AT516030A4 - Leiteranordnung - Google Patents

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AT516030A4 ATA50931/2014A AT509312014A AT516030A4 AT 516030 A4 AT516030 A4 AT 516030A4 AT 509312014 A AT509312014 A AT 509312014A AT 516030 A4 AT516030 A4 AT 516030A4
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Abstract

Es wird eine Leiteranordnung auf der Außenseite eines Bauwerks (1) mit einer aus einem unteren Leiterabschnitt (9) und einem mit diesem unteren Leiterabschnitt (9) gelenkig verbundenen oberen Leiterabschnitt (8) zusammengesetzten Leiter (3), die an ihrem oberen Ende verschwenkbar auf einer Konsole (2) gelagert und durch einen Schwenktrieb (5) zwischen einer abgeschwenkten, bodenseitig abgestützten Arbeitsstellung und einer hochgeschwenkten Ruhestellung verschwenkbar ist, und mit einer Auflage (15) für die überkopf in die Ruhestellung geschwenkte Leiter (3) beschrieben. Um vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse sicherzustellen, wird vorgeschlagen, dass der untere Leiterabschnitt (9) gegenüber dem oberen Leiterabschnitt (8) zwischen einer anschlagbegrenzten Strecklage und einer Anlage am oberen Leiterabschnitt (8) frei drehbar gehalten ist und wenigstens einen Gleitkörper (12) als Bodenabstützung aufweist und dass die Bodenabstützung auf der Leitervorderseite mit Abstand (a) von der durch den Schwerpunkt (S) und die Gelenkachse (10) des unteren Leiterabschnitts (9) verlaufenden Ebene (16) angeordnet ist.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Leiteranordnung mit einer aus einem unterenLeiterabschnitt und einem mit diesem unteren Leiterabschnitt gelenkig verbundenenoberen Leiterabschnitt zusammengesetzten Leiter, die an ihrem oberen Ende ver-schwenkbar auf einer Konsole gelagert und durch einen Schwenktrieb zwischen ei¬ner abgeschwenkten, bodenseitig abgestützten Arbeitsstellung und einer hochge¬schwenkten Ruhestellung verschwenkbar ist, und mit einer Auflage für die Überkopfin die Ruhestellung geschwenkte Leiter.
Um Leitern platzsparend in einer Überkopflage unterbringen zu können, ist es be¬kannt, diese Leitern an ihrem oberen Ende schwenkbar zu lagern und aus zwei Lei¬terabschnitten zusammenzusetzen, die gegeneinander verschiebbar geführt sind,sodass die für die Ruhestellung zusammengeschobenen Leiterabschnitte nach ei¬nem Abschwenken aus der hochgeschwenkten Ruhsteilung in die Arbeitsstellungausgezogen werden können. Solche üblicherweise von Hand zu bedienenden Lei¬teranordnungen eignen sich jedoch kaum für einen Einsatz auf der Außenseite vonBauwerken, wenn es gilt, die Leitern Überkopf in eine bauwerkseitige Ruhsteilung zuverlagern. Zu diesem Zweck ist es bekannt (US 2013/0092474 A1, US 4 068 770A), die Leiter in wenigstens zwei miteinander gelenkig verbundene Abschnitte zuunterteilen und mit Schwenktrieben zwischen den Leiterabschnitten zu versehen,sodass zunächst der untere Leiterabschnitt gegen den oberen Leiterabschnitt ver¬schwend wird, bevor die beiden Leiterabschnitte gemeinsam um die obere Anlenk¬achse der Leiter Überkopf in die Ruhsteilung verschwend werden. Nachteilig beidiesen bekannten Leiteranordnungen ist allerdings der konstruktive Aufwand, dersich durch die Schwenktriebe zwischen den einzelnen Leiterabschnitten ergibt. Au¬ßerdem müssen die Leiterabschnitte in der Arbeitsstellung gegeneinander verriegelt werden, weil aufgrund des Hochschwenkens der unteren Leiterabschnitte auf derdem Benutzer zugekehrten Vorderseite der Leiter ein das Einknicken in Belastungs¬richtung verhindernder Drehanschlag für die Gelenke zwischen den Leiterabschnit¬ten nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine für den Einsatz auf der Au¬ßenseite von Bauwerken besonders geeignete Leiteranordnung anzugeben, die ein¬fach aufgebaut und betriebssicher ist.
