AT516355A1 - Ausrückzylinder zum betätigen eines reibungselementes - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Ausrückzylinder (1) zum Betätigen eines Reibungselementes, insbesondere einer Reibungskupplung, mit einem in einem Betätigungszylinder (2) verschiebbar gelagerten, an einen Betätigungsraum (4) grenzenden Betätigungskolben (3), in welchen Betätigungsraum (4) ein Strömungsweg (5) für ein Betätigungsmedium, insbesondere Luft, einmündet, mit einer zumindest zwei teleskopartig koaxial ineinander verschiebbare Stangenteile (7, 8) aufweisenden Kolbenstange (6) und einem innerhalb der Kolbenstange (6) koaxial zwischen einer Sperr- und einer Freigabeposition verschiebbaren Freigabezapfen (11) für eine innerhalb der Kolbenstange (6) angeordnete selbsttätige Nachstelleinrichtung (12) für die Länge der Kolbenstange (6), wobei der an den Betätigungsraum (4) grenzende Freigabezapfen (11) in der Freigabeposition an einer Stirnfläche (24) oder einem Anschlag (25) des Betätigungszylinders (2) anliegt und entgegen einer Rückstellkraft auslenkbar ist. Eine zuverlässige selbsttätige Längennachstellung lässt sich beim Ausrückzylinder (1) dadurch realisieren, dass die Nachstelleinrichtung (12) zumindest ein vorzugsweise keilförmiges Klemmelement (13) aufweist, welches mit dem Freigabezapfen (11) wirkverbunden und durch diesen innerhalb der Kolbenstange (6) zwischen erstem und zweitem Stangenteil (7, 8) axial verschiebbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Ausrückzylinder zum Betätigen einesReibungselementes, insbesondere einer Reibungskupplung, mit einem in einemBetätigungszylinder verschiebbar gelagerten, an einen Betätigungsraumgrenzenden Betätigungskolben, in welchen Betätigungsraum ein Strömungsweg fürein Betätigungsmedium, insbesondere Luft, einmündet, mit einer zumindest zweiteleskopartig koaxial ineinander verschiebbare Stangenteile aufweisendenKolbenstange und einem innerhalb der Kolbenstange koaxial zwischen einer Sperr-und einer Freigabeposition verschiebbaren Freigabezapfen für eine innerhalb derKolbenstange angeordnete selbsttätige Nachstelleinrichtung für die Länge derKolbenstange, wobei der an den Betätigungsraum grenzende Freigabezapfen in derFreigabeposition an einer Stirnfläche oder einem Anschlag des Betätigungszylindersanliegt und entgegen einer Rückstellkraft auslenkbar ist.
Es ist bekannt, bei Ausrückzylinder für Kupplungen eine Nachstelleinrichtungeinzusetzen, um den Kupplungsverschleiß und sämtliche Bauteiltoleranzenkompensieren zu können.
Aus der WO 2012/119 612 Al ist ein pneumatisch betätigbarer selbstnachstellenderKupplungsaktuator zum Betätigen einer Fahrzeugkupplung bekannt, wobei dieNachstelleinrichtung einen innerhalb des Betätigungskolbens und eines mit diesemeinstückig ausgebildeten ersten Stangenteil angeordneten scheibenförmigenSperrkörper aufweist, der über ein Gewinde mit einem teleskopartig im erstenStangenteil verschiebbaren zweiten Stangenteil verbunden ist. Die beidenStangenteile werden durch eine Feder auseinandergedrückt. In einer Sperrsteilungdes Sperrkörpers wird eine Drehung dieses unterbunden, indem eine Bremsscheibedes Sperrkörpers gegen eine Reibfläche des Betätigungskolbens gepresst wird. DerSperrkörper weist einen in den Betätigungsraum ragenden Freigabezapfen auf, dersich bei Druckentlastung des Betätigungsraumes an der Stirnfläche desBetätigungszylinders abstützt. In dieser Freigabestellung wird die Bremsscheibevom Betätigungskolben angehoben, wodurch eine Relativverdrehung desSperrkörpers möglich wird. Durch das Gewinde erfolgt somit eine Längenanpassungund ein Nachstellen des Kupplungsaktuators.
