AT515203A4 - Snowboard-Bindung - Google Patents
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Abstract
Bei einer Snowboard-Bindung für Softboots werden nach dem Einsteigen in die Bindung durch Ziehen an einem Betätigungsorgan (5, 11) die Befestigungsriemen (1) über eine Festhalteeinrichtung (6) erfasst und festgezogen. Das Lösen der Bindung erfolgt durch eine am Betätigungsorgan (5,11) ausgelöste Zugentlastung.
Description
Die Erfindung betrifft eine Snowboard-Bindung für Softboots.
Softboots sind Snowboardschuhe, die einen seitlichen Aufbau aus Textilien oder weichemflexiblen Kunststoff besitzen und wegen ihres hohen Tragekomforts beim Fahren und Gehen vonSnowboardern bevorzugt werden. Im Gegensatz dazu gibt es Snowboardschuhe mit Hartschale,sogenannte Hardboots, die ähnlich wie Skischuhe aufgebaut sind und die die Kräfte des Fußesohne Bewegungsverlust auf den Grundrahmen der Bindung übertragen, die jedoch geringenTragekomfort aufweisen.
Snowboard-Bindungen für Softboots haben meist eine fest eingestellte Stützschale imFersenbereich. Der Snowboardschuh wird üblich mit Festhalteriemen, sogenannten Straps, imZehen- und im Ristbereich mit der Grundplatte der Bindung verbunden. Die Festhalteriemendrücken den Schuh auch gegen die Stützschale im Fersenbereich und ergeben damit eine gutekraftschlüssige Verbindung zwischen Softboot und Bindung. Das Schließen der Bindung erfolgtindem die geteilten Festhalteriemen von Hand aus zuerst zusammengeführt und dann gespanntwerden. Oft ist für das Schließen der Bindung eine beidhändige Bedienung erforderlich. Desweitern erfordert die ungünstige Richtung, in der die Zugkraft für die Bindung beim Schließenaufgebracht werden muss, den Einsatz von Hebeln bzw. Zugratschen. Das Öffnen und Schließenbei diesem Bindungstyp erfordert ein tiefes Bücken oder ein Hinsetzen des Sportausübendenund wird als mühevoll betrachtet.
Andere Snowboard-Bindungen für Softboots haben eine klappbare Stützschale imFersenbereich. Das Einsteigen in die Bindung erfolgt von hinten bei tief geklappter Stützschale,wobei die Schuhspitze in die geschlossenen Festhalteriemen oder den geschlossenenFesthaltestoffeingeführt wird. Das Schließen erfolgt, indem die Stützschale hochgeklappt undmit einem Hebel an der Ferse von Hand aus fest gespannt wird. Das Öffnen und Schließenerfordert ein tiefes Bücken mit Verdrehen des Sportausübenden.
Es gibt auch Snowboard-Bindungen für Softboots, die die Kräfte zum Schuh, ähnlich denBindungen für Hardboots, nur auf den Sohlenbereich des Schuhs übertragen. Bei dieser Lösungist zwar ein komfortables Öffnen und Schließen der Bindung möglich, jedoch, um die Kräfte vomFuß zur Schuhsohle mit ausreichender Exaktheit zu übertragen, sind zusätzliche Versteifungenam Schuh erforderlich. Je nach Ausgestaltung dieser Versteifungen wird einerseits die Exaktheitder Snowboardführung verbessert, andererseits der Tragekomfort verringert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Snowboard-Bindung zu schaffen, die die vorgenanntenKomfort- Nachteile der bekannten Bindungen nicht aufweist.
Dies wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung erreicht, die die Merkmale des Anspruches1 aufweist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand derUnteransprüche.
Erfindungsgemäß wird eine Snowboard-Bindung zur Verfügung gestellt, bei der das Öffnen undSchließen der Bindung mit einem an einer Verlängerung befindlichen Betätigungsorgan erfolgt.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist beispielhaft in den Zeichnungen dargestellt und wirdnachstehend beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt einen Schnitt im Bereich des Festhalteriemens und die Fig. 2 eine Ansicht von derSeite.
