AT513789B1 - Seitenmarkise - Google Patents

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Abstract

Eine Seitenmarkise (1) weist einen kegelförmigen oder kegelstumpfförmigen Wickelkern (2) mit senkrechter Drehachse für eine Markisenstoffbahn (4) auf, die in ausgefahrener Gebrauchslage annähernd eine Vertikalebene bildet. Das freie Ende der Markisenstoffbahn (4) ist über die gesamte Länge an einer Spannstange (5) befestigt, die zum fächerförmigen Ausrollen der Markisenstoffbahn (4) um ein Drehlager (6) schwenkt, das auf der geometrischen Mittelachse (3) des Wickelkernes (2) unterhalb desselben, vorzugsweise am Ort der gedachten Kegelspitze, angeordnet ist. Die Spannstange (5) kann in Richtung auf die Gebrauchslage durch eine Spreizfeder oder dergleichen vorgespannt sein. Es kann aber auch der Wickelkern (2) durch Federkraft mit einem einrollenden Drehmoment beaufschlagt sein. Dabei können Rasten wie bei einer Rollo oder auch Anordnungen zur Lagefixierung der Spannstange (5) die Gebrauchslage fixieren. Ein Ankuppeln an eine Hauptmarkise (9) ist mittels eines Schiebers (10) möglich.

Description

österreichisches Patentamt AT 513 789 B1 2014-11 -15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Seitenmarkise gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Seitenmarkise ist durch die DE 202005013159 U1 geoffenbart. Bei dieser bekannten Lösung ist eine vertikal ausgerichtete zylindrische Aufwickeleinrichtung vorgesehen, bei der die Markise mittels eines Seilzuges und eines Gewichtes einziehbar ist. Nachteilig bei dieser Konstruktion ist insbesondere, dass ein freies Ende der Seitenmarkise irgendwo befestigt werden muss, zum Beispiel an einer Hauptmarkise. Diese Seitenmarkise kann also nicht unabhängig von einer Hauptmarkise verwendet werden und sie besitzt keine Windstabilität, da die Stoffbahn bloß oben gespannt ist und frei herabhängt.
[0003] Weiters wurde durch die 20204939 U1 eine Seitenmarkise bekannt, die über eine flexible Welle mit einer Hauptmarkise verbunden ist und bei der ein Stützarm, Gelenkarme oder Scherenarme ausgefahren werden, die eine Spannstange am vorderen Ende einer Markisenstoffbahn tragen.
[0004] Diese Seitenmarkise entspricht hinsichtlich der Kinematik einer Hauptmarkise, wobei die Antriebe gekuppelt sind. Sie ist nur ergänzend zur Hauptmarkise einsetzbar und weist nach innen sichtbare Gestänge, Scheren bzw. Arme auf, die zudem aufwändig und störungsanfällig sind.
[0005] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Seitenmarkise vorzuschlagen, die sich durch einen sehr einfachen Aufbau auszeichnet, unabhängig verwendet werden kann und auch erheblichen Windkräften standhält.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies bei einer Seitenmarkise der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0007] Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen kann eine im Wesentlichen dreieckige oder kreissektorförmige fächerartige Seitenmarkise sehr einfach auf den Träger aufgewickelt oder von diesem abgewickelt werden, wobei durch die Spannstange ein Flattern der Markise weitgehend unterbunden ist. Im einfachsten Fall kann die Spannstange allein durch ihr Gewicht für eine entsprechende Spannung der Markise sorgen.
[0008] Durch die Merkmale des Anspruchs 2 wird ein sicheres Spannen der Markise in der Gebrauchslage erreicht. Im Drehlager kann eine Torsionsfeder bzw. eine Spreizfeder vorgesehen sein. Die Spannstange hat somit die Tendenz zum Ausschwenken, sodass mittels einer Kurbel mit Schneckengetriebe oder einem Elektroantrieb des Wickelkernes das Ausfahren gesteuert und das Einfahren gegen die Federkraft der Spannstange durchgeführt werden kann.
[0009] Im Gegensatz zu einer ausschwenkenden Vorspannung der Spannstange können die Merkmale des Anspruchs 3 vorgesehen sein. Dadurch hat der Wickelkern die Tendenz, die Markisenstoffbahn einzuziehen. Gegen diese Rückzugskraft muss die Spannstange arretiert werden - etwa durch eine abklappbare Spreizstange oder dergleichen. Bei dieser Ausführungsform kann die Seitenmarkise gemäß Anspruch 4 mit der Hauptmarkise mitlaufen. Letztere zieht die Seitenmarkise gegen Federkraft aus der Ruhestellung in die Gebrauchslage. Beim Zurückfahren der Hauptmarkise kommt die Rückzugsfederkraft bzw. das rückdrehende Moment des Wickelkernes bzw. der Drehachse der Seitenmarkise zur Wirkung.
[0010] Um bei den kreissektorförmigen Markisen ein Flattern der Markisenstoffbahn zu vermeiden, ist es zweckmäßig, gemäß den Merkmalen des Anspruchs 5 eine oder mehrere Versteifungslatten vorzusehen. Diese erhöhen die Stabilität der Markise sehr wesentlich. Durch die radiale Ausrichtung werden die Versteifungslatten beim Aufwickeln nicht gebogen und legen sich längs einer Erzeugenden des Kegelwickels.
[0011] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Seitenmarkise im eingezogenen Zustand, Fig. 2 die Seitenmarkise gemäß Fig. 1 im ausgefahrenen Zustand und Fig. 3 eine Darstellung zusammen mit 1 /5 österreichisches Patentamt AT513 789B1 2014-11-15 einer Hauptmarkise.
[0012] Die erfindungsgemäße Seitenmarkise 1 weist einen kegelstumpfförmigen Wickelkörper 2 auf. Dieser ist infolge einer Drehgelenkverbindung 8 um eine vertikale Achse 3 drehbar. Der Wickelkörper 2 ist über einen nicht dargestellten Antrieb in Drehung versetzbar oder ähnlich einer Rollo z.B. durch eine Spiralfeder gegen eine Drehrichtung vorgespannt und in vorbestimmten Lagen einrastbar. Eine Markisenstoffbahn 4 ist an dem Wickelkörper 2 befestigt und kann abgerollt und aufgerollt werden.
[0013] An der Markisenstoffbahn 4 ist an deren freiem Ende eine Spannstange 5 befestigt, die ähnlich einem einarmigen Hebel um ein Lager 6 (z.B. eine Lagergabel) mit senkrecht zur Achse 3 des Wickelkörpers 2 verlaufenden Achse aus- und einschwenkbar ist. Das freie Ende der Markisenstoffbahn 4 ist über die gesamte radiale Länge an der Spannstange 5 befestigt. Um die Spannstange 5 gegen die einziehende Kraft festzuhalten, kann eine Spreizstange vorgesehen sein. Wenn umgekehrt die Spannstange 5 mittels einer Spreizfeder in die Gebrauchslage gedrückt wird, dann wird der Wickelkern zum Ausfahren und Einfahren der Markise über ein Schneckengetriebe oder dergleichen per Kurbel oder elektromotorisch gedreht.
[0014] Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist die Seitenmarkise 1 mit Versteifungslatten 7 ausgestattet, die ein Flattern der Markise 4 bei einem Windangriff sicher vermeiden und die zweckmäßigerweise in an dem Markisenstoff 4 angebrachten Lattentaschen gehalten sind.
[0015] Fig. 3 zeigt das Ankoppeln der erfindungsgemäßen Seitenmarkise 1 an eine Hauptmarkise 9. Die Seitenmarkise 1 ist in Richtung auf ein Einrollen vorgespannt. Ein Schieber 10 ist aus der Spannstange 5 ausfahrbar und kann in einem Mitnehmer 11 z.B. ein Auge seitlich an einem Stirnbalken 12 der Hauptmarkise 9 zur Ankopplung an die Hauptmarkise 9 eingeschoben werden. Dadurch folgt die Seitenmarkise 1 der Hauptmarkise 9. 2/5

