AT515250A1 - Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut mit einer an einen Einlass für das Nassgut angeschlossenen Pressschnecke (2) beschrieben, deren Welle einen das Schneckengehäuse (7) fortsetzenden Siebkorb (12) durchsetzt, an den eine in einen Gutaustrag (21) mündende Staueinrichtung (17) für den entwässerten Gutstrang anschließt. Um vorteilhafte Konstruktionsbedingungen zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass die im Bereich des Siebkorbs (12) hohle Schneckenwelle (3) eine Siebtrommel (23) bildet.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut mit einer an einen Einlass für das Nassgut angeschlossenen Pressschnecke, deren Welle einen das Schneckengehäuse fortsetzenden Siebkorb durchsetzt, an den eine in einen Gutaustrag mündende Staueinrichtung für den entwässerten Gutstrang anschließt.
Zum Entwässern von Siebgütern, beispielsweise aus der Abwasserbehandlung, der Behandlung von Produktionsabfällen oder aus Kunststoffabfällen, ist es bekannt, Schneckenpressen einzusetzen, bei denen das zu entwässernde Nassgut mit Hilfe einer Pressschnecke in einen das Schneckengehäuse fortsetzenden Siebkorb gedrückt wird, an dessen Ausgang eine Staueinrichtung für den entwässerten Gutstrang angeschlossen ist. Durch diese Staueinrichtung ergibt sich ein entsprechender Förderwiderstand, sodass über die Pressschnecke innerhalb des von der Schneckenwelle durchsetzten Siebkorbs ein Pressdruck auf das Nassgut mit der Wirkung ausgeübt werden kann, dass die am Nassgut anhaftende Flüssigkeit über den Siebkorb nach außen abgeführt wird. Der entwässerte Gutstrang wird dann über einen an die Staueinrichtung anschließenden Gutaustrag in einen Sammelbehälter abgeworfen. Nachteilig bei diesen bekannten Schneckenpressen ist vor allem, dass für die Entwässerung ein erheblicher Energieeinsatz erforderlich ist, um den erforderlichen Pressdruck innerhalb des Siebkorbs aufbauen zu können. Trotz der Anwendung vergleichsweise hoher Pressdrücke innerhalb des Siebkorbs bleibt der Grad der Entwässerung jedoch unbefriedigend.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut so auszugestalten, dass mit einem vergleichsweise niedrigen Energieeinsatz ein hoher Entwässerungsgrad verwirklicht werden kann.
Ausgehend von einer Schneckenpresse der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die im Bereich des Siebkorbs hohle Schneckenwelle eine Siebtrommel bildet.
Durch diese Maßnahme wird in einfacher Weise eine Entwässerung des Gutstrangs nicht nur durch den Siebkorb radial nach außen, sondern auch innerhalb des Siebkorbs durch die Siebtrommel der hohlen Schneckenwelle radial nach innen sichergestellt, wodurch die Entwässerungsleistung erheblich verbessert wird, weil der durchschnittliche Weg, den die Flüssigkeit durch den gepressten Gutstrang nehmen muss, verkürzt wird. Ausgehend von einem mittleren Bereich des zwischen dem äußeren Siebkorb und der inneren Siebtrommel unter einem Pressdruck geführten, hohlzylindrischen Gutstrangs wird ja die Flüssigkeit einerseits radial nach außen und anderseits radial nach innen verdrängt. Es kann daher trotz eines geringeren Pressdrucks und damit eines vergleichsweise geringen Energiebedarfs ein erhöhter Entwässerungsgrad erreicht werden.
Um die Entwässerung des eingesetzten Nassguts zu verbessern, kann dem Siebkorb eine Entwässerungskammer mit einem das Schneckengehäuse bis zum Siebkorb verlängernden Siebmantel vorgeordnet sein, wobei die in die Entwässerungskammer mündende Pressschnecke zwischen der Entwässerungskammer und dem Siebkorb einen gesonderten Förderabschnitt aufweist. Die dadurch ermöglichte Vorentwässerung in der dem Siebkorb vorgelagerten Entwässerungskammer kann mit einem geringeren Pressdruck vorgenommen werden, weil über den gesonderten Förderabschnitt der Pressschnecke im Übergangsbereich zum Siebkorb auf das vorentwässerte Nassgut im Siebkorbbereich in Verbindung mit der Staueinrichtung ein erhöhter Druck aufgebaut werden kann. Diese Erhöhung des Pressdrucks im Bereich des Siebkorbs kann zusätzlich dadurch unterstützt werden, dass der ge sonderte Förderabschnitt der Pressschnecke ein Auslaufende mit einer verringerten Steigung aufweist.
Die durch die Siebtrommel radial nach innen ausgepresste Flüssigkeit kann in einfacher Weise durch die hohle Schneckenwelle abgeführt werden. Besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse ergeben sich in diesem Zusammenhang, wenn die hohle Schneckenwelle ein sich über die Länge der Siebtrommel und der Staueinrichtung erstreckendes, koaxiales Ableitrohr unter Freilassung eines Ringspalts aufnimmt, der im Bereich des der Staueinrichtung zugekehrten Endes mit dem Strömungsrohr in Strömungsverbindung steht, im Bereich des gegenüberliegenden Endes jedoch stirnseitig geschlossen ist. Zufolge dieser Maßnahmen wird die durch die Siebtrommel aus dem Gutstrang abgeschiedene Flüssigkeit im Ringspalt zwischen der hohlen Schneckenwelle und dem Ableitrohr durch den Bereich der Staueinrichtung geführt, bevor sie in das Ableitrohr gelangt und durch das Ableitrohr in die hohle Schneckenwelle strömt, über die die Flüssigkeit dann im Bereich des Wellenendes abgeführt wird. Durch diese Flüssigkeitsführung wird die Schneckenwelle im Bereich der Staueinrichtung gekühlt, sodass die Wärmebelastung der Schneckenwelle in diesem an die Siebtrommel anschließenden Staubereich beschränkt bleibt. Durch den Pressdruck und die dadurch bedingte Reibung zwischen dem Gutstrang und der Schneckenwelle können sich sonst erhebliche Wärmebelastungen für die Schneckenwelle ergeben.
Wird die Pressschnecke mehrgängig ausgebildet, so kann die Gutförderung durch die Pressschnecke und damit der Pressdruck gleichmäßiger gestaltet werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut in einem schematischen Längsschnitt,
Fig. 2 diese Schneckenpresse in einem Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 in einem größeren Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 1 ebenfalls in einem größeren Maßstab und
Fig. 4 die Pressschnecke im Bereich des Ablaufendes des Förderabschnitts zwischen der Entwässerungskammer und dem Siebkorb in einer vergrößerten Seitenansicht.
Die dargestellte Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut weist ein Gestell 1 auf, das eine Pressschnecke 2 aufnimmt. Die hohle Schneckenwelle 3 ist über endseitige Lagerstellen 4 und 5 im Gestell 1 drehbar gehalten und wird über einen Getriebemotor 6 angetrieben, der am Gestell 1 angeflanscht ist. Die Pressschnecke 2 ist in einem Schneckengehäuse 7 angeordnet, das auf der Zulaufseite der Pressschnecke 2 an einen Fülltrichter 8 angeschlossen ist. Die Pressschnecke 2, die mit zwei Schneckengängen 9 versehen ist, mündet zunächst in einer Entwässerungskammer 10, die einen das Schneckengehäuse 7 fortsetzenden Siebmantel 11 aufweist. An diese Entwässerungskammer 10 schließlich sich in Verlängerung des Siebmantels 11 ein Siebkorb 12 an, wobei im Übergangsbereich von der Entwässerungskammer 10 zu der im Bereich des Siebkorbs 12 gebildeten Siebkammer 13 ein gesonderter Förderabschnitt 14 der Pressschnecke 2 vorgesehen ist. Sowohl der Siebmantel 11 der Entwässerungskammer 10 als auch der Siebkorb 12 der Siebkammer 13 sind oberhalb einer Auffangwanne 15 für die Entwässerungsflüssigkeit vorgesehen, die über einen Ablauf 16 aus der Auffangwanne 15 abfließt.
An die Siebkammer 13 schließt sich in Förderrichtung eine Staueinrichtung 17 für den entwässerten Gutstrang an. Diese Staueinrichtung 17 weist zwei einander bezüglich der Schneckenwelle 3 gegenüberliegende Gehäuseschalen 18 auf, die gemäß der Fig. 1 am Gestell 1 im Bereich des Siebkorbs 12 über parallele Anlenkachsen 19 angelenkt sind und einander längsseitig überlappen, wie dies der Fig. 2 entnommen werden kann. Die Gehäuseschalen 18 werden über Stelltriebe 20, im Ausführungsbeispiel über Balgzylinder, federnd beaufschlagt, sodass sich zwischen den Gehäuseschalen 18 und der Schneckenwelle 3 ein sich in Förderrichtung des Gutstrangs verjüngender Ringraum ergibt. Der dadurch bedingte Förderwiderstand erlaubt im Bereich der Siebkammer 13 einen entsprechenden Druckaufbau zur
Entwässerung des Gutstrangs. Die Staueinrichtung 17 mündet in einen Gutaustrag 21, über den das getrocknete Gut abgeworfen wird. Zur besseren Austragung des getrockneten Gutstrangs ist die Schneckenwelle 3 im Bereich des Gutaustrags 21 mit Mitnehmerflügeln 22 versehen, die den aus der Staueinrichtung 17 austretenden, noch gepressten Gutstrang auflockern.
Zum Unterschied zu herkömmlichen Schneckenpressen bildet die hohle Schneckenwelle 3 im Bereich der Siebkammer 13 eine Siebtrommel 23, über die Flüssigkeit aus dem Nassgut auch radial nach innen abgeführt werden kann, was die Entwässerung des Nassguts erheblich verbessert. Die über die Siebtrommel 23 radial einwärts abfließende Flüssigkeit aus dem zu entwässernden Gutstrang gelangt in einen Ringraum 24 zwischen der hohlen Schneckenwelle 3 und einem koaxial in die Schneckenwelle 3 eingesetzten Ableitrohr 25. Der Ringraum 24 ist auf der Seite der Siebtrommel 23 geschlossen und steht im Bereich des gegenüberliegenden, der Lagerstelle 5 zugeordneten Endes über Durchtrittsöffnungen 26 mit dem Inneren des Ableitrohrs 25 in Strömungsverbindung, sodass die über das Trommelsieb 23 abgeführte Flüssigkeit zunächst durch den Ringraum 24 fließt, bevor sie durch das Ableitrohr 25 zurück in die hohle Schneckenwelle 3 strömen kann, aus der sie endseitig über eine Auslassöffnung 27 in die Auffangwanne 15 bzw. den Ablauf 16 abfließt. Die durch die Siebtrommel 23 ausgetragene Flüssigkeit kann somit in vorteilhafter Weise zur Kühlung der Schneckenwelle 3 im Bereich der Staueinrichtung 17 genützt werden.
Wie der Fig. 4 entnommen werden kann, sind die Schneckengänge 9 des Förderabschnitts 14 der Pressschnecke 2 mit einem Auslaufende 28 versehen, das eine geringere Steigung als der übrige Teil der Schneckengänge 9 aufweist, wodurch der Druckaufbau innerhalb des Gutstrangs im Bereich der Siebkammer 13 verbessert wird. Die axiale Förderung des Gutstrangs wird durch achsparallele Förderleisten 29 unterstützt, die sowohl auf der Innenseite des Siebmantels 11 der Entwässerungskammer 10 als auch auf der Innenseite des Siebkorbs 12 vorgesehen sind.
Claims (5)
- Patentanwälte Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich Spittelwiese 4, 4020 Linz (39053) II Patentansprüche 1. Schneckenpresse zum Entwässern von Nassgut mit einer an einen Einlass für das Nassgut angeschlossenen Pressschnecke (2), deren Welle einen das Schneckengehäuse (7) fortsetzenden Siebkorb (12) durchsetzt, an den eine in einen Gutaustrag (21) mündende Staueinrichtung (17) für den entwässerten Gutstrang anschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die im Bereich des Siebkorbs (12) hohle Schneckenwelle (3) eine Siebtrommel (23) bildet.
- 2. Schneckenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Siebkorb (12) eine Entwässerungskammer (10) mit einem das Schneckengehäuse (7) bis zum Siebkorb (12) verlängernden Siebmantel (11) vorgeordnet ist und dass die in die Entwässerungskammer (10) mündende Pressschnecke (2) zwischen der Entwässerungskammer (10) und dem Siebkorb (12) einen gesonderten Förderabschnitt (14) aufweist.
- 3. Schneckenpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der gesonderte Förderabschnitt (14) der Pressschnecke (2) ein Auslaufende (28) mit einer verringerten Steigung aufweist.
- 4. Schneckenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hohle Schneckenwelle (3) ein sich über die Länge der Siebtrommel (23) und der Staueinrichtung (17) erstreckendes, koaxiales Ableitrohr (25) unter Freilassung eines Ringspalts aufnimmt, der im Bereich des der Staueinrichtung (17) zugekehrten Endes mit dem Strömungsrohr in Strömungsverbindung steht, im Bereich des gegenüberliegenden Endes jedoch stirnseitig geschlossen ist.
- 5. Schneckenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressschnecke (2) mehrgängig ausgebildet ist. Linz, am 13. Januar 2014 ABZ Zierler Ges.m.b.H. & Co. KG durch: /Dl Helmut Hübscher/ (elektronisch signiert)
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