AT514959A4 - Sägeblatt mit Innenkühlung - Google Patents
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Abstract
Die Erfmdung bezieht sich auf eine spanabhebende Bearbeitungsvorrichtung (1 ), insbesondere Säge- oder Fräsvorrichtung, mit. einer Basis (2), einem relativ zur Basis (2) um eine Rotationsachse (20) antreibbaren Drehteil (3), der ein scheiben!örmiges spanabhebendes Werkzeug (5) umfasst, und einer Kühlmittelzufuhr (7) zum Zuführen von Kühlmittel von einer druckbeaufschlagten, basisseitigen Kühlmittelleitung (9) zum Werkzeug (5), wobei die Kühlmittelzufuhr (7) eine basisseitige Austrittsöffnung (1 0) aufweist, die an drehteilseitigen Eintrittsöffnungen (12) anliegt, die um die Rotationsachse (20) verteilt angeordnet und jeweils Kanälen (6) zugeordnet sind, die im Werkzeug (5) in Richtung des äußeren Werkzeugumfanges verlaufen. Um den Kühlmittelverbrauch zu begrenzen, überlappt die Austrittsöffnung (1 0) nur in einem begrenzten Winkelbereich um die Rotationsachse (20) mit Eintrittsöffnungen (12), sodass in jeder Drehstellung des Drehteils (3) relativ zur Basis (2) nur ein Teil der Eintrittsöffnungen (12) mit derbasisseitigen Zuführung (9) verbunden ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine spanabhebende Bearbeitungsvorrichtung, insbesondereSäge- oder Fräsvorrichtung, mit einer Basis, einem relativ zur Basis um eine Rotationsachseantreibbaren Drehteil, der ein scheibenförmiges spanabhebendes Werkzeug umfasst, und einerKühlmittelzufuhr zum Zuführen von Kühlmittel von einer druckbeaufschlagten, basisseitigenKühlmittelleitung zum Werkzeug, wobei die Kühlmittelzufuhr eine basisseitigeAustrittsöffhung aufweist, die an drehteilseitigen Eintrittsöffhungen anliegt, die um dieRotationsachse verteilt angeordnet und jeweils Kanälen zugeordnet sind, die im Werkzeug inRichtung des äußeren Werkzeugumfanges verlaufen, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Nachteilig bei den im Stand der Technik bekannten Lösungen ist der hohe Kühlmittelverbrauchvon derartigen Säge- oder Fräsmaschinen. Die Kühlmittelkanäle verlaufen innerhalb des Säge-bzw. Fräsblattes ausgehend von einem Zentrumsbereich nahe der Rotationsachse in Richtungdes äußeren Werkzeugumfanges und münden in Öffnungen im Bereich der spanabhebendenZähne, die üblicherweise durch Efartmetallelemente verstärkt sind. Dadurch wird das Kühlmittelunmittelbar im Bereich der zu kühlenden Stellen abgegeben, wo es nicht nur kühlende, sondernzumeist auch schmierende Funktion besitzt. Des Weiteren wird im Falle von Kühlmitteln sehrniedriger Temperatur vermutet, dass das Kühlmittel auch den spanabhebenden Vorgangunterstützt, indem es die Sprödheit des abzuhebenden Spans erhöht. In weiterer Folge wird trotzdieser mitunter mehrfachen Wirkungen stets vereinfachend von einem Kühlmittel gesprochen.Auf das Kühlmittel in den radial nach außen verlaufenden Kanälen des Werkzeuges wirkt einegleichermaßen hohe Zentrifugalkraft, wodurch ein Kühlmittelausstoß in alle Richtungenbewirkt wird. Eine große Menge an Kühlmittel geht dabei insbesondere in jenem Bereich desSäge- bzw. Fräsblattes verloren, der sich gerade außerhalb des zu bearbeitenden Werkstückesbefindet. Je größer der Durchmesser des Säge- oder Fräsblattes, desto mehr Kühlmittel gehtungenutzt verloren.