Ausgehend von einer Leiteranordnung der eingangs geschilderten Art löst die Erfin¬dung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der untere Leiterabschnitt gegenüber demoberen Leiterabschnitt zwischen einer anschlagbegrenzten Strecklage und einerAnlage am oberen Leiterabschnitt auf der Leitervorderseite frei drehbar gehalten istund wenigstens einen Gleitkörper als Bodenabstützung aufweist.
Da zufolge dieser Maßnahmen der untere Leiterabschnitt aus der die Arbeitsstel¬lung bestimmenden Strecklage frei drehbar gegen die Rückseite, also die dem Be-nützer abgewandte Leiterseite, einschwenken kann, wenn der obere Leiterabschnittaus der Arbeitsstellung nach oben geschwenkt wird, bedarf es keines Schwenktrie¬bes zwischen den beiden gelenkig miteinander verbundenen Leiterabschnitten.Während des Hochschwenkens des oberen Leiterabschnitts hängt der untere Lei¬terabschnitt gewichtsbedingt vom oberen Leiterabschnitt herab, bis sich der untereLeiterabschnitt an den oberen anlegt und von diesem mitgeschwenkt wird, wobeider untere Leiterabschnitt auf dem oberen Leiterabschnitt zu liegen kommt und ge¬wichtsbedingt in Anlage mit dem oberen Leiterabschnitt gehalten wird, ohne dasshierfür konstruktive Mittel eingesetzt werden müssten. Beim Verschwenken aus derRuhestellung in die Arbeitsstellung wird der oben auf dem oberen Leiterabschnittaufruhende untere Leiterabschnitt zunächst in eine angenähert vertikale Lage ver¬schwend, die er beim Weiterschwenken des oberen Leiterabschnitts gewichtsbe¬dingt beibehält, bis der untere Leiterabschnitt auf den Boden aufsetzt. Da in dieserLeiterstellung ein Drehmoment vom oberen Leiterabschnitt auf den unteren Leiter¬abschnitt im Sinne eines Ausschwenkens in die Strecklage ausgeübt wird, muss für eine entsprechende Verlagerungsmöglichkeit der Bodenabstützung des unteren Lei¬terabschnitts gesorgt werden. Zu diesem Zweck bildet die Bodenabstützung zumin¬dest einen Gleitkörper. Die Verschwenkung des untern Leiterabschnitts gegen dieLeiteraußenseite wird durch den die Strecklage bestimmenden Drehanschlag zwi¬schen den beiden Leiterabschnitten begrenzt.
Trotz des Gleitkörpers könnte es unter Umständen aufgrund von Pendelbewegun¬gen des unteren Leiterabschnitts dazu kommen, dass er nach dem Aufsetzen nichtgegen die Vorderseite der Leiter, sondern gegen die Rückseite hin verschwenktwird. Um dies zu unterbinden, kann die Bodenabstützung auf der Leitervorderseitemit Abstand von der durch den Schwerpunkt und die Anlenkachse des unteren Lei¬terabschnitts verlaufenden Ebene angeordnet werden. Das damit verbundene ex¬zentrische Aufsetzen des unteren Leiterabschnitts bedingt ein zusätzliches Dreh¬moment im Sinne eines Ausschwenkens des unteren Leiterabschnitts in die Streck¬lage, womit die gewünschte Schwenkbewegung des unteren Leiterabschnitts auchbei ungünstigen Bodenverhältnissen sichergestellt werden kann.
Werden als Gleitkörper Bodenrollen eingesetzt, so kann der Gleitwiderstand derBodenabstützung herabgesetzt werden. Allerdings kann dann zur Sicherung derBodenabstützung der Leiter in der Arbeitsstellung eine Bremseinrichtung für die Bo¬denrollen notwendig werden.
Aus Sicherheitsgründen und zur Erleichterung der Benutzung kann im oberen Aus¬stiegsbereich der Leiter wenigstens ein Griffholm vorgesehen werden. Damit dieserGriffholm automatisch aus einer abgeschwenkten Ruhelage in eine anschlagbe¬grenzte Gebrauchslage verlagert werden kann, kann der Griffholm auf der in derKonsole gelagerten Lagerwelle für den oberen Leiterabschnitt seitlich des Leiterab¬schnitts frei drehbar gelagert werden und mit einem Mitnehmer des oberen Leiter¬abschnitts Zusammenwirken, sodass der Griffholm beim Verschwenken der Leiter indie Arbeitsstellung in seine Gebrauchsstellung gegen einen der Konsole zugehöri¬gen Drehanschlag verlagert und in dieser Gebrauchsstellung festgehalten wird, bisdie Leiter wieder in die Ruhestellung verschwenkt wird. Der Griffholm wird dabei aufgrund eines Gewichtsmoments oder über einen gesonderten Mitnehmeranschlagdes oberen Leiterabschnitts in seine Gebrauchsstellung zurückbewegt.
