AT516264A4 - Stütze zur Verbindung mit einem Plattenelement - Google Patents
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Abstract
Stütze zur Verbindung mit einem Plattenelement, insbesondere De-ckenelement (2), mit einem Stützenelement (3) zum Abstützen des Plattenelements (2) und mit einem innerhalb des Plattenelements (2) anordenbaren Lastaufnahmeelement (6) zur Aufnahme von am Plattenelement (2) wirkenden Lasten, insbesondere von Biegelas-ten bzw. Durchstanzlasten, wobei das Stützenelement (3) einen Mantel (4) aus Metall und einen Kern (5) aus Beton aufweist, wo-bei das Stützenelement (3) an einem Endbereich eine Ausnehmung (7) zum Durchtritt des Lastaufnahmeelements (6) aufweist, wobei das Lastaufnahmeelement (6) zumindest ein durch die Ausnehmung (7) des Stützenelementes (3) durchtretendes Hohlprofilelement (9) aufweist, wobei das Hohlprofilelement von der einen Seite des Stützenelements (3) durch die Ausnehmung (7) auf die andere Seite des Stützenelements (3) erstreckt ist, sowie Bauelement mit einem solchen Stützenelement (3) und einem darauf abgestütz-ten Plattenelement.
Description
Die Erfindung betrifft eine Stütze zur Verbindung mit einemPlattenelement, insbesondere Deckenelement, mit einem Stützen¬element zum Abstützen des Plattenelements und mit einem inner¬halb des Deckenelements anordenbaren Lastaufnahmeelement zurAufnahme von am Plattenelement wirkenden Lasten, insbesonderevon Biegelasten bzw. Durchstanzlasten, wobei das Stützenelementan einem Endbereich eine Ausnehmung zum Durchtritt des Lastauf¬nahmeelements aufweist.
Weiters betrifft die Erfindung ein Bauelement mit einem Stützen¬element und mit einem darauf abgestützten Plattenelement, insbe¬sondere Deckenelement.
Die US 2,834,196 beschreibt den Anschluss einer Hohlverbundstüt¬ze bestehend aus einem Eisenmantel mit einem Betonkern an einenGebäudeboden beschreibt. Am oberen Ende der Stütze ist eineKopfStruktur zur Aufnahme von Biegekräften vorgesehen. Die Kopf¬struktur weist einerseits gekreuzte Durchgangsplatten auf, wel¬che vertikal verlaufende Ausnehmungen der Stütze durchsetzen.
Die Platten können an den Kreuzungspunkten miteinander ver¬schweißt sein. Andererseits weist die KopfStruktur vier I-Profile auf, welche sternförmig an der Stütze angeordnet sind.Die Durchgangsplatten sind mit den I-Profilen verschweißt. MitHilfe der I-Profile an den Durchgangsplatten können Biegemomentebis zu einem gewissen Grad in die Hohlverbundstütze abgeleitetwerden.
Die Lastableitung mittels der bekannten Kopfstruktur hat sichjedoch bei hochbelasteten Einbausituationen als unzureichendherausgestellt. Nachteilig ist insbesondere, dass die I-Profileam Mantel der Stütze enden, wobei innerhalb der Stütze lediglichdie ebenen Durchgangsplatten vorhanden sind. Durch diese Quer¬schnittsveränderung wird die Ableitung von Biegemomenten in dieStütze beeinträchtigt. Schließlich erschwert das I-Profil samtden daran angeschweißten Stahlplatten die Anbringung von Beweh¬rungselementen im Bereich der KopfStruktur.
Demnach besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin,die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen bzw. zu lin¬dern. Die Erfindung setzt sich daher insbesondere zum Ziel, eine
Stütze der eingangs angeführten Art zu schaffen, mit welcher ho¬he Biegemomente zuverlässig in das Stützenelement abgeleitetwerden können. Weiters soll das Durchstanzen im eingebauten Zu¬stand selbst bei hohen Lasten verhindert werden.
Diese Aufgabe wird durch eine Stütze mit den Merkmalen von An¬spruch 1 und ein Bauelement mit den Merkmalen von Anspruch 14gelöst.
Erfindungsgemäß weist das Lastaufnahmeelement zumindest eindurch die Ausnehmung des Stützenelementes durchtretendes Hohl¬profilelement auf.
