AT517332A4 - Sicherheitsausrüstung für den menschlichen Kopf sowie damit durchgeführtes Einsatzunterstützungsverfahren - Google Patents
Sicherheitsausrüstung für den menschlichen Kopf sowie damit durchgeführtes Einsatzunterstützungsverfahren Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsausrüstung (1) für den menschlichen Kopf, umfassend einen Schutzhelm (2) mit einer Helmschale (3), ein Bilderfassungssystem (4) mit einer ersten Bilderfassungseinheit (5) und eine Anzeigeeinheit (10). Die erste Bilderfassungseinheit (5) weist ein erstes Aufnahmegehäuse (6), einen ersten darin aufgenommenen Bildsensor (7), eine Steuerungseinheit (8), eine elektrische Energiequelle (9) und eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle (12) auf. Die Anzeigeeinheit (10) steht mit der Steuerungseinheit (8) in Kommunikati- onsverbindung und bildet mit dieser ein zusammengehöriges Bau-Modul. Die An- zeigeeinheit (10) ist mittels eines halbsteifen, biegsamen Verbindungselements (11) an der ersten Bilderfassungseinheit (5) distanziert davon gehalten. Die erste Bilderfassungseinheit (5) ist mit ihrem ersten Aufnahmegehäuse (6) in einer in der Helmschale (3) vertieft ausgebildeten Kopplungsaufnahme (13) auswechselbar gehalten. Weiters betrifft die Erfindung auch noch ein Einsatzunterstützungsver- fahren unter Verwendung einer derartigen Sicherheitsausrüstung (1).
Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsausrüstung für den menschlichen Kopf, ins-besondere für eine Person im Feuerwehreinsatz, Rettungseinsatz, Arbeitseinsatz, wie diese im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben ist.
Die US 2010/0001187 A1 beschreibt eine Sicherheitsausrüstung fürden menschlichen Kopf, insbesondere für eine Person im Feuerwehreinsatz, Rettungseinsatz, Arbeitseinsatz. Diese umfasst einen Schutzhelm mit einer Helmschale und mit einer an dieser gehaltenen Tragstruktur zur Aufnahme des menschlichen Kopfes. Ein Basisgehäuse der Bilderfassungseinheit ist am Frontschild des Schutzhelms befestigt. Ein eigenes Kameragehäuse mit dem Bildsensor ist seitlich am Basis-gehäuse schwenkbar daran gelagert. Im Basisgehäuse ist eine Steuerungseinheit, eine elektrische Energiequelle und eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle aufgenommen. Eine Anzeigeeinheit ist urn eine Schwenkachse verschwenkbar am Basisgehäuse gelagert und steht mit der Steuerungseinheit fiir die Anzeige in Kommunikationsverbindung. Nachteilig dabei ist die kopflastige Anordnung und der frontseitige Überstand überden Helmrand hinaus.
Die EP 2 848 138 A1 beschreibt einen Schutzhelm mit einer zusätzlichen Vorrich-tung, welche die Abwärme bei Benutzung der LED-Beleuchtung sicher ableitet und diese somit vor Überhitzung schützt und damit auch die Lebensdauer verlän-gert. Des Weiteren ist eine Kommunikationsvorrichtung basierend auf einer Blue-tooth-Verbindung vorgesehen, mittels welcher bei einem Unfall des Benutzers dieser Hilfe anfordern kann. Mittels einer Kamera können Bildinformationen erfasst und in einer Speichereinheit abgespeichert werden. Es können auch noch ein Ra-dioempfangsgerät sowie ein GPS-Modul vorgesehen sein, urn so die entspre-chenden Signale zu empfangen. Mittels eines Sensors kann weiters festgestellt werden, ob der Schutzhelm in Gebrauch ist Oder nicht und damit die Steuerungs-vorrichtung die Kommunikationsverbindung unterbricht. Nachteilig dabei ist, dass dabei für die Informations- und Datenverbindung über größere Distanzen ein zu-sätzliches Kommunikationsmittel nötig ist.
Andere Schutzhelme mit einer thermographischen Bilderfassungsvorrichtung sind aus der US 7,369,174 B1 und der DE 196 50 442 A1 bekannt geworden. Diese sind so ausgebildet, dass die von der Bilderfassungsvorrichtung erfasste Bildin-formation unmittelbar an einer dazugehörigen Anzeigevorrichtung fürden Benut-zer des Schutzhelms dargestellt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kompakte und für sich autonome Sicherheitsausrüstung fürden menschlichen Kopf einer Person zu schaffen, bei welcher die erste Bilderfassungseinheit ohne großen Überstand über die Helmschale angeordnet und einfach austauschbar am Schutzhelm gehalten werden kann.
Diese Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass der erste Bildsensor eben-falls im ersten Aufnahmegehäuse aufgenommen ist und die Anzeigeeinheit mittels eines halbsteifen, biegsamen Verbindungselements an der ersten Bilderfassungseinheit, insbesondere an dessen erstem Aufnahmegehäuse, distanziert davon gehalten ist und dass die erste Bilderfassungseinheit mit ihrem ersten Aufnahmege-häuse in einer in der Helmschale vertieft ausgebildeten Kopplungsaufnahme aus-wechselbar gehalten ist.
Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, dass durch das Vorsehen einer eigenen, vertieft ausgebildeten Kopplungsaufnahme in der Helmschale die Möglichkeit ge-schaffen wird, am Schutzhelm wahlweise mehrere unterschiedliche Hilfsgegen-stände anordnen und je nach Einsatzfall gegeneinander einfach gegeneinander austauschen zu können. Durch die vertiefte Aufnahme kann der Clberstand der ersten Bilderfassungseinheit über die Helmschale reduziert werden und das aus-geübte Moment auf den Kopf des Benutzers reduziert werden. Weiters kann damit auch eine zusammengehörige Baueinheit geschaffen werden, welche einfach am Schutzhelm, insbesondere der Helmschale angeordnet und dort gehalten werden kann. Darüber hinaus können damit direkt von der ersten Bilderfassungseinheit erfasste Bildinformationen auf kurzem Wege an die Anzeigeeinheit weitergeleitet und dort in entsprechender Weise dargestellt werden. Durch das direkte Anordnen einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle als integraler Bestandteil der ersten Bilderfassungseinheit wird so auch fiber weitere Distanzen eine gegenseitige Wei-terleitung von Einsatzinformationen und/oder Daten ermöglicht. Damit wird es der die Sicherheitsausmstung tragenden Person ohne zusätzliche Hilfsmittel möglich, schon nach dem Aufsetzen der Sicherheitsausmstung, insbesondere des Schutz-helms, eine Kommunikationsverbindung mit einer Einsatzgegenstelle bzw. Leit-stelle aufbauen zu können. Dadurch, dass die drahtlose Kommunikationsschnittstelle auch fiber größere Distanzen einen Datenaustausch sowie eine Weiterlei-tung von Einsatzinformationen ermöglicht, braucht so kein zusätzliches Sende-und Empfangsgerät von dersich im Einsatz befindlichen Person mitgefiihrt werden. Durch das Vorsehen einer standardisierten Kommunikationsschnittstelle kann so nicht nur eine Sprachverbindung aufgebaut werden, sondern es können auch Bildinformationen und/oder andere Daten einfach und rasch weitergeleitet und auch ausgetauscht werden.
Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass die Kopplungsaufnahme in einem oberen Stirnbereich der Helmschale sowie zentrisch bezüglich beidseitiger Schläfenberei-che angeordnet ist. Durch diese Anordnung kann der sich im Einsatz befindlichen Person an der Anzeigevorrichtung ein ähnlicher Bildausschnitt dargestellt werden, welcher in etwa dem eigenen Sehfeld bzw. Blickwinkel entspricht.
Eine andere Ausfiihrungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die erste Bilderfassungseinheit weiters eine globale Positionsbestimmungsvorrichtung umfasst, wel-che globale Positionsbestimmungsvorrichtung im ersten Aufnahmegehäuse auf-genommen ist. Damit kann im Einsatzfall bei aufgebauter Kommunikationsverbindung die Einsatzgegenstelle einfach und rasch den aktuellen Standort der sich im Einsatz befindlichen Person feststellen. Darüber hinaus ware es aber auch mög-lich, den aktuellen Standort in einen Gebäudeplan Oder einen Ortsplan zu übertra-gen und dortdarzustellen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die globale Positionsbestimmungsvorrichtung mit der Steuerungseinheit der ersten Bilderfassungseinheit in Kommunikationsverbindung steht. Damit können das Ein-satzgeschehen und die im Einsatz befindlichen Personen besser koordiniert sowie gegebenenfalls vor auftretenden Gefahren in deren Nahbereich rascher informie-ren werden.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die erste Bilderfassungseinheit weiters zumindest einen Temperatursensor umfasst, welcher mit der Steuerungseinheit der ersten Bilderfassungseinheit in Kommunikationsverbindung steht. Durch das Vorsehen zumindest eines Temperatursensors kann so die im unmittelbaren Umgebungsbereich der Einsatzperson herrschende Temperatur festgestellt und diese in entsprechender Weise entweder direkt Oder indirekt in-formiert werden. Damit können zu hohe Temperaturbelastungen festgestellt und die Einsatzdauerder Person in entsprechender Weise festgelegt werden.
Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass der Temperatursensor an Oder in der ersten Bilderfassungseinheit, insbesondere an dessen ers-tem Aufnahmegehäuse, angeordnet ist. Damit kann auf kiirzestem Wege eine Da-tenweiterleitung an die Steuerungseinheit und von dieser an die Anzeigeeinheit und/oder drahtlose Kommunikationsschnittstelle erfolgen.
Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass der Temperatursensor an der Oder in der Anzeigeeinheit angeordnet ist. Damit wird es möglich, die Temperatur auch in ei-nem gewissen Abstand vor dem Gesicht des Trägers der Sicherheitsausrüstung ermitteln zu können.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Bilderfas-sungssystem zumindest eine weitere Bilderfassungseinheit mit zumindest einem weiteren Bildsensor umfasst. Durch das Vorsehen einer weiteren Bilderfassungseinheit kann so eine noch bessere und umfassendere Information im Einsatzfall entweder direkt an die im Einsatz befindliche Person und/oder an die damit in Kommunikationsverbindung stehende Einsatzstelle erfolgen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Bildsensor derweiteren Bilderfassungseinheit einen Bildaufnahmebereich aufweist, welcher Bildaufnahmebereich in entgegengesetzter Richtung bezüglich jenes Bildaufnahmebereichs des ersten Bildsensors der ersten Bilderfassungseinheit ausgerichtet ist. Damit kann das Geschehen rund um die im Einsatz befindli-che Person noch besser erfasst und diese bei Gefahr in Verzug rascher informiert werden. Damit kann die Sicherheit für die Einsatzperson weiter erhöht werden.
Weiters ist es vorteilhaft, wenn die weitere Bilderfassungseinheit an der Helm-schale bevorzugt abnehmbar gehalten ist. Damit kann wiederum eine kompakte Einsatzeinheit als Sicherheitsausrüstung geschaffen werden, welche für sich allein betrachtet, voll einsatzfähig ist.
Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die weitere Bilderfassungseinheit, insbesondere deren weiterer Bildsensor, mit der Steuerungsein-heit der ersten Bilderfassungseinheit in Kommunikationsverbindung steht. Damit wird eine noch umfassendere Erfassung und Einsatzlenkung ermöglicht.
Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass die Anzeigeein-heit zur Anzeige von zumindest einer Einsatzinformation ausgebildet ist, wobei die Einsatzinformation ausgewählt ist aus der Gruppe von Bildern der ersten Bilderfassungseinheit, Positionsdarstellung der globalen Positionsbestimmungsvorrich-tung, Anzeige dervom Temperatursensor ermittelten Umgebungstemperatur, Bildern der zweiten Bilderfassungseinheit, einem von der Einsatzgegenstelle iiber-mittelten Gebäudeplan Oder einem Ortsplan, einer von der Einsatzgegenstelle übermittelten Fortbewegungsstrecke. Durch die unterschiedlichst möglichen An-zeigeinformationen können der im Einsatz befindlichen Person je nach Auswahl und/oder Kommunikationsverbindung die für sie im Augenblick notwendigen Ein-satzinformationen übermittelt und in entsprechender Weise dargestellt werden.
