AT518607A1 - Verankerungsvorrichtung - Google Patents

Verankerungsvorrichtung Download PDF

Info

Publication number
AT518607A1
AT518607A1 ATA50369/2016A AT503692016A AT518607A1 AT 518607 A1 AT518607 A1 AT 518607A1 AT 503692016 A AT503692016 A AT 503692016A AT 518607 A1 AT518607 A1 AT 518607A1
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
anchoring
ceiling
armature
anchoring device
connecting part
Prior art date
Application number
ATA50369/2016A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Efco Befestigungstechnik Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Efco Befestigungstechnik Ag filed Critical Efco Befestigungstechnik Ag
Priority to ATA50369/2016A priority Critical patent/AT518607A1/de
Priority to JP2018557038A priority patent/JP6768833B2/ja
Priority to PCT/EP2017/054912 priority patent/WO2017186383A1/de
Priority to EP17708263.3A priority patent/EP3448757A1/de
Publication of AT518607A1 publication Critical patent/AT518607A1/de

Links

Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64F—GROUND OR AIRCRAFT-CARRIER-DECK INSTALLATIONS SPECIALLY ADAPTED FOR USE IN CONNECTION WITH AIRCRAFT; DESIGNING, MANUFACTURING, ASSEMBLING, CLEANING, MAINTAINING OR REPAIRING AIRCRAFT, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; HANDLING, TRANSPORTING, TESTING OR INSPECTING AIRCRAFT COMPONENTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B64F1/00—Ground or aircraft-carrier-deck installations
    • B64F1/02—Ground or aircraft-carrier-deck installations for arresting aircraft, e.g. nets or cables
    • B64F1/025—Ground or aircraft-carrier-deck installations for arresting aircraft, e.g. nets or cables using decelerating or arresting beds
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C9/00—Special pavings; Pavings for special parts of roads or airfields
    • E01C9/007—Vehicle decelerating or arresting surfacings or surface arrangements, e.g. arrester beds ; Escape roads, e.g. for steep descents, for sharp bends

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)
  • Piles And Underground Anchors (AREA)

Abstract

1. Verankerungsvorrichtung (1), insbesondere für eine Fanganlage eines Rollfeldes zum Sichern einer Decke (6) der Fanganlage gegen Zugkräfte, mit: - wenigstens einer Befestigungsvorrichtung (2) zum Befestigen der Verankerungsvorrichtung (1) an einem Untergrund (3) - zumindest einem Anker (4) zur Anlage oder Auflage an einer Decke (6) einer Fanganlage - mindestens einem Verbindungsteil (5), welches den zumindest einen Anker (4) mit der wenigstens einer Befestigungsvorrichtung (2) verbindet.