Demnach ist zur Ableitung von Biegemomenten in das Stützenele¬ment ein Hohlprofilelement vorgesehen, welches eine in Umfangs¬richtung geschlossene Wandung, insbesondere aus Metall, auf¬weist, die einen zentralen Hohlraum einschließt. Dadurch ist ei¬ne eingespannte Verbindung zwischen Stützenelement und Platten¬element vorgesehen. Vorzugsweise ist das Hohlprofilelement fixmit dem Stützenelement verbunden. Zu diesem Zweck ist bevorzugteine Schweißverbindung zwischen dem Hohlprofilelement und demStützenelement vorgesehen. Das Hohlprofilelement weist eineLängserstreckung auf, wobei der Querschnitt des Hohlprofilele¬ments, bezogen auf die Ebene senkrecht zur Längserstreckung, inLängsrichtung im Wesentlichen konstant ist. Dadurch kann einegleichmäßige Lastabtragung insbesondere von einem Deckenelement,welches vorzugsweise als Stahlbetonflachdecke ausgeführt ist, indas Stützenelement erzielt werden. Die Stütze kann jedoch auchzur Herstellung einer (eingespannten) Verbindung mit anderenPlattenelementen, wie Bodenplatten bzw. Fundamenten, insbesonde¬re aus Stahlbeton eingesetzt werden. Weiters ist vorteilhaft,dass die Anordnung von Bewehrungselementen, beispielsweise vonLängsbewehrungen, erleichtert wird. Darüber hinaus kann dasHohlprofilelement vergleichsweise hohe Biegekräfte aufnehmen,welche durch die im Wesentlichen passgenaue Anordnung des Hohl¬profilelements innerhalb der Ausnehmung des Stützenelements zu¬verlässig in das Stützenelement abgeleitet werden. Die erfin¬dungsgemäße Ausführung bietet vorteilhafterweise einen umfassen¬den Schutz gegen das Durchstanzen. Darunter wird im Bauwesen einQuerkraftversagen einer Stahlbetonplatte durch die lokale Belas- tung im Bereich der Stütze verstanden. Demnach beugt das Last¬aufnahmeelement einem Querkraftversagen im eingebauten Zustandselbst bei hohen Lasten vor. Erfindungsgemäß können Rissbildun¬gen im Plattenelement zuverlässig verhindert sowie die Anzahlder Deckenbewehrungselemente im Stützenbereich reduziert werden.Um die Biegemomente vom Plattenelement in das Stützenelement ab¬zuleiten, ist es günstig, wenn sich das Hohlprofilelement im We¬sentlichen senkrecht zur Längsachse des Stützenelements durchdie Ausnehmung des Stützenelements erstreckt. Das Hohlprofilele¬ment ist daher im Wesentlichen senkrecht zu dem Stützenelementbzw. in der Hauptebene des Plattenelements angeordnet, wobeisich das Hohlprofilelement von der einen Seite des Stützenele¬ments durch die Ausnehmung auf die andere Seite des Stützenele¬ments erstreckt. Demnach tritt das Hohlprofilelement vollständigdurch das Stützenelement durch.
Um einerseits den Einbau des Lastaufnahmeelements zu erleichternund andererseits eine einfache Anschlussmöglichkeit für einStützenelement des darüberliegenden Stockwerks zu schaffen, istes vorteilhaft, wenn die Ausnehmung des Stützenelements nachoben offen ist, wobei das Hohlprofilelement vorzugsweise im We¬sentlichen zur Hälfte über eine Oberkante am Endbereich desStützenelements nach oben vorsteht. Demnach kann das Hohlprofil¬element von oben her in die Ausnehmung des Stützenelements ein¬gesetzt werden, in welcher das Lastaufnahmeelement vorzugsweiseim Wesentlichen passgenau bzw. spielfrei angeordnet ist. Danachkann das Lastaufnahmeelement insbesondere über eine Schweißver¬bindung fix mit dem Stützenelement verbunden werden. Für dieZwecke dieser Offenbarung beziehen sich die Ortsangaben „oben"und „unten" auf den eingebauten Zustand der Stütze, wobei dasStützenelement im Wesentlichen vertikal und das Plattenelementim Wesentlichen horizontal angeordnet ist. Bevorzugt ist dasLastaufnahmeelement insbesondere über eine Schweißverbindung fixmit den Stützenelementen der zwei übereinander liegenden Stock¬werke verbunden. Darüber hinaus ist es günstig, wenn die Stüt¬zenelemente der übereinander liegenden Stockwerke insbesondereüber eine Schweißverbindung fix miteinander verbunden sind.
