AT514266B1 - Quellsammelschacht - Google Patents

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AT514266B1
AT514266B1 ATA210/2014A AT2102014A AT514266B1 AT 514266 B1 AT514266 B1 AT 514266B1 AT 2102014 A AT2102014 A AT 2102014A AT 514266 B1 AT514266 B1 AT 514266B1
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Abstract

Quellsammelschacht, aufweisend mindestens eine Zulauföffnung (1), eine Zulaufkammer (2) zum Auffangen von aus der Zulauföffnung (1) zulaufendem Quellwasser, eine Entnahmeöffnung (3) zum Entnehmen des in der Zulaufkammer (2) aufgefangenen Quellwassers und eine Ablassöffnung (4) zum Entleeren der Zulaufkammer (2), wobei der Quellsammelschacht eine Ausleitvorrichtung (5) zum rückstaufreien Ausleiten des zulaufenden Quellwassers an der Zulaufkammer (2) vorbei aufweist, wobei die Ausleitvorrichtung (5) eine Ausleitleitung (6) und eine Abschlagklappe (7) aufweist, wobei die Abschlagklappe (7) von einer ersten Arbeitsposition zum Einleiten des zulaufenden Quellwassers in die Zulaufkammer (2) in eine zweite Arbeitsposition zum Ausleiten des zulaufenden Quellwassers in die Ausleitleitung (6) bewegbar ausgebildet ist. Die Ausleitleitung (6) ist als eine Ausleitkammer (9) ausgebildet, wobei die Ausleitkammer (9) durch einen Abstand zwischen einer Außenwand der Zulaufkammer (2) und einer Innenwand des Quellsammelschachtes und zwischen einem Boden der Zulaufkammer (2) und einem Boden des Quellsammelschachtes gebildet ist.

Description

Beschreibung
QUELLSAMMELSCHACHT
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Quellsammelschacht, aufweisend mindestenseine Zulauföffnung, eine Zulaufkammer zum Auffangen von aus der Zulauföffnung zulaufendemQuellwasser, eine Entnahmeöffnung zum Entnehmen des in der Zulaufkammer aufgefangenenQuellwassers und eine Ablassöffnung zum Entleeren der Zulaufkammer, wobei der Quellsam¬melschacht eine Ausleitvorrichtung zum rückstaufreien Ausleiten des zulaufenden Quellwassersan der Zulaufkammer vorbei aufweist, wobei die Ausleitvorrichtung eine Ausleitleitung und eineAbschlagklappe aufweist, wobei die Abschlagklappe von einer ersten Arbeitsposition zum Ein¬leiten des zulaufenden Quellwassers in die Zulaufkammer in eine zweite Arbeitsposition zumAusleiten des zulaufenden Quellwassers in die Ausleitleitung bewegbar ausgebildet ist.
[0002] In ländlichen dezentralen Gebieten, insbesondere im Alpenraum, ist es nach dem der¬zeitigen Stand der Technik mit ökologisch vertretbarem Aufwand nicht möglich, sämtliche Ge¬bäude an eine zentrale Trinkwasserversorgung anzuschließen. Aus Gründen des Gesundheits¬schutzes ist es dennoch unerlässlich, Trinkwasser mit höchster Qualität und in ausreichenderMenge zur Verfügung zu stellen. Zudem gewinnen bisher ungenutzte Trinkwasservorkommen inden Höhenlagen der Alpen als Notversorgung und auf Grund der zunehmenden Bodenver¬schmutzung und damit verbundenem Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser zuneh¬mend an Bedeutung.
[0003] In der Regel wird in diesen Gebieten das Quellwasser (natürlich zu Tage tretendesGrundwasser) mittels sogenannter Quellfassungen in meist nicht zugänglichen Quellstubengefasst. Von der oder den Fassungen wird das Quellwasser in Quellsammelschächte weiterge¬leitet, wo es erstmals zu Tage tritt, überprüft und mengenmäßig erfasst werden kann. Von demQuellsammelschacht wird es an Speicherbauwerke, insbesondere Reservoire oder Hochbehäl¬ter, und schlussendlich zu den Verbrauchern geleitet.
[0004] Da es sich bei in Quellsammelschächten aufgefangenem Quellwasser um Trinkwasserund damit ein Lebensmittel handelt, sind die Anforderungen an dessen Gewinnung zum Schutzder Gesundheit der Verbraucher sehr hoch. Um diesen hohen Anforderungen über einen länge¬ren Zeitraum gerecht werden zu können, bedarf es regelmäßig eines vollständigen Entleerens,Reinigens und Entfernens von Ablagerungen aus der Zulaufkammer. Nur so kann die Gefahrder Bildung von gesundheitsschädlichen Keimen entgegengewirkt werden.
[0005] Die aus dem Stand der Technik bekannte DE 20 2004 004 466 U1 offenbart einenQuellsammelschacht, aufweisend eine Zulaufkammer, wobei eine Oberfläche von in der Zulauf¬kammer aufgefangenem Quellwasser zu einem Inneren des Quellsammelschachtes hin offenist. Nachteilig an diesem Quellsammelschacht ist, dass durch die offene Quellwasseroberflächehygienisch unbedenkliche Bedingungen, insbesondere bei einem Betreten des Quellsammel¬schachtes, nicht erreicht werden können. Des Weiteren ist die Reinigung des Quellsammel¬schachtes, insbesondere der Zulaufkammer, lediglich mit großem Aufwand möglich, da derZulauf von Quellwasser nicht unterbrochen werden sollte und somit während der Reinigungstets neues Quellwasser in die Zulaufkammer fließt. Ein Verschließen der Zulauföffnung kanndazu führen, dass die Quelle auf Grund des Rückstaus des Quellwassers die Quelle währendder Verschlussdauer der Zulauföffnung neue Kanäle ausschwemmt und an anderen Orten zuTage tritt, sodass schlimmstenfalls sogar die Quelle neu gefasst werden muss.
