AT516192A2 - Vielfachklemme - Google Patents

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AT516192A2 ATA472/2015A AT4722015A AT516192A2 AT 516192 A2 AT516192 A2 AT 516192A2 AT 4722015 A AT4722015 A AT 4722015A AT 516192 A2 AT516192 A2 AT 516192A2
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Abstract

Vielfachklemme (1) für die Klemmung und/oder Kontaktierung von elektrischen Leitern (16, 17; 31, 32) oder Freileitungen oder Seilen mit einem Klemmenblock (2), der mindestens einen Kontaktierungskanal (34) mit einer vorder- und rückseitigen Kontaktierungsöffnung (14) aufweist, die zur Aufnahme einer zu klemmenden Leitung (17; 31, 32) oder Litze (16) oder eines Seils bestimmt ist; wobei jedem Kontaktierungskanal (34) mindestens eine Klemmschraube (3-8) zugeordnet ist, die in einer Gewindebohrung (9, 1 0) des Klemmenblocks (2) sitzt und mit ihrem Druckbolzen (15) in den Kontaktierungskanal (34) eingreift, wobei die Kontaktierungsöffnung (14) mit einer größeren Höhe als Breite ausgebildet ist und mindestens der Umfangsrand der Kontaktierungsöffnung (14) im unteren Bereich eine Verzahnung (18) aufweist.

Description

Vielfachklemme
Die Erfindung betrifft eine Vielfachklemme für elektrische Leiter, auch in derAusführung als Freileitungsklemme oder als Seilklemme nach dem Oberbegriffdes Patentanspruches 1.
Eine Vielfachklemme für elektrische Leiter ist beispielsweise mit demGegenstand der DE 70 33 210 U1 oder der DE 1 102 847 B bekannt geworden.
Bei beiden Ausführungen einer Vielfachklemme besteht der Nachteil, dass dieKontaktierung eines elektrischen Leiters nicht sicher genug ist.
Die DE 70 33 210 U1 verwendet zur Kontaktierung ein Druckstück, das an derzum Leiter zugewandten Seite eine Verzahnung aufweist.
Die gegenüberliegende Fläche, auf der der Leiter aufsitzt, ist unverzahnt. Ausdiesem Grund kann es Kontakt- und Leitfähigkeitsprobleme bei Alterung einersolchen Klemmenverbindung geben. Es kann im Übrigen nur jeweils eineinziger Leiter, und zwar nur ein Massivleiter, kontaktiert werden.
Der Konstruktions- und Herstellungsaufwand einer solchen Mehrfachklemme istim Übrigen hoch, weil ein separat von Klemmschrauben zu betätigendesDruckstück verwendet werden muss.
Ebenso muss die Gegenfläche getrennt hergestellt werden, was zu hohenHerstellungskosten führt.
Die DE 33 08 568 A1 zeigt eine aufwendige Konstruktion, bestehend aus einerDruckplatte, einem U-förmigen Kontaktelement, das von der Druckplatte beidseitig beaufschlagt wird, und schließlich von einer Kontaktierungsöffnung,deren eine Seite durch die obere Fläche des Kontaktelementes und derenandere, bodenseitige Fläche durch eine Verzahnungsfläche im Gehäusegebildet wird. Es werden insgesamt demnach zwei bewegbare Teile zurKontaktierung benötigt, was mit einem hohen Aufwand und einerVerschlechterung der Kontaktierbarkeit verbunden ist.
