AT514310A1 - Verfahren zur Auslösung von Schnee-Lawinenabgängen - Google Patents

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AT514310A1
AT514310A1 AT10362012A AT10362012A AT514310A1 AT 514310 A1 AT514310 A1 AT 514310A1 AT 10362012 A AT10362012 A AT 10362012A AT 10362012 A AT10362012 A AT 10362012A AT 514310 A1 AT514310 A1 AT 514310A1
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    • E01FADDITIONAL WORK, SUCH AS EQUIPPING ROADS OR THE CONSTRUCTION OF PLATFORMS, HELICOPTER LANDING STAGES, SIGNS, SNOW FENCES, OR THE LIKE
    • E01F7/00Devices affording protection against snow, sand drifts, side-wind effects, snowslides, avalanches or falling rocks; Anti-dazzle arrangements ; Sight-screens for roads, e.g. to mask accident site
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  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Auslösung von Schnee-Lawinenabgängen angegeben, das dadurch charakterisiert ist, dass auf Führungen (1) befindliche Stoßschilde (6,7) mittels mechanischer Zugeinrichtungen bergwärts hochgezogen werden, wobei durch diesen Vorgang gleichzeitig Federn vorgespannt werden, die eine talwärts auf die Stoßschilde wirkende Kraft erzeugen, dass nach Erreichen der oberen Endstellung der Stoßschilde (6,7) eine Führung (2) mittels einer Vorrichtung (12) in einer Bereitschaftsstellung arretiert wird und dass im Bedarfsfall die Arretierung wieder gelöst wird, sodass die Stoßschilde (6,7) unter Entspannung der Federn die talseitig vor diesen liegenden Schneemassen talwärts befördern.