[0006] Das im Internet seit dem 23. Februar 2011 abrufbare Dokument „Verwurfklappe fürBrunnenstubeneinläufe“ der Wingeier Haustechnik AG in 3555 Trubschachen, Schweiz zeigteinen Teil eines Quellsammelschachtes mit einer Zulauföffnung und einer Zulaufkammer zumAuffangen von aus der Zulauföffnung zulaufendem Quellwasser. Weiterhin offenbart das Do¬kument eine Ausleitvorrichtung zum rückstaufreien Ausleiten des zulaufenden Quellwassers ander Zulaufkammer vorbei, wobei die Ausleitvorrichtung eine Ausleitleitung und eine Abschlag¬klappe aufweist, wobei die Abschlagklappe von einer ersten Arbeitsposition zum Einleiten des zulaufenden Quellwassers in die Zulaufkammer in eine zweite Arbeitsposition zum Ausleitendes zulaufenden Quellwassers in die Ausleitleitung bewegbar ausgebildet ist.
[0007] Das im Internet seit Ende 2012 abrufbare Dokument „WYSS- Brunnenstube“ der O.Wyss AG in 3537 Eggiwil, Schweiz zeigt einen Quellsammelschacht, der fünf Zulauföffnungen,eine Zulaufkammer zum Auffangen von aus den Zulauföffnungen zulaufendem Quellwasser,eine Entnahmeöffnung zum Entnehmen des in der Zulaufkammer aufgefangenen Quellwassersund eine Ablassöffnung zum Entleeren der Zulaufkammer aufweist. Weiterhin offenbart dasDokument eine Ausleitvorrichtung zum rückstaufreien Ausleiten des zulaufenden Quellwassersan der Zulaufkammer vorbei, wobei die Ausleitvorrichtung eine Ausleitleitung und eine Ab¬schlagklappe aufweist, wobei die Abschlagklappe von einer ersten Arbeitsposition zum Einleitendes zulaufenden Quellwassers in die Zulaufkammer in eine zweite Arbeitsposition zum Auslei¬ten des zulaufenden Quellwassers in die Ausleitleitung bewegbar ausgebildet ist.
[0008] Das im Internet seit Ende 2012 abrufbare Dokument „Richtpreise WYSS- Brunnenstube“der O. Wyss AG in 3537 Eggiwil, Schweiz beschreibt einen Quellsammelschacht, der mindes¬tens eine Zulauföffnung, eine Zulaufkammer zum Auffangen von aus der Zulauföffnung zulau¬fendem Quellwasser, eine Entnahmeöffnung zum Entnehmen des in der Zulaufkammer aufge¬fangenen Quellwassers und eine Ablassöffnung zum Entleeren der Zulaufkammer aufweist.Weiterhin offenbart das Dokument eine Ausleitvorrichtung zum rückstaufreien Ausleiten deszulaufenden Quellwassers an der Zulaufkammer vorbei, wobei die Ausleitvorrichtung eineAusleitleitung und eine Abschlagklappe aufweist, wobei die Abschlagklappe von einer erstenArbeitsposition zum Einleiten des zulaufenden Quellwassers in die Zulaufkammer in eine zweiteArbeitsposition zum Ausleiten des zulaufenden Quellwassers in die Ausleitleitung bewegbarausgebildet ist.
[0009] Das Dokument CH 654 051 A5 vom 31. Januar 1986 beschreibt einen Quellsammel¬schacht mit einer Zulauföffnung, einer Zulaufkammer zum Auffangen von aus der Zulauföffnungzulaufendem Quellwasser, einer Entnahmeöffnung zum Entnehmen des in der Zulaufkammeraufgefangenen Quellwassers und einer Ablassöffnung zum Entleeren der Zulaufkammer.
[0010] Das Dokument CH 695 195 A5 vom 13. Januar 2006 beschreibt einen Quellsammel¬schacht, der eine Zulauföffnung, eine Zulaufkammer zum Auffangen von aus der Zulauföffnungzulaufendem Quellwasser, eine Entnahmeöffnung zum Entnehmen des in der Zulaufkammeraufgefangenen Quellwassers und eine Ablassöffnung zum Entleeren der Zulaufkammer auf¬weist.
[0011] Das Dokument EP 0 979 902 A1 vom 16. Februar 2000 beschreibt einen Quellsammel¬schacht, der eine Zulauföffnung, eine Zulaufkammer zum Auffangen von aus der Zulauföffnungzulaufendem Quellwasser, eine Entnahmeöffnung zum Entnehmen des in der Zulaufkammeraufgefangenen Quellwassers und eine Ablassöffnung zum Entleeren der Zulaufkammer um¬fasst.
[0012] Das Dokument US 4 809 734 A vom 7. März 1989 beschreibt einen Wasserturm, dereinen Deckeneinsatz zum Auffangen von Kondenswasser aufweist.
[0013] In Anbetracht dieser Nachteile ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einenQuellsammelschacht anzugeben, der einfach und wirkungsvoll reinigbar ist und höchsten An¬forderungen an eine hygienische Förderung und Behandlung von Trinkwasser genügt.
[0014] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die vorliegende Erfindung einen Quellsammel¬schacht der eingangs genannten Art vor, wobei die Ausleitleitung als eine Ausleitkammer aus¬gebildet ist, wobei die Ausleitkammer durch einen Abstand zwischen einer Außenwand derZulaufkammer und einer Innenwand des Quellsammelschachtes und zwischen einem Bodender Zulaufkammer und einem Boden des Quellsammelschachtes gebildet ist. Die zweite Ar¬beitsposition der Abschlagklappe bewirkt ein Vorbeileiten des zulaufenden Quellwassers an derZulaufkammer direkt in die Ausleitleitung, indem die Abschlagklappe zwischen der Zulauföff¬nung und der Zulaufkammer wie ein das zulaufende Quellwasser abweisendes Prallblech wirkt.Ohne das zulaufende Quellwasser zu stauen, wird es von der Zulaufkammer ferngehalten.
