AT516481A1 - Vorrichtung zum Sammeln von zähflüssigen oder hochviskosen Pökellaken - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sammeln und Rückführen von zähflüssigen oder hochviskosen Pökellaken, umfassend eine Wanne (1) zum Auffangen von überschüssiger Pökellake mit zumindest einer Bodenfläche (4). Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Wanne (1) zumindest eine in einer Hauptneigungsrichtung (HN) zu einem Auslass (2) hin geneigte und in diesen Auslass (2) einmündende Sammelrinne (3) zum Abführen der Pökellake vorgesehen ist, wobei die Sammelrinne (3) gegenüber der Bodenfläche (4) nach unten versetzt bzw. vertieft ist.
Description
Vorrichtung zum Sammeln von zähflüssigen oder hochviskosen Pökellaken
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Beim Pökeln von Fleischstücken werden diese in der Regel auf einer Oberfläche,beispielsweise einem Förderband, aufgelegt und mit Pökellake beaufschlagt,beispielsweise indem die Pökellake über Nadeln ins Fleisch eingespritzt wird und/oderdas Fleisch teilweise mit der Pökellake übergossen wird. Dabei wird üblicherweise einÜberschuss an Pökellake verwendet, wobei die überschüssige Pökellake nach untenabtropft. Um zu verhindern, dass Verschmutzungen auftreten bzw. um den Verlust derPökellake zu minimieren, wird diese überschüssige abtropfende Pökellake in Wannenaufgefangen. Diese Wannen besitzen in der Regel einen Abfluss und die Pökellakenfließen schwerkraftbedingt automatisch und von selbst dort hin. Dieses Prinzip funktioniertbei dünnflüssigen Laken sehr gut, bei dickflüssigen oder hochviskosen Laken liegenjedoch andere Verhältnisse vor und es kommt zu Problemen.
Solcherart schwer fließende Laken sind teilweise von pudding- oder honigartigerKonsistenz und nur mehr gering bis kaum frei fließend, sodass ein schwerkraftbedingtesAbrinnen nur äußerst langsam erfolgt bzw. nur durch ein starkes Gefälle derAuffangwanne sichergestellt werden kann. Durch ein starkes Gefälle, vor allem über dieGesamtlänge der Pökelwanne hinweg, kommt es allerdings zwangläufig zu einem sehrgroßen Höhenunterschied zwischen den gegenüberliegenden Rändern der Wanne bzw.zwischen dem Einlauf und dem Auslauf. Dies hat wiederum zur Folge, dass dieArbeitshöhe bzw. Bauhöhe der Maschinen sehr hoch wird und im Extremfall für dasPersonal ein Arbeiten an der Maschine nicht mehr ohne Heranziehung einesArbeitspodestes möglich ist, was wiederum mit Unbequemlichkeiten undsicherheitstechnischen Bedenken einhergeht. Es gilt hier in der Regel die Arbeitshöhebzw. die Transportbandhöhe von derartigen Pökelmaschinen bzw. Pökelinjektoren untereiner Maximalhöhe von 1,2 m zu halten, um die Sicherheitserfordernisse ausreichend zuerfüllen.
Hinzu kommt, dass aus lebensmittelrechtlichen Gründen oftmals bei einem sehr geringenTemperaturbereich von etwa 5° bis -2° C gearbeitet werden muss. Dies bewirkt eineweitere Verringerung der Viskosität und die Laken werden gallertig und sogar stückig.
Es stellt sich damit die Aufgabe Vorrichtungen zu schaffen, die die oben genanntenNachteile vermeiden und bei geringer Bauhöhe einen verlässlichen Abtransport vondickflüssigen oder hochviskosen Pökellaken erreichen.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dabeiist vorgesehen, dass in der Wanne zumindest eine in einer Hauptneigungsrichtung zueinem Auslass hin geneigte und in diesen Auslass einmündende Sammelrinne zumAbführen der Pökellake vorgesehen ist, wobei die Sammelrinne gegenüber derBodenfläche nach unten versetzt bzw. vertieft ist.
Das Merkmal, dass die Sammelrinne gegenüber der Bodenfläche bzw. den Bodenflächennach unten versetzt bzw. vertieft ist, ist dabei so zu verstehen, dass dadurch einedefinierte und räumlich klar von den Bodenflächen abgegrenzte vertiefte Rinneausgebildet ist. Durch diese Ausbildung der nach unten versetzten Sammelrinne werdendie schwer fließenden Pökellaken in einem gemeinsamen Kanal gesammelt und inRichtung des Auslasses geleitet.
Der Großteil der Lake wird dadurch in der Sammelrinne auf engem Raum konzentriert,wodurch Reibungskräfte an der Oberfläche verhältnismäßig verringert werden. Auf dieseWeise wird die in der Sammelrinne enthaltene Lake effektiver und rascher in Richtung desAuslasses transportiert als dies beispielsweise der Fall wäre, wenn sich die Lakegleichmäßig über die gesamte Oberfläche des Wannenbodens verteilen würde.
Außerdem ist es auf diese Weise leichter, die Lake gezielt in Richtung Auslass zubefördern, beispielsweise manuell, halbautomatisch oder automatisch, da die Lake seitlichnicht entweichen kann. Sollte die zähflüssige Lake also trotzdem nicht von selbst bzw.schwerkraftbedingt abfließen, kann durch die Ausbildung der Sammelrinne leichter,schneller und einfacher Abhilfe geschaffen werden, als dies ohne Sammelrinne der Fallwäre. Auf diese Weise kann auch mit einem relativ geringen Gefälle und einer damit inZusammenhang stehenden geringen Bauhöhe dennoch ein effektiver Abtransport derLake bewirkt werden.
Besonders vorteilhafte Merkmale der Vorrichtung werden durch die Merkmale derabhängigen Ansprüche definiert.
So ist beispielsweise vorteilhaft, wenn, gemessen in einem Querschnitt durch die Wannenormal zur zentralen Längsachse der Sammelrinne, der tiefste Punkt oder Abschnitt derSammelrinne in diesem Querschnitt unterhalb der fiktiven Verlängerung(en) derBodenfläche(n) bzw. unterhalb der Stoßkante dieser Verlängerung(en) liegt. Auf diese
Weise erfolgt eine effektive Sammlung und Konzentrierung der Lake und eineErleichterung des Abtransports. Für eine effektive Sammlung ist es in diesem Zusammenhang weiters vorteilhaft, wenndie Wanne im Querschnitt normal zur Längsachse kreisbogenförmig, dreieckig oderrechteckig ist.
Um eine gute Einleitung der Pökellake in die Sammelrinne zu ermöglichen, ist esvorteilhaft, wenn die zumindest eine Bodenfläche zur Sammelrinne so angeordnet ist,dass ein Gefälle ausgebildet ist und die Pökellake schwerkraftbedingt in die Sammelrinneeinfließbar ist.
In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die zumindest eine Bodenflächegekrümmt oder planeben ist und in einer Nebenneigungsrichtung normal zur Längsachsebzw. normal zur Hauptneigungsrichtung, zur Sammelrinne hin geneigt und abfallendausgebildet ist. Die Lake wird auf diese Weise sowohl effektiv in der Sammelrinnegesammelt als auch gleichzeitig in Richtung des Auslasses geleitet.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich dadurch, dass die Wanne zwei,insbesondere gleichdimensionierte, Bodenflächen aufweist, die auf beiden Seiten derSammelrinne gegengleich geneigt angeordnet sind. Auf diese Weise können dieBodenflächen eine stärkere Neigung aufweisen und die zähflüssige Lake kann besonderseffektiv in die in der Mitte gelegene Sammelrinne transportiert werden.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht weiters vor, dass zwischen derBodenfläche und der Sammelrinne jeweils ein Rand ausgebildet ist, ab dem sich dieNeigung bzw. das Gefälle zum Lot hin vergrößert. Dadurch wird die Pökellake beimEintritt in die Sammelrinne beschleunigt und gleitet dementsprechend auch in weitererFolge leichter entlang des Gefälles der Sammelrinne in Richtung des Auslasses.Bevorzugte konstruktive Ausgestaltungsformen der Sammelrinne sehen vor, dass dieSammelrinne im Querschnitt normal zur Längsachse kreisbogenförmig, dreieckig,trapezförmig oder rechteckig ist.
In diesem Zusammenhang kann es vorteilhaft sein, dass die Sammelrinne im Querschnittnormal zur Längsachse kreisbogenförmig ist und eine Breite, gemessen zwischen denbeiden einander gegenüberliegenden oberen Rändern, aufweist, die kleiner als odergleich wie der doppelte Radius der Sammelrinne ist. Auf diese Weise wird dieSammelrinne etwas seichter und weniger tief, wodurch sie leichter gereinigt und vonVerunreinigungen befreit werden kann.
Eine alternative, aber ebenfalls vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass dieSammelrinne im Querschnitt normal zur Längsachse kreisbogenförmig ist und eine Tiefe,gemessen ab der Line zwischen den beiden einander gegenüberliegenden oberenRändern bis zum Boden der Sammelrinne, aufweist, die größer als der Radius der
Sammelrinne ist, wobei durch die gegenüberliegenden Ränder eine Hinterschneidungausgebildet ist und sich die Sammelrinne nach unten zu verbreitert. DerartigeSammelrinnen besitzen eine größere Tiefe und sind dementsprechend etwas schwerer zureinigen. Bei diesen konstruktiven Ausgestaltungen ist es allerdings vorteilhaft, dass diePökellake effektiver in die Sammelrinne einfließt und dort auch konzentriert und sichergeführt ist. Zudem können allfällige Transportschnecken zur Förderung der Lake indiesem überwiegend geschlossenen Sammelrinnenkanal effektiv und sicher gelagertwerden.
Eine weitere konstruktiv vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass der Randwinkel,gemessen im Querschnitt normal zur Längsachse mit dem Scheitelpunkt am jeweiligenRand zwischen der im wesentlichen horizontalen Verbindung der beidengegenüberliegenden Ränder und der Neigung der Wandungsfläche der Sammelrinne, imBereich von 30° bis 130° liegt. Je kleiner der Randwinkel α ist, desto geringer ist dasGefälle beim Übergang von der Bodenfläche 4 zur Wandungsfläche der Sammelrinne.Der Winkel α ist daher ein Maß für die Steilheit der Wandungsflächen der Sammelrinne,unabhängig von der Steigung der Bodenflächen der Wanne. Je größer der Winkel α wird,desto eher sind Hinterschneidungen möglich, das heißt bei einem Winkel von α > 90° trittbereits eine leichte Hinterschneidung auf.
Um einen Transport der zähflüssigen Lake in Richtung des Auslasses hin zu bewirken, istes vorteilhaft, wenn die Wanne bzw. die Bodenflächen und/oder die Sammelrinne in derHauptneigungsrichtung um den Winkel von 0,5° bis 5° zur Horizontalen geneigt ist.Bereits derart geringe Neigungswinkel reichen aus, um auch zähflüssige Laken effektivweiterzuleiten, wodurch auch eine geringe Bauhöhe bewirkt ist.
In diesem Zusammenhang ist es konstruktiv besonders vorteilhaft, wenn vorgesehen ist,dass die Bodenflächen und die Sammelrinne in der Hauptneigungsrichtung die gleicheNeigung aufweisen. Auf diese Weise kann die Wanne aus einem gemeinsamen StückBlech gefaltet werden.
Zur weiteren Unterstützung des Transports der Pökellake in Richtung des Auslasses istvorteilhafterweise vorgesehen, dass in der Sammelrinne eine Fördervorrichtungvorgesehen ist, beispielsweise eine Schnecke, ein Schieber oder ein Förderband, mit demeine automatische, halbautomatische oder manuelle, batchweise oder kontinuierlicheVerschiebung oder Förderung der Pökellake bewirkbar ist.
Konstruktiv ist es hier vorteilhaft, wenn die Fördervorrichtung als nicht komprimierendeFörderschnecke ausgebildet ist. Auf diese Weise kann die Pökellake kontinuierlich in derSammelrinne transportiert werden. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn dieFörderschnecke lediglich einseitig gelagert ist bzw. nur auf einer Seite angetrieben wird.Das zweite Ende ist frei und die Schnecke liegt gewissermaßen am Boden der
Sammelrinne auf. Hierbei handelt es sich um eine sehr einfache, aber dennoch effektiveKonstruktion, um die Pökellake in Richtung des Auslasses zu befördern. Es ist in diesemZusammenhang vorteilhaft, wenn der Durchmesser der Förderschnecke größer als dieHöhe bzw. Tiefe der Sammelrinne ist. Auf diese Weise steht im oberen Bereich immer einTeilabschnitt der Förderschnecke heraus, wodurch ein möglichst vollständiger Transportder Lake gewährleistet ist.
Um lebensmittelrechtlichen Vorschriften Genüge zu tun, ist es teilweise erforderlich, dasseine Kühleinrichtung zur Kühlung der Wanne, der Bodenflächen und/oder derSammelrinne vorgesehen ist, um die Temperatur der Pökellake insbesondere im Bereichzwischen -5 und +10 °C zu halten. Dadurch wird allerdings die Viskosität der Pökellakenweiter verringert und die Laken werden mit absinkender Temperatur noch weniger freifließend und dementsprechend schwerer zu transportieren. Überraschenderweise hat sichaber gezeigt, dass durch die erfindungsgemäße Ausführungsform auch derartige gekühlteLaken effizient abzuführen sind.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung sieht die Verwendung der erfindungsgemäßenVorrichtung zum Sammeln und Rückführen von zähflüssigen oder hochviskosenPökellaken insbesondere bei geringen Temperaturen im Bereich zwischen -5 bis +10° Cvor.
Besonders vorteilhafte beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden imFolgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen dargestellt und beschrieben. Hierbeihandelt es sich um erläuternde und nicht einschränkend zu verstehendeAusführungsbeispiele.
In den Fig. 1 bis 5 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung aus unterschiedlichenPerspektiven dargestellt.
In den Fig. 6 bis 11 sind Querschnitte unterschiedlicher Wannen abgebildet.
In den Fig. 12 bis 16 ist eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung miteingesetzter Förderschnecke dargestellt.
In den Fig. 1 bis 5 ist eine erste vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßenVorrichtung aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt. Bei Fig. 1 handelt es sich umeine Draufsicht von oben, bei Fig. 2 um eine Schnittansicht aus der Perspektive D-D, beiFig. 3 um eine Schnittansicht aus der gegenüberliegenden Perspektive F-F, bei Fig. 4 umeine Schnittansicht entlang der Längsachse aus der Perspektive E-E und bei Fig. 5 umeine Seitenansicht der Vorrichtung von außen.
In diesen Zeichnungen sind die bzw. wesentliche Teile einer erfindungsgemäßenVorrichtung zum Sammeln und Rückführen von zähflüssigen oder hochviskosenPökellaken davon detailliert dargestellt. Die Fleischstücke, in die Pökellake injiziertwerden soll, sind hier nicht dargestellt, ebenso wenig wie die Auflageflächen, auf die dieFleischstücke zur Vorbereitung der Pökelung aufgelegt werden oder die Pökelinjektorenbzw. die Nadeln selbst.
Die Vorrichtung umfasst jedenfalls eine Wanne 1 zum Auffangen von überschüssigerPökellake. Die Fleischstücke werden daher im Betrieb über dieser Wanne 1 angeordnetund die überschüssige Pökellake tropft von den Fleischstücken in die Wanne 1 herab undwird in dieser aufgefangen. Oftmals werden die Fleischstücke auf einem über der Wanne1 angeordneten Förderband (siehe Förderband 9 in Fig. 13) transportiert, dieses wurdeaber aus Gründen der Übersichtlichkeit bei der aktuellen Darstellung vorläufigweggelassen.
Die Wanne 1 besitzt zwei rechteckige, längliche und planebene Bodenflächen 4. Mittigzwischen den beiden Bodenflächen 4 ist eine Sammelrinne 3 angeordnet. Die beidenBodenflächen 4 sind zueinander gegengleich jeweils in einer Nebenneigungsrichtung NNzur Sammelrinne 3 hin in einem Winkel von etwa 5° zur Horizontalen geneigt sind. DerNeigungswinkel der Bodenflächen in der Nebenneigungsrichtung NN kann aber auchwesentlich steiler sein. Die beiden Bodenflächen 4 sind dementsprechend beide soausgerichtet und zur Sammelrinne 3 hin geneigt angeordnet, dass beiderseits derSammelrinne 3 ein Gefälle entsteht, durch das die Pökellake schwerkraftbedingt entlangder Bodenflächen 4 etwa in der Nebenneigungsrichtung NN in die Sammelrinne 3einfließen kann.
Die Sammelrinne 3 ist gegenüber den Bodenflächen 4 bzw. gegenüber dem Boden derWanne 1 nach unten versetzt bzw. vertieft angeordnet. Dies ist so zu verstehen, dassdadurch eine definierte und räumlich klar von den Bodenflächen 4 nach unten versetzte,abgegrenzte vertiefte Rinne ausgebildet ist. Im vorliegenden Fall ist die Sammelrinne 3 imQuerschnitt normal zur Längsachse 5 der Sammelrinne 3 trapezförmig und der untersteBereich der Sammelrinne 3, also der Boden, ist als tiefster Punkt der Sammelrinne 3unterhalb der fiktiven Verlängerungen der beiden Bodenflächen 4 zur Mitte hinangeordnet. Der tiefste Punkt bzw. der Boden der Sammelrinne 3 bildet somit für jedenQuerschnitt jeweils den tiefsten Punkt der Wanne 1. Auf diese Weise wird eine effektiveSammlung und Konzentrierung der Pökellake in der Sammelrinne 3 gewährleistet.
Am Übergang zwischen den beiden Bodenflächen 4 jeweils zur Sammelrinne 3 ist eineKante bzw. ein Rand 6 ausgebildet. Ab diesem Rand 6 vergrößert sich die Neigung bzw.das Gefälle zum Lot hin, das heißt die Neigung wird steiler und die von den Bodenflächen4 entlang der Nebenneigungsrichtung NN abrutschende Pökellake wird an den nunsteileren Wandungsflächen 8 der Sammelrinne 3 noch rascher in die Sammelrinne 3hineingleiten. Die beiden Ränder 6 definieren somit die Grenze zwischen derSammelrinne 3 und den Bodenflächen 4. Diese Ränder 6 können entweder Knick- bzw.Umbugkanten sein, können aber auch als gebogene Randbereiche ausgebildet sein, beidenen sich die Steigung nicht sprunghaft wie bei einer Kante, sondern kontinuierlich übereinen gewissen Bereich vergrößert.
Die Tiefe t der Sammelrinne 3 gemessen von der Verbindungslinie zwischen den beidengegenüberliegenden Rändern 6 zum Boden der Sammelrinne 3 ist geringer als die Breiteb der Sammelrinne 3, gemessen entlang der Verbindungslinie von einem Rand 6 zumgegenüberliegenden Rand 6. Bei der vorliegenden Ausführungsform beträgt die Tiefe tetwa 75% der Breite b.
Die Sammelrinne 3 mündet in einen Auslass 2 in Form einer Ausgangsöffnung in derWanne 1, über den die Pökellake aus der Wanne 1 ausgebracht werden kann. Um einenTransport der Pökellake in der Sammelrinne 3 zu diesem Auslass 2 hin zu bewirken, istdie Sammelrinne 3 in einer Hauptneigungsrichtung HN zu diesem Auslass 2 hin geneigt.Der Neigungswinkel ß der Sammelrinne 3 gegenüber der Horizontalen liegt bei etwa 2°.Je geringer der Neigungswinkel ß ist, desto geringer kann im Regelfall die Bauhöhe derVorrichtung sein. Auch die beiden Bodenflächen 4 sind im gleichen Winkel ß wie dieSammelrinne 3 zur Horizontalen geneigt. Die Bodenflächen 4 sowie die Sammelrinne 3sind bei der vorliegenden Ausführungsform beispielsweise aus einem einheitlichenentsprechend gefalteten Blech erstellt und der Boden der Sammelrinne 3 weistdementsprechend dieselbe Neigung wie die Bodenflächen 4 auf. Auf diese Weise bildetsich ein Gefälle in Richtung des Auslasses 2 aus und die Pökellake kann sowohl entlangder beiden Bodenflächen 4 als auch in der Sammelrinne 3 in Richtung zum Auslass 2fließen, wobei allerdings der Transport in der Sammelrinne 3 effektiver als auf denBodenflächen 4 abläuft.
In den Fig. 6 bis 11 sind unterschiedliche Ausgestaltungsformen der Wanne 1 dargestellt,und zwar jeweils in einem Querschnitt normal zur Längsachse 5 der Wanne 1 bzw. derSammelrinne 3 bzw. etwa normal zur Hauptneigungsrichtung HN. Dargestellt sind dabei jeweils die beiden zur Sammelrinne 3 hin geneigten Bodenflächen 4. Mittig zwischen denBodenflächen 4 ist die Sammelrinne 3 dargestellt, wobei am Übergang am Rand 6 dasBlech nach unten zum Lot hin umgebogen ist und das Gefälle der Wandungsfläche 8 indie Sammelrinne 3 hinein vergrößert wird. An dieser Stelle, also am Rand 6, liegt auchder Scheitelpunkt des Randwinkels a, wobei sich der Randwinkel α zwischen der imwesentlichen horizontalen Verbindung b zwischen den beiden gegenüberliegendenRändern 6 der Sammelrinne 3 und der Wandungsfläche 8 der Sammelrinne 3aufgespannt wird. Der Randwinkel α liegt dabei im Bereich zwischen 30 und 130°, wobeider Randwinkel α nicht nur ein Maß für die Steilheit der Wandungsflächen 8 ist, sondernauch ein Indiaktor für die Tiefe t der Sammelrinne 3 ist. Je größer der Randwinkel α, destotiefer ist in der Regel die Sammelrinne 3.
In den Fig. 6 bis 10 sind die Sammelrinnen 3 jeweils kreisbogenförmig im Querschnitt, inFig. 11 trapezförmig wie bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 5.
In Fig. 6 ist die Breite b der Sammelrinne 3 gemessen zwischen den beidengegenüberliegenden oberen Rändern 6 kleiner als der doppelte Radius r derSammelrinne 3. Der Randwinkel α ist hierbei kleiner als 90°, woraus sich eine relativseichte Sammelrinne 3 ergibt. Nichtsdestotrotz ist die Neigung der Bodenfläche 4dennoch etwas geringer als die Neigung der Wandungen 8 der Sammelrinne 3 bei bzw.knapp unterhalb des Randes 6.
Bei den Ausführungsformen von Fig. 8 und 9 sind die Rankwinkel α ebenfalls kleiner als90° und es liegen seichte Sammelrinnen 3 vor. Dennoch ist auch hier die Sammelrinne 3klar definiert und durch die beiden Ränder 6 von den Bodenflächen 4 abgegrenzt.
In Fig. 7 beträgt der Randwinkel α genau 90° und es liegt hier ein Grenzfall vor, bei demdie Wandungsfläche 8 unmittelbar unterhalb des Randes 6 lotrecht abfällt, aber geradenoch keine Hinterschneidung vorliegt. Die Breite b beträgt hier genau das Doppelte desRadius r und der Radius r entspricht der Tiefe t der Sammelrinne 3 gemessen von derVerbindungslinie zwischen den Rändern 6 bis zum tiefsten Punkt der Sammelrinne 3.
In Fig. 10 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Sammelrinne 3 noch tieferausgeprägt ist. Der Randwinkel α beträgt etwa 115° und die Tiefe t gemessen ab derVerbindungslinie zwischen den Rändern 6 ist größer als der Radius r der kreisförmigenSammelrinne 3. Auf diese Weise sind beiderseitige Hinterschneidungen durch die Ränder 6 ausgebildet, das heißt die breiteste Stelle der Sammelrinne 3 ist größer als die Breite bzwischen den gegenüberliegenden Rändern 6.
In den Fig. 12 bis 16 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßenVorrichtung dargestellt, die der Vorrichtung von Fig. 1 bis 5 sehr ähnlich ist. Aus diesemGrund werden die Bezeichnungen und Erläuterungen auch analog übernommen und eswird nur auf die Unterschiede eingegangen.
Ein Unterschied liegt zunächst darin, dass in den Fig. 12 bis 14 auch das Förderband 9dargestellt ist, auf dem die Fleischstücke im Betrieb aufgelegt werden. Das Förderband 9ist räumlich oberhalb der Wanne 1 angeordnet, sodass die Pökellake in die Wanne 1eintropfen kann.
Weiters ist in der Sammelrinne 3 eine Fördervorrichtung 7 in Form einer nichtkomprimierenden Förderschnecke 7 angeordnet. Die Förderschnecke 7 liegt in derSammelrinne 3 und dient zur Unterstützung der Förderung der Pökellake in derSammelrinne 3 in Richtung des Auslasses 2, also in der Hauptneigungsrichtung HN. Wieeinleitend erwähnt, ist die Pökellake vor allem bei geringen Temperaturen im Bereichzwischen -5 und +10°C sehr zähflüssig und teilweise gallertig, sodass ein freies Fließenkaum bzw. äußerst langsam stattfindet. Die Förderschnecke 7 sorgt jedoch für einenZwangstransport der in der Sammelrinne 3 vorliegenden Lake. Die Förderschnecke 7 istdabei nur einseitig gelagert bzw. angetrieben, und zwar an dem dem Auslass 2gegenüberliegenden Ende. Das andere Ende ist frei. Der Durchmesser derFörderschnecke 3 ist bei dieser Ausführungsform größer als die Höhe der Sammelrinne 3,das heißt die oberen Bereiche der Förderschnecke 7 überragen die fiktivenWeiterführungen der Bodenfläche 4.
Auch andere Fördervorrichtungen 7 sind möglich, beispielsweise ein in der Sammelrinne3 verlaufendes Förderband oder ein linear entlang der Sammelrinne 3 bewegbarerSchieber. Die Förderung kann dabei batchweise oder kontinuierlich erfolgen. Dadurchdass der überwiegende Anteil der Lake zentral und gesammelt in der Sammelrinne 3vorliegt, ist die unterstützende Verschiebung der Lake durch die Fördervorrichtungen 7einfach und effektiv möglich.
Eine derartige Fördervorrichtung 7 kann natürlich auch in eine Vorrichtung gemäß Fig. 1bis 5 oder in eine Wanne 1 der Fig. 6 bis 11 eingebracht werden.
In den Fig. 15 und 16 sind zu dieser Ausführungsform perspektivische Ansichtenvorgesehen. Erkennbar ist die doppelte Neigung der beiden Bodenflächen 4 gemäß derHauptneigungsrichtung HN und der Nebenneigungsrichtung NN. Weiters ist ersichtlich,wie die Förderschnecke 7 in der Sammelrinne 3 die Pökellake zum Auslass 2 hin fördert.Dies bewirkt die eingangs erwähnte geringe Bauhöhe bzw. Arbeitshöhe, die durchVergleich mit der Darstellung einer Normperson kenntlich gemacht ist.
Claims (17)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Sammeln und Rückführen von zähflüssigen oder hochviskosenPökellaken, umfassend eine Wanne (1) zum Auffangen von überschüssiger Pökellake mitzumindest einer Bodenfläche (4), dadurch gekennzeichnet, dass in der Wanne (1)zumindest eine in einer Hauptneigungsrichtung (HN) zu einem Auslass (2) hin geneigteund in diesen Auslass (2) einmündende Sammelrinne (3) zum Abführen der Pökellakevorgesehen ist, wobei die Sammelrinne (3) gegenüber der Bodenfläche (4) nach untenversetzt bzw. vertieft ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, gemessen in einemQuerschnitt durch die Wanne (1) normal zur zentralen Längsachse (5) der Sammelrinne(3), der tiefste Punkt oder Abschnitt der Sammelrinne (3) in diesem Querschnitt unterhalbder fiktiven Verlängerung der Bodenfläche (4) liegt.
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieWanne (1) im Querschnitt normal zur Längsachse (5) kreisbogenförmig, dreieckig oderrechteckig ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass diezumindest eine Bodenfläche (4) zur Sammelrinne (3) so angeordnet ist, dass ein Gefälleausgebildet ist und die Pökellake schwerkraftbedingt in die Sammelrinne (3) einfließbarist.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass diezumindest eine Bodenfläche (4) gekrümmt oder planeben ist und in einerNebenneigungsrichtung (NN) normal zur Längsachse (5) bzw. normal zurHauptneigungsrichtung (HN), zur Sammelrinne (3) hin geneigt und abfallend ausgebildetist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieWanne (1) zwei, insbesondere gleichdimensionierte, Bodenflächen (4) aufweist, die aufbeiden Seiten der Sammelrinne (3) gegengleich geneigt angeordnet sind.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dasszwischen der Bodenfläche (4) und der Sammelrinne (3) jeweils ein Rand (6) ausgebildetist ab dem sich die Neigung bzw. das Gefälle zum Lot hin vergrößert.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dieSammelrinne (3) im Querschnitt normal zur Längsachse (5) kreisbogenförmig, dreieckig,trapezförmig oder rechteckig ist.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieSammelrinne (3) im Querschnitt normal zur Längsachse (5) kreisbogenförmig ist und eineBreite (b), gemessen zwischen den beiden einander gegenüberliegenden oberenRändern (6), aufweist, die kleiner als oder gleich groß wie der doppelte Radius (r) derSammelrinne (3) ist.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dieSammelrinne (3) im Querschnitt normal zur Längsachse (5) kreisbogenförmig ist und eineTiefe (t), gemessen ab der Line zwischen den beiden einander gegenüberliegendenoberen Rändern (6) bis zum Boden der Sammelrinne (3), aufweist, die größer als derRadius (r) der Sammelrinne (3) ist, wobei durch die gegenüberliegenden Ränder (6) eineHinterschneidung ausgebildet ist und sich die Sammelrinne (3) nach unten zu verbreitert.
- 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass derRandwinkel (a), gemessen im Querschnitt normal zur Längsachse (5) mit demScheitelpunkt am jeweiligen Rand (6) zwischen der im wesentlichen horizontalenVerbindung der beiden gegenüberliegenden Ränder (6) und der Neigung derWandungsfläche (8) der Sammelrinne (3), im Bereich von 30° bis 130° liegt.
- 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieWanne (1) bzw. die Bodenflächen (4) und/oder die Sammelrinne (3) in derHauptneigungsrichtung (HN) um den Winkel (ß) zur Horizontalen geneigt ist, wobei derWinkel (ß) im Bereich von 0,5° bis 5° liegt.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dieBodenflächen (4) und die Sammelrinne (3) in der Hauptneigungsrichtung (HN) die gleicheNeigung aufweisen.
- 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in derSammelrinne (3) eine Fördervorrichtung (7) zur Unterstützung der Förderung derPökellake in Richtung des Auslasses (2), beispielsweise eine Schnecke, ein Schieberoder ein Förderband, angeordnet ist.
- 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass dieFördervorrichtung (7) als nicht komprimierende Förderschnecke (7) ausgebildet ist, wobeidie Förderschnecke (7) vorzugsweise einseitig gelagert ist, insbesondere am höheren,dem Auslass (2) gegenüberliegenden Ende der Sammelrinne (3) und wobei derDurchmesser der Förderschnecke (7) vorzugsweise größer ist als die Tiefe (t) derSammelrinne (3).
- 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eineKühleinrichtung zur Kühlung der Wanne (1), der Bodenflächen (2) und/oder derSammelrinne (3) vorgesehen ist, um die Temperatur der Pökellake insbesondere imBereich zwischen -5 und +10 °C zu halten.
- 17. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16 zum Sammeln undRückführen von zähflüssigen oder hochviskosen Pökellaken, insbesondere beiTemperaturen zwischen -5 bis +10 °C, insbesondere zwischen -2 bis +5 °C.
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| AT410276B (de) * | 2000-07-07 | 2003-03-25 | Inject Star Poekelmasch | Pökelmaschine |
| DE60027587T2 (de) * | 1999-11-05 | 2007-05-10 | Danisco A/S | Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen bakterizidbehandlung von konsumfleischabschnitten |
| AT501514B1 (de) * | 2005-02-18 | 2008-01-15 | Inject Star Poekelmasch | Verfahren und vorrichtung zum pökeln von fleisch |
-
2014
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-
2015
- 2015-10-01 DE DE102015116706.9A patent/DE102015116706A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
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| AT501514B1 (de) * | 2005-02-18 | 2008-01-15 | Inject Star Poekelmasch | Verfahren und vorrichtung zum pökeln von fleisch |
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