AT515133A1 - Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung mit wenigstens einem elektrischen Leiterstrang (1) innerhalb eines Stahlrohrs (2) und mit einer den Zwischenraum zwischen dem Stahlrohr (2) und dem Leiterstrang (1) ausfüllenden, elektrischen Isolierung (3), vorzugsweise aus einer kunstharzgebundenen Mineralmasse, beschrieben. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass das Stahlrohr (2) mit einem unter einem Überdruck stehenden Isoliergas gefüllt ist.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung mit wenigstens einem elektrischen Leiterstrang innerhalb eines Stahlrohrs und mit einer den Zwischenraum zwischen dem Stahlrohr und dem Leiterstrang ausfüllenden, elektrischen Isolierung, vorzugsweise aus einer kunstharzgebundenen Mineralmasse.
Um eine vorteilhafte Stromübertragung unter Hochspannung unterirdisch sicherstellen zu können, ist es bekannt, einen Aluminiumleiter über radiale Stützisolatoren aus einem Gießharz zentrisch in einem Aluminiumrohr zu führen, das zur Isolierung gegenüber dem Aluminiumleiter mit einem Isoliergas, beispielsweise aus einem Gemisch von Stickstoff und Schwefelhexafluorid, gefüllt ist. Darüber hinaus wurde zur Verbesserung der Stromübertragung vorgeschlagen, einen oder mehrere Leiterstränge auf Kupferbasis innerhalb eines Stahlrohrs zu führen, das mit einer elektrischen Isolierung aus einer kunstharzgebundenen Mineralmasse ausgefüllt ist, die zugleich als Abstandhalter zwischen den Leitersträngen selbst und zwischen den Leitersträngen und dem Stahlrohr dient. Durch diese Maßnahme wird eine vorteilhafte Konstruktion geschaffen, die allerdings den Nachteil aufweist, dass eine Beschädigung des äußeren Stahlrohrs erst erkannt wird, wenn eindringende Feuchtigkeit die Isoliereigenschaften der kunstharzgebundenen Mineralmasse beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass eine Beschädigung des äußeren Stahlrohrs durch ein Leckwerden erkannt und die Schadstelle in einfacherWeise geortet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Stahlrohr mit einem unter einem Überdruck stehenden Isoliergas gefüllt ist.
Die Isoliergasfüllung des Stahlrohrs unterstützt zunächst die Isolierwirkung der vorzugsweise als kunstharzgebundene Mineralmasse ausgebildeten Isolierung, weil bei der Füllung des Stahlrohrs mit der Isoliermasse verbleibende Poren oder Hohlräume mit dem Isoliergas gefüllt werden. Das unter einem Überdruck stehende Isoliergas erlaubt eine vorteilhafte Überwachung der Dichtheit des Stahlrohrs anhand des Gasdrucks. Dies bedeutet aber auch, dass Beschädigungen des Stahlrohrs, die zu einem Leckwerden des Stahlrohrs führen, am Druckabfall des Isoliergases erkannt werden können. Das Isoliergas selbst ist in der Regel leicht nachzuweisen, sodass der Ort des Lecks über den festzustellenden Isoliergasaustritt ermittelt werden kann.