Bei der erfindungsgemäßen Snowboard-Bindung ist ein Festhalteriemen 1 einseitig an einerDrehachse oder Scharniere 2 befestigt, die mit einem Grundrahmen 3 der Bindung verbundenist. In geöffnetem Zustand ist der Festhalteriemen 1 hochgeschwenkt. Durch das Einsteigen indie Bindung wird der Festhalteriemen 1 über einen mit dem Festhalteriemen 1 verbundenenBügel 4 selbsttätig um die Drehachse 2 in die Schließposition nach unten gedreht.
Sobald der Festhalteriemen 1 sich in der Schließposition befindet, wird durch Ziehen an einemGriff 5 das freie Ende des Festhalteriemens 1 von einer Festhalteeinrichtung 6, z.B. in Formeines Hakens, erfasst und nach unten gezogen. Die Zugbewegung am Griff 5 wird dabei übereine Verlängerung 7 und einen Bowdenzug 8 auf den Haken der Festhalteeinrichtung 6übertragen. Der Zug am Griff 5 wird solange fortgesetzt, bis die gewünschte Spannung imFesthalteriemen 1 erreicht ist.
Bei der Ausgestaltung der Erfindung mit zwei Festhalteeinrichtungen 6 werden beideFesthalteeinrichtungen 6 gemeinsam durch Zug am Griff 5 gespannt. Da die Wege der beidenFesthalteeinrichtungen 6 bis zum Erreichen der gewünschten Spannung in den Festhalteriemen1 meist nicht gleich lang sind, ist als Ausgleich am Übergang von Bowdenzug zur Verlängerung 7eine Feder 9 angebracht, die unterschiedliche Weglängen ausgleicht.
Nach Erreichen der gewünschten Spannung im Festhalteriemen 1 wird die Endposition durcheine Rasterung mit Gegenstück 10 fixiert.
Das Öffnen der Bindung erfolgt durch Entriegeln der Rasterung 10 in ähnlicher Weise wie beider mechanischen Feststellbremse eines Kraftfahrzeugs.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Entriegelung mittels eines Hebels 11am Griff 5 ausgeführt.
Nach dem Entriegeln bewegt die an der Festhalteeinrichtung 6 angebrachte Druckfeder 12 dieFesthalteeinrichtung 6 in die obere Endlage und gibt die Verbindung zum Festhalteriemen 1 frei.Durch konstruktive Maßnahmen, wie einen Gleitrahmen 13, ist sichergestellt, dass in der oberenEndlage der Festhalteeinrichtung 6 mit dem Haken das freie Ende des Festhalteriemens 1 beimAussteigen frei hochgleitet und ein Hochschwenken des Festhalteriemens 1 nicht behindertwird.
Der Festhalteriemen 1 wird beim Aussteigen aus der Bindung in seine obere Position gedreht.
Der Festhalteriemen 1 ist in seiner Gesamtlänge und das Festhalteriemenende in seiner Neigungveränderbar, sodass eine Anpassung an verschiedene Schuhformen und -großen möglich ist.
Der Bereich der Druckfeder 12 und der Gleitführung der Festhalteeinrichtung 6 ist gegen dieGefahr des Vereisens durch konstruktive Maßnahmen, wie z.B. eine Gummitülle, geschützt.
Mit der Erfindung ergeben sich folgende Vorteile der Bindung.
Der Festhalteriemen 1 wird durch das Einsteigen in die Vorrichtung mit dem Schuh selbsttätigzur Schließposition gedreht.
Durch Ziehen am Griff 5, der durch eine Verlängerung 7 nahe zur Hand des aufrecht stehendenSportausübenden liegt, wird der Festhalteriemen 1 in der Schließposition zuerst am freien Endeerfasst und danach festgezogen, bis die gewünschte Spannung im Festhalteriemen 1 erreicht ist.Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, dass die erforderliche Zugkraft am Griff 5 infolgeder Position des Griffs 5 und der Bewegungsrichtung nach oben durch den Sportausübendenleicht aufgebracht werden kann und dass zusätzliche Hebel oder Ratschen zurSpannungserhöhung nicht erforderlich sind.
