AT514787A1 - Tabletten- bzw. Pillenspendegerät und dessen Verwendung - Google Patents

Tabletten- bzw. Pillenspendegerät und dessen Verwendung Download PDF

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AT514787A1
AT514787A1 ATA50573/2013A AT505732013A AT514787A1 AT 514787 A1 AT514787 A1 AT 514787A1 AT 505732013 A AT505732013 A AT 505732013A AT 514787 A1 AT514787 A1 AT 514787A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein neues Tabletten- bzw. Pillenspendegerät für das Ausbringen von Tabletten, Pillen, Kapseln od. dgl. aus Blisterpackungen, welches d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ist, dass es einen länglichen Manipulationskörper (1) mit Halteteil (11) umfasst, welcher distal in zwei durch einen Blistereinlegespalt (10) voneinander getrennte Arme (12, 13) übergeht, nämlich in einen Blisterauflagearm (12) mit Durchtrittsausnehmung (21) und in einen Stempelführungsarm (13) mit denselben durchsetzendem Führungsschacht (131), in welchem ein einen ebensolchen Querschnitt aufweisender Führungsschaft (32) eines Ausdrückstempels (3) mit einem gegen die Kraft einer Feder (4) für die Rückziehung desselben, in die Durchtrittsöffnung (21) des Blisterauflegearms absenkbaren und hierbei ein Näpfchen (53) der Blisterpackung (5) durch Eindringen öffnenden Stempelkörper (31) oder mit einer derartigen Stempelplatte (31) und einem außenseitigen, fingerbetätigbaren Druckausübungsknopf (33) gleitführbar ist.

Description

Blister- oder Sichtverpackungen haben sich in den letzten Jahren gegenüberanderen Formen von Verpackungen für Güter, insbesondere kleinerer Dimension, immermehr durchgesetzt. Häufig wird das zu schützende Gut von einer meist mit Informationen bedrucktenPapprückwand präsentiert und mit einem an dieselbe geklebten oder geheftetenKunststofffolienformteil fixiert. Bei manchen Sichtverpackungen besteht die Rückwandaus einer Kunststofffolie, bei praktisch allen Medikamenten und anderen Kleinstobjektenaus einer Aluminiumfolie.
Heute unterscheidet man also zwischen Schweißverpackungen,Klemmverpackungen und Heftverpackungen:
Bei Schweißverpackungen werden Folienvorderseite und Folienrückwand meistunter Hitze- oder Strahleneinwirkung miteinander flächig verbunden, was gleichzeitig eineWarenversiegelung darstellt.
Die Formgebung der Blisterkontur mit den das Gut beinhaltenden Vertiefungenbzw. Näpfen erfolgt üblicherweise per Thermoformtechnik.
Neben dem nicht unumstrittenen Kundennutzen haben die Blisterverpackungen fürden Handel wesentliche Vorteile. Sie können z.B. auf standardisierte Halterungenaufgeschoben werden, was die Präsentation des Produkts und die Inventur erleichtert.Durch die relativ große Verpackung kleiner Gegenstände wird Ladendiebstahl erschwert.
Nachteilig ist der hohe Verpackungsmüll, besonders bei kleinen Gegenständen.
Weitere Nachteile ergeben sich in vielen Fällen für den Kunden: Z.B. wird dieVerpackung nach dem ersten Öffnen meist unbrauchbar, so dass eine Warenrückgabeerschwert wird. Ein wesentlicher Nachteil besteht weiters darin, dass das Öffnen vonBlisterverpackungen bisweilen äußerst schwierig, da ja Vorder- und Rückseite in derRegel, und insbesondere bei Medikamenten, zusammengeschweißt sind und einsauberes und einfaches Öffnen ohne Hilfsmittel, also mit den Fingern einer Hand undHalten der Packung mit der anderen Hand schwierig ist.
Entsprechende Erfahrungen hat schon jede Person gemacht, wobei insbesonderebei Tablettenverpackungen in Blistern die Schwierigkeit beim Herausnehmen bzw.Ausbringen der Tabletten, Pillen od. dgl. darin besteht, dass der Inhalt der Näpfchen beimVersuch des Herausdrückens die rückwärtige meist kräftige Aluminium-Folie nicht zudurchdringen im Stande ist, und wenn dies nach einigen Mühen doch gelingt, so springtdie Tablette plötzlich weg und muss dann oft erst gesucht werden.