Um das Lastaufnahmeelement zur Aufnahme hoher Biegemomente beigeringem Materialaufwand einzurichten, ist es günstig, wenn das
Hohlprofilelement einen rechteckigen, insbesondere im Wesentli¬chen quadratischen, Querschnitt aufweist. Bei dieser Ausführungist die Ausnehmung des Stützenelements entsprechend dem Hohlpro¬filelement mit einem rechteckigen Querschnitt ausgebildet. DieAusführung des Lastaufnahmeelements als Hohlprofilelement mitrechteckigem Querschnitt hat sich als besonders günstig erwie¬sen, um den Biegemomenten im belasteten Zustand des Plattenele¬ments standzuhalten. Diese Ausführung zeichnet sich zudemdadurch aus, dass das Durchstanzen des Plattenelements im Be¬reich der Abstützung auf dem Stützenelement zuverlässig vermie¬den wird.
In manchen Ausführungsvarianten ist es zur Aufnahme von Biege¬lasten vorteilhaft, wenn das Lastaufnahmeelement zumindest zwei,vorzugsweise genau zwei, Hohlprofilelemente aufweist, derenLängsachsen im Wesentlichen im rechten Winkel zueinander ange¬ordnet sind. Bei dieser Ausführung erstrecken sich die Hohlpro¬filelemente im Wesentlichen senkrecht zueinander durch entspre¬chende Ausnehmungen des Stützenelements. Bevorzugt sind die bei¬den Hohlprofilelemente in derselben horizontalen Ebene angeord¬net, wobei eines der beiden Hohlprofilelemente zwei Abschnitteaufweist, welche jeweils mit dem anderen Hohlprofilelement ver¬bunden, insbesondere verschweißt, sind. Bei dieser Ausführungist daher eines der beiden Hohlprofilelemente im Bereich des an¬deren Hohlprofilelements unterbrochen.
Zur gleichmäßigen Lastabtragung in das Stützenelement ist esweiters günstig, wenn die zwei Hohlprofilelemente innerhalb derAusnehmung des Stützenelements unbeweglich miteinander verbundensind, wobei vorzugsweise eine Schweißverbindung zwischen denzwei Hohlprofilelementen vorgesehen ist.
Zur Erzielung einer formschlüssigen Verbindung zwischen demLastaufnahmeelement und dem Beton des Plattenelements ist es vonVorteil, wenn das Hohlprofilelement mit zumindest einem Verbun¬delement, insbesondere Kopfbolzenelement, vorzugsweise Doppel¬kopfankerelement, verbunden ist, dessen Längsachse vorzugsweiseim Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Stützenelements an¬geordnet ist. Das Verbundelement ist für eine formschlüssigeVerbindung, d.h. Verblockung, mit dem Plattenelement eingerich¬ tet. Das Doppelkopfankerelement ist vorzugsweise als Kopfbolzen¬dübel oder Doppelkopfanker ausgebildet. Solche Verbundelementesind vorteilhafterweise zur Aufnahme horizontaler Kräfte, bei¬spielsweise in Folge von Wind oder Erdbeben, eingerichtet. DasDoppelkopfankerelement weist zumindest ein Kopfteil auf, welchesgegenüber einem Schaftteil verbreitert ist. Im Fall eines Kopf¬bolzendübels ist der Schaftteil mit einer rauen Oberfläche aus¬geführt; der Doppelkopfanker weist ein profiliertes bzw. struk¬turiertes Schaftteil auf. Vorzugsweise weist das Doppelkopfan-kerelement Kopfteile an gegenüberliegenden Enden des Schaftteilsauf. Im Stand der Technik sind Kopfbolzendübel oder Doppelkopf¬anker an sich bekannt, jedoch hat sich überraschend herausge¬stellt, dass die Anordnung solcher Elemente an dem Hohlprofil¬element die Aufnahme von horizontalen Lasten ermöglicht bzw.verbessert, welche beispielsweise durch Wind oder Erdbeben her¬vorgerufen werden.
Bevorzugt weist das Hohlprofilelement an gegenüberliegendenLängsseiten jeweils mehrere Bolzenelemente auf. Dadurch wird anden Längsseiten des Hohlprofilelements je eine Reihe von Bolzen¬elementen gebildet, welche insbesondere zur Aufnahme horizonta¬ler Kräfte in dem Plattenelement eingerichtet sind. Für hochbelastete Einbausituationen ist es günstig, wenn dasHohlprofilelement insbesondere an der Oberseite mit einer Platteverbunden ist. Das Plattenelement weist eine größere Breite alsdas Hohlprofilelement auf. Dadurch können noch höhere Biegemo¬mente in das Stützenelement abgeleitet werden.