Die Abstützung der Leiter in der Ruhelage kann über geeignete Auflagen erfolgen.Besonders günstige Konstruktionsbedingungen ergeben sich in diesem Zusam¬menhang, wenn die Konsole selbst diese Auflage bildet, weil dann die Konsole eineallen Montageanforderungen genügende Baueinheit ergibt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zei¬gen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Leiteranordnung in der Arbeitsstellung der Leiter ineiner vereinfachten Seitenansicht,
Fig. 2 die Leiteranordnung nach Fig. 1 in Ansicht von vorne,
Fig. 3 die Leiteranordnung in der Ruhestellung der Leiter in einem schematischenLängsschnitt in einem größeren Maßstab,
Fig. 4 die Leiter im Bereich ihrer oberen Lagerung in ihrer Arbeitsstellung in einemLängsschnitt in einem größeren Maßstab,
Fig. 5 die Leiter gemäß der Fig. 4 in einer Vorderansicht undFig. 6 die Leiteranordnung in zwei Zwischenstellungen der Leiter zwischen der Ru¬he- und der Arbeitsstellung in einer schematischen Seitansicht in einem klei¬neren Maßstab.
Die Leiteranordnung gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist eine bei¬spielsweise auf einer Mauerkrone, einem Flachdach oder dgl. eines Bauwerks 1vorgesehene Konsole 2 auf, in der eine Leiter 3 schwenkbar gelagert ist, und zwarmit Hilfe einer in der Konsole 2 drehbar gehaltenen Lagerwelle 4 zum Verschwen-ken der Leiter 3 mit Hilfe eines Schwenktriebs 5. Dieser Schwenktrieb 5 umfasstgemäß dem Ausführungsbeispiel einen Motor 6 mit einem nachgeschaltetenSchneckengetriebe 7, um bei einem Motorausfall für eine Getriebeselbsthemmungzu sorgen.
Die Leiter 3 ist aus einem oberen Leiterabschnitt 8 und einem unteren Leiterab¬schnitt 9 zusammengesetzt, die miteinander über eine Gelenkachse 10 außerhalb der durch einen Drehanschlag 11 bestimmten Strecklage gegeneinander frei dreh¬bar gelagert sind. Dieser Drehanschlag 11 ist auf der Leitervorderseite vorgesehenund kann entweder dem oberen oder dem unteren Leiterabschnitt 8, 9 zugeordnetwerden. Zur Bodenabstützung ist der untere Leiterabschnitt 9 mit Gleitkörpern 12 inForm von Bodenrollen 13 versehen. Wird der Schwenkantrieb 5 zum Hochschwen¬ken der Leiter 3 aus der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Arbeitsstellung Überkopf indie Ruhestellung nach der Fig. 3 verschwenkt, so hebt der obere Leiterabschnitt 8den unteren Leiterabschnitt 9 zunächst vom Boden 14 ab, um ihn gemäß der Fig. 6in einer gewichtsbedingten Hängelage anzuheben, bis sich der untere Leiterab¬schnitt 9 an den oberen Leiterabschnitt 8 anlegt und dann gemeinsam mit dem obe¬ren Leiterabschnitt 8 auf die Konsole 2 abgelegt wird, die zu diesem Zweck eineAuflage 15 für die Leiter 3 bildet. Da der untere Leiterabschnitt 9 auf dem oberenLeiterabschnitt 8 zu liegen kommt, bedarf es keiner konstruktiven Maßnahmen, dieRuhestellung der Leiter 3 zu sichern.
