AT514835A1 - Transportmittel mit einer flexiblen Grundplatte - Google Patents

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Abstract

Ein Transportmittel mit einer flexiblen Grundplatte (2), die bei Nichtverwendung eingerollt, zur Aufnahme einer zu transportierenden Last flach ausgebreitet und in Verwendung zumindest längsseitig hochgezogen ist, weist zumindest entlang der beiden Längsränder (3) der Grundplatte (2) Löcher (5) zur Anbringung von Gurten (7, 8, 13) auf. Den Löchern (5) sind Verstärkungselemente zugeordnet, die jeweils zwei durch eine Öse (10) und mindestens ein weiteres Befestigungselement beidseitig an der Grundplatte (2) fixierte, insbesondere dreieckige Platten (9) umfassen, wobei die Öse (10) das Loch (5) zur Anbringung des Gurts (7, 8, 13) einfasst.

Description

1
Die Erfindung betrifft ein Transportmittel mit einer flexiblen Grundplatte, die beiNichtverwendung eingerollt, zur Aufnahme einer zu transportierenden Last flachausgebreitet und in Verwendung zumindest längsseitig hochgezogen ist, sodass sieeinen etwa U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei zumindest entlang der beidenLängsränder der Grundplatte Löcher zur Anbringung eines Gurts vorgesehen sind,denen Verstärkungselemente zugeordnet sind, die jeweils durch eine Ose undmindestens ein weiteres Befestigungselement an der Grundplatte fixiert sind, wobeidie Ose das Loch zur Anbringung des Gurts einfasst.
Ein derartiges Transportmittel ist beispielsweise aus der AT 511 211 bekannt. DasTransportmittel, das beispielsweise eine 2 mm bis 3 mm dicke Grundplatte auseinem Polyethylen oder dergleichen aufweist, ist in Nichtverwendung bevorzugteingerollt und in einem Tragsack oder dergleichen verstaut. Das beladeneTransportmittel kann insbesondere in unwegsamem Gelände auf dem Bodengezogen werden und kann dank von in den Löchern entlang des Längsrandeseinhängbaren Gurten auch mittels eines Hubschraubers transportiert werden. DieLöcher sind durch einzelne Ösen bzw. Laschen verstärkt, wobei die Laschen sichsenkrecht zum Längsrand erstrecken, eine mit einem Loch fluchtende Öffnungaufweisen und in dem an der Öffnung anschließenden Bereich mit der Grundplattevernietet sind. Derartige Verstärkungslaschen aus einem rostfreien Stahl erzielen bei2 mm Dicke eine Ausreißfestigkeit von etwa 600 daN für die die Gurtenaufnehmenden Löcher.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, bei einem derartigen Transportmittelohne Verlust oder Beeinträchtigung der oben beschriebenen Eigenschaften, dieAusreißfestigkeit der randnahen Löcher nochmals zu verbessern und erreicht diesdadurch, dass jedes Verstärkungselement zwei Platten aufweist, die beidseitig ander Grundplatte angeordnet und durch die Öse und das mindestens eine weitereBefestigungselement fixiert sind.
Die Anbringung einer Platte jedes Verstärkungselements an der Außenseite derGrundplatte in ihrer U-förmigen Verwendungsform widerspricht, wie sich herausgestellt hat, nicht der Aufgabenstellung, ein Transportmittel bereitzustellen,das auch auf dem Boden gezogen werden kann, da die an der Außenseitevorgesehenen Platten ausschließlich in der hochgezogenen Umgebung derLastauflagefläche angeordnet sind, die mit dem Untergrund normalerweise nicht inBerührung kommen kann, das heißt außerhalb jenes Bereichs der Grundplatte, derauf dem Boden gleitet, und glatt und ohne Vorsprung ist. Die Platten behindern auchdas Zusammenrollen der Grundplatte in Längsrichtung nicht, da sie jeweils mitausreichendem Abstand zueinander vorgesehen sind.
Eine besonders günstige Kräfteverteilung bzw. - einleitung ergibt sich insbesonderein einer Ausführung, in der die Platten im Wesentlichen dreieckig sind und in jedemder drei Eckbereiche eine ein Loch einfassende Öse vorgesehen ist. Die Platten sindbevorzugt gleichseitig dreieckig, können aber auch gleichschenklig oder rechtwinkligsein, was gegebenenfalls zur Anbringung an Randübergangszonen bei nichtrechteckigen, sondern an den vier Ecken schräg beschnittenen Grundplatten vonVorteil ist.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass die im Wesentlichen dreieckigen Platten jeweils miteiner Ecke zum Rand weisend angeordnet sind. Insbesondere in diesem Fall ergibtsich dadurch die vorteilhafte Ausbildung, dass die Öse in der zum Rand weisendenEcke das Loch zur Anbringung des Gurts einfasst, und die beiden vom Längsrandder Grundplatte weiter entfernten Löcher zur Durchführung von Befestigungs¬elementen für Ergänzungsteile geeignet sind. Diese Ergänzungsteile könnenbeliebiger Art sein, beispielsweise Griffe, ein Rahmen eines Fahrgestells oderdergleichen. e
Die Platten sind bevorzugt aus 0,5 bis 1 mm dickem Stahlblech, wobei diebeschriebenen gleichseitig-dreieckigen Stahlblechplatten eine Ausreißfestigkeit desLoches bis zu 1000 daN bewirken.
Nachstehend wird nun die Erfindung anhand der Figuren der beiliegendenZeichnungen näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein. Es zeigen:
Fig.1 eine Schrägansicht des Transportmittels in der Stellung für den horizontalen Transport,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt mit einem Verstärkungselement,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Transportmittels auf einenFahrgestell und
Fig. 4 in Explosionsdarstellung vergrößert eine Verbindung der mit einemVerstärkungselement versehenen Grundplatte mit einem seitlichenRahmenteil.
Die ausgebreitete Grundplatte 2 des Transportmittels, die für den leeren Transportbei Nichtgebrauch gerollt und durch ein Band oder dergleichen fixiert sein kann,weist, wie in Fig. 1 ersichtlich, alle wesentlichen Teile und Hilfsmittel an derInnenseite und Verstärkungselemente entlang der Längsränder 3 und Querränderdes Kopf- bzw. Fußbereiches 15, 16 auch an der Außenseite auf, an denen sie inVerwendung des Transportmittels nicht mit dem Untergrund in Berührung kommen,da alfe Randbereiche 3,15,16 hochgebogen sind.
Im Einzelnen sind an der Grundplatte 2 entlang der Längsränder 3 Löcher 5 zurAufnahme von Gurten 7, 8 für die Festlegung des Verletzten und den horizontalenTransport per Hand, sowie von Gurten 13 für den Hubschraubertransportausgebildet. Vor allem den Löchern 5 für die Aufnahme von Gurten 13 für denHubschraubertransport sind Verstärkungselemente zugeordnet. DieVerstärkungselemente umfassen jeweils zwei Platten 9 aus Metall, beispielsweiseaus einer Aluminiumlegierung oder einem rostfreien Stahl, die jeweils eine mit demLoch 5 in der Grundplatte 3 fluchtende Öffnung aufweisen. Eine Öse 10 ist in dasLoch 5 und die Öffnungen in beiden Platten 9 eingesetzt, sodass Gurte 7, 8,13durch die Löcher 5 geführt oder in diesen verknüpft sein können, wie in Fig. 2dargestellt ist. Die außen und innen angebrachten Platten 9 der Verstärkungs¬elemente sind bevorzugt gleichseitig-dreieckig mit abgerundeten Ecken undvoneinander in Längsrichtung so beabstandet, dass die Grundplatte 2 für denNichtgebrauch ohne Schwierigkeiten eingerollt werden kann. Andere Formen für diePlatten, beispielsweise rund, sind denkbar, ebenso eine U-Form, die auf den Rand nach Art eines Reiters aufgesteckt werden kann, wobei die beiden Schenkel des Udie Platten 9 bilden.
Fig. 1 zeigt an beiden Seiten jeweils sechs Verstärkungselemente, in Fig. 2 sindjeweils vier erkennbar. Zumindest zwei pro Seite sind notwendig, um vier verstärkteAnhebepunkte auszubilden. Die Anzahl kann somit variieren.
Nur mit Ösen ausgekleidete Löcher 5 in der Grundplatte 3 weisen eine Reißfestigkeitvon durchschnittlich 200 bis 250 daN auf. Verstärkt mit einer Lasche aus einerAluminiumlegierung oder aus demselben Kunststoff wie die Grundplatte 2 wird etwadie doppelte Reißfestigkeit erzielt. Werden die Verstärkungselemente aus einemnicht rostenden Stahl gefertigt und in der Form der Platten 9 beidseitig an derGrundplatte 2 angebracht, so können Ausreißfestigkeiten bis 1000 daN erzieltwerden, was etwa dem 8-fachen der maximal zu transportierenden Last entspricht.
Die bevorzugt dreieckig geformten Platten 9 weisen mit einer Ecke zum Längsrand 3und die gegenüberliegende Seite liegt daher weiter entfernt etwa parallel zum Rand,in den beiden anderen abgerundeten Ecken der beiden Platten 9 sind zwei weitereLöcher 11 vorgesehen, mit denen weitere Löcher in der Grundplatte 2übereinstimmen. Auch in diesen Ecken sind bevorzugt Ösen 10 als weitereVerbindungselemente vorgesehen (Fig. 2,4). Mit Hilfe von Befestigungselementen23, beispielsweise den in Fig. 4 links angedeuteten Schrauben, können dadurch ander Grundplatte 2 Ergänzungsteile 20 in einfacher Weise befestigt werden. Fig. 3zeigt einen Ergänzungsteil 20, der als einachsiges, bevorzugt einspurigesFahrgestell ausgebildet ist, und mit seitlichen Rahmen 21 versehen ist, die an derGrundplatte 2 im hochgezogenen Randbereich außenseitig montiert werden können.Pro Befestigungsstelle weist der Rahmen 21 jeweils eine Lasche 22 auf (Fig. 4), diemittels der Befestigungselemente 23 mit der Grundplatte 2 verbindbar sind.
In Fig. 4 sind rechts die Einzelteile eines Verstärkungselementes gezeigt, nämlich diebeiden Platten 9 mit je drei Löchern und die beiden miteinander zu verpassendenHälften jeder der drei Ösen 10.
Weitere Löcher 5 im Kopf- oder Fußbereich 15, 16 dienen zum Schließen der U-Form der Grundplatte 2. Die Löcher 5 im Kopfbereich 15 können auch für dieAufhängung beim vertikalen Transport an einem Bergeseil oder dergleichenverwendet werden. Auch diesen Löchern können Verstärkungselemente in Form vonbeidseitigen an der Grundplatte fixierten Platten 9 zugeordnet sein, da sie auch dortbeim Ziehen den Boden nicht berühren.
Die Auflagefläche 4 für den Verletzten weist im Bereich des Oberkörpers eine Reihevon versteifenden Elementen 17 auf, die sich in Längsrichtung und in Querrichtungerstrecken, um das Einquetschen des Brustkorbes des Verletzten beim Anheben zuverhindern. Zumindest die Elemente 17, die sich in Längsrichtung erstrecken,können vor dem Einrollen herausgenommen werden.