[0015] Durch das Ausleiten des zulaufenden Quellwasser ist es mit großem Vorteil möglich, dieZulaufkammer vollständig zu entleeren, beispielsweise zu Reinigungszwecken, ohne dass dieZulauföffnung verschlossen werden muss. Somit ist die Gefahr eines Ausbrechens der Quellegebannt. Die regelmäßig erforderlichen Reinigungsarbeiten in der Zulaufkammer können ineiner trockenen Umgebung sorgfältig und ohne Zeitdruck ausgeführt werden, was zu einerverbesserten Hygiene in der Zulaufkammer beiträgt und für eine Gewinnung von hygienischunbedenklichem Trinkwasser unerlässlich ist. Eine Ausleitkammer verfügt über eine hinreichendgroße Öffnung, die ein zielgenaues Ausleiten des zulaufenden Quellwassers nicht erforderlichmacht. Insofern darf der Schwenkmechanismus der Abschlagklappe durchaus gewisse Tole¬ranzen aufweisen. Eine Feinjustierung des Schwenkmechanismus kann unterbleiben. Beson¬ders vorteilhaft, insbesondere hinsichtlich der Kosten, ist eine Ausleitkammer, die nicht auseinem gesonderten Bauteil besteht, sondern mittels eines Abstandes zwischen der Außenwandder Zulaufkammer und der Innenwand des Quellsammelschachtes bereitgestellt wird. Zusätzli¬che Material- und Montagekosten entfallen. Bei Quellsammelschächten, die einen doppeltenBoden zum Ausleiten von überlaufendem Quellwasser aufweisen, erweist es sich erfindungs¬gemäß als äußerst vorteilhaft, dass sich die Ausleitkammer neben und unter der Zulaufkammererstreckt. Eine solche Ausleitkammer ist darüber hinaus auch besonders einfach baulich um¬setzbar, die Zulaufkammer ist lediglich kleiner als der Quellsammelschacht zu dimensionierenund in Letzterem auf Stützen anzuordnen.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dieAbschlagklappe schwenkbeweglich an der Zulauföffnung angeordnet ist und einen Schwenk¬mechanismus aufweist, der als dreigliedriger, unverzweigter, ebener und offener Drehgelenk¬mechanismus ausgebildet ist. Ein Umklappen einer derart ausgestalteten Abschlagklappebewirkt eine Richtungsänderung des zulaufenden Quellwassers bei gleichzeitiger Änderungeiner wirksamen Länge der Abschlagklappe relativ zu der Zulauföffnung. Umklappen im Sinneder Erfindung ist das Verbringen der Abschlagklappe von der ersten Arbeitsposition in die zwei¬te und umgekehrt. Somit existieren bei einer Wahl einer Zulaufposition des zulaufenden Quell¬wassers relativ zu der Zulauföffnung zwei Freiheitsgrade, die benutzt werden können, um daszulaufende Quellwasser an der Zulaufkammer vorbeizuleiten. Die vorgeschlagenen Drehge¬lenkmechanismen sind in weiten Teilen der Technik verbreitet, widerstandsfähig, wartungsarmund ubiquitär erhältlich.
[0017] Erfindungsgemäß erweist es sich besonders einfach und dennoch wirkungsvoll, dass dieAbschlagklappe als offenes, insbesondere U- förmiges, Gerinne ausgebildet ist. Ein Gerinneerfüllt die geometrischen Mindestanforderungen, um in beiden Arbeitspositionen das zulaufendeQuellwasser zu leiten. Darüber hinaus ist es einfach und dauerhaft stabil mit dem Drehgelenk¬mechanismus verbindbar und weist durch seine quer zu einer Fließrichtung des zulaufendenQuellwassers orientierte Krümmung eine Steifigkeit auf, sodass sehr lange Standzeiten erreichtwerden. Prinzipiell ist erfindungsgemäß auch ein V- oder W-förmiges, rechteckiges oder trapez¬förmiges Gerinne denkbar.
[0018] Es erweist sich erfindungsgemäß als besonders vorteilhaft, dass der Quellsammel¬schacht einen Überlauf zum Begrenzen eines Quellwasserpegels in der Zulaufkammer auf¬weist, wobei der Überlauf ein mit der Ablassöffnung der Zulaufkammer lösbar verbindbares,insbesondere dort einsteck- und herausziehbares, Rohr und eine in dem Rohr angeordneteSpritzschutzvorrichtung umfasst, wobei ein in Einbaulage mit der Ablassöffnung der Zulauf¬kammer verbundenes Ende des Rohres vorzugsweise sich konisch verjüngend ausgebildet ist.Bei verstärktem Zulauf von Quellwasser verhindert der Überlauf ein Austreten des Quellwassersüber die Zulaufkammer hinaus in ein restliches Inneres des Quellsammelschachtes. Dies istinsbesondere deshalb wichtig, da in einem Quellsammelschacht unter anderem stromgetriebe¬ne elektrische und elektronische Vorrichtungen und Anordnungen, wie beispielsweise ein Pe¬gelstandsmesser, ein Trübungssensor oder eine Beleuchtungseinrichtung, untergebracht sind,bei denen Staunässe zu einem Kurzschluss und damit Totalausfall führen würde. Zum Ablas¬sen der Zulaufkammer ist ein an einem Boden der Zulaufkammer angeordneter ziehbarer Über¬lauf vorteilhaft. Pumpen zum Leeren der Zulaufkammer sind hierdurch überflüssig. Mit großem
Vorteil ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Überlauf eine Spritzschutzvorrichtung auf¬weist, da es ansonsten auf Grund der Druckdifferenz zwischen dem hydrostatischen Druck amBoden der Zulaufkammer und dem Umgebungsluftdruck im Moment des Ziehens des Überlaufszu einer Wasserfontäne im Inneren des Überlaufs kommen kann, die weit über ein oberes Endedes Überlaufs hinausschießen kann. Ein an seinem der Ablassöffnung der Zulaufkammer zu¬gewandten Ende sich konisch verjüngendes Rohr als Überlauf ist in der Ablassöffnung einfachkraftschlüssig befestigbar und insbesondere bei einer mit Quellwasser gefüllten Zulaufkammerwieder unproblematisch lösbar, ohne dass ein Benutzer mit dem Quellwasser in Kontakt kommtund dieses somit kontaminiert.
