellung S der Klappe 2 mit ihren Randzonen rundum auf dem, beispielsweise wie die Klappengrundplatte 20 kreisrund oder quadratisch oder rechteckig, geschlossen ringförmigen Anschlag 15 auf.
[0042] Besonders hoch ist die Dichtwirkung dann, wenn auch auf der Anschlagfläche des Anschlags 15 eine wie oben beschriebene hitzefeste Polymerschicht, in der Fig. 1a mit durch eine gerade begrenzte, andere Richtung aufweisende Schraffur angedeutet, mit dem Symbol 210, aufgetragen ist.
[0043] Nicht zuletzt sei erwähnt, dass selbstverständlich auch nur die Klappengrundplatte 20 ohne die genannte Polymerschicht 21 vorgesehen sein kann und daher nur die Anschlagflächen des Anschlags 15 mit dem hoch dichtungswirksamen hitzebeständigem Polymer beschichtet sind.
[0044] Aus der Fig. 1b ist weiters ersichtlich, dass auf der hitzefesten Polymerschicht 21, zumindest, wenn dieselbe vollflächig auf der Klappengrundplatte 20 aufgetragen ist, gegen die Brandgefährdungsseite B hin eine Schicht 22 aus dem bei Hitzeeinwirkung im Brandfall aufschäumenden Intumeszenzmaterial folgt, welche schließlich nach außen hin üblicherweise mit einer aus Stahl gefertigten Halteplatte 24 abgeschlossen ist.
[0045] Mit 30 sind die Auslösehaken, beispielsweise mit Schmelzsicherung, bezeichnet, welche sich bei erhöhter Temperatur im Brandfall voneinander lösen und so das federbelastete Klappenblatt 2 unverzüglich zum Klappen in die Schließstellung S freigeben, und mit 3 das Schwenkgelenk des Klappenblatts 2.
[0046] Das in der Fig. 1b gezeigte Klappenblatt 2 unterscheidet sich von jenem gemäß Fig. 1a dadurch, dass hier die Brandschutzmassenschicht 22 dreiteilig aufgebaut ist, wobei zwischen den beiden Brandschutzmassen-Teilschichten 221, 222 eine Schicht 23 aus einem anorganischen, hitzebeständigen Material, beispielsweise aus Gipsfaser (Ridurit), angeordnet ist.
[0047] Die Skizze der Fig. 1c zeigt nur grundsätzlich schematisch eine einteilige Brandschutzklappe 2, welche selbstverständlich auslösbar federbelastet, um eine im Brandschutzklappengehäuse 10 mittig angeordnete Welle 25 schwenkbar ist und im Schließfall an zueinander entgegengesetzt ausgerichteten Halbanschlägen 15, 15' anschlägt und somit gegen Branddurchbrüche dichtet.
[0048] Hier sind daher zumindest eine der Hälften von deren Klappengrundplatte 20 auf einer Seite und zumindest die jeweils andere Hälfte auf der anderen Seite der Klappengrundplatte 20 mit dem hitzefesten, dichtungsverbessernden hitzebeständigen Polymer, z.B. Silikon 21, beschichtet.
[0049] Bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen zeigt die Fig. 2 ein Brandschutz-Deckenschott 100 mit einem Brandschutzklappengehäuse 10, beispielsweise aus Stahl, welches unterseitig in einem Temperatur-Entkoppelungsunterteil 4 aus einem anorganischen 5/13 österreichisches Patentamt AT513 226B1 2014-12-15 hitzebeständigem und insbesondere nicht hitzeleitenden Material, wie beispielsweise aus Ri-durit, verankert ist, das seinerseits, wie dort schematisch angedeutet, mittels Befestigungselementen 45, beispielsweise Schrauben, an eine doppelte Gipskartondecke 9' od. dgl. gebunden ist. In die Wanddurchführung 90 reicht dann der brandgefährdungsseitige B Rohrstutzen 6' mit Lippendichtung 71 über welche das Rohr 7 einer Rohrführung gestülpt bzw. geschoben ist.
[0050] Hier bildet der Entkoppelungsbauteil 4 des Brandschutzgehäuses 10 selbst den Anschlag 15 für das Klappenblatt 2 insbesondere für dessen Klappengrundplatte 20 mit der neuen hitzebeständigen, die Dichtigkeit der gesamten Brandschutzklappe 2 einerseits gegen Luftdurchgang und anderseits gegen Durchbruch von Brandrauch und -gasen ganz wesentlich erhöhenden, hitzefesten Polymerschicht 21. Gezeigt ist hier, wie wieder mittels Halteplatte 24 nach außen abgeschlossen, durch die Hitzeeinwirkung eines Brandes B sich die Brandschutzpolymermasse 22 gerade im Stadium der Aufblähung zum Brandherd B hin befindet.