Im Übrigen ist die Kontaktierung einer zu kontaktierenden elektrischen Lascheungenügend, weil lediglich die Bodenfläche des Gehäuses mit einerVerzahnung ausgebildet ist. Eine ringsum laufende Verzahnung ist aus dieserDruckschrift nicht zu entnehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Mehrfachklemme der eingangsgenannten Art so weiterzubilden, dass bei wesentlich geringeremHerstellungsaufwand eine einwandfreie Kontaktierung über eine langeLebensdauer nicht nur von Massivleitern, sondern auch von Einzeldrähten,Litzendrähten und mehrdrähtigen Leitern gegeben ist. Ebenso sollenFreileitungsdrähte einwandfrei geklemmt werden. Die erfindungsgemäßeVielfachklemme soll auch als Seilklemme verwendbar sein.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehredes Anspruches 1 gekennzeichnet.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass in einem Klemmenblock eineAnzahl von Kontaktierungsöffnungen angeordnet ist, die parallel zueinanderangeordnet sind, wobei jeder Kontaktierungsöffnung mindestens zweihintereinanderliegende, die Kontaktierungsöffnung durchsetzendeKlemmschrauben angeordnet sind, deren Klemmbolzen in dieKontaktierungsöffnung hineinragt, und dass jede Kontaktierungsöffnung miteiner mindestens im Bodenbereich und den beiden gegenüberliegendenSeitenbereichen axial durchlaufenden Verzahnung ausgebildet ist.
Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass nun jedeKontaktierungsöffnung mit einer im Wesentlichen umlaufenden Verzahnungausgebildet ist, wobei in einer ersten bevorzugten Ausführungsform dieumlaufende Verzahnung, welche die Kontur der Kontaktierungsöffnungbestimmt, auch im Deckenbereich umläuft.
Es handelt sich also um eine um 360 Grad umlaufende Verzahnung, die sichüber den gesamten Öffnungsbereich der Kontaktierungsöffnung erstreckt unddie im Klemmenblock durchgeht.
In einer zweiten bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dassdie Kontaktierungsöffnung mit einer nicht-umlaufenden Verzahnung ausgebildetist, sondern dass die Verzahnung lediglich im Bodenbereich und imSeitenbereich angeordnet ist.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass dieProfilform der jeweiligen Kontaktierungsöffnung annähernd oval ist. Unter einersolchen bevorzugten Profilform wird verstanden, dass die Boden- undDeckenflächen der Kontaktierungsöffnung annähernd bogenförmig und dieSeitenflächen als gerade Flächen ausgebildet sind.
Die Erfindung ist darauf nicht beschränkt. In einer anderen Ausgestaltung kannes vorgesehen sein, dass die Bodenfläche und die Deckenfläche jeweilssymmetrisch gleiche Krümmungsradien aufweisen und etwakreissegmentförmig ausgebildet sind, dass aber die Seitenflächen nicht geradeausgebildet sind, sondern ausgebaucht sind.
In einer dritten Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass dieProfilform der Kontaktierungsöffnung insgesamt rund ausgebildet ist, und ineiner vierten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass das Profil derKontaktierungsöffnung wahlweise rechteckig oder quadratisch ausgebildet ist.
Bei der erfindungsgemäßen Verzahnung der Kontaktierungsöffnungen, die sichnach dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel über die gesamte Wandungder Kontaktierungsöffnung und des Kontaktierungskanals erstrecken, wird esbevorzugt, dass die Verzahnungen einem regelmäßigen, symmetrischenMuster folgen. Es kann sich hierbei um ein symmetrisches Wellenmusterhandeln, das heißt, es sind Verzahnungen vorhanden, die einen relativ kleinenKrümmungsradius aufweisen, wobei der Krümmungsradius, der ein Maximumbeschreibt, etwa gleichgroß ist wie der Krümmungsradius, der ein Minimum desjeweiligen Zahnes beschreibt.
Hierdurch ergibt sich eine gleichmäßige, etwa wellenförmige Verzahnung, dieim bevorzugten Ausführungsbeispiel etwa ringsumlaufend um dieKontaktierungsöffnung herum läuft und den gesamten Kontaktierungskanalauskleidet.
Mit der gegebenen technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass eine Vielzahlvon elektrischen Leitern einwandfrei und sicher kontaktiert werden kann, denndie Kontaktierung der elektrischen Leiter erfolgt durch zugeordneteKlemmschrauben, deren bolzenseitiges Ende in den jeweiligenKontaktierungskanal hineingreift, wobei jede Kontaktierungsöffnung axial vonvorne nach hinten im Klemmenblock durchgeht und den besagtenKontaktierungskanal bildet.