[0019] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dieSpritzschutzvorrichtung als ein Rückschlagventil oder mindestens ein Strömungsbrecher aus¬gebildet ist. Je nach Ausbildung des Rückschlagventils unterbindet dieses ein Aufsteigen desQuellwassers im Inneren des Überlaufs komplett, wohingegen Strömungsbrecher lediglich zueiner Verlangsamung des im Inneren des Überlaufs aufsteigenden Quellwassers führen.Nichtsdestotrotz verhindern beiden Ausgestaltungen wirkungsvoll das explosionsartige Aufstei¬gen einer Wasserfontäne in dem Überlauf überdessen oberes Ende hinaus.
[0020] Es erweist sich erfindungsgemäß als besonders vorteilhaft, dass die Ablassöffnung derZulaufkammer in die Ausleitleitung mündend ausgebildet ist. Somit ist lediglich eine Schnittstellefür ausgeleitetes und abgelassenes Quellwasser mit der Umgebung erforderlich, was eineAufrechterhaltung der Hygiene innerhalb des Quellsammelschachtes vereinfacht, da wenigerEintrittspforten für Keime, Bakterien, Tiere oder Störstoffe existieren.
[0021] Mit großem Vorteil ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der QuellsammelschachtMittel zum Ausleiten von sich in einem Inneren des Quellsammelschachtes bildendem Kon-denswasser aufweist, wobei die Mittel zum Ausleiten von Kondenswasser als Bohrungenund/oder Rinnen ausgebildet sind. Durch das Ausleiten des Kondenswassers wird verhindert,dass sich dieses an exponierten Stellen sammelt und beispielsweise in die Zulaufkammer tropft,was zu einer Verunreinigung des Trinkwassers führen würde. In einer bevorzugten Ausgestal¬tung der Erfindung wird das sich bildende Kondenswasser in Rinnen aufgefangen und entlangder Innenwand des Quellsammelschachtes zu Bohrungen geleitet, die eine Durchgangsöffnungvom Inneren des Quellsammelschachtes in eine teilweise hohle Wandung des Quellsammel¬schachtes bilden, die das Kondenswasser aufnimmt. Über weitere Bohrungen ist die Wandungmit der Ausleitleitung verbunden, sodass das Kondenswasser aus der Wandung ablaufen kann.
[0022] Es erweist sich erfindungsgemäß als besonders vorteilhaft, dass der Quellsammel¬schacht Mittel zum hygienischen Separieren der Zulaufkammer von einem restlichen Innerendes Quellsammelschachtes aufweist, wobei die Mittel zum hygienischen Separieren mindestenseine vertikal angeordnete Tür, vorzugsweise Schiebetür, umfassen, die an einer Oberkante derZulaufkammer aufsitzend und die Zulaufkammer und einen Luftraum über der Zulaufkammervon dem restlichen Inneren des Quellsammelschachtes je nach Stellung der Tür separierendoder zugänglich machend ausgebildet ist. Bei geschlossener Tür bilden die Zulaufkammer undder darüber liegende Luftraum einen abgeschlossenen Bereich, in dem das zulaufende Quell¬wasser hygienisch unbedenklich gefördert werden kann. Ein Eintrag von Verunreinigungen istnahezu ausgeschlossen. Bei geöffneter Tür ist die Zugänglichkeit dieses Bereiches gewährleis¬tet, zum Beispiel zu Reinigungszwecken oder zur Behebung von Betriebsstörungen. Alternativzu Türen sind als Mittel zum hygienischen Separieren erfindungsgemäß auch Klappen, Vor¬hänge oder Ähnliches denkbar.
[0023] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Quellsammelschacht im Wesentlichenaus, insbesondere miteinander verschweißten, Kunststoffelementen besteht. Diverse Kunststof¬fe sind bestens geeignet, um als Behältnis für Lebensmittel, hier Trinkwasser, zu dienen. DesWeiteren sind Kunststoffe resistent gegen Korrosion, unproblematisch zu verarbeiten, leicht zutransportieren, unter Ausschluss von ultravioletter Strahlung alterungsbeständig und kosten¬günstig in der Herstellung. Zusätzlich lassen sich Kunststoffelemente hermetisch dicht mitei¬nander verbinden, insbesondere verkleben oder verschweißen. Hierdurch kann der erfindungs¬ gemäße Quellsammelschacht in einer Herstellungsstätte betriebsfertig produziert werden.Alternativ ist vorgesehen, dass der Quellsammelschacht als Bausatz an einfach handhabbarenElementen produziert, zum Einsatzort transportiert und dort in Endmontage zu einem komplet¬ten Quellsammelschacht zusammengesetzt wird. Die Kunststoffe Polypropylen (PP) und Po¬lyethylen (PE) sind prädestiniert, um einen Quellsammelschacht gemäß der vorliegenden Erfin¬dung aufzubauen.
[0024] Weiterhin erweist es sich erfindungsgemäß als sehr vorteilhaft, dass der Quellsammel¬schacht einen Siphon aufweist, wobei der Siphon einer Ablassöffnung der Ausleitleitung nach¬geschaltet angeordnet ist und einen Gitterrost umfasst, der die Ablassöffnung der Ausleitleitungvollständig abdeckend ausgebildet ist. Ein solcher Siphon als gasdichter Ablassschacht verhin¬dert einen Eintritt von Gasen aus der Umgebung in den Quellsammelschacht, der Gitterrost einEindringen von Tieren. Zusätzlich hält der Siphon Sedimente und andere Störstoffe zurück.Damit der Siphon einen zum Abdichten des Ablassschachtes erforderlichen Mindestpegel zukeiner Zeit unterschreitet, schlägt die Erfindung vor, permanent eine geringe Menge des zulau¬fenden Quellwasser in die Ausleitleitung auszuleiten.
