AT518237B1 - Reibradeinheit sowie Strangpressmaschine mit einer derartigen Reibradeinheit - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Reibradeinheit (35) einer Strangpressmaschine (1). Diese umfasst ein Reibrad (4), und beidseits angeordnete Mitnehmerringe (25), welche in Axialrichtung unmittelbar benachbart zum Reibrad (4) angeordnet sind. Erste Kupplungsvorrichtung (33) sind jeweils durch eine Klauenkupplung oder eine Stirnverzahnung gebildet und umfassen jeweils mehrere miteinander in Eingriff stehende erste und zweite Kupplungselemente (39, 40). Die ersten Kupplungselemente (39) sind integraler Bestandteil des Reibrades (4) und die zweiten Kupplungselemente (40) sind jeweils integraler Bestandteil der beiden Mitnehmerringe (25). Die beidseits am Reibrad (4) angeordneten ersten Kupplungselemente (39) sind in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet. Weiters betrifft die Erfindung auch noch eine Strangpressmaschine (1) mit einer derartigen Reibradeinheit (35).
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reibradeinheit einer Strangpressmaschine sowie eine Strangpressmaschine mit einer derartigen Reibradeinheit.
[0002] Aus der EP 0 408 259 B1 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung zum kontinuierlichen Strangpressen bekannt geworden, die ein drehbares Rad mit einer Umfangsnut aufweist. In einem um eine Schwenkachse am Grundgestellt gelagerten Werkzeughalter ist in einer gestuft ausgebildeten Aufnahmeöffnung das aus mehreren Werkzeugelementen zusammengesetzte Strangpresswerkzeug eingesetzt. In der geöffneten Stellung des Werkzeughalters ist das Strangpresswerkzeug in bodenseitiger Richtung aus diesem zu entnehmen. Das Abstreifelement ist in einer verschraubten und verklemmten Stellung an den das Strangpresswerkzeug bildenden Werkzeugelementen verschraubt gehalten.
[0003] Die CN 101733298 A beschreibt eine andere gattungsgemäße Strangpressmaschine zum kontinuierlichen Herstellen von Profilen aus einem umformbaren Strangpressgut. Die Maschine umfasst dabei ein Grundgestell, zumindest ein um eine Antriebsachse drehbares Reibrad, welches mit einer Antriebseinheit in Antriebsverbindung steht, sowie zumindest eine Andrückrolle für das umzuformende Strangpressgut an das Reibrad. Weiters ist am Grundgestell eine Werkzeughaltevorrichtung verschwenkbar um eine Schwenkachse gelagert, welche zwischen einer Arbeitsstellung und einer Freigabestellung verschwenkbar ist. In der Werkzeughaltevorrichtung ist eine Werkzeugeinheit aufgenommen und auch daran abgestützt. Die Werkzeugeinheit umfasst einen Aufnahmekäfig, welcher einen einlaufseitig angeordneten ersten Aufnahmekäfigteil und einen auslaufseitig angeordneten zweiten Aufnahmekäfigteil aufweist. Die beiden Aufnahmekäfigteile sind miteinander über Verbindungsmittel verbunden. Im ersten Aufnahmekäfigteil ist ein diesen in Durchtrittsrichtung des Strangpressgutes durchsetzender Aufnahmekanal ausgebildet. Im zweiten Aufnahmekäfigteil ist ein dem ersten Aufnahmekäfigteil zugewendeter und zu diesem hin geöffneter Aufnahmeraum ausgebildet, welcher auslaufseitig zumindest bereichsweise mit einer Abstützfläche begrenzt ist. Weiters ist einlaufseitig ein Abstreifelement für das umformbare Strangpressgut angeordnet. Im Aufnahmekäfig ist eine Matrize aufgenommen, welche einen Formgebungskanal zur Formgebung des herzustellenden Profils aufweist. Die Matrize ist in Durchtrittsrichtung des Strangpressgutes dem Aufnahmekanal nachgeordnet und an der den Aufnahmeraum auslaufseitig begrenzenden Abstützfläche abgestützt.
[0004] Die WO 2015/070274 A2 beschreibt eine weitere gattungsgemäße Strangpressmaschine mit einem Reibrad, welches unter Zwischenschaltung von beidseitig in Axialrichtung daneben angeordneten Mitnehmerringen mit den Antriebswellenteilen der Antriebswelle kuppelbar ist. Zwischen dem Mitnehmerring und dem Reibrad ist jeweils eine formschlüssige Kupplungsverbindung mittels eigener Bolzen oder Zapfen vorgesehen, welche jeweils in zueinander fluchtend angeordnete Bohrungen einzusetzen sind. Nachteilig dabei ist der höhere Bearbeitungsaufwand sowie die Gefahr des gegenseitigen Ausschlagens der Kupplungselemente.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine Reibradeinheit sowie eine damit ausgestattete Strangpressmaschine zur Verfügung zu stellen, mittels derer auch über eine längere Einsatzdauer eine einwandfreie und nahezu verschleißfreie Drehmomentübertragung für den Antrieb des Reibrades, insbesondere mit einer oder mehreren Umformnuten, möglich ist. Weiters soll damit aber auch eine bessere radiale Rundlaufzentrierung erreicht werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Reibradeinheit sowie einer damit ausgestatteten Strangpressmaschine gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Reibradeinheit einer Strangpressmaschine umfasst:
[0008] - zumindest ein Reibrad, welches Reibrad eine erste Stirnfläche und eine in Axialrichtung davon distanziert angeordnete zweite Stirnfläche sowie eine äußere Umfangsfläche und eine innere Umfangsfläche aufweist, wobei sich zwischen der ersten Stirnfläche und der zweiten Stirnfläche eine Längsachse erstreckt,
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt [0009] - jeweils einen beidseits des Reibrades angeordneten Mitnehmerring, welche Mitnehmerringe in Axialrichtung jeweils unmittelbar benachbart zu einer der Stirnflächen des zumindest einen Reibrades angeordnet sind, [0010] - jeweils eine erste Kupplungsvorrichtung zur formschlüssigen Übertragung eines Drehmoments von den beidseits des Reibrades angeordneten Mitnehmerringen auf das zumindest eine Reibrad, wobei [0011] - die ersten Kupplungsvorrichtungen jeweils durch eine Klauenkupplung oder eine Stirnverzahnung gebildet sind und die ersten Kupplungsvorrichtungen jeweils mehrere miteinander in Eingriff stehende erste und zweite Kupplungselemente umfassen, [0012] - die ersten Kupplungselemente als integraler Bestandteil des zumindest einen Reibrades an beiden Stirnflächen ausgebildet sind und in Umfangsrichtung zwischen unmittelbar benachbart angeordneten ersten Kupplungselementen jeweils ein Aufnahmeraum für eines der zweiten Kupplungselemente ausgebildet ist, [0013] - die zweiten Kupplungselemente als integraler Bestandteil der beiden Mitnehmerringe jeweils an einer dem Reibrad zugewendeten Mitnehmerring-Stirnfläche an diesen ausgebildet sind, und wobei [0014] - die im Bereich der ersten Stirnfläche des Reibrades angeordneten ersten Kupplungselemente und die im Bereich der zweiten Stirnfläche des Reibrades angeordneten ersten Kupplungselemente in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind.
[0015] Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, dass durch die integrale Ausbildung der ersten Kupplungselemente direkt am Reibrad so eine Übertragung von Antriebsmomenten bei geringem Bauraum in Axialrichtung erzielt werden kann. Durch das gegenseitige Ineinandergreifen der ersten und zweiten Kupplungselemente kann so aber auch eine direktere Übertragung des Drehmomentes auf das Reibrad hin erzielt werden. Weiters kann damit auch im Bereich des oder der Mitnehmerringe ebenfalls eine kompakte Bauform der Kupplungsvorrichtung ohne zusätzliche Bauteile erzielt werden.
[0016] Durch das beidseitige Anordnen der ersten Kupplungsvorrichtung im Bereich zwischen dem Reibrad und den Mitnehmerringen kann so ein symmetrischerer Drehmomenteneintrag auf das Reibrad erzielt werden. Zusätzlich kann durch das gegeneinander in Umfangsrichtung versetzte Anordnen der ersten Kupplungselemente eine zu starke Schwächung des Reibrades in Richtung seiner Axialerstreckung verhindert werden.
[0017] Weiters kann durch die Wahl einer Klauenkupplung oder einer Stirnverzahnung als Kupplungsvorrichtung die Bearbeitung des Reibrades sowie dem oder den damit in Antriebsverbindung stehenden Mitnehmerringen vereinfacht werden und darüber hinaus kann auch noch auf zusätzliche Bauelemente verzichtet werden. Darüber hinaus kann so eine kompakte und einfach miteinander in Eingriff zu bringende Kupplungsvorrichtung geschaffen werden. Durch die Wahl der Klauenkupplung oder der Stirnverzahnung kann so das zu übertragende Drehmoment auf eine größere Fläche als bei üblicherweise bislang verwendeten Bolzenverbindungen aufgeteilt werden. Je nach Passungswahl zwischen den miteinander in Eingriff stehenden Kupplungsteilen bzw. Kupplungselementen der durch die Klauenkupplung oder die Stirnverzahnung gebildeten Kupplungsvorrichtung oder der Kupplungsvorrichtungen kann auch noch eine zusätzliche gute Zentrierwirkung, insbesondere eine Rundlaufzentrierung, erzielt werden. Damit kann der gegenseitige Verschleiß noch reduziert werden.
[0018] Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass sich die ersten Kupplungselemente durchgehend zwischen der äußeren Umfangsfläche und der inneren Umfangsfläche des zumindest einen Reibrades erstrecken. Damit kann über die gesamte radiale Höhe des Reibrades eine durchgängige Übertragung des Drehmoments zwischen den ersten und zweiten Kupplungselementen ermöglicht werden. Durch diese radiale Längserstreckung der einzelnen Kupplungselemente kann damit ein größerer Flächenanteil zur Verfügung gestellt werden, welcher zur direkten Drehmomenten Übertragung zur Verfügung steht. Damit kann
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt aber auch die Kraftübertragung verbessert und weiters die Flächenbelastung pro Flächeneinheit reduziert werden.
[0019] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass jedes der ersten Kupplungselemente in Umfangsrichtung gesehen durch eine sich zwischen der äußeren Umfangsfläche und der inneren Umfangsfläche erstreckende, geradlinig und ebenflächig verlaufend ausgebildete erste und zweite Kupplungsfläche begrenzt ist. Durch die geradlinige, ebenflächige Ausbildung der seitlichen Begrenzung der Kupplungselemente kann deren Herstellung vereinfacht und damit eine kostengünstigere Herstellung ermöglicht werden.
[0020] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die erste Kupplungsfläche und die zweite Kupplungsfläche in radialer Richtung bezüglich der Längsachse verlaufend ausgerichtet sind. Damit kann eine stets auf das Zentrum gerichtete Ausrichtung der seitlichen bzw. umfangsmäßigen Begrenzung der Kupplungselemente geschaffen werden.
[0021] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils den Aufnahmeraum begrenzende erste Kupplungsfläche und zweite Kupplungsfläche von unmittelbar in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten ersten Kupplungselementen parallel zueinander verlaufend ausgerichtet sind. Dadurch können die weiteren bzw. zweiten Kupplungselemente in Richtung von deren radialen Längsverlauf ebenfalls parallel zueinander verlaufend ausgebildet werden. Dadurch kann weiters ein einfacherer Reibradwechsel sowie das miteinander in Eingriff bringen der ersten und zweiten Kupplungselemente erleichtert werden.
[0022] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest ein Dämpfungselement zwischen den in Umfangsrichtung unmittelbar benachbart und hintereinander angeordneten ersten und zweiten Kupplungselementen angeordnet ist. Dadurch können Spitzenwerte des Antriebs- bzw. Drehmoments besser abgefedert und dadurch eine gegenseitige Beschädigung von miteinander in Eingriff stehenden Kupplungselementen vermindert werden. Weiters können damit aber auch längere Standzeiten sowie ein ruhigerer Betrieb der Antriebseinheit erzielt werden.
[0023] Eine weitere mögliche und gegebenenfalls alternative Ausführungsform hat die Merkmale, dass an den in Axialrichtung beidseits des Reibrades angeordneten Mitnehmerringen jeweils an der vom Reibrad abgewendeten Seite Kupplungselemente einer zweiten Kupplungsvorrichtung angeordnet sind. Durch das Vorsehen der weiteren Kupplungsvorrichtung zwischen den zumindest einen Mitnehmerring und dem jeweiligen Antriebswellenteil kann so auch ein einfacher Austausch des Mitnehmerrings ermöglicht werden.
[0024] Die Erfindung betrifft auch noch eine Strangpressmaschine zum kontinuierlichen Herstellen von unterschiedlichsten Profilen aus einem umformbaren Strangpressgut, wobei diese folgende Baugruppen bzw. Bauteile umfasst:
[0025] - ein Grundgestell, [0026] - zumindest eine Reibradeinheit, welche Reibradeinheit um eine Antriebsachse drehbar ist und zumindest ein Reibrad und beidseits des Reibrades jeweils einen Mitnehmerring aufweist, wobei die Reibradeinheit mit einer Antriebseinheit in Antriebsverbindung steht, [0027] - zumindest eine Andrückrolle, [0028] - eine Werkzeughaltevorrichtung, welche Werkzeughaltevorrichtung am Grundgestell gehalten ist und in Durchtrittsrichtung des herzustellenden Profils gesehen, dem Reibrad nachgeordnet ist, [0029] - zumindest eine Werkzeugeinheit, welche Werkzeugeinheit an der Werkzeughaltevorrichtung abgestützt ist.
[0030] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt [0031] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
[0032] Fig. 1 [0033] Fig. 2 eine Strangpressmaschine in Seitenansicht sowie stilisierter Darstellung;
die Strangpressmaschine im Bereich von deren Antriebseinheit, in einer die Reibradeinheit klemmenden Stellung, in Ansicht geschnitten;
eine mögliche Ausbildung der Reibradeinheit, in schaubildlicher Darstellung; das Reibrad nach Fig. 3 in Ansicht auf seine erste Stirnfläche.
[0034] Fig. 3 [0035] Fig. 4 [0036] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0037] Der Begriff „insbesondere“ wird nachfolgend so verstanden, dass es sich dabei um eine mögliche speziellere Ausbildung oder nähere Spezifizierung eines Gegenstands oder eines Verfahrensschritts handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte Ausführungsform desselben oder eine zwingende Vorgehensweise darstellen muss.
[0038] In der Fig. 1 ist eine Strangpressmaschine 1 in stark stilisierter Darstellungsweise gezeigt, welche zum Herstellen von Profilen 2 ausgehend aus einem umformbaren Strangpressgut 3 dient. Die herzustellenden Profile 2 können die unterschiedlichsten Querschnitte aufweisen, wobei es möglich ist, nur ein Profil 2 oder aber auch mehrere Profile 2 gleichzeitig herzustellen. So kann der Profilquerschnitt offen oder geschlossen ausgebildet sein. Weiters kann es sich um ein Hohlprofil oder ein Vollprofil handeln. Grundsätzlich kann das Profil 2 jede beliebige Querschnittsform mit einer entsprechenden Längserstreckung aufweisen.
[0039] Die hier schematisiert gezeigte Strangpressmaschine 1 stellt eine Sonderform der Strangpressmaschinen 1 dar, welche eine kontinuierliche Herstellung zumindest eines Profils 2 ermöglicht. Dabei wird als Strangpressgut 3 beispielsweise zumindest ein stetig zugeführter Draht oder mehrere derselben und/oder ein Stangenmaterial mit einem Durchmesser zwischen 5 und 30 mm der Strangpressmaschine 1 zugeführt und dort über ein angetriebenes Reibrad 4 je nach umzuformendem Werkstoff auf bis zu 500 °C und darüber erhitzt. Das nach der Erwärmung teigige Material wird durch eine unmittelbar nach dem Reibrad 4 angeordnete Matrize gepresst, wobei in diesem Abschnitt der Formgebungsvorgang erfolgt. Dieses kontinuierliche Verfahren wird vornehmlich für Profile 2 kleiner und mittelgroßer Abmessungen verwendet. Dabei können die unterschiedlichsten Werkstoffe, wie beispielsweise Aluminium, Kupfer, Buntmetalle oder deren Legierungen umgeformt werden. Der bei dieser Strangpressmaschine 1 über einen längeren Zeitraum kontinuierlich durchführbare Umformprozess und der Umstand, dass dafür eine einzige, relativ kleine und einfach aufgebaute Strangpressmaschine 1 notwendig ist, ermöglichen eine Kostenreduzierung gegenüber den herkömmlichen Strangpressmaschinen.
[0040] Die Strangpressmaschine 1 kann grundsätzlich ein Grundgestellt 5 sowie eine Werkzeughaltevorrichtung 6, welche an einer am Grundgestell 5 gehaltenen Schwenkachse 7 schwenkbar bzw. drehbar gelagert ist, umfassen. Die Schwenkbewegung ist vereinfacht mit einem Doppelpfeil im Bereich der Schwenkachse 7 veranschaulicht. So kann die Werkzeughaltevorrichtung 6 zwischen einer in vollen Linien gezeigten Arbeitsstellung und einer in strichpunktierten Linien gezeigten Freigabestellung bedarfsweise verschwenkt werden. Auf die Darstellung von Schwenkantrieben bzw. Verstellmechanismen wurde der besseren Übersichtlichkeit halber verzichtet, wobei erwähnt sei, dass hier alle aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen bzw. Elemente eingesetzt werden können. Weiters ist die Werkzeughaltevorrichtung 6 in Durchtrittsrichtung des herzustellenden Profils 2 gesehen, dem Reibrad 4 nachgeordnet.
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt [0041] Das Reibrad 4 ist in bekannter Weise um eine Antriebsachse 8 drehbar und steht weiters mit einer nur schematisch angedeuteten Antriebseinheit 9 in Antriebsverbindung. Des Weiteren weist das zumindest eine Reibrad 4 auch noch zumindest eine Umfangsnut oder aber auch mehrere in Axialrichtung nebeneinander angeordnete Umfangsnuten auf, welche zur Aufnahme des zugeführten Strangpressgutes 3 dient bzw. dienen. Weiters kann dem oder den Reibrädern 4 jeweils zumindest eine Andrückrolle 10 zugeordnet sein, mit welcher bzw. welchen das in die Strangpressmaschine 1 eintretende und umzuformende Strangpressgut 3 in radialer Richtung an das oder die Reibräder 4 angedrückt wird.
[0042] Die Strangpressmaschine 1 kann weiters auch noch eine Arretiervorrichtung 11 umfassen, welche beispielsweise ebenfalls schwenkbar am Grundgestell 5 gelagert ist. Die Arretiervorrichtung 11 dient dazu, die Werkzeughaltevorrichtung 6 während deren Arbeitsstellung und dem Betrieb relativ bezüglich des Grundgestells 5, insbesondere dem Reibrad 4, positioniert zu halten. Ein im Bereich der Arretiervorrichtung 11 eingetragener Doppelpfeil stellt schematisch die Verlagerungsmöglichkeit der Arretiervorrichtung 11 dar.
[0043] In der Fig. 1 ist die Arretierstellung für die Werkzeughaltevorrichtung 6 gezeigt. Auf die Darstellung von deren Lagerung am Grundgestell 5 sowie den dazu notwendigen Verstellmechanismen wurde ebenfalls der besseren Übersichtlichkeit halber verzichtet. So kann beispielsweise die Arretiervorrichtung 11 durch einen in etwa U-förmig ausgebildeten Halterahmen gebildet sein, bei welchem die beiden Haltearme seitlich am Grundgestell 5 schwenkbar gelagert sind. Ein die beiden Haltearme außenseitig verbindender Basisarm umgreift beispielsweise die Werkzeughaltevorrichtung 6 in der Arretierstellung und verhindert ein Wegschwenken der Werkzeughaltevorrichtung 6 aus ihrer Arbeitsstellung. Weiters ist zumeist in der Werkzeughaltevorrichtung 6 zumindest eine hier nur schematisch angedeutete Werkzeugeinheit 12 aufgenommen oder angeordnet.
[0044] In bekannter Weise wird bei in Betrieb befindlicher Strangpressmaschine 1 und damit bei in der Arbeitsstellung befindlicher Werkzeughaltevorrichtung 6 zwischen der Werkzeugeinheit 12 und dem Reibrad 4 ein Spalt ausgebildet, um so in diesem Bereich gegenseitige Kollisionen und damit verbundene, mechanische Schäden zu vermeiden.
[0045] Die Spaltweite des Spaltes zwischen dem Reibrad 4 und der Werkzeugeinheit 12 ist einerseits von der Temperatur der Anlagenteile sowie andererseits von Verschleißerscheinungen der Werkzeugeinheit 12 sowie des Reibrades 4 abhängig.
[0046] Weiters ist bei diesem Ausführungsbeispiel noch gezeigt, dass zusätzlich zur Arretiervorrichtung 11 eine eigene Stellvorrichtung 14 am Grundgestell 5 in einem von der Schwenkachse 7 distanzierten sowie bezüglich der Antriebsachse 8 des Reibrades 4 gegenüberliegenden Endbereich 13 der Werkzeughaltevorrichtung 6 angeordnet sein kann. Die Stellvorrichtung 14 weist ein relativ bezüglich des Grundgestells 5 dazu verstellbar ausgebildetes Stellelement 15 auf. Das Stellelement 15 weist seinerseits eine dem Endbereich 13 der Werkzeughaltevorrichtung 6 zugewendete Stellfläche 16 sowie eine von der Werkzeughaltevorrichtung 6 abgewendete Führungsfläche 17 auf.
[0047] Wie aus der schematischen Darstellung des Stellelements 15 zu ersehen ist, sind bei diesem Ausführungsbeispiel die Stellfläche 16 und die Führungsfläche 17 keilförmig zueinander verlaufend ausgerichtet. Die Führungsfläche 17 stützt sich an einem nicht näher bezeichneten, insbesondere als Gleitfläche ausgebildeten Abschnitt des Grundgestells 5 ab. Das Stellelement 15 ist weiters mit einem nicht näher bezeichneten Stellmechanismus verbunden und ist in Richtung eines schematisch eingetragenen Doppelpfeils relativ bezüglich des Grundgestells 5 verstellbar. So verläuft die Führungsfläche 17 in etwa senkrecht, wobei die dazu geneigt verlaufend ausgerichtete Stellfläche 16 von links oben nach rechts unten verläuft, wie dies aus der Seitenansicht der Strangpressmaschine 1 entnommen werden kann. An jener dem Stellelement 15 zugewendeten Seite weist die Werkzeughaltevorrichtung 6 eine Stützfläche 18 auf, die in der Arbeitsstellung an der Stellfläche 16 anliegend abgestützt ist.
[0048] Die zuvor beschriebene Arretiervorrichtung 11 kann weiters zumindest eine Druckeinheit
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt mit zumindest einem Druckelement 20 aufweisen. Dabei ist das Druckelement 20 bei in der Arbeitsstellung befindlicher Werkzeughaltevorrichtung 6 ebenfalls an dem von der Schwenkachse 7 distanzierten Endbereich 13 angeordnet, steht jedoch an einer vom Reibrad 4 abgewendeten zweiten Seite mit der Werkzeughaltevorrichtung 6 in Kontakt. Weiters kann mittels der Druckeinheit 19 die Stützfläche 18 der Werkzeughaltevorrichtung 6 an die Stellfläche 16 des Stellelements 15 angedrückt werden. Dadurch, dass das Stellelement 15 auch noch mit seiner Führungsfläche 17 am Grundgestell 5 abgestützt ist, kann bei einer relativen Verlagerung des Stellelements 15 mittels der Stellvorrichtung 14 die Werkzeughaltevorrichtung 6 um seine Schwenkachse 7 aufgrund der keilförmig, insbesondere spitzwinkelig, zueinander verlaufend ausgerichteten Stellfläche 16 und Führungsfläche 17 verschwenkt werden. Da die Werkzeughaltevorrichtung 6 im weitesten Sinne einem Hebel bzw. einer Hebelanordnung entspricht, kann so damit aber auch der zwischen der Werkzeugeinheit 12 und dem Reibrad 4 ausgebildete Spalt in Folge der Verstellung des Stellelements 15 in seiner Spaltweite verändert werden.
[0049] In der Fig. 2 ist eine gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform der Antriebseinheit 9, insbesondere einer Reibradeinheit 35, der Strangpressmaschine 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in der vorangegangenen Fig. 1 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in der vorangegangenen Fig. 1 hingewiesen bzw. Bezug genommen. So kann insbesondere die Reibradeinheit 35 eine für sich eigenständige, unabhängige Baugruppe darstellen. Weiters kann diese auch in Verbindung mit der Strangpressmaschine 1 eine Baueinheit bzw. Anlageneinheit ausbilden.
[0050] Die hier vereinfacht dargestellte Antriebseinheit 9 kann selbst aus einer Vielzahl unterschiedlichster Baugruppen sowie Bauelementen gebildet sein. Das Antriebsmoment für das Reibrad 4 kann beispielsweise durch einen Antriebsmotor mit einem gegebenenfalls nachgeschalteten Getriebe sowie eine Antriebswelle 21 erfolgen. Über eine Kupplung 22 kann die Weiterleitung des Antriebsmoments an beidseits des Reibrades 4 angeordnete und an Rahmenteilen des Grundgestells 5 drehbar gelagerte, erste und zweite Antriebswellenteile 23, 24 erfolgen. Dabei ist zumindest einer der Antriebswellenteile 23, 24 in Axialrichtung bezüglich des Grundgestells 5 von einer am Reibrad 4 anliegenden Kontaktstellung in eine vom Reibrad 4 distanzierte Wechselstellung für das Reibrad 4 verstellbar ausgebildet. Bei dem hier vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die hier rechtsseitig angeordnete Baugruppe des Antriebswellenteils 23 und der damit verbundenen Kupplung 22 ortsfest am Grundgestell 5, insbesondere dessen rechten Rahmenteil gelagert. Weiters ist hier noch gezeigt, dass das Reibrad 4 an den beidseits daneben angeordneten Antriebswellenteilen 23, 24 gegebenenfalls unter Zwischenschaltung zumindest eines Mitnehmerrings 25 abgestützt ist. Zusätzlich kann das Reibrad 4 noch zwischen diesen beiden Antriebswellenteilen 23, 24 sowie gegebenenfalls dem zumindest einen Mitnehmerring 25, in Axialrichtung geklemmt gehalten sein. Eine Zentrierung bezüglich der gemeinsamen Antriebsachse 8 kann beidseitig zwischen dem Reibrad 4 und den Antriebswellenteilen 23, 24 vorgesehen sein.
[0051] Zwischen dem Reibrad 4 und zumindest einem, bevorzugt jedoch beiden Antriebswellenteilen 23, 24, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils eine erste Kupplungsvorrichtung 33 vorgesehen. Die Ausbildung derselben wird nachfolgend noch näher beschrieben. Wie bereits einleitend angeführt, kann je nach gewählter Passungswahl der miteinander in Eingriff stehenden Kupplungsteile der ersten Kupplungsvorrichtung 33 kann diese auch noch eine Zentriervorrichtung für die Rundlaufzentrierung ausbilden. So kann die erste Kupplungsvorrichtung 33 auch als Verbindungs- und Zentriervorrichtung bezeichnet werden.
[0052] Weiters ist hier noch zu ersehen, dass die beiden Antriebswellenteile 23, 24 jeweils in deren Zentrum zylinderförmig ausgebildete erste und zweite Aufnahmeöffnung 26, 27 aufweisen. Deren Achsen sind bevorzugt fluchtend zueinander ausgerichtet, um so eine gemeinsame Stützachse 28 darin aufnehmen zu können. Bei entsprechender Passungswahl kann eine zusätzliche Abstützwirkung der beiden Antriebswellenteile 23, 24 auch in deren Zentrum erzielt werden. Damit kann aber auch die Eigensteifigkeit der gesamten Antriebseinheit 9 erhöht werden. Die Stützachse 28 stützt sich in Axialrichtung an dem hier links angeordneten Antriebswel
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt lenteil 24 auf der von Reibrad 4 abgewendeten Seite ab und durchragt den Antriebswellenteil im Bereich seiner Aufnahmeöffnung 27. Weiters durchragt die Stützachse 28 das zumindest eine Reibrad 4, zumindest einen der Mitnehmerringe 25 und ragt in die erste Aufnahmeöffnung 26 des ersten Antriebswellenteils 23 hinein.
[0053] Weiters kann die Stützachse 28 an einem dem ersten Antriebswellenteil 23 zugewendeten Achsenendbereich mit einem Außengewinde 29 versehen sein. Um die Stützachse 28 mit ihrem Achsenendbereich auch noch mit dem ersten Antriebswellenteil 23 formschlüssig kuppeln zu können, kann die erste Aufnahmeöffnung 26 des ersten Antriebswellenteils 23 zumindest abschnittsweise mit einem Innengewinde 30 versehen sein. So kann die Stützachse 28 in Axialrichtung zugfest mit dem ersten Antriebswellenteil 23 verbunden werden. Dabei sei bemerkt, dass anstelle der Gewindeanordnung, umfassend das Außengewinde 29 sowie das Innengewinde 30, auch andere formschlüssig zugfeste Verbindungsmittel vorgesehen sein können, um die Stützachse 28 zugfest mit dem ersten Antriebswellenteil 23 zu kuppeln bzw. verbinden zu können.
[0054] Befindet sich die Stützachse 28 in ihrer mit dem ersten Antriebswellenteil 23 zugfest verbundenen Stellung, kann über entsprechend ausgebildete Zug- und/oder Druckelemente der zweite Antriebswellenteil 24 hin in Richtung auf den ersten Antriebswellenteil 23 verstellt werden, sodass das Reibrad 4 in Axialrichtung zwischen den beiden Antriebswellenteilen 23, 24 geklemmt gehalten ist.
[0055] Das Reibrad 4 weist in Axialrichtung voneinander distanzierte Stirnflächen 31, 32 auf, welche jeweils bevorzugt in einer senkrecht bezüglich der Antriebsachse 8 ausgerichteten Ebene verlaufen. Weiters ist noch gezeigt, dass zwischen dem Reibrad 4 und jedem der beiden Antriebswellenteile 23, 24 jeweils ein eigener Mitnehmerring 25 angeordnet ist. Weiters ist zwischen zumindest einer der Stirnflächen 31, 32, bevorzugt zwischen jeder der Stirnflächen 31, 32, und dem zumindest einen Mitnehmerring 25 oder den Mitnehmerringen 25 die formschlüssige erste Kupplungsvorrichtung 33 vorgesehen. Bislang wurde dafür eine Bolzenverbindung gewählt, wobei bei der hier vorliegenden Erfindung im Gegensatz dazu eine Art von Klauenkupplung oder Stirnverzahnung als Kupplungsmittel gewählt worden ist.
[0056] Zwischen dem zumindest einen Mitnehmerring 25 und dem jeweiligen Antriebswellenteil 23 und/oder 24 ist eine zweite Kupplungsvorrichtung 34 vorgesehen, welche ebenfalls auf formschlüssiger Basis ausgebildet ist. Diese zweite Kupplungsvorrichtung 34 oder die zweiten Kupplungsvorrichtungen 34 können z.B. durch Bolzenverbindungen gebildet sein, wie dies in vereinfachter Darstellung angedeutet ist. Dazu sind sowohl im zumindest einen Mitnehmerring als auch dem jeweiligen Antriebswellenteil 23 und/oder 24 zueinander fluchtend ausgerichtete Aufnahmebohrungen vorzusehen, in welche jeweils einer der Bolzen oder Stifte eingesetzt und aufgenommen ist. Bevorzugt sind die Bolzen oder Stifte über den Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet. Unabhängig davon oder zusätzlich dazu wäre es aber auch möglich, zumindest eine der zweiten Kupplungsvorrichtungen 34 durch die zuvor beschriebene Klauenkupplung oder Stirnverzahnung auszubilden, wie dies zuvor für die Ausbildung der ersten Kupplungsvorrichtung 33 beschrieben worden ist.
[0057] Das Reibrad 4 mit dem zumindest einen Mitnehmerring 25, bevorzugt jedoch beiden beidseits angeordneten Mitnehmerringen 25, bildet oder bilden eine Reibradeinheit 35 aus. Ist der Mitnehmerring 25 oder sind die Mitnehmerringe 25 vorgesehen, können diese bei einem Reibradwechsel an dem oder den jeweiligen Antriebswellenteilen 23 und/oder 24 in deren gekuppelten Stellung verbleiben. Durch Herausbewegen der Stützachse 28 aus dem ersten Antriebswellenteil 23 sowie dem Aufnahmebereich des Reibrades 4 und einem ausreichenden Verstellweg bzw. Öffnungsweg des zweiten Antriebswellenteils 24, um zumindest die erste oder die ersten Kupplungsvorrichtungen 33 außer Eingriff zu bringen, kann das Reibrad 4 gewechselt oder getauscht werden, wie dies allgemein bekannt ist.
[0058] In den Fig. 3 und 4 ist die zuvor in den Fig. 1 und 2 kurz beschriebene und angedeutete Reibradeinheit 35 der Strangpressmaschine 1 für sich alleinig gezeigt. Bei diesem hier gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Reibradeinheit 35 ein Reibrad 4 sowie die in Axialrichtung
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt jeweils beidseits noch mit Abstand davon dargestellten Mitnehmerringe 25. Die Reibradeinheit 35 kann aber auch mehrere Reibräder 4 und/oder nur einen oder aber auch mehrere, bevorzugt zwei Mitnehmerringe 25 umfassen.
[0059] Wie bereits zuvor beschrieben, kann an zumindest einem der beiden Antriebswellenteile 23 und/oder 24 zwischen diesen und dem zumindest einen Reibrad 4 zur Übertragung des Antriebs- oder des Drehmomentes jeweils ein Mitnehmerring 25 angeordnet sein. Der oder die Mitnehmerringe 25 sind bevorzugt in Stirnendbereichen der Antriebswellenteile 23, 24 angeordnet und mit diesen drehfest gekuppelt oder verbunden. Die erste Kupplungsvorrichtung 33 ist dabei jeweils zwischen dem Reibrad 4 und dem diesen unmittelbar benachbart angeordneten Mitnehmerring 25 ausgebildet. Das hier dargestellte Reibrad 4 weist auf seiner rechten Seite die erste Stirnfläche 31 sowie auf seiner linken Seite die zweite Stirnfläche 32 auf.
[0060] Weiters ist noch gezeigt, dass das Reibrad 4 in etwa hohlzylindrisch ausgebildet sein kann. Dadurch ist das Reibrad 4 zwischen den beiden Stirnflächen 31 und 32 umfangsmäßig durch eine äußere Umfangsfläche 36 sowie eine innere Umfangsfläche 37 begrenzt. In der äußeren Umfangsfläche 36 ist vereinfacht nur eine Aufnahmenut für das aufzunehmende und umzuformende Strangpressgut 3 angedeutet, wobei auch mehrere derselben vorgesehen sein können. Die innere Umfangsfläche 37 dient dazu, die zuvor beschriebene Stützachse 28 darin aufnehmen zu können, wobei zur Abstützung des Reibrades 4 an oder auf der Stützachse 28 auf eine entsprechende Passungswahl Bedacht zu nehmen ist. Wird eine enge Toleranz gewählt, kann das Reibrad 4 auf der diese durchsetzenden Stützachse 28 für deren Rundlauf exakt zentriert werden. Durch die hohlzylindrische Ausbildung des Reibrades 4 erstreckt sich zwischen der ersten Stirnfläche 31 und der zweiten Stirnfläche 32 eine Längsachse 38, welche sich im Einbauzustand des Reibrades 4 koaxial bzw. deckungsgleich bezüglich der Antriebsachse 8 erstreckt bzw. dazu ausgerichtet ist. Bei diesem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die zumindest eine erste Kupplungsvorrichtung 33 durch eine Klauenkupplung gebildet. Unabhängig davon wäre es aber auch möglich, die zumindest eine erste Kupplungsvorrichtung 33 auch durch eine Stirnverzahnung im Bereich zumindest einer der Stirnflächen 31 und/oder 32 auszubilden.
[0061] Die erste Kupplungsvorrichtung 33 umfasst mehrere miteinander in Eingriff stehende erste und zweite Kupplungselemente 39, 40. Die zumindest eine erste Kupplungsvorrichtung 33 dient zur formschlüssigen Übertragung eines Drehmoments oder Antriebsmoments von zumindest einem Mitnehmerring 25 auf das zumindest eine Reibrad 4. Darüber hinaus kann bei entsprechender Passungswahl auch noch die zuvor beschriebene Rundlaufzentrierung erzielt werden. Sind beidseits des Reibrades 4 jeweils ein Mitnehmerring 25 angeordnet, erfolgt ein weiterer Antrieb bzw. ein Aufbringen eines Drehmoments auf den oder die Mitnehmerringe 25 ausgehend von zumindest einem der Antriebswellenteile 23 und/oder 24.
[0062] Die am Reibrad 4 angeordneten ersten Kupplungselemente 39 sind dabei integraler Bestandteil des zumindest einen Reibrades 4. Unter integraler Bestandteil wird dabei verstanden, dass die einzelnen, ersten Kupplungselemente 39 über eine der Stirnflächen 31 und/oder 32 in Axialrichtung darüber hinaus vorragend ausgebildet sind und nicht durch einen gesonderten Teil, wie z.B. einen Bolzen, gebildet sind. Es wäre denkbar, die ersten und/oder die zweiten Kupplungselemente 39, 40 beispielsweise durch Segmentstücke auszubilden und diese feststehend, insbesondere durch eine stoffschlüssige Verbindung mit dem Reibrad 4 und/oder dem Mitnehmerring 25 zu verbinden. Durch das Vorragen bzw. Überragen der ersten Kupplungselemente 39 über eine der Stirnflächen 31 und/oder 32 ist in Umfangsrichtung gesehen, zwischen unmittelbar benachbart angeordneten, ersten Kupplungselementen 39 jeweils ein Aufnahmeraum 41 für eines der zweiten Kupplungselemente 40 ausgebildet.
[0063] Im Zuge des Herstellvorganges der ersten Kupplungsvorrichtung 33 an zumindest einer der Stirnflächen 31 und/oder 32 kann beispielsweise zur Bildung des oder der Aufnahmeräume 41 der das Reibrad 4 bildende Werkstoff in diesem Abschnitt entfernt, insbesondere abgetragen, werden. Durch dieses Entfernen bzw. die Wegnahme des Materials zur Bildung der Aufnahmeräume 41 bleiben die ersten Kupplungselemente 39 als vorragende Kupplungsteile
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt erhalten. Es wäre auch möglich, das Reibrad 4 und/oder den oder die Mitnehmerringe 25 in einem Gießvorgang herzustellen und die zusammenwirkenden ersten und zweiten Kupplungselemente 39, 40 entsprechend nachzuarbeiten.
[0064] Weiters ist hier noch gezeigt, dass auch die zweiten Kupplungselemente 40 als integraler Bestandteil des zumindest einen Mitnehmerrings 25 an diesem ausgebildet sind. So sind hier die zweiten Kupplungselemente 40 jeweils auf einer dem Reibrad 4 zugewendeten Mitnehmerring-Stirnfläche 42 ausgebildet. Die zweiten Kupplungselemente 40 überragen ebenfalls die jeweilige Mitnehmerring-Stirnfläche 42 in axialer Richtung auf das Reibrad 4. Zwischen den zweiten Kupplungselementen 40 bilden sich im Bereich der Mitnehmerring-Stirnfläche 42 weitere Aufnahmeräume 43 aus. Die weiteren Aufnahmeräume 43 dienen zur Aufnahme der ersten Kupplungselemente 39, welche am Reibrad 4 ausgebildet sind. Dabei ist auf eine entsprechende gegengleiche maßliche Abstimmung der Kupplungselemente 39, 40 sowie der Aufnahmeräume 41, 43 der ersten Kupplungsvorrichtung 33 Bedacht zu nehmen, um so eine nahezu spielfreie Kupplung und damit einwandfreie Kraftübertragung des Drehmoments bzw. Antriebsmoments sicherstellen zu können.
[0065] Die am Reibrad 4 ausgebildeten ersten Kupplungselemente 39 erstrecken sich bevorzugt durchgehend zwischen der äußeren Umfangsfläche 36 und der inneren Umfangsfläche 37. Damit kann die Flächenbelastung (Kraft je Flächeneinheit) zwischen den beiden Kupplungselementen 39 und 40 auf eine größere Fläche verteilt werden, wodurch sich der Wert der Flächenpressung verringern lässt.
[0066] Bevorzugt ist jedes der ersten Kupplungselemente 39 in Umfangsrichtung gesehen durch eine sich zwischen der äußeren Umfangsfläche 36 und der inneren Umfangsfläche 37 erstreckende erste und zweite Kupplungsfläche 44, 45 begrenzt. Jede der beiden Kupplungsflächen 44, 45 ist bevorzugt geradlinig verlaufend ausgerichtet. Darüber hinaus soll aber auch jede der Kupplungsflächen 44, 45 ebenflächig ausgebildet sein. Die Kupplungsflächen 44 und/oder 45 können weiters eine Ausrichtung in paralleler Richtung bezüglich der Längsachse 38 aufweisen. Damit wird zwischen den ersten Kupplungsflächen 44 sowie den zweiten Kupplungsflächen 45 und einer der Stirnflächen 31 und/oder 32 ein rechter Winkel eingeschlossen. Um einen einfachen Einkuppelvorgang der ersten und zweiten Kupplungselemente 39, 40 zu erleichtern, können jeweils die ersten und zweiten Kupplungsflächen 44, 45 eines jeden ersten Kupplungselements 39 auf die vom Reibrad 4 abgewendete Seite geringfügig aufeinander zulaufend ausgerichtet sein. Ähnliches gilt auch für die nicht näher bezeichneten Stirnflächen der zweiten Kupplungselemente 40. Bei einer entsprechend gegengleichen Neigung der damit zusammenwirkenden, nicht näher bezeichneten Kupplungsflächen der zweiten Kupplungselemente 40 kann so eine gegenseitige spielfreie Anlage der beiden Kupplungselemente 39, 40 in Umfangsrichtung erzielt werden. Damit kann eine weitere, verbesserte Zentrierwirkung für die Rundlaufzentrierung erreicht werden.
[0067] Des Weiteren sind unterschiedliche Längsausrichtungen bzw. Längsverläufe der beiden Kupplungsflächen 44 und/oder 45 möglich. So können zum Beispiel die erste Kupplungsfläche 44 und die zweite Kupplungsfläche 45 jeweils in radialer Richtung bezüglich der Längsachse 38 dazu verlaufend ausgerichtet sein. Durch diese Ausrichtung können exakt auf die Längsachse 38 verlaufend ausgebildete „Tortenteilstücke“ ausgebildet werden.
[0068] Unabhängig davon wäre es aber auch möglich, dass die jeweils den Aufnahmeraum 41 begrenzende erste Kupplungsfläche 44 und die zweite Kupplungsfläche 45 von jeweils unmittelbar in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten ersten Kupplungselementen 39 parallel zueinander verlaufend ausgerichtet sind. Damit kann eine in etwa in radialer Richtung verlaufende Ausrichtung bezüglich der Längsachse 38 erzielt werden. Diese mögliche Ausbildung ist in der Fig. 4 im unteren Bereich des Reibrades 4 gezeigt.
[0069] Um ein direktes gegenseitiges aneinander Anliegen und ein damit verbundenes direktes Abstützen der ersten und zweiten Kupplungselemente 39, 40 zu vermeiden, könnte zwischen diesen zumindest ein Dämpfungselement 46 angeordnet bzw. vorgesehen sein. Das oder die Dämpfungselemente 46 könnten dabei zwischen den in Umfangsrichtung unmittelbar benach
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AT 518 237 B1 2019-12-15 österreichisches patentamt bart und hintereinander angeordneten ersten und zweiten Kupplungselementen 39, 40 angeordnet bzw. ausgebildet sein. Als Dämpfungselemente 46 können die unterschiedlichsten Werkstoffe mit insbesondere elastischen Eigenschaften eingesetzt werden, um so ein hartes und direktes Aneinanderliegen der Kupplungsflächen 44, 45 der einzelnen Kupplungselemente 39, 40 zu verhindern. Ein Dämpfungselement 46 ist in strichlierten Linien im rechten unteren Bereich des rechtsseitig angeordneten Mitnehmerrings 25 angedeutet.
[0070] Wie bei diesem Ausführungsbeispiel weiters gezeigt, sind die ersten Kupplungselemente 39 jeweils als integraler Bestandteil des zumindest einen Reibrades 4 an beiden Stirnflächen 31, 32 ausgebildet. Da die ersten Kupplungselemente 39 im Bereich beider Stirnflächen 31, 32 bevorzugt zueinander geometrisch gleich ausgebildet sind, werden dafür auch die gleichen Bezugszeichen verwendet. Weiters ist hier noch zu ersehen, dass die im Bereich der ersten Stirnfläche 31 angeordneten, ersten Kupplungselemente 39 sowie die im Bereich der zweiten Stirnfläche 32 angeordneten, ebenfalls ersten Kupplungselemente 39 in Umfangsrichtung zueinander versetzt ausgebildet bzw. angeordnet sind. Befindet sich eines der ersten Kupplungselemente 39 an der ersten Stirnfläche 31 des Reibrades 4 ist an der gegenüberliegenden Stirnfläche 32 der Aufnahmeraum 41 zwischen zwei in Umfangsrichtung voneinander distanzierten Kupplungselemente 39 angeordnet bzw. ausgebildet. Durch diese umfangsmäßige Versetzung der beidseits ausgebildeten ersten Kupplungselemente 39 zueinander erfolgt keine zu starke Schwächung des Reibrades 4 in Richtung seiner Axialerstreckung gesehen. Es wäre aber auch eine davon abweichende Anordnung der ersten Kupplungselemente 39 an den einander gegenüberliegenden ersten und zweiten Stirnflächen 31, 32 möglich. Es könnte auch die Anzahl der ersten Kupplungselemente 39 an jeder der Stirnflächen 31, 32 zueinander unterschiedlich gewählt werden. So könnte aber auch eine umfangsmäßige Versetzung zwischen dem radialen Mittel von ersten Kupplungselementen 39 an einer der Stirnflächen 31, 32 bezüglich dem radialen Mittel von gegenüberliegend angeordneten Aufnahmeräumen 41 bzw. Ausnehmungen an der anderen Stirnfläche 32, 31 vorgesehen sein. Weiters könnten die ersten Kupplungselemente 39 an jeder der Stirnflächen 31, 32 einander spiegelbildlich gegenüberliegend angeordnet sein.
[0071] Um auch den oder die Mitnehmerringe 25 mit jeweils einem der Antriebswellenteile 23 und/oder 24 kuppeln zu können, ist bei diesem Ausführungsbeispiel in Axialrichtung beidseits des Reibrades 4 jeweils ein Mitnehmerring 25 angeordnet, wobei an jedem der Mitnehmerringe 25 an der vom Reibrad 4 abgewendeten Seite Kupplungselemente der zweiten Kupplungsvorrichtung 34 angeordnet sind. Wie bereits zuvor beschrieben, können die Kupplungselemente der zweiten Kupplungsvorrichtung 34 durch eigene zylinderförmige Bolzen oder Stifte gebildet sein. Die einzelnen Kupplungselemente jeder der zweiten Kupplungsvorrichtungen 34 sind wiederum bevorzugt über den Umfang verteilt angeordnet. Damit kann jeder der Mitnehmerringe 25 mit dem jeweiligen Antriebswellenteil 23, 24 gekuppelt, insbesondere damit drehfest verbunden werden.
[0072] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus der Strangpressmaschine 1 sowie der Reibradeinheit 35 Elemente derselben teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
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BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 | Strangpressmaschine | 31 | erste Stirnfläche |
| 2 | Profil | 32 | zweite Stirnfläche |
| 3 | Strangpressgut | 33 | erste Kupplungsvorrichtung |
| 4 | Reibrad | 34 | zweite Kupplungsvorrichtung |
| 5 | Grundgestell | 35 | Reibradeinheit |
| 6 | Werkzeughaltevorrichtung | 36 | äußere Umfangsfläche |
| 7 | Schwenkachse | 37 | innere Umfangsfläche |
| 8 | Antriebsachse | 38 | Längsachse |
| 9 | Antriebseinheit | 39 | erstes Kupplungselement |
| 10 | Andrückrolle | 40 | zweites Kupplungselement |
| 11 | Arretiervorrichtung | 41 | Aufnahmeraum |
| 12 | Werkzeugeinheit | 42 | Mitnehmerring-Stirnfläche |
| 13 | Endbereich | 43 | Aufnahmeraum |
| 14 | Stellvorrichtung | 44 | erste Kupplungsfläche |
| 15 | Stellelement | 45 | zweite Kupplungsfläche |
| 16 | Stellfläche | 46 | Dämpfungselement |
| 17 | Führungsfläche | ||
| 18 | Stützfläche | ||
| 19 | Druckeinheit | ||
| 20 | Druckelement | ||
| 21 | Antriebswelle | ||
| 22 | Kupplung | ||
| 23 | erster Antriebswellenteil | ||
| 24 | zweiter Antriebswellenteil | ||
| 25 | Mitnehmerring | ||
| 26 | erste Aufnahmeöffnung | ||
| 27 | zweite Aufnahmeöffnung | ||
| 28 | Stützachse | ||
| 29 | Außengewinde | ||
| 30 | Innengewinde |
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Patentansprüche
Claims (8)
1. Reibradeinheit (35) einer Strangpressmaschine (1) umfassend
- zumindest ein Reibrad (4), welches Reibrad (4) eine erste Stirnfläche (31) und eine in Axialrichtung davon distanziert angeordnete zweite Stirnfläche (32) sowie eine äußere Umfangsfläche (36) und eine innere Umfangsfläche (37) aufweist, wobei sich zwischen der ersten Stirnfläche (31) und der zweiten Stirnfläche (32) eine Längsachse (38) erstreckt,
- jeweils einen beidseits des Reibrades (4) angeordneten Mitnehmerring (25), welche Mitnehmerringe (25) in Axialrichtung jeweils unmittelbar benachbart zu einer der Stirnflächen (31, 32) des zumindest einen Reibrades (4) angeordnet sind,
- jeweils eine erste Kupplungsvorrichtung (33) zur formschlüssigen Übertragung eines Drehmoments von den beidseits des Reibrades (4) angeordneten Mitnehmerringen (25) auf das zumindest eine Reibrad (4), dadurch gekennzeichnet,
- dass die ersten Kupplungsvorrichtungen (33) jeweils durch eine Klauenkupplung oder eine Stirnverzahnung gebildet sind und die ersten Kupplungsvorrichtungen (33) jeweils mehrere miteinander in Eingriff stehende erste und zweite Kupplungselemente (39, 40) umfassen,
- dass die ersten Kupplungselemente (39) als integraler Bestandteil des zumindest einen Reibrades (4) an beiden Stirnflächen (31, 32) ausgebildet sind und in Umfangsrichtung zwischen unmittelbar benachbart angeordneten ersten Kupplungselementen (39) jeweils ein Aufnahmeraum (41) für eines der zweiten Kupplungselemente (40) ausgebildet ist,
- dass die zweiten Kupplungselemente (40) als integraler Bestandteil der beiden Mitnehmerringe (25) jeweils an einer dem Reibrad (4) zugewendeten Mitnehmerring-Stirnfläche (42) an diesen ausgebildet sind, und
- dass die im Bereich der ersten Stirnfläche (31) des Reibrades (4) angeordneten ersten Kupplungselemente (39) und die im Bereich der zweiten Stirnfläche (32) des Reibrades (4) angeordneten ersten Kupplungselemente (39) in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind.
2. Reibradeinheit (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ersten Kupplungselemente (39) durchgehend zwischen der äußeren Umfangsfläche (36) und der inneren Umfangsfläche (37) des zumindest einen Reibrades (4) erstrecken.
3. Reibradeinheit (35) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der ersten Kupplungselemente (39) in Umfangsrichtung gesehen durch eine sich zwischen der äußeren Ümfangsfläche (36) und der inneren Umfangsfläche (37) erstreckende, geradlinig und ebenflächig verlaufend ausgebildete erste und zweite Kupplungsfläche (44, 45) begrenzt ist.
4. Reibradeinheit (35) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kupplungsfläche (44) und die zweite Kupplungsfläche (45) in radialer Richtung bezüglich der Längsachse (38) verlaufend ausgerichtet sind.
5. Reibradeinheit (35) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils den Aufnahmeraum (41) begrenzende erste Kupplungsfläche (44) und zweite Kupplungsfläche (45) von unmittelbar in Umfangsrichtung hintereinander angeordneten ersten Kupplungselementen (39) parallel zueinander verlaufend ausgerichtet sind.
6. Reibradeinheit (35) nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement (46) zwischen den in Umfangsrichtung unmittelbar benachbart und hintereinander angeordneten ersten und zweiten Kupplungselementen (39, 40) angeordnet ist.
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7. Reibradeinheit (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den in Axialrichtung beidseits des Reibrades (4) angeordneten Mitnehmerringen (25) jeweils an der vom Reibrad (4) abgewendeten Seite Kupplungselemente einer zweiten Kupplungsvorrichtung (34) angeordnet sind.
8. Strangpressmaschine (1) zum kontinuierlichen Herstellen von Profilen (2) aus einem umformbaren Strangpressgut (3), umfassend
- ein Grundgestell (5),
- zumindest eine Reibradeinheit (35), welche Reibradeinheit (35) um eine Antriebsachse (8) drehbar ist und zumindest ein Reibrad (4) und beidseits des Reibrades (4) jeweils einen Mitnehmerring (25) aufweist, wobei die Reibradeinheit (35) mit einer Antriebseinheit (9) in Antriebsverbindung steht,
- zumindest eine Andrückrolle (10),
- eine Werkzeughaltevorrichtung (6), welche Werkzeughaltevorrichtung (6) am Grundgestell (5) gehalten ist und in Durchtrittsrichtung des herzustellenden Profils (2) gesehen, dem Reibrad (4) nachgeordnet ist,
- zumindest eine Werkzeugeinheit (12), welche Werkzeugeinheit (12) an der Werkzeughaltevorrichtung (6) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibradeinheit (35) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50020/2016A AT518237B1 (de) | 2016-01-15 | 2016-01-15 | Reibradeinheit sowie Strangpressmaschine mit einer derartigen Reibradeinheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATA50020/2016A AT518237B1 (de) | 2016-01-15 | 2016-01-15 | Reibradeinheit sowie Strangpressmaschine mit einer derartigen Reibradeinheit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT518237A1 AT518237A1 (de) | 2017-08-15 |
| AT518237B1 true AT518237B1 (de) | 2019-12-15 |
Family
ID=59579994
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATA50020/2016A AT518237B1 (de) | 2016-01-15 | 2016-01-15 | Reibradeinheit sowie Strangpressmaschine mit einer derartigen Reibradeinheit |
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| Country | Link |
|---|---|
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015070274A2 (de) * | 2013-11-18 | 2015-05-21 | Asmag-Holding Gmbh | Werkzeugeinheit, strangpressmaschine sowie verfahren zum wechseln eines reibrades |
-
2016
- 2016-01-15 AT ATA50020/2016A patent/AT518237B1/de active
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2015070274A2 (de) * | 2013-11-18 | 2015-05-21 | Asmag-Holding Gmbh | Werkzeugeinheit, strangpressmaschine sowie verfahren zum wechseln eines reibrades |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT518237A1 (de) | 2017-08-15 |
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