[0051] Angedeutet ist hier weiters noch eines der die Brandschutzmassenschicht 22 durchdringenden Abstandsicherungsfederelemente 86, welches jeweils durch entsprechende Ausstanzungen der Halteplatte 24 gebildet sind, mit ihren freien Enden an der Klappengrundplatte 20 befestigt sind und dafür sorgen, dass die Halteplatte 24 während des Aufblähens der Brandschutzmassenschicht 22 im Wesentlichen in Parallellage zur Klappengrundplatte 20 bewegt wird, wodurch Volums-Unregelmäßigkeiten beim Aufschäumen weitgehend vermieden werden.
[0052] Das Stahlgehäuse 10 weist hier eine parallel zur Decke 9' ausgerichtete Anschlussstutzen-Öffnung 16' auf, welche hier mittels lösbarem Deckel 17 abgeschlossen ist, um beispielsweise Revisions- oder Reinigungsarbeiten durchzuführen. An diese Öffnung 16' kann in gleicher Weise, wie bei der weiterführenden, aufwärts gerichteten Anschlussöffnung 16, ein z.B. mittels Lippendichtung 71 abgedichtetes Weiterführungsrohr 7 anschlossen sein. Mit 6 sind die Anschlussstutzen für die Rohre 7 bezeichnet.
[0053] Bei dem grundsätzlich die gleiche Bauweise aufweisenden, z.B. in eine Trennwand 9 eines Gebäudes einbaubaren Brandschutzklappengehäuse 10 gemäß Fig. 3 ist der linke Teil 12 desselben mit Stahl gebildet und ist gleichzeitig als Rohr-Anschlussstutzen ausgebildet und bildet selbst den hier mit diesem Stahl-Gehäuseteil 12 einstückigen Anschlag 15 einerseits und andererseits ist der nach außen weisende kurze Flansch 101 zwischen zwei wärmeisolierenden, mineralischen Temperaturentkopplungsteilen 4, 4' angeordnet. Der weiterführende, ebenfalls mit Stahl gebildete Gehäuseteil 11 ist mit einem hier beide Temperaturentkopplungs-Bauteile 4, 4' übergreifenden Flansch 102 ausgebildet, wobei aber zwischen dem oben genannten "kurzen" Flansch 101 und dem übergreifenden Flansch 102 ein temperaturübergangshem-mender Abstand a eingehalten ist.
[0054] Was das Klappenblatt 2 dieses Brandschutzklappengehäuses 10 betrifft, so ist dasselbe in zwei Klappenhälften geteilt, deren jede auf der nach dem schließenden Aufklappen gegen den Brandherd B hin weisend die rauchdichtungssichere Auflage bzw. Beschichtung 21 mit dem hitzefesten Polymer aufweist und sonst in völlig analoger Weise zu den weiter oben beschriebenen Brandschutzklappen 2 gebaut ist.
[0055] Die Fig. 4 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - ein mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Brandschutzklappe 2 ausgestattetes Brandschutzklappengehäuse 10, welches, da es z.B. aus Gipsfaserplatten gebildet ist, selbst den jeglicher Hitzeweiterleitung verhindernden Temperaturentkoppelungsteil - bei sonst gleichartiger Ausstattung wie die anderen Brandschutzklappen - bildet.
[0056] Die Fig. 5 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - ein direkt in dem mittels Isoliermasse 40 in der Durchbruchs-Öffnung 90 einer doppelten Gipskartonwand 9 angeordneten Rohr 7 untergebrachtes Einschub-Brandschutzklappengehäuse 10, ebenfalls mit einem zweiteiligen Klappenblatt 2, wobei jedes der beiden Teilblätter den gleichen Aufbau mit Klappengrundplatte, hitzebeständiger Polymerschicht, Brandschutzmassenschicht und Halteplatte aufweist, allerdings die Auslösung der Schließung der beiden Klappenteile mittels Stellmotor M erfolgt, welcher - isoliert von den anderen Stahlteilen - an einem ringartigen Thermo- 6/13 österreichisches Patentamt AT 513 226 B1 2014-12-15
Entkoppelungsbauteil 4 angeordnet ist, an dem einerseits der Einschubteil E des Brandschutzgehäuses 10 und völlig temperaturisoliert von demselben der Anschlussstutzen 6 für ein weiterführendes Rohr angeordnet ist.
[0057] Die Fig. 6 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - die Anordnung einer erfindungsgemäßen Brandschutzklappe 100 in einer Überströmöffnung mit Rohr 7 in einer Gebäudemauer, wobei die Brandschutzklappe 100 grundsätzlich in gleicher Weise ausgebildet ist, wie sie die vorhergegangenen Fig. zeigen, nur, dass an deren Anschluss 6 kein weiterführendes Rohr angeschlossen ist, sondern dass dessen Öffnung mit einer Jalousie 81 ausgestattet ist, und dass auf ihrer linken Seite eine Kaltrauchsperre 80 mit flexiblem, in Offenstellung aufgeklapptem Klappenblatt 82 mit verstellbarem Magnet angeordnet ist. Nach links folgen dann zwei z.B. mit einem Schaumstoff gebildete, zueinander versetzt angeordnete Schalldämmelemente 83 und schließlich auf der linken Mauerseite ein die Rohröffnung deckender Gittereinsatz 84.
[0058] Die Fig. 7 zeigt - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - den wesentlichen Teil eines aus Stahl gefertigten Brandschutzklappengehäuses 10 mit einer ebenfalls mittels Stellmotor M oder Elektromagnet mit Gelenkgestänge im Brandfall schließbaren Zweiflügel-Brandschutzklappe 2 im Schnitt mit der Grundplatte 20, der Halteplatte 24, dem Polymerbelag 21 und der Intumeszenzschicht 22, wobei auch hier der Klappenanschlag 15 mit dem Gehäuse 10 einstückig aus Stahl gefertigt ist.
[0059] Schließlich zeigen die Fig. 8a bis 8d - bei sonst gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen - die einzelnen Schichten 21, 23 und 24 der neuen, hinsichtlich ihrer Rauchabdichtung wesentlich verbesserten Brandschutzklappenblätter 2 gemäß der Erfindung.
[0060] Die Halteplatte 24 aus Stahl weist mehrere, im Falle kreisrunder Klappenblätter radiale, Ausstanzungen 86' auf, welche die - hier nicht gezeigte - Brandschutzmassenschicht 22 und die dort noch zusätzliche anorganische, hitzebeständige Hitzeausbreitungsverzögerungs-Feuerfestschicht 23 durchdringende Führungselemente 86 bilden, welche mit ihren freien Enden 87 an der - ebenfalls nicht dargestellten - Klappengrundplatte 20 befestigt sind.
[0061] Nur beispielsweise ist auch eine quadratische Klappengrundplatte 20 gezeigt mit ihren Befestigungspunkten für die freien Enden der Führungselemente.
[0062] Beim Aufblähen der Brandschutzmassenschicht 22 bleibt die durch die Führungselemente 86 gebildete Verbindung zur Klappengrundplatte 20 erhalten, nur "verlängern" sich nun die Führungselemente 86, indem sie als Folge des Blähdrucks der Brandschutzmasse "ausei-nander-gefaltet" werden, wie dies auch aus der Fig. 2 ersichtlich ist.
[0063] Hierbei bleibt im Wesentlichen die Parallelität von Klappengrundplatte 20 und Halteplatte 24 während der Volumsvergrößerung der Brandschutzmasse erhalten und es erfolgt kein Ausweichen der sich aufblähenden Brandschutzmassenschicht, wodurch ein Branddurchbruch durch eine Gebäudetrennwands-Durchbruchöffnung hindurch perfekt verhindert wird.
[0064] Die Isolierplatte 23 ist in gleicher Weise mit Ausstanzungen ausgebildet wie die Halteplatte 24. 7/13

Claims (8)

  1. österreichisches Patentamt AT 513 226 B1 2014-12-15 Patentansprüche 1. Brandschutzeinrichtung (100), insbesondere Decken- oder Wandschott, für Rohrleitungen (7) , vorzugsweise Lüftungsrohrleitungen, in Gebäuden, welche durch Öffnungen in Trennelementen derselben hindurch geführt und mit einer ein ein- oder mehrteiliges, Klappenblatt (2) mit einer Beschichtung (22) aus einer bei Brandeinwirkung intumeszierenden Brandschutzmasse umfassenden Brandschutzklappe in einem ein- oder zweiteiligen Klappengehäuse (10) mit einem brandfesten Material, vorzugsweise mit Stahl(blech), mit zumindest zwei Öffnungen (16) für den Anschluss der Rohrleitungen (7) ausgestattet sind und zumindest eine der Dichtflächen von Klappenplatte und Klappenplattenanschlag mit einem weichen, das Durchdringen von Brandrauch in der an dem Klappenanschlag (15) unter dem Druck des Schließmechanismus (3, 30) angepressten Schließstellung (S) verhindernden flächenform-anpassenden, (hoch)temperaturfesten Polymermaterial beschichtet ist, dadurch gekennzeichnet, - dass die Klappengrundplatte(n) (20) des Klappenblattes (2) zumindest auf ihrer Anschlagsseite eine mit einer, vorzugsweise mit Stahl gebildeten, Halteplatte (24) nach außen hin abgeschlossene, Schicht (22) aus bzw. mit der intumeszierenden Brandschutzmasse aufweist (aufweisen).
  2. 2. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (22) mit der intumeszierenden Brandschutzmasse mit insgesamt drei Lagen (221,23, 222), und zwar mit zwei Lagen (221, 222) Brandschutzmasse und zumindest einer zwischen denselben angeordneten Lage (23) oder Platte aus einem brand- und feuerfesten Entkopplungs-bzw. Isoliermaterial auf anorganisch-mineralischer Basis, insbesondere aus Ridurit, ausgebildet ist.
  3. 3. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass - für eine mit dem Klappenblatt (2) bzw. mit dessen Klappengrundplatte (20) im Wesentlichen kongruent verlaufende, klappenblatt- oder gehäuseaxiale Volumsvergrößerung der intumeszierenden Brandschutzmassen-Schicht (22) im Brandfall - die diese Schicht (22) nach außen hin abschließende Halteplatte (24), und die gegebenenfalls innerhalb dieser Schicht (22) vorhandene Isoliermaterialplatte (23), mit zumindest einer an die Klappen-Grundplatte (20) des jeweiligen Klappenblatts (2) gebundenen und beim Expandieren der Brandschutzmassenschicht (22) winkelig auf klappenden, und bei Brandeinwirkung gegebenenfalls berstenden, Ausstanzung (8), und im Falle eines im Wesentlichen kreisrunden Klappenblattes (20) mit mehreren derartigen, radial angeordneten, länglichen Ausstanzungen (8) , ausgebildet ist.
  4. 4. Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass - im Falle eines mit Metall, insbesondere mit (Stahl-)Blech, gefertigten Klappengehäuses (10) - dasselbe mit zwei Gehäuseteilen (11, 12) gebildet ist, deren jeder vom jeweils anderen Gehäuseteil durch zumindest einen, gegebenenfalls an ein Trennelement (9) eines Gebäudes gebundenen, Entkopplungs-Bauteil (4), insbesondere durch zumindest eine Entkopplungskonsole oder -platte aus einem brandfesten mineral-basierten Isoliermaterial, getrennt ist.
  5. 5. Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappengehäuse (10) selbst aus einem die metallischen Anschlussstutzen (6) für die Rohrleitungen (7) voneinander thermisch trennenden, brandfesten mineral-basierten Temperatur-Entkopplungs-, insbesondere -Isoliermaterial gebildet ist.
  6. 6. Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappengehäuse (10) aus Stahl gefertigt ist und als solches selbst als in eine jeweils abzuschottende Rohrleitung (7) einbringbare Brandschutzklappen-Einschubeinheit (E) ausgebildet ist. 8/13 österreichisches Patentamt AT513 226B1 2014-12-15
  7. 7. Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappengehäuse (10) überwiegend aus Stahl(blech) gefertigt ist, dass es jedoch auf einer Seite in einem Klappengehäuse-Wandungsteil aus einem brandfesten, mineralbasierten Temperatur-Entkopplungs-, insbesondere -Isolierplattenmaterial verankert ist, welcher auch den Anschlag (15) für die schließ- bzw. anschlagsseitig mit der Schicht, Folie oder Membran (21) aus dem (hoch)temperaturfesten Polymermaterial versehene Kappengrundplatte (20) des Klappenblatts (2) bildet.
  8. 8. Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappengehäuse (10) zusätzlich zu zwei untereinander identische Achsen aufweisenden Öffnungen (17) für den Anschluss an Zuführungs- und Abführungs-Rohrleitungen (7) eine mit einem Deckel oder Schraubverschluss (16) ausgestattete Revisionsöffnung (16, 16') aufweist, und/oder dass es mit zumindest einer weiteren, insbesondere seitlichen, Öffnung für den Anschluss zumindest einer weiteren Rohrleitung als Winkel-, T-Form- oder Verteiler-Gehäuse ausgebildet ist. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen 9/13
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