[0025] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dieZulaufkammer und die Ausleitkammer zu deren jeweiligen Ablassöffnungen hin geneigte Bödenaufweisen. Bei geöffneten Ablassöffnungen entleeren sich die Zulaufkammer und die Ausleit¬kammer vollständig, allein auf Grund der auf das Quellwasser wirkenden Gravitationskraft.Zusätzliche Hilfsmittel zum vollständigen Entleeren der Zulaufkammer und der Ausleitkammersind nicht erforderlich.
[0026] Es erweist sich erfindungsgemäß als besonders vorteilhaft, dass die Entnahmeöffnungnach unten gerichtet ausgebildet ist. Mittels eines mit der Entnahmeöffnung verbindbaren 90°-Bogens kann eine Entnahmeleitung in jede beliebige Richtung geführt werden. Bei einem Set¬zen des Quellsammelschachtes ist somit eine genaue Orientierung des Quellsammelschachtesbezüglich einer gewünschten Richtung, in der die Entnahmeleitung orientiert sein soll, nichterforderlich. Stattdessen ist beim Setzen des Quellwasserschachtes lediglich die Richtung zubeachten, aus der der Zulauf des Quellwassers erfolgt, was das Setzen des Quellwasser¬schachtes deutlich vereinfacht. Der durch diese besondere Ausgestaltung der Entnahmeöff¬nung gewonnene Freiheitsgrad ermöglicht einen universellen Einsatz des erfindungsgemäßenQuellsammelschachtes für alle denkbaren Winkel zwischen der Richtung des Zulaufs desQuellwassers und der gewünschten Richtung der Entnahmeleitung.
[0027] Zum Schutz der in einem Quellsammelschacht angeordneten elektrischen und elektroni¬schen Geräte weist der erfindungsgemäße Quellsammelschacht einen mit einem Erdungsbandverbundenen Blitzableiter auf.
[0028] Die Erfindung wird in bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Zeich¬nungen beispielhaft beschrieben, wobei weitere vorteilhafte Einzelheiten den Figuren derZeichnungen zu entnehmen sind.
[0029] Die Figuren der Zeichnungen zeigen im Einzelnen: [0030] Fig. 1 eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Quellsammelschachtes gemäß einer ersten Ausführungsform und Detaildarstellungen von erfindungs¬gemäßen Mitteln zum Ausleiten von Kondenswasser; [0031] Fig. 2 eine waagerechte Schnittansicht des erfindungsgemäßen Quellsammelschachtes gemäß der ersten Ausführungsform; [0032] Fig. 3 eine waagerechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Quellsammelschach¬ tes gemäß einer zweiten Ausführungsform; [0033] Fig. 4 eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Überlaufs gemäß einer ersten Ausführungsform mit einer Draufsicht des Überlaufs und eine Detaildar¬stellung einer erfindungsgemäßen Spritzschutzvorrichtung; [0034] Fig. 5 eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Überlaufs gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einer Draufsicht des Überlaufs; [0035] Fig. 6 eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Siphons; [0036] Fig. 7 eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Quellsammelschachtes; [0037] Fig. 8 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ausleitvorrichtung in einer ersten Arbeitsposition; und [0038] Fig. 9 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Ausleitvorrichtung in einer zweiten Arbeitsposition.
[0039] In Fig. 1 ist eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Quellsammel¬schachtes gemäß einer ersten Ausführungsform und Detaildarstellungen von erfindungsgemä¬ßen Mitteln zum Ausleiten von Kondenswasser 15 gezeigt. Dieser Quellsammelschacht istkonform zu einer Quellwassergewinnungsanlage gemäß dem Arbeitsblatt W 127 (Stand: März2006) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und umfasst drei Zulauföff¬nungen 1, eine Zulaufkammer 2 zum Auffangen von aus den Zulauföffnungen 1 zulaufendemQuellwasser, eine Entnahmeöffnung 3 zum Entnehmen des in der Zulaufkammer 2 aufgefan¬genen Quellwassers und eine Ablassöffnung 4 zum Entleeren der Zulaufkammer 2. Die Zulauf¬kammer 2 ist mittels einer Trennwand in zwei Bereiche unterteilt, wobei die Trennwand einMesswehr, hier ein Thomson-Wehr, zum quantitativen Bestimmen des zulaufenden Quellwas¬servolumens pro Zeiteinheit aufweist. Um den Quellsammelschacht und insbesondere dieZulaufkammer einfach und wirkungsvoll reinigen zu können, weist der Quellsammelschachteine Ausleitvorrichtung 5 zum rückstaufreien Ausleiten des zulaufenden Quellwassers an derZulaufkammer 2 vorbei auf. Die Ausleitvorrichtung 5 umfasst eine Ausleitleitung 6 und eineAbschlagklappe 7, wobei die Abschlagklappe 7 von einer ersten Arbeitsposition zum Einleitendes zulaufenden Quellwassers in die Zulaufkammer 2 in eine zweite Arbeitsposition zum Auslei¬ten des zulaufenden Quellwassers in die Ausleitleitung 6 bewegbar ausgebildet ist. Die zweiteArbeitsposition der Abschlagklappe 7 ist gestrichelt angedeutet. In der in Fig. 1 gezeigten Aus¬führungsform der Erfindung ist die Ausleitleitung 6 als eine Ausleitkammer 9 ausgebildet. DieAusleitkammer 9 ist gebildet durch einen Abstand zwischen einer Außenwand der Zulaufkam¬mer 2 und einer Innenwand des Quellsammelschachtes. Die Zulaufkammer 2 ist kleiner dimen¬sioniert als der Quellsammelschacht und ist auf Stützen gelagert. Somit erstreckt sich die Aus¬leitkammer 9 neben und unter der Zulaufkammer 2. An jeder der Zulauföffnungen 1 ist eineAbschlagklappe 7 schwenkbeweglich angeordnet. Die schwenkbewegliche Anordnung erfolgtmittels eines Schwenkmechanismus 8. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausgestaltung der Erfindunghandelt es sich um einen dreigliedrigen, unverzweigten, ebenen und offenen Drehgelenkme¬chanismus. Die Abschlagklappe 7 ist als offenes, U-förmiges Gerinne ausgebildet. AndereProfile für das Gerinne sind ebenfalls denkbar, soweit sie eine ausreichende Steifigkeit aufwei¬sen. Des Weiteren umfasst der Quellsammelschacht einen Überlauf 10 zum Begrenzen einesQuellwasserpegels in der Zulaufkammer 2. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform derErfindung ist der Überlauf 10 als ein in die Ablassöffnung 4 der Zulaufkammer 2 einsteckbaresund dort wieder herausziehbares Rohr 11 ausgebildet, wobei das Rohr 11 eine in dem Rohr 11angeordnete Spritzschutzvorrichtung 12 enthält. Das in Einbaulage in der Ablassöffnung 4 derZulaufkammer 2 kraftschlüssig befestigte Ende des Rohres 11 ist sich konisch verjüngendausgebildet, um einen satten und dichten Presssitz in der Ablassöffnung 4 der Zulaufkammer 2zu haben. Als Spritzschutzvorrichtung 12 ist ein Rückschlagventil 13 vorgesehen.