Um die Verbundwirkung zwischen dem Lastaufnahmeelement und demBeton des Plattenelements zu stärken, ist es günstig, wenn dasPlattenelement insbesondere an der Unterseite mit zumindest ei¬nem Verbundelement, vorzugsweise Doppelkopfankerelement, verbun¬den ist, dessen Längsachse vorzugsweise im Wesentlichen parallelzur Längsachse des Stützenelements erstreckt ist. Die Doppel¬kopfankerelemente erhöhen zudem den Widerstand des Plattenele¬ments gegen Durchstanzen.
Zur Lastaufnahme entlang eines in Längsrichtung des Hohlprofil¬elements erstreckten Plattenelements ist es vorteilhaft, wenn das Stützenelement zumindest ein Hohlprofilelement mit zwei imWesentlichen gleich langen Lastaufnahmeabschnitten auf gegen¬überliegenden Seiten des Stützenelements aufweist. Bei dieserAusführung ist der Lastaufnahmeabschnitt auf der einen Seite desStützenelements im Wesentlichen ident wie der Lastaufnahmeab¬schnitt auf der anderen Seite des Stützenelements ausgebildet.Bevorzugt sind an beiden Lastaufnahmeabschnitten Verbundelemen¬te, insbesondere Doppelkopfankerelemente, wie Doppelkopfankeroder Kopfbolzendübel, vorgesehen.
Je nach Anwendung kann es darüber hinaus günstig sein, wenn dasStützenelement zumindest ein Hohlprofilelement mit einem Last¬aufnahmeabschnitt auf der einen Seite des Stützenelements undmit einem Verankerungsabschnitt auf der andere Seite des Stüt¬zenelements aufweist, wobei der Lastaufnahmeabschnitt länger alsder Verankerungsabschnitt des Stützenelements ist. Demnach istder Lastaufnahmeabschnitt zur Aufnahme von Lasten, insbesondereBiegelasten, an dem Plattenelement eingerichtet. Demgegenüberwird der vergleichsweise kurze Verankerungsabschnitt auf der ge¬genüberliegenden Seite des Stützenelements in dem Beton desPlattenelements verankert. Die Länge des Lastaufnahmeelementskann von der Spannweite zwischen zwei Stützen sowie dem Radiusdes kritischen Rundschnittes abhängig gemacht werden. Dies kannbei einem Durchstanznachweis ermittelt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Stütze als Randstütze istein Hohlprofilelement mit zwei gleich langen Lastaufnahmeab¬schnitten und ein Hohlprofilelement mit einem längeren Lastauf¬nahmeabschnitt auf der einen Seite und einem kürzeren Veranke¬rungsabschnitt auf der anderen Seite des Stützenelements vorge¬sehen .
Bei einer weiters bevorzugten Ausführung der Stütze als Eckstüt¬ze sind zwei Hohlprofilelemente mit je einem längeren Lastauf¬nahmeabschnitt auf der einen Seite und einem kürzeren Veranke¬rungsabschnitt auf der anderen Seite des Stützenelements vorge¬sehen .
Bei einer weiters bevorzugten Ausführung einer Eckstütze ist eineinzelnes Hohlprofilelement mit einem längeren Lastaufnahmeab¬ schnitt auf der einen Seite und einem kürzeren Verankerungsab¬schnitt auf der anderen Seite des Stützenelements vorgesehen,wobei das Hohlprofilelement in einem Winkel von im Wesentlichen45° zu den Längskanten des Plattenelements im Eckbereich ange¬ordnet ist.
Die vorstehend erläuterten Vorteile des Lastaufnahmeelementskönnen insbesondere bei einem Stützenelement genutzt werden,welches einen Mantel aus Metall, insbesondere Stahl, und einenKern aus Beton aufweist. Solche Hohlverbundstützen sind im Standder Technik an sich bekannt, jedoch wurde bislang keine zufrie¬denstellende Lösung vorgeschlagen, wie die Lastableitung in dieVerbundstützen (englisch als „composite columns" bezeichnet) vorallem bei hochbelasteten Zuständen bewerkstelligt werden könnte.Dieses Problem wird durch die Anordnung des Lastaufnahmeelementsin Form eines Hohlprofilelements in der Ausnehmung des Stützen¬elements gelöst. Dadurch wird eine starre Verbindung zwischendem Plattenelement und dem Stützenelement erzielt.