Des Weiteren ergibt sich der Vorteil, dass nun einwandfrei Litzendrähtegeklemmt werden können, denn beim Klemmen derartiger Litzendrähte werdendiese verdrängt und in die regelmäßigen Zahnräume (bestehend aus Maximaund Minima der Verzahnungen) hineinverdrängt, wodurch sich eine sehr hoheKontaktierungsfläche ergibt, und auch die Haltekraft wesentlich verstärkt wird.
Durch die plastische Verformung der Litzendrähte wird demnach die Haltekraftdes Litzendrahtes in der Kontaktierungsöffnung nach dem Klemmen mit derKlemmschraube wesentlich verstärkt, denn durch das Verdrängen der
Einzellitzen in die zugeordneten Hohlräume, die durch die Verzahnung gebildetwerden, wird eine große Klemmoberfläche erzielt, die zu einer überlegenenHaltekraft bei der Festlegung von Litzendrähten führt.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass statt derLitzendrähte, bestehend aus Einzellitzen, auch Massivleiter oder Seillitzengeklemmt werden können.
Derartige Massivleiter bestehen bevorzugt aus Kupfer oder einem anderenleitfähigen Material, wie zum Beispiel Aluminium oder Kupferlegierungen, undhaben die Eigenschaft, dass sie beim Klemmen mit der jeweiligenKlemmschraube plastisch verformt werden, und in das regelmäßigeVerzahnungsmuster der umlaufenden Verzahnung im Bereich der
Kontaktierungsöffnung hineinverdrängt werden, wodurch die Kontaktoberflächevergrößert wird und die Haltekraft verbessert wird.
Es hat sich gezeigt, dass selbst durch die Anordnung von regelmäßigen,runden Verzahnungen, die durchaus nicht spitzwinklig sein müssen, es zu einerVerletzung der Oberfläche des jeweiligen Massivleiters kommt, die damitangeritzt wird und von eventuellen Oberflächen-Isolierungsschichten befreitwird, was insbesondere bei Kupfer- und Aluminiumleitern wichtig ist.
Es hat sich gezeigt, dass gerade bei der Kontaktierung von Aluminiumleitern dieder elektrischen Kontaktgabe entgegenstehende Korrosionsschicht durch dieregelmäßige Verzahnung des Verzahnungsbildes im Bereich der
Kontaktierungsöffnung aufgerissen und damit eine einwandfreie Kontaktierungermöglicht wird.
Aufgrund der Tatsache, dass mit dem bevorzugten Ausführungsbeispiel,welches eine Verzahnung mindestens im Bodenbereich und in den beidenSeitenflächen der Kontaktierungsöffnung vorsieht, ergibt sich der weitereVorteil, dass nicht mehr nur Massivleiter einwandfrei geklemmt und kontaktiert werden können, sondern darüber hinaus auch noch mehrere übereinanderliegende Leiter, die als Massivleiter oder Einzellitzenleiter oder alsSeillitzen ausgebildet sein können.
Durch die gestapelte Einführung mehrerer Leiter wird gleichwohl eineeinwandfreie Kontaktierung im Bereich der Verzahnung erreicht, weil sich dieVerzahnung erfindungsgemäß mindestens im Bodenbereich und in den beidenam Bodenbereich sich anschließenden Seitenbereichen erstreckt.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung verläuft deshalb dieVerzahnung etwa in einem Winkel von 270 Grad umlaufend in derKontaktierungsöffnung, wobei der Deckenbereich nicht unbedingt verzahnt seinmuss.
In einer Weiterbildung kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass auch derDeckenbereich verzahnt ist.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht der Klemmenblockaus einem Aluminiummaterial oder aus einer Aluminiumlegierung.
Die Gewindebohrungen bei Einsatz der Klemmschrauben sind in einembeliebigen Gewindemaß angeordnet, zum Beispiel kann es sich hier um dasGewindemaß M10x1 handeln.