[0040] Die Ablassöffnung 4 der Zulaufkammer 2 mündet in die Ausleitleitung 6. Der Quellsam¬melschacht weist als Mittel zum Ausleiten von sich in einem Inneren des Quellsammelschach¬tes bildendem Kondenswasser 15 Bohrungen 16 und Rinnen 17 auf, die das Kondenswasseraus dem Inneren des Quellsammelschachtes final in die Ausleitkammer 9 leiten. Weiterhin weistder Quellsammelschacht Mittel zum hygienischen Separieren 18 der Zulaufkammer 2 von ei¬nem restlichen Inneren des Quellsammelschachtes auf. Die Mittel zum hygienischen Separieren18 umfassen zwei vertikal angeordnete, horizontal verschiebbare, transparente Schiebetüren,die an einer Oberkante der Zulaufkammer 2 aufsitzen und in einer geschlossenen Stellung die
Zulaufkammer 2 und einen Luftraum über der Zulaufkammer 2 von dem restlichen Inneren desQuellsammelschachtes abtrennen, in einer geöffneten Stellung zugänglich machen. Die Bödender Zulaufkammer 2 und der Ausleitkammer 9 neigen sich zu den jeweiligen Ablassöffnungenhin, um ein vollständiges Entleeren der Zulaufkammer 2 und der Ausleitkammer 9 zu ermögli¬chen.
[0041] Darüber hinaus umfasst der erfindungsgemäße Quellsammelschacht mindestens eineHaltevorrichtung zum Halten eines Trübungssensors oder sonstiger Sensoren zum Erfassenvon Quellwasser- und Quellsammelschachtparametern, eine Probeentnahmevorrichtung zumEntnehmen von Quellwasserproben, wobei zum Entnehmen der Quellwasserprobe die Schie¬betür nicht geöffnet werden muss, und eine mit einem Seiher ausgestattete Entnahmeöffnung 3zum Entnehmen des in der Zulaufkammer 2 aufgefangenen Quellwassers, die nach untengerichtet ist. Mittels eines 90°-Bogens ist eine ein Absperrventil aufweisende, in dem doppeltenBoden verlegte Entnahmeöffnung 3 verbunden. Die Entnahmeleitung kann in jeder beliebigenRichtung von dem Quellsammelschacht weggeführt werden. Der Quellsammelschacht weistweiterhin eine Leiter zum Hinabsteigen in den Quellsammelschacht, eine absperrbare Ein¬stiegsluke, einen Be- und Entlüftungskamin und einen einer Ablassöffnung der Ausleitkammer 9nachgeschalteten Siphon 19 mit einem Gitterrost 20 auf.
[0042] Der Quellsammelschacht an sich, also der Korpus des Quellsammelschachtes, bestehtim Wesentlichen aus miteinander verschweißten Kunststoffelementen. Zu den Elementen desQuellsammelschachtes zählen der zylinderförmige Hauptschacht, der die Zulaufkammer 2enthält, der doppelte Boden, der einen Teil der Ausleitkammer 9 bildet, der zylinderförmigeEinstiegsschacht als Zugang in den Hauptschacht und der den Einstiegsschacht und denHauptschacht verbindende kegelstumpfförmige Deckel. Die Kunststoffelemente weisen teilwei¬se eine hohlkammerartige oder wabenförmige Struktur auf, die von glatten Innen- und Außen¬wänden ummantelt ist.
[0043] In Fig. 2 ist eine waagerechte Schnittansicht des erfindungsgemäßen Quellsammel¬schachtes gemäß der ersten Ausführungsform gezeigt. Der Quellsammelschacht weist dreiZulauföffnungen 1 auf, wobei an jeder der Zulauföffnungen 1 eine Abschlagklappe 7 angeord¬net ist. Sämtliche Zulauföffnungen 1 speisen eine Zulaufkammer 2. Die Zulaufkammer 2 istdurch eine Tauchwand und eine Trennwand mit einem Messwehr in zwei Bereiche geteilt,wobei jeder Bereich über einen eigenen Überlauf 10 verfügt.
[0044] In Fig. 3 ist eine waagerechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Quellsammel¬schachtes gemäß einer zweiten Ausführungsform gezeigt. Der Quellsammelschacht weist zweiZulauföffnungen 1 auf, wobei an jeder der Zulauföffnungen 1 eine Abschlagklappe 7 angeord¬net ist. Sämtliche Zulauföffnungen 1 speisen eine Zulaufkammer 2. Die Zulaufkammer 2 istdurch zwei Tauchwände und zwei Trennwände mit jeweils einem Messwehr in drei Bereichegeteilt, wobei jeder Bereich über einen eigenen Überlauf 10 verfügt.
[0045] In Fig. 4 ist eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Überlaufs 10gemäß einer ersten Ausführungsform mit einer Draufsicht des Überlaufs 10 und eine Detaildar¬stellung einer erfindungsgemäßen Spritzschutzvorrichtung 12 gezeigt. Der Überlauf 10 weist einRohr 11, einen Griff zum Handhaben des Überlaufs 10 und eine Spritzschutzvorrichtung 12 auf.Der Griff ist an einem in Einbaulage oberen Ende des Rohres 11 angeordnet. Ein in Einbaulageunteres Ende des Rohres 11 ist sich konisch verjüngend ausgebildet, um mit der Ablassöffnung4 der Zulaufkammer 2 eine satte kraftschlüssige Verbindung eingehen zu können. Als Spritz¬schutzvorrichtung 12 ist ein Rückschlagventil 13 in das Rohr 11 eingesetzt. Das Rückschlag¬ventil 13 umfasst einen in dem Rohr 11 befestigten Anschlagring mit einem einbeschriebenenHaltestern zum gleitenden Führen eines Gleitbolzens und eine an einem Gleitbolzen angeord¬nete Verschlussplatte, wobei der Gleitbolzen mittels des Haltesterns koaxial zu einer Längsach¬se des Rohres 11 geführt ist.
[0046] In Fig. 5 ist eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Überlaufs 10gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einer Draufsicht des Überlaufs 10 gezeigt. Der inFig. 5 gezeigte Überlauf 10 ist bis auf die Spritzschutzvorrichtung 12 baugleich zu dem Überlauf 10 gemäß Fig. 4. Die Spritzschutzvorrichtung 12 des Überlaufs 10 gemäß der zweiten Ausfüh¬rungsform weist anstatt eines Rückschlagventils 13 Strömungsbrecher 14 auf. Die Strömungs¬brecher 14 umfassen Platten oder Schürzen, die einerseits im Inneren des Rohres 11 befestigtund andererseits in Richtung des in Einbaulage unteren Endes des Rohres 11 orientiert sindund somit mit dem unteren Ende des Rohres 11 einen spitzen Winkel einschließen.
[0047] In Fig. 6 ist eine senkrechte Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Siphons 19 ge¬zeigt. Der Siphon 19 ist einer Ablassöffnung der Ausleitkammer 9 nachgeschaltet angeordnetund umfasst einen Gitterrost 20, der die Ablassöffnung der Ausleitkammer 9 vollständig ab¬deckt. Als gasdichter Ablassschacht verhindert der Siphon 19 einen Eintritt von Gasen aus derUmgebung in den Quellsammelschacht, der Gitterrost 20 ein Eindringen von Tieren. Zusätzlichhält der Siphon 19 Sedimente und andere Störstoffe zurück, die im Fall eines Rückstaus in dieAusleitkammer 9 zurückdrängen.
[0048] In Fig. 7 ist eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Quellsammelschachtes gezeigt. Dermit einer Luke und einem Belüftungshut ausgestattete zylinderförmige Einstiegsschacht dientals Zugang in den Hauptschacht. Der kegelstumpfförmige Deckel verbindet den Einstiegs¬schacht und den Hauptschacht und weist an dessen äußerer Mantelfläche Verstärkungsstrebenauf, um den allseitig einwirkenden, von der den Quellsammelschacht umgebenden Erde her¬vorgerufenen Kompressionskräften zu widerstehen. Der Einstiegsschacht ist axial versetzt zudem Hauptschacht angeordnet und weist einen radial nach außen gerichteten Trittstift auf, umden Zustieg in den Einstiegsschacht zu erleichtern. Weiterhin durchstößt der Be- und Entlüf¬tungskamin den Deckel.
[0049] In Fig. 8 ist eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ausleitvorrich¬tung 5 in einer ersten Arbeitsposition gezeigt. Die Ausleitvorrichtung 5 umfasst die Ausleitleitung 6, die als Ausleitkammer 9 ausgebildet ist, und die Abschlagklappe 7. Die Abschlagklappe 7 istschwenkbeweglich an der Zulauföffnung 1 angeordnet, wobei die Schwenkbeweglichkeit derAbschlagklappe 7 mittels eines Schwenkmechanismus 8 bereitgestellt wird, der als dreigliedri¬ger, unverzweigter, ebener und offener Drehgelenkmechanismus ausgebildet ist. In der in Fig. 8gezeigten ersten Arbeitsposition leitet die Abschlagklappe 7 das zulaufende Quellwasser in dieZulaufkammer 2 ein. Hierzu ist die Abschlagklappe über den Schwenkmechanismus 8 an derZulauföffnung 1 aufgehängt, steht an einem unteren Rand der Zulauföffnung 1 an und liegt aneiner Oberkante der Zulaufkammer 2 auf. Die Abschlagklappe 7 ist als ein U-förmiges Gerinneausgebildet, wobei das Gerinne nahe der Zulauföffnung 1 eine größere Wandungshöhe auf¬weist als nahe der Zulaufkammer 2. Das Gerinne ist in der ersten Arbeitsposition der Abschlag¬klappe 7 nach oben offen.