Ein ganz wesentlicher Nachteil besteht darin, dass es bei Tabletten mit geringererKompaktheit zum Bruch derselben in oft mehrere Stückchen kommt oder die Tablettevöllig zerbröselt und praktisch nicht mehr einzunehmen ist.
Eine solche Verpackung wird oft auch Durchdrückpackung genannt. Die Deckfolieeines Durchdrückstreifens besteht meist aus Hartaluminium-Folie und ist z.B. 20 pm dick.
Die Anordnung der Tabletten in den einzelnen Vertiefungen (Kavitäten) derKunststofffolie, die durch die Aluminiumfolie versiegelt ist, hat mehrere Vorteile gegenüberSchächtelchen oder Glas- oder Kunststofffläschchen. Sie ist hygienischer, unerwünschteEinflüsse, wie hohe Luftfeuchtigkeit (je nach Material) oder Schmutz sind ausgeschlossenund wesentlich ist das einfache Erkennen der Restanzahl an Pillen und spezielle Blistererlauben beispielsweise eine Abbildung des Einnahmeplans auf der Verpackung.
So vorteilhaft die eben besprochenen Eigenschaften von Blisterverpackungensind, umso ärgerlicher ist für den Konsumenten, und insbesondere für den, der ausmedizinischen Gründen gezwungen ist, womöglich mehrmals im Tag womöglich bis zufünf oder mehr Tabletten einzunehmen und jedes Mal die oben genanntenSchwierigkeiten allein beim Herausdrücken jeder der einzelnen Tabletten aus denNäpfchen der Blisterverpackung zu überwinden hat.
Und hier setzt die vorliegende Erfindung an und hat sich die Aufgabe gestellt, einneues, ganz einfaches und ganz einfach zu bedienendes, handbetätigbares Gerät zuschaffen, welches ein moderates, hygienisches und insbesondere gezieltes Ausbringenvon Tabletten oder Pillen und selbstverständlich auch von anderen pillierten oder inTablettenform vorliegenden Produkten aus deren Blisterverpackungen problemlosermöglicht.
Gegenstand der Erfindung ist ein neues Tabletten- bzw. Pillenspendegerät für dasAusbringen, insbesondere Ausdrücken, von Tabletten, Pillen, Kapseln, pilliertenPflanzensamen oder Düngemitteln und sonstigen Objekten geringer Ausdehnung,insbesondere von Tabletten, Pillen und Kapseln des Arzneimittel- und Kosmetiksektors,aus Blisterpackungen, welche mit einer unterseitigen, bei Druckausübung berstendenMetall- oder Kunststofffolie und mit einer an dieselbe flächig gebundenen oberseitigen,nach oben hin sich auswölbende, jeweils eines der oben genannten Objekteenthaltenden, geordnet mit Abstand voneinander angeordneten Näpfchen aufweisendenFolie aus einem bei Druckausübung sich verformenden, jedoch nicht berstenden,gegebenenfalls durchsichtigen, Kunststoff material gebildet sind, welches dadurchgekennzeichnet ist, - dass es einen im wesentlichen länglichen, hand-haltbaren Manipulationskörper miteinem vicinalen greif-freundlichen Griff- und Halteteil umfasst, welcher distal in zwei durcheinen Blistereinlege-Spalt voneinander getrennte Arme übergeht, und zwar - in einen - bei Betätigung des Geräts unterseitig anzuordnenden - Blisterauflage-Arm mitdenselben durchsetzender Objekts-Durchtrittsausnehmung und - in einen - bei Betätigung des Geräts oberseitig anzuordnenden - Stempelführungs-Armmit denselben durchsetzendem, bevorzugt nicht-kreisrunden Querschnitt aufweisendemFührungs-Schacht, in welchem ein einen ebensolchen, jedoch etwas geringerenQuerschnitt aufweisender Führungs-Schaft eines Ausdrückstempels mit einem gegen dieKraft einer Feder oder eines sonstigen Elastikelements für die Rückziehung desselben, indie Tabletten- bzw. Objekts-Durchtrittsöffnung des Blisterauflege-Arms absenkbaren undhierbei eines der Näpfchen der Blisterpackung durch Eindringen öffnenden, bevorzugtplattenartigen, Stempelkörper oder mit einer derartigen Stempelplatte und einemaußenseitigen finger-betätigbaren, ebenfalls bevorzugt plattenartigen,Druckausübungskörper bzw. -knöpf gleitführbar ist.