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine spanabhebende Bearbeitungsvorrichtungbereitzustellen, die diesen Nachteil nicht aufweist und sich durch einen sparsamenKühlmittelverbrauch auszeichnet, ohne auf eine effiziente Kühlung verzichten zu müssen. DieLösung soll sich durch eine zuverlässige und einfache Konstruktion auszeichnen und dieMöglichkeit eines einstellbaren und/oder gezielten Einsatzes des Kühlmittels eröffnen.
Dieses Ziel wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 erreicht. Anspruch 1 bezieht sich auf einespanabhebende Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere Säge- oder Fräsvorrichtung, mit einerBasis, einem relativ zur Basis um eine Rotationsachse antreibbaren Drehteil, der einscheibenförmiges spanabhebendes Werkzeug umfasst, und einer Kühlmittelzufuhr zumZufuhren von Kühlmittel von einer druckbeaufschlagten, basisseitigen Kühlmittelleitung zum
Werkzeug, wobei die Kühlmittelzufuhr eine basisseitige Austrittsöffnung aufweist, die andrehteilseitigen Eintrittsöffiiungen anliegt, die um die Rotationsachse verteilt angeordnet undjeweils Kanälen zugeordnet sind, die im Werkzeug in Richtung des äußeren Werkzeugumfangesverlaufen. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass die Austrittsöffnung in jederDrehstellung des Drehteils relativ zur Basis nur in einem begrenzten Winkelbereich um dieRotationsachse mit Eintrittsöffnungen überlappt.
Mit anderen Worten ist die Austrittsöffnung derart ausgebildet bzw. dimensioniert, dass sie injeder Drehstellung des Drehteils nur mit einer ausgewählten Anzahl der Eintrittsöffiiungenüberlappt. Durch diese Maßnahme können immer jene Kanäle von der Kühlmittelzufuhrgetrennt bzw. entkoppelt werden, die zu den gerade außerhalb des zu bearbeitendenWerkstückes liegenden Umfangsbereichen des Werkzeuges (Säge- oder Fräsblatt) führen. Der, Winkelbereich1 bezieht sich dabei auf die Rotationsachse, d.h. der Winkelbereich ist in Bezugzur Rotationsachse zu verstehen.
Die Eintrittsöffiiungen drehen sich relativ zur Austrittsöffnung. Hinter der Austrittsöffnungbefindet sich eine Art Verteilungs-Volumen, von dem aus das Kühlmittel auf dieEintrittsöffiiungen verteilt übergeht. In einem ersten Drehabschnitt einer vollständigenUmdrehung des Drehteils befindet sich eine jeweilige Eintrittsöffiiung in Überlappung mit derAustrittsöffnung. Im nachfolgenden zweiten Drehabschhitt ist die jeweilige Eintrittsöffnungnicht mehr in Überlappung mit der Austrittsöffnung, sodass sie von der Kühlmittelzufuhrabgeschnitten ist. Der Kanal innerhalb des Werkzeuges, der mit der jeweiligen Eintrittsöffiiungverbunden ist, ist im ersten Drehabschnitt dem Einschnitt im Werkstück zugewandt (Kühlmittelfließt durch den Kanal) und im zweiten Drehabschnitt vom Einschnitt im Werkstück abgewandt(Kühlmittelzufuhr ist blockiert). Als Kühlmittel können flüssige oder gasförmige Fluideverwendet werden.
Unter spanabhebender Bearbeitungsvorrichtung wird jede Vorrichtung verstanden, bei der einWerkstück durch Abtragung von Spänen bearbeitet wird bzw. bei der durch die BearbeitungSpäne entstehen, verstanden. Es kann sich dabei um eine Säge (Kreissäge), Fräse oderSchleifmaschine handeln. Umfasst sind insbesondere Durchtrennen bzw. Schneiden einesWerkstückes, Formgebung durch Materialabtragung, Schleifen der Oberfläche, etc..