[0050] In Fig. 9 ist eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Ausleitvorrichtung5 in einer zweiten Arbeitsposition gezeigt. In der zweiten Arbeitsposition leitet die Abschlag¬klappe 7 das zulaufende Quellwasser in die Ausleitkammer 9 aus. Ein Wechsel von der erstenArbeitsposition der Abschlagklappe 7 in die zweite erfolgt durch Umklappen der Abschlagklappe 7. Die Abschlagklappe ist über den Schwenkmechanismus 8 an der Zulauföffnung 1 aufgehängtund steht an einem oberen Rand der Zulauföffnung 1 an. Ein in der zweiten Arbeitsposition derAbschlagklappe 7 der Ausleitkammer 9 zugewandtes Ende der Abschlagklappe 7 reicht bisunter die Oberkante der Zulaufkammer 2. Die Längen und Massenschwerpunkte der Gliederdes Schwenkmechanismus 8 sind so gewählt, dass sich die Abschlagklappe 7 in beiden Ar¬beitspositionen in einem stabilen Gleichgewicht befindet. In der zweiten Arbeitsposition derAbschlagklappe 7 befindet sich der Massenschwerpunkt der Abschlagklappe 7 näher bei derZulauföffnung 1 als ein von der Zulauföffnung 1 entfernteres Drehgelenk des Schwenkmecha¬nismus 8. Die Abschlagklappe 7 ist als ein U-förmiges Gerinne ausgebildet, wobei das Gerinnenahe der Zulauföffnung 1 eine größere Wandungshöhe aufweist als nahe der Ausleitkammer 9.Das Gerinne ist in der zweiten Arbeitsposition der Abschlagklappe 7 nach unten offen.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Zulauföffnung 2 Zulaufkammer 3 Entnahmeöffnung 4 Ablassöffnung 5 Ausleitvorrichtung 6 Ausleitleitung 7 Abschlagklappe 8 Schwenkmechanismus 9 Ausleitkammer 10 Überlauf 11 Rohr 12 Spritzschutzvorrichtung 13 Rückschlagventil 14 Strömungsbrecher 15 Mittel zum Ausleiten von Kondenswasser 16 Bohrung 17 Rinne 18 Mittel zum hygienischen Separieren 19 Siphon 20 Gitterrost

Claims (9)

  1. Patentansprüche 1. Quellsammelschacht, aufweisend mindestens eine Zulauföffnung (1), eine Zulaufkammer (2) zum Auffangen von aus der Zulauföffnung (1) zulaufendem Quellwasser, eine Entnah¬meöffnung (3) zum Entnehmen des in der Zulaufkammer (2) aufgefangenen Quellwassersund eine Ablassöffnung (4) zum Entleeren der Zulaufkammer (2), wobei der Quellsammel¬schacht eine Ausleitvorrichtung (5) zum rückstaufreien Ausleiten des zulaufenden Quell¬wassers an der Zulaufkammer (2) vorbei aufweist, wobei die Ausleitvorrichtung (5) eineAusleitleitung (6) und eine Abschlagklappe (7) aufweist, wobei die Abschlagklappe (7) voneiner ersten Arbeitsposition zum Einleiten des zulaufenden Quellwassers in die Zulauf¬kammer (2) in eine zweite Arbeitsposition zum Ausleiten des zulaufenden Quellwassers indie Ausleitleitung (6) bewegbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aus¬leitleitung (6) als eine Ausleitkammer (9) ausgebildet ist, wobei die Ausleitkammer (9)durch einen Abstand zwischen einer Außenwand der Zulaufkammer (2) und einer Innen¬wand des Quellsammelschachtes und zwischen einem Boden der Zulaufkammer (2) undeinem Boden des Quellsammelschachtes gebildet ist.
  2. 2. Quellsammelschacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlagklap¬pe (7) schwenkbeweglich an der Zulauföffnung (1) angeordnet ist und einen Schwenkme¬chanismus (8) aufweist, der als dreigliedriger, unverzweigter, ebener und offener Drehge¬lenkmechanismus ausgebildet ist.
  3. 3. Quellsammelschacht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab¬schlagklappe (7) als offenes, insbesondere U-förmiges, Gerinne ausgebildet ist.
  4. 4. Quellsammelschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass der Quellsammelschacht einen Überlauf (10) zum Begrenzen eines Quell¬wasserpegels in der Zulaufkammer (2) aufweist, wobei der Überlauf (10) ein mit der Ab¬lassöffnung (4) der Zulaufkammer (2) lösbar verbindbares, insbesondere dort einsteck- undherausziehbares, Rohr (11) und eine in dem Rohr (11) angeordnete Spritzschutzvorrich¬tung (12) umfasst, wobei ein in Einbaulage mit der Ablassöffnung (4) der Zulaufkammer (2)verbundenes Ende des Rohres (11) vorzugsweise sich konisch verjüngend ausgebildet ist.
  5. 5. Quellsammelschacht nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzschutz¬vorrichtung (12) als ein Rückschlagventil (13) oder mindestens ein Strömungsbrecher (14)ausgebildet ist.
  6. 6. Quellsammelschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass die Ablassöffnung (4) der Zulaufkammer (2) in die Ausleitleitung (6) mün¬dend ausgebildet ist.
  7. 7. Quellsammelschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass der Quellsammelschacht Mittel zum Ausleiten von sich in einem Innerendes Quellsammelschachtes bildendem Kondenswasser (15) aufweist, wobei die Mittel zumAusleiten von Kondenswasser (15) als Bohrungen (16) und/oder Rinnen (17) ausgebildetsind.
  8. 8. Quellsammelschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass der Quellsammelschacht Mittel zum hygienischen Separieren (18) der Zu¬laufkammer (2) von einem restlichen Inneren des Quellsammelschachtes aufweist, wobeidie Mittel zum hygienischen Separieren (18) mindestens eine vertikal angeordnete Tür,vorzugsweise Schiebetür, umfassen, die an einer Oberkante der Zulaufkammer (2) aufsit¬zend und die Zulaufkammer (2) und einen Luftraum über der Zulaufkammer (2) von demrestlichen Inneren des Quellsammelschachtes je nach Stellung der Tür separierend oderzugänglich machend ausgebildet ist.
  9. 9. Quellsammelschacht nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn¬zeichnet, dass der Quellsammelschacht im Wesentlichen aus, insbesondere miteinanderverschweißten, Kunststoffelementen besteht. Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
ATA210/2014A 2013-04-23 2014-03-24 Quellsammelschacht AT514266B1 (de)

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