Description

Die Erfindung betrifft eine Verankerungsvorrichtung, insbesondere für eine Fanganlage eines Rollfeldes, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, eine Fanganlage mit einer solchen Verankerungsvorrichtung und ein Verfahren zur Installation wenigstens einer solchen Verankerungsvorrichtung in einer solchen Fanganlage.
Gattungsgemäße Fanganlagen dienen dazu Flugzeuge zu stoppen, welche über eine Landepiste hinaus zu rollen drohen. Ein Einfahrbereich der Fanganlage ist rampenförmig ausgebildet. Die Räder des Flugzeuges brechen durch die aus meist aus Beton bestehende dünne Decke der Fanganlage durch und bleiben im Schüttmaterial (häufig Glasbetonschotter) stecken. Der Untergrund, auf welchem die Fanganlage angeordnet ist, besteht häufig aus Asphalt oder Beton.
Eine Fanganlage für Flugzeuge (engl. „Aircraft Arresting System“), welche sich vor allem für zivile Flugzeuge eignet, ist unter der Bezeichnung EMAS (engl, „engineered materials arresting system“) bekannt geworden. Dabei ist Schüttmaterial (wie es z. B. in der US 2016 097170 A1 beschrieben wird) unter einer Decke (welche z. B. aus Ortsbeton gefertigt wird) angeordnet. Solche Fanganlagen sind im Endbereich eines Rollfeldes angeordnet und werden damit von landenden und startenden Flugzeugen überflogen, was zu einer Sogwirkung führt. Um ein Abheben der Decke vom Schüttmaterial zu verhindern, werden Verankerungsvorrichtungen eingesetzt, welche die sich durch die Sogwirkung ergebenden Zugkräfte in den Untergrund einleiten. Als Verankerungsvorrichtungen wurden bisher sogenannte Geogitter eingesetzt, welche am Untergrund befestigt werden und nach Einbringen des Schüttmaterials mit der Decke vergossen werden.
Dieses System weist eine ganze Reihe von Nachteilen: " Die Verankerungswirkung ist nicht zerstörungsfrei kontrollierbar. Eine mangelnde Verankerungswirkung kann sich z. B. durch eine lokal ungenügende Verbindung des Geogitters mit dem Material der Decke ergeben. - Die Dimensionierung des Geogitters muss genau auf die Erstreckung (insbesondere das Höhenprofil) der Fanganlage abgestimmt sein.
Ungenauigkeiten bei der Ausrichtung führen zu einer fehlerhaften Verbindung des Geogitters mit dem Material der Decke. - Die Verankerungsvorrichtung muss gemeinsam mit der Fanganlage errichtet werden. Es ist keine Nachrüstung möglich. " Die Verankerungskraft ist nicht wählbar, sondern ergibt sich aus dem Ausmaß der Verbindung des Geogitters mit der Decke. Eine Veränderung der Verankerungskraft nach der Installation ist nicht ohne Zerstörung der Fanganlage möglich.
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer gattungsgemäßen Verankerungsvorrichtung, einer Fanganlage mit einer solchen Verankerungsvorrichtung und eines Verfahrens zur Installation einer solchen Verankerungsvorrichtung in einer solchen Fanganlage, bei welchen zumindest einige, vorzugsweise alle, der oben diskutierten Probleme vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch eine Verankerungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine Fanganlage mit einer solchen Verankerungsvorrichtung und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Die erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtungen bieten eine ganze Reihe von Vorteilen: " Weil der Anker zum Sichern der Decke der Fanganlage von außen zugänglich ist, kann eine einfache Überprüfung ohne Zerstörung der Decke erfolgen. Z. B. kann eine optische Kontrolle dahingehend erfolgen, ob der Anker ausreichend mit der Decke der Fanganlage verbunden ist. Es kann überprüft werden, mit welchen Zugkräften der Anker belastbar ist, ohne dass sich die Verbindung mit der Decke löst. - Weil die erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung punktuell wirkt, muss keine Abstimmung mit einer Erstreckung der Fanganlage erfolgen, es müssen nur mehr oder weniger Verankerungsvorrichtungen vorgesehen werden. Die einzelnen Verankerungsvorrichtungen sind voneinander beabstandet und wirken unabhängig. " Eine Nachrüstung bei bestehenden Fanganlagen ist, insbesondere auch bei solchen Fanganlagen, welche bereits Verankerungsvorrichtungen in Form von Geogittern aufweisen, auf einfache Weise möglich. Es müssen nur entsprechende Bohrungen in der Decke, dem Schüttmaterial und dem Untergrund vorbereitet werden. Dann kann die Montage der erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung erfolgen. - Die Verankerungskraft ist wählbar, indem über den wenigstens einen Verbindungsteil eine Vorspannung zwischen