Das Werkzeug ist am Drehteil mithilfe einer Aufhahmeeinrichtung befestigt, etwa in Form einerEinspanneinrichtung mit zwei, das Werkzeug (z.B. Säge-, Fräs- oder Schleifblatt) zwischen sicheinspannenden Befestigungsflanschen bzw. Backen. Das eingespannte oder einzuspannendeWerkzeug ist eine Scheibe bzw. Blatt, an deren/dessen äußeren Werkzeugumfang über den
Umfang verteilte, spanabhebende Bearbeitungselemente (z.B. Säge- oder Fräszähne),angeordnetsind.
Unter Drehteil ist der rotierende Teil der Bearbeitungsvorrichtung zu verstehen. Der Drehteilumfasst im gebrauchsfertigen Zustand insbesondere das Werkzeug:
Vorzugsweise ist eine Abdeckung für jene Eintrittsöffnungen vorgesehen, die außerhalb desdurch die Austrittsöffnung begrenzten Winkelbereiches liegen. Dadurch wird einerseitsverhindert, dass das Kühlmittel aus den Eintrittsöffnungen zurückfließt und die Maschineverschmutzt, und dass andererseits das in den Werkzeugkanälen enthaltene Kühlmittel aufgrundder Zentrifugalkraft entweicht.
Bevorzugt beträgt der begrenzte Winkelbereich höchstens 180°. Dadurch trägt zumindest diegesamte, dem Werkstück abgewandte Hälfte des scheibenförmigen Werkzeuges nicht zu einemunerwünschten Kühlmittelverlust bei.
Vorzugsweise ist der begrenzte Winkelbereich, in dem die Austrittsöffnung mitEintrittsöffnungen überlappt, verstellbar. Mit zunehmender Einschnitt- bzw. Eindringtiefe desWerkzeuges in das Werkstück erhöht sich die Anzahl der temporär im Werkstück befindlichen(Säge-)Zähne, wodurch die entstehende Wärmebelastung auf das Werkzeug steigt. Durch eineentsprechende Veränderung des Austrittsöffnungsquerschnittes in Abhängigkeit des Vorschubeskann der Kühlmittelverbraueh optimiert werden. Entsprechend ändert sich die Anzahl der mitder Austrittsöffnung überlappenden Eintrittsöffnungen. Vor allem wird dadurch jenerWinkelbereich verkleinert bzw. vergrößert, der die temporär beschickten Eintrittsöffnungenumfasst.
Vorzugsweise sind zur Bildung der Austrittsöffnung ein erstes Stellelement und ein zweitesStellelement vorgesehen, die jeweils koaxial zur Rotationsachse relativ zueinander verdrehbarangeordnet sind und jeweils Randabschnitte der Austrittsöffnung sowie die Abdeckung bilden.Die gleichzeitige Ankopplung der einen Eintrittsöffiiungen (Überlappung) und Abkopplung deranderen Eintrittsöffnungen (Abdeckung) erfolgt dadurch auf konstruktiv einfache undzuverlässige Weise. Das bzw. die Stellelemente sind basisseitig angeordnet und drehen sichnicht mit dem Drehteil mit. Da das erste Stellelement und das zweite Stellelement relativzueinander verdrehbar sind, vorzugsweise um die Rotationsachse, kann nicht nur der begrenzteWinkelbereich in seiner Größe verändert werden, sondern auch in seiner Lageposition definierteingestellt werden, wie noch näher erläutert werden wird.
Vorzugsweise ist zumindest eines der Stellelemente ring- oder scheibenförmig ausgebildet undweist in einem begrenzten Winkelbereich eine vorzugsweise kreisbogenförmig verlaufendeAusnehmung auf, die einen Randabschnitt der Austrittsöffhung bildet. Diese Variante istbesonders platzsparend, da lediglich ein dünnes Stellelement erforderlich ist. Die Ausnehmungist vorzugsweise als kreisbogenförmig verlaufende Nut ausgebildet und bildet gleichzeitig dieAustrittsöffhung. Die drehteilseitigen Eintrittsöffhungen sind entsprechend entlang einesKreises um die Rotationsachse angeordnet. Die Ausnehmung kann durchbrechend oder sich nurnach einer Seite des Stellelementes öffnend ausgebildet sein.
Vorzugsweise sind das erste Stellelement und das zweite Stellelement jeweils kreisring- oderscheibenförmig ausgebildet und aneinander liegend angeordnet, und weisen jeweils in einembegrenzten Winkelbereich eine vorzugsweise kreisbogenförmig verlaufende Ausnehmung auf,die sich zumindest teilweise überlappen und einen beide Stellelemente querenden Durchbruchbilden, wobei der lichte Querschnitt des Durchbruches durch eine relative Drehbewegung derStellelemente verstellbar ist. Durch diese Maßnahme wird die Einstellung des begrenztenWinkelbereiches besonders einfach, platzsparend und zuverlässig gestaltet.
Bevorzugt weist ein Stellelement einen Vorsprung auf, der in der Ausnehmung des anderenStellelementes passgenau geführt ist und einen weiteren Randabschnitt der Austrittsöffhungbildet. Durch eine Verdrehung/VerSchiebung des Vorsprunges innerhalb der Ausnehmung wirdjener Bereich der Ausnehmung, der die Austrittsöffnung bildet, in seiner Größe verändert. DerVorsprung bildet daher als Begrenzung ebenfalls einen Randabschnitt der Austrittsöffhung.Diese spezielle Ausführungsform ermöglicht eine besonders einfache Zuführung desKühlmittels zu den Stellelementen und durch die Stellelemente hindurch.
Bevorzugt sind die Stellelemente in Richtung der Eintrittsöffnungen federbelastet. Diesgewährleistet ein zuverlässiges Anliegen der Austrittsöffnung an den rotierendenEintrittsöffhungen.
Vorzugsweise sind ferner die Stellelemente konzentrisch zur Rotationsachse angeordnetund/oder um die Antriebswelle des Drehteils gelagert. Dadurch wird eine platzsparende Lösungverwirklicht.
Die Stellelemente sind vorzugsweise in einem Gehäuse drehbar gelagert, das von derbasisseitigen Kühlmittelleitung gequert wird. Dadurch ist die Schnittstelle zwischen dendrehteilseitigen Bauteilen und den basisseitigen Bauteilen nach außen abgegrenzt, wodurch einAustreten der Kühlflüssigkeit aus der Schnittstelle ins Innere der Vorrichtung effizient verhindert wird. Außerdem dient das Gehäuse gleichzeitig zur beweglichen Lagerung derStellelemente.
Vorzugsweise ist ferner eine Steuerung vorgesehen, die in Abhängigkeit eines Vorschubes desWerkzeuges entlang einer Vorschubachse die Größe der Austrittsöfihung verstellt. DieAustrittsöfihung kann dadurch automatisch je nach Vorschubgeschwindigkeit angesteuertwerden, indem der begrenzte Winkelbereich bzw. der Austrittsöffinmgsquerschnitt mitzunehmendem Vorschub und somit zunehmender Eindringtiefe des Werkzeuges in dasWerkstück vergrößert werden. Bevorzugt wirkt der Antrieb direkt auf die Stellelemente. Dieskann z.B. bei ring- oder scheibenförmigen Stellelementen mittels einer Verzahnung entlangIhres Umfanges und einem damit zusammenwirkenden Zahnrad erfolgen.