Zur Klemmung von Niederspannungs- und Hochspannungsleitern wird eineGröße des Klemmenblockes von etwa 30 x 30 x 15 mm vorgesehen.
Jede Kontaktierungsöffnung hat zum Beispiel eine Breite von etwa 7 mm undeine Höhe von 12 mm.
Je nach Stromstärke und der Dimension des zu kontaktierenden Leiters sinddiese Maße in weiten Grenzen abwandelbar.
Eine Klemmschraube hat beispielsweise eine Länge von 15 mm, wobei dasbolzenseitige Ende der Klemmschraube eine Länge von bevorzugt 2-5 mmaufweist.
Selbstverständlich ist in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dassder erfindungsgemäße Klemmenblock, der aus einer hochleitfähigenAluminiumlegierung besteht, noch in einem isolierenden Kunststoffgehäuseangeordnet sein kann.
Der lediglich beispielhaft dargestellte Klemmenblock kann auch alsStromschienen-Kontaktierung ausgebildet sein. In diesem Fall würde dergesamte Körper des Klemmenblockes als Stromschiene ausgebildet sein.
In einer anderen Ausgestaltung kann der Klemmenblock auch auf dieStromschiene leitfähig aufgeschraubt werden.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur ausdem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus derKombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbartenAngaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellteräumliche Ausbildung, werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sieeinzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungswegdarstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus denZeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmaleund Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen:
Figur 1: perspektivische Ansicht eines Klemmenblocks
Figur 2: ein Schnitt ähnlich der Linie ll-ll in Figur 1 in einer vereinfachtenAusführung
Figur 3: ein Schnitt ähnlich der Linie lll-lll in Figur 1
Figur 4: die Stirnansicht von zwei Kontaktierungsöffnungen des
Klemmenblockes gemäß Figur 1
Figur 5: die vergrößerte Ansicht einer Wellenform der Verzahnung
Figur 6: eine vergrößerte Ansicht im Vergleich zu Figur 6 mit Darstellung derKontaktierung eines elektrischen Leiters
Figur 7: eine erste Abwandlung bezüglich des Profils der Kontaktierungsöffnung
Figur 8: eine zweite Abwandlung bezüglich des Profils der
Kontaktierungsöffnung
In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Vielfachklemme 1 dargestellt, die imbevorzugten Ausführungsbeispiel aus einem Dreifach-Klemmenblock 2 besteht.
Es versteht sich von selbst, dass der Klemmenblock 2 in jeder beliebigenanderen Konstellation ausgebildet sein kann. Er kann als Einfach-, Zweifach¬oder Vielfach-Klemmenblock ausgebildet sein, wobei allen Ausführungsformengemeinsam ist, dass die Kontaktierung durch einen über die gesamte Tiefe desKlemmenblockes hindurchlaufenden Kontaktierungskanal erfolgt, der jeweilsvon einer Kontaktierungsöffnung 14 stirnseitig begrenzt ist.
Es reicht in einem ersten Ausführungsbeispiel aus, wenn jedemKontaktierungskanal nur eine einzige Klemmschraube zugeordnet wird.
In einer bevorzugten Ausgestaltung, die in Figur 1 dargestellt ist, ist jedochvorgesehen, dass jedem Kontaktierungskanal jeweils zwei Klemmschraubenzugeordnet sind, wobei dem ersten Kontaktierungskanal die Klemmschrauben5, 8, dem zweiten Kontaktierungskanal die Klemmschrauben 4, 7 und demdritten Kontaktierungskanal die Klemmschrauben 3, 6 zugeordnet sind.
Die Klemmschrauben haben jeweils einen Abstand 11 zueinander und könnendemnach senkrecht zu diesem Abstand 11 in beliebiger Weise nach links undrechts fortgesetzt werden und weitere Kontaktierungskanäle bilden.
Jede Klemmschraube 3-8 sitzt in einer zugeordneten Gewindebohrung 9, 10,wobei die Gewindebohrungen 9, 10 gleich ausgebildet sind und lediglichbeispielhaft in Figur 2 dargestellt sind.