Bei dem Bauelement mit einem Stützenelement und einem darauf ab¬gestützten Plattenelement ist das Lastaufnahmeelement innerhalbdes Plattenelements angeordnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den Zeichnungendargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie je¬doch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. In derZeichnung zeigt:
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer erfindungsgemä¬ßen Stütze zur Abstützung eines Eckbereichs eines Deckenele¬ments, wobei zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete Hohl¬profilelemente durch entsprechend geformte Ausnehmungen desStützenelements geführt sind;
Fig. 2 eine Draufsicht der in Fig. 1 gezeigte Stütze;
Fig. 3 eine alternative erfindungsgemäße Ausführung einer Stützefür den Eckbereich des Deckenelements, bei welcher ein einzelnesHohlprofilelement in der Ausführung gemäß Fig. 1, 2 in einemWinkel von 45° zu den Längskanten des Deckenelements angeordnet ist;
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht einer weiteren erfin¬dungsgemäßen Stütze, welche zur Abstützung eines Randabschnittsdes Deckenelements eingerichtet ist;
Fig. 5 eine Draufsicht der in Fig. 4 gezeigte Stütze;
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Ansicht einer weiteren erfin¬dungsgemäßen Stütze, wobei das Hohlprofilelement an der Obersei¬te mit einem Plattenelement verbunden ist, von welchem Doppel¬kopfanker senkrecht nach unten abstehen;
Fig. 7 eine Draufsicht der in Fig. 6 gezeigte Stütze;
Fig. 8 eine alternative erfindungsgemäße Ausführung einer Stützefür den Eckbereich des Deckenelements, bei welcher ein einzelnesHohlprofilelement mit einem Plattenelement an der Oberseite ineinem Winkel von 45° zu den Längskanten des Deckenelements ange¬ordnet ist;
Fig. 9 eine teilweise geschnittene Ansicht einer weiteren erfin¬dungsgemäßen Stütze zur Abstützung eines Randabschnitts des De¬ckenelements, vgl. die Schnittlinie IX-IX in Fig. 10, wobei dasHohlprofilelement an der Oberseite mit einem Plattenelement ver¬bunden ist;
Fig. 10 eine Draufsicht der in Fig. 9 gezeigte Stütze;
Fig. 11 eine Draufsicht einer weiteren erfindungsgemäßen Stütze,welche als Mittelstütze ausgebildet ist;
Fig. 12 eine Draufsicht einer weiteren erfindungsgemäßen Stütze,bei welcher das Stützenelement einen quadratischen Querschnittaufweist;
Fig. 13 eine teilweise geschnittene Ansicht einer weiteren er¬findungsgemäßen Stütze, wobei die Verbindung zwischen den Stüt¬zenelementen übereinander liegender Stockwerke ersichtlich ist;und
Fig. 14 eine teilweise geschnittene Ansicht einer weiteren er¬findungsgemäßen Stütze, welche ein Fundament bzw. eine Boden¬platte abstützt;
Fig. 1 zeigt ein Bauelement 1 mit einem (schematisch ersichtli¬chen) Deckenelement 2, welches auf einem Stützenelement 3 abge¬stützt ist. Das Stützenelement 3 ist eine Verbundstütze mit ei¬nem Mantel 4 aus Metall und einem Kern 5 aus Beton (vgl. Fig. 8). In der Ausführung der Fig. 1, 2 ist das Stützenelement 3 imQuerschnitt kreisförmig, jedoch können auch andere Querschnitte,insbesondere ein rechteckiger bzw. quadratischer Querschnitt,vorgesehen sein (vgl. Fig. 14). Zur Aufnahme am Deckenelement 2angreifender Lasten, insbesondere Biegelasten, ist ein Lastauf¬nahmeelement 6 innerhalb des Deckenelements 2 im Bereich desStützenelements 3 angeordnet. Das Stützenelement 3 weist am obe¬ren Endbereich eine Ausnehmung 7 zum Durchtritt des Lastaufnah¬meelements 6 auf. Im montierten Zustand ist das Lastaufnahmeele¬ment 6 im Wesentlichen passgenau in der Ausnehmung 7 des Stüt¬zenelements 3 angeordnet. Das Lastaufnahmeelement 6 ist im Be¬reich der Ausnehmung 7 mit dem Stützenelement 3 verschweißt. DieAusnehmung 7 ist nach oben hin offen, wobei das Lastaufnahmeele¬ment 6 im Wesentlichen zur Hälfte über eine Oberkante 8 am obe¬ren Endbereich des Stützenelements 3 in vertikaler Richtung nachoben vorsteht. Die Begriffe „oben" und „unten" beziehen sichhierbei auf den gezeigten eingebauten Zustand der Stütze.
