AT514044A2 - Pin-Vorderbacken mit horizontalgelagerten Auslösebacken - Google Patents

Pin-Vorderbacken mit horizontalgelagerten Auslösebacken Download PDF

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Abstract

Eine Skibindung und insbesondere ein Vorderteil für eine Pin-Bindung mit Backen(1, 2), die Haltepins (3) tragen und um eine horizontal in Skilängsrichtung verlaufendeAchse gelagert sind, zeichnet sich dadurch aus, dass die Haltepins (3) bei einemDrehen eines Skischuhs (30) diesen um eine zur Ebene des Skis senkrechte Achsefreigeben.

Description

1
(39642) HEL
Die Erfindung betrifft eine Skibindung und insbesondere ein Vorderteil für eine Pin-Bindung. Pin-Bindungen sind beispielsweise aus der DE 10 2010 040 928 A1, der DE 102012 206 880 A1 und der EP 2 626 116 A1 bekannt.
Die Merkmale einer erfindungsgemäßen Skibindung sind in den Patentansprüchen angegeben und insbesondere mit den in der Zeichnung dargestellten. Hierbei sind die im Folgenden aufgezählten Merkmale von besonderer Bedeutung, wobei auch die anderen nicht beschriebenen Merkmale wie in der Zeichnung abgebildet oder mit der in der Zeichnung dargestellten Funktion erfindungswesentlich sind.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Explosionszeichnung einer erfindungsgemäßen Skibindung,
Fig. 2 einen Ausschnitt der Skibindung in Schrägansicht,
Fig. 3 bis 5 Steuerelemente ses Auslösemechanismus in Schrägansicht und Fig. 6 die Skibindung in Schrägansicht mit eingesetztem Schuh.
Das Vorderteil trägt Backen 1,2 mit Haltepins 3, die horizontal und in Ski-Längsrichtung schwenkbar gelagert sind und in Abfahrtstellung in Adaptionsteile der Schuhspitze eingreifen. Zum Aus-/Einsteigen in die Bindung mit dem Skischuh 30 schwenken beide Pins 3 und öffnen sich trapezförmig um die Kreisbahn der um die Drehachse 24 rotierenden Backen auseinander und somit aus den Adaptionsteilen an der Schuhspitze heraus bzw. hinein.
In einer Auslösesituation, bei der der Skischuh 30 seitlich aus der Bindung heraus schwenken muss, dreht der jeweils in Schuh-Schwenkrichtung außen liegende Pin 2/10 2 mit seinem Backenflügel 1 ‘ bzw. 2‘ um die Kreisbahn des um die Drehachse 24 rotierenden Backens um ca. 90° zur Seite, so dass der Skischuh 30 ungehindert freigegeben wird. Der innen liegende Backen folgt dem auslösenden Backen parallel aber nur einen kurzen Weg und wird dann an einem geeigneten Punkt gestoppt.
Die Lagerung 18 der Backen kann sowohl unterhalb der Grundplatte 7 oder auch neben oder oberhalb/darüber angeordnet sein.
Die Backen 1,2 sind geometrisch so gestaltet, dass die Pins 3 um die Kreisbahn des um die Drehachse 24 rotierenden Backens um mindestens ca. 90° zur Seite schwenken können, so dass der Skischuh 30 zur Seite ungehindert freigegeben wird.
Die Backen 1,2 sind geometrisch so gestaltet, dass sie sowohl die Backenflügel 1 ‘, 2‘ mit den Pins 3 als auch die Abstützhebel 4, 5, 41,51 beinhalten, und dass sie je nach geschwenkter Stellung, die Backenflügel in einer Aufstiegs-/Abfahrtsposition halten oder eine Auslöseposition zulassen.
Die Abstützhebel 4, 5, 41,51 sind geometrisch so gestaltet bzw. verbunden, dass die Backenflügel 1 ‘, 2‘ mit den Pins 3 bei einer Auslösesituation des Skischuhs, d.h. wenn der Schischuh zur Seite gedrückt wird, sowohl parallelogrammartig öffnen, d.h. wenn ein Flügel durch Druck geschwenkt wird, dann wird der andere Flügel entsprechend freigegeben, synchron um die Drehachsen 24 seitlich schwenken können, als auch zum Aus/Einsteigen mit dem Skischuh in die Bindung trapezartig auseinander schwenken.
Die Backen 1,2 werden über die Abstützhebel 4, 5, 41,51 durch ein federbelastetes, schwenkbares / schaltbares / verschiebbares Steuerelement 23,15, 25 in Ab-fahrts-/ Einstiegs- /Auslöseposition gehalten. 3/10 3
Die Rotation der Backen 1,2 kann durch eine einstückige oder geteilte Traverse 17, 18, 25 synchronisiert werden, so dass dem nach außen auslösenden Backen der innen liegende bis zu einem bestimmten Grad folgen muss.
Die Grundplatte 7 kann sowohl direkt auf einem Ski befestigt, als auch in einem Schlitten längenverstellbar gehalten werden.
Die Steuerelemente 12,15, 25 sind federbelastet und wirken mit den Steuerkulissen 23, 29, 30,19 so zusammen, dass die Abstützhebel 4, 5, 41,51 ein Drehmoment auf die Backen erzeugen, das als Festhaltekraft auf die Haltepins übertragen wird und den Skischuh festhält bzw. kontrolliert freigibt.
Der Auslösemechanismus weist Mittel auf (nicht in der Zeichnung dargestellt), die die Arretierung bzw. Freigabe einer festlegbaren Skibremse steuern.
Die Lagerung der Backen kann unterhalb der Pins (wie in den Zeichnungen dargestellt) und/oder oberhalb/darüber angeordnet sein.
Der Auslösemechanismus kann Mittel aufweisen, die die Arretierung bzw. Freigabe einer festlegbaren Skibremse steuern (nicht in der Zeichnung dargestellt). 4/10