Bevorzugt sind die Eintrittsöffnungen im Umfangsbereich einer kreisringförmigenGleitdichtung ausgebildet, die am Drehteil angeordnet ist. Dadurch kann die Kühlmittelzufuhrdirekt am Drehteil und somit in unmittelbarer Nähe zum Säge- oder Fräsblatt angekoppeltwerden. Die Gleitdichtung besitzt eine glatte Oberfläche, wodurch die Reibung mit denbasisseitigen Teilen und der Austritt von Kühlmittel an dieser Stelle minimiert werden.
Bevorzugt öffnen sich die Eintrittsöffnungen in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse.Dies ermöglicht eine vereinfachte und zuverlässige Anbindung der basisseitigen Bauteile derSchnittstelle zwischen Drehteil und Basis. An dieser Stelle ist jedoch zu erwähnen, dass derEintritt des Kühlmittels in den Drehteil durchaus auch über eine Mantelfläche des Drehteilserfolgen kann, an der die Eintrittsöffnungen um die Rotationsachse verteilt angeordnet sind. DieAustrittsöffnung bzw. Dire Umrandung hätte in diesem Fall eine an die Mantelfläche angepassteKontur.
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beiliegendenZeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße spanabhebende Bearbeitungsvorrichtung mit ihrer Schnittstellezwischen Drehteil und Basis im Querschnitt,
Fig. 2 die Schnittstelle zur Übertragung des Kühlmittels von der Basis auf einen Drehteil imQuerschnitt,
Fig. 3 den Drehteil mit Eintrittsöffnungen im Schnitt A-A gemäß der Fig. 1,
Fig. 4 eine Gleitdichtung mit Eintrittsöflhungen,
Fig. 5 ein erstes Stellelement der Kühhnittelzufuhr, und dieFig. 6 ein zweites Stellelement der Kühlmittelzufuhr.
Fig. 1 zeigt eine spanabhebende Bearbeitungsvorrichtung 1 in Form einer Säge- oderFräsvorrichtung, mit einer Basis 2 und einem relativ zur Basis 2 um eine Rotationsachse 20antreibbaren Drehteil 3. Unter der Basis 2 ist der stationäre Teil der Bearbeitungsvorrichtung 1zu verstehen, z.B. das Gestell, eine Plattform, und/oder stationäre Befestigungsflächen. DerDrehteil 3, umfasst eine Aufnahmeeinrichtung für ein scheibenförmiges spanabhebendesWerkzeug 5, z.B. ein Säge- oder Fräsblatt. Die Aufnahmeeinrichtung besteht im gezeigten Fallaus einer Einspannvorrichtung mit zwei, das Werkzeug 5 zwischen sich einzwängendenBefestigungsflanschen 4a,4b.
Weiters ist eine Kühlmittelzufuhr 7 zum Zuführen von Kühlmittel zu im Werkzeug 5verlaufenden Kanälen 6 vorgesehen. Die Kanäle 6 verlaufen von einem Zentrumsbereich naheder Rotationsachse 20 des Werkzeuges 5 in Richtung des äußeren Werkzeugumfanges, wo sievorzugsweise im Bereich des Spanraumes zwischen einzelnen spanabhebenden Elementen 14,etwa aus Hartmetall, austreten, um die spanabhebenden Elemente 14 zu kühlen, zu schmierenund um wie eingangs erwähnt mitunter auch den spanabhebenden Vorgang zu unterstützen(siehe auch Fig. 3).
Die Kühlmittelzufuhr 7 ist Teil einer Schnittstelle 8 zur Übertragung des Kühlmittels von derBasis 2 zum Drehteil 3 und umfasst eine basisseitige Kühlmittelleitung 9, der Kühlmittel unterDruck zugeführt wird, sowie eine Austrittsöffhung 10 (siehe auch Fig. 2). Die Schnittstelle 8weist drehteilseitig eine kreisringförmige Eintrittsfläche 11 mit Emtrittsöffhungen 12 auf, dieum die Rotationsachse 20 verteilt angeordnet und jeweils Kanälen 6 zugeordnet sind, die imWerkzeug 5 in Richtung des äußeren Werkzeugumfanges verlaufen. Die basisseitigeAustrittsöffhung 10 liegt an der drehteilseitigen Eintrittsfläche 11 dicht an.