Zum Abschwenken der Leiter 3 aus der Ruhestellung in die Arbeitsstellung wird derSchwenktrieb 5 gegensinnig angesteuert, sodass der obere Leiterabschnitt 8 mitdem anliegenden unteren Leiterabschnitt 9 von der Auflage 15 der Konsole 2 weg¬geschwenkt wird und der untere Leiterabschnitt 9 nach einem Überschreiten dervertikalen Überkopflage schwerkraftbedingt vom oberen Leiterabschnitt 8 weg¬schwenkt und vom oberen Leiterabschnitt 8 frei nach unten hängt. Wie der Fig. 6entnommen werden kann, sind die Gleitkörper 12 auf der Leitervorderseite in einemAbstand a von einer Ebene 16 angeordnet, die durch Gelenkachse 10 und durchden Schwerpunkt S des unteren Leiterabschnitts 9 geht. Setzt demnach der untereLeiterabschnitt 9 aufgrund der Abschwenkbewegung des oberen Leiterabschnitts 8mit den Gleitkörpern 12 auf dem Boden 14 auf, so wird aufgrund der exzentrischenAnordnung der Gleitkörper 12 ein zusätzliches Drehmoment auf den unteren Leiter¬abschnitt 9 ausgeübt, das das über den oberen Leiterabschnitt 8 auf den unterenLeiterabschnitt 9 einwirkende Drehmoment unterstützt und für ein sicheres Aus¬schwenken des unteren Leiterabschnitts 9 in die anschlagbegrenzte Arbeitsstellungder Leiter 3 sorgt.
Um den Ausstieg zu erleichtern, ist die Leiteranordnung im Bereich des oberen En¬des der Leiter 3 mit wenigstens einem Griffholm 17 versehen, der frei drehbar aufder Lagerwelle 4 seitlich neben dem oberen Leiterabschnitt 8 gelagert ist, um auseiner abgeschwenkten Ruhelage gemäß der Fig. 3 in eine Gebrauchslage gemäßden Fig. 4 und 5 verschwenkt werden zu können, und zwar mit Hilfe eines am obe¬ren Leiterabschnitt 8 angeordneten Mitnehmers 18. Dieser Mitnehmer 18 bedingtbeim Verschwenken der Leiter 3 in ihre Arbeitsstellung ein Hochschwenken desGriffholms 17 in eine durch einen Drehanschlag 19 auf der Konsole 2 vorgegebeneGebrauchsstellung, in der der Griffholm 17 durch den Mitnehmer 18 gehalten wird.Beim Rückschwenken der Leiter 3 in ihre Ruhestellung kehrt der Griffholm 17 auf¬grund seiner gewichtsbedingten Anlage am Mitnehmer 18 wieder in seine Ruhestel¬lung zurück.

Claims (6)

  1. Patentansprüche 1. Leiteranordnung mit einer aus einem unteren Leiterabschnitt (9) und einemmit diesem unteren Leiterabschnitt (9) gelenkig verbundenen oberen Leiterabschnitt(8) zusammengesetzten Leiter (3), die an ihrem oberen Ende verschwenkbar aufeiner Konsole (2) gelagert und durch einen Schwenktrieb (5) zwischen einer abge¬schwenkten, bodenseitig abgestützten Arbeitsstellung und einer hochgeschwenktenRuhestellung verschwenkbar ist, und mit einer Auflage (15) für die Überkopf in dieRuhestellung geschwenkte Leiter (3), dadurch gekennzeichnet, dass der untere Lei¬terabschnitt (9) gegenüber dem oberen Leiterabschnitt (8) zwischen einer an¬schlagbegrenzten Strecklage und einer Anlage am oberen Leiterabschnitt (8) aufder Leitervorderseite frei drehbar gehalten ist und wenigstens einen Gleitkörper (12)als Bodenabstützung aufweist.
  2. 2. Leiteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bo¬denabstützung auf der Leitervorderseite mit Abstand (a) von der durch den Schwer¬punkt (S) und die Gelenkachse (10) des unteren Leiterabschnitts (9) verlaufendenEbene (16) angeordnet ist.
  3. 3. Leiteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass deruntere Leiterabschnitt (9) Bodenrollen (13) als Gleitkörper (12) aufweist.
  4. 4. Leiteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Boden¬rollen (13) mit einer Bremseinrichtung versehen sind.
  5. 5. Leiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich¬net, dass auf der in der Konsole (2) gelagerten Lagerwelle (4) für den oberen Lei- terabschnitt (8) wenigstens ein Griffholm (17) seitlich des Leiterabschnitts (8) freidrehbar gelagert ist, der einen Mitnehmer (18) für den Griffholm (17) aufweist, unddass die Konsole (2) einen Drehanschlag (19) für die Gebrauchsstellung des Griff¬holms (17) bildet.
  6. 6. Leiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich¬net, dass die Konsole (2) die Auflage (15) für die Leiter (3) in ihrer Ruhestellung bil¬det.
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