AT515224A1 - Verfahren zur Herstellung eines Brillengestells - Google Patents

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AT515224A1 ATA918/2014A AT9182014A AT515224A1 AT 515224 A1 AT515224 A1 AT 515224A1 AT 9182014 A AT9182014 A AT 9182014A AT 515224 A1 AT515224 A1 AT 515224A1
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Abstract

Das Verfahren zur Herstellung eines Brillengestells, das aus einem Brillenmittelteil und Brillenbügeln besteht, ist gekennzeichnet durch folgende Schritte: a) Bereitstellen eines Skis oder eines Snowboards aus mehreren miteinander verklebten Schichten; b) Bearbeiten der Unterseite des Skis oder des Snowboards mit einem Fräswerkzeug in einem Bearbeitungsbereich, aus dem das Brillenmittelteil gefertigt wird, zur Herstellung der Innenkontur des Brillenmittel teils; c) Ausschneiden von zwei Aussparungen aus dem Bearbeitungsbereich in Form der in das Brillenmittelteil einzusetzenden Brillengläser; d) Fräsen umlaufender Nuten in den Rand der Aussparungen; e) Ausschneiden des Umfangs des Brillenmittelteils aus dem Bearbeitungsbereich; f) Befestigen zweiter Brillenbügel an dem Brillenmittelteil.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einesBrillengestells, das aus einem Brillenmittelteil undBrillenbügeln besteht. Außerdem betrifft die Erfindung einnach diesem Verfahren hergestelltes Brillengestell.
Es sind zahlreiche Arten von Brillengestellen bekannt, dienach verschiedenen Verfahren hergestellt werden. Einige dieserBrillengestelle haben nur eine geringe Festigkeit undFlexibilität, so dass sie leicht beschädigt werden können.Andere haben nur eine geringe Kältebeständigkeit, oder ihreHerstellung ist mit großen Kosten verbunden.
Der vorliegenden Erfindung liegt dig Aufgabe zugrunde, einBrillengestell anzugeben, das eine hohe Schlag- undTrittfestigkeit hat, das flexibel und dennoch biegefest ist,und dessen Herstellung mit verhältnismäßig geringen Kostenverbunden ist. Neben einer hervorragenden Materialqualitätsoll das Brillengestell auch ein interessantes Design haben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale desPatentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen desVerfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
Das erfindungsgemäße Brillengestell ist durch die Merkmale desAnspruchs 10 gekennzeichnet.
Die Erfindung sieht vor, dass wenigstens das Brillenmittelteilaus einem Ski oder aus einem Snowboard, bzw. aus einem Teilderselben gefertigt wird. Der Ski und das Snowboard bestehenaus mehreren miteinander verklebten Schichten ausunterschiedlichen Materialien. Bevorzugt ist, dass unter eineroberen, mit einem Design versehenen dünnen KunststoffSchichteine Schicht aus einer Aluminiumlegierung liegt, unter dereine erheblich dickere Schicht aus geschäumten Kunststoff oder
Holz liegt. Ein derartiger Aufbau des Verbundwerkstoffs istbevorzugt, jedoch kann der zur Herstellung des Brillengestellsverwendete Ski (bzw. Snowboard) auch einen anderen Aufbauhaben.
Neben der Bereitstellung eines derartigen Skis oder derartigenSnowboards, von dem ein die Größe des herzustellendenBrillenmittelteils übertreffender Teil abgetrennt werden kann,sieht das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren zunächst vor,dass die Unterseite in einem Bearbeitungsbereich, aus dem dasBrillenmittelteil gefertigt werden soll, mit einemFräswerkzeug bearbeitet wird, um die Innenkontur desBrillenmittelteils auszubilden. Da der Ski oder das Snowboarddicker ist als das herzustellende Brillenmittelteil wird dasüberschüssige Material an der Unterseite des Skis (Snowboards)abgetragen. Damit das Brillenmittelteil seine vorbestimmteDicke erhält, muss je nach dem, aus welchem Bereich des Skis(Snowboards) das Brillenmittelteil gefertigt werden soll, eine .entsprechende Materialmenge abgetragen werden.
Hierzu wird der Ski oder das Snowboard bzw. eines Teilsderselben auf einem Werkstücktisch fixiert, was insbesonderedann erforderlich ist, wenn die Fräsarbeiten durch eine CNC-Fräsmaschine ausgeführt werden.