Die Eintrittsfläche 11 kann durch eine kreisringförmige Gleitdichtung 27 gebildet sein, die aneinem Befestigungsflansch 4b der Aufhahmeeinrichtung befestigt ist (siehe Fig. 2 und 4). In derdargestellten Ausführungsform öffnen sich die Emtrittsöffhungen 12 in der Eintrittsfläche 11 inaxialer Richtung bezüglich der Rotationsachse 20. Dabei überlappt ein Teil derEmtrittsöffhungen 12 mit der Austrittsöffhung 10, wodurch das Kühlmittel durch dieKühlmittelzufuhr 7 auf das Drehteil 3 übertragbar wird. Wie noch näher ausgeführt werdenwird, überlappt die Austrittsöffhung 10 jedoch nur in einem begrenzten Winkelbereich mitEmtrittsöffhungen 12, sodass in jeder Drehstellung des Drehteils 3 relativ zur Basis 2 nur ein
Teil der Eintrittsöffnungen 12 mit der basisseitigen Kühlmittelleitung 9 verbunden ist. Derbegrenzte Winkelbereich kann z.B. höchstens 180° betragen.
Die Schnittstelle 8 weist ferner eine Abdeckung auf, die jene Eintrittsöffiiungen 12, dietemporär außerhalb des durch die Austrittsöffhung 10 definierten Winkelbereichs liegen,abdeckt. Sowohl die Austrittsöffhung 10 als auch die Abdeckung können durch Stellelemente15, 16 gebildet werden, die im Folgenden näher beschrieben werden. Die Schnittstelle 8 umfasstauch eine Einrichtung zur Veränderung der Größe der Austrittsöffnung 10, wodurch derWinkelbereich, in dem die Austrittsöffnung 10 mit Eintrittsöffiiungen 12 überlappt, veränderbarist. ·
In der dargestellten Ausführungsform umfasst diese Einrichtung zwei relativ zur Basis 2bewegbare Stellelemente 15, 16, die jeweils einen Randabschnitt der Austrittsöffhung 10 unddie Abdeckung bilden. Das erste Stellelement 15 und das zweite Stellelement 16 sindgegeneinander um die Rotationsachse 20 verdrehbar, wodurch der Winkelbereich bzw. dieAustrittsöffhung 10 in ihrer Größe variierbar sind. Über ein Dichtelement 13 (siehe Fig. 2) sinddas erste Stellelement 15 und das zweite Stellelement 16 gegeneinander abgedichtet, um trotzihrer relativen Verdrehbarkeit eine dichte Anordnung zu bilden.
Das erste Stellelement 15, das unmittelbar an der Eintrittsfläche 11 anliegt, ist ring- bzw.scheibenförmig ausgebildet und weist in einem begrenzten Winkelbereich (hier 180°) einevorzugsweise kreisbogenförmig verlaufende Ausnehmung in Form einer die Scheibedurchbrechenden Nut auf, die in weiterer Folge als erste Ausnehmung 17 bezeichnet wird (sieheFig. 5). Diese Nut bzw. ein Teil davon bildet einen ersten Randabschnitt der Austrittsöffhung 10.
Das zweite Stellelement 16, das neben dem ersten Stellelement 15 angeordnet ist, ist ebenfallsring- bzw. scheibenförmig ausgebildet und weist ebenfalls eine kreisbogenförmig verlaufendeAusnehmung in Form einer das Stellelement 16 durchbrechenden Nut auf, die in weiterer Folgeals zweite Ausnehmung 18 bezeichnet wird (siehe Fig. 6). Die erste Ausnehmung 17 und diezweite Ausnehmung 18 der beiden Stellelemente 15, 16 sind durch eine Relativbewegung derStellelemente 15,16 in zueinander mehr oder weniger überlappende Stellungen bringbar.
