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Die Erfindung bezieht sich auf eine Duschkabine mit Kabinenwänden, deren dem Kabinenraum zugekehrte Flächen eine Verkleidung aus Fliesen tragen.
Da das Raumangebot im Nassraumbereich einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses beschränkt ist, ergeben sich häufig Schwierigkeiten, den für ein Dampfbad benötigten Raum zur Verfügung zu stellen, insbesondere bei einem nachträglichen Dampfbadeinbau. Solche Dampfbäder erfordern nämlich eine Aufnahmekabine für wenigstens einen Benützer, die mit einer ausreichenden Wärmeisolierung versehen sein soll, um Wärmeverluste zu vermeiden. Die Erwärmung der Dampfkabine erfolgt üblicherweise über den Dampf, der in einem Dampfgenerator erzeugt und in die Dampfkabine eingeblasen wird. Dies bedeutet, dass der eingeblasene Dampf eine höhere Temperatur als die gewünschte Kabinentemperatur aufweisen muss, was zu einer hinsichtlich der bevorzugten Behandlungstemperatur überhöhten Dampftemperatur führt.
Zur Behandlung der Atemwege mit Flüssigkeiten, beispielsweise Salzlösungen, werden die Flüssigkeiten nebelartig zerstäubt, so dass durch ein Inhalieren der mit den feinen Flüssigkeitströpfchen angereicherten Atemluft auf die Atmungswege eingewirkt werden kann. Diese Behandlung erfolgt in Feuchtkabinen, die nicht beheizt werden und für den zu behandelnden Patienten einen Feuchtigkeitsschutz erfordern.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, im Nassraumbereich einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses die Errichtung einer Kabine zu ermöglichen, die eine vorteilhafte Behandlung eines Benützers durch ein Inhalieren von Flüssigkeit in einer für den nackten Körper angenehmen Umgebungstemperatur erlaubt, und zwar bei einer vergleichsweise niedngen Atmungstemperatur.
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Ausgehend von einer Duschkabine der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Kabinenwände unterhalb der Verkleidung eine Wärmedämmschicht mit elektrischen Heizleitungen auf der der Verkleidung zugekehrten Seite aufweisen und dass im Deckenbereich des Kabinenraumes wenigstens eine einerseits an einen Flüssigkeitsbehälter und anderseits an einen Druckluftkompressor angeschlossene Vernebelungsdüse vorgesehen ist.
Durch die vorgeschlagene Anpassung einer Duschkabine an die Anforderungen für eine Dampfkabine wird zunächst die Voraussetzung für eine gute Ausnützung des Raumangebotes geschaffen, weil die gegebenenfalls in ihrer Grundfläche geringfügig vergrösserte Duschkabine für verschiedene Zwecke genutzt werden kann, und zwar mit Vorteilen für alle Benutzungszwecke. Die Erwärmung der Duschkabine über die Verfliesung erlaubt eine wirtschaftliche Beheizung der Kabine, ohne eine übermässige Kreislaufbelastung durch ein unnötiges Anheben der Lufttemperatur in Kauf nehmen zu müssen.
Es stellt sich ein angenehmes Raumklima ein, das auch vorteilhaft zum Inhalieren von Flüssigkeitsnebeln ausgenützt werden kann, die mit Hilfe einer einerseits an einen Druckluftkompressor und anderseits an einen Flüssigkeitsbehälter angeschlossenen Vernebelungsdüse erzeugt werden können.
Um dem Körper nicht nur über die Kabinenluft Wärme zuführen zu können, kann an wenigstens einer Kabinenwand eine verflieste und wie die Kabinenwände beheizbare Sitzbank vorgesehen werden, die dem Körper ein über die Raumluft alleine nicht erreichbares Wärmegefühl vermittelt.
Im Gegensatz zu einer Dampfeinleitung, die aufgrund der aufsteigenden Wärmeströmungen vorzugsweise im Bodenbereich vorgesehen wird, wird die Vernebelungsdüse bevorzugt im Deckenbereich angeordnet. Dies eröffnet günstige Konstruktionsbedingungen, weil die Vernebelungsdüse in eine Zwischendecke eingesetzt werden kann, wobei der Druckluftkompressor oberhalb und der Flüssigkeitsbehälter unterhalb der Zwischendecke an einer der Kabinenwände befestigt werden. Während der Flüssigkeitsbehälter zum Nachfüllen von der Kabine leicht zugänglich sein soll, wird der Druckluftkompressor durch die Zwischendecke dem Blickbereich entzogen.
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Oberhalb der Zwischendecke können ausserdem die erforderlichen elektrischen Installationen für die Versorgung der Heizleitungen für die Kabinenwände und die Beleuchtung untergebracht werden, die in der Zwischendecke gehalten werden kann.
Da sich die Verfliesung der Kabinenwände nur bis zur Zwischendecke zu erstrecken braucht, kann die Zwischendecke mit Vorteil auf dem oberen Rand der Verkleidung der Kabinenwände aufliegen, so dass sich eine sonst erforderliche Abstützung oder Aufhängung erübrigt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Duschkabine in einem schematischen Vertikalschnitt, Fig. 2 einen Schnitt durch eine Kabinenwand in einem grösseren Massstab und Fig. 3 einen Schnitt durch die Zwischendecke im Bereich der Vernebelungsdüse ebenfalls in einem grösseren Massstab.
Die dargestellte Duschkabine weist vier vorzugsweise in einer Leichtbauweise errichtete Kabinenwände 1 auf, die eine Zwischendecke 2 tragen. In einer dieser Kabinenwände 1 ist eine Tür 3 eingesetzt. Von den an die Türwand anschliessenden Kabinenwänden 1 trägt eine die für die Duschkabine erforderlichen, an Warm- und Kaltwasserleitungen angeschlossenen Armaturen 4, während entlang der gegen- überliegenden Kabinenwand 1 eine Sitzbank 5 errichtet ist. Die Kabinenwände 1 weisen bis in die Höhe der Zwischendecke 2 eine Verkleidung 6 auf, die sich auch über die Sitzbank 5 fortsetzt und aus Fliesen 7 besteht, wie dies insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann. Diese Fliesen 7 sind jedoch nicht unmittelbar auf den Kabinenwänden 1 angeklebt.
Zwischen den Fliesen 7 und den Kabinenwänden 1 Ist vielmehr eine Wärmedämmschicht 8 vorgesehen, die auf der den Fliesen 7 zugekehrten Seite elektrische Heizleitungen 9 trägt. Diese elektrischen Heizleitungen können vorteilhaft in Form von Heizmatten 10 auf die Wärmedämmschicht 8 aufkaschiert werden, um dann die Fliesen 7 auf die Heizmatten 10 aufkleben zu können. Im Bereich der Sitzbank 5 sind die Fliesen in gleicher Weise über Heizmatten auf einer Wärmedämmschicht mit dem die Sitzbank 5 bildenden Traggestell verbunden.
Entsprechend der Fig. 3 ruht die Zwischendecke 2 auf dem oberen Rand der Verkleidung 6 auf, so dass sich gesonderte Befestigungsmittel für die Zwischenwand 2 erüb-
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rigen. Im Bereich einer Kabinenwand 1, vorzugsweise im Eckbereich zu einer anschliessenden Kabinenwand, ist in der Zwischendecke 2 eine Vernebelungsdüse 11 eingesetzt, die einerseits an einen Druckluftkompressor 12 und anderseits an einen Flüssigkeitsbehälter 13 angeschlossen ist, so dass mit Hilfe der vom Kompressor 12 erzeugten Druckluft die über eine Injektorwirkung aus dem Flüssigkeitsbehälter 13 angesaugte Flüssigkeit, beispielsweise eine Solelösung, fein zerstäubt als Flüssig- keitsnebel in den Kabinenraum eingeblasen werden kann.
Während der nachfüllbare Flüssigkeitsbehälter 13 auf einer Konsole 14 unterhalb der Zwischendecke 2 vorgesehen ist, ist der Druckluftkompressor 12 oberhalb der Zwischendecke 2 ausserhalb des eigentlichen Kabinenraumes angeordnet, und zwar auf einem an einer Kabinenwand 1 befestigten Traggestell 15. Zur Beleuchtung des Kabinenraumes sind in der Zwischendecke 2 Leuchtmittel 16 eingebaut, die von einem Transformator 17 her mit Niederspannung versorgt werden. Zur Energieversorgung der Heizmatten 10 dient ein Transformator 18.
Beim Einschalten der Heizmatten 10 werden die Fliesen 7 über die Heizleitungen 9 erwärmt und geben einen Teil der Wärme an den Kabinenraum ab. Die Duschkabine kann somit als reine Wärmekabine benützt werden, in der über die Fliesen der Sltz- bank 5 und der anschliessenden, eine Rückenlehne bildenden Kabinenwand 1 Wärme unmittelbar auf einen Benützer übertragen werden kann. Zusätzlich kann durch eine Vernebelung der Flüssigkeit im Flüssigkeitsbehälter 13 eine Feuchtigkeitsbehandlung der Haut und der Atemwege vorgenommen werden, und zwar bei einer vergleichsweise niedrigen Flüssigkeitstemperatur, weil ja im Gegensatz von üblichen Dampfkabinen die Kabinenheizung nicht über einen entsprechend aufgewärmten Dampf erfolgt.
Da die Armaturen 4 ein Duschen erlauben, können unterschiedliche Funktionen in einer gemeinsamen Kabine genützt werden, was eine vorteilhafte Ausnützung des Raumangebotes von Nassraumbereichen üblicher Wohnungen oder Einfamilienhäuser erlaubt. Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, dass sich die beschriebene Kabinenkonstruktion auch gut zum Aufbau aus vorgefertigten Bauteilen eignet.