Wie aus Fig. 1, 2 weiters ersichtlich, weist das Lastaufnahme¬element 6 zumindest ein langgestrecktes Hohlprofilelement 9 auf,welches sich im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Stüt¬zenelements 3, d.h. in der (horizontalen) Ebene des Deckenele¬ments 2, durch die Ausnehmung 7 des Stützenelements 3 erstreckt.Das Hohlprofilelement 9 weist eine in Umfangsrichtung geschlos¬sene Wandung 10, insbesondere aus Metall, vorzugsweise Stahl,auf, welche einen in Längsrichtung erstreckten zentralen Hohl¬raum 11 einschließt. Der Hohlraum des Hohlprofilelements 9bleibt im eingebauten Zustand frei. Der Querschnitt des Hohlpro¬filelements 9 ist in Längsrichtung konstant. In der gezeigtenAusführung ist das Hohlprofilelement 9 im Querschnitt recht¬eckig. Das Hohlprofilelement 9 durchsetzt die entsprechend ge¬ formte Ausnehmung 7 des Stützenelements 3, wodurch eine Lastab¬tragung in das Stützenelement 3 erzielt wird. Das Hohlprofilele¬ment 9 weist weiters Belüftungsöffnungen 18 auf.
Gemäß Fig. 1, 2 ist die Stütze für einen Eckbereich des Decken¬elements 2 ausgeführt, wobei in der gezeigten Ausführung genauzwei Hohlprofilelemente 9 im rechten Winkel zueinander angeord¬net sind. Beide Hohlprofilelemente 9 weisen jeweils einen Last¬aufnahmeabschnitt 12 auf der einen Seite des Stützenelements 3und einen Verankerungsabschnitt 13 auf der anderen Seite desStützenelementes 3 auf. Der Lastaufnahmeabschnitt 12 ist um einMehrfaches länger als der Verankerungsabschnitt 13. Die beidenHohlprofilelemente 9 sind in derselben horizontalen Ebene ange¬ordnet. Bei dieser Ausführung weist eines der Hohlprofilelement9 zwei Abschnitte auf, welche fix mit dem anderen Hohlprofilele¬ment 9 verbunden sind. Vorzugsweise ist eine Schweißverbindungzwischen den zwei Hohlprofilelementen 9 vorgesehen. In derZeichnung sind die Schweißverbindungen mit Schraffierungen ange¬deutet, vgl. z.B. Fig. 2.
Gemäß Fig. 3 ist eine weitere Stütze zur Abstützung des Eckbe¬reichs des Deckenelements 2 vorgesehen, bei welcher im Unter¬schied zur Ausführung der Fig. 1, 2 ein einzelnes Hohlprofilele¬ment 9 durch die entsprechende Ausnehmung 7 des Stützenelements3 geführt ist. Das Hohlprofilelement 9 erstreckt sich dabei ineinem Winkel von im Wesentlichen 45° zu den (schematisch einge¬zeichneten) Längskanten 14 im Eckbereich des Deckenelements 2.
Bei den Ausführungen gemäß Fig. 1 bis 3 weist das Hohlprofilele¬ment 9 an den Längsseiten jeweils eine Reihe von Doppelkopfan-kerelementen 15 auf, deren Längsachsen im Wesentlichen senkrechtzur Längsachse des Stützenelements 3 angeordnet ist.
In Fig. 4, 5 ist eine Stütze zur Abstützung eines Längsrandesdes Deckenelementes 2 gezeigt. Bei dieser Ausführung sind genauzwei Hohlprofilelemente 9 vorgesehen, welche im rechten Winkelzueinander angeordnet sind. Das eine Hohlprofilelement 9 ist be¬nachbart des Längsrandes des Deckenelementes 2 im Wesentlichenparallel dazu erstreckt, wobei das Hohlprofilelement 9 auf ge¬genüberliegenden Seiten des Stützenelements 3 jeweils einen
Lastaufnahmeabschnitt 12 aufweist. Die beiden Lastaufnahmeab¬schnitte 12 des einen Hohlprofilelements 9 sind ident ausgebil¬det. Das andere Hohlprofilelement 9 ist im Wesentlichen senk¬recht zu dem Längsrand des Deckenelementes 2 erstreckt, wobeidas andere Hohlprofilelement 9 auf der Seite des Längsrandes desDeckenelementes 2 einen Verankerungsabschnitt 13 und auf der da¬von abgewandten Seite einen im Vergleich dazu längeren Lastauf¬nahmeabschnitt 12 aufweist. Die Lastaufnahmeabschnitte 12 derHohlprofilelemente 9 sind entsprechend den Fig. 1 bis 3 mit Dop¬pelkopfankerelementen 15 auf den gegenüberliegenden Längsseitenausgebildet.