Von Vorteil ist es aber auch, wenn die Anzeigeeinheit und/oder die erste Bilderfassungseinheit mit einem Einsatzinformations-Auswahlmodul versehen ist, welches Selektionsmittel aufweist, mit denen die Anzeige der Einsatzinformation an der Anzeigeeinheit vom Benutzer auswählbar ist. So kann bereits schon vor dem
Einsatzbeginn Oder aber auch während des Einsatzes selektiv die Anzahl der ge-wünschten Einsatzinformationen und/oder auch die Anordnung derselben an der Anzeigeeinheit eingestellt werden. Damit kann rasch auf sich wechselnde Anfor-derungen im Einsatzfall Bedacht genommen werden und eine Anpassung direkt vor Ort erfolgen.
Die Erfindung betrifft aber auch ein Einsatzunterstützungsverfahren für Einsatz-kräfte, insbesondere für eine Person im Feuerwehreinsatz, Rettungseinsatz, Ar-beitseinsatz, welche Person mit einerderartigen Sicherheitsausmstung ausgestat-tet ist bzw. diese trägt, wie dies im Anspruch 14 beschrieben ist. Dabei ist vorge-sehen, dass die erste Bilderfassungseinheit des Bilderfassungssystems und die Anzeigeeinheit aktiviert werden, und dass ein vom ersten Bildsensor erfasstes Bild des Einsatzbereichs von der Steuerungseinheit aufbereitet und an der Anzeigeeinheit dargestellt wird, und dass nach Auslösen einer Verbindungsanforderung von der Steuerungseinheit mittels der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle eine Sprach- und/oder Datenkommunikations-Verbindung mit der Einsatzgegenstelle aufgebaut wird.
Vorteilhaft ist dabei, dass so ohne weitere zusätzliche Kommunikationshilfsmittel eine für sich autarke Sicherheitsausmstung geschaffen werden kann, welche im Einsatzfall einfach bedienbar ist. Durch den Wegfall von zusätzlichen Kommunika-tionshilfsmitteln, wie beispielsweise von Mobiltelefonen, kann so deren Beschädi-gung während des Einsatzgeschehens verhindert werden und trotzdem auch über größere Distanzen eine einwandfreie Kommunikationsverbindung geschaffen werden.
Ein weiteres Vorgehen sieht vor, dass das Auslösen der Verbindungsanforderung von der Einsatzgegenstelle erfolgt. Damit wird es im Einsatzfall möglich, dass die die Sicherheitsausmstung tragende Person selbst keine Tätigkeiten für den Auf-bau der Kommunikationsverbindung durchführen muss, und sich daher unmittel-bar auf das Einsatzgeschehen konzentrieren kann.
Vorteilhaft ist auch eine Verfahrensvariante, bei welcher das von der ersten Bilderfassungseinheit erfasste Bild mittels der Datenkommunikations-Verbindung an die
Einsatzgegenstelle übertragen wird und/odervon der Einsatzgegenstelle eine Ein-satzinformation an die Steuerungseinheit übertragen wird und von diesergegebe-nenfalls unter Aufbereitung an der Anzeigeeinheit dargestellt wird. Damit kann eine einfache, gegenseitige Datenweiterleitung im Einsatzfall erfolgen. Durch die zuvor aufgebaute Sprach- und/oder Datenkommunikations-Verbindung kann so eine direkte Übertragung an und/odervon der im Einsatz befindlichen Person an die Leitstelle erfolgen.
Schließlich zeichnet sich eine andere Vorgehensweise dadurch aus, wenn von der weiteren Bilderfassungseinheit des Bilderfassungssystems ein vom weiteren Bildsensor erfasstes Bild des rückwärtigen Bereiches an die Steuerungseinheit der ersten Bilderfassungseinheit übertragen wird, von der Steuerungseinheit aufberei-tet und an der Anzeigeeinheit dargestellt wird und/oder an die Einsatzgegenstelle übertragen wird. Durch das Vorsehen eines weiteren Bildsensors kann eine noch umfassendere Erfassung des Umgebungsbereichs der sich im Einsatz befindlichen Person erfolgen. Damit kann deren Sicherheit zusätzlich erhöht werden, wo-bei auch noch die Möglichkeit gegeben ist, dass die Clberwachung des vom weiteren Bildsensors erfassten Geschehens durch eine von der Einsatzperson unab-hängige und distanzierte Person erfolgt und sich diese wiederum lediglich auf das Einsatzgeschehen konzentrieren kann.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Sicherheitsausrüstung in Seitenansicht.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausfiih-rungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbe-zeichnungen versehen werden, wobei die in dergesamten Beschreibung enthal-tenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen iibertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese La-geangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Der Begriff „insbesondere“ wird nachfolgend so verstanden, dass es sich dabei um eine mögliche speziellere Ausbildung Oder nähere Spezifizierung eines Gegen-stands Oder eines Verfahrensschritts handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte Ausführungsform desselben Oder eine Vorgehensweise darstellen muss.
In der Fig. 1 ist vereinfacht eine Sicherheitsausrüstung 1 für den menschlichen Kopf gezeigt, welche insbesondere fiir eine Person im Feuerwehreinsatz, Ret-tungseinsatz, Arbeitseinsatz Oder dergleichen dient. Die Sicherheitsausrüstung 1 umfasst zumeist mehrere Komponenten, welche nachfolgend beschrieben wer-den. Wesentlich dabei ist, dass die nachfolgend beschriebenen einzelnen Komponenten eine zusammengehörige, für sich autonom verwendbare Einheit ausbilden, mittels welcherdie diese Sicherheitsausrüstung 1 tragende Person auch bei schlechten Sichtbedingungen, wie diese beispielsweise im Brandfall, bei Dunkel-heit oder anderen widrigen Umgebungsbedingungen vorliegen, nicht nur mit direkt erfassten Bildinformationen versorgt, sondern auch über größere Distanzen bzw. Entfernungen ein gegenseitiger Information- und/oder Datenaustausch mit zumin-dest einer Einsatzstelle und/oder Gegenstelle möglich ist, insbesondere eine Sprach- und/oder Datenkommunikation.