Gemäß Figur 2 weist jede Klemmschraube 3-8 an ihrer unteren Seite einDruckbolzen 15 auf, der etwa rundzylindrisch ausgebildet ist, ohne Gewindeausgebildet ist und der werkstoffeinstückig mit dem Material derKlemmschraube 3-8 verbunden ist.
Die Stirnseite des Druckbolzens 15, die auf dem zu kontaktierenden Leiteraufsitzt, kann leicht ballig ausgebildet sein. Statt dieser Ausführungsform kanndie Kontaktierungsfläche jedoch auch als Schneidring ausgebildet sein, wasbedeutet, dass sie konvex ist und nach innen vorspringt, sodass sich außenumlaufende Kontaktierungsgrate ergeben.
Figur 2 zeigt die Kontaktierung von verschiedenen elektrischen Leitern. Auf derlinken Seite ist dargestellt, dass die jeweilige Klemmschraube 3 in einerbevorzugten Ausgestaltung im Bereich des Druckbolzens 15 mit einemSchneidring 12 ausgebildet sein kann, der die Gewindeschraube 6 gegen
Herausschrauben aus der Gewindebohrung 9 sichert. Sie ist demnachunverlierbar in der Gewindebohrung 9 gehalten.
Auf der linken Seite ist ferner dargestellt, dass ein Litzendraht 16 mit einerVielzahl von Einzellitzen durch den Druckbolzen 15 der Klemmschraube 6kontaktiert wird, indem die Einzeldrähte des Litzendrahtes 16 in die Verzahnung18 im Bereich der Kontaktierungsöffnung 14 hinein verdrängt werden. Dadurcherhalten die Litzendrähte 16 eine große Haltefestigkeit, weil sie in die relativkleinen Radien der Verzahnung 18 hineinverdrängt werden, sich gegenseitiganeinanderreiben und an der Verzahnung 18 eine vergrößerteKontaktierungsfläche vorfinden.
In einem anderen Ausführungsbeispiel ist in Figur 2 auf der rechten Seitedargestellt, dass durch eine gleiche Gewindeschraube, die nur teilweisedargestellt ist, ein Massivleiter 17 geklemmt wird. Dieser wird durch denDruckbolzen 15 der Klemmschraube 6 plastisch verformt, und unter plastischerVerformung in die Verzahnung 18 hineingedrängt.
Die Figur 3 zeigt, dass die erfindungsgemäße Vielfachklemme 1 die Möglichkeitgibt, sowohl Massivleiter 17 zu klemmen, aber auch einzelneübereinandergelegte kleinere Massivleiter oder auch Aderendhülsen oderSeilklemmhülsen, die als Hülsen 31,32 auf der rechten Seite dargestellt sind.
Wichtig nach Figur 3 ist auch, dass die erfindungsgemäße Verzahnung 18 überdie gesamte Länge des Kontaktierungskanals 34 hindurch läuft, wie es in Figur3 dargestellt ist.
In Figur 4 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Esreicht aus, die erfindungsgemäße Verzahnung 18 lediglich im Bodenbereich 25der Kontaktierungsöffnung 14 und noch zusätzlich im Seitenbereich 26durchlaufen zu lassen. Die Verzahnung überstreicht damit einen Winkel von etwa 270 Grad in Bezug auf den Öffnungswinkel der Kontaktierungsöffnung 14,der mit 360 Grad angegeben ist.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass auch derDeckenbereich 27 mit einer Verzahnung versehen ist, wie es in Figur 4dargestellt ist.
Die Verzahnung 18 besteht aus einzelnen Kontaktierungszähnen 23, dieanhand der Figur 5 vergrößert dargestellt sind.
Figur 5 zeigt hierbei, dass die Kontaktierungszähne 23 ein etwa regelmäßigesWellenmuster bilden, wie zum Beispiel eine Sinuswelle oder eine andereharmonische Schwingungswelle.