In Fig. 4, vgl. auch Fig. 1, sind zudem Bewehrungen 16, insbe¬sondere in Form von Längsbewehrungen, ersichtlich, welche im Be¬reich des Lastaufnahmeelementes 6 angeordnet sind.
In den Ausführungen der Fig. 6 bis 8 ist das Hohlprofilelement 9an der Oberseite mit einer Platte 17 verbunden, wobei vorzugs¬weise eine Schweißverbindung zwischen dem Platte 17 und demHohlprofilelement 9 vorgesehen ist. Von der Unterseite der Plat¬te 17 erstreckt sich auf beiden Seiten des Hohlprofilelements 9je eine Reihe von Doppelkopfankerelementen 15. In der gezeigtenAusführung erstrecken sich die Doppelkopfankerelemente 15 im We¬sentlichen parallel zur Längsachse des Stützenelements 3.
Sowohl die Ausführung der Fig. 6, 7 als auch die Ausführung derFig. 8 dient zur Abstützung eines Eckbereichs des Deckenele¬ments. Gemäß Fig. 6, 7 sind zwei im rechten Winkel zueinanderangeordnete Hohlprofilelemente 9 vorgesehen, welche sich im We¬sentlichen parallel zu den Längskanten 14 des Deckenelements 2erstrecken. Gemäß Fig. 8 ist ein einzelnes Hohlprofilelement 9vorgesehen, welches in einem Winkel von 45° zu den Längskanten14 des Deckenelements 2 angeordnet ist.
In den Fig. 9, 10 ist eine Stütze für einen Längsrand des De¬ckenelements 2 gezeigt. Das Lastaufnahmeelement 6 weist zweiHohlprofilelemente 9 auf, wobei die Anordnung der Hohlprofilele¬mente 9 der Ausführung gemäß Fig. 4, 5 entspricht. Im Unter¬schied dazu sind die Hohlprofilelemente 9 jedoch, wie bei denAusführungen der Fig. 6 bis 8, mit Platten 17 verbunden. Gemäß
Fig. 10 sind die Platten 17 mit den Hohlprofilelementen 9 durchSchweißnähte miteinander verbunden.
Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführung einer Stütze, welche beidieser Ausführung als Mittelstütze ausgebildet ist. Bei dieserAusführung sind genau zwei Hohlprofilelemente 9 vorgesehen, wel¬che im rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Beide Hohlpro¬filelemente 9 weisen auf gegenüberliegenden Seiten des Stützen¬elements 3 jeweils einen Lastaufnahmeabschnitt 12 auf. Die bei¬den Lastaufnahmeabschnitte 12 der Hohlprofilelement 9 sind identausgebildet.
Fig. 12 zeigt eine weitere Ausführung einer Stütze, hier alsEckstütze ausgeführt, bei welcher das Stützenelement 3 einenquadratischen Querschnitt aufweist.
Fig. 13 zeigt eine weitere Ausführung einer Stütze gemäß Fig. 1,2, wobei die Verbindung zwischen zwei Stützenelementen 3 überei¬nander liegender Stockwerke ersichtlich ist. Die Stützenelemente3 sind untereinander sowie mit den Hohlprofilelementen 9 fixverbunden, insbesondere verschweißt.
Fig. 14 zeigt eine weitere Ausführung der Stütze, welche beidieser Ausführung ein Fundament bzw. eine Bodenplatte 18 ab¬stützt .
Claims (14)
- Patentansprüche : 1. Stütze zur Verbindung mit einem Plattenelement, insbesondereDeckenelement (2), mit einem Stützenelement (3) zum Abstützendes Plattenelements (2) und mit einem innerhalb des Plattenele¬ments (2) anordenbaren Lastaufnahmeelement (6) zur Aufnahme vonam Plattenelement (2) wirkenden Lasten, insbesondere von Biege¬lasten bzw. Durchstanzlasten, wobei das Stützenelement (3) aneinem Endbereich eine Ausnehmung (7) zum Durchtritt des Lastauf¬nahmeelements (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass dasLastaufnahmeelement (6) zumindest ein durch die Ausnehmung (7)des Stützenelementes (3) durchtretendes Hohlprofilelement (9)aufweist.