Die hier gezeigte Sicherheitsausrüstung 1 umfasst im vorliegenden Ausfiihrungs-beispiel einen Schutzhelm 2 mit einer Flelmschale 3. In der Flelmschale 3 kann eine an dieser gehaltene Tragstruktur - welche nicht näher dargestellt ist - zur Aufnahme des menschlichen Kopfes und der Abstützung der Flelmschale 3 am Kopf dienen. Die Tragstruktur ist zumeist von der Innenseite der Flelmschale 3 distanziert angeordnet und sorgt damit nicht nur für eine Belüftung sondern auch fiir eine ausreichende Distanzierung bei möglichen auftretenden Stoß- und/oder Schlagbelastungen.
Weiters umfasst die Sicherheitsausrüstung 1 auch noch ein Bilderfassungssystem 4, welches seinerseits mehrere Bauteile bzw. Einzelkomponenten umfassen kann.
So ist hier eine erste Bilderfassungseinheit 5 vorgesehen, welche ein erstes Auf-nahmegehäuse 6 zur Aufnahme weiterer Bauteilkomponenten aufweist. Im Auf-nahmegehäuse 6 der ersten Bilderfassungseinheit 5 ist zumindest ein erster Bildsensor 7 angeordnet, welcher zur Erfassung und Aufnahme der Umgebung vor dem Bildsensor 7 dient. Der erste Bildsensor 7 ist vereinfacht in strichlierten Linien innerhalb des ersten Aufnahmegehäuses 6 angedeutet. Dieser kann orts-fest im Aufnahmegehäuse 6 aufgenommen und daran gehalten sein.
Weiters ist noch innerhalb des ersten Aufnahmegehäuses 6 vereinfacht darge-stellt, dass die erste Bilderfassungseinheit 5 auch noch eine Steuerungseinheit 8 umfassen kann. Urn den ersten Bildsensor 7, die Steuerungseinheit 8 sowie weite-re nachfolgend noch beschriebene Bauteile mit elektrischer Energie versorgen zu können, ist bei dieser kompakten Bauweise noch vorgesehen, dass die erste Bilderfassungseinheit 5 weiters eine elektrische Energiequelle 9 umfasst, welche ebenfalls bevorzugt innerhalb des Aufnahmegehäuses 6 aufgenommen ist.
Weiters umfasst die Sicherheitsausrüstung 1 auch noch eine Anzeigeeinheit 10, welche mit der Steuerungseinheit 8 der ersten Bilderfassungseinheit 5 in Kommu-nikationsverbindung steht. Im vorliegenden Ausfiihrungsbeispiel bilden die erste Bilderfassungseinheit 5 und die Anzeigeeinheit 10 ein zusammengehöriges Bau-modul aus. Dazu ist im vorliegenden Ausfiihrungsbeispiel die Anzeigeeinheit 10 mittels eines halbsteifen, biegsam ausgebildeten Verbindungselements 11 an der ersten Bilderfassungseinheit 5, insbesondere an dessen ersten Aufnahmegehäuse 6, distanziert davon gehalten.
Durch das Vorsehen der Anzeigeeinheit 10 in Kombination mit der ersten Bilderfassungseinheit 5 können so die vom ersten Bildsensor 7 erfassten Bildinformatio-nen zumeist unter Zwischenschaltung der Steuerungseinheit 8 an der Anzeigeeinheit 10 Oder durch die Anzeigeeinheit 10 dargestellt werden. So wäre es bei-spielsweise möglich, die Anzeigeeinheit 10 mit einem Bildschirm, beispielsweise einem Farbdisplay auszustatten. Die Größe des Bildschirms kann beispielsweise zwischen 2 Zoll und 4 Zoll, bevorzugt 2,4 Zoll, betragen. Dieser Bildschirm bzw. das Display kann weiters bevorzugt tageslichttauglich ausgebildet sein, wobei die Darstellung der Bildinformationen wahlweise in Farbe Oder Graustufen erfolgen kann. Die Helligkeit sowie der Kontrast sind zumeist voreingestellt, wobei auch eine nachträgliche Veränderung der Darstellungsparameter möglich ist. Das Bild-schirmformat und damit die zur Verfügung stehende Anzeigefläche kann ein Sei-tenverhältnis von Breite zu Höhe von 4:3 betragen.
Die die Sicherheitsausmstung 1 tragende Person kann wahlweise die Anzeige an der Anzeigeeinheit 10 auswählen, um so je nach Einsatzfall die für ihn wichtigen Informationen ersichtlich zu haben. Es könnte aberauch eine Mehrfachanzeige unterschiedlicher Informationen nebeneinander und/oder übereinander erfolgen. Eine Überblendung bzw. ein Überlagern von zumindest zwei Bildinformationen ware auch denkbar. Zu dieser Vorauswahl bzw. Voreinstellung der gewünschten Anzahl und/oder Anordnung dererfassten Oder übermittelten Einsatzinformation an der Anzeigeeinheit 10 kann die Anzeigeeinheit 10 und/oder die erste Bilderfas-sungseinheit 5 mit einem Einsatzinformations-Auswahlmodul versehen sein. Das Einsatzinformations-Auswahlmodul weist seinerseits Selektionsmittel auf, mit de-nen die Anzeige der Einsatzinformation an der Anzeigeeinheit 10 vom Benutzer ausgewählt werden kann.
Weiters umfasst die hier gezeigte, erste Bilderfassungseinheit 5 eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle 12, welche zur direkten Kommunikation mit zumindest einer hier nicht näher dargestellten Einsatzgegenstelle dient. Dazu kann die drahtlose Kommunikationsschnittstelle 12 mit einer nicht näher dargestellten An-tenne in Verbindung stehen, um so einen Verbindungsaufbau fiir die drahtlose Informationsweiterleitung und/oder den Datenaustausch mit der zumindest einen Einsatzgegenstelle durchführen zu können. Die drahtlose Kommunikationsschnittstelle 12 ist bevorzugt weiters zur Kommunikation in einem Mobilfunknetz basie-rend auf dem Standard ausgewählt aus der Gruppe von UMTS, GSM, CDMA2000, HSDPA ausgebildet. Die Abkürzung „GSM“ steht für „Global System for mobile Communications“ und kann die unterschiedlichsten Mobilfunknetze um-fassen. Diese Mobilfunknetze können entweder auf analogen Systemen und/oder digitalen Systemen basieren. Insbesondere werden darunter 3G und 4G sowie alle Weiterentwicklungen davon verstanden. Damit kann die für die Benutzung not-wendige SIM-Karte ebenfalls Bestandteil der Kommunikationsschnittstelle 12 sein.
Durch die integrierte Anordnung der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle 12 direkt in der ersten Bilderfassungseinheit 5 kann so auf zusätzliche Kommunikati-onsmittel, wie z.B. Bluetooth, verzichtet werden. So dient die Sicherheitsausrüs-tung 1, umfassend den Schutzhelm 2, die Bilderfassungssystem 4 sowie die An-zeigeeinheit 10 als alleiniger autonomer Ausrüstungsgegenstand, mitwelchem auch über größere Distanzen eine Kommunikation sowie ein gegenseitiger Daten-austausch sowohl zwischen der Sicherheitsausrüstung 1 und der zumindest einen Einsatzgegenstelle als auch zwischen der Einsatzgegenstelle und der Sicher-heitsausrüstung 1 ermöglicht wird.
An der Helmschale 3, bevorzugt in der Helmschale 3, kann außenseitig eine Kopplungsaufnahme 13 angeordnet Oder ausgebildet sein, an welcher die erste Bilderfassungseinheit 5 mit ihrem ersten Aufnahmegehäuse 6 auswechselbar ge-halten ist. Die Kopplungsaufnahme 13 ist bevorzugt vertieft als Ausnehmung ausgebildet und kann weiters derart ausgebildet sein, dass nicht nur die erste Bilderfassungseinheit 5 mit ihrem ersten Aufnahmegehäuse 6 darin aufgenommen und während des Einsatzes gehalten werden kann, sondern auch andere Anbauteile, wie beispielsweise Leuchtmittel, Signalgeber, Sensoren Oder aber auch nur eine die Kopplungsaufnahme 13 verschließende Abdeckkappe daran gehalten sein. Damit wird es möglich, die Sicherheitsausrüstung 1 rasch an unterschiedlichste Einsatzbedingungen anpassen zu können, wobei lediglich das entsprechende An-baumodul, wie beispielsweise die erste Bilderfassungseinheit 5, das Leuchtmittel Oder der Signalgeber an der Helmschale 3 angebracht werden miissen.
Bevorzugt ist die Kopplungsaufnahme 13 in einem oberen Stirnbereich der Helmschale 3 sowie zentrisch bezüglich beidseitiger Schläfenbereiche daran angeordnet. Durch diese Anordnung kann vom ersten Bildsensor 7 für die die Sicherheits-ausmstung 1 benutzende Person eine nahezu dem eigenen Blickwinkel bzw. Sehbereich entsprechende Bildinformation aufgenommen und an der Anzeigeein-heit 10 wiedergegeben bzw. angezeigt werden.
Zusätzlich ist es noch möglich, dass die erste Bilderfassungseinheit 5 auch noch eine globale Positionsbestimmungsvorrichtung 14, welche auch als Global Positioning System (GPS) bezeichnet werden kann, umfassen kann. Die globale Positi- onsbestimmungsvorrichtung 14 ist bevorzugt ebenfalls im ersten Aufnahmege-häuse 6 aufgenommen. Weiters kann diese auch noch mit der Steuerungseinheit 8 der ersten Bilderfassungseinheit 5 in Kommunikationsverbindung stehen.
Zur Erfassung der aktuellen Umgebungstemperatur im Bereich der Sicherheits-ausmstung 1 kann die erste Bilderfassungseinheit 5 auch noch zumindest einen Temperatursensor 15 umfassen. DerTemperatursensor 15 kann seinerseits ebenfalls mit der Steuerungseinheit 8 der ersten Bilderfassungseinheit 5 in Kommunikationsverbindung stehen. Damit wird es möglich, die aktuelle Umgebungstemperatur im Nahbereich der die Sicherheitsausrüstung 1 tragenden Person zu ermit-teln und mittels der Steuerungseinheit 8 an der Anzeigeeinheit 10 als Information für die im Einsatz stehende Person anzuzeigen.
Der zuvor beschriebene Temperatursensor 15 kann zum Beispiel an Oder in der ersten Bilderfassungseinheit 5, insbesondere an dessen erstem Aufnahmegehäu-se 6, angeordnet sein. Unabhängig davon ware es aber auch möglich, dass der Temperatursensor 15 an der Oder in der Anzeigeeinheit 10 angeordnet ist. So wä-re es aber auch möglich, mehrere derartiger Temperatursensoren 15 vorzusehen und diese sowohl am Oder im ersten Aufnahmegehäuse 6 als auch an Oder in der Anzeigeeinheit 10 vorzusehen. Unabhängig davon wäre es auch noch möglich, dass die Erfassung der Temperatur auch mittels des Bildsensors 7 erfolgt.
Der erste Bildsensor 7 kann insbesondere als thermographischer Bildsensor aus-gebildet sein. Dieser kann eine Auflösung von 384 x 288 Pixel bei einer Bildrate von 9/25 Hz aufweisen. Der erfasste Temperaturbereich kann zwischen -40°C und +1,200°C liegen. Die Optik kann z.B. durch ein Weitwinkel mit einer Brennweite von 8,5mm sein. Es ware aber auch möglich, jegliche andere Bildsensoren, wie z.B. einen CCD-Sensor, CMOS-Sensor, einen Nanosensor Oder Bildsensoren für andere Spektralbereiche, zur Aufnahme des Einsatzgeschehens einzusetzen.
Alle zuvor beschrieben, elektrischen Bauteilkomponenten können direkt mit der Steuerungseinheit 8 in Kommunikationsverbindung und/oder Leitungsverbindung stehen. Die Versorgung mit elektrischer Energie kann beispielsweise direkt von der elektrischen Energiequelle 9 aus erfolgen und/oder auch über die Steuerungs-einheit 8 erfolgen.
Weiters ist hier noch dargestellt, dass das Bilderfassungssystem 4 zumindest eine weitere Bilderfassungseinheit 16 mit zumindest einem weiteren Bildsensor 17 um-fassen kann. Die weitere Bilderfassungseinheit 16 kann ihrerseits ein weiteres Aufnahmegehäuse 18 umfassen, in welchem der weitere Bildsensor 17 angeord-net bzw. aufgenommen ist. Das weitere Aufnahmegehäuse 18 kann wiederum über eine nicht näher dargestellte Kopplungsvorrichtung mit der Helmschale 3 verbunden, insbesondere abnehmbar daran gehalten sein. Die Versorgung mit elektrischer Energie kann entweder von der zuvor beschriebenen, ersten elektrischen Energiequelle 9 aus erfolgen Oder aber auch im weiteren Aufnahmegehäu-se 18 eine eigene, weitere elektrische Energiequelle 19 vorgesehen sein. Die weitere Bilderfassungseinheit 16, insbesondere der weitere Bildsensor 17, kann mit der Steuerungseinheit 8 der ersten Bilderfassungseinheit 5, insbesondere deren Steuerungseinheit 8, in Kommunikationsverbindung stehen. Diese Kommunikati-onsverbindung kann entweder drahtlos Oder aber auch leitungsgebunden erfolgen.
Die drahtlose Verbindung des weiteren Bildsensors 17 mit der Steuerungseinheit 8 kann durch nicht näher dargestellte Kommunikationsschnittstellen erfolgen. 1st hingegen eine elektrische Leitungsverbindung vorgesehen, kann diese direkt in Oder an der Helmschale 3 angeordnet bzw. vorgesehen sein. Durch das Vorsehen entsprechender Kontaktstellen zwischen dem ersten Aufnahmegehäuse 6 und der Kopplungsaufnahme 13 im Bereich der ersten Bilderfassungseinheit 5 kann so die Leitungsverbindung zur weiteren Bilderfassungseinheit 16 geschaffen werden. Dazu ist auch auf eine entsprechende Anordnung von weiteren Kontaktstellen zwischen dem weiteren Aufnahmegehäuse 18 und der Helmschale 3 bzw. einer weiteren Kopplungsaufnahme zu sorgen.
Im vorliegenden Ausfiihrungsbeispiel ist, wie bereits zuvor beschrieben, die erste Bilderfassungseinheit 5 an der Frontseite des Schutzhelms 2 und somit oberhalb des Gesichtsbereichs bzw. Stirnbereichs angeordnet. Die weitere Bilderfassungseinheit 16 ist hingegen auf der davon abgewendeten Rückseite des Schutzhelms 2 und somit oberhalb des Nackenbereichs bzw. im Hinterkopfbereich angeordnet.
Damit wird es möglich, dass der weitere Bildsensor 17 der weiteren Bilderfas-sungseinheit 16 einen Bildaufnahmebereich aufweist, welcher in entgegengesetz-ter Richtung bezüglich jenes Bildaufnahmebereichs des ersten Bildsensors 7 der ersten Bilderfassungseinheit 5 ausgerichtet ist.
So kann der die Sicherheitsausrüstung 1, insbesondere den Schutzhelm 2, tra-genden Person nicht nur jener Bereich an der Anzeigeeinheit 10 dargestellt wer-den, welcher sich vor der Person befindet, sondern auch jener Bereich, welcher sich hinter der Person befindet. Damit können mögliche Gefahren rascher durch die Person selbst und/oder durch zumindest eine Person in der Einsatzgegenstelle erkannt und von dieser die sich im Einsatz befindliche Person rascher informiert werden. Damit kann die Sicherheit der sich im Einsatz befindlichen Person zusätz-lich erhöht werden. So könnte der sich im Einsatz befindlichen Person nur jener Aufnahmebereich, welcher dem Gesichtsfeld entspricht und von der ersten Bilderfassungseinheit 5 aufgenommen wird, von der Anzeigeeinheit 10 dargestellt werden. Jener Bereich, welcher sich hinterhalb dieser Person befindet, wird von der weiteren bzw. zweiten Bilderfassungseinheit 16 aufgenommen und diese Bildin-formationen, bevorzugt unter Zwischenschaltung der Steuerungseinheit 8, mittels der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle 12 an die Einsatzgegenstelle und/oder Leitzentrale übermittelt. So kann sich die im Einsatz befindliche Person auf das Geschehen in seinem Frontbereich - also in seinem Gesichtsfeld - konzentrieren, wobei die weitere Überwachung extern von einer anderen Person bzw. einem an-deren Personenkreis erfolgt. Zumeist bildet die der Steuerungseinheit 8 die zentra-le Schaltstelle für alle damit in Verbindung stehenden weiteren Bauteilkomponen-ten, wobei die externe Kommunikation überdie drahtlose Kommunikationsschnittstelle 12 erfolgt.
Durch das Vorsehen bzw. Anordnen mehrerer Bildsensoren 7, 17, des Oder der Temperatursensoren 15 sowie derglobalen Positionsbestimmungsvorrichtung 14 können an der Anzeigeeinheit 10 nicht nur diese Informationen, sondern auch weitere Einsatzinformationen zur Anzeige gebracht werden. So kann die Anzeigeeinheit 10 zur Anzeige von zumindest einer Einsatzinformation ausgebildet sein, wobei die Einsatzinformation ausgewählt ist aus der Gruppe von Bildern der ersten
Bilderfassungseinheit 5, der Positionsdarstellung der globalen Positionsbestim-mungsvorrichtung 14, der Anzeige der vom Temperatursensor Oder der Tempera-tursensoren 15 ermittelten Umgebungstemperatur im Bereich der die Sicherheits-ausrüstung tragenden Person, Bilderderzweiten Bilderfassungseinheit 16, einem von der Einsatzgegenstelle übermittelten Gebäudeplan und/oder einem Ortsplan, einer von der Einsatzgegenstelle übermittelten Fortbewegungsstrecke für den Be-nutzer bzw. Träger der Sicherheitsausrüstung 1.
Der weitere Bildsensor 17 kann durch einen serienmäßigen Bildsensor in Farbe oder Schwarz/Weiß gebildet sein. Dieser könnte aber auch durch einen thermo-graphisch ausgebildeten Bildsensor gebildet sein.
Allgemein wird unter Bild sowohl ein Standbild als auch eine Bildfolge mit z.B. 25 Bildern je Sekunde verstanden. Fürdie sprachliche Kommunikation der Einsatz-person mit der Einsatzgegenstelle bzw. Leitstelle und umgekehrt kann auch ein Mikrofon und ein Lautsprecher vorgesehen sein, welche auch noch Bestandteil der Bilderfassungseinheit 5 sein können. Diese sprachlichen Kommunikationsmit-tel, welche nicht näher dargestellt worden sind, stehen ebenfalls unter Zwischen-schaltung der Steuerungseinheit 8 mit der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle 12 in Verbindung.
Ein Einsatzunterstützungsverfahren für Einsatzkräfte, insbesondere für eine Person im Feuerwehreinsatz, Rettungseinsatz, Arbeitseinsatz, kann unter Verwen-dung einer zuvor beschriebenen Sicherheitsausrüstung 1 erfolgen. So werden die erste Bilderfassungseinheit 5 des Bilderfassungssystems 4 und die Anzeigeeinheit 10 aktiviert, wobei ein vom ersten Bildsensor 7 erfasstes Bild des Einsatzbereichs von der Steuerungseinheit 8 aufbereitet und an der Anzeigeeinheit 10 dargestellt wird. Nach dem Auslösen einer Verbindungsanforderung von der Steuerungseinheit 8 wird mittels der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle 12 eine Sprach-und/oder Datenkommunikations-Verbindung mit der Einsatzgegenstelle aufgebaut.
Das Auslösen der Verbindungsanforderung kann entweder direkt von der die Si-cherheitsausrüstung 1 tragenden Person und/oder von der Einsatzgegenstelle aus erfolgen. Weiters kann das von der ersten Bilderfassungseinheit 5 erfasste Bild
Oder die Bildfolge mittels der Datenkommunikations-Verbindung an die Einsatzge-genstelle übertragen werden und/oder von der Einsatzgegenstelle eine Einsatzin-formation an die Steuerungseinheit 8 übertragen werden. Die Steuerungseinheit 8 kann diese Einsatzinformation gegebenenfalls aufbereiten und anschließend an der Anzeigeeinheit 10 dargestellt werden.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Sicherheits-ausrüstung 1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten unter-einander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
Weiters können auch Einzelmerkmale Oder Merkmalskombinationen aus den ge-zeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich ei-genständige, erfinderische Oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden. Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtli-che Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 Oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 Oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, Oder 3,2 bis 8,1, Oder 5,5 bis 10.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Sicherheitsausrüstung 1 diese bzw. deren Bestand-teile teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenliste 1 Sicherheitsausrüstung 2 Schutzhelm 3 Helmschale 4 Bilderfassungssystem 5 erste Bilderfassungseinheit 6 erstes Aufnahmegehäuse 7 erster Bildsensor 8 Steuerungseinheit 9 elektrische Energiequelle 10 Anzeigeeinheit 11 Verbindungselement 12 drahtlose Kommunikations-schnittstelle 13 Kopplungsaufnahme 14 globale Positionsbestim-mungsvorrichtung 15 Temperatursensor 16 weitere Bilderfassungseinheit 17 weiterer Bildsensor 18 weiteres Aufnahmegehäuse 19 elektrische Energiequelle
Claims (17)
- Patentansprüche1. Sicherheitsausrüstung (1) für den menschlichen Kopf, insbesondere für eine Person im Feuerwehreinsatz, Rettungseinsatz, Arbeitseinsatz, umfassend einen Schutzhelm (2) mit einer Helmschale (3) und mit einer an dieser gehaltenen Tragstruktur zur Aufnahme des menschlichen Kopfes, ein Bilderfassungssystem (4) mit einer insbesondere thermographisch ausgebilde-ten ersten Bilderfassungseinheit (5), welche erste Bilderfassungseinheit (5) ein erstes Aufnahmegehäuse (6), einen ersten Bildsensor (7), eine Steuerungseinheit (8), eine elektrische Energiequelle (9) und eine drahtlose Kommunikationsschnitt-stelle (12) zur Kommunikation mit zumindest einer Einsatzgegenstelle aufweist, wobei die drahtlose Kommunikationsschnittstelle (12) zur Kommunikation in einem Mobilfunknetz basierend auf dem Standard ausgewählt aus der Gruppe von UMTS, GSM, CDMA2000, HSDPA ausgebildet ist, und die Steuerungseinheit (8), die elektrische Energiequelle (9) und die drahtlose Kommunikationsschnittstelle (12) im ersten Aufnahmegehäuse (6) aufgenommen sind, eine Anzeigeeinheit (10), welche Anzeigeeinheit (10) mit der Steuerungseinheit (8) der ersten Bilderfassungseinheit (5) in Kommunikationsverbindung steht, und die erste Bilderfassungseinheit (5) und die Anzeigeeinheit (10) ein zusammenge-höriges Bau-Modul bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bildsensor (7) ebenfalls im ersten Aufnahmegehäuse (6) aufgenommen ist und die Anzeigeeinheit (10) mittels eines halbsteifen, biegsamen Verbindungselements (11) an der ersten Bilderfassungseinheit (5), insbesondere an dessen erstem Auf-nahmegehäuse (6), distanziert davon gehalten ist und dass die erste Bilderfassungseinheit (5) mit ihrem ersten Aufnahmegehäuse (6) in einer in der Helmschale (3) vertieft ausgebildeten Kopplungsaufnahme (13) auswechselbar gehalten ist.
- 2. Sicherheitsausrüstung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsaufnahme (13) in einem oberen Stirnbereich der Helmschale (3) sowie zentrisch bezüglich beidseitiger Schläfenbereiche angeordnet ist.
- 3. Sicherheitsausmstung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bilderfassungseinheit (5) weiters eine globale Positionsbestimmungsvorrichtung (14) umfasst, welche globale Positions-bestimmungsvorrichtung (14) im ersten Aufnahmegehäuse (6) aufgenommen ist.
- 4. Sicherheitsausmstung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die globale Positionsbestimmungsvorrichtung (14) mit der Steuerungseinheit (8) der ersten Bilderfassungseinheit (5) in Kommunikationsverbindung steht.
- 5. Sicherheitsausmstung (1) nach einem der vorhergehenden Anspmche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bilderfassungseinheit (5) weiters zumin-dest einen Temperatursensor (15) umfasst, welcher mit der Steuerungseinheit (8) der ersten Bilderfassungseinheit (5) in Kommunikationsverbindung steht.
- 6. Sicherheitsausmstung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (15) an Oder in der ersten Bilderfassungseinheit (5), insbesondere an dessen erstem Aufnahmegehäuse (6), angeordnet ist.
- 7. Sicherheitsausrüstung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn-zeichnet, dass der Temperatursensor (15) an der Oder in der Anzeigeeinheit (10) angeordnet ist.
- 8. Sicherheitsausrüstung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bilderfassungssystem (4) zumindest eine wei-tere Bilderfassungseinheit (16) mit zumindest einem weiteren Bildsensor (17) um-fasst.
- 9. Sicherheitsausrüstung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Bildsensor (17) der weiteren Bilderfassungseinheit (16) einen Bildaufnahmebereich aufweist, welcher Bildaufnahmebereich in entgegengesetz-ter Richtung bezüglich jenes Bildaufnahmebereichs des ersten Bildsensors (7) der ersten Bilderfassungseinheit (5) ausgerichtet ist.
- 10. Sicherheitsausrüstung (1) nach Anspruch 8 Oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Bilderfassungseinheit (16) an der Helmschale (3) be-vorzugt abnehmbar gehalten ist.
- 11. Sicherheitsausmstung (1) nach einem der Anspmche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Bilderfassungseinheit (16), insbesondere deren weiterer Bildsensor (17), mit der Steuerungseinheit (8) der ersten Bilderfassungseinheit (5) in Kommunikationsverbindung steht.
- 12. Sicherheitsausmstung (1) nach einem der vorhergehenden Anspmche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinheit (10) zur Anzeige von zumindest einer Einsatzinformation ausgebildet ist, wobei die Einsatzinformation ausgewählt ist aus der Gruppe von Bildern der ersten Bilderfassungseinheit (5), Positionsdar-stellung derglobalen Positionsbestimmungsvorrichtung (14), Anzeige der vom Temperatursensor (15) ermittelten Umgebungstemperatur, Bildern der zweiten Bilderfassungseinheit (16), einem von der Einsatzgegenstelle übermittelten Ge- bäudeplan odereinem Ortsplan, einervon der Einsatzgegenstelle übermittelten Fortbewegungsstrecke.
- 13. Sicherheitsausrüstung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinheit (10) und/oder die erste Bilderfassungseinheit (5) mit ei-nem Einsatzinformations-Auswahlmodul versehen ist, welches Selektionsmittel aufweist, mitdenen die Anzeige der Einsatzinformation an der Anzeigeeinheit (10) vom Benutzer auswählbar ist.
- 14. Einsatzunterstützungsverfahren für Einsatzkräfte, insbesondere für eine Person im Feuerwehreinsatz, Rettungseinsatz, Arbeitseinsatz, welche Person mit einer Sicherheitsausrüstung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bilderfassungseinheit (5) des Bilderfassungssystems (4) und die Anzeigeeinheit (10) aktiviert werden, und dass ein vom ersten Bildsensor (7) erfasstes Bild des Einsatzbereichs von der Steuerungseinheit (8) aufbereitet und an der Anzeigeeinheit (10) dargestellt wird, und dass nach Auslösen einer Verbindungsanforderung von der Steuerungseinheit (8) mittels der drahtlosen Kommunikationsschnittstelle (12) eine Sprach-und/oder Datenkommunikations-Verbindung mit der Einsatzgegenstelle aufgebaut wird.
- 15. Einsatzunterstützungsverfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslösen der Verbindungsanforderung von der Einsatzgegenstelle erfolgt.
- 16. Einsatzunterstützungsverfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das von der ersten Bilderfassungseinheit (5) erfasste Bild mittels der Datenkommunikations-Verbindung an die Einsatzgegenstelle übertra-gen wird und/oder von der Einsatzgegenstelle eine Einsatzinformation an die Steuerungseinheit (8) übertragen wird und von dieser gegebenenfalls unter Aufbe-reitung an der Anzeigeeinheit (10) dargestellt wird.
- 17. Einsatzunterstützungsverfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass von der weiteren Bilderfassungseinheit (16) des Bilderfassungssystems (4) ein vom weiteren Bildsensor (17) erfasstes Bild des rückwärtigen Bereiches an die Steuerungseinheit (8) der ersten Bilderfassungseinheit (5) übertragen wird, von der Steuerungseinheit (8) aufbereitet und an der Anzeigeeinheit (10) dargestellt wird und/oder an die Einsatzgegenstelle übertra-gen wird.
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