AT517826A4 - Vorrichtung zum Andrücken einer Sockelleiste an eine Wand - Google Patents

Vorrichtung zum Andrücken einer Sockelleiste an eine Wand Download PDF

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AT517826A4 ATA51089/2015A AT510892015A AT517826A4 AT 517826 A4 AT517826 A4 AT 517826A4 AT 510892015 A AT510892015 A AT 510892015A AT 517826 A4 AT517826 A4 AT 517826A4
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Abstract

Es wird eine Vorrichtung zum Andrücken einer eine Anschlussfuge (1) zwischen einem Bodenbelag (2) und einer Wand (3) abdeckenden Sockelleiste (4) an die Wand (3) mit einem an der Sockelleiste (4) anliegenden Druckkopf (7) und einem gegenüber dem Bodenbelag (2) abgestützten Stützfuß (6) für den Druckkopf (7) beschrieben. Um einfache Handhabungsbedingungen zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass der Druckkopf (7) und der Stützfuß (6) Teil eines Klemmhebels (5) sind, der auf der dem Bodenbelag (2) zugekehrten Seite des Stützfußes (6) eine Reibfläche (11) aufweist, und dass der Stützfuß (6) in der Klemmstellung des Klemmhebels (5) ein Schwenklager für den mit einer Gewichtsaufnahme (12) versehenen Klemmhebel (5) bildet.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Andrücken einer eine Anschlussfuge zwischen einem Bodenbelag und einer Wand abdeckenden Sockelleiste an die Wand mit einem an der Sockelleiste anliegenden Druckkopf und einem gegenüber dem Bodenbelag abgestützten Stützfuß für den Druckkopf.
Zum Aushärten einer Klebeverbindung zwischen einer Wand und einer die Anschlussfuge zwischen einem Bodenbelag und der Wand überbrückenden Sockelleiste ist es erforderlich, die Sockelleiste in einer gewünschten Stellung an der Wand angedrückt zu halten, bis durch ein zumindest teilweises Aushärten des Klebers eine ausreichende Haftung der Sockelleiste an der Wand erreicht wird. Zu diesem Zweck ist es bekannt (WO 2015/101749 A1), eine Vorrichtung einzusetzen, die eine die Stirnseite des Bodenbelags umfassende, quer zur Wand verlaufende Zahnleiste aufweist, entlang der ein an die Sockelleiste anstellbarer Druckkopf verlagert wird. Der Druckkopf ist hierfür mit einem Stützfuß versehen, der die Zahnleiste nach Art eines einfachen Klinkengesperres mit einer federnden Zunge als Klinke aufnimmt, sodass der Stützfuß entlang der Zahnleist nur in Richtung zur Wand, nicht aber gegensinnig dazu verlagert werden kann. Abgesehen davon, dass zum Lösen des Druckkopfs die Zahnleiste im Sockelbereich durchtrennt werden muss, kann der Teil der Zahnleiste unterhalb der angeklebten Sockelleiste nicht mehr entfernt werden, sodass zwischen dem Bodenbelag und der Sockelleiste eine durch die Dicke der Zahnleiste bestimmte Fuge frei bleibt und bei einem nicht sorgfältigen Abschneiden der Zahnleiste ein Leistenrest durch die Fuge vorsteht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Andrücken einer Sockelleiste an eine Wand so auszugestalten, dass die Sockelleiste unter ei nem fugenlosen Anschluss an den Bodenbelag zur Klebebefestigung an der Wand angedrückt gehalten werden kann, und zwar mit sehr einfachen Konstruktionsmitteln.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Druckkopf und der Stützfuß Teil eines Klemmhebels sind, der auf der dem Bodenbelag zugekehrten Seite des Stützfußes eine Reibfläche aufweist, und dass der Stützfuß in der Klemmstellung des Klemmhebels ein Schwenklager für den mit einer Gewichtsaufnahme versehenen Klemmhebel bildet.
Zufolge dieser Maßnahmen kann der auf den Bodenbelag aufgesetzte Klemmhebel um das durch den Stützfuß gebildete Schwenklager gegen die Sockelleiste abgeschwenkt werden, bis der Druckkopf unter Ausübung einer entsprechenden Klemmkraft an der Sockelleiste anliegt. Wegen der Verschwenkbarkeit des Klemmhebels kommt es nicht auf eine genaue Einhaltung des Abstands des Stützfußes der Klemmleiste von der Sockelleiste bzw. der Wand an, weil sich bei Abstandsdifferenzen lediglich die Höhenlage des an der Sockelleiste anliegenden Druckkopfs ändert. Die bodenseitige Reibfläche des Stützfußes verhindert, dass der Stützfuß entlang des Bodenbelags von der Wand weggleitet und sichert damit die Klemmhalterung der Sockelleiste an der Wand, wenn der Klemmhebel eine entsprechende Gewichtsbelastung erfährt. Hierfür ist der Klemmhebel mit einer Gewichtsaufnahme versehen, die unterschiedliche Gegenstände zur Gewichtsbelastung aufnehmen kann.
Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die bodenseitige Reibfläche in Form einer zylindrischen Wälzfläche ausgebildet ist, weil in diesem Fall die zylindrische Wälzfläche das Schwenklager bildet, sodass es keiner Anlenkung des Stützfußes am Klemmhebel zur Ausbildung eines Schwenklagers bedarf.
Um auch auf der Seite der Sockelleiste eine gute, gleitfrei Anlage des Klemmhebels an der Sockelleiste zu erreichen, kann der Klemmhebel auf der der Sockelleiste zugekehrten Seite des Druckkopfs ebenfalls eine eine Zylinderfläche bildende Reibflä che aufweisen. Die Zylinderform dieser Reibfläche erlaubt eine Anpassung an die jeweilige Querschnittsform der Sockelleiste und an unterschiedliche Hähenlagen.
Zur Sicherung einfachster Konstruktionsbedingungen kann der Klemmhebel zwei miteinander verbundene Seitenwangen aufweisen, die bodenseitig eine Fußplatte als Stützfuß und auf der Seite der Sockelleiste eine Kopfplatte als Druckkopf tragen und auf der dem Bodenbelag abgekehrten Seite die Gewichtsaufnahme bilden. Durch die der Kufenform der Seitenwangen folgende Fußplatte bildet der Klemmhebel eine Art Wippe, die eine gute Handhabung des Klemmhebels sichert, zumal die mit gegenseitigem Abstand voneinander angeordneten Seitenwangen mit ihren oberen Stirnrändern eine vorteilhafte Auflage für unterschiedliche Gegenstände zur Gewichtsbelastung bilden können.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Andrücken einer Sockelleiste an eine Wand in einer schematischen Seitenansicht und Fig. 2 diese Vorrichtung in einer Draufsicht.
Die anmeldungsgemäße Vorrichtung zum Andrücken einer die Anschlussfuge 1 zwischen einem Bodenbeläge 2 und einer Wand 3 überbrückenden Sockelleiste 4 an die Wand 3 umfasst einen Klemmhebel 5, der einerseits einen Stützfuß 6 und anderseits einen Druckkopf 7 bildet. Zufolge der dargestellten konstruktiven Ausgestaltung des Klemmhebels 5 setzt sich dieser aus zwei miteinander verbundenen Seitenwangen 8 zusammen, die bodenseitig eine Fußplatte 9 als Stützfuß 6 und auf der Seite der Sockelleiste 4 eine Kopfplatte 10 als Druckkopf 7 tragen. Sowohl die Fußplatte 9 als auch die Kopfplatte 10 bilden eine zylindrische Reibfläche 11, die im Bereich des Stützfußes 6 als Wälzfläche dient. Auf der dem Bodenbelag 2 abgekehrten Seite ergeben die beiden Seitenwangen eine Gewichtsaufnahme 12, so-dass der Klemmhebel 5 durch ein im Bereich der Gewichtsaufnahme 12 aufgelegtes Gewicht im Sinne des Pfeiles 13 der Fig. 1 belastet werden kann.
Um die Sockelleiste 4 zum Aushärten der Klebeschicht, über die sie an der Wand 3 festgeklebt wird, unter einem entsprechenden Druck an der Wand 3 anliegend fest-halten zu können, wird der Klemmhebel 5 mit dem Stützfuß 6 in einem entsprechenden Abstand von der Sockelleiste 4 auf den Bodenbelag 2 aufgesetzt und um den ein Schwenklager bildenden Stützfuß 6 gegen die Sockelleiste 4 geschwenkt, bis der Druckkopf 7 an der Sockelleiste 4 anschlägt und diese klemmend an die Wand 3 andrückt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Stützfuß 6 durch die Reibfläche 11 verschiebefest gegenüber dem Bodenbelag 2 gehalten wird. Zur Aufrechterhaltung des auf die Sockelleiste 4 einwirkenden Klemmdrucks ist eine Gewichtsbelastung der Klemmleiste 5 erforderlich, um durch das damit einhergehende Gewichtsmoment den Klemmhebel 5 so zu belasten, dass die Sockelleiste 4 an der Wand 3 angedrückt gehalten wird. Zur Gewichtsbelastung des Klemmhebels 5 können unterschiedliche Gegenstände eingesetzt werden, die auf die Gewichtsaufnahme 12 des Klemmhebels gelegt werden. Durch eine Riffelung der Gewichtsaufnahme 12 kann für einen guten Halt der als Belastungsgewicht eingesetzten Gegenstände auf dem Klemmhebel 5 gesorgt werden. Zum Lösen des Klemmhebels 5 braucht dieser lediglich nach einer Abnahme des eingesetzten Belastungsgewichts von der Sockelleiste 4 weggeschwenkt und vom Bodenbelag 2 abgehoben zu werden.

Claims (4)

Patentanwälte Dipl.-Ing. Helmut Hübscher Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich Spittelwiese 4, 4020 Linz (40661) II Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Andrücken einer eine Anschlussfuge (1) zwischen einem Bodenbelag (2) und einer Wand (3) abdeckenden Sockelleiste (4) an die Wand (3) mit einem an der Sockelleiste (4) anliegenden Druckkopf (7) und einem gegenüber dem Bodenbelag (2) abgestützten Stützfuß (6) für den Druckkopf (7), dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkopf (7) und der Stützfuß (6) Teil eines Klemmhebels (5) sind, der auf der dem Bodenbelag (2) zugekehrten Seite des Stützfußes (6) eine Reibfläche (11) aufweist, und dass der Stützfuß (6) in der Klemmstellung des Klemmhebels (5) ein Schwenklager für den mit einer Gewichtsaufnahme (12) versehenen Klemmhebel (5) bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bodenseitige Reibfläche (11) in Form einer zylindrischen Wälzfläche ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmhebel (5) auf der der Sockelleiste (4) zugekehrten Seite des Druckkopfs (7) eine eine Zylinderfläche bildende Reibfläche (11) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmhebel (5) zwei miteinander verbundene Seitenwangen (8) aufweist, die bodenseitig eine Fußplatte (9) als Stützfuß (6) und auf der Seite der Sockelleiste (4) eine Kopfplatte (10) als Druckkopf (7) tragen und auf der dem Bodenbelag (2) abgekehrten Seite die Gewichtsaufnahme (12) bilden. Linz, am 21. Dezember 2015 Franz Neuhofer jun. durch: /Dl Flelmut Flübscher/ (elektronisch signiert)
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