- 2. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich dasHohlprofilelement (9) im Wesentlichen senkrecht zur Längsachsedes Stützenelements (3) durch die Ausnehmung (7) des Stützenele¬ments (3) erstreckt.
- 3. Stütze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dassdie Ausnehmung (7) des Stützenelements (3) nach oben offen ist,wobei das Hohlprofilelement (9) vorzugsweise im Wesentlichen zurHälfte über eine Oberkante (8) am Endbereich des Stützenelements(3) nach oben vorsteht.
- 4. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich¬net, dass das Hohlprofilelement (9) einen rechteckigen, insbe¬sondere im Wesentlichen quadratischen, Querschnitt aufweist.
- 5. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich¬net, dass das Lastaufnahmeelement (6) zumindest zwei, vorzugs¬weise genau zwei, Hohlprofilelemente (9) aufweist, deren Längs¬achsen im Wesentlichen im rechten Winkel zueinander angeordnetsind.
- 6. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich¬net, dass die zwei Hohlprofilelemente (9) innerhalb der Ausneh¬mung (7) des Stützenelements (3) unbeweglich miteinander verbun¬den sind, wobei vorzugsweise eine Schweißverbindung zwischen denzwei Hohlprofilelementen (9) vorgesehen ist.
- 7. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich¬net, dass das Hohlprofilelement (9) mit zumindest einem Verbun¬delement, insbesondere Kopfbolzenelement, vorzugsweise Doppel¬kopfankerelement (15), verbunden ist, dessen Längsachse vorzugs¬weise im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Stützenele¬ments (3) angeordnet ist.
- 8. Stütze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass dasHohlprofilelement (9) an gegenüberliegenden Längsseiten jeweilsmehrere Verbundelemente, vorzugsweise Doppelkopfankerelemente (15), aufweist.
- 9. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich¬net, dass das Hohlprofilelement (9) insbesondere an der Obersei¬te mit einer Platte (17) verbunden ist.
- 10. Stütze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass diePlatte (17) insbesondere an der Unterseite mit zumindest einemVerbundelement, vorzugsweise Doppelkopfankerelement (15), ver¬bunden ist, dessen Längsachse vorzugsweise im Wesentlichen pa¬rallel zur Längsachse des Stützenelements (3) erstreckt ist.
- 11. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn¬zeichnet, dass das Stützenelement (3) zumindest ein Hohlprofil¬element (9) mit zwei im Wesentlichen gleich langen Lastaufnahme¬abschnitten (12) auf gegenüberliegenden Seiten des Stützenele¬ments (3) aufweist.
- 12. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn¬zeichnet, dass das Stützenelement (3) zumindest ein Hohlprofil¬element (9) mit einem Lastaufnahmeabschnitt (12) auf der einenSeite des Stützenelements (3) und mit einem Verankerungsab¬schnitt (13) auf der anderen Seite des Stützenelements (3) auf¬weist, wobei der Lastaufnahmeabschnitt (12) länger als der Ver¬ankerungsabschnitt (13) des Stützenelements (3) ist.
- 13. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn¬zeichnet, dass das Stützenelement (3) einen Mantel (4) aus Me¬tall, insbesondere Stahl, und einen Kern (5) aus Beton aufweist.
- 14. Bauelement mit einem Stützenelement (3) und mit einem daraufabgestützten Plattenelement, insbesondere Deckenelement (2),dadurch gekennzeichnet, dass das Stützenelement (3) nach einemder Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist, wobei das Lastaufnahme¬element (6) innerhalb des Plattenelements angeordnet ist.
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| ATA50926/2014A AT516264B1 (de) | 2014-12-19 | 2014-12-19 | Stütze zur Verbindung mit einem Plattenelement |
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Citations (2)
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| RU2241100C1 (ru) * | 2003-06-18 | 2004-11-27 | Открытое акционерное общество "Московский институт материаловедения и эффективных технологий" | Трубчатая строительная конструкция |
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-
2015
- 2015-12-17 WO PCT/AT2015/050321 patent/WO2016094922A1/de not_active Ceased
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2241100C1 (ru) * | 2003-06-18 | 2004-11-27 | Открытое акционерное общество "Московский институт материаловедения и эффективных технологий" | Трубчатая строительная конструкция |
| WO2007066228A2 (de) * | 2005-09-29 | 2007-06-14 | Bernard Douet | Verbundstütze für knotenverbindungen von bauwerken sowie gebäudeskelett |
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