AT516828A4 - Verkleidung einer Gebäudefläche - Google Patents

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AT516828A4
AT516828A4 ATA272/2015A AT2722015A AT516828A4 AT 516828 A4 AT516828 A4 AT 516828A4 AT 2722015 A AT2722015 A AT 2722015A AT 516828 A4 AT516828 A4 AT 516828A4
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Klaus Ing Kieslinger
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Sihga GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Verkleidung für eine Gebäudefläche, wobei die Verkleidung durch parallel zueinander ausgerichtete längliche Verkleidungselemente (7, 8) gebildet ist, und ein Ver­ kleidungselement (7) über Befestigungselemente (1) mit einer ge­ bäudeseitigen Unterkonstruktion verbunden ist, wobei sich die Be­ festigungselemente (1) im Raum zwischen Verkleidungselementen (7, 8) auf der einen Seite und der gebäudeseitigen Unterkonstruktion andererseits erstrecken und sowohl an Unterkonstruktion als auch an Verkleidungselementen (7) anliegen und mit beiden durch Schrauben (5, 6) verbunden sind, wobei ein Befestigungselement (1) seitlich von einem Verkleidungselement (7) hervorragt und an diesem hervorragenden Bereich mit der Unterkonstruktion durch ei­ ne Schraube (6) verbunden ist. um Dehnen und Schwinden von Verkleidungselementen aufnehmen zu können weist das Befestigungselement (1) zwei schwenkbar mitei­ nander verbundene ängsteile (2, 3) auf, wobei die Schwenkachse (4) normal zur Ebene der Unterkonstruktion ausgerichtet ist.

Description

Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Verkleidung für eine Gebäudefläche.
Ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Verkleidung ist die aus Bohlen gebildete Abdeckung einer Terrasse. Ein anderes Beispiel ist eine aus Latten gebildete Passade.
Die Schriften US 4,296,580, US 4,844,651 und AT 507 250 Bl zeigen die Befestigung von Wandverkleidungselementen, wie beispielsweise Latten, an einer Unterkonstruktion mittels Befestigungsbeschlägen, welche sich zwischen der Ebene der Unterkonstruktion und der Ebene der Wandverkleidungselemente befinden. Dabei ist ein Befestigung sbeschlag sowohl mit einem Wandverkleidungselement verbunden als auch mit der Unterkonstruktion. Zur Verbindung mit der Unterkonstruktion verläuft typischerweise eine Schraube durch einen Teil des Befestigungsteils hindurch in die Unterkonstruktion hinein, wobei der Teil, des Befestigungselementes, durch welchen diese Schraube hin durch verläuft, seitlich von dem Wandverkleidungselement hervorragt, an welchem das Befestigungselement ebenfalls befestigt ist. An einer der beiden Längskanten eines Verkleidungselementes, an welchem Befestigungsteile hervorragen sind die Befestigungsteile nicht direkt mit der Unterkonstruktion verbunden; sie ragen stattdessen nur in den Spalt zwischen Unterkonstruktion und benachbartem Verkleidungselement. Die Bauweise ist komfortabel 2u montieren, die Befestigungselemente sind bei montierter Montage nicht sichtbar und die Verkleidungselemente können in jener Richtung, in welcher Befestigungselemente unter Verkleidungselemente eingeschoben werden, gut quellen und schwinden.
Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, die besprochene und aus der AT 507 250 Bl bekannte Methode für die Befestigung für die Latten einer Passadenverkleidung, dahingehend zu verbessern, dass sie auch dann gut anwendbar ist, wenn Verkleidungselemente länglich sind und auch in ihrer Längsrichtung nennenswert quellen und schwinden können. Hintergedanke dabei ist, dass die Befestigungselemente auch für Verkleidungeelemente anwendbar sein sollen, welche nicht wie üblich Holzlatten oder Holzbohlen sind, bei denen die natürliche Faserrichtung gleich der Längsrichtung des Gegenstandes ist, sondern beispielsweise Profile aus einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. (Eine weit verbreitete Bezeichnung für die in Frage kommenden Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe ist "WPC'» für Wood-Plastic-Composite). Profile aus Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen können bei den üblichen Schwankungen von Feuchtigkeit und Temperatur durchaus um mehr als 1% ihrer Länge quellen und schwinden.
Von diesem Stand der Technik ausgehend hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt,
Zum Lösen der Aufgabe wird von der Bauweise eines Befestigungsbeschlages wie von der AT 507 250 Bl her bekannt ausgegangen. Als erfindungsgemäße Verbesserung dazu wird vorgeschlagen, einen Befestigungsbeschlag aus zwei schwenkbar miteinander verbunden Teilen aufzubauen, wobei bei bestimmungsgemäßem Einsatz der eine Teil mit der ünterkonstruktion durch eine Schraube zu verbinden ist und der andere Teil mit einem Verkleidungselement und wobei die Schwenkachse ebenso wie die Längsrichtung der verwendeten Schrauben normal zur Ebene der unter Anwendung der Befestigungsteile zu bildenden Verkleidung ausgerichtet sind.
In einer besonders bevorzugten Weiterentwicklung dazu ist die Schwenkbarkeit der beiden Teile des Befestigungselementes wahlweise blockierbar.
Durch den Aufbau der Befestigungsteile aus zwei zueinander schwenkbaren Teilen, kann durch Ausschwenken der beiden Teile des Befestigungselementes gegeneinander das Quellen und Schwinden eines Verkleidungselementes gegenüber der ausgeglichen werden.
Indem die Schwenkbarkeit zwischen den beiden Teilen eines Befestigungselementes wahlweise blockierbar ist, kann eingestellt wer den, welcher Längsbereich eines mit mehreren erfindungsgemäßen Befestigungselementen befestigten Verkleidungselementes gegenüber der Unterkonstruktion auch beim Quellen und Schwinden unbewegt bleibt.
Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. 1: zeigt ein beispielhaftes erfindungsgemäßes Befesti gungselement 1 einschließlich Schrauben in Schrägrissansicht. Die in Fig. l oben liegende Fläche des Befestigungselementes ist jene, die in eingebautem Zustand an der Verkleidung anliegt.
Fig. 2: zeigt zwei Befestigungselemente aus Fig. l in eingebau tem Zustand in Schrägrissansicht. Aus Gründen der Anschaulichkeit ist die Unterkonstruktion dabei nicht gezeigt. Die in Fig. 1 oben liegende Fläche der Befestigungselemente in eingebautem Zustand an der Unterkonstruktion anliegt.
Das Befestigungselement 1 gemäß Fig.i besteht aus einem einen verkleidungsseitigen Längsteil 2 und einem unterkonstruktionsseitigem Längsteil 3. Die beiden Längsteile 2, 3 sind bezüglich der Schwenkachse 4 schwenkbar aneinander geführt gehalten.
Typischerweise sind die Längsteile 2, 3 Kunststoffspritzgussteile. Typischerweise halten die beiden Längsteile 2, 3 durch eine Schnappverbindung aneinander, bei welcher ein kreisrunder, zur Schwenkachse 4 koaxial liegender Bereich des einen Längsteils am Umfang durch zwei oder mehrere federnde Segmente des anderen Längsteils umfasst ist.
Bestimmungsgemäß ist der verkleidungsseitigen Längsteil 2 mittels einer oder zwei Schrauben 5 mit einem Verkleidungselement 7 (Fig. 2) zu verbinden. Bestimmungsgemäß ist der unterkonstruktionsseitige Längsteil 3 mittels einer Schrauben 6 mit der Unterkonstruktion zu verbinden. Die Schwenkachse 4 liegt parallel zur bestimmungsgemäßen Ausrichtung der Schrauben 5, 6 und damit normal zur
Ebene der durch Verkleidungselemente 7, 8 (Fig. 2) zu bildenden Verkleidung und der Unterkonstruktion.
Fig. 2 zweigt zwei längliche Verkleidungselemente 7, 8, beispielsweise Fassadenverkleidungslatten, wobei im Bereich der Enden des Verkleidungselementes 7 jeweils ein erfindungsgemäßes Befestigungselement 1 befestigt ist, wobei die beiden Befestigungs-elemente 1 in zueinander unterschiedlicher Weise am Verkleidungs-element 7 befestigt sind.
Der verkleidungsseitige Längsteil 2 der Befestigungselemente 1, weist entlang seiner Länge eine Reihe von Schraubendurchgangsbohrungen 9 auf. Bei beiden Befestigungselementen 1 verläuft eine Schraube 5 durch jene Schraubendurchgangsbohrung 9 des verkleidungsseitigen Längsteils 2, welche von jenen, die zum Verkleidungselement 7 führen am weitesten vom unterkonstruktionsseitigen Längsteil 3 liegt.
Der mittels einer Schraube 6 mit der Unterkonstruktion verbundene unterkonstruktionsseitige Längsteil 3, ist mit seinem an das Verkleidungselemente 7 reichenden Längsbereich ebenfalls durch eine Schraube 5, welche durch eine Schraubendurchgangsbohrung an ihm hindurch verläuft, mit dem Verkleidungselement 7 verbunden. Je nach Verbindungsart mit dem Verkleidungselement 7 wird dabei eine von zwei zur Verfügung stehenden Schraubendurchgangsbohrungen 10, 11 verwendet.
Bei dem in Fig. 2 rechts liegenden Befestigungselement 1 verläuft jene Schraube 5, mit welcher der unterkonstruktionsseitige Längs-teil 3 am Verkleidungselement 7 fixiert wird, durch eine Schraube ndurchgangsbohrung io, welche sowohl durch den verkleidungsseitigen Längsteils 2 als auch durch den unterkonstruktionsseitige Längsteil 3 verläuft, dabei am unterkonstruktionsseitigen Längs-teil 3 m einem Abstand zur Schwenkachse 4 liegt und am unterkonstruktionsseitige Längsteil 3 einen deutlich kleineren Durchmesser aufweist als am verkleidungsseitigen Längsteils 2. Jener Längsbereich des unterkonstruktionsseitigen Längsteils 3 durch welchen die Schraubendurchgangsbohrung 10 hindurchführt, liegt am Verkleidungselement 7 auf. Jener Längsbereich des verkleidungsseitigen Längsteils 2 durch welchen die Schraubendurchgangsbohrung 10 hindurchführt, liegt an der Unterkonstruktion auf. Der Kopf der Schraube 5, welche durch die Schraubendurchgangsbohrung 10 hindurch verläuft, findet in der Schraubendurchgangsbohrung 10 in dem vom verkleidungsseitigen Längsteil 2 umfassten Bereich gerade eben Platz. Damit sind durch die Schraube 5 die beiden Längsteile 2, 3 des Befestigungselementes gegen Verdrehung gegeneinander fixiert.
Bei dem in Fig. 2 links liegenden Befestigungselement 1 verläuft jene Schraube 5, mit welcher der unterkonstruktionsseitige Längsteil 3 am Verkleidungselement 7 fixiert wird, durch eine Schraubendurchgangsbohrung 11, welche koaxial mit der Schwenkachse 4 liegt. Damit bleiben trotz der Schraube 5 die beiden Längsteile 2, 3 des in Fig. 2 links liegenden Befestigungselementes 1 um die Schwenkachse 4 - unter Überwindung von Reibung - gegeneinander schwenkbar.
Am Beispiel gemäß Fig. 2 werden also beim Quellen und Schwinden des Verkleidungselementes 7 die Längsteile 2, 3 des links liegende Befestigungselementes 1 gegeneinander verschwenkt und damit das linke Ende des Verkleidungselementes 7 gegenüber der Unterkonstruktion verschoben. Am rechts liegenden Befestigungselement 1 hingegen bleibt die Lage der Längsteile 2, 3 relativ zueinander unverändert und damit bleibt auch das rechts liegende Ende des
Verkleidungselementes 7 gegenüber der Unterkonstruktion unverrückt .
Entsprechend dem schon aus dem stand der Technik bekannten Prinzip ragen die vom unterkonstruktionsseitige Längsteil 3 abgewandt liegenden Enden der verkleidungsseitigen Längsteile 2 in den Spalt zwischen der Unterkonstruktion und dem Verkleidungselement 8, welches zu jenem Verkleidungselement 7, an welchem die Befestigungselement 1 mittels Schrauben 5 befestigt sind, benachbart liegt.
Wenn Verkleidungselement befestigt werden müssen, welche breiter sind als die Befestigungselemente 1 lang sind, können an jenen Rand eines Verkleidungselementes, welcher vom unterkonstruktions-seitige Längsteil 3 der Befestigungselemente abgewandt liegt, einfachere leistenförmige Befestigungselemente verwendet werden, welche jeweils nur aus einem monolithisch in sich starren Einzelteil zu bestehen brauchen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche
    1. Verkleidung für eine Gebäudefläche, wobei die Verkleidung durch parallel zueinander ausgerichtete längliche Verkleidungselemente (7, 8) gebildet ist, und ein Verkleidungselement (7) über Befestigungselemente (l) mit einer gebäudeseitigen Unterkonstruktion verbunden ist, wobei ein Befestigungselement (1) - sowohl an der Hinterseite des Verkleidungselementes (7) als auch an der Unterkonstruktion anliegt, - mit dem Verkleidungselement (7) durch mindestens eine an deren Hinterseite in diese hinein verlaufende Schraube (5) I verbunden ist, - an mindestens einer Längskante der Hinterseite des Verkleidungselementes (7) über die Breite des Verkleidvingselementes (7) hervorragt, - an dem hervorragenden Bereich mit der Unterkonstruktion durch eine in diese hinein verlaufende Schraube (6) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass - das der Befestigungselement (l) 2wei schwenkbar miteinander verbundene Längsteile (2, 3) aufweist, wobei die Schwenkachse (4) normal zur Ebene der Unterkonstruktion ausgerichtet ist, wobei - jener unterkonstruktionsseitige Längsteil (3), des Befestigungselementes (1) durch welchen die in die Unterkonstruktion führende Schraube (6) hindurch verläuft, nur durch maximal eine einzige Schraube (5) direkt mit dem Verkleidungs-element (7) verbunden ist.
  2. 2. Verkleidung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schraube (5) durch eine Durchgangsbohrung (9) hindurch in das Verkleidungselement (7) hinein verläuft, welche sich an jenem verkleidungsseitigen Längsteil (2) des Befestigungselementes (l) befindet, welcher nicht direkt durch eine Schraube mit der Unterkonstruktion verbunden ist und dass eine weitere Schraube (5) durch eine Durchgangsbohrung (10, 11) hindurch verläuft, welche sowohl durch den verkleidungsseitigen Längsteil (2) als auch durch den unterkonstruktionsseitigen Längsteil (3) hindurch verläuft.
  3. 3. Verkleidung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (l) zwei Durchgangsbohrungen (io, 11) aufweist, welche jeweils sowohl durch den verkleidungsseitigen Längsteil (2) als auch durch den unterkonstruktionsseitigen Längsteil (3) hindurch verlaufen, wobei die Durchgangs-bohrung (11) koaxial mit der Schwenkachse (4) liegt.
  4. 4. Verkleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungselemente (7, 8) aus einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff bestehen.
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DE102008048560A1 (de) * 2008-09-23 2010-03-25 Knapp, Friedrich Beschlag zur Herstellung eines Bodenaufbaus
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