Claims (15)

  1. Patentanwälte Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich Spittelwiese 4, 4020 Linz (39642) HEL Patentansprüche 1. Skibindung mit Backen (1,2), die Haltepins (3) tragen und um eine horizontal in Skilängsrichtung verlaufende Achse so schwenkbar gelagert sind, dass die Haltepins (3) sowohl in Abfahrtstellung als auch Aufstiegsstellung in Adaptionsteile der Schuhspitze eingreifen und bei einem Drehen eines Schischuhs (30) um eine zur Ebene des Skis senkrechte Achse den Schischuh freigeben.
  2. 2. Skibindung nach Anspruch 1, bei der die Backen (1,2) den Schischuh (30) beim Drehen des Schischuhs (30) um eine im Fersenbereich des Schischuhs (30) liegende senkrechte Achse freigeben.
  3. 3. Skibindung nach Anspruch 1 oder 2, bei der jeder der Backen (1,2) aus einem die Haltepins (3) tragenden Backenflügel (1 2‘) und versetzt davon einem die Abstützhebel (4, 5, 41,51) tragenden Abschnitt besteht, die gemeinsam um die gleiche Drehachse schwenken.
  4. 4. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der der jeweils in Schwenkrichtung eines auslösenden Skischuhs (30) liegende Pin (3) um die Kreisbahn des um die Drehachse rotierenden Backens (1,2) um mindestens 70° zur Seite schwenkt und der innen liegende Backen (1,2) anfangs synchron dem auslösenden Backen (1,2) folgt und nach einem kurzen Weg an einem geeigneten Punkt stoppt.
  5. 5. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Backen (1,2) über die Abstützhebel (4, 5, 41,51) geometrisch so verbunden sind, dass die Backen (1, 5/10 2) mit den Pins (3) zum Einsteigen des Skischuhs (30) in die Bindung um die Drehachsen rotierend, trapezartig seitlich auseinander schwenken.
  6. 6. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Backen (1,2) über die Abstützhebel (4, 5, 41,51) durch ein federbelastetes Steuerelement (12, 15, 23, 25) in einer Abfahrts-/Einstiegsposition bzw. einer Auslöseposition gehalten werden.
  7. 7. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Rotation der Backen (1,2) durch eine einstückige oder geteilte Traverse (17) synchronisiert wird.
  8. 8. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Grundplatte (7) sowohl direkt auf einem Ski befestigt als auch in einem Schlitten längenverstellbar gehalten wird.
  9. 9. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Abstützhebel (4, 5, 41,51) von federbelasteten Steuerkulissen (23, 29, 30, 19) so geführt sind, dass sie ein Drehmoment auf die Backen (1,2) erzeugen, das über die Backenflügel (1 ‘, 2‘) und die Haltepins (3) als Festhaltekraft auf den Skischuh (30) wirkt.
  10. 10. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Lagerung der Backen (1,2) unterhalb der Haltepins (3) und/oder oberhalb/darüber angeordnet ist.
  11. 11. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der der Auslösemechanismus Mittel aufweist, die die Arretierung bzw. Freigabe einer festlegbaren Skibremse steuern.
  12. 12. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der die Schwenkachsen der Backen (1,2) in der Abfahrts- und der Auslöseposition parallel zum Ski verlaufen. 6/10
  13. 13. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die Position der Schwenkachsen der Backen (1,2) in der Abfahrts- und der Auslöseposition relativ zum Ski unverändert bleibt.
  14. 14. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die Abstützhebel (4, 5, 41,51) synchron zueinander bewegbar sind und von einer Steuerung entsprechend freigegeben werden.
  15. 15. Skibindung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Abstützhebel (4, 5, 41,51) so positioniert sind, dass sie ohne Behinderung durch einen Skischuh (30) um eine längs zum Ski verlaufende Achse schwenkbar sind. Linz, am 21. Februar 2014 Reinhold Zoor durch: /Dl Karl Winfried Hellmich/ (elektronisch signiert) 7/10
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