Weitere Nachstelleinrichtungen für Bremsen und Übertragungsgestänge sind ausder DE 2 255 281 A oder der DE 29 10 421 Al bekannt. Die bekanntenNachstelleinrichtung haben den Nachteil, dass sie einen hohen Fertigungsaufwand erfordern, viel Bauraum in Anspruch nehmen und/oder nicht immer zuverlässigsind.
Aufgabe der Erfindung ist es, mit möglichst geringem Aufwand eine zuverlässigeselbsttätige Längennachstellung bei einem Ausrückzylinder zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Nachstelleinrichtungzumindest ein vorzugsweise keilförmiges Klemmelement aufweist, welches mit demFreigabezapfen wirkverbunden und durch diesen innerhalb der Kolbenstangezwischen erstem und zweitem Stangenteil axial verschiebbar ist.
Vorzugsweise weist das Klemmelement zumindest eine Druckseite mit zumindesteiner Druckfläche und eine Klemmseite mit zumindest einer auf, wobei dieDruckseite und die Klemmfläche an abgewandten Seiten des Klemmelementesangeordnet sind und - in einem Längsschnitt betrachtet - einen Winkel >0°miteinander aufspannen. Das Klemmelement ist zwischen einer durch einen erstenStangenteil gebildeten ersten Gegenfläche und einer durch einen zweitenStangenteil gebildeten zweiten Gegenfläche angeordnet, wobei vorzugsweise dieDruckseite der ersten Gegenfläche und die Klemmseite der zweiten Gegenflächezugewendet ist. Dabei kann vorgesehen sein, dass die zweite Gegenfläche ist vonder Kolbenachse weiter entfernt angeordnet ist, als die erste Gegenfläche. Diesermöglicht eine sehr kompakte Bauweise.
Eine zuverlässiges Sperren der teleskopartigen Relativbewegung der beidenStangenteile kann erreicht werden, wenn zumindest eine Fläche aus der GruppeDruckfläche und Klemmfläche - vorzugsweise die Druckfläche -, sowie dieentsprechende erste bzw. zweite Gegenfläche, in einem Längsschnitt betrachtet,mit der Kolbenachse einen Winkel >0° aufspannt. Die andere der beiden Flächen -vorzugsweise die Klemmfläche -, sowie die entsprechende zweite bzw. ersteGegenfläche kann, ebenfalls in einem Längsschnitt betrachtet, parallel zurKolbenachse ausgebildet sein.
Um eine sichere Freigabe der beiden Stangenteile zum Nachstellen derselbigen zuermöglichen, ist in einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindungvorgesehen, dass zwischen der Druckfläche und der ersten Gegenfläche zumindestein vorzugsweise kugelförmiger Wälzkörper angeordnet ist, wobei vorzugsweise dieDruckfläche und/oder die erste Gegenfläche zumindest eine Tasche zur Aufnahme des Wälzkörpers aufweist. Ein Verklemmen des Klemmelementes zwischen denbeiden Stangenteilen kann durch den Wälzkörper somit weitgehend ausgeschlossenwerden. in der Sperrsteilung des - vorzugsweise in den Betätigungsraum mündenden -Freigabezapfens wird die Druckfläche und/oder die Klemmfläche desKlemmelements durch eine vorzugsweise durch eine Sperrfeder gebildeteSperrkraft gegen die erste bzw. zweite Gegenfläche gepresst. In derFreigabestellung des Freigabezapfens werden dagegen die Klemm- undDruckflächen durch axiales Verschieben des Klemmelements entgegen derSperrkraft druckentlastet, wobei vorzugsweise der Freigabezapfen gegen eineninsbesondere durch den Betätigungszylinder gebildeten gehäusefesten Anschlagabgestützt ist.
Bevorzugt ist der erste Stangenteil fest mit dem Betätigungskolben verbunden undder vom Betätigungskolben axial beabstandete zweite Stangenteil elastisch,vorzugsweise durch eine Nachstellfeder am Betätigungskolben oder am erstenStangenteil abgestützt.
Eine besonders gute Klemmwirkung kann erreicht werden, wenn mehrereKlemmelemente zwischen dem ersten Stangenteil und dem zweiten Stangenteilangeordnet sind, wobei vorzugsweise die Klemmelemente gleichmäßig über denUmfang des ersten Stangenteils verteilt angeordnet sind.
Die Sperrsteilung ist der geöffneten, also betätigten, Kupplung und dieFreigabestellung der geschlossenen Kupplung zugeordnet. Bei geschlossenerKupplung ist der Betätigungskolben vom Ausrückmechanismus entkoppelt und kannsich selbst nachstellen, damit so gut wie kein Todvolumen entsteht. Erst beiBetätigen der Kupplung wird eine starre Verbindung zwischen demBetätigungskolben und dem zum Ausrückmechanismus der Kupplung führendenzweiten Stangenteil hergestellt und die Kupplung beginnt sich zu öffnen.
Im Detail funktioniert dieser Nachstellmechanismus so, dass bei geschlossenerKupplung der Betätigungskolben an der dem Ausrückmechanismus abgewandtenrückwärtigen Stirnseite des Betätigungszylinders anschlägt. Zu diesem Zeitpunktwerden durch den zentralen Freigabezapfen alle Klemmelemente gelöst. Sobald dieKupplung geöffnet wird und sich der Betätigungskolben ein Stück bewegt, werden die Klemmelemente durch den federbelasteten Freigabezapfen in Sperrsteilung(Klemmstellung) gebracht. Damit das Klemmen bzw. Lösen der Klemmelementereibungsarm passiert, sind die Klemmelemente wälzgelagert.
Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der nicht einschränkenden Figuren nähererläutert.
Es zeigen schematisch: Fig. 1 einen bekannten Ausrückzylinder zum Betätigen einerReibungskupplung, Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Ausrückzylinder zum Betätigeneiner Reibungskupplung in einem Längsschnitt in einer ersten Stellung, Fig. 3 dasDetail III aus Fig. 2, Fig. 4 den erfindungsgemäßen Ausrückzylindern in einerzweiten Stellung und Fig. 5 das Detail V aus Fig. 4.
Fig. 1 zeigt einen pneumatisch betätigbaren Ausrückzylinder 101 zum Betätigeneiner Reibungskupplung 130 für ein Fahrzeug. Der Ausrückzylinder 101 weist einenBetätigungszylinder 102 mit einem darin verschiebbar gelagertenBetätigungskolben 103 auf, welcher an einen vom Betätigungszylinder 102 unddem Betätigungskolben 103 aufgespannten Betätigungsraum 104 grenzt. In denBetätigungsraum 104 mündet ein Strömungsweg 105 für ein Betätigungsmedium,beispielsweise Druckluft, ein. Bei Druckbeaufschlagung des Betätigungsraumes 104wird der Betätigungskolben 103 in Fig. 1 nach rechts ausgelenkt und dieReibungskupplung über die Kolbenstange 106, die Betätigungsstange 131 und denUmlenkhebel 132 entsprechend den Pfeilen S geöffnet, wobei die Kolbenstange 106überein Schubgelenk 110 auf die Betätigungsstange 131 einwirkt. BeiDruckentlastung wird die Reibungskupplung 130 über eine nicht weiter dargestellteRückstellfeder geschlossen, wobei der Betätigungskolben 103 in Fig. 1 nach linkszurückgeschoben wird. Bei Ausrückzylindern ohne Nachstellmechanismus könnenauftretender Kupplungsverschleiß und Bauteiltoleranzen nicht kompensiert werden.Bei Ausrückzylindern, welche keinen Nachstellmechanismus aufweisen, müssen beider Auslegung des Kolbenhubes des Ausrückzylinders all diese zusätzlichenAbweichungen berücksichtigt werden, der Betätigungskolben muss also mehr Hubzur Verfügung haben, als für das Betätigen der Reibungskupplung eigentlicherforderlich wäre. Dies bedeutet, dass ein gewisses Todvolumen bzw. einLuftpolster generiert werden muss, was sich negativ für die Regelbarkeit einessolchen Systems auswirkt.
Die Fig. 2 bis Fig. 4 zeigen einen pneumatisch betätigbaren Ausrückzylinder 1 zumBetätigen eine Reibelementes, beispielsweise einer Reibungskupplung für einFahrzeug. Der Ausrückzylinder 1 weist einen in einem Betätigungszylinder 2verschiebbar gelagerten Betätigungskolben 3 auf, der an einen Betätigungsraum 4grenzt. In den Betätigungsraum 4 mündet ein Strömungsweg 5 für einBetätigungsmedium, beispielsweise Luft, ein. Die Kolbenstange 6 weist einen ersten7 Stangenteil und einen zweiten Stangenteil 8 auf, wobei der erste Stangenteil 7fest mit dem Betätigungskolben 3 verbunden sind. Der erste und der zweiteStangenteil 7, 8 sind und teleskopartig koaxial in einander längs der Kolbenachse3a verschiebbar ausgeführt, wobei der erste Stangenteil 7 teilweise in denrohrförmigen zweiten Stangenteil 8 eingeschoben werden kann. Erster und zweiterStangenteil 7, 8 sind durch eine Nachstellfeder 9 vorgespannt, wobei die Federkraftder sich am Betätigungskolben 3 und am zweiten Stangenteil 8 abstützendenNachstellfeder 9 die Stangenteile 7, 8 in axialer Richtung auseinander drückt. Derzweite Stangenteil 8 greift über ein Schubgelenk 10 an einer nicht weiterdargestellten Betätigungsstange an.
Innerhalb des ersten Stangenteils 8 ist koaxial ein zwischen einer Sperr- und einerFreigabeposition verschiebbarer Freigabezapfen 11 für eine innerhalb derKolbenstange 6 angeordnete selbsttätige Nachstelleinrichtung 12 für die Länge derKolbenstange 6 angeordnet, wobei der Freigabezapfen 11 mit seinem ersten Ende11a die Kolbenoberfläche 3b des Betätigungskolbens 3 durchdringt und an denBetätigungsraum 4 grenzt. Das dem ersten Ende 11a abgewandte zweite Ende 11bdes Freigabezapfens 11 ist mit mehreren keilförmigen Klemmelementen 13wirkverbunden, welche sich mit diesem axial verschieben lassen. JedesKlemmelement 13 weist eine Druckseite 14 und eine Klemmseite 15 mit einerKlemmfläche 16 auf, wobei die Druckseite 14 und die Klemmseite 15 an einanderabgewandten Seiten des Klemmelementes 13 angeordnet sind und - imLängsschnitt betrachtet - einen Winkel α >0° miteinander aufspannen. DieKlemmelemente 13 sind in einem durch die beiden Stangenteile 7, 8 aufgespanntenringförmigen Hohlraum 19 axial verschiebbar und um den Umfang des erstenStangenteils 7 gleichmäßig verteilt zwischen einer durch einen ersten Stangenteil 7gebildeten ersten Gegenfläche 17 und einer durch den zweiten Stangenteil 8gebildeten zweiten Gegenfläche 18 angeordnet, wobei die Druckseite 14 der erstenGegenfläche 17 und die Klemmseite 15 der zweiten Gegenfläche 18 zugewendetsind. Da der zweite Stangenteil 8 den ersten Stangenteil 7 umgibt, ist die zweite
Gegenfläche 18 von der Kolbenachse 3a weiter entfernt, als die erste Gegenfläche17. Die Druckseite 14, sowie die entsprechende erste Gegenfläche 17 spannen - imLängsschnitt betrachtet - mit der Kolbenachse 3a einen Winkel ß >0° auf. DieKlemmfläche 16 und die entsprechende zweite Gegenfläche 18 sind parallel zurKolbenachse 3a ausgebildet.
Zwischen der Druckseite 14 und der ersten Gegenfläche 17 ist jeweils einkugelförmiger Wälzkörper 20 angeordnet ist, wobei im Ausführungsbeispiel sowohldie Druckseite 14, als auch die erste Gegenfläche 17 jeweils eine Tasche 21, 22 zurAufnahme des Wälzkörpers 20 aufweisen.
Die Fig. 2 und Fig. 3 zeigen den Freigabezapfen 11 in einer Sperrsteilung währendeiner Betätigung bzw. während eines Öffnungsvorganges der Reibungskupplung.
Die Kolbenstange 6 wirkt gemäß dem Pfeil F auf die nicht weiter dargestellteBetätigungsstange zum Öffnen der Reibungskupplung ein. Der Freigabezapfen 11wird durch eine Sperrfeder 23 gegenüber dem ersten Stangenteil 7 in Richtung desPfeils P vorgespannt, wobei in der Sperrsteilung des Freigabezapfens 11 dieDruckseite 14 und/oder die Klemmfläche 15 des Klemmelements 13 durch die aufden Freigabezapfen 11 wirkende Sperrfeder 23 gegen die erste bzw. zweiteGegenfläche 17, 18 gepresst wird. Die Druckfläche 14a der Druckseite 14 wirddabei über den Wälzkörper 20 gegen die erste Gegenfläche 17 gepresst, wie in Fig.3 ersichtlich ist. Das Klemmelement 13 rollt dabei auf den Wälzkörpern 20 ab.
Durch die Wälzkörper 20 ist ein reibungsarmes Klemmen und Lösen derKlemmelemente 13 gewährleistet.
In den Fig. 4 und Fig. 5 ist der Freigabezapfen 11 in seiner der geschlossenenReibungskupplung zugeordneten Freigabestellung dargestellt. In derFreigabeposition schlägt der Freigabezapfen 11 an der Stirnfläche 24 oder einemgehäusefesten Anschlag 25 des Betätigungszylinders 2 an, wie aus Fig. 4 ersichtlichist. Der Freigabezapfen 11 wird dadurch entgegen der Kraft der Sperrfeder 23 inden ersten Stangenteil 7 gedrückt, wodurch die Druckseite 14 und die Klemmseite15 durch axiales Verschieben der mit dem Freigabezapfen 11 fest verbundenenKlemmelemente 13 druckentlastet werden, wobei sich ein Spalt 26 zwischen derKlemmfläche 15a des Klemmelements 13 und der zweiten Gegenfläche 18 deszweiten Stangenteils 8 ausbildet. Dadurch wird die Klemmverbindung zwischenerstem und zweitem Stangenteil 7, 8 aufgehoben und die Stangenteile 7, 8 sind nun koaxial verschiebbar, wobei die beiden Stangenteile 7, 8 durch dieNachstellfeder 9 auseinandergedrückt werden. Sobald die Reibungskupplung wiedergeöffnet wird und der Freigabezapfen 11 durch die Sperrfeder 23 wieder aus demBetätigungskolben 3 in den Betätigungsraum 4 gedrückt wird, werden dieKlemmelemente 13 durch den federbelasteten Freigabezapfen 11 wieder inKlemmstellung gebracht.
Bei geschlossener Reibungskupplung ist der Betätigungskolben 6 vomAusrückmechanismus der Reibungskupplung entkoppelt und ermöglicht somit eineSelbstnachstellung mittels der beschriebenen Nachstelleinrichtung 12, so dasspraktisch kein Todvolumen entsteht. Erst bei Betätigen - also Öffnen - derReibungskupplung wird eine starre Verbindung zwischen dem Betätigungskolben 6und dem Ausrückmechanismus hergestellt und die Reibungskupplung beginnt sichzu öffnen. Dies ermöglicht in jeder Freigabestellung einen vollkommenenSpielausgleich, wodurch beim Öffnen der Reibungskupplung eine spielfreieBetätigung gewährleistet ist.
Claims (11)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Ausrückzylinder (1) zum Betätigen eines Reibungselementes, insbesondereeiner Reibungskupplung, mit einem in einem Betätigungszylinder (2)verschiebbar gelagerten, an einen Betätigungsraum (4) grenzendenBetätigungskolben (3), in welchen Betätigungsraum (4) ein Strömungsweg (5)für ein Betätigungsmedium, insbesondere Luft, einmündet, mit einerzumindest zwei teleskopartig koaxial ineinander verschiebbare Stangenteile(7, 8) aufweisenden Kolbenstange (6) und einem innerhalb der Kolbenstange (6) koaxial zwischen einer Sperr- und einer Freigabeposition verschiebbarenFreigabezapfen (11) für eine innerhalb der Kolbenstange (6) angeordneteselbsttätige Nachstelleinrichtung (12) für die Länge der Kolbenstange (6),wobei der an den Betätigungsraum (4) grenzende Freigabezapfen (11) in derFreigabeposition an einer Stirnfläche (24) oder einem Anschlag (25) desBetätigungszylinders (2) anliegt und entgegen einer Rückstellkraft auslenkbarist, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachstelleinrichtung (12) zumindestein vorzugsweise keilförmiges Klemmelement (13) aufweist, welches mit demFreigabezapfen (11) wirkverbunden und durch diesen innerhalb derKolbenstange (6) zwischen erstem und zweitem Stangenteil (7, 8) axialverschiebbar ist.
- 2. Ausrückzylinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dasKlemmelement (13) eine Druckseite (14) mit zumindest einer Druckfläche(14a) und eine Klemmseite (15) mit zumindest einer Klemmfläche (15a)aufweist, wobei die Druckseite (14) und die Klemmseite (16) an abgewandtenSeiten des Klemmelementes (13) angeordnet sind und - in einem Längsschnittbetrachtet - einen Winkel (a) >0° miteinander aufspannen.
- 3. Ausrückzylinder (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,dass das Klemmelement (13) zwischen einer durch einen ersten Stangenteil (7) gebildeten ersten Gegenfläche (17) und einer durch einen zweitenStangenteil (8) gebildeten zweiten Gegenfläche (18) angeordnet ist, wobeivorzugsweise die Druckseite (14) des Klemmelementes (13) der erstenGegenfläche (17) und die Klemmseite (15) des Klemmelementes (13) derzweiten Gegenfläche (18) zugewendet ist.
- 4. Ausrückzylinder (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diezweite Gegenfläche (18) von der Kolbenachse (3a) weiter entfernt angeordnetist, als die erste Gegenfläche (17).
- 5. Ausrückzylinder (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurchgekennzeichnet, dass zumindest eine Fläche aus der Gruppe Druckfläche(14a) und Klemmfläche (15a) - vorzugsweise die Druckfläche (14a) -, sowiedie entsprechende erste bzw. zweite Gegenfläche (17; 18), in einemLängsschnitt betrachtet, mit der Kolbenachse(3a) einen Winkel (ß) >0°aufspannt.
- 6. Ausrückzylinder (1) nach Ansprüche 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieandere der beiden Flächen - vorzugsweise die Klemmfläche (15a) -, sowie dieentsprechende zweite bzw. erste Gegenfläche (18; 17), in einem Längsschnittbetrachtet, parallel zur Kolbenachse (3a) ausgebildet ist.
- 7. Ausrückzylinder (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurchgekennzeichnet, dass zwischen der Druckfläche (14a) und der erstenGegenfläche (17) zumindest ein vorzugsweise kugelförmiger Wälzkörper (20)angeordnet ist, wobei vorzugsweise die Druckfläche (14a) und/oder die ersteGegenfläche (17) zumindest eine Tasche (21, 22) ) zur Aufnahme desWälzkörpers (20) aufweist.
- 8. Ausrückzylinder (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurchgekennzeichnet, dass in der Sperrsteilung des - vorzugsweise in denBetätigungsraum mündenden - Freigabezapfens (11) die Druckfläche (14a)und/oder die Klemmfläche (15a) des Klemmelements (13) durch einevorzugsweise durch eine Sperrfeder (23) gebildete Sperrkraft gegen die erstebzw. zweite Gegenfläche (17, 18) gepresst ist.
- 9. Ausrückzylinder (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in derFreigabestellung des Freigabezapfens (11) die Druckfläche (14a) und/oder dieKlemmfläche (15a) durch axiales Verschieben des Klemmelements (13)entgegen der Sperrkraft druckentlastet sind, wobei vorzugsweise derFreigabezapfen (11) gegen einen insbesondere durch eine Stirnfläche (24) desBetätigungszylinders (2) gebildeten gehäusefesten Anschlag (25) abgestütztist.
- 10. Ausrückzylinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass mehrere, vorzugsweise zumindest drei,Klemmelemente (13) zwischen dem ersten Stangenteil (7) und dem zweitenStangenteil (8) angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Klemmelemente (13)gleichmäßig über den Umfang des ersten Stangenteils (7) verteilt angeordnetsind.
- 11. Ausrückzylinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurchgekennzeichnet, dass der erste Stangenteil (7) fest mit demBetätigungskolben (3) verbunden ist und der vom Betätigungskolben (3) axialbeabstandete zweite Stangenteil (8) elastisch, vorzugsweise durch eineNachstellfeder (9) am Betätigungskolben (2) oder am ersten Stangenteil (7)abgestützt ist.
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