Description

23/09 2012 23:55 FAX 512 4675 Ing Markus Stracke Wien @005 • · • · ·· • · ·* M ···· ·· • · · · · • · • ·
Beschreibung
Stoßschild-Schleuder-Verfahren zur Auslösung von Lockerschneelawinen (Neuschneelawinen).
Die Erfindung betrifft das längst geforderte aber noch nie gefundene Verfahren, Lockerschnee-Lawinen auf einfachste, betriebssicher und dabei geräuschlos auszulösen. Diese von den Weiterfahrendsten Experten gewünschte und geforderte Problemlösung ist erfindungsgemäß endlich gelungen.
Lockerschneelagen während länger andauernder Schneefälle bilden labile noch nicht „gesetzte* zur Selbstauslösung von Lawinen tendierende Schneelagen. Während tagelanger Schneefälle Ist es nicht möglich mittels Hubschraubern Sprengungen vorzunehmen, weil die Sichverhältnlsse meistens keine Hubschrauber-Spreng-Fluge zulassen. Auch künstliche Gasexplosionen sind aus Gründen der Lärmentwicklung und aus Errichtungs- und Betriebskosten-Kostengründen} entweder unerwünscht oder überhaupt nicht möglich.
Daher ist die erfindungsgemäße Vorgangsweise wohl mit Abstand die günstigste, weil einerseits keine Lärmentwicklung und weil andererseits beliebig oft nacheinander erfolgende Probe-Auslösungen praktisch kaum Kostenfolgen nach sich ziehen. Auch sind keine Gas-Spreng-Fachkräfte bereitzuhalten (Kosten) und auch die Bevorratung der Gassprengmittel kostet und erhöht den damit verbundenen Verwaltungs-Aufwand.
Erfindungsgemäß werden Hang-senkrecht (selbsttätig) parallel zu Höhenschichtlinien aufgeklappte mehrere Meter lange und ab etwa 0,5 m Höhe messende Flächen 6, 7 in Fig. 1 (als eines von vielen Möglichkeiten dargestelltes Beispiel) auf Gleitschlitten 2 montiert.
1 23/09/2012 22:39 H/7 R986 P.005/008 23/09 2012 23:55 FAX 512 4675
Ing Markus Stracke Wien @006 • ·
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Oie Schneestoß-Schilder 6, (gegebenenfalls mit Außenflügeln 7), werden vorzugsweise mittels jeweils vorgespannten Schleuderfederungen S und Sa plötzlich nach Lösung der Arretierung 12 talwärts beschleunigt. Dabei werden immer mehr Neuschneemassen „geschoppt" und schlussendlich werden die so „geschoppten" und nun vermehrten und verdichteten Schneemassen ruckartig auf die tiefer befindlichen noch labilen frischen und leicht in Bewegung zu setzenden Neuschneelagen gestoßen (auch Altschnee kann damit zu Lawinenauslösungen gebracht werden).und lösen damit Lawinenabgänge aus.
Da eine solche erfindungsgemäße Einrichtung lediglich nur mit einem einzigen Eiektro-mehrfach-Kettenzug ausgestattet sein kann, ist einerseits die Wiederholbarkeit einzelner Auslösevorgänge praktisch unbegrenzt oft möglich und auch sind damit Störungen technischer Art nahezu auszuschließen. Denn Elektroantriebe haben sich besonders in Hochgebirgslagen bestens bewährt.
Die Stromversorgung der erfindungsgemäßen Anlagen kann von den Stromanschlüssen der Schneekanonen unschwer abgezweigt werden. In Sonderfällen können Solar/Wind-Stromerzeuger eingesetzt werden.
Dass die Schneestoß-Schilder 6 bzw. 7 in Ruhestellung am unteren Ende der Gleitbahn talwärts gekippt sein sollen versteht sich von selbst. Deren dreh-Kipp-Bewegung erfolgt über die Drehachse 8. Die Drehachse 8 ist im gegenständlichen Beispielsfall am Gleitschlitten 2 befestigt. Der Gleitschlitten 2 wird mittels Umlaufkettenzug 3 über Kettenzug· Mitnehmer 4 bergwärts gezogen. Dabei werden Zugfedern 5 und 5a (eine odermehrere solche) bis in deren maximal-Zug-Position vorgespannt.
Sodann wird der Gleitschlitten 2 mittels Arretler-Vorrichtung 12 (diese ist nicht detailiert dargestellt) ferngesteuert lösbar in „Schussposition« gehalten. Während der Aufwärtsfahrt des Gleitschlittens 3 (wobei die Zugfederung immer stärker vorgespannt wird) ist/sind das/die Schneestoßschild/er heruntergeklappt. Dabei wird vermieden, dass der darüber geschichtete Neuschnee nicht bewegt (in Ruhe gelassen) wird. Auch wird dabei keine unnötige Zugbelastung des Umlauf-Kettenzuges 3 erzeugt. Die tiefste
2 23/09/2012 22:39 N2/7R986 P. 006/008 29/09 2012 23:55 FAX 512 4675 Ing Markus Stracke Wien Ü007 29/09 2012 23:55 FAX 512 4675 Ing Markus Stracke Wien Ü007 • · ·· ·· ·· ···· ·· • · • · • • • · • • • · • · ·· • • · · + · • · • • • • • · ·· • ♦ ·· • • ·· • • · • ··· • ···
Stellung des Gleltschlittens 3 wird mittel Anschlägen 11, welche am Grundrahmen 1 verstellbar befestigt sind, festgelegt.
Ein Seilzug, welcher über die Umlenk-Seiiseheibe 13 geführt ist, wird an der Unterseite des Ketten- Umlauf-Seilzuges 3 angedockt. Damit kann die Arretier-Vorrichtung mittels Seilzugkraft gelöst werden, wobei der „Arbeits-Vorgang", nämlich die Auslösung der Lawine in Gang gesetzt werden.
Die Zugfederungen sind in diesem Ausführungsbeispiel bei 16 am Gleitschlitten 2 befestigt. Das Schneestoß-Schild 6, ist mittels Platte 10 am Gleitschlitten 2 befestigt.
Zugleich während des Beginnes der plötzlichen zu Tal- Beschleunigung des Gleitschlittens, klappt das Schneestoß- Schild (Infolge seiner Massenträgheit) aus der herunter geklappten Ruhe-positions-Stellung in die Hang-senkrechte „Arbeitsposition" und beginnt Schneemassen zusammen zu schoppen.
Da dabei starke Schneedruck- Reaktionskräfte auf das Schneestoß-Schild einwirken, ist das Schneestoß-Schlld 5 bzw. 7 mittels Traverse 18 ausgestattet. Dieselbe wird mittels mehrerer während der „Arbeitsstellung" angespannten Seilsträngen 19, welche jeweils am Gleitschlitten 2 befestigt sind, festgehalten. Die genannten Seilstränge 19, können mittels diese Seilstränge umhüllenden Zugfedern (weiche nur geringfügige Zugkräfte aufzuweisen brauchen) umhüllt sein. Damit kann erreicht werden, dass die Schneestoß-Schilder nach „getaner Arbeit" in der Außer Betrieb-Stellung für den nächsten „Arbeitshub" in die herunter-klapp-Steilung für die „Bergfahrt" geklappt sind.
Als Antriebselemente werden vorzugsweise Gall-sche Ketten, wie bei Motorrad-Antrieben verwendet. Der Antriebs-Satz (mit Kettenzug-Getriebe sowie auch die Funk-Steuerung kann innerhalb einer Box 14 untergebracht sein.
Dass Grundrahmen 1 mittels Seil-Ankern IS am Hang befestigt sein können, ist naheliegend. Da auch mehrere Anlagen-Module jeweils in Nähe voneinander angeordnet sein können, kann es genügen, dass die Funk-Femsteuerungs- Einheit nur in der Hauptmodul- Einheit installiert zu sein braucht. 3 23/09/2012 22:39 N3/7 R986 P. 007/008
Ing Markus Stracke Wien
23/09 2012 23:56 FAX 512 4675
Die Länge der erfindungsgemäßen Klein-Anlage (welche noch mittels „Kleinhubschraubern" in die vorbereiteten Positionen gebracht werden können), wird im Bereich zwischen 4 Metern bis zu 15 Metern und mehr betragen können.
Auch die „Spannweiten" der Schneestoß-Schilder können im Bereich zwischen 3 Metern und 12 Metern und mehr liegen. Bei Überlastungen können die Außenflügel 7 (wenn gefedert) über die Drehachse 9 geschwenkt, nachgeben. Auch können solche Außenftügel 7 während der „Talfahrt" des Gleitschlittens nach oben über deren Drehachse 9 geschwenkt sein. ln besonderen Anwendungsfällen kann auf die Anordnung von Beschleunigungs-Zugfedern verzichtet werden, denn es kann bei überlangen Gleitschlitten- Gleitbahnen genügen, wenn infolge Folge von sehr langen Gleitbahnen (ab etwa 10 m bis zu 25 m und mehr), soviel Schneemassen zusammengeschoben werden, dass dies alleine schon ausreicht Lawinen-Abgänge auszulösen. Besonders dann, wenn die Hangneigung größer al 35 Grad beträgt und wenn dabei der Hanggrund mit Langgras bewachsen ist. Auch kann dies dann möglich sein, wenn die Anlage auf feste und glattere Schneefagen (beispielsweise auf bearbeitete Ski-Pisten) aufgesetzt ist.
Zu bemerken ist auch, dass für die gegenständlichen Anlagen nicht unbedingt Kettentriebe, sondern auch Seiltriebe oder mechanische Spindeltriebe angewendet werden.
Bei weit ausladenden Schneestoß-Schildern kann es nützlich sein, wenn zur Führungszwecken dieser weitausladenden Schub-Schilder zusätzliche in Fall-Linie angeordnete Gleitschienen gesetzt werden.
Auch kann allgemein gültig sein, dass anstelle von Zugfederorganen ebenso Druckfederungen eingesetzt werden.
Wltn, am 23.09.2012 Ing. Markus Stracke 4
23/09/2012 22:40 n4/7 R986 P.008/008