Das zweite Stellelement 16 weist zusätzlich einen Vorsprung 26 auf, der in der erstenAusnehmung 17 des ersten Stellelementes 15 passgenau geführt ist und einen weiterenRandabschnitt der Austrittsöffhung:10 bildet. Durch gegenseitiges Verdrehen der Stellelemente15, 16 verfährt der Vorsprung 26 innerhalb der Nut der ersten Ausnehmung 17, wodurch der
AustrittsÖffnungsquerschnitt und damit der Winkelbereich, in dem eine Überlappung zwischenAustrittsöffnung 10 und Eintrittsöffhungen 12 stattfindet, verändert werden kann.
Die Stellelemente 15, 16 sind in Richtung der Eintrittsfläche 11 federbelastet. Eine Feder 28 istin den Fig. 1 und 2 angedeutet. Die Stellelemente 15, 16 sind jeweils konzentrisch zurRotationsachse 20 angeordnet und um die Antriebswelle 21 des Drehteils 3 drehbar gelagert.Die Stellelemente 15, 16 sind hierzu in einem Gehäuse 19 drehbar gehalten, das von derbasisseitigen Kühlmitteleitung 9 gequert wird. Die Schnittstelle 8 weist ferner einenBefestigungsflansch 30 zu ihrer Befestigung an der Basis 2 auf. Das Kühlmittel passiert bzw.durchdringt auf seinem Weg zu den Eintrittsöffhungen 12 zunächst die zweite Ausnehmung 18des zweiten Stellelementes 16 und anschließend die erste Ausnehmung 17 des erstenStellelementes 15, wobei der zum Drehteil 3 gewandte Rand der ersten Ausnehmung 17zusammen mit dem Vorsprung 26 die Austrittsöffnung 10 definiert.
Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt umfasst die Einrichtung zur Veränderung der Größe derAustrittsöffnung 10 unabhängig voneinander ansteuerbare Antriebe 23, 24 zur Verstellung bzw.Verdrehung der Stellelemente 15, 16. Selbstverständlich könnte auch nur ein Antriebvorgesehen werden, um die beiden Stellelemente 15, 16 gleichzeitig und entgegengesetztanzutreiben.
Die Steuerung 25 ist ausgebildet, um in Abhängigkeit eines Vorschubes des Werkzeuges 5entlang einer Vorschubachse 22 (siehe Fig. 3) die Größe der Austrittsöffnung 10 über dieAnsteuerung des zumindest einen Antriebes 23 anzupassen.
In anderen Ausführungsformen ist es durchaus denkbar, nur ein bewegbares Stellelement zuverwenden, z.B. ein Abdeck- oder Eingriffselement, das ein stationäres Fenster mehr oderweniger abdeckt bzw. in seiner Größe verändert. Auch ist es nicht notwendig, dass dasStellelement gleichzeitig die Austrittsöffnung 10 definiert und die Abdeckung bildet. So wäre esmöglich für die Abdeckfunktion ein eigenes Stellelement zu verwenden.
Die vorliegende Erfindung stellt somit eine spanabhebende Bearbeitungsvorrichtung bereit, diesich durch einen sparsamen Kühlmittelverbrauch auszeichnet, ohne auf eine effiziente Kühlungverzichten zu müssen. Dabei wird das Kühlmittel exakt jenen spanabhebenden Elementen 14zugeführt, die sich kurz vor bzw. bereits im Eingriff mit dem zu bearbeitenden Werkstückbefinden. Die Lebensdauer der spanabhebenden Elemente 14 kann auf diese Weise stark erhöhtwerden.