Das Öffnen der Bindung erfolgt durch einfaches Entriegeln der Rasterung 10 mit dem Hebel .11,wodurch die Rückbewegung des Hakens der Festhalteeinrichtung 6 und die Freigabe desFesthalteriemenendes 1 erfolgt. Die Öffnungsdrehung des Festhalteriemen 1 um das Scharnier 2erfolgt mit dem Heben des Schuhs.
In der bevorzugten Ausführung mit zwei Festhalteriemen 1, einem für den Zehen- und einem fürden Ristbereich, sind die Scharniere 2 der beiden Festhalteriemen 1 in derselben Drehachseangeordnet und haben einem gemeinsamen Bügel 4. Beim Einsteigen werden die gekoppeltenFesthalteriemen 1 gleichzeitig in die Schließpositionen gedreht. Durch Ziehen am Griff 5 werdendie zwei Festhalteriemen 1 von zwei Haken von Festhalteeinrichtungen 6 erfasst und gleichzeitiggespannt. Beim Öffnen werden die zwei Festhalteriemen 1 gleichzeitig mit der Entriegelung 11zur Entspannung und zum Lösen frei gegeben.
Zusammenfassend betrifft die Erfindung in einer möglichen Ausführungsform eine Snowboard-Bindung für Softboots, bei der nach dem Einsteigen in die Bindung durch Ziehen an einemBetätigungsorgan 5,11 die Befestigungsriemen 1 übereine Festhalteeinrichtung 6 erfasst undfestgezogen werden. Das Lösen der Bindung erfolgt durch eine am Betätigungsorgan 5,11ausgelöste Zugentlastung.
Claims (9)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Verbinden von Schuhen, insbesondere Softboots, mit einem Snowboard,umfassend einen Grundrahmen (3), an dem der Schuh mittels wenigstens einemFesthalteriemen (1) festlegbar ist, wobei der Festhalteriemen (1) am Grundrahmen (3)verschwenkbar gelagert ist und einen Bügel (4) trägt, der bei geöffnetem Festhalteriemen (1)überden Grundrahmen (3) ragt, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundrahmen (3) eineFesthalteeinrichtung (6) zum Festlegen des freien Endes des Festhalteriemens (1) amGrundrahmen (3) vorgesehen ist und dass der Festhalteeinrichtung (6) zum Festlegen und Lösendes freien Endes des Festhalteriemens (1) ein Betätigungsorgan (5,11) zugeordnet ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Festhalteeinrichtung (6) durchZug an einem Griff (5) des Betätigungsorgans das freie Ende des Festhalteriemens (1) in derSchließposition erfasst und durch Zugentlastung das freie Ende des Festhalteriemens (1) freigibt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Umlenkung derZugrichtung des Festhalteriemens (1) und der Festhalteeinrichtung (6) zu der Zugrichtung desGriffs (5) ein auf der Vorrichtung befestigten Bowdenzug (8) vorgesehen ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dasBetätigungsorgan (5,11) mittels Verlängerung (7) an einer Position liegt, die Nahe zur Handeines aufrecht stehenden Bedienenden angeordnet ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hebel (11)zum Lösen der Bindung und der Griff (5) als einheitliches Betätigungsorgan ausgebildet sind.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zweiFesthalteeinrichtungen (6) vorgesehen sind, die einem Betätigungsorgan (5,11) zugeordnet sindund dass die freien Enden von zwei Festhalteriemen (1) gleichzeitig festlegbar oder lösbar sind.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zweiFesthalteeinrichtungen (6) vorgesehen sind, die einem Betätigungsorgan (5,11) zugeordnet sindund dass ein Festhalteriemen (1) festlegbar oder lösbar, der zweite Festhalteriemen (1)unlösbar mit der zweiten Festhalteeinrichtungen (6) verbunden ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckfeder (9) dieunterschiedlich langen Wege ausgleicht, den die Festhalteeinrichtungen (6) bis zum Aufbau dergewünschten Spannungen in den Festhalteriemen (1) durchlaufen.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der/dieFesthalteriemen (1) in der Länge und in der Neigung des Endstückes zum Erreichen derSchließposition bei unterschiedlichen Schuhformen individuell einstellbar ist/sind.
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