Claims (1)

  1. 20/07 2014 13:31 FAX 512 4675 Ing Markus Stracke Wien @002
    Wien, am 20.07.2014 Patentansprüche 2B A 1036/2012 v. 214. Sept. 2012 Anspruch 1 Verfahren zur Auslösung von Schnee-Lawinenabgängen dadurch gekennzeichnet, dass auf Führungen (1) befindliche Stoßschilder (6,7) mittels mechanischer Einrichtungen bergwärts hochgezogen werden, wobei damit gleichzeitig Federungen vorgespannt und in oberster End-Stellung der Führung (2) mittels Arretier-Vorrichtung (12) fxier- und anschließend wieder lösbarbar ist. Anspruch 2 Stoßschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieselben mit Außenflügeln (7) welche über Drehachse (9) ausgestattet sind. Anspruch 3 Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als mechanische Einrichtungen nicht nur Kettentriebe (3), sondern auch Seiltriebe oder mechanische Spindeltriebe angeordnet werden. Ing. Markus Stracke
    Himmelpfortgasse 11/2¾ A-1010 Wien Tel.: +43 (01) 512 78 63 Fax: +43 (01) 512 46 75 Mobil: +43 0664 222 47 61 E-Mail: markus.stracke@aon.at [ ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE“) 20/07/2014 13:26 7/7 Nr.: R566 P.002/002
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3913141A1 (de) 2020-05-20 2021-11-24 Manfred Singer Lawinenauslösungsvorrichtung, lawinenauslösungssystem, montage einer lawinenauslö-sungsvorrichtung und das verfahren zur betätigung solcher vorrichtungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10020916A1 (de) * 2000-04-28 2001-11-15 Richard Ladwein Vorrichtung zum kontrollierten Abfahren von Schneemassen im Hochgebirge
EP2374939A2 (de) * 2010-04-06 2011-10-12 STRACKE, Markus Vorrichtung zum gesteuerten Auslösen von Lawinen

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