AT515265B1 - Schubladenausziehführung - Google Patents
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Abstract
Anordnung mit einer Schubladenausziehführung (10) und mit einer eine Frontblende (23) aufweisenden Schublade (21), umfassend: - eine an einem Möbelkorpus (20) zu befestigende Korpusschiene (11), - eine an der Schublade (21) zu befestigende Ladenschiene (12), welche relativ zur Korpusschiene (11) zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verschiebbar gelagert ist, wobei an der Schubladenausziehführung (10), vorzugsweise an der Korpusschiene (11), eine Einstellvorrichtung (1) mit einem linear verschiebbaren Stößel (6) angeordnet ist, welcher in einer Schließstellung der Schublade (21) die Frontblende (23) kontaktiert und durch welchen die Lage der Schließstellung der Ladenschiene (12) relativ zur Korpusschiene (11) einstellbar ist.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mit einer Schubladenausziehführung und mit einer eine Frontblende aufweisenden Schublade, umfassend: [0002] - eine an einem Möbelkorpus zu befestigende Korpusschiene, [0003] - eine an der Schublade zu befestigende Ladenschiene, welche relativ zur Korpusschiene zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verschiebbar gelagert ist.
[0004] Derartige Einstellvorrichtungen für Schubladenausziehführungen sind bereits Stand der Technik und werden beispielsweise in der Schrift WO 2008/131466 A1 genannt. Einstellvorrichtungen der anfangs genannten Art erfüllen mehrere Zwecke. Zum einen dienen sie als Anschlag für eine Frontblende oder auch eine Türe für ein Möbel; weiters weisen diese Federelemente auf, um beispielsweise in der Schließstellung der Schublade bzw. der Türe ein Abdämpfen der Schließbewegung zu ermöglichen. Weiters wird z.B. zur Erhöhung des Bedienkomforts ein Möbel häufig mit Ausstoßvorrichtungen versehen, durch die das bewegbare Möbelteil aus seiner geschlossenen Endlage/Schließstellung im oder am Möbelkorpus ausgestoßen werden kann. Besonders bei grifflosen, bewegbaren Möbelteilen sind diese Ausstoßvorrichtungen häufig derart ausgebildet, dass sie durch ein Überdrücken des bewegbaren Möbelteils, wie z.B. einer Schublade, über die Schließstellung hinaus auslösbar sind und automatisch in Richtung Offenstellung verfahren. Für diese Auslösung ist ein gewisses Spiel des bewegbaren Möbelteils in seiner Schließstellung zuzulassen, was durch ein Federelement, welches sich in der Einstellvorrichtung befindet, herstellbar ist. Oftmals werden diese Einstellvorrichtungen direkt am Möbelkorpus oder am bewegbaren Möbelteil fixiert. Dies beinhaltet jedoch weitere Arbeitsschritte bei der Montage des Möbels, welche eingespart werden könnten, wenn die Einstellvorrichtung sich direkt an der Schubladenausziehführung befinden würde.
[0005] Die Einstellvorrichtung bildet einen einstellbaren Anschlag für das bewegbare Möbelteil, z.B. einer Schublade, wobei der Anschlag durch eine Feder vorgespannt ist. Wird bei der vorgezeigten Einstellvorrichtung aus dem bekanntgegebenen Stand der Technik der Anschlag nach Innen oder nach Außen verstellt, verstellt man gleichzeitig die Federkraft des darin befindlichen Federelements. Mit anderen Worten: Je weiter der Anschlag nach Innen gedreht wird, umso höher wird auch die Federkraft des dahinter befindlichen Federelements. Je weiter der Anschlag nach Außen gedreht wird, umso geringer wird die Federkraft. Wird an einem Möbelkorpus, welcher eine Schublade beinhaltet, an der linken und an der rechten Seite eine Einstellvorrichtung befestigt, so müssen nach dem Einbau beide Anschläge auf die Lage der Schließstellung der Schublade eingestellt werden. Wird nun die Einstellvorrichtung auf der rechten Seite z.B. weiter in Richtung des Möbelkorpus hineingedreht als die auf der gegenüberliegenden Seite, so ist die Federvorspannung auf der rechten Seite höher als auf der gegenüberliegenden, linken Seite. Dies könnte ein ungleichmäßiges Fugenbild zwischen einzelnen Schubladen hervorrufen, oder ein ungleichmäßiges Spaltmaß zwischen der Schublade und dem Möbelkorpus. Weiters könnten die unterschiedlichen Federkräfte aufgrund der Verspannungen in der Schublade längerfristig gesehen auch zu Beschädigungen führen.
