AT514562A4 - Autoklav - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Autoklav mit einem druckdicht verschließbaren Aufnahmebehälter (1) für Proben, dessen Wandung (2) zumindest teilweise, vorzugsweise zur Gänze, mit elektrisch leitfähigem, sich bei Stromdurchgang erwärmendem Material gebildet ist oder daraus besteht, wobei das elektrisch leitende Material ein vorzugsweise gesinterter keramischer Werkstoff, ein durch Dotierung elektrisch leitfähig gemachtes(r) Glas oder glasartiger Werkstoff oder ein Fluorpolymer mit elektrische Leitfähigkeit bewirkenden Füllstoffen ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Autoklav gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. DerartigeAutoklaven werden zur Durchführung von chemischen Reaktionen bzw. zur Behandlung vonSubstanzen, insbesondere unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur eingesetzt. Dazu werdendie zu behandelnden Substanzen direkt in den Aufnahmebehälter aufgegeben.
Bei herkömmlichen, elektrisch geheizten Autoklaven ist es schwierig, eine rasche Aufheizung mitausreichender Genauigkeit, und damit einen hohen Probendurchsatztrotz wechselnderTemperaturprogrammierung zu gewährleisten. Des Weiteren greift eine Reihe von Substanzen, diezu behandeln sind, die Wandung üblicher Autoklavenmaterialienchemisch an.
Mikrowellengeheizte Autoklaven (multimode- und single-mode Mikrowellenreaktoren)ermöglichen dagegen eine vergleichsweise rasche Erhitzung von Proben in mikrowellentransparenten Druckgefäßen bei guter Temperaturkontrolle. Mikrowellenreaktorenweisen jedoch eine hohe technische Komplexität bei ebenfalls hohen Herstellungskosten undhohem Platzbedarf, sowie komplexere Handhabung aufgrund individuell unterschiedlicherMikrowellenabsorption der Proben auf. Bei herkömmlichen, elektrisch beheizten Autoklaven kanndie Einregelung einer bestimmten Temperatur nicht in vergleichbar kurzer Zeit mit dererforderlichen Exaktheit erfolgen, insbesondere weil der Autoklav zu träge reagiert.
Ziel der Erfindung ist es, vor allem diese Nachteile zu vermeiden.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß bei einem Autoklav der eingangs genannten Art mit den imKennzeichen des Anspruches 1 angeführten Merkmalen erreicht. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,dass das elektrisch leitende Material ein vorzugsweise gesinterter keramischer Werkstoff, ein durchDotierung elektrisch leitfähig gemachtes(r) Glas oder glasartiger Werkstoff oder ein Fluorpolymermit elektrische Leitfähigkeit bewirkenden Füllstoffen ist.
Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass die Wandung des Autoklaven aus elektrisch leitendemMaterial besteht und direkt durch Stromdurchleitung durch das elektrisch leitende Material erhitztwird. Es kommen Materialien für die Wandung zum Einsatz, die chemisch weitgehend resistentgegen Korrosion oder einen chemischen Angriff bzw. viele chemische Reaktionen sind. DieseMaterialien können durch Stromdurchleitung rasch und in vorgegebener exakter Weise erwärmtwerden. Des Weiteren können mit derartigen Materialien druckdichte und auch bei höherenTemperaturen stabile Wandungen erstellt werden.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Material des Aufnahmebehälters Siliziumcarbid,Polytetrafluorethylenoder PFA (Perfluoralkoxy Polymer) ist. Diese Materialien sind im Hinblickauf ihre rasche Erwärmbarkeit, chemische Resistenz und Stabilität von Vorteil.
Die Erwärmbarkeit der Fluoropolymere kann durch geeignete Wahl der Füllstoffe (beispielsweiseGraphit oder Kohle zwischen 25 und 35 Gewichtsprozent) angepasst werden.
Um einen rasch auf eine vorgegebene Stromzufuhr ansprechenden Autoklav zu erstellen, istvorgesehen, dass der spezifische elektrische Widerstand des Materials größer als 10"3 Ohmxm undkleiner als 104 Ohm.cm ist. Damit liegt der elektrische Widerstand des für die Wandungeingesetzten Materials in einem Bereich, der grösser ist als der spezifische elektrische Widerstandvon üblichen Stromzuleitungen, wobei in Abhängigkeit der Behälterdicke- und Geometrie derspezifische elektrische Widerstand so gewählt wird, dass im Heizbetrieb auftretende, technischschwierig handhabbare hohe Stromstärken oder Betriebsspannungen zur Erzeugung einerbestimmten Heizleistung vermieden werden.