Das neue Kleinobjekts- insbesondere Pillenspendegerät zeichnet sich durcheinfache, schnelle und effektive Handhabung aus und eignet sich, wie eingehendeVersuche damit zeigten, für die Ausbringung von Tabletten bzw. Pillen und Kapselnpraktisch jeglicher handelsüblicher Dimension und Form geeignet, also in gleicher Weisefür Kügelchen, für alle Arten von Pillen, seien sie plattenartig oder bombiert, für länglichovale Tabletten oder Kapseln, für Spalttabletten usw.
Was weiters wichtig ist, das Material der Tabletten, Pillen oder auch andererKleinobjekte, sei es nun dicht und kompakt gepresst oder aber zu Bruch oder Zerfallneigend, spielt wie sich zeigte, keine Rolle, jedes dieser Kleinobjekte lässt sich von jederPerson, selbst, wenn sie ungeschickt hantieren sollte, unversehrt aus der Blisterpackungausbringen.
Das neue Gerät hat für alle Individuen den großen Vorteil, dass sie nicht mehrgezwungen sind, mit einem Finger auf das in den meisten Fällen durchsichtige Näpfchenzu drücken und die Tablette od. dgl. durch die Metallfolie, die dabei aufreißen sollte,hindurchzudrücken, wobei es in den meisten Fällen zu unnötigen Verformungen dergesamten Blisterpackung kommt.
Diese Vorteile kommen insbesondere bei Personen, die in den meisten Fällenmehrmals am Tag eine Mehrzahl unterschiedlicher Arzneipillen zu sich nehmen müssenund in ganz bedeutendem Maße bei medizinischen, also insbesondere Spitals- undHeimpersonal zum Tragen, welche für eine größere Zahl von Patienten dasunterschiedlichste Tabletten- bzw. Pillenmaterial aus den Blisterpackungen, in die -beispielsweise womöglich für mehrere Tage im Vorhinein zu füllenden -Pillenzuteilungsbehältnisse ausbringen müssen.
Es sei an dieser Stelle darauf verweisen, dass Blisterpackungen heute durchausauch für nicht-medizinische Zwecke üblich sind, wie beispielsweise im Kleinwerkzeug-,Poolpflege- oder Gartenbausektor, und auch hier bringt das neue Kleinobjekts-Ausbringegerät wesentliche Zeitersparnis und Vermeidung von Ärger.
Eine Erleichterung beim Eindrücken des Näpfchens und hiermit beim Ausbringender Pillen od. dgl. kann es bringen, wenn die der, vorzugsweise ebenen,Blisterauflagefläche des Blisterauflagearms zugewandte unterseitige Fläche desStempelkörpers konkav ausgebildet ist.
Was die Konturform der Stempelplatte betrifft, so hat es sich als günstig erwiesen,wenn der Stempelkörper als eine kreisrunde oder als im wesentlichen in Richtung derLängserstreckung des Gerätes sich längserstreckend ovale oder ovalartige Stempelplatteausgebildet ist. Günstig ist es, wenn in Anpassung an die Konturform der Stempelplatte dieObjekts-Durchtrittsausnehmung ebenfalls als kreisrunde oder im wesentlichen in Richtungder Längserstreckung des Gerätes sich längserstreckend ovale oder ovalartigeQuerschnittsform aufweisende Öffnung ausgebildet ist.
Was die oben angeführte oval-artige Form von Pillen u. dgl. betrifft, so ist damitgemeint, dass die diese Form der im wesentlichen oval-artige Form aufweisendenStempelplatte und der ebensolche Querschnittsform aufweisenden Objekts-Durchtrittsausnehmung durch ein Rechteck, das beidseitig mit einem Halbkreisabgeschlossen ist, gebildet ist. Bei dieser Kontur- und Querschnittsform ist insbesondereauf die Form praktisch aller sich im Körper des Patienten auflösenden Arzneimittel-Kapseln Rücksicht genommen, wobei mit den erfindungsgemäß ausgebildetenAusbringungsgeräten selbstverständlich auch jede andere runde, drei- und viereckige undovale Pille, Tablette od. dgl. aus ihren Blisterpackungs-Näpfchen ausbringbar, wenn derStempelkörper nur einen Radius hat, der kleiner ist als die "kurze Achse" des Ovals derDurchtrittsöffnung.