[0006] Aus der EP 1690472A2 ist eine weitere Schubladenführung bekannt, welche eine Verstelleinrichtung zur Verstellung des Frontspaltes zeigt. Diese Verstelleinrichtung verstellt die relativ zueinander verfahrbaren Bauteile der Schubladenführung, indem sie zwischen einem frontblendenfesten Teil und einem korpusfesten Teil angeordnet ist.
[0007] In der EP2745735A1 hingegen wird die Anschlagposition der Bewegungsschiene gegenüber der Korpusschiene durch Kontaktieren der Bauteile der Führungseinheit bestimmt, nicht aber durch Kontaktieren mit der Frontblende.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es die vorher beschriebenen Nachteile zu vermeiden und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Anordnung mit einer Schubladenausziehfüh-rung und mit einer eine Frontblende aufweisenden Schublade anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an der Schubladenauszieh- führung, vorzugsweise an der Korpusschiene, eine Einstellvorrichtung mit einem linear verschiebbaren Stößel angeordnet ist, welcher in einer Schließstellung der Schublade die Frontblende kontaktiert und durch welchen die Lage der Schließstellung der Ladenschiene relativ zur Korpusschiene einstellbar ist.
[0010] Es sollte möglich sein, die Lage der Schließstellung eines beweglichen Möbelteils, wie z.B. einer Schublade, einstellen zu können, ohne dabei die Vorspannung des Federelementes in der Einstellvorrichtung zu verändern. Weiters sollten Arbeitsschritte, wie ein zusätzliches Anbohren des Möbelkorpus oder Setzen von Befestigungspunkten am Möbelkorpus, erspart werden, indem die Einstellvorrichtung direkt am Schienensystem der Schubladenausziehfüh-rung befestigt wird. Ein Anschlag für ein bewegliches Möbelteil ist bereits nach dem Einbau der dafür notwendigen Führungen bereits ohne weitere Arbeitsschritte vorhanden und nach der Einstellung betriebsbereit.
[0011] Werden beispielsweise für ein bewegliches Möbelteil zumindest zwei Einstellvorrichtungen verwendet, so sollte die Federkraft der Federelemente in jeder Einstellvorrichtung gleich hoch sein. Lediglich die Position des Anschlags sollte verändert werden - nicht die Federkraft.
[0012] Wenn die Einstellvorrichtung an einem Adapter angeordnet ist, wobei der Adapter, vorzugsweise über zumindest eine lösbare Befestigungseinrichtung mit der Korpusschiene verbunden ist, dann ist die Einstellvorrichtung für das bewegliche Möbelteil bereits nach dem Einbau der Schubladenausziehführung ohne weitere Arbeitsschritte vorhanden und nach der Einstellung betriebsbereit. Bei bereits bestehenden Schubladensystemen kann die Einstellvorrichtung über den Adapter am Schienensystem nachgerüstet werden, da der dafür vorgesehene Adapter Befestigungsvorrichtungen aufweist, die am Schienensystem anbaubar sind.
[0013] Werden beispielsweise für ein bewegliches Möbelteil zumindest zwei Einstellvorrichtungen verwendet, so ist die Federkraft der Federelemente in jeder Einstellvorrichtung gleich hoch. Lediglich die Position des Anschlags wird verändert - nicht die Federkraft. In anderen Worten hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass die Federkraft des Federelements am unbelasteten Stößel unabhängig von der Einstellung zwischen Hülse und Grundkörper ist.
[0014] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele im Folgenden näher erläutert.