Damit eine vollständige Füllung der Poren und Hohlräume im Innenraum des Stahlrohrs mit einem vergleichsweise geringen Aufwand sichergestellt werden kann, kann das mit der elektrischen Isolierung gefüllte Stahlrohr evakuiert werden, bevor das Stahlrohr mit dem Isoliergas unter Überdruck beaufschlagt wird. Der durch die vorausgehende Evakuierung des Stahlrohrs aufgebaute Unterdrück erleichtert die Füllung des Stahlrohrs mit dem Isoliergas und gibt die erforderliche Sicherheit einer vollständigen Füllung des Stahlrohrs mit dem Isoliergas. Die Füllung des Stahlrohrs mit der Isoliermasse kann ebenfalls unter einem Unterdrück erfolgen, um Lufteinschlüsse tunlichst zu vermeiden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung in einem schematischen Querschnitt gezeigt.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel betrifft eine Vorrichtung zur dreiphasigen Stromübertragung, wobei die einzelnen Leitungsstränge 1 aus Kupferseilen aufgebaut sind, die aus oxidisolierten Einzeladern bestehen, die so miteinander verseilt sind, dass Stromverdrängungseffekte vermieden werden. Eine solche Ausbildung der Leiterstränge ist zwar vorteilhaft, doch keineswegs zwingend, weil es im Zusammenhang mit der Erfindung nicht auf den Strangaufbau ankommt. Diese Leitungsstränge 1 sind mit einem entsprechenden Abstand voneinander innerhalb eines Stahlrohrs 2 geführt, das mit einer elektrischen Isolierung 3 ausgefüllt ist, die aus einer kunstharzgebundenen Mineralmasse bestehen kann und den Abstand der Leitungsstränge 1 untereinander sowie zwischen den Leitungssträngen 1 und dem Stahlrohr 2 sichert. Verzichtet man auf die Vorteile einer solchen kunstharzgebundenen Mineralmasse, so können selbstverständlich auch andere Isoliermassen zum Einsatz kommen. Das Stahlrohr 2 kann aus zwei miteinander verschweißten Halbschalen 4 und 5 im Bedarfsfall vor Ort zusammengesetzt werden.
Zur Verbesserung der elektrischen Isolierung ist das Stahlrohr 2 mit einem Isoliergas, beispielsweise aus einer Mischung von Stickstoff und Schwefelhexafluorid, gefüllt, das die Poren und Hohlräume innerhalb der elektrischen Isolierung 3 bzw. zwischen der elektrischen Isolierung 3 und den Leitersträngen 1 bzw. dem Stahlrohr 2 unter einem Überdruck ausfüllt. Zum Füllen des Stahlrohrs 2 mit dem Isoliergas empfiehlt es sich, das Stahlrohr 2 vor dem Füllen mit dem Isoliergas mit einem Unterdrück zu beaufschlagen, um mit Hilfe des Unterdrucks eine vollständige Füllung des Stahlrohrs mit dem Isoliergas zu erreichen.
Das Ausführungsbeispiel stellt selbstverständlich keine Beschränkung des Erfindungsgedankens dar. So könnte die Anzahl der Leitungsstränge je nach dem Stromnetz variieren. Außerdem könnten innerhalb des Stahlrohrs Datenübertragungsleitungen und Überwachungssensoren vorgesehen werden.
Claims (2)
- Patentanwälte Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich Spittelwiese 4, 4020 Linz (39490) II Patentansprüche 1. Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung mit wenigstens einem elektrischen Leiterstrang (1) innerhalb eines Stahlrohrs (2) und mit einer den Zwischenraum zwischen dem Stahlrohr (2) und dem Leiterstrang (1) ausfüllenden, elektrischen Isolierung (3), vorzugsweise aus einer kunstharzgebundenen Mineralmasse, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlrohr (2) mit einem unter einem Überdruck stehenden Isoliergas gefüllt ist.
- 2. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der elektrischen Isolierung (3) gefüllte Stahlrohr (2) evakuiert wird, bevor das Stahlrohr (2) mit dem Isoliergasgas unter Überdruck beaufschlagt wird. Linz, am 25. November 2013 Theodor Ernst Seebacher durch: /Dl Helmut Hübscher/ (elektronisch signiert)
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| ATA50778/2013A AT515133A1 (de) | 2013-11-25 | 2013-11-25 | Vorrichtung zur Stromübertragung unter Hochspannung |
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| Publication Number | Publication Date |
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| AT515133A1 true AT515133A1 (de) | 2015-06-15 |
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2013
- 2013-11-25 AT ATA50778/2013A patent/AT515133A1/de not_active Application Discontinuation
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