Nicht unwichtig ist weiters das Maß des für eine problemlose Ausbringunggünstigsten Spaltes zwischen Stempelplatte und Durchstoßöffnung, wobeivorteilhafterweise vorgesehen ist, dass im Falle einer Kreisform der Stempelplatte und dergleiche Form aufweisenden Objekts-Durchtrittsausnehmung der Abstand zwischen derAußenwand der Stempelplatte und der Innenwand der Objekts-Durchtrittsausnehmungkleiner als 0,75 mm und größer als 0,35 mm ist, und insbesondere 0,5 mm, beträgt.
Analog gilt, dass im Falle der im wesentlichen Oval - oder ovalartige Formaufweisenden Stempelplatte und der ebensolche Querschnittsform aufweisendenObjekts-Durchtrittsausnehmung der Abstand der Wandungen derselben voneinander inRichtung quer bzw. senkrecht zu den Längserstreckungen zwischen den Wandungenderselben kleiner als 0,75 mm und größer als 0,35 mm ist, und insbesondere 0,5 mm,beträgt. Günstig ist es weiters, wenn im Falle der im wesentlichen Oval- oder ovalartigeForm aufweisenden Stempelplatte und der ebensolchen Querschnittsform der Objekts-
Durchtrittsausnehmung die Längserstreckung der Objekts-Durchtrittsausnehmung umzumindest 5 mm größer ist als jene der Stempelplatte.
Ein sicheres Ausbringen der Pillen usw. aus den sehr unterschiedlichenBlisterpackungen ist dann in besonderem Ausmaß gewährleistet, wenn die Eindringtiefeder Stempelplatte in die Objekts-Durchtrittsausnehmung zumindest ein Drittel bis zweiDrittel, und vorzugsweise etwa die Hälfte, der Höhe der Objekts-Durchtrittsausnehmungbeträgt.
Um eine automatische Rückführung des Ausbringungsstempels in dieAusgangsposition nach erfolgter Freisetzung der Pille od. dgl. aus der Blisterpackungbzw. aus einem ihrer Näpfchen zu gewährleisten, ist in einfacher und effektiver Wiesevorgesehen, dass um den Schaft desselben eine sich am Stempelführungsarm und ander Unterseite des/der Druckausübungskörpers bzw. -platte abstützende Druck-Spiralfeder für die Rückführung des Stempelkörpers in dessen Ruheposition nacherfolgtem Objekts-, insbesondere Pillenaustritt aus dem jeweils einzelnen Näpfchen derBlisterpackung angeordnet ist.
Um eine Verdrehung des Stempelkörpers zu verhindern, was insbesondere beiovaler bzw. oval-artiger Form von Stempelplatte und Durchdringungsausnehmung wichtigist, ist vorgesehen, dass der Schaft des Ausbringungsstempels und der für dessenGleitführung im Stempelführungsarm vorgesehene Gleitführungsschacht Oval-, Dreiecks-,Quadrat- oder Mehrecks-Querschnittsform aufweist.
Im Sinne hoher Hygiene, die besonders im Medizin- und Arzneimittelbereichbesonders zu beachten ist, ist es wichtig, dass zumindest der Manipulationskörper desneuen Geräts aus einem zumindest schmutzabweisenden Kunststoff, vorzugsweise ausPolyamid oder Teflon, gebildet ist.
Um eine sichere Handhabung des Gerätes sicherzustellen, hat es sich alsvorteilhaft erwiesen, wenn dessen, außenflächig gegebenenfalls rauh- oder geripptausgebildeter, Griff- und Halteteil mit einem, gegebenenfalls einseitig offenen, Hohlraumausgebildet ist.
Nicht zuletzt ist ein wesentlicher Gegenstand der vorliegenden Erfindung dieVerwendung des neuen, praktisch handhabbaren Spendegerätes, wie sie aus demAnspruch 14 hervorgeht.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen die Fig. 1a bis 1c und 2a bis 2c das neue Tabletten- bzw.Pillenspendegerät jeweils in Ansichten von der Seite, von oben und von vorne, wobei Fig.1 ein für alle Grund-Konturformen von Pillen verwendbares solches universelleinsetzbares Gerät mit runder Stempelplatte und oval-artiger Durchtrittsausnehmung undFig. 2 ein solches mit länglich-ovaler Stempelplatte und ebensolcher Durchtrittsöffnung zeigt, während die Fig. 3 und 4 jeweils in Ansichten von vorne das neue Gerät in derRuhestellung und in der Ausbringsstellung darstellen.