Hierbei ergibt sich, dass der Radius 20 des Maximums 21 genauso groß ist wieder Radius 20 des Minimums 22, sodass es sich um eine regelmäßige Welledes Zahnbildes 19 handelt.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann es jedoch vorgesehen sein,dass statt eines wellenförmigen, symmetrischen und gleichmäßigen Zahnbildes19 ein unregelmäßiges Zahnbild gewählt wird, weil beispielsweise derKrümmungsradius 20 im Maximum 21 kleiner gewählt ist als derKrümmungsradius 20 im Minimum 22, wodurch das Zahnbild 19 spitzwelligerwird.
Die Figur 6 zeigt in vergrößerter Darstellung die überlegenden Kontaktierungs¬und Festhalteeigenschaften durch die erfindungsgemäße Verzahnung 18. DasZahnbild 19 zeigt die in Figur 5 dargestellte Welle, und es ist erkennbar, dassdie Kontaktierungszähne 13, die in die Kontaktierungsöffnung 14 hineinragen,gleich geformte, plastische Einkerbungen 24 an dem Massivleiter 17 ausführen,der somit in seiner Oberflächen-Beschaffenheit verändert wird, wodurch die
Kontaktierungsoberfläche einerseits erhöht wird und andererseits die Haltekraftverbessert wird.
In Figur 3 ist noch dargestellt, dass jeder beliebige Leiter mit einer Isolierung 29versehen werden kann. Aus Figur 3 ergibt sich in Verbindung mit der Figur 2,dass die Betätigungsöffnung 28 zur Werkzeugbetätigung jeder Klemmschraube3-8 in beliebiger Weise ausgebildet sein kann. Es kann sich hierbei um eineInbus-Öffnung, um eine Schlitzöffnung oder um andereWerkzeugbetätigungsöffnungen handeln.
Die Figur 7 zeigt, dass statt der ovalen Profilierung der Kontaktierungsöffnung14 auch eine runde Profilierung mit einer umlaufenden Verzahnung vonKontaktierungszähnen 23 erfolgen kann.
Ebenso zeigt die Figur 8, dass in Abwandlung auch eine rechteckig oderquadratisch profilierte Kontaktierungsöffnung 14 vorgesehen werden kann.
Insgesamt zeichnet sich die vorliegende Erfindung durch den Vorteil aus, dasseine relativ einfach herzustellende Verzahnung als symmetrisches Zahnprofileine Verbesserung der Haltekraft und eine Verbesserung derKontaktierungsoberfläche erbringt, wobei es gleichgültig ist, ob Massivleiteroder Litzen- oder Seildrähte kontaktiert werden.
Durch die bezüglich der Kontaktierung erhöhte Kontaktierungsfläche wird auchdie Temperatur erniedrigt, die durch die Stromleitung entsteht.
Die Merkmale der Erfindung werden nachfolgend summarisch dargestellt: 1. Oberflächenvergrößerung der eingeklemmten Leiter, somitKontaktflächenvergrößerung der Leiter mit der Konsequenz derTemperaturreduktion im Klemmkörper und im Einbaugehäuse bzw. Umfeld. 2. Einklemmen von mehrdrähtigen Leitern (AI und CU) ohne Aderendhülse. 3. Größere Haltekraft der Leiter in der Klemme gegenüber herkömmlichenKlemmen. 4. Zwei Leiter können in einer Klemme geklemmt werden, unabhängig vonQuerschnitt und Leiterbeschaffenheit (fein-, mehrdrähtig oder Massivleiter). 5. Je Klemme nur eine anstatt zwei Schrauben, dadurch entsteht eineZeitersparnis in der Montage. 6. Kein Aufkeilen der eingeklemmten Leiter durch eine Massivschraube. 7. Breiter Einsatzbereich der Klemme, z. B. von 42 bis 352. 8. Geringerer Platzbedarf (in der Breite) als herkömmliche Klemmen. 9. Multifunktionale Einsatzbereiche, als Einzel- oder Hauptleitungs- oderStromschienenklemme. 10. Durch Zinnbeschichtung korrosionsbeständig gegenüber Salzeinflüssen. 11. Beim Einsatz von elektroleitfähigem Aluminium (doppelte Leitfähigkeit wieMessing, das herkömmlich verwendet wird) geringererÜbertragungswiderstand und Stromverlust. Dies hat zur Folge, dass einegeringere Temperatur entsteht, die Vorteile sind in Punkt 1 aufgelistet.
Werkstoff:
Eigene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich mit elektroleitfähigerAluminiumlegierung (min. 30 mS/m) das beste Kosten-Nutzen-Verhältniserzielen lässt. Möglich wäre auch der Einsatz von Messing, das über dieerforderlichen mechanischen Eigenschaften verfügt, aber über eine geringereLeitfähigkeit. Kupfer verfügt über eine höhere Leitfähigkeit, doch diemechanischen Eigenschaften sind derzeit ungeeignet.
Zeichnunasleqende 1 Vielfachklemme 2 Klemmenblock 3 Klemmschraube 4 Klemmschraube 5 Klemmschraube 6 Klemmschraube 7 Klemmschraube 8 Klemmschraube 9 Gewindebohrung 10 Gewindebohrung 11 Abstand 12 Schneidring 13 14 Kontaktierungsöffnung 15 Druckbolzen 16 Litzendraht 17 Massivleiter 18 Verzahnung 19 Zahnbild 20 Radius 21 Maximum 22 Minimum 23 Kontaktierungszahn 24 Einkerbung 25 Bodenbereich 26 Seitenbereich 27 Deckenbereich 28 Betätigungsöffnung 29 Isolierung 30 31 Hülse 32 Hülse 33 34 Kontaktierungskanal

Claims (10)

  1. Patentansprüche 1. Vielfachklemme (1) für die Klemmung und/oder Kontaktierung vonelektrischen Leitern (16, 17; 31, 32) oder Freileitungen oder Seilen mit einemKlemmenblock (2), der mindestens einen Kontaktierungskanal (34) mit einervorder- und rückseitigen Kontaktierungsöffnung (14) aufweist, die zur Aufnahmeeiner zu klemmenden Leitung (17; 31, 32) oder Litze (16) oder eines Seilsbestimmt ist; wobei jedem Kontaktierungskanal (34) mindestens eineKlemmschraube (3-8) zugeordnet ist, die in einer Gewindebohrung (9, 10) desKlemmenblocks (2) sitzt und mit ihrem Druckbolzen (15) in denKontaktierungskanal (34) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass dieKontaktierungsöffnung (14) mit einer größeren Höhe als Breite ausgebildet istund mindestens der Umfangsrand der Kontaktierungsöffnung (14) im unterenBereich eine Verzahnung (18) aufweist.
  2. 2. Vielfachklemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich dieVerzahnung (18) am Umfangsrand der Kontaktierungsöffnung (14) über dieaxiale Länge des Kontaktierungskanals (34) erstreckt.
  3. 3. Vielfachklemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dassdie Verzahnung (18) mindestens im Bodenbereich (25) und im Seitenbereich(26) des Kontaktierungskanals (34) angeordnet ist.
  4. 4. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (18) auch im Deckenbereich (27) desKontaktierungskanals (34) angeordnet ist.
  5. 5. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (18) aus einzelnenKontaktierungszähnen (23) besteht, die ein etwa regelmäßiges Wellenmusterbilden.
  6. 6. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Kontaktierungsöffnung (14) oval oderrechteckig oder quadratisch oder rund ist.
  7. 7. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmenblock (2) als Einzel- oder alsHauptleitungs- oder als Stromschienenklemme oder als Reiheneinbauklemmeoder Abzweigklemme ausgebildet ist.
  8. 8. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmenblock (2) aus einem elektroleitfähigenAluminium besteht.
  9. 9. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmenblock (2) mit Zinn beschichtet ist.
  10. 10. Vielfachklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass der Druckbolzen (15) der Klemmschraube (3) mit einemSchneidring (12) ausgebildet ist.
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