Von Vorteil ist es, wenn an der Außenwandfläche des Aufnahmebehälters elektrisch leitfähigeKontaktschichten für die direkte Stromzuleitung zu der Wandung und elektrisch leitfähigeKontaktschichten für die direkte Stromableitung von der Wandung in gegenseitigem Abstandaufgebracht bzw. ausgebildet sind. Damit kann die Kontaktierung der Wandung in einfacher Weiseerfolgen. Mit diesen Kontaktschichten wird der zur Erwärmung der Wandung zugeführte Stromdirekt in die Wandung eingespeist und von der Wandung wieder abgenommen. Diese Art derKontaktierung minimiert Kontaktwiderstände bei der Kontaktierung des Aufnahmebehälters,insbesondere bei Verwendung von dotiertem Glas oder leitfähigen Keramiken, und verhindert eineübermäßige lokale Erhitzung an den Kontaktflächen.
Von Vorteil für den Gebrauch des Autoklaven in der Praxis ist es, wenn die KontaktschichtenEdelmetallschichten, vorzugsweise Goldschichten mit einer Dicke von 1 bis 30 pm, oder Schichtenleitfähiger Polymere oder Graphitschichten sind.
Die vorgesehenen Kontaktschichten besitzen ausreichende elektrische Leitfähigkeit um diebenötigten Strommengen der Wandung des Autoklaven zu- bzw. abzuführen. Die abgegebeneHeizleistung wird vor allem durch Einregelung der Spannung der Stromquelle, wie auchPulsweitenmodulation oder elektronische Strombegrenzung der Stromquelle, die an dieKontaktschichten der Wandung angeschlossen ist, geregelt. Für den Gebrauch ist es von Vorteil, wenn der Aufnahmebehälter eine langgestreckte,vorzugsweise rotationssymmetrische, insbesondere zylinderähnliche Form aufweist und/oder ineinem Endbereich des Aufnahmebehälters eine mit einem Deckel druckdicht verschließbareBeschickungsöffnung ausgebildet ist. Diese Bauform bewirkt ein für den effektiven Wärmetransfervorteilhaftes, hohes Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnis, sowie eine hohe Druckfestigkeit desAufnahmebehälters.
Von Vorteil ist es, wenn die Kontaktschichten für die Stromzuleitung und für die Stromableitungden Aufnahmebehälter bezüglich seiner Längsachse zumindest teilweise umgeben und in Richtungdieser Längsachse gesehen mit Abstand einander gegenüberliegen und/oder wenn von denKontaktschichten sich in Längsrichtung des Aufnahmebehälters, insbesondere parallel zurLängsachse des Aufnahmebehälters, erstreckende Verlängerungen, Vorsprünge oder Abschnitteabgehen. Dabei können die Verlängerungen, Vorsprünge oder Abschnitte der Stromzuleitung undder Stromableitung unter Ausbildung eines gegenseitigen Abstandes jeweils ausgehend von einerdie Wandung zumindest teilweise umgebenen Kontaktschicht - in Umfangsrichtung oder inLängsrichtung der Wandung gesehen - einander gegenüberliegen oder kammartig ineinandergreifen. Die Kontaktschichten können ihrerseits aufgrund ihrer hohen Leitfähigkeiteffizientberührungskontaktiert werden und die Vorsprünge bzw. Verlängerungen stellen eine optimaleStromverteilung über die Wandung sicher. Je nach Ausbildung und Form des Autoklaven könnendie Anzahl und die Form der Kontaktschichten variieren, wobei auch die von den Kontaktschichtenabgehenden Vorsprünge bezüglich ihrer Form, insbesondere Breite oder Länge, unterschiedlichausgestaltet sein bzw. variiert werden können. Weiters kann der Widerstand, und damit dieHeizleistung bei einer gewünschten Betriebsspannung durch Variation des Kammmusters ingewünschter Weise beeinflusst werden, um beispielsweise durch Erhöhung der Kammzahnanzahl,bzw. Verringerung des gegenseitigen Abstandes der ineinandergreifenden Kammzähne eine überdie spezifische elektrische Leitfähigkeit des Behältermaterials hinausgehende Feinjustierung deselektrischen Widerstands der Autoklavengefäßwand zu erreichen. Für die Handhabung und die Stromversorgung des Autoklaven ist es von Vorteil, wenn auf die,vorzugsweise dem jeweiligen Endbereich der Außenfläche des Aufnahmebehälters nahe liegenden,Kontaktschichten oder auf die Vorsprünge aufsetzbare bzw. daran anlegbare Kontakteinheiten bzw.-elektroden vorgesehen sind. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Kontakteinheiten ringförmigausgebildet sind und ihr Innenquerschnitt an den Außenquerschnitt des, vorzugsweiserotationssymmetrisch ausgebildeten Aufnahmebehälters angepasst ist.