Das in den Fig. 1 und 2 - bei immer gleichbleibenden Bezugszeichenbedeutungen- gezeigte erfindungsgemäße Tabletten- bzw. Pillenspendegerät 100 weist einen händischzu haltenden Manipulationskörper 1 mit vicinalem, hier einen Hohlraum 100aufweisendem Griff- und Halteteil 11 auf, der sich distal in zwei Arme teilt, und zwar ineinen unteren Blisterauflagearm 12 mit der Objekts- bzw. Pillendurchstoßausnehmung 2mit Wandung 21 und einen Stempelführungsarm 13 mit Stempelführungsschacht 131, inwelchem der Schaft 32 des Ausdrückstempels 3 mit dem dem Blisterauflagearm 12zugewandten, plattenartigen Stempelkörper 31 mit Wandung 311 und einem außen- bzw.oberseitig angeordneten Ausdrückkopf bzw. -knöpf 3, der bei Druckausübung gegen dieKraft einer den Schaft 32 umwindenden Spiralfeder 4 dafür sorgt, dass derAusdrückstempel 3 für das Herausdrücken der Pille od. dgl. mit seinem Schaft 32 imSchacht 131 nach abwärts gleitführbar ist und bei Nichtbetätigung wieder in seineRuhelage R zurückgleitet.
Die beiden Arme 13 und 12 sind durch den für das Einlegen einer Blisterpackung 5mit unterer Aluminiumfolie 51 und flächig an diese gebundener oberer Kunststofffolie 52mit den eine Pille 6 od. dgl. enthalten Näpfchen 53 auf die, vorzugsweise flachebene,Blisterauflegefläche unterhalb der Stempelplatte 31 vorgesehen Blistereinlegespalt 10voneinander getrennt.
Bei dem in den Fig. 1a bis c gezeigten Tabletten- bzw. Pillenspendegerät 100 ist,wie insbesondere aus der Fig. 1b zu ersehen, ein kreisrunder Stempelkörper 31 mitRadius r vorgesehen, welcher in eine einen oval-artigen Querschnitt aufweisende, hiernicht sichtbare Tablettendurchtrittsausnehmung 21 mit einer um z.B. 0,5 mm größerenBreite als der Radius r der Stempelplatte 31 einsenkbar ist, wobei hier allerdings an sichkein echter Nachteil gegeben ist.
Die länglich-ovalartige Durchtrittsöffnung 21 hat einer Längsausdehnung la ingleicher Richtung wie die Längsausdehnung lg des Manipulationskörpers 1 vorgesehenist, in welche der eine Kreiskontur aufweisende Stempelkörper 31 mit einen Durchmesser2r, der insgesamt um z.B. 1 mm geringer ist, als die Breite b der länglich oval-artigenDurchtrittsöffnung 21.
Besonders bewährt hat sich die Ausbildungsform des neuen Geräts 100 gemäßFig. 2, bei welcher eine längs-ovale Durchtrittsausnehmung 21 vorgesehen ist, in welcheein gleich ausgerichteter Stempelkörper 31 des Ausdrückstempels 3 mit einerLängsausdehnung Is einsenkbar ist, der in Längsrichtung lg auffällig kürzer ist als dieLängsausdehnung la der Durchtrittsausnehmung 21, hingegen liegt der Abstand a der
Wandung 311 des Stempelkörpers von der Wandung 211 der Durchtrittsausnehmung 21in Breiterichtung b in einem Bereich von 0,25 bis 0,75 mm.
Was bei der Ausführungsvariante gemäß Fig. 2 wichtig ist: Der Querschnitt desFührungsschaftes 32 des Ausdrückstempels 3 und der Gleitführungsschacht 131 desStempelführungsarms 13 sind nicht rund, sondern, wie aus Fig. 2b ersichtlich,quadratisch, sodass eine Verdrehung des ovalen Stempelkörpers 31 gegenüber derovalen Durchtrittsausnehmung 21 nicht erfolgen kann.