In diesem Bearbeitungsschritt wird nicht nur die Dicke desBereichs, aus dem das Brillenmittelteil gefertigt wird,verringert, sondern es ist mit großem Vorteil vorgesehen, dassbei der Fräsbearbeitung sogenannten Nasenauflagen oder Ansätzehierfür stehen bleiben, mit denen das fertige
Brillenmittelteil an der Nase des Benutzers anliegt. Außerdemwird mit großem Vorteil vorgeschlagen, dass bei demFräsvorgang auch die seitlichen Halterungen zur Aufnahme von
Scharnieren ausgebildet werden bzw. stehen bleiben, mit denendie Brillenbügel an dem Mittelteil angebracht werden.
Anschließend wird das Brillenmittelteil aus demBearbeitungsbereich ausgeschnitten. Dies erfolgt bevorzugt aufdie Weise, dass zunächst zwei Aussparungen aus demBearbeitungsbereich in Form der in das Brillenmittelteileinzusetzenden Brillengläser ausgeschnitten werden. Dieserfolgt wiederum bevorzugt durch ein Fräswerkzeug.
Anschließend werden umlaufende Nuten in den Rand derAussparungen eingefräst, in die nach Fertigstellung desBrillengestells die Brillengläser eingesetzt werden.
Anschließend wird der Umfang des Brillenmittelteils aus demBearbeitungsbereich ausgeschnitten, wiederum bevorzugt durchdas Fräswerkzeug.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die zeitlicheReihenfolge der obigen drei Schritte beschränkt, obwohl dieseReihenfolge besonders vorteilhaft ist, da das
Brillenmittelteil bis zum Ausschneiden seines Umfangs fixiertbleibt. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, zunächst dasBrillenmittelteil an seinem Umfang aus dem Ski (Snowboard)auszuschneiden und dann die Aussparungen für die Brillengläserund die umlaufenden Nuten auszubilden.
In einem weiteren" Schritt können auch die Brillenbügel aus demBearbeitungsbereich, dessen Dicke zuvor auf das gewünschte Maßverringert wurde, ausgeschnitten werden. Diese Brillenbügeloder anderweitig hergestellte Brillenbügel, die beispielsweiseaus Metall bestehen können, werden dann mit Scharnieren an denseitlichen Enden des Brillenmittelteils befestigt.
Der Ski oder das Snowboard, aus dem eine größere Anzahlerfindungsgemäßer Brillengestelle herstellbar sind, sollte zueiner zu dem eigentlichen Zweck unverkäuflichen Ausschusswaregehören, die wegen Produktionsmängel normalerweise vernichtetwird. Dies bedeutet, dass das Material, aus dem daserfindungsgemäße Brillengestell gefertigt wird, besonderspreiswert, wenn nicht gar kostenlos ist. Durch die Verwendungals Brillengestelle wird dieses Abfallmaterial „recycelt",wodurch den Herstellern der Ski (Snowboards) Kosten für dieEntsorgung des Abfallmaterials erspart werden.
Neben diesem nicht unwesentlichen Aspekt ist das verwendeteMaterial im hohen Maße für Brillengestelle geeignet, da es beider nötigen Flexibilität eine hohe Schlag- und Trittfestigkeitsowie Biegefestigkeit hat, so dass die Brille nur schwer zubeschädigen ist. Das Material ist hochgradig wärme- undkältebeständig und ÜV-stabil, wodurch das Brillengestellgerade auch für Skibrillen bestens geeignet ist.
Es kommt hinzu, dass die Deckschicht der Ski- bzw. Snowboardsin aller Regel ein interessantes dem Zeitgeschmackentsprechendes Design hat, was ebenfalls ein für eine Brillewesentliches Merkmal ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend mit Bezugauf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigen:
Figur 1 eine Aufsicht auf einen Ski, aus dem siebenBrillengestelle gefertigt werden können;
Figur 2 eine Aufsicht auf ein Stück eines Skis zurHerstellung eines Brillengestells;
Figur 3 die ausgeschnittenen Teile des Brillengestells gemäßFigur 2 und
Figur 4 das zusammengesetzte Brillengestell.
Figur 1 zeigt eine Aufsicht auf einen Ski 1, auf dem dieKonturen von sieben Brillenmittelteilen 2 mit den zugehörigenBrillenbügeln 3 abgebildet sind, die nach demerfindungsgemäßen Herstellungsverfahren aus dem Skiherstellbar sind.