Claims (14)
- Patentansprüche: 1. Spanabhebende Bearbeitungsvorrichtung (1), insbesondere Säge- oder Fräsvorrichtung,mit einer Basis (2), einem relativ zur Basis (2) um eine Rotationsachse (20)antreibbaren Drehteil (3), der ein scheibenförmiges spanabhebendes Werkzeug (5)umfasst, und einer Kühlmittelzufuhr (7) zum Zufuhren von Kühlmittel von einerdruckbeaufschlagten, basisseitigen Kühlmittelleitung (9) zum Werkzeug (5), wobei dieKühlmittelzufuhr (7) eine basisseitige Austrittsöffhung (10) aufweist, die andrehteilseitigen Eintrittsöffhungen (12) anliegt, die um die Rotationsachse (20) verteiltangeordnet und jeweils Kanälen (6) zugeordnet sind, die im Werkzeug (5) in Richtungdes äußeren Werkzeugumfanges verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass dieAustrittsöffhung (10) in jeder Drehstellung des Drehteils (3) relativ zur Basis (2) nur ineinem begrenzten Winkelbereich um die Rotationsachse (20) mit Eintrittsöffhungen(12) überlappt.
- 2. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eineAbdeckung für jene Eintrittsöffhungen (12) vorgesehen ist, die außerhalb des durch dieAustrittsöffhung (10) begrenzten Winkelbereiches liegen.
- 3. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass derbegrenzte Winkelbereich höchstens 180° beträgt.
- 4. Bearbeitungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurchgekennzeichnet, dass der begrenzte Winkelbereich, in dem die Austrittsöffhung (10)mit Eintrittsöffhungen (12) überlappt, verstellbar ist.
- 5. Bearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstesStellelement (15) und ein zweites Stellelement (16) vorgesehen sind, die jeweils koaxialzur Rotationsachse (20) relativ zueinander verdrehbar angeordnet sind und jeweilsRandabschnitte der Austrittsöffhung (10) sowie die Abdeckung bilden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines derStellelemente (15, 16) ring- oder scheibenförmig ausgebildet ist und in einembegrenzten Winkelbereich eine vorzugsweise kreisbogenförmig verlaufendeAusnehmung (17, 18) aufweist, die einen Randabschnitt der Austrittsöffhung (10)bildet.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das ersteStellelement (15) und das zweite Stellelement (16) jeweils kreisring- oder • scheibenförmig ausgebildet und aneinander liegend angeordnet sind, sowie jeweils ineinem begrenzten Winkelbereich eine vorzugsweise kreisbogenförmig verlaufendeAusnehmung (17, 18) aufweisen, die sich zumindest teilweise überlappen und einenbeide Stellelemente (15, 16) querenden Durchbruch bilden, wobei der lichte Querschnittdes Durchbruches durch eine relative Drehbewegung der Stellelemente (15, 16)verstellbar ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stellelement (16)einen Vorsprung (26) aufweist, der in der Ausnehmung (17) des anderen Stellelementes(15) passgenau geführt ist und einen weiteren Randabschnitt der Austrittsöflhung (10)bildet.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieStellelemente (15, 16) in Richtung der Eintrittsöffhungen (12) federbelastet sind.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellelemente (15, 16) konzentrisch zur Rotationsachse (20) angeordnet und/oder umdie Antriebswelle (21) des Drehteils (3) gelagert sind.
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieStellelemente (15, 16) in einem Gehäuse (19) drehbar gelagert sind, das von derbasisseitigen Kühlmittelleitung (9) gequert wird.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eineSteuerung (25) vorgesehen ist, die in Abhängigkeit eines Vorschubes des Werkzeuges(5) entlang einer Vorschubachse (22) die Größe der Austrittsöflhung (10) verstellt.
- 13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dass die Eintrittsöffnungen (12) im Umfangsbereich einer kreisringförmigenGleitdichtung (27) ausgebildet sind, die am Drehteil (3) angeordnet ist.
- 14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,dass sich die Eintrittsöffhungen (12) in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse(20) öffnen.
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