Aus der Fig. 2c ist weiters noch ersichtlich, wie die Unterseite des Stempelkörpers31 näpfchenanpassend konkav ausgebildet ist, wodurch ein ein seitliches Verschiebender Blisterpackung bzw. dessen zu entleerenden Näpfchens hintangehalten ist.
Die Fig. 3 und 4 zeigen - bei gleichen Bezugszeichenbedeutungen - das neueKleinobjekts-, insbesondere Tabletten- bzw. Pillenspendegerät 100, einmal inRuhestellung R und einmal in Ausbringstellung A mit etwa zwei Drittel der Tiefe derAusbringungsausnehmung 21 betragender Einsenktiefe ts der Stempelplatte 31 in diePillendurchtrittsöffnung 21.
Was die realen Dimensionen des neuen Gerätes 100 betrifft, so entsprechendieselben im Wesentlichen jenen der Zeichnung.

Claims (14)

  1. Patentansprüche: 1. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät für das Ausbringen, insbesondere Ausdrücken,von Tabletten, Pillen, Kapseln, pillierten Pflanzensamen oder Düngemitteln und sonstigenObjekten geringer Ausdehnung, insbesondere von Tabletten, Pillen und Kapseln desArzneimittel- und Kosmetiksektors, aus Blisterpackungen, welche mit einer unterseitigen,bei Druckausübung berstenden Metall- oder Kunststofffolie und mit einer an dieselbeflächig gebundenen oberseitigen, nach oben hin sich auswölbende, jeweils eines deroben genannten Objekte enthaltende, geordnet mit Abstand voneinander angeordneteNäpfchen aufweisenden Folie aus einem bei Druckausübung sich verformenden, jedochnicht berstenden, gegebenenfalls durchsichtigen, Kunststoff material gebildet sind,dadurch gekennzeichnet, - dass es einen im wesentlichen länglichen, hand-haltbaren Manipulationskörper (1) miteinem vicinalen greif-freundlichen Griff- und Halteteil (11) umfasst, welcher distal in zweidurch einen Blistereinlege-Spalt (10) voneinander getrennte Arme (12, 13) übergeht, undzwar - in einen - bei Betätigung des Geräts (100) unterseitig anzuordnenden - Blisterauflage-Arm (12) mit denselben durchsetzender Objekts-Durchtrittsausnehmung (21) und - in einen - bei Betätigung des Geräts (100) oberseitig anzuordnenden - Stempelführungs-Arm (13) mit denselben durchsetzendem, bevorzugt nicht-kreisrunden Querschnittaufweisendem Führungs-Schacht (131), in welchem ein einen ebensolchen, jedoch etwasgeringeren Querschnitt aufweisender Führungs-Schaft (32) eines Ausdrückstempels (3)mit einem gegen die Kraft einer Feder (4) oder eines sonstigen Elastikelements für dieRückziehung desselben, in die Tabletten- bzw. Objekts-Durchtrittsöffnung (21) desBlisterauflege-Arms (12) absenkbarem und hierbei eines der Näpfchen (53) derBlisterpackung (5) durch Eindringen nach abwärts hin öffnenden, bevorzugtplattenartigen, Stempelkörper (31) oder mit einer derartigen Stempelplatte (31) und einemaußenseitigen finger-betätigbaren, ebenfalls bevorzugt plattenartigen,Druckausübungskörper bzw. -knöpf (33) gleitführbar ist.
  2. 2. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass die der, vorzugsweise ebenen, Blisterauflagefläche (121)des Blisterauflagearms (12) zugewandte unterseitige Fläche (310) des Stempelkörpers (31) konkav ausgebildet ist.
  3. 3. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurchgekennzeichnet, dass der Stempelkörper (31) als eine kreisrunde oder als im wesentlichen in Richtung der Längserstreckung (lg) des Gerätes (100) sichlängserstreckend (la) ovale oder ovalartige Stempelplatte ausgebildet ist.
  4. 4. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c hgekennzeichnet, dass die Pillen- bzw. Objekts-Durchtrittsausnehmung (2)ebenfalls als kreisrunde oder im wesentlichen in Richtung der Längserstreckung (lg) desGerätes (100) sich längserstreckend (Is) ovale oder ovalartige Querschnittsformaufweisende Öffnung ausgebildet ist.