Claims (7)

  1. Patentansprüche 1. Transportmittel mit einer flexiblen Grundplatte (2), die bei Nichtverwendungeingerollt, zur Aufnahme einer zu transportierenden Last flach ausgebreitetund in Verwendung zumindest längsseitig hochgezogen ist, sodass sie einenetwa U-förmigen Querschnitt aufweist, wobei zumindest entlang der beidenLängsränder (3) der Grundplatte (2) Löcher (5) zur Anbringung eines Gurts (7,8,13) vorgesehen sind, denen Verstärkungselemente zugeordnet sind, diejeweils durch eine Öse (10) und mindestens ein weiteres Befestigungselementan der Grundplatte (2) fixiert sind, wobei die Öse (10) das Loch (5) zurAnbringung des Gurts (7, 8,13) einfasst, dadurch gekennzeichnet, dass jedesVerstärkungselement zwei Platten (9) aufweist, die beidseitig an derGrundplatte (2) angeordnet und durch die Öse (10) und das mindestens eineweitere Befestigungselement fixiert sind.
  2. 2. Transportmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes weitereBefestigungselement ebenfalls eine Öse (10) ist.
  3. 3. Transportmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (9) im Wesentlichen dreieckig sind und in jedem der drei Eckbereiche eine einLoch (5,11) einfassende Öse (10) vorgesehen ist.
  4. 4. Transportmittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die imWesentlichen dreieckigen Platten (9) jeweils mit einer Ecke zum Randweisend angeordnet sind.
  5. 5. Transportmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öse (10)in der zum Rand weisenden Ecke das Loch (5) zur Anbringung des Gurtseinfasst, und die beiden vom Längsrand (3) der Grundplatte (2) weiterentfernten Löcher (11) zur Durchführung von Befestigungselementen (23) fürErgänzungsteile (20) geeignet sind.
  6. 6. Transportmittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dassErgänzungsteile (20) in Form von Griffen, Rahmen (21) eines Fahrgestells,oder dergleichen in den weiter vom Längsrand (3) entfernten Löchern (11)befestigbar sind.
  7. 7. Transportmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,dass die Platten aus Stahlblech sind.
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