Claims (5)

  1. österreichisches Patentamt AT513 789 B1 2014-11-15 Patentansprüche 1. Seitenmarkise, bei der eine Markisenstoffbahn (4) auf einem drehbar gelagerten Träger aufwickelbar ist, die in ausgefahrenem Zustand annähernd eine Vertikalebene bildet, welche sich von einem Wandbereich eines Gebäudes oder dgl. weg erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger ein kegelförmiger oder kegelstumpfförmiger Wickelkern (2) mit im Wesentlichen vertikaler Achse (3) ist und dass das eine Ende der Markisenstoffbahn (4) an dem Wickelkern (2) und das andere Ende an einer Spannstange (5) befestigt ist, die zum fächerartigen Ausrollen der Markisenstoffbahn (4) als einarmiger Hebel um ein Drehlager (6) auf der geometrischen Mittelachse (3) des Wickelkernes (2) unterhalb desselben, vorzugsweise am Ort der gedachten Kegelspitze, angeordnet ist.
  2. 2. Seitenmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstange (5) in Richtung auf die ausgefahrene Stellung z.B. durch Federkraft vorgespannt und der Wickelkern (2) elektromotorisch oder mittels einer Kurbel und ein Winkelgetriebe gegen diese Kraft einziehbar bzw. ausrollbar ist.
  3. 3. Seitenmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelkern (2) einen Federspeicher z.B. in Form einer koaxialen Spiralfeder umfasst, die beim Ausfahren bzw. Abrollen der Markisenstoffbahn (4) spannbar ist und ein rückdrehendes Moment auf den Wickelkern (2) aufbringt, wobei die Spannstange (5) in mindestens einer ausgeschwenkten Winkelstellung feststellbar ist.
  4. 4. Seitenmarkise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstange (5) z.B. durch einen teleskopähnlichen Schieber (10) verlängerbar und in einen Mitnehmer (11), z.B. ein Auge an einem Stirnbalken (12) einer pultförmig ausfahrbaren Hauptmarkise (9) zur Ankopplung der Seitenmarkise (1) einschiebbar ist.
  5. 5. Seitenmarkise nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Markisenstoffbahn (4) radial, das heißt in Richtung zum Drehpunkt der Spannstangen (5) ausgerichtete Versteifungslatten (7) eingearbeitet oder in Taschen eingeschoben sind. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
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