AT516937B1 - Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung Download PDF

Info

Publication number
AT516937B1
AT516937B1 ATA287/2015A AT2872015A AT516937B1 AT 516937 B1 AT516937 B1 AT 516937B1 AT 2872015 A AT2872015 A AT 2872015A AT 516937 B1 AT516937 B1 AT 516937B1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fruits
mixture
temperature
minutes
kaltrührverfahren
Prior art date
Application number
ATA287/2015A
Other languages
English (en)
Other versions
AT516937A4 (de
Original Assignee
Projekt- Und Entwicklungsbüro Mag (Fh) Kroisleitner E U
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Projekt- Und Entwicklungsbüro Mag (Fh) Kroisleitner E U filed Critical Projekt- Und Entwicklungsbüro Mag (Fh) Kroisleitner E U
Priority to ATA287/2015A priority Critical patent/AT516937B1/de
Priority to DE102016108313.5A priority patent/DE102016108313A1/de
Application granted granted Critical
Publication of AT516937B1 publication Critical patent/AT516937B1/de
Publication of AT516937A4 publication Critical patent/AT516937A4/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/10Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with pressure variation, shock, acceleration or shear stress
    • A23B2/103Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with pressure variation, shock, acceleration or shear stress using sub- or super-atmospheric pressures, or pressure variations transmitted by a liquid or gas
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L19/00Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof
    • A23L19/09Mashed or comminuted products, e.g. pulp, purée, sauce, or products made therefrom, e.g. snacks
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L21/00Marmalades, jams, jellies or the like; Products from apiculture; Preparation or treatment thereof
    • A23L21/10Marmalades; Jams; Jellies; Other similar fruit or vegetable compositions; Simulated fruit products
    • A23L21/12Marmalades; Jams; Jellies; Other similar fruit or vegetable compositions; Simulated fruit products derived from fruit or vegetable solids

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)

Abstract

Bei einem Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung, insbesondere einer Konfitüre, aus Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat wird aus den Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat in einem Verfahrensschritt in einem Kaltrührverfahren ein Gemisch hergestellt, wobei das Gemisch in einem späteren Verfahrensschritt in einem Hochdruckverfahren behandelt wird. Das Kaltrührverfahren wird während einer Dauer von 5 bis 30 min, insbesondere 10 bis 15 min, bei einer Temperatur von ca. 0,5 bis 5°C, vorzugsweise 3 bis 5°C, besonders bevorzugt bei ca. 3,5°C, durchgeführt.

Description

Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung, insbesondere einer Konfitüre oder eines Elixiers, aus Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat, wobei aus den Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat in einem Verfahrensschritt in einem Kaltrührverfahren ein Gemisch hergestellt wird und wobei das Gemisch in einem späteren Verfahrensschritt in einem Hochdruckverfahren behandelt wird. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Leichtkonfitüre, Leichtgelee, Leichtmarmelade, Elixier oder Fruchtaufstrich.
[0002] Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung aus Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat, wobei aus den Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat in einem Kaltrührverfahren ein Gemisch hergestellt wird, sind bekannt.
[0003] Ein Vorteil des Kaltrührverfahrens liegt unter anderem in einer besseren Geschmacksund Aromaerhaltung des ursprünglich verwendeten Rohstoffes sowie im bestmöglichem Erhalt des Vitamingehaltes. Ein großer Nachteil des Kaltrührverfahrens liegt jedoch darin, dass derart hergestellte Produkte nur sehr kurzfristig haltbar sind.
[0004] Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es bekannt, kaltgerührte Fruchtzubereitungen nachträglich thermisch zu behandeln bzw. während des Rührverfahrens einer thermischen Behandlung auszusetzen. Ein großer Nachteil der thermischen Behandlung liegt jedoch darin, dass es dabei zu einem Geschmacksverlust kommt, da es durch die Hitzeeinwirkung zu einem Verlust an flüchtigen Aromastoffen kommt. Weiters wirkt sich Hitze schlecht auf Vitamine aus. Zudem verursacht Hitzeeinwirkung einen Flüssigkeits- und/oder Gewichtsverlust, was sich ebenfalls auf die Geschmacksentfaltung negativ auswirkt.
[0005] Des Weiteren sind Verfahren zum Hochdruckbehandeln bekannt, welche die Nachteile der thermischen Behandlung nicht aufweisen. Solche Verfahren sind nur für Fruchtzubereitungen bekannt, die ohne Zugabe einer weiteren konservierenden Zutat hergestellt werden und bei welchen es dadurch einer Lagerung mit Kühlung bedarf.
[0006] Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung sind aus der WO 9929187 AI, der EP 0429966 A2 und der DE 202005016146 Ul bekannt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung zur Verfügung zu stellen, mit welchem eine möglichst langfristig bei Raumtemperatur lagerbare Fruchtzubereitung mit größtmöglicher Geschmacksentfaltung sowie dem Erhalt von Aromen, Vitaminen sowie anticancerogenen, sekundären Pflanzeninhaltsstoffen hergestellt werden kann.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Verfahren, welches die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
[0009] Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Unter Früchten werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowohl ganze Früchte oder Teile von ganzen Früchten als auch Fruchtpüree bzw. Fruchtmark sowie wässrige Auszüge von Früchten oder dergleich bereits teilweise verarbeitete Früchte verstanden, die vorher keiner Hitzebehandlung unterzogen wurden.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Kaltrührverfahren während einer Dauer von 5 bis 30 min, insbesondere 10 bis 15 min, bei einer Temperatur von ca. 0,5 bis 5°C, vorzugsweise 3 bis 5'€, besonders bevorzugt bei ca. 3,5O, durchgeführt wird. Durch die kurze Rührzeit soll verhindert werden, dass sich das Gemisch zu stark erwärmt und dadurch die Bildung von Bakterien, Hefen oder Schimmelpilzen begünstig wird.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine größtmögliche Geschmacksentfaltung erzielt, da kein Geschmacksverlust durch thermische Einwirkung während der Herstellung auftritt, wobei die Fruchtzubereitung durch Zugabe mindestens einer konservierenden Zutat länger haltbar wird.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass als Früchte gefrorene Früchte verwendet werden. Die gefrorenen Früchte müssen vor dem Kaltrührverfahren wenigstens teilweise aufgetaut, insbesondere mind, zu 2/3 angetaut werden, insbesondere bei einer Temperatur von ca. 0,5 bis 5'C, vorzugsweise bei 3 bis 5'C, besonders bevorzugt bei ca. 3,5^. Durch Einhaltung von niedrigen Auftautemperaturen bis max. 5°C soll die Vermehrung von unerwünschten Bakterien, Hefen oder Schimmelpilzen nicht begünstigt werden.
[0014] Die Verwendung von gefrorenen Früchten zum Herstellen einer kaltgerührten Konfitüre ist aber nicht zwingend auf die Verwendung von gefrorenen Früchten beschränkt, sondern es können bevorzugt auch frisch geerntete Früchte für eine kaltgerührte Konfitüre verwendet werden. Bei Verwendung von frischen Früchten zum Kaltrühren ist aber eine vorhergehende fruchtspezifische Säuberung und hygienische Aufbereitung sowie Kühlung zwingend nötig.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die gefrorenen Früchte vor dem Auftauen gelagert werden, insbesondere bei einer Temperatur von -10 bis -25°C, vorzugsweise bei etwa -20°C, wobei die Lagerung der gefrorenen Früchte vorzugsweise über einen Zeitraum von wenigstens zwei Wochen erfolgt.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass als weitere Zutaten eine Zuckerquelle, beispielsweise feste und/oder flüssige Süßungsmittel, und/oder Apfeldicksaft, und/oder Fruchtsaftkonzentrat und/oder Honig, und/oder Zitronensäure, insbesondere Zitronensaft, und/oder andere kalt gelierende und hochdrucktaugliche Verdickungsmittel, insbesondere nicht modifizierte Stärke und/oder Johannisbrotkernmehl und/oder Pektin, insbesondere geliertes, beispielsweise kaltgeliertes und hochdruckstabiles Pektin, sowie gegebenenfalls Kräuter, und/oder Gewürze, und/oder Spirituosen, und/oder Weine, und/oder Nüsse, und/oder Samen, und/oder natürliche Aromen, und/oder rote Früchte, und/oder rote Rüben, und/oder ätherische Öle verwendet werden. Diese Zutaten dienen zum einen der Konservierung, der Beeinflussung von Konsistenzeigenschaften und zum anderen der gezielten Geschmacksbeeinflussung der kaltgerührten Konfitüre.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist nach der Österreichischen Konfitürenverordnung 2004 vorgesehen, dass die Zuckerquelle zum Vermischen in einer Menge zugegeben wird, dass die Fruchtzubereitung weniger als 45 % mindestens aber 38% lösliche Trockenmasse (Refraktometerwert) für eine Leichtkonfitüre, Leichtgelee, Leichtmarmelade oder von weniger als 60 % mindestens aber 45% löslicher Trockenmasse (Refraktometerwert) für eine zuckerarme Konfitüre, Gelee und Marmelade aufweist. Ein Anteil von über 60% löslicher Trockenmasse (Refraktometerwert) entspricht per Definition einer Konfitüre, einem Gelee oder einer Marmelade bzw. unter 38% einem Fruchtaufstrich. Wobei die angeführten Werte nicht gültig sind, wenn die Zuckerquelle ganz oder teilweise durch Süßungsmittel ersetzt wurde.
[0018] Besonders bevorzugt ist, wenn Früchte zuvor und/oder während des Kaltrührverfahrens zerkleinert werden. Dies kann z.B. durch eine Apparatur für Kaltextraktion oder eine Apparatur mit Schneideinrichtungen erreicht werden.
[0019] Die Früchte sollen durch die Zerkleinerung vorzugsweise eine musige und/oder pastöse Konsistenz erreichen, wobei auch noch Kerne und/oder Fruchtstücke vorhanden sein können.
[0020] Während des Rührvorganges wird mindestens eine zusätzliche Zutat zu dem Fruchtgemisch beigemengt und zu einem Gemisch verrührt.
[0021] Wird Fruchtpüree oder eine wässrige Lösung verwendet, kann dieses z.B. in einem vorhergehenden Kaltextraktionsverfahren gewonnen werden und wird dann anschließend, wie oben beschrieben, dem Kaltrührvorgang beigemengt.
[0022] Besonders bevorzugt ist, dass das Kaltrührverfahren mit einer Rührvorrichtung durchgeführt wird, welche mit einer Drehzahl von weniger als 22 U/min betrieben wird. Mittels des langsam drehenden Rührers wird erreicht, dass so wenig Luft wie möglich in das Gemisch einge rührt wird und ein möglichst homogenes Fruchtbild entsteht. Kleinere Umdrehungszahlen tragen außerdem dazu bei, dass sich das Gemisch aufgrund des Rührens nicht zu stark erwärmt.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Kaltrührverfahren unter Vakuum oder unter Inertgas- Atmosphäre, insbesondere Stickstoffatmosphäre, durchgeführt wird. Durch den Unterdrück in einem Rührkessel wird zusätzlich erreicht, dass sich im Gemisch so wenige Lufteinschlüsse wie möglich befinden, da Lufteinschlüsse die Haltbarkeit des Gemisches bzw. der Konfitüre negativ beeinflussen. Das Verrühren unter Vakuum oder unter Stickstoffatmosphäre hat zudem den Vorteil, dass mit höherer Umdrehungszahl als 22 U/min verrührt werden kann, da die Gefahr von Lufteinschlüssen minimiert wird.
[0024] Bei Verwendung von Stickstoff während des Kaltrührverfahrens wird besonders vorteilhaft erreicht, dass gegenüber Rühren unter Vakuum keinerlei flüchtige Aromastoffe, auch bei niedrigen Temperaturen, aus dem Fruchtgemisch entweichen können.
[0025] Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Gemisch im direkten Anschluss an das Kaltrührverfahren bei einer Temperatur von ca. 1 bis 5KD unter Vakuum, insbesondere unter Inertgas-Atmosphäre, in Verpackungen, die für ein späteres Hochdruckverfahren geeignet sind, abgefüllt wird. Vakuum bzw. Stickstoff verhindern, dass sich Sauerstoff in der Verpackung befindet, der sich wiederum negativ auf die Haltbarkeit auswirken kann.
[0026] Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das abgepackte Gemisch bis zur Behandlung im Hochdruckverfahren zwischengelagert wird, insbesondere dass das abgepackte Gemisch bis zur Behandlung im Hochdruckverfahren für eine Dauer von weniger als 48 Stunden bei einer Temperatur von 1 bis 5°C zwischengelagert wird.
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Gemisch bzw. die Fruchtzubereitung durch das Hochdruckverfahren konserviert wird. Das Hochdruckverfahren zeichnet sich besonders durch eine schonende Art der Konservierung aus, da das zu konservierende Produkt, im Gegensatz zu pasteurisierenden Verfahren, weitgehend nicht im Geschmack, in der Farbe oder in der Konsistenz beeinträchtigt wird.
[0028] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Hochdruckverfahren während einer Dauer von 1 bis 7 min vorzugsweise von 2 bis 6 min, besonders bevorzugt von 3 bis 4 min, bei einer Temperatur von 5 bis 60°C, vorzugsweise von 15 bis 50°C, besonders bevorzugt bei 20 bis 40°C und einem Druck von 1000 bis 7000 bar, vorzugsweise 3000 bis 6000 bar und besonders bevorzugt bei 5500 bar, durchgeführt wird. Durch den hohen Druck über eine Zeitdauer werden die Mikroorganismen und Enzyme bzw. Proteine in der Konfitüre inaktiviert und eine Konservierung der Konfitüre erreicht, die anschließend auch bei Raumtemperatur gelagert werden kann.
[0029] Um besonders resistente Bakterien und Viren, wie z.B. den humanen Norovirus (hNV) und den Surrogativirus (MNV), während des Hochdruckverfahrens zu inaktivieren, kann es bei bestimmten Obstsorten nötig sein, die Kerntemperatur der Konfitüre während der Dauer des Hochdruckverfahrens auf ca. 10 bis 60*0 zu erhöhen.
[0030] Der Begriff "essbar" bedeutet im Sinne dieser Patentanmeldung, dass die Fruchtzubereitung eine Konsistenz aufweist, mit welcher sie streichfähig ist. Auch dickflüssig ist mit diesem Begriff umfasst.

Claims (18)

  1. Patentansprüche
    1. Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung, insbesondere einer Konfitüre oder eines Elixiers, aus Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat, wobei aus den Früchten und wenigstens einer weiteren Zutat in einem Verfahrensschritt in einem Kaltrührverfahren ein Gemisch hergestellt wird und wobei das Gemisch in einem späteren Verfahrensschritt in einem Hochdruckverfahren behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaltrührverfahren während einer Dauer von 5 bis 30 min, insbesondere 10 bis 15 min, bei einer Temperatur von ca. 0,5 bis 5°C, vorzugsweise 3 bis 5*Ό, besonders bevorzugt bei ca. 3,5°C, durchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Früchte gefrorene Früchte verwendet werden und dass die gefrorenen Früchte vor dem Kaltrührverfahren aufgetaut werden, insbesondere bei einer Temperatur von ca. 0,5 bis 5*Ό, vorzugsweise bei 3 bis 5'C, besonders bevorzugt bei ca. 3,5 °C.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gefrorenen Früchte vor dem Auftauen gelagert werden, insbesondere bei einer Temperatur von -10 bis -25“C, vorzugsweise bei etwa -20 °C, wobei die Lagerung der gefrorenen Früchte vorzugsweise über einen Zeitraum von wenigstens zwei Wochen erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Früchte frische Früchte verwendet werden und diese vorher gesäubert, hygienisch aufbereitet und gekühlt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als weitere Zutaten eine Zuckerquelle, beispielsweise feste und/oder flüssige Süßungsmittel und/oder Apfeldicksaft, und/oder Fruchtsaftkonzentrat, und/oder Honig verwendet werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, das als weitere Zutaten Zitronensäure, insbesondere Zitronensaft, und/oder kalt gelierende und hochdrucktaugliche Verdickungsmittel, insbesondere nicht modifizierte Stärke und/oder Johannisbrotkernmehl und/oder Pektin, insbesondere geliertes, beispielsweise kaltgeliertes und hochdrucktaugliches Pektin, ven/vendet werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als weitere Zutaten Kräuter und/oder Gewürze und/oder Spirituosen, und/oder Wein, und/oder Nüsse, und/oder Samen, und/oder natürliche Aromen, und/oder rote Früchte, und/oder rote Rüben, und/oder ätherische Öle verwendet werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuckerquelle zum Vermischen in einer Menge zugegeben wird, dass die Fruchtzubereitung eine lösliche Trockenmasse von weniger als 60%, insbesondere weniger als 45% mindestens 38%, oder unter 38%, lösliche Trockenmasse aufweist.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuckerquelle zum Vermischen in einer Menge zugegeben wird, so dass die Fruchtzubereitung eine lösliche Trockenmasse von mindestens 60 % aufweist.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Früchte vor und/oder während des Kaltrührverfahrens zerkleinert werden.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaltrührverfahren mit einer Rührvorrichtung durchgeführt wird, welche mit einer Drehzahl von weniger als 22 U/min betrieben wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaltrührverfahren unter Vakuum oder unter Inertgas-Atmosphäre-, insbesondere Stickstoffatmosphäre, durchgeführt wird.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das kaltgerührte Gemisch in Verpackungen abgefüllt wird.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch im direkten Anschluss an das Kaltrührverfahren bei einer Temperatur von ca. 1 bis 5Ό unter Vakuum, insbesondere unter Inertgas-Atmosphäre, in Verpackungen, die für ein späteres Hochdruckverfahren geeignet sind, abgefüllt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das abgepackte Gemisch bis zur Behandlung im Hochdruckverfahren zwischengelagert wird, insbesondere dass das abgepackte Gemisch bis zur Behandlung im Hochdruckverfahren für eine Dauer von weniger als 48 Stunden bei einer Temperatur von 1 bis 5Ό zwischengelagert wird.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch bzw. die Fruchtzubereitung durch das Hochdruckverfahren konserviert wird.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckverfahren während einer Dauer von 1 bis 7 min, vorzugsweise von 2 bis 6 min, besonders bevorzugt von 3 bis 4 min, bei einer Temperatur von 5 bis 60°C, vorzugsweise von 15 bis 50 “C, besonders bevorzugt bei 20 bis 40 °C und einem Druck von 1000 bis 7000 bar, vorzugsweise 3000 bis 6000 bar und besonders bevorzugt bei 5500 bar, durchgeführt wird.
  18. 18. Essbare Fruchtzubereitung, dadurch gekennzeichnet, dass diese nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17 hergestellt ist.
ATA287/2015A 2015-05-08 2015-05-08 Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung AT516937B1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA287/2015A AT516937B1 (de) 2015-05-08 2015-05-08 Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung
DE102016108313.5A DE102016108313A1 (de) 2015-05-08 2016-05-04 Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA287/2015A AT516937B1 (de) 2015-05-08 2015-05-08 Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT516937B1 true AT516937B1 (de) 2016-10-15
AT516937A4 AT516937A4 (de) 2016-10-15

Family

ID=57123326

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
ATA287/2015A AT516937B1 (de) 2015-05-08 2015-05-08 Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT516937B1 (de)
DE (1) DE102016108313A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3669659A1 (de) * 2018-12-20 2020-06-24 Constantin Pascu Produkte und konservierung ohne kochen für obst, gemüse und essbare blütenblätter

Also Published As

Publication number Publication date
AT516937A4 (de) 2016-10-15
DE102016108313A1 (de) 2016-11-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3243963C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines klumpenfrei heissdispergierbaren Basisprodukts fuer gebundene Sossen und Suppen
DE69522818T2 (de) Antioxidant und/oder salz enthaltendes frisches kräuter produkt
DE2746084A1 (de) Fluessigeiprodukt und verfahren zu seiner konservierung
CH713366B1 (de) Verfahren zur Frischhaltung eines nicht gefrorenen Baozis mit Gemüsefüllung.
EP2542102B1 (de) Verfahren zur steuerung der produkteigenschaften bei der herstellung von lebensmitteln
AT516937B1 (de) Verfahren zum Herstellen einer essbaren Fruchtzubereitung
DE102009018369A1 (de) Lebensmittelzwischenprodukt
EP3001843B1 (de) Verfahren zum behandeln eines hopfenproduktes und verwendung eines hopfenproduktes
DE2900098C2 (de)
DE102008048543B4 (de) Verfahren zur Steuerung der Produkteigenschaften bei der Herstellung von Lebensmitteln
EP1591016B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Gewürze und/oder Kräuter enthaltendem Käse
WO2010034678A1 (de) Verfahren zur konservierung von getränken
EP2222179B1 (de) Verfahren zur übertragung und konservierung von aroma- und inhaltsstoffen von pflanzen und/oder pflanzenteilen auf ein öl, angereichertes öl und dessen verwendungen
WO2019229215A2 (de) Hochdruckverfahren, insbesondere zur haltbarmachung von lebensmitteln, pharmazeutika und kosmetika, sowie hochdruckvorrichtung
DE10063288A1 (de) Früchte-, Gemüse-, Milch- und/oder Weinmischgetränk mit zugesetzten Phytosterinen sowie Verfahren zu dessen Herstellung
DE3600777C2 (de) Konservierungsverfahren
DE10155301A1 (de) Verfahren zur Herstellung von funktionellen Lebensmitteln
WO2025229043A1 (de) Verfahren zum herstellen eines fleischersatzprodukts und fleischersatzprodukt
JP7769620B2 (ja) 乳化食品製剤
WO2025229042A1 (de) Verfahren zum herstellen eines käseersatzprodukts und käseersatzprodukt
DE60131616T2 (de) Dressing oder Marinade
DE2125930A1 (en) Stable, vegetable cream prodn - with addition of salt fats and gelling agents
DE864039C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von quellfaehigen Gemuesemehlen
EP3192374B1 (de) Verfahren zu herstellung von haltbarer milch
CN107267366A (zh) 一种复合白醋及制备方法和应用

Legal Events

Date Code Title Description
PC Change of the owner

Owner name: SANDICCA GMBH, AT

Effective date: 20221220

MM01 Lapse because of not paying annual fees

Effective date: 20250508