[0016] Darin zeigen: [0017] Fig. 1: Zeichnung einer Schubladenausziehführung befestigt an einem Mö belkorpus, [0018] Fig. 2: Detailzeichnung der in Figur 1 gezeigten Schubladenausziehführung - vorderer Schubladenbereich [0019] Fig. 3a/3b: Zeichnung der Unteransicht einer eingebauten Schubladenauszieh- führung, mit einer Einstellvorrichtung - Vergleich vor und nach der Einstellung [0020] Fig. 4: Explosionszeichnung; Einstellvorrichtung auf Adapter [0021] Fig. 5: Explosionszeichnung; Einstellvorrichtung detailliert [0022] Fig. 6a bis 6c: Zeichnung der Schubladenausziehführung in drei verschiedenen
Einstellpositionen [0023] Fig. 7a/7b: Schnittzeichnung der Schubladenausziehführung; unbelasteter bzw. belasteter Zustand des Stößels.
[0024] Figur 1 zeigt eine Schubladenausziehführung 10, beinhaltend einer Korpusschiene 11 und einer Ladenschiene 12. Die Schubladenausziehführung 10 ist durch einen an der Korpusschiene befindlichen Befestigungsbereich, welcher in der Figur 1 nicht ersichtlich ist, am Möbelkorpus 20 befestigt. Am vorderen Bereich der Schubladenausziehführung 10 ist im fertig zusammengebauten Zustand des Möbels eine Frontblende 23 angebracht, welche zur besseren Veranschaulichung in der Figur 1 weggelassen worden ist. An der Korpusschiene 11 befindet sich der Adapter 13, auf welchem die Einstellvorrichtung 1 positioniert ist.
[0025] Die Figur 2 zeigt einen detaillierten Abschnitt, der in Figur 1 dargestellten Schubladenausziehführung 10. Die Einstellvorrichtung 1 sitzt auf dem Adapter 13, welcher wiederum mit der Korpusschiene 11 der Schubladenausziehführung 10 verbunden ist. Die Einstellvorrichtung 1 umfasst einen Grundkörper 3, welcher den Stößel 6 beinhaltet. Der Stößel 6, welcher durch einen längsgestreckten Rundkörper ausgebildet wird, ist verdrehbar um die Drehachse Z im Grundkörper 3 gelagert.
[0026] Figur 3a zeigt eine Anordnung aus einer Schublade 21, einem Möbelkorpus 20, einer Frontblende 23 und einer Einstellvorrichtung 1. Die Einstellvorrichtung 1 sitzt auf einer Adapterplatte 13, welche durch zumindest eine Befestigungsvorrichtung 14 mit der Korpusschiene 11 verbunden ist. Die Frontblende 23 der Schublade 21 befindet sich in der Schließstellung. Die Schließstellung ist definiert durch den Anschlag, welcher durch die Stirnseite des Stößels 6 ausgebildet ist. Mit anderen Worten weist die Einstellvorrichtung 1 einen einstellbaren Anschlag auf, welcher vorzugsweise durch mindestens ein Federelement 5 beaufschlagt wird. Durch diesen einstellbaren Anschlag ist die Lage der Schließstellung des beweglichen Möbelteils, beispielsweise einer Schublade 21, definiert. In der Figur 3a ist erkennbar, dass der Abstand zwischen der Frontblende 23 und der Vorderkante des Adapters 13 den Abstand X erzeugt. Betrachtet man die Vorderkante der Frontblende 23 in Relation zur Vorderkante des Möbelkorpus 20, ist erkennbar, dass die Frontblende über den Möbelkorpus hinausragt.
[0027] Figur 3b zeigt, wie die Frontblende 23 in Relation zum Möbelkorpus 20 eingestellt worden ist. Der Abstand zwischen der Frontblende 23 und der Adapterplatte 13 mit dem Abstand X1 ist nun kleiner als der Abstand X, welcher in der Figur 3a dargestellt wurde. Dies wurde erreicht, indem die Schublade 21 eine Frontblende 23 aufweist, bei der Stößel 6 der Einstellvorrichtung 1 stirnseitig einen Anschlag ausbildet, der in der Schließstellung der Ladenschiene 12 an der Rückseite der Frontblende 23 anliegt, wobei die Schließstellung der Schublade 21 relativ zum Möbelkorpus 20 durch Drehen des Stößels 6 einstellbar ist.