Figur 2 zeigt einen Abschnitt 4 des Skis, der abgetrennt'werden kann, um ein Brillengestell 2, 3 zu fertigen. DerSkiabschnitt 4 enthält Bohrungen 5 (von denen nur zweidargestellt sind), die dazu dienen, um den Skiabschnitt aufeinem Werkzeugtisch zur Bearbeitung zu fixieren. DieseBefestigung kann auch auf andere geeignete Weise erfolgen.
Der Skiabschnitt 4 enthält einen Bearbeitungsbereich 6, an demvon der Unterseite des Skis Material der unteren Schichtabgetragen wird, so dass die verbleibende Schicht die für dasBrillengestell vorgesehene Dicke hat. Dieser Fräsvorgangerfolgt bevorzugt mit einer CNC-Fräsmaschine. Dabei bleibenAnsätze 7 für Nasenauflagen 8 (Figur 4), die später in dieAnsätze 7 eingesteckt werden, sowie Halterungen 9 an denoberen seitlichen Rändern des herzustellendenBrillenmittelteils 2 in einer vorbestimmten Form stehen. Dieübrigen Bereiche haben bevorzugt eine ebene Fläche.
An den in die Halterungen 9 einzusteckenden Enden derBrillenbügel 3 sind bei dem Fräsvorgang entsprechend geformteAnsätze 10 ausgebildet.
Wenn auf diese Weise die Innenkontur des herzustellendenBrillengestells in die Unterseite des Skiabschnitts 4eingefräst ist, werden zunächst die Aussparungen 11 entlangder Ränder 12 ausgeschnitten, woraufhin in die Ränder 12 umlaufende Nuten eingefräst werden, in die nicht dargestelltenBrillengläser eingesetzt werden. Anschließend wird dasBrillenmittelteil 2 entlang seiner Außenkontur 13 aus demBearbeitungsbereich'6 ausgeschnitten.
Als letztes werden die Brillenbügel 3 entlang ihrerAußenkontur aus dem Bearbeitungsbereich 6 ausgeschnitten undmit ihren Ansätzen 10 in die Halterungen 9 desBrillenmittelteils 2 eingesetzt, womit das in Figur 4dargestellte Brillengestell komplett ist.

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung eines Brillengestells, das auseinem Brillenmittelteil und Brillenbügeln besteht,gekennzeichnet durch folgende Schritte: a) Bereitstellen eines Skis (1) oder eines Snowboardsaus mehreren miteinander verklebten Schichten; b) Bearbeiten der Unterseite des Skis (1) oder desSnowboards mit einem Fräswerkzeug in einemBearbeitungsbereich (6), aus dem das Brillenmittelteil (2) gefertigt wird, zur Herstellungder Innenkontur des Brillenmittelteils (2); c) Ausschneiden von zwei Aussparungen (11) aus demBearbeitungsbereich (6) in Form der in dasBrillenmittelteil (2) einzusetzenden Brillengläser; d) Fräsen umlaufender Nuten in den Rand der Aussparungen dl); e) Ausschneiden des Umfangs (13) des Brillenmittelteils(2) aus dem Bearbeitungsbereich (6); f) Befestigen zweiter Brillenbügel (3) an demBrillenmittelteil (2).
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Schritt a) umfasst:Abtrennen eines Teils (4) des Skis (1) oder desSnowboards, aus dem wenigstens ein Brillenmittelteil (2)gefertigt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei Schritt a)umfasst: Fixieren des Skis (1) oder des Snowboards bzw. eines Teils(4) derselben auf einem Werkstücktisch.
  4. 4. Verfahren den Ansprüchen 1 bis 3, wobei Schritt b)umfasst: Verringerung der Dicke des Bearbeitungsbereichs (6).
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei Schritt b) umfasst:Ausbilden von Vorsprüngen (7) für Nasenauflagen (8), ..
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, wobei Schritt b)umfasst: Ausbilden von Halterungen (9) für Scharniere zurBefestigung der Brillenbügel (3).
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, wobei die Schritte c) und e) durch ein Fräswerkzeugausgeführt werden.
  8. 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7,dadurch gekennzeichnet, dass nach den Schritten a) und b) Brillenbügel (3) durchein Fräswerkzeug ausgeschnitten werden.
  9. 9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8,dadurch gekennzeichnet, dass die Fräsarbeiten durch eine CNC-Fräsmaschineausgeführt werden.
  10. 10. Brillengestell,dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens das Brillenmittelteil (2) aus einem Ski(1) oder einem Snowboard bzw. einem Teil (4) davonhergestellt ist.
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