Die Anbringung der Kontaktschichten ist einfach, wenn die Kontaktschichten durch Aufsputtern,Aufdampfen, oder Einbrennen von Edelmetallfarben unter optionaler Verwendung vonlithographischen Verfahren, aufgebracht sind, oder bei Formung, insbesondere Sintern, desAufnahmebehälters mit ausgebildet sind.
Zweckmäßig ist es ferner, wenn der Autoklav eine Steuereinheit für die Stromzufuhr und/oderzumindest eine Temperaturmesseinheit für die Messung der Temperatur der Wandung und/oder desInnenraums des Aufnahmebehälters und/oder eine Gebläsekühlung zur Abkühlung des Autoklaven über die Außenoberfläche des Aufnahmebehälters besitzt. Diese Maßnahmen ermöglichen eineexakte Einregelung der gewünschten Temperatur und/oder des Druckes im Autoklav sowie einerasche Kühlung der Probe oder des Reaktionsgemisches auf die gewünschte Entnahmetemperatur. Für bestimmte zu behandelnde Substanzen hat es sich erwiesen, dass es von Vorteil ist, wenn zurStromzufuhr eine Wechselspannungsquelle mit einer Frequenz von 50 Hz bis 20 kHz vorgesehenund an die Kontakteinheiten und/oder Kontaktschichten angeschlossen ist, wobei dieWechselspannungsquelle gegebenenfalls bipolare Pulse im Bereich von 1 bis 10 kHz mit einemPulsabstand von 5 bis 15 ps abgibt. Damit können unerwünschte chemische Reaktionen und/oderAblagerungen an den Innenwandflächen des Autoklaven vermieden werden. Insbesondere werdendamit elektrolytische Reaktionen unterdrückt.
Um die Temperaturverteilung bzw. die Erwärmung der Wandung des Autoklaven möglichst zuvergleichmäßigen, ist es von Vorteil, wenn die Wärmeleitfähigkeit des elektrisch leitfähigenMaterials größer ist als 100 Wm"1 K1 und vorzugsweise im Bereich von 100 bis 200 Wm“1 K"1 liegt.Weiters wird durch eine hohe Wärmeleitfähigkeit des Gefäßmaterials ein schnelleres Einregeln derZieltemperatur des Autoklaven, sowie ein besonders schnelles Kühlen auch durch einfache Mittel,wie Gebläsekühlung erreicht.
Wenn vorgesehen ist, dass an der Innenwandfläche der Wandung ein dünnwandiger (<0.25 mm)Einsatz aus einem geeigneten Fluorpolymer angeordnet ist bzw. auf die Innenfläche der Wandungeine Fluorpolymer-Schicht aufgebracht ist, können unerwünschte, durch eine rasche Erhitzungund/oder den Stromdurchgang bedingte Reaktionen an der Innenwandfläche der Wandunghintangehalten werden. Die Verwendung von Fluorpolymeren als medienberührendes Material hatinsbesondere auch eine einfachere Reinigung des Aufnahmebehälters zur Folge, verringert aber diemaximale Betriebstemperatur des Autoklaven auf für Fluorpolymere übliche Werte (260 °Cpermanent, 300 °C kurz für Polytetrafluorethylen), und ist nicht für die Handhabung vonAlkalimetallen oder Alkalimetall-Alkoxiden, sowie perfluorierten Lösungsmitteln oder Halogenengeeignet. In diesen Fällen ist eine ausschließliche Verwendung von Glas oder Keramiken,idealerweise Siliziumcarbid, als medienberührendes Behältermaterial angezeigt. Siliziumcarbidweist insbesondere im Vergleich zu Glas Vorteile auf, da es nicht durch Alkalischmelzen,Alkalilaugen oder Fluorierungsmittel korrodiert wird, und praktisch keinerlei Einschränkungen derBetriebstemperatur (mp. 2700 °C) unterliegt.