[0028] Figur 4 zeigt den Adapter 13, wobei der Adapter 13 vorzugsweise zumindest eine lösbare Befestigungseinrichtung 14 aufweist, mit welcher der Adapter 13 mit der Korpusschiene 11 verbindbar ist. Dies kann beispielsweise über Schraub- oder Steckverbindungen oder Nut und Feder realisiert werden. Am Adapter 13 befindet sich der Grundkörper 3. Dieser Grundkörper 3 beinhaltet ein Gewinde 8, welches mit dem Gewinde der Hülse 4 korrespondiert. In der Hülse 4 wird das Federelement 5 eingelegt. Durch das Einstecken des Stößels 6 in die Hülse 4, wird die Feder durch die Ausformung von der Hülse 4 bzw. des Stößels 6 vorgespannt. Am Stößel 6 ist stirnseitig eine Aufnahme 9, vorzugsweise einen Schlitz oder ein Kreuz, für ein Werkzeug ausbildet.
[0029] Figur 5 zeigt eine detaillierte Explosionszeichnung der Einstellvorrichtung 1. Diese besteht aus dem Grundkörper 3, welcher das Gewinde 8 beinhaltet und der Hülse 4 mit dem korrespondierenden Gegengewinde 8, welche in weiterer Folge in den Grundkörper 3 geschraubt wird. Im Inneren der Hülse befinden sich Verdrehsicherungen 15a, in diesem Fall als Nuten ausgeführt. In diese Nuten passen die Verdrehsicherungen 15b des Stößels 6. Durch das Zusammenwirken der Verdrehsicherungen 15a, 15b ist gewährleistet, dass der Stößel 6 verdrehsicher in der Hülse 4 entlang seiner Drehachse Z axial bewegbar gelagert ist. Die Begrenzungsvorrichtungen 16 verhindern im eingebauten Zustand des Stößels 6 in der Hülse 4, dass der Stößel 6 aus der Hülse 4 herausrutschen kann.
[0030] Figur 6a zeigt eine Einstellvorrichtung 1 im maximal nach außen eingestellten Zustand. An der Aufnahme 9 des Stößels 6 kann mittels geeigneten Werkzeugs, wie z.B. einem Schraubenzieher oder einem Inbusschlüssel, der Stößel 6 um die Drehachse Z gedreht werden. Als Alternative ist es auch möglich, dass der Stößel 6 an seinem Mantel zumindest einen Vorsprung oder eine Riffelung zur werkzeuglosen Verdrehung von Hand aufweist. Erkennbar ist, dass die Federaufnahme 7, welche am rückseitigen Boden der Hülse 4 aufliegt, das Federelement 5 in Position hält. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt der Stößel 6, welcher in der Einstellvorrichtung 1 linear verschiebbar ist. Zu sehen ist auch hier, dass durch das zumindest eine zwischen dem Stößel 6 und der Hülse 4 befindliche Federelement 5 der Stößel 6 entlang der Drehachse Z vorgespannt ist und zumindest teilweise aus der Hülse 4 und dem Grundkörper 3 herausragt. Ein Herausrutschen des Stößels 6 aus der Hülse 4, welches durch das Federelement 5 verursacht werden könnte, wird durch die zumindest eine Begrenzungsvorrichtung 16 verhindert. Diese kann beispielsweise, wie in der Figur 6a dargestellt oder auch in der Figur 5 ersichtlich, als Schnappvorrichtung ausgebildet sein. Schnappvorrichtungen haben den Vorteil, dass diese den Zusammenbau der Einstellvorrichtung 1 wesentlich erleichtern. Die in Figur 6a dargestellte Schnappvorrichtung, als Haken auf dem Stößel 6 ausgebildet, greift in eine korrespondierende Fläche an der Hülse 4 ein und verhindert somit ein vollständiges Entlasten des Federelementes 5. Somit bleibt der Stößel 6 permanent durch das Federelement 5 vorgespannt.
[0031] Figur 6b zeigt die Einstellvorrichtung 1 in einer Schnittdarstellung, wobei diese in einen Zwischenbereich verstellt worden ist. Durch Drehen um die Drehachse Z - entweder durch ein Werkzeug oder von Hand - wird die Hülse 4 über das Gewinde 8 in den Grundkörper 3 hineingeschraubt. Die in Figur 6b nicht sichtbaren, aber in Figur 5 gezeigten Verdrehsicherungen 15 verhindern, dass der Stößel 6 sich in der Hülse 4 drehen kann. Somit wird jede Drehbewegung, welche am Stößel 6 ausgeübt wird, auf die Hülse 4 übertragen. Der Abstand zwischen der Federaufnahme 7 und dem Stößel 6 wird dabei nicht verändert. Somit bleibt auch die Federkraft des Federelementes 5 beim Verstellen des Stößels 6 in Relation zum Grundkörper 3 konstant. In anderen Worten: Die Einstellvorrichtung 1 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft des Federelements 5 am unbelasteten Stößel 6 unabhängig von der Einstellung zwischen Hülse 4 und Grundkörper 3 ist.
[0032] Figur 6c zeigt die Einstellvorrichtung 1, welche nun maximal nach innen geschraubt worden ist. Die Hülse 4 liegt nun stirnseitig Plan mit der Stirnseite des Grundkörpers 3 auf. Nur der Stößel 6 ragt aus der Anordnung der Einzelteile der Einstellvorrichtung 1 heraus. Vergleicht man nun die untereinander liegenden Darstellungen der Figur 6a, 6b und 6c kann man den Verstellbereich Y erkennen. Der Verstellbereich Y ermöglicht eine Tiefenverstellung einer Schublade 21 in einem Möbelkorpus 20. So ist es möglich, Schubladen 21, die in Relation zueinander bzw. in Relation zu einem Möbelkorpus 20 stehen, auszurichten. Um diese Tiefenverstellung der Schubladen 21 vornehmen zu können, muss die Schublade 21 geöffnet werden, worauf an der Unterseite der Schublade 21 die Einstellvorrichtung 1 zugänglich gemacht wird. Durch die Verstellung von Hand oder durch ein Werkzeug, wird der Abstand X1 oder in anderen Worten die Lage der Schließstellung, wie in Figur 3b ersichtlich, eingestellt. Die Verstellung erfolgt dabei von vorne, in einem leicht zugänglichen Bereich am Möbelkorpus 20. Für eine Justierung muss die Schublade 21 nicht ausgebaut werden.
[0033] Figur 7a zeigt eine Einstellvorrichtung 1, wobei die Stirnseite des Stößels 6 nun Plan mit der Stirnseite der Hülse 4 auffliegt. Dies stellt die maximale Einfedertiefe des Federelements 5 dar, wenn z.B. die Frontblende 23 gegen den Anschlag des Stößels 6 gedrückt wird und der Druck die Federkraft des Federelements 5 übersteigt.
[0034] Figur 7b zeigt eine Anordnung aus Federelement 5 und Stößel 6 im unbelasteten Zustand. Keine Einflüsse von Außen, wie beispielsweise durch die Frontblende 23 einer Schublade 21, wirken auf die Einstellvorrichtung 1 ein. Somit ist das Federelement 5 maximal ausgefedert und wird nur durch die Begrenzungsvorrichtungen 16a, zugehörig dem Stößel 6, bzw. der korrespondierenden Fläche der Begrenzungsvorrichtung 16b, zugehörig der Hülse 4, begrenzt. Vergleicht man die Figur 7a und 7b ist der Federweg F erkennbar. Dieser Federweg F wird beispielsweise bei Ausstoßvorrichtungen (in den Figuren nicht ersichtlich) verwendet. Zur Verbesserung des Bedienkomforts oder bei Schubladen ohne Griffe, ist es vorgesehen, dass die Schublade 21 eine in Richtung der Offenstellung wirkende Ausstoßvorrichtung aufweist, die durch Überdrücken des Federwegs F des Federelements 5 am Stößel 6 auslösbar ist.
[0035] Weiters kann eine Schublade 21 eine in Richtung der Schließstellung wirkende, federbelastete Einziehvorrichtung (in den Figuren nicht ersichtlich) aufweisen. Diese Einziehvorrichtung unterstützt das Einziehen der Schublade 21 in die Schließstellung. Diese federbelastete Einziehvorrichtung darf im Bereich kurz vor der Schließstellung keine höhere Federkraft aufweisen, als die Federkraft des Federelements 5 der Einstellvorrichtung 1. Eine definierte Lage der Schließstellung stellt sich nur dann ein, wenn sich die Federkraft des Federelements 5 mit der Federkraft der federbelasteten Einziehvorrichtung aufhebt. Wäre die Federkraft des Federelements 5 zu schwach, würde die federbelastete Einziehvorrichtung die Schublade bis über die vorhin eingestellte Lage der Schließstellung hinaus nach Innen ziehen und die Schließstellung kann somit nicht eingestellt werden.
Claims (13)
- Patentansprüche1. Anordnung mit einer Schubladenausziehführung (10) und mit einer eine Frontblende (23) aufweisenden Schublade (21), umfassend: - eine an einem Möbelkorpus (20) zu befestigende Korpusschiene (11), - eine an der Schublade (21) zu befestigende Ladenschiene (12), welche relativ zur Korpusschiene (11) zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verschiebbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schubladenausziehführung (10), vorzugsweise an der Korpusschiene (11), eine Einstellvorrichtung (1) mit einem linear verschiebbaren Stößel (6) angeordnet ist, welcher in einer Schließstellung der Schublade (21) die Frontblende (23) kontaktiert und durch welchen die Lage der Schließstellung der Ladenschiene (12) relativ zur Korpusschiene (11) einstellbar ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (6) verdrehsicher in einer Hülse (4) entlang einer Drehachse (Z) axial bewegbar gelagert ist.
- 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (4) über ein Gewinde (8) in einem Grundkörper (3) gelagert ist.
- 4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (6) stirnseitig eine Aufnahme (9), vorzugsweise einen Schlitz oder ein Kreuz, für ein Werkzeug ausbildet.
- 5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (6) an seinem Mantel zumindest einen Vorsprung oder eine Riffelung zur werkzeuglosen Verdrehung von Hand aufweist.
- 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage des Stößels (6) relativ zum Grundkörper (3), durch Verdrehen des Stößels (6) einstellbar ist.
- 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (6) der Einstellvorrichtung (1) durch mindestens ein Federelement (5) beaufschlagt ist.
- 8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Federelement (5) zwischen dem Stößel (6) und der Hülse (4) angeordnet ist, wobei der Stößel (6) durch das Federelement (5) entlang der Drehachse (Z) vorgespannt ist und zumindest teilweise aus der Hülse (4) und dem Grundkörper (3) herausragt.
- 9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft des Federelements (5) am unbelasteten Stößel (6) unabhängig von der Einstellung zwischen Hülse (4) und Grundkörper (3) ist.
- 10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellvorrichtung (1) an einem Adapter (13) angeordnet ist, wobei der Adapter (13), vorzugsweise über zumindest eine lösbare Befestigungseinrichtung (14), mit der Korpusschiene (11) verbunden ist.
- 11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (6) der Einstellvorrichtung (1) stirnseitig einen Anschlag ausbildet, welcher in der Schließstellung der Ladenschiene (12) an der Rückseite der Frontblende (23) anliegt, wobei die Schließstellung der Schublade (21) relativ zum Möbelkorpus (20) durch Drehen des Stößels (6) einstellbar ist.
- 12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schublade (21) eine in Richtung der Schließstellung wirkende, federbelastete Einziehvorrichtung aufweist.
- 13. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schublade (21) eine in Richtung der Offenstellung wirkende Ausstoßvorrichtung aufweist, welche durch Überdrücken eines Federweges (F) des Federelements (5) am Stößel (6) auslösbar ist. Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
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