AT515488B1 - Mobiles Arbeitsgerät für Hangwälder - Durchforstungen - Google Patents

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AT515488B1
AT515488B1 ATA148/2014A AT1482014A AT515488B1 AT 515488 B1 AT515488 B1 AT 515488B1 AT 1482014 A AT1482014 A AT 1482014A AT 515488 B1 AT515488 B1 AT 515488B1
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Rudolf Ing Prokesch
Hermann Prokesch
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Procon Gmbh Maschinen & Industrieanlagen
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Abstract

Um in steilen Berg- und Hangwäldern mit einer waldbodenschonenden Durchforstung bereits gefällte und auf dem Waldboden ungeordnet nah- sowie entfernt liegende Bäume und Äste rationell mit einem Arbeitsgerät zu entasten, in Rundhölzer (3.6) gleicher Länge zu trennen und bergab einem untenliegenden Sammelplatz zuzuführen, ist dessen • Fahrgestell (1) mit Allradantrieb (1.2), Radgelenken (1.3) sowie kleinen Antriebsrädern (1.1) mit ausgeprägter Umfangsprofilierung, • Trägerrahmen (2) mit einer ständig in eine senkrechte Stellung gehaltenen, schwenkbaren Kransäule (3.1) eines Holztransport-Kranes (3) sowie einer Zugseilvorrichtung (4) für die entfernt liegenden Bäume und • mit einer aus Rinnen-Einzelelementen (2.3) bestehenden nach unten gerichtet angehängten Abführrinne (2.2) für bearbeitete Rundhölzer (3.6) ausgestattet. Alle Funktionskomponenten sind von einem, in einem ausreichenden Sicherheitsabstand vom Arbeitsgerät positionierten Bediener (5) kabel- oder funkwellensteuerbar.

Description

Beschreibung
MOBILES ARBEITSGERÄT FÜR HANGWÄLDER-DURCHFORSTUNGEN
[0001] Die Erfindung geht von dem im Oberbegriff des Patentanspruches 1 definierten Gegen¬stand aus.
[0002] Der Einsatz von Forstfahrzeugen, Arbeitsmaschinen und anderen mobilen Arbeitsgerä¬ten für Durchforstungen in Gebirgs- und Hangwäldern mit unterschiedlich steilen Waldbödenbedingt eine spezifische Ausbildung und Struktur dieser Arbeitsmittel, um eine waldbodenschonende Durchforstung durch eine weitestgehend stationäre Geräte-Arbeits-weise sicherzustellen, wobei von einem seilgesicherten Standort aus, in einem weiten UmkreisBäume und Äste geborgen und nach einem Heranziehen auf dem Gerät bearbeitet werdenkönnen.
[0003] Um diese Anforderungen ganz oder teilweise zu erfüllen, ist der bekannte Stand derTechnik durch Ausbildungen mobiler Arbeitsgeräte gekennzeichnet, die in Forstwirtschafts-Unternehmen und bei Waldbauern in Gebirgs- und Hangwäldern zum Einsatz kommen. Dabeisind einige Produktausbildungsvarianten auch Gegenstand von Erfindungsanmeldungen.
[0004] Beispielhaft dafür soll dieser Stand der Technik mit den nachstehend benannten Patent-und Gebrauchsmuster-Schriften beschrieben und bewertet werden.
[0005] Dabei sind ständig ihre Fahrtrichtung ändernde, hin- und herfahrende Forstfahrzeuge, in [0006] · WO 96 089959, [0007] · DD 241 885 B1 und in [0008] · US 3356 116 [0009] beschrieben, die beispielhaft für andere Ausbildungen mit in einem engen Achsenab¬stand befindlichen großen geländegängigen Rädern, ausgestattet sind. Die in [0010] · DE 20 2008 016 888 U1 und in [0011] · DE 3037 522 C2 [0012] beschriebenen Forstfahrzeuge sind dazu ergänzend mit einem senkrechten Mittenge¬lenk ausgestattet, um flexibel erforderliche Fahrtrichtungsänderungen realisieren zu können.
[0013] Weiterhin sind mobile Arbeitsgeräte in ihren vorbestimmten Arbeitsstellungen am Hang,wie in [0014] · DE 2715 509 C2 und in [0015] · US 4365 927 [0016] beschrieben, mittels Seilzügen und Seilschlingen an vorhandenen Bäumen oder Baum¬stümpfen angehängt, arretierbar.
[0017] Alle genannten Forstfahrzeuge haben aber den Nachteil, dass sie in Hanglagen durchihre erforderliche andauernde Mobilität den Waldboden aufwühlen und somit stark beschädi¬gen.
[0018] Diese Nachteile treffen auch auf die beispielhaft in [0019] · GB 2489 720 A und in [0020] · US 2005 0199316 A1 [0021] beschriebenen mobilen Arbeitsgeräten zu, deren Fahrgestell mit Raupenketten ausge¬stattet sind.
[0022] Den in den Patentansprüchen benannten erfinderischen Merkmalen liegt deshalb dieProblemstellung zu Grunde, ein mobiles Arbeitsgerät für Hangwälder-Durchforstungen innovativ so auszubilden, dass die benannten Nachteile künftig vermieden werden.
[0023] Im Ergebnis sollen die auf einem Arbeitsgerät angeordneten Komponenten für einewaldbodenschonende Durchforstung bereits gefällter und auf dem Waldboden nah und entferntvom seilgesicherten Standort des Arbeitsgerätes liegenden Bäume und Äste beitragen, dassdiese rationell entastet, in Rundhölzer getrennt und unmittelbar einem untenliegenden Sammel¬platz zugeführt werden können.
[0024] Diese Problemstellung wir durch den Patentanspruch 1 wie folgt, gelöst: [0025] Auf dem Fahrgestell eines mobilen Arbeitsgerätes ist eine Trägerplatte für eineschwenkbare Kransäule über ein Kugelgelenk gelagert. An der Kransäule ist ein aus Gelen¬kelementen bestehender mit einem Baumstammgreifer ausgestatteter Holztransport-Kran ge¬lenkig angeordnet. Vorgesehen sind Hydraulik-Stützzylinder mittels der die Kransäule desHolztransport-Kranes in einer senkrechten Position gehalten wird. Eine Zugseilvorrichtung mitSeilschlinge ist am Holztransport-Kran angeordnet.
[0026] Auf dem Fahrgestell ist ein Entastungs- sowie Rundholzbearbeitungsgerät derartigangeordnet, dass jeder Baum oder Ast während seiner Bearbeitung quergerichtet zur Längs¬achse des Fahrgestelles auf diesem aufliegt, wobei der Holztransport-Kran und das Entas¬tungs- und Rundholzbearbeitungsgerät in einem Bereich des Fahrgestelles, der über einemBereich zwischen den Antriebsrädern liegt, angeordnet sind.
[0027] Über eine offene Abführrinne, die aus flexibel aneinander gereihten u-förmigen Ein¬zelelementen besteht, sind Rundhölzer talseitig rutschend, ableitbar. Die Abführrinne ist an dervom Holztransport-Kran abgewandten Stirnseite des Fahrgestells angeordnet.
[0028] Ergänzend dazu beinhaltet der Patentanspruch 2 eine Ausbildung der Ausschwenkbar-keit der fernsteuerbaren Seilwinde um die senkrecht gestellte Kransäule.
[0029] Die Erfindung ist anwendungsbezogen an einem Ausführungsbeispiel in den Figurenvereinfacht dargestellt und im folgenden Teil der Beschreibung näher erläutert. Gezeigt wird in [0030] Fig. 1 eine Ansicht des mobilen Arbeitsgerätes in einem Hangwald mit steil ansteigen¬ dem Waldboden und [0031] Fig. 2 eine Seitenansicht nach Fig. 1 als Draufsicht auf das in Arbeitsstellung befindli¬ che mobile Arbeitsgerät [0032] Von dem Bediener 5, der sich immer in einem Sicherheitsabstand neben dem mobilenArbeitsgerät aufhält, wird dieses motorbetriebene mobile Arbeitsgerät in einer steilen undschrägen Hanglage eines Bergwaldes in die beabsichtigte Arbeitsstellung ferngesteuert bewegt,positioniert und arretiert. Das Fahrgestell 1 ist, bergseitig gerichtet, mit einer Seilwinde 1.4ausgestattet, über die das Arbeitsgerät mittels Arretierseilen an bergseitig angeordneten ste¬henden Waldbäumen oder Baumstümpfen verankert ist. Während des Durchforstens, desAufnehmens und Heranziehens näher oder entfernter liegender gefällter Bäume und Äste mit¬tels der Zugseilvorrichtung 4, aus der Seilschlinge 4.3, aus dem Zugseil 4.1 und aus der Seil¬winde 4.2 an der senkrechten Kransäule 3.1 bestehend, und während des Auflegens dieserBäume mittels des um die senkrechte Kransäule 3.1 schwenkbaren mehrgelenkigen Holztrans-port-Kranes 3 und Baumstamm-Greifers 3.5 auf den Trägerrahmen 2 ist das Arbeitsgerät still¬stehend standortsicher arretiert und positioniert.
[0033] Die Senkrecht-Positionierung des Holztransport-Kranes 3 über seine senkrecht gestellteKransäule 3.1, erfolgt mittels der um ein Kugelgelenk 3.3 gegenüber dem Fahrgestell 1, in eineständige Waagrecht-Stellung geschwenkten und von Hydraulik-Stützzylindern 3.4 gestütztenTrägerplatte 3.2.
[0034] Damit ist eine deutlich höhere Gerätesicherheit im Vergleich zu vielen Alternativ- Pro¬dukten des Standes der Technik erreichbar. Entgegengerichtet angeordnet und durch Ver¬schwenkung funktionierend sind die Bewegungen der Zugseilvorrichtung 4 und des Holztrans-port-Kranes 3.
[0035] Auf dem Fahrgestell 1 sind, zwischen den Antriebsrädern 1.1 angeordnet, das Entas-tungs- sowie Rundholzbearbeitungsgerät 2.1 und die Zuführvorrichtung für die auf der talseiti¬gen Stirnseite des Trägerrahmens 2 des Fahrgestells 1 angehängten Abführrinne 2.2 auf- undangebaut.
[0036] Die Abführrinne 2.2 besteht aus einer, abstandsbedingt zum Lagerplatz am Fuße desGebirgs- oder Hangwaldes angeordneten Sammelstelle, gefügten Anzahl von Rinnen-Einzel-elementen 2.3. Die entasteten und getrennten Rundhölzer 3.6 rutschen dann in dieser selbsttä¬tig schwerkraftbedingt zu dieser Sammelstelle nach unten. Für die in den Figuren nicht darge¬stellte zentrale Hydraulik-Druckölversorgung aller Funktionskomponenten ist auf dem Fahrge¬stell 1 eine Hydraulikpumpe und der Hydrauliktank 1.5 angeordnet.
[0037] Diese, wie auch die Bewegung und Lenkung der Antriebsräder 1.1 werden situationsab¬hängig vom Bediener 5, ferngesteuert, betätigt.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Fahrgestell 1.1 Antriebsräder 1.2 Allradantrieb 1.3 Radgelenk(e) für 1.1 1.4 Seilwinde an 1 und 2 1.5 Hydrauliktank 2 Trägerrahmen 2.1 Entastungs- sowie Rundholzbearbeitungsgerät 2.2 Abführrinne 2.3 Rinnen-Einzelelemente von 2.3 3 Holztransport - Kran 3.1 Kransäule von 3 3.2 Trägerplatte für 3.1 3.3 Kugelgelenk an 3.2 3.4 Hydraulik - Stützzylinder für 3.2 3.5 Baumstamm - Greifer an 3 und 4 3.6 Rundhölzer 4 Zugseilvorrichtung 4.1 Zugseil von 4 4.2 Seilwinde von 4 4.3 Seilschlinge an 4.1 5 Bediener

Claims (2)

  1. Patentansprüche 1. Mobiles Arbeitsgerät für Hangwälder-Durchforstungen, welches mit einem Allradantrieb,kleinen ausgeprägt profilierten Antriebsrädern verfahrbar und mit einer zentralen Hydraulik-Druckölversorgung ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Fahrgestell (1) des Arbeitsgerätes eine Trägerplatte (3.2) für eine um einesenkrechte Achse schwenkbare Kransäule (3.1) über ein Kugelgelenk (3.3) gelagert istwobei an der Kransäule (3.1) gelenkig ein aus Gelenkelementen bestehender Holztrans¬port-Kran (3) mit Baumstamm- Greifer (3.5) angeordnet ist und Hydraulik-Stützzylinder(3.4) vorgesehen sind, mittels derer die Kransäule (3.1) in einer senkrechten Position ge¬halten wird, am Holztransport-Kran (3) eine Zugseilvorrichtung (4) mit Seilschlinge (4.1)angeordnet ist, und auf dem Fahrgestell (1) ein Entastungs- sowie Rundholzbearbeitungsgerät (2.1) derar¬tig angeordnet ist, dass jeder Baum oder Ast während seiner Bearbeitung quergerichtet zurLängsachse des Fahrgestelles (1) auf dem Fahrgestell aufliegt, wobei der Holztransport-Kran (3) und das Entastungs- und Rundholzbearbeitungsgerät (2.1) in einem Bereich desFahrgestells (1), der über einem Bereich zwischen den Antriebsrädern (1.1) liegt, angeord¬net sind und an der von der Anordnungsstelle des Holztransport-Kranes (3) abgewandten Stirnseitedes Fahrgestells (1) eine u-förmige, oben offene Abführrinne (2.2) für Rundhölzer (3.6), dieaus flexibel aneinander gereihten Rinnen-Einzelelementen (2.3) besteht, angeordnet ist.
  2. 2. Mobiles Arbeitsgerät für Hangwälder-Durchforstungen nach Patentanspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass die Zugseilvorrichtung (4) eine per Funk fernsteuerbare Seilwinde (4.2) aufweist, diean der Ausschwenkrichtung der Gelenkelemente des Holztransport-Kranes (3) abgewand¬ten Seite der Kransäule (3.1) angeordnet ist, sodass sich der Kran durch die Verschwenk-barkeit um eine senkrechte Achse bei Belastung der Seilschlinge (4.3) mit einem Baumoder Ast so ausrichtet, dass die Seilwinde (4.2) dem Baum oder Ast zugewandt ist. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1996008959A1 (en) * 1994-09-21 1996-03-28 Juhani Tuominen Working machine
US20050199316A1 (en) * 2004-03-11 2005-09-15 Logfisher Technology Pte Ltd Method of winching cut timber in a forest and a machine designed to accomplish this
GB2489720A (en) * 2011-04-06 2012-10-10 Richard Smalley Remotely controlled implement carrying crawler vehicle

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