AT5154U1 - Programmlogik zur rechnergeschützten kennzeichnung von fahrstrassen in spurgeführten transportsystemen, programmlogik zur übertragung von sich auf fahrstrassen beziehenden daten und kommunikationssystem hierfür - Google Patents

Programmlogik zur rechnergeschützten kennzeichnung von fahrstrassen in spurgeführten transportsystemen, programmlogik zur übertragung von sich auf fahrstrassen beziehenden daten und kommunikationssystem hierfür Download PDF

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AT5154U1 AT0805801U AT80582001U AT5154U1 AT 5154 U1 AT5154 U1 AT 5154U1 AT 0805801 U AT0805801 U AT 0805801U AT 80582001 U AT80582001 U AT 80582001U AT 5154 U1 AT5154 U1 AT 5154U1
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    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L21/00Station blocking between signal boxes in one yard
    • B61L21/04Electrical locking and release of the route; Electrical repeat locks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Traffic Control Systems (AREA)

Abstract

Rechner zur Steuerung und Sicherung von spurgeführten Transportsystemen verwalten und übertragen Daten, die sich auf einzelne Fahrstraßen beziehen. Dabei ist es notwendig, die Fahrstraßen in eindeutiger Weise zu kennzeichnen. Bekannt ist, alle zwischen einem Start- und einem Zielpunkt möglichen Fahrstraßen in einer Tabelle aufzulisten und willkürlich jeder Fahrstraße einen Index zuzuweisen. Erfindungsgemäß werden die Fahrstaßen nicht willkürlich, sondern mit Hilfe eines Algorithmus in eine auch für andere Rechner reproduzierbare Rangfolge gebracht. Der Rang einer Fahrstraße innerhalb dieser Rangfolge wird zur Kennzeichnung der Fahrstraße verwendet. Da jeder Rechner, dem die möglichen Fahrstraßen bekannt sind, die Rangfolge mit Hilfe des Algorithmus selbständig bestimmen kann, entfällt die Notwendigkeit, bei Änderungen der Gleistopologie und somit der Zahl der möglichen Fahrstraßen eine neue Indizierung vorzunehmen und diese den betroffenen Rechnern mitzuteilen.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft eine Programmlogik zur rechnergestützten Kennzeichnung von Fahrstrassen in spurgeführten Transportsystemen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner eine Programmlogik zur Übertragung von sich auf Fahrstrassen beziehenden Daten und ein hierfür geeignetes Kommunikationssystem. 



  In spurgeführten Transportsystemen werden häufig von den zur Verkehrssteuerung und -sicherung eingesetzten Rechnern Fahrstrassendaten bearbeitet. Bei diesen Fahrstrassendaten kann es sich beispielsweise um Signalbegriffe,   Stell-     befehle, Geschwindigkeitsbeschrankungen   o. ä. handeln, die für eine bestimme Fahrstrasse gelten. Als Fahrstrasse wird bei spurgebundenen Transportsstemen ein bestimmter Weg zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt bezeichnet, auf dem sich ein Fahrzeug in einer bestehenden Gleistopologie fortbewegen kann. Eine Fahrstrasse ist hinreichend genau durch die Sollage aller Weichen in der Gleistopologie gekennzeichnet. Daher ist es grundsätzlich möglich, Fahrstrassen durch Angabe der Sollagen aller Weichen in der Gleitopologie kennzeichnen. 

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  Die Angabe der   Sollagen   aller Weichen ist jedoch insbesondere bei komplizierten Gleistopologien sehr umständlich. Wenn beispielsweise ein Rechner einem anderen Rechner Angaben zu einer bestimmten Fahrstrasse mitteilen möchte, so würde dies die   Übermittlung   aller   Sollagen   erfordern. 



  Daher geht man bei einer bekannten Lösungen so vor, dass zunächst die Gleistopologie in einzelne, durch einen Start-und einen Zielpunkt begrenzte Abschnitte unterteilt wird. Anschliessend werden alle Fahrstrassen, die in einer Richtung innerhalb eines derartigen Abschnitts zwischen dem Start-und dem Zielpunkt möglich sind, ermittelt und die den Fahrstrassen entsprechenden Sollweichenlagen in einer Tabelle aufgelistet. In einem nächsten Schritt wird jeder Fahrstrasse in der Tabelle ein Index zugeordnet, der die Fahrstrasse kennzeichnet. Diese Tabelle wird in allen Rechnern gespeichert, in denen eine Verarbeitung der betreffenden Fahrstrassendaten stattfinden soll. Wenn einem
Rechner ein   Tabettenindex   mitgeteilt wird, so kann er mit Hilfe der abgespei- cherten Tabelle die zugehörige Fahrstrasse ermitteln. 