  5. 5. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass die im wesentlichen oval-artige Form aufweisendeStempelplatte (31) und die ebensolche Querschnittsform aufweisende Objekts-Durchtrittsausnehmung (21) durch ein Rechteck, das beidseitig mit einem Halbkreisabgeschlossen ist, gebildet ist.
  6. 6. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c hgekennzeichnet, dass im Falle einer Kreisform der Stempelplatte (3T) und dergleiche Form aufweisenden Objekts-Durchtrittsausnehmung (2) der Abstand (a) zwischender Außenwand (311) der Stempelplatte (3T) und der Innenwand (21) der Objekts-Durchtrittsausnehmung (2) kleiner als 0,75 mm und größer als 0,35 mm ist, undinsbesondere 0,5 mm, beträgt.
  7. 7. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c hgekennzeichnet, dass im Falle der im wesentlichen Oval - oder ovalartige Formaufweisenden Stempelplatte (3) und der ebensolche Querschnittsform der Objekts-Durchtrittsausnehmung (21) der Abstand (a) der Wandungen derselben voneinander inRichtung quer bzw. senkrecht zu den Längserstreckungen (lg, Is, la) zwischen denWandungen (311, 211) derselben kleiner als 0,75 mm und größer als 0,35 mm ist, undinsbesondere 0,5 mm, beträgt.
  8. 8. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 6,dadurch gekennzeichnet, dass im Falle der im wesentlichen Oval- oderovalartige Form aufweisenden Stempelplatte (3) und der ebensolche Querschnittsformder Objekts-Durchtrittsausnehmung (21) die Längserstreckung (la) der Objekts-Durchtrittsausnehmung (21) um zumindest 5 mm größer ist als jene (Is) der Stempelplatte(31).
  9. 9. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a d u r c hgekennzeichnet, dass die Eindringtiefe (ts) der Stempelplatte (31) in die Objekts-Durchtrittsausnehmung (2) zumindest ein Drittel bis zwei Drittel, und vorzugsweise etwadie Hälfte, der Höhe (ha) der Objekts-Durchtrittsausnehmung (21) beträgt.
  10. 10. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, d a d u r c hgekennzeichnet, dass um den Schaft (32) des Ausbringungsstempels (3) einesich am Stempelführungsarm (13) und an der Unterseite des/der Stempelkörpers bzw.-platte (33) abstützende Druck-Spiralfeder (4) für die Rückführung des Stempelkörpers (3)in dessen Ruheposition nach erfolgtem Objekts-, insbesondere Pillenaustritt aus demeinzelnen Näpfchen (53) der Blisterpackung (5) angeordnet ist.
  11. 11. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (32) des Ausbringungsstempels(3) und der für dessen Gleitführung vorgesehene Gleitführungsschacht (131) Oval-,Dreiecks-, Quadrat- oder Mehrecks-Querschnittsform aufweisen.
  12. 12. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest dessen Manipulationskörper (11)aus einem zumindest schmutzabweisenden Kunststoff, vorzugsweise aus Polyamid oderTeflon, gebildet ist.
  13. 13. Tabletten- bzw. Pillenspendegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dessen, außenflächig gegebenenfalls rauh-oder gerippt ausgebildeter, Griff- und Halteteil (11) mit einem, gegebenenfalls einseitigoffenen, Hohlraum (110) ausgebildet ist.
  14. 14. Verwendung eines Tabletten- bzw. Pillenspendegeräts gemäß einem derAnsprüche 1 bis 13 für das Ausbringen, insbesondere Ausdrücken, von Tabletten, Pillen,Kapseln, pillierten Pflanzensamen oder Düngemitteln und sonstigen Objekten geringerAusdehnung, insbesondere von Tabletten, Pillen und Kapseln des Arzneimittel- undKosmetiksektors, aus Blisterpackungen.
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Tablettenausdrückhilfe, im Angebot von Amazon.de seit 31. Dezember 2011 [online]. Ermittelt am 25.06.2014. Ermittelt im Internet: http://www.amazon.de/Tablettenausdr%C3%BCckhilfe-Tablettenausdr%C3%BCcker-Tablettenverpackungs%C3%B6ffner-Tablettenspender-Hilfe/dp/B004YW38U4/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1403688174&sr=8-2&keywords=tablette+ausdr%C3%BCcken *

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