Im Folgenden wird die Erfindung beispielhaft anhand der Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 zeigt eine schematische Außenansicht eines erfindungsgemäßen Autoklaven. Fig. 2 bis Fig.5 zeigen unterschiedliche Ausführungen von Kontaktschichten mit Vorsprüngen, wobei dieMantelfläche bzw. Wandung des Autoklaven zur besseren Darstellung in eine Ebene aufgerollt ist.
Der erfindungsgemäße Autoklav umfasst einen Aufnahmebehälter 1, der vorteilhafterweiselanggestreckte, insbesondere rotationssymmetrische, Form besitzt. In seinem oberen Ende ist derAufnahmebehälter 1 an seinem oberen Rand 11 mit einem Deckel bzw. Druckstempel 10druckdicht verschließbar. In das Innere des Aufnahmebehälters 1 kann ein Tauchrohr 9 mit einemTemperatursensor eingeführt werden. Alternativ kann ein Temperatursensor in die Behälterwandintegriert werden. Auf der Außenwandfläche des Aufnahmebehälters 1 sind Kontaktschichten 3, 4aufgebracht, die jeweils mit Vorsprüngen bzw. Fortsätzen 3', 4' verlängert sind. Mit schematischangedeuteten Kontakteinheiten bzw. -elektroden 7 können die Kontaktschichten 3, 4 und allenfallsauch die Vorsprünge bzw. Fortsätze 3', 4' kontaktiert werden. Die Kontakteinheiten 7 könnenringförmig oder becherförmig ausgebildet sein und ihr Innenquerschnitt ist an denAußenquerschnitt des, vorzugsweise rotationssymmetrisch, ausgebildeten Aufnahmebehälters 1angepasst. Mit einer Stromquelle 5, insbesondere einer Wechselspannungsquelle , kann durchStromzufuhr über die Kontaktschichten 3, 4 bzw. die Vorsprünge bzw. Fortsätze 3', 4' eineBeheizung der Wandung 2 des Aufnahmebehälters 1 erfolgen, indem durch diese Wandung 2Strom durchgeleitet wird.
Der Aufnahmebehälter 1 besteht aus elektrisch leitendem Material, wobei die Wärmeleitfähigkeitdes die Wandung 2 ausbildenden Materials sowie der spezifische elektrische Widerstand diesesMaterials derart gewählt ist, dass die gewünschte Heizleistung bzw. ein gewünschterTemperaturanstieg pro Zeiteinheit erreicht werden können. Dabei sind auch die auftretendenWärmestromdichten und Kontaktwiderstände zu berücksichtigen.
Mithilfeeiner Wechselstromquelle 5 werden auch bei voll durchgesteuerter Heizungvorteilhafterweise Strompulse zugeführt, um durch Leckströme verursachte elektrolytischeReaktionen zu vermeiden und spezielle chemische Reaktionen nicht zu beeinflussen.
Zur Stromzufuhr wird vorteilhaft eine Wechselspannungsquelle 5 mit einer Frequenz von 50 Hz bis20 kHz an die Kontakteinheiten 7 und/oder Kontaktschichten 3, 4 angeschlossen, wobei dieWechselspannungsquelle gegebenenfalls bipolare Pulse im Bereich von 1 bis 10 kHz mit einemPulsabstand von 5 bis 15 ps abgibt. Ferner ist vorgesehen, dass der Autoklav eine Steuereinheit 8für die Stromzufuhr und/oder zumindest eine Temperaturmesseinheit 9 für die Messung derTemperatur der Wandung 2 und/oder des Innenraums des Aufnahmebehälters 1 und/oder eineGebläsekühlung zur Abkühlung des Aufnahmebehälters 1 an dessen Außenoberfläche besitzt. Die
Temperatur und/oder die Leistungsregelung können beispielsweise mit einem PID-Reglervorgenommen werden.
Die Kontaktschichten 3, 4 sind bei der Ausführungsform des Autoklaven gemäß Fig. 1 in denBereichen der Wandung 2 gelegen, die den Längsenden des Aufnahmebehälters 1 nahe liegen. Vonden Kontaktschichten 3, 4 gehen Fortsätze bzw. Vorsprünge 3', 4' ab, die sich parallel zueinanderund parallel zur Längsachse A des Autoklaven erstrecken und kammartig ineinander greifen. ImBetrieb fließt zwischen den Vorsprüngen 3', 4' durch das Material der Wandung 2 Strom undbewirkt bei seinem Durchgang eine Erwärmung der Wandung 2.
Gegebenenfalls können mittels der Steuer- und Regeleinheit 8 vom Benutzer Temperatur- undZeitprofile für den Autoklaven vorgegeben werden. Gegebenenfalls kann auch ein Drucksensorbeispielsweise im Autoklavendeckel 10 montiert werden und in die Leistungsregelung einbezogenwerden.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines Autoklaven, bei dem sich die Kontaktschichten 3, 4ebenfalls rund um die Wandung 2 des Aufnahmebehälters 1 erstrecken. Die Vorsprünge 3', 4'greifen kammartig ineinander.
Durch Wahl der Breite, Dicke und Form der Vorsprünge 3', 4' bzw. ihres gegenseitigen Abstandsund ihrer Anzahl kann die Heizleistung vorgegeben werden, die bei einer bestimmten Spannungerreichbar ist. Durch Wahl des Bedeckungsgrads der Wandung 2 mit den Kontaktschichten 3, 4und/oder den Vorsprüngen bzw. Fortsätzen 3', 4' können der Stromdurchgang und somit dieHeizleistung beeinflusst werden. Durch die Erhöhung der Betriebsspannung könnte bei geringeremBedeckungsgrad die gleiche Heizleistung erreicht werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines Autoklaven, bei der die Anzahl der von denKontaktschichten 3, 4 abgehenden Vorsprünge 3', 4’ gegenüber der Ausführungsform gemäß Fig. 2verringert ist.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Kontaktschichten 3, 4 gleiche Breite wie dieVorsprünge 3’, 4' besitzen. Wie bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 und Fig. 3 ist auch beidieser in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform eine Kontaktierung der Endbereiche der Vorsprünge3’, 4’ bzw. der Kontaktschichten 3, 4 mit Kontakteinheiten 7 ohne Weiteres möglich. Für die Praxis ist es zweckmäßig, wenn die Wärmeleitfähigkeit des elektrisch leitfähigen Materialsgrößer ist als 100 Wm'1 K'1 und vorzugsweise im Bereich von 100 bis 200 Wm1 K1 liegt.
Ferner ist vorgesehen, dass die Kontaktschichten 3, 4 Edelmetallschichten, vorzugsweiseGoldschichten mit einer Dicke von 1 bis 30 μηι, oder Schichten leitfähiger Polymere oderGraphitschichten sind. Damit werden robuste Kontaktschichten erstellt, die im Gebrauch gut mit den Kontakteinheiten 7 kontaktierbar sind.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform eines Autoklaven, bei dem längs des Umfangs der Wandung 2Kontaktschichten 3, 4 nebeneinander liegend ausgebildet sind, von denen jeweils abwechselndVorsprünge 3’, 4’ abgehen. Eine derartige Anordnung von Kontaktschichten 3,4 kann mitKontakteinheiten 7 kontaktiert werden, bei denen die Anschlüsse bzw. Kontakte für dieStromzufuhr und die Stromabfuhr - in Umfangsrichtung der Wandung 2 gesehen - abwechselndaufeinander folgend angeordnet sind.
Claims (15)
- Patentansprüche: 1. Autoklav mit einem druckdicht verschließbaren Aufnahmebehälter (1) für Proben, dessenWandung (2) zumindest teilweise, vorzugsweise zur Gänze, mit elektrisch leitfähigem, sich beiStromdurchgang erwärmendem Material gebildet ist oder daraus besteht, dadurch gekennzeichnet,dass das elektrisch leitende Material ein vorzugsweise gesinterter keramischer Werkstoff, ein durchDotierung elektrisch leitfähig gemachtes(r) Glas oder glasartiger Werkstoff oder ein Fluorpolymermit elektrische Leitfähigkeit bewirkenden Füllstoffen ist.
- 2. Autoklav nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material desAufnahmebehälters (1) Siliziumcarbid, Polytetrafluorethylen, oder PFA (Perfluoralkoxy Polymer)ist.
- 3. Autoklav nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der spezifischeelektrische Widerstand des Materials größer als 10"3 Ohm.cm und kleiner als 104 Ohm.cm ist.
- 4. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an derAußenwandfläche des Aufnahmebehälters (1) elektrisch leitfähige Kontaktschichten (3) für diedirekte Stromzuleitung zu der Wandung (2) und elektrisch leitfähige Kontaktschichten (4) für diedirekte Stromableitung von der Wandung (2) in gegenseitigem Abstand aufgebracht bzw.ausgebildet sind.
- 5. Autoklav nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktschichten (3, 4)Edelmetallschichten, vorzugsweise Goldschichten mit einer Dicke von 1 bis 30 pm, oder Schichtenleitfähiger Polymere oder Graphitschichten sind.
- 6. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter (1) eine langgestreckte, vorzugsweise rotationssymmetrische, insbesonderezylinderähnliche Form aufweist und/oder in einem Endbereich des Aufnahmebehälters (1) eine miteinem Deckel (6) druckdicht verschließbare Beschickungsöffnung ausgebildet ist.
- 7. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktschichten (3, 4) für die Stromzuleitung und für die Stromableitung den Aufnahmebehälter(1) bezüglich seiner Längsachse (A) zumindest teilweise umgeben und in Richtung dieserLängsachse (A) gesehen mit Abstand einander gegenüberliegen.
- 8. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieKontaktschichten (3, 4) sich in Längsrichtung des Aufnahmebehälters, insbesondere parallel zurLängsachse (A) des Aufnahmebehälters (1), erstreckende Verlängerungen, Vorsprünge oderAbschnitte (3', 4') aufweisen, wobei die Verlängerungen, Vorsprünge oder Abschnitte (3', 4') derStromzuleitung und der Stromableitung unter Ausbildung eines gegenseitigen Abstandes jeweilsausgehend von einer die Wandung (2) zumindest teilweise umgebenen Kontaktschicht (3, 4)einander gegenüberliegen oder kammartig ineinander greifen.
- 9. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf die,vorzugsweise dem jeweiligen Endbereich der Außenfläche des Aufnahmebehälters (1) naheliegenden, Kontaktschichten (3, 4) oder auf die Vorsprünge (3', 4') aufsetzbare bzw. darananlegbare Kontakteinheiten (7) vorgesehen sind.
- 10. Autoklav nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakteinheiten (7)ringförmig ausgebildet sind und ihr Innenquerschnitt an den Außenquerschnitt des, vorzugsweiserotationssymmetrisch, ausgebildeten Aufnahmebehälters (1) angepasst ist.
- 11. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieKontaktschichten (3, 4) durch Aufsputtern, Aufdampfen, Einbrennen von Edelmetallfarben alleinoder in Kombination mit lithographischen Verfahren aufgebracht sind oder bei Formung,insbesondere Sintern, des Aufnahmebehälters (1) mit ausgebildet sind.
- 12. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Autoklaveine Steuereinheit (8) für die Stromzufuhr und/oder zumindest eine Temperaturmesseinheit (9) fürdie Messung der Temperatur der Wandung (2) und/oder des Innenraums des Aufnahmebehälters(1) und/oder eine Gebläsekühlung zur Abkühlung der Außenoberfläche des Aufnahmebehälter (1)besitzt.
- 13. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zurStromzufuhr eine Wechselspannungsquelle (5) mit einer Frequenz von 50 Hz bis 20 kHzvorgesehen und an die Kontakteinheiten (7) und/oder Kontaktschichten (3, 4) angeschlossen ist,wobei die Wechselspannungsquelle gegebenenfalls bipolare Pulse im Bereich von 1 bis 10 kHz miteinem Pulsabstand von 5 bis 15 ps abgibt.
- 14. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass dieWärmeleitfähigkeit des elektrisch leitfähigen Materials größer ist als 100 Wm"1 K"1 undvorzugsweise im Bereich von 100 bis 200 Wm"1 K"1 liegt.
- 15. Autoklav nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an derInnenwandfläche der Wandung (2) ein Fluorpolymer-Einsatz angeordnet ist bzw. auf dieInnenfläche der Wandung (2) eine Fluorpolymer-Schicht aufgebracht ist.
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2014
- 2014-07-30 WO PCT/AT2014/050170 patent/WO2015021491A1/de not_active Ceased
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