Befestigungsvorrichtung und Anker aufgebracht wird. Eine Veränderung der Verankerungskraft (z. B. um ein allmähliches Flerausrutschen der Befestigungsvorrichtung aus dem Untergrund oder temperaturbedingte Veränderungen des Abstandes zwischen Befestigungsvorrichtung und Anker zu kompensieren) nach der Installation ist ohne Zerstörung der Fanganlage durch Veränderung der Vorspannung möglich. " Die Decke der Fanganlage kann aufgrund ihrer Größe in Form von plattenförmigen Segmenten ausgebildet sein. Die punktuell angeordneten erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtungen stellen eine korrekte Ausrichtung zueinander der plattenförmigen Segmente auch unter Sogwirkung sicher.
Je nach Größe der Fanganlage werden einige Flundert erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtungen zum sicheren Verankern der Decke der Fanganlage am Untergrund erforderlich sein. Es kann beispielsweise pro Quadratmeter Decke eine erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung vorgesehen sein. Vorteilhafterweise sind die erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtungen auf eine Belastung von je 2 bis 6 Kilonewton ausgelegt.
Allgemein gesprochen kann der Anker einen Körper aufweisen, der nicht zwingend einen plattenförmigen Abschnitt aufweisen muss. Der Körper kann aus einem Metall oder Plastik bestehen.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest ein Anker einen plattenförmigen Verankerungsteil aufweist, mit welchem der Anker im Montagezustand gegen die Decke der Fanganlage pressbar ist. Flierdurch ergibt sich eine flächige Eintragung der Zugkräfte in die Decke der Fanganlage und ein minimaler Auftrag in der Höhe auf die Decke im Falle einer aufliegenden Anordnung. Ist eine Versiegelung der Decke vorgesehen, wird der Vorgang der Versiegelung erleichtert und der Anker wird automatisch mit versiegelt.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest ein Anker einen topfförmigen Abschnitt aufweist, welcher vorzugsweise an einer Seite eines plattenförmigen Verankerungsteils vom Verankerungsteil absteht. Dies ermöglicht eine versenkte Anordnung jener Position, an welcher das Verbindungsteil mit dem Anker verbunden ist oder wird. Ein Vorstehen dieser Position überden Anker wird so vermieden und Siegelmaterial (falls eine Versiegelung der Decke der Fanganlage durchgeführt wird) kann den Anker in einem Arbeitsgang vollständig bedecken. Alternativ zum Vorsehen eines topfförmigen Abschnittes könnte die Position, an welcher das Verbindungsteil mit dem Anker verbunden ist oder wird, an einer Oberseite (im Montagezustand) des Ankers angeordnet sein und ggf. durch einen Deckel abgedeckt werden.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass der topfförmige Abschnitt eine Durchtrittsöffnung für das mindestens eine Verbindungsteil aufweist, wobei die Durchtrittsöffnung vorzugsweise mit einem Schraubgewinde versehen ist. Dies gestattet einen Zugriff auf das Verbindungsteil durch den Anker hindurch, d. h. im Montagezustand von außerhalb der Decke der Fanganlage. Ist ein Schraubgewinde vorgesehen, kann dieses zum Verbinden des Verbindungsteils mit dem Anker und dem Aufbringen einer Vorspannung zwischen Verbindungsteil und Anker verwendet werden.
Der Anker kann auch (ohne dass er einen plattenförmigen Verankerungsteil aufweist) als Ganzes topfförmig ausgebildet sein.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine Abdeckung lösbar mit dem zumindest einen Anker verbindbar ist. Flierdurch wird eine zumindest im Wesentlichen durchgehende Oberfläche für ein Versiegeln der Decke der Fanganlage geschaffen bzw. ein Eindringen von Siegelmaterial in einen topfförmigen Abschnitt des Ankers verhindert.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass mindestens ein Verbindungsteil in Form eines -vorzugsweise - flexiblen Zugmittels, vorzugsweise als Seil, Draht, Band oder Kette, ausgebildet ist. Ein Zugmittel ist ideal für die Aufnahme von Zugkräften geeignet und kann vorgespannt werden. Eine Flexibilität des Zugmittels gestattet ein Nachgeben unter einer Druckbelastung wie sie beispielsweise beim Einfahren eines Flugzeuges in die Fanganlage auftritt. Alternativ oder zusätzlich zum Einsatz eines flexiblen Zugmittels könnte vorgesehen sein, dass das Zugmittel im Falle einer Druckbelastung wie sie beim Einfahren eines Flugzeuges in die Fanganlage auftritt, reißt. Geeignete Materialien für das flexible Zugmittel sind z. B. Metalle und Kunststoffe.