   Nachteilig bei diesem bekannten Verfahren ist, dass bei jeder Änderung der
Gleistopologie die Tabelle neu erstellt und mit einem neuen Index versehen werden muss. Wegen des bisweilen erheblichen Umfangs der Tabellen ist der
Aufwand hierbei entsprechend gross. Anschliessend werden die geänderten
Tabellen in allen beteiligten Rechnern erneut hinterlegt. Aufgrund der Sicher- heitsverantwortung dieser Rechner muss nun in einer längeren Testphase veri- fiziert werden, dass mit den Änderungen keine Fehler einhergegangen sind. 



   Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine   Programmlogik   zur rechnergestützten
Kennzeichnung von Fahrstrassen anzugeben, die in einem spurgeführten Transport- system zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt möglich sind und die in einem
Speicher eines Rechners gespeichert sind. Die Programmlogik soll bei ei- 

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 ner Änderung von Gleistopologien nicht die Hinterlegung von Tabellen mit einem Tabellenindex bei allen betroffenen Rechnern erfordern. 



  Die Erfindung löst diese Aufgabe mit Hilfe der in Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Erfindungsgemäss werden die einzelnen Fahrstrassen von einem Rechner nach einem festen schematischen Vorgehen (Algorithmus) in eine eindeutige Rangfolge gebracht. Eine bestimmte Gruppe von Fahrstrassen zwischen einem Start- und einem Zielpunkt wird somit von jedem Rechner, welcher über den Algorithmus verfügt, in die gleiche Rangfolge gebracht. Kommt es zu einer Änderung der Fahrstrassengruppe (etwa infolge des Einbaus einer Weiche, wodurch in der Regel zusätzliche Fahrstrassen möglich werden), so gilt dies weiterhin, d. h. alle Rechner bringen auch die geänderte Fahrstrassengruppe wieder unabhängig voneinander in eine übereinstimmende Rangfolge. 



  Auf diese Weise entfällt die Notwendigkeit, nach einer Änderung der Gleistopologie Rangfolgen von Fahrstrassen neu festzulegen und die neuen Rangfolgen allen von der Änderung betroffenen Rechnern mitzuteilen. Folglich sind auch keine Testphasen notwendig, die normalerweise im Zusammenhang mit solchen Änderung durchgeführt werden müssen. 



   Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird für jede Fahrstrasse, die zwischen einem   Start- und Zielpunkt möglich   ist, ermittelt, in weicher Sollage die bei dieser Fahrstrasse spitz zu befahrenden Weichen sind. Die Sollage wird durch Buchstaben oder Zahlen dargestellt, so dass jede Fahrstasse durch eine aus mehrere Buchstaben oder Ziffern bestehende Zeichenfolge repräsentiert wird. Diese Zeichenfolgen werden mit Hilfe bekannter Sortieralgorithmen in einfacher Weise in eine eindeutige Rangfolge gebracht. 



   Ferner lässt sich mit Hilfe der erfindungsgemässen Programmlogik zur Kennzeichnung von Fahrstrassen eine einfache Möglichkeit realisieren, wie ein Rechner einem anderen
Rechner eine bestimmte Fahrstrasse mitteilt. Dazu wird lediglich 

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 ein Start- und ein Zielpunkt sowie der mit der erfindungsgemässen Programmlogik ermittelte Rang übertragen. Bei Kenntnis aller möglichen Fahrstrassen kann der Empfänger diese anhand des vereinbarten Algorithmus selbst in die Rangfolge bringen, die auch der Sender bei der Ermittlung des Rangs verwendet hat. Der Empfänger kann dann den empfangenen Rang eindeutig einer bestimmten Fahrstrasse zuordnen. 



  Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen entnehmbar. 



  Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Ausführungsbeispiele und der Zeichnungen eingehend erläutert. Es zeigen : Fig.   1 :   Eine Gleistopologie GT mit Weichen Wl... W6 zur Erläuterung eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung, Fig. 2 : Eine Gleistopologie GT mit Zwischenpunkten ZP1... ZP6 zur Erläuterung eines anderen Ausführungsbeispiels der Erfindung, 
Fig. 3 : Ein erfindungsgemässes Kommunikationssystem KS mit einer Sendeein- heit SE und einer Empfangseinheit EE zur Übertragung von Daten, die von zur Steuerung oder Sicherung spurgeführter Transportsysteme eingesetzten
Rechnern ermittelt worden sind. 



   Fig. 1 zeigt eine Gleistopologie GT, bei der zwischen einem Startpunkt SP und einem Zielpunkt ZP Weichen   Wl...   W6 angeordnet sind. Für ein Schienenfahr- zeug, welches vom Startpunkt SP aus zum Zielpunkt ZP in der durch den Pfeil
FR angedeuteten Fahrtrichtung fährt, gibt es mehrere unterschiedliche Fahr- strassen. Jede Fahrstrasse ist eindeutig festgelegt durch die Sollage der spitz befahrenen Weichen. Dies sei am Beispiel der Fahrstrasse erläutert, die auf geradem Wege vom Startpunkt SP zum Zielpunkt ZP führt und auf die im fol- 

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 genden als FS1 Bezug genommen wird. Es sei jedoch bemerkt, dass die Bezeichnung FSI vollkommen willkürlich ist, da diese Fahrstrasse in keiner Weise gegenüber den anderen möglichen Fahrstrassen auszeichnet ist.

   Für die Fahrstrasse FS1 muss die Lage der Weiche   W1 rechts"   (gesehen in Fahrtrich- 
 EMI5.1 
 "links".lichkeit zwischen zwei Richtungen. Die Fahrstrasse FS1 kann somit durch den Ausdruck "W1=R,W4=L" dargestellt werden, wobei R   für "rechts" und   L für "links" steht. 



  In Tabelle 1 sind alle Fahrstrassen FS1... FS5 aufgeführt, die zwischen dem Startpunkt SP und dem Zielpunkt ZP in Richtung FR möglichen sind. Eine weitere, von der Fahrstrasse FS1 sich unterscheidende Fahrstrasse FS2 ist dadurch gekennzeichnet, dass die Weiche   W1   zwar auch auf "rechts" steht, die Weiche W4 jedoch nicht wie bei der Fahrstrasse FS1   auf "links",   sondern auf   "rechts".   Dem entsprechend ist in Tabelle 1 in Spalte 2 die Weichenlage für diese Fahrstrasse FS2 als "W1=R, W4=R" bazeichent.

   Für die übrigen 
Tabelle 1 : Rangbestimmung mit Hilfe der Weichenlage 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Fahrstrasse <SEP> Weichenlage <SEP> Weichenlage <SEP> Rang
<tb> (L=links, <SEP> R=rechts) <SEP> (Zeichenfolge) <SEP> 
<tb> FSl <SEP> Wl <SEP> =R, <SEP> W4=l <SEP> Rl <SEP> 4 <SEP> 
<tb> FS2 <SEP> Wl <SEP> =R <SEP> W4=R <SEP> RR <SEP> 5 <SEP> 
<tb> FS3 <SEP> W1 <SEP> =L, <SEP> W2=LLL1 <SEP> 
<tb> FS4 <SEP> W1=L, <SEP> W2=R, <SEP> W4=R <SEP> LRR <SEP> 3 <SEP> 
<tb> FS5 <SEP> W1=L, <SEP> W2=R, <SEP> W4=L <SEP> LRL <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 Fahrstrassen   FS3... FS5 lassen   sich diese Überlegungen in gleicher Weise durchführen, so dass sich die in Tabelle 1 dargestellte Übersicht ergibt. 



  In diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun die Lage der spitz befahrenen Weichen als Zeichenfolge dargestellt. Die die Fahrstrassen repräsentierenden Zeichenfolgen ergeben sich aus den in Spalte 2 eingetragenen Ausdrücken für die Weichenlagen, und zwar durch Auslassen der Weichenbezeichnung   (W1...     W6).   In Spalte 3 der Tabelle 1 sind für alle Fahrstrassen   FS1... FS5   die sie repräsentierenden Zeichenfolgen aufgeführt. Die Länge der Zeichenfolgen hangt davon ab, wieviele Weichen spitz befahren werden. In diesem Ausführungsbeispiel werden nur die Buchstaben R und L verwendet. Es ist natürlich ebenso möglich, andere Buchstaben oder auch Ziffern zu verwenden, um die Lage der Weichen zu unterscheiden.

   Wie man in Tabelle 1 erkennt, unterscheiden sich die Zeichenfolgen untereinander und sind eindeutig einer bestimmten Fahrstrasse zugeordnet. Daher ist es grundsätzlich möglich, die Zeichenfolgen unmittelbar zur Kennzeichnung der
Fahrstrassen zu verwenden. Auf die Fahrstrasse FS1 würde beispielsweise durch die Zeichenfolge "RL" Bezug genommen. Nachteilig ist jedoch, dass bei einer derartigen Kennzeichnung von Fahrstrassen die Zeichenfolgen u. U. recht lang werden. 



   Daher wird bei einer   erfindungsgemäss. en Programmtogik   die Eigenschaft der
Zeichenfolgen ausgenutzt, dass sie durch einen Sortieralgorithmus in eine eindeutige Rangfolge gebracht werden können. Die meisten in Programm-
Bibliotheken abgelegten Sortieralgorithmen für Zeichenfolgen sortieren so, dass der Buchstabe L gegenüber dem Buchstaben R höherwertig ist. Der
Sortiervorgang beginnt beim ersten Buchstaben ; bei Buchstabengleichheit entscheidet der folgende Buchstaben usw. Bei Verwendung eines solchen
Sortieralgorithmus kommt man zu der in Spalte 4 der Tabelle angegebenen
Rangfolge. 

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 Vorzugsweise wird nun der Rang in dieser Rangfolge zur Kennzeichnung der Fahrstrassen verwendet.

   Dies hat gegenüber der oben genannten Möglichkeit, bei der die Fahrstrassen mit Hilfe von Zeichenfolgen gekennzeichnet werden, den Vorteil, dass die Fahrstrassen mit einer positiven ganzen Zahl gekennzeichnet werden können, die nicht grösser ist als die Gesamtzahl der möglichen Fahrstrassen. Dies sei an einem einfachen Beispiel erläutert. 



  Angenommen, eine Gleistopologie ermögliche 500 verschiedene Fahrstrassen zwischen einem Start-und einem Zielpunkt. Darunter sei wenigstens eine Fahrstrasse, bei der 30 Weichen spitz befahren werden. Bei einer Kennzeichnung der Fahrstrassen mit Zeichenfolgen wären in diesem Fall Zeichenfolgen mit einer Länge von bis zu 30 Buchstaben erforderlich. Wird hingegen der Rang innerhalb einer Rangfolge zur Kennzeichnung verwendet, so treten nur ganze Zahlen von 1 bis 500 auf, d. h. zur Kennzeichnung werden - bei dezimaler Schreibweise - lediglich 3 Stellen benötigt. Dies ist vor allem vorteilhaft, wenn fahrstrassenbezogene Daten zwischen mehreren
Rechnern in Form von Datenpaketen ausgetauscht werden. Werden in den
Datenpaketen z. B. 16 Bits für die Kennzeichnung der Fahrstrassen vorgesehen, so können damit bis zu 65536 Fahrstrassen unterschieden werden. 



   Im Gegensatz zu Verfahren, bei denen die Fahrstrassen willkürlich durchnu- meriert werden, gelangt man bei der Erfindung auf schematische Weise (Algorithmus) zu einer Rangfolge. Insbesondere kommt jeder beliebige Rech- ner, der über diesen Algorithmus verfügt, bei Vorgabe der in Spalte 2 der Ta- belle 1 angegebenen Weichen lage zur gleichen Rangfolge. Als Folge davon entfällt die Notwendigkeit, nach einer Änderung der Gleistopologie die Rang- folge der Fahrstrassen neu festzulegen und von der Änderung betroffenen
Rechnern mitzuteilen. 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 



  Bekannt sind ausserdem Verfahren, bei denen einem Rechner die Gleistopologie vorgegeben wird und dieser selbständig alle möglichen Fahrstrassen ermittelt. Meist werden dabei die Fahrstrassen, genau wie in Spalte 2 der Tabelle 1, durch die Soll-Weichenlage der spitz befahrenen Weichen angegeben. 



  Mit Hilfe des   erfindungsgemässen   Verfahrens kann nun in einem nächsten Schritt jede Fahrstrasse durch eine einfache Ziffer in eindeutiger Weise gekennzeichnet werden. Bei einer Änderung der Gleistopologie erstellt somit automatisch der Rechner oder ein geeignetes Projektierungstool eine neue Tabelle mit Fahrstrassen und den sie kennzeichnenden Ziffern. 



  Ob die Weichenlagen durch Buchstaben, Ziffern oder andere Symbole gekennzeichnet werden, ist nicht von Bedeutung. Es muss lediglich sichergestellt werden, dass den Zeichenfolgen eine Wertigkeit zugewiesen werden kann, auf deren Grundlage ein Sortieralgorithmus sortierten kann. Auch die Sortierkriterien (z. B. aufsteigend oder abnehmend) spielen keine Rolle ; wichtig ist allein, dass alle Rechner nach den selben Kriterien sortieren. Ebenso ist es natürlich möglich, den Rang innerhalb der Rangfolge durch andere Symbole als durch Zahlen anzugeben. 



   Bei einem anderen Ausführungsbeispiel werden die Fahrstrassen nicht mit Hilfe der Lage der spitz befahrenen Weichen, sondern durch Angabe von Zwi- schenpunkten charakterisiert. Fig. 2 zeigt die gleiche Gleistopologie GT wie
Fig. 1, jedoch sind hier nicht die Weichen, sondern statt dessen Zwischenpunk- te zwischen den Weichen durch Bezugszeichen   ZP1... ZP5   gekennzeichnet. Je- de Fahrstrasse   lässt   sich durch eine Folge von Zwischenpunkten eindeutig cha- rakterisieren. So ist die oben bereits angesprochene Fahrstrasse, die auf gera- dem Wege vom Startpunkt SP zum Zielpunkt ZP führt, durch die Zwischen- punkte ZP3 und ZP4 eindeutig festgelegt. Keine andere bei dieser Gleistopo-   logie   mögliche Fahrstrasse kreuzt diese beiden Zwischenpunkte.

   In Tabelle 2 sind die möglichen Fahrstrassen durch die sie charakterisierenden Zwischen- 

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 punkte aufgeführt. In Spalte 3 sind die Zwischenpunkte als aus Ziffern bestehende Zeichenfolge dargestellt. Durch einfaches Sortieren der Zeichenfolgen nach der Grösse ergibt sich die in Spalte 4 angegebene Rangfolge. 



   Tabelle 2 : Rangbestimmung mit Hilfe von Zwischenpunkten 
 EMI9.1 
 
<tb> 
<tb> Fahrstrasse <SEP> Zwischenpunkte <SEP> Zwischenpunkte <SEP> Rang
<tb> (Zeichenfolge)
<tb> FS1 <SEP> ZP3, <SEP> ZP4 <SEP> 34 <SEP> 4 <SEP> 
<tb> FS2 <SEP> ZP3, <SEP> ZP5 <SEP> 35 <SEP> 5 <SEP> 
<tb> FS3ZPZP2T21 <SEP> ! <SEP> 
<tb> FS4 <SEP> ZP1, <SEP> ZP5 <SEP> 15 <SEP> 3 <SEP> 
<tb> FS5ZP1, <SEP> ZP4"M2' <SEP> 
<tb> 
 Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemässes Kommunikationssystem KS, welches eine Sendeeinheit SE und eine Empfangseinheit EE zur Übertragung von Daten hat, die von einem zur Steuerung oder Sicherung spurgeführter Transportsysteme eingesetzten Rechner ermittelt worden sind. Die Sendeeinheit SE kann in diesen Rechner integriert sein ; ebenso kann auch die Empfangseinheit EE in einen Rechner integriert sein, der die empfangenen Daten auswertet.

   Sowohl die Sendeeinheit SE als auch die Empfangseinheit EE hat eine FahrstrassenSpeichereinheit FSSE1 bzw. FSSE2, in der zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt mögliche Fahrstrassen gespeichert sind. Diese Fahrstrassen können beispielsweise in der in Tabelle 1 in Spalte 2 angegebenen Weise in den
Fahrstrassen-Speichereinheiten abgelegt sein. 



   Die Sendeeinheit SE und die Empfangseinheit EE verfügen ferner über jeweils eine Fahrstrassenrang-Ermittlungseinheit FSEE1 bzw.   FSEE2.   Die Fahrstrassen-   rang-Ermittlungseinheit   FSEE1 bringt die in der Fahrstrassen-Speichereinheit 

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 FSSE1 gespeicherten Fahrstrassen nach einem vorgegebenen Kriterium in eindeutiger Weise in eine Rangfolge. Gleiches geschieht entsprechend in der Empfangseinheit EE. Wenn nun die Sendeeinheit SE Daten, die sich auf Fahrstrassen beziehen, an die Empfangseinheit EE überträgt, so verwendet die Sendeeinheit SE zur Kennzeichnung der betreffenden Fahrstrasse den ermittelten Rang innerhalb dieser Rangfolge.

   Falls Fahrstrassen aus mehreren Fahrstra- ssengruppen gekennzeichnet werden sollen,   so überträgt   die Sendeeinheit SE auch Informationen, aus denen die Empfangseinheit EE erkennen kann, auf weiche Fahrstrassengruppe sich der angegebene Rang bezieht. Diese Informationen können beispielsweise aus einem Start-und einem Zielpunkt bestehen. 



  Da auch die Empfangseinheit EE für die angegebene Fahrstrassengruppe diese Rangfolge ermittelt hat, kann sie den empfangenen Rang eindeutig einer bestimmten Fahrstrasse zugeordnen. 



   Bei den   Fahrstrassenrang-Ermittlungseinheiten   FSREE1 und FSREE2 kann es sich um unabhängige Schaltungen oder auch um geeignet programmierte
Prozessoren handeln. Falls die Sende- und Empfangseinheit SE bzw. EE in
Rechner integriert sind, so können auch deren Speicher und Prozessoren für die Ermittlung des Fahrstrassenrangs mitbenutzt werden.

Claims (4)

  1. ANSPRÜCHE 1. Programmlogik zur rechnergestützten Kennzeichnung von Fahrstrassen, die in einem spurgeführten Transportsystem zwischen einem Startpunkt (SP) und einem Zielpunkt (ZP) möglich sind und die in einem Speicher eines Rechners gespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrstrassen in eine eindeutige Rangfolge gebracht und die Fahrstrassen durch deren Rang innerhalb der Rangfolge gekennzeichnet werden.
  2. 2. Programmlogik nach Anspruch 1, bei dem die Erstellung der Rangordnung folgende Schritte umfasst : a) für jede zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt mögliche Fahrstrasse wird deren charakteristische Abfolge der Sollage der spitz befahrenen Weichen (W1, W2, W4) ermittelt, b) die Sollage der Weichen werden durch Buchstaben oder Ziffern dargestellt, so dass jede Fahrstrasse durch eine aus Buchstaben oder Ziffern bestehende Zeichenfolge repräsentiert wird, c) die die einzelnen Fahrstrassen repräsentierenden Zeichenfolgen werden durch Sortierung in eine feste Rangfolge gebracht. <Desc/Clms Page number 12>
  3. 3. Programmlogik zur Übertragung von Daten, die der Angabe einer ausgewählten Fahrstrasse aus einer Anzahl von zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt möglichen Fahrstrassen dienen, von einem ersten Rechner zu einem zweiten Rechner, wobei die Rechner zur Steuerung oder Sicherung spurgeführter Transportsysteme eingesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach einem der vorhergehenden Ansprüche ermittelter Rang zur Kennzeichnung der ausgewählten Fahrstrasse übertragen wird.
  4. 4. Kommunikationssystem mit einer Sendeeinheit (SE) und einer Empfangseinheit (EE) zur Übertragung von Daten, die von einem zur Steuerung oder Sicherung spurgeführter Transportsysteme eingesetztem Rechner ermittelt worden sind, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Sendeeinheit als auch die Empfangseinheit jeweils a) eine Fahrstrassen-Speichereinheit (FSSE1, FSSE2) haben, in der zwischen einem Startpunkt und einem Zielpunkt mögliche Fahrstrassen gespeichert sind, und b) eine Fahrstrassenrang-Ermittlungseinheit (FSEE1, FSEE2) haben, die die in der jeweiligen Fahrstrassen-Speichereinheit (FSSE1, FSSE2) gespeicherten Fahrstrassen in eine eindeutige Rangfolge bringt.
AT80582001U 1997-11-14 2001-08-07 Programmlogik zur rechnergeschützten kennzeichnung von fahrstrassen in spurgeführten transportsystemen, programmlogik zur übertragung von sich auf fahrstrassen beziehenden daten und kommunikationssystem hierfür AT5154U8 (de)

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