AT513615B1 - Schallschutzwand - Google Patents

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AT513615B1 AT504522013A AT504522013A AT513615B1 AT 513615 B1 AT513615 B1 AT 513615B1 AT 504522013 A AT504522013 A AT 504522013A AT 504522013 A AT504522013 A AT 504522013A AT 513615 B1 AT513615 B1 AT 513615B1
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Abstract

Es wird eine Schallschutzwand mit einem Traggerüst (1) und mit an einer Stelle axialdurchtrennten Autoreifen beschrieben, die durch radiale Einschnitte (6) in denSeitenwänden in gleiche, über Filmscharniere (8) verbundene Sektoren (7) unterteiltund zu am Traggerüst (1) befestigten Sektorstreifen (9) auseinandergezogen sind,wobei die in Längsrichtung hintereinandergereihten Sektorstreifen (9) aufeinanderliegendeLagen bilden. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wirdvorgeschlagen, dass die Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) benachbarter Lagen umeine halbe Sektorlänge gegeneinander versetzt angeordnet sind und dass dasTraggerüst (1) über die Lagen durchgehende, in einem der halben Sektorlänge entsprechendenRasterabstand verlaufende Verbindungsanker (5) aufweist, die dieSektoren (7) der Sektorstreifen (9) in der Längsmitte durchsetzen und die Filmscharniere(8) zwischen den Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) auf der den Einschnitten(6) abgewandten Außenseite abstützen.

Description

österreichisches Patentamt AT513 615B1 2014-06-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schallschutzwand mit einem Traggerüst und mit an einer Stelle axial durchtrennten Autoreifen, die durch radiale Einschnitte in den Seitenwänden in gleiche, über Filmscharniere verbundene Sektoren unterteilt und zu am Traggerüst befestigten Sektorstreifen auseinandergezogen sind, wobei die in Längsrichtung hintereinandergereihten Sektorstreifen aufeinanderliegende Lagen bilden.
[0002] Autoreifen werden in Form von Altreifen in unterschiedlicher Weise für Begrenzungswände eingesetzt, wobei die Autoreifen im Ganzen oder in Teilen über die Wandhöhe gestapelt und mit einem Traggerüst verbunden werden. Darüber hinaus ist es bekannt (EP 0 273 911 B1, EP 0 704 009 B1), bepflanzbare Schallschutzwände unter Einsatz von Altreifen vorzusehen, die einer tragenden Wand vorgesetzt sind, um den zwischen den Altreifen und der tragenden Wand entstehenden Hohlraum mit Erde für eine Bepflanzung füllen zu können. Die Altreifen werden dabei einmal axial durchtrennt und durch radiale Einschnitte in Sektoren unterteilt, wobei die zwischen den Sektoren verbleibenden Laufflächenbereiche Filmscharniere bilden, über die die unterteilten Reifen zu einem Sektorstreifen auseinandergezogen werden können, sodass die in übereinanderliegenden Lagen deckungsgleich angeordneten Sektoren gegenüber der tragenden Wand konkave Aufnahmebuchten für ein Füllmaterial bilden. Es muss nur dafür gesorgt werden, dass die Sektorstreifen mit der tragenden Wand ausreichend fest verbunden werden. Abgesehen davon, dass das Vorsehen einer tragenden Wand einen erheblichen Konstruktionsaufwand bedingt, ist häufig der für eine Bepflanzung erforderliche Raum nicht vorhanden. Außerdem ist die erreichbare Schalldämmung vergleichsweise gering.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schallschutzwand unter Verwendung von gebrauchten Autoreifen so auszubilden, dass mit einer montagefreundlichen, platzsparenden und wenig aufwendigen Konstruktion eine gute Schalldämmung erreicht wird.
[0004] Ausgehend von einer Schallschutzwand der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Sektoren der Sektorstreifen benachbarter Lagen um eine halbe Sektorlänge gegeneinander versetzt angeordnet sind und dass das Traggerüst über die Lagen durchgehende, in einem der halben Sektorlänge entsprechenden Rasterabstand verlaufende Verbindungsanker aufweist, die die Sektoren der Sektorstreifen in der Längsmitte durchsetzen und die Filmscharniere zwischen den Sektoren der Sektorstreifen auf der den Einschnitten abgewandten Außenseite abstützen.
[0005] Durch die gegenseitige Versetzung der Sektoren der Sektorstreifen benachbarter Lagen um eine halbe Sektorlänge werden besonders einfache Voraussetzungen für die Halterung der Sektorstreifen in einer auseinandergezogenen Strecklage geschaffen, weil mit Hilfe von über die Lagen der Höhe nach durchgehenden Verbindungsankern, die in einem gegenseitigen Rasterabstand entsprechend der halben Sektorlänge angeordnet sind, jeder Sektor der Sektorstreifen mittig durch einen die Seitenwände des Autoreifens durchsetzenden Verbindungsanker gehalten und an den stirnseitigen Enden über Verbindungsanker abgestützt wird, die sich auf der Außenseite der einzelnen Sektoren an die Filmscharniere zwischen den Sektoren anle-gen. Es bedarf daher keiner zusätzlichen Füllung, um die erforderliche Festigkeit der Wand sicherzustellen. Die sich zwischen den Sektoren der gestreckten Sektorstreifen ergebenden Zwickelräume bilden zusammen mit den Hohlräumen auf der Innenseite der einzelnen Sektoren jedes Sektorstreifens in Verbindung mit der gegenseitigen Versetzung der Sektorstreifen benachbarter Lagen eine Vielzahl von Schallräumen, in denen sich Schallwellen brechen können, sodass trotz einer einfachen Konstruktion eine gute Schalldämmung erreicht wird. Die Bearbeitung der gebrauchten Autoreifen bleibt wenig aufwendig, weil die Autoreifen lediglich an einer Stelle axial durchtrennt und durch Einschnitte in den Seitenwänden in Sektoren zu unterteilen sind, was zusammen mit den in der Längsmitte der Sektoren in den Seitenwänden vorzusehenden Durchtrittsöffnungen für die Verbindungsanker in einem Arbeitsgang durchgeführt werden kann. Zur Montage einer erfindungsgemäßen Schallschutzwand sind daher lediglich die entsprechend vorgefertigten Autoreifen in die Strecklage der Sektorstreifen auseinanderzuziehen 1 /8 österreichisches Patentamt AT513 615B1 2014-06-15 und auf die vorbereiteten Verbindungsanker lagenweise aufzustecken.
[0006] Je nach den Anforderungen können die Außenseiten der Sektoren der Sektorstreifen aller Lagen auf einer Wandseite oder lageweise abwechselnd auf einander gegenüberliegenden Wandseiten liegen, was nicht nur auf das optische Erscheinungsbild, sondern auch auf die Schalldämmung Einfluss nimmt.
[0007] Obwohl grundsätzlich eine Unterteilung der Autoreifen in eine unterschiedliche Anzahl von Sektoren möglich ist, ergeben sich bei den üblichen Abmessungen von Autoreifen für Personenkraftwagen besonders vorteilhafte Konstruktionsbedingungen, wenn die Autoreifen in jeweils vier Sektoren unterteilt werden, weil die damit verbundene Sektorlänge auch einen für die Montage einfachen Rasterabstand der Verbindungsanker mit sich bringt.
[0008] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen [0009] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schallschutzwand in einem schematischen Aufriss, [0010] Fig. 2 diese Schallschutzwand in einem Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1, [0011] Fig. 3 eine Ansicht der Schallschutzwand in Richtung der Innenseite der Sektorstrei fen und [0012] Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Konstruktionsvariante einer erfindungsgemäßen Schallschutzwand.
[0013] Eine erfindungsgemäße Schallschutzwand gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 weist ein Traggerüst mit einem Sockel 2 auf, an dem über die Sockellänge verteilte Steher 3 befestigt sind, die ein oberes Abschlussprofil 4 tragen, zwischen dem und dem Sockel 2 Verbindungsanker 5 vorgesehen sind. Die schalldämmende Wandfläche wird durch gebrauchte Autoreifen gebildet, die jeweils an einer Stelle axial durchtrennt und durch radiale Einschnitte 6 in den Seitenwänden in vier übereinstimmende Sektoren 7 unterteilt sind. Im Bereich der Einschnitte 6 bleiben diese Sektoren 7 über ein Filmscharnier 8 bildende Laufflächenabschnitte gelenkig verbunden, sodass der Reifen zu einem gestreckten Sektorstreifen 9 auseinandergezogen werden kann, wie dies insbesondere den Fig. 2 und 3 entnommen werden kann. Die einzelnen Sektoren 7 der Sektorstreifen 9 sind jeweils mit Durchtrittsöffnungen 10 für die Verbindungsanker 5 versehen, die in einem der halben Sektorlänge entsprechenden Rasterabstand im Traggerüst 1 angeordnet sind. Dies bedeutet, dass bei der Montage die Sektorstreifen 9 so auf den Verbindungsankern 5 angeordnet werden, dass jeder Sektor 7 der einzelnen Sektorstreifen 9 von einem Verbindungsanker 5 in den Durchtrittsöffnungen 10 der Seitenwände durchsetzt wird und sich die Filmscharniere 8 zwischen den Sektoren 7 auf ihrer Außenseite an den dazwischenliegenden Verbindungsankern 5 abstützen. Die Sektoren 7 der in aufeinanderliegenden Lagen hintereinandergereihten Sektorstreifen 9 sind dabei gegenüber den Sektoren 7 der Sektorstreifen 9 der benachbarten Lagen um eine halbe Sektorlänge versetzt angeordnet, wobei sich für die Sektorstreifen 9 benachbarter Lagen trotz der Versetzung gleiche Befestigungsbedingungen ergeben.
[0014] Aufgrund der lageweise gegeneinander versetzten Sektorstreifen 9 ergibt sich in Verbindung mit der durch die Verbindungsanker gesicherten Strecklage dieser Sektorstreifen 9 eine Vielzahl von Schallräumen, in denen sich Schallwellen brechen können, was zu einer guten Schalldämmung führt, ohne dass hierfür zusätzliche Maßnahmen erforderlich werden.
[0015] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 weist die durch die Lauffläche der Autoreifen gebildete Außenfläche der Sektoren 7 auf eine Seite der Schallschutzwand. Die hohle Innenseite der Sektoren ist demnach nach der gegenüberliegenden Wandseite ausgerichtet, sodass sich für die beiden Wandseiten der Schallschutzwand unterschiedliche Schalldämmungseigenschaften ergeben. Sollen für jede Wandseite übereinstimmende Eigenschaften hinsichtlich der Schalldämmung sichergestellt werden, so können die Außenseiten der Sektoren 7 der Sektorstreifen 9 lageweise abwechselnd auf einander gegenüberliegenden Wandseiten liegen, wie dies in der Fig. 4 angedeutet ist. In diesem Fall wechseln auf jeder Wandseite Lagen mit Sektorstreifen 9, die auf dieser Wandseite die Außenseite der Sektoren 7 zeigen, mit Lagen 2/8 österreichisches Patentamt AT 513 615 B1 2014-06-15 ab, bei denen die Sektorstreifen 9 einem Betrachter ihre hohle Innenseite zukehren.
[0016] Aufgrund des Einsatzes von gebrauchten Autoreifen für den wesentlichen Aufbau der Schallschutzwand bieten erfindungsgemäße Schallschutzwände unabhängig von den schalldämmenden Eigenschaften besondere Vorteile hinsichtlich äußerer Belastungen, wie sie beispielsweise bei Stoßbeanspruchungen auftreten. Außerdem sind diese Schallschutzwände gegenüber Bruch- und Erosion unempfindlich und stellen keine Umweltbelastung dar. 3/8

Claims (4)

  1. österreichisches Patentamt AT513 615B1 2014-06-15 Patentansprüche 1. Schallschutzwand mit einem Traggerüst (1) und mit an einer Stelle axial durchtrennten Autoreifen, die durch radiale Einschnitte (6) in den Seitenwänden in gleiche, über Filmscharniere (8) verbundene Sektoren (7) unterteilt und zu am Traggerüst (1) befestigten Sektorstreifen (9) auseinandergezogen sind, wobei die in Längsrichtung hintereinandergereihten Sektorstreifen (9) aufeinanderliegende Lagen bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) benachbarter Lagen um eine halbe Sektorlänge gegeneinander versetzt angeordnet sind und dass das Traggerüst (1) über die Lagen durchgehende, in einem der halben Sektorlänge entsprechenden Rasterabstand verlaufende Verbindungsanker (5) aufweist, die die Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) in der Längsmitte durchsetzen und die Filmscharniere (8) zwischen den Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) auf der den Einschnitten (6) abgewandten Außenseite abstützen.
  2. 2. Schallschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) aller Lagen auf einer Wandseite liegen.
  3. 3. Schallschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Sektoren (7) der Sektorstreifen (9) lageweise abwechselnd auf einander gegenüberliegenden Wandseiten liegen.
  4. 4. Schallschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Autoreifen in vier Sektoren (7) unterteilt sind. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen 4/8
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