Bevorzugt ist vorgesehen, dass eine Spannvorrichtung zum Aufbringen einer wählbaren Vorspannung zwischen Anker und Verbindungsteil vorgesehen ist. Das Aufbringen der Vorspannung kann z. B. durch das Aufbringen eines Drehmomentes erfolgen, welches auf eine Schraubverbindung oder ein Getriebe der Spannvorrichtung einwirkt. Alternativ könnte eine Zugkraft auf das Verbindungsteil aufgebracht und eine Fixierung des Verbindungsteil am Anker in diesem Zustand vorgenommen werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz des Keilprinzips mittels eines Keiles und einer schiefen Ebene der Spannvorrichtung, d. h. ein weggesteuertes Aufbringen der Vorspannung. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines Kraftspeichers (z. B. einer definierten Spannfeder).
Bevorzugt ist vorgesehen, dass wenigstens eine Befestigungsvorrichtung als Hinterschnittdübel, Spreizdübel oder Klebedübel ausgebildet ist. Diese können leicht nachträglich mit dem Untergrund verbunden werden. Ein Hinterschnittdübel oder Spreizdübel kann außerdem ausgetauscht werden.
Die wenigstens eine Befestigungsvorrichtung kann aus einem Metall oder Plastik bestehen.
Die Verankerungsvorrichtung kann körperlich in Form der drei Teile Anker, Verbindungsteil und Befestigungsvorrichtung vorliegen (ggf. zumindest in Bezug auf zwei Teile vorverbunden, insbesondere kann der Verbindungsteil mit dem Anker oder der Befestigungsvorrichtung vorverbunden sein). Alternativ können zwei der drei vorgenannten Teile einstückig ausgebildet sein.
Bei einer erfindungsgemäßen Fanganlage kann vorgesehen sein, dass Befestigungsvorrichtungen der Vielzahl von Verankerungsvorrichtungen mit dem
Untergrund verbunden sind und Anker der Vielzahl von Verankerungsvorrichtungen zumindest im Wesentlichen bündig mit der Decke abschließen oder versenkt in der Decke angeordnet sind und durch das Verbindungsteil gegen die Decke gepresst werden.
Es kann vorgesehen sein, dass die Fanganlage zusätzlich eine Verankerungsvorrichtung in Form eines Geogitters aufweist. Dies wird vor allem im Zuge einer Nachrüstung einer bereits mit einem Geogitter verankerten Fanganlage der Fall sein.
Eine Installation wenigstens einer Verankerungsvorrichtung nach wenigstens einer der vorangehenden Ausführungsformen in einer Fanganlage nach wenigstens einer der vorangehenden Ausführungsformen, kann so erfolgen, dass: - eine Bohrung in die Decke, das Schüttmaterial und den Untergrund eingebracht wird - die Befestigungsvorrichtung mit dem Untergrund verbunden wird - der Anker an oder in der Decke positioniert wird - eine wählbare Vorspannung zwischen dem Anker und dem Verbindungsteil aufgebracht wird
Bei Neuerrichtung einer Fanganlage ist es natürlich auch möglich, vor einem Aufbringen des Schüttmaterials Platzhalter über den geplanten oder bereits vorbereiteten Bohrungen anzuordnen, welche einen Kanal für die spätere Anbringung des Verbindungsteils frei halten.
Besonders vorteilhaft ist, dass das Verbindungsteil in einem ersten Schritt über den Anker überstehend angeordnet werden kann und in einem zweiten Schritt auf eine geeignete Länge gekürzt werden kann, da so ohne besonderen Aufwand die lokale Höhenerstreckung der Decke der Fanganlage berücksichtigt werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Figuren diskutiert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Fanganlage
Fig. 2a,b ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung
Fig. 3a,b ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung
Fig. 4a-e ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verankerungsvorrichtung
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verankerungsvorrichtung
Fig. 7 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verankerungsvorrichtung
In den Figuren ist das Verbindungsteil 5 stets als Seil ausgebildet. Dies ist nicht einschränkend zu verstehen.
Fig. 1 zeigt eine auf einem Untergrund 3 angeordnete Fangvorrichtung im rampenförmig verlaufenden Anfangsbereich mit einem Schüttmaterial 11 und einer das Schüttmaterial 11 gegen die Umgebung abdeckenden Decke 6. Exemplarisch ist eine Verankerungsvorrichtung 1 gezeigt, welche in einer die Decke 6 und das Schüttmaterial 11 durchdringenden Bohrung angeordnet ist. Nicht dargestellt ist eine an der Außenseite der Decke 6 aufgebrachte Versiegelungsschicht. Die Verankerungsvorrichtung 1 weist einen hier an der Decke 6 anliegenden Anker 4, eine Befestigungsvorrichtung 2 (hier beispielhaft mit einer Schraube ausgebildet, deren Kopf über ein Außengewinde in einem Adapter verschraub ist) zum Befestigen der Verankerungsvorrichtung 1 im Untergrund 3 und einen den Anker 4 mit der Befestigungsvorrichtung 2 verbindenden Verbindungsteil 5 auf.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 1 in einer Schnittdarstellung (Fig. 2a) an der Decke 6 jedoch ohne Schüttmaterial 11 im Bereich des Ankers 4 und in einer perspektivischen Ansicht (Fig. 2b).
Der Anker 4 weist ein plattenförmiges Verankerungsteil 7 zur Anlage an der Decke 6 auf. Von einer Seite des plattenförmigen Verankerungsteils 7 ragt ein hülsen- oder topfförmiger Abschnitt 8 weg. Dieser ist mittels einer Abdeckung 10 gegen die Umgebung abgedeckt.
Im Bodenbereich des topfförmigen Abschnitts 8 ist eine Durchtrittsöffnung 9 für das Verbindungsteil 5 angeordnet. Die Durchtrittsöffnung 9 weist ein Innengewinde für eine Justierschraube 12 auf. Gezeigt ist weiters eine Spannvorrichtung zum Aufbringen einer Vorspannung zwischen dem Verbindungsteil 5 und dem Anker 4 im verspannten Zustand. Diese umfasst die Justierschraube 12, einen ersten Teil 13 eines Seilterminals (weil hier das Verbindungsmittel 5 als Seil ausgebildet ist, allgemein wäre die Bezeichnung Terminal des Verbindungsmittels 5 korrekt, im Falle eines Bandes spricht man auch von einem Verschluss, im Falle einer Kette von einem Kettenschloss) und einen zweiten Teil 14 des Seilterminals. Nachdem das Verbindungsteil 5 durch die Durchtrittsöffnung 9 hindurch geführt wurde, wird der erste Teil 13 (welcher hier als Federzunge aufweisende Spannzange ausgebildet ist) auf das Verbindungsteil 5 aufgeschoben und mit dem zweiten Teil 14 (welcher hier als Spannzangenmutter mit einem konischen Innenbereich ausgebildet ist) am Verbindungsteil 5 fixiert. Zum Einstellen einer Vorspannung genügt es (vordem Anbringen der Abdeckung 10 oder bei entfernter Abdeckung 10) an der Justierschraube 12 zu drehen, wodurch sich diese über das Innengewinde der Durchtrittsöffnung 9 mehr oder weniger weit in Richtung des Seilterminals bewegt und so eine größere oder geringere Zugwirkung (und damit Vorspannung) auf das Verbindungsteil 5 ausübt.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 1 im Bereich des Ankers 4, welches sich von jenem der Fig. 2 nur durch eine unterschiedliche Ausbildung des Seilterminals der Spannvorrichtung unterscheidet. Flier ist eine Presshülse 15 vorgesehen, welche mit dem Verbindungsteil 5 verpresst ist. Die Abdeckung 10 ist hier bündig mit der Oberfläche der Decke 6 ausgebildet.
Fig. 4a-c zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 1 im Bereich des Ankers 4, welches sich von jenem der
Fig. 2 nur durch eine unterschiedliche Ausbildung des Seilterminals der Spannvorrichtung unterscheidet. Hier weist das Seilterminal eine Klemme 16 auf, welche mit dem Verbindungsteil 5 verbunden ist. Diese ist in den Fig. 4c-e in Isolation am Verbindungsteil 5 gezeigt.
Fig. 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 1 im Bereich der Befestigungsvorrichtung 2. Erkennbar ist, dass die Befestigungsvorrichtung 2 eine Schraube aufweist, welche über einen Winkel 17 und eine Öse 18 mit einer Schlaufe 19 über eine Pressmuffe 20 mit dem Verbindungsteil 5 verbunden ist.
Fig. 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 1 im Bereich der Befestigungsvorrichtung 2. Dieses unterscheidet sich von jenem der Fig. 5 nur dadurch, dass anstelle einer Schraube ein Bolzenanker 21 vorgesehen ist.
In Fig. 7 ist ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 1 im Bereich der Befestigungsvorrichtung 2, welches sich von jenem der Fig. 5 nur dadurch unterscheidet, dass die Schraube nicht über einen Winkel 17, sondern über eine Platte 22 mit dem Verbindungsteil 5 verbunden ist, und zwar über ein eingeschraubtes oder eingepresstes Teil 23.
Anders als in den Figuren dargestellt, kann vorgesehen sein, dass die Verbindungsteile 5 mehrerer, z. B. benachbarter Verankerungsvorrichtungen 1 über eine gemeinsame Befestigungsvorrichtung 2 mit dem Untergrund 3 verbunden sind.
Bezugszeichenliste: 1 Verankerungsvorrichtung 2 Befestigungsvorrichtung 3 Untergrund 4 Anker 5 Verbindungsteil 6 Decke der Fanganlage 7 plattenförmiger Verankerungsteil des Ankers 8 topfförmiger Abschnitt des Ankers 9 Durchtrittsöffnung für Verbindungsteil 10 Abdeckung für den Anker 11 Schüttmaterial 12 Justierschraube der Spannvorrichtung 13 erster Teil des Seilterminals der Spannvorrichtung 14 zweiter Teil des Seilterminals der Spannvorrichtung 15 Presshülse 16 Klemme 17 Winkel 18 Öse 19 Schlaufe des Verbindungsteils 20 Pressmuffe 21 Bolzenanker 22 Platte

Claims (12)

  1. Patentansprüche:
    1. Verankerungsvorrichtung (1), insbesondere für eine Fanganlage eines Rollfeldes zum Sichern einer Decke (6) der Fanganlage gegen Zugkräfte, mit: " wenigstens einer Befestigungsvorrichtung (2) zum Befestigen der Verankerungsvorrichtung (1) an einem Untergrund (3) - zumindest einem Anker (4) zur Anlage oder Auflage an einer Decke (6) einer Fanganlage - mindestens einem Verbindungsteil (5), welches den zumindest einen Anker (4) mit der wenigstens einer Befestigungsvorrichtung (2) verbindet.
  2. 2. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei zumindest ein Anker (4) einen plattenförmigen Verankerungsteil (7) aufweist, mit welchem der Anker (4) im Montagezustand gegen die Decke (6) der Fanganlage pressbar ist.
  3. 3. Verankerungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zumindest ein Anker (7) einen topfförmigen Abschnitt (8) aufweist, welcher vorzugsweise an einer Seite eines plattenförmigen Verankerungsteils (7) vom Verankerungsteil (7) absteht.
  4. 4. Verankerungsvorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, wobei der topfförmige Abschnitt (8) eine Durchtrittsöffnung (9) für das mindestens eine Verbindungsteil (5) aufweist, wobei die Durchtrittsöffnung (9) vorzugsweise mit einem Schraubgewinde versehen ist.
  5. 5. Verankerungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Abdeckung (10) lösbar mit dem zumindest einen Anker (4) verbindbar ist.
  6. 6. Verankerungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Verbindungsteil (5) in Form eines -vorzugsweise flexiblen - Zugmittels, vorzugsweise als Seil, Draht, Band oder Kette, ausgebildet ist.
  7. 7. Verankerungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Spannvorrichtung zum Aufbringen einer wählbaren Vorspannung zwischen Anker (4) und Verbindungsteil (5) vorgesehen ist.
  8. 8. Verankerungsvorrichtung nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Befestigungsvorrichtung (2) als Hinterschnittdübel, Spreizdübel oder Klebedübel ausgebildet ist.
  9. 9. Fanganlage für ein Rollfeld, mit einer Vielzahl von Verankerungsvorrichtungen (1) nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche.
  10. 10. Fanganlage nach dem vorangehenden Anspruch, wobei Befestigungsvorrichtungen (2) der Vielzahl von Verankerungsvorrichtungen (1) mit dem Untergrund (3) verbunden sind und Anker (4) der Vielzahl von Verankerungsvorrichtungen (1) an der Decke (6) auf- oder anliegen und zumindest im Wesentlichen bündig mit der Decke (6) abschließen oder versenkt in der Decke (6) angeordnet sind und durch das Verbindungsteil (5) gegen die Decke (6) gepresst werden.
  11. 11. Fanganlage nach dem vorangehenden Anspruch, wobei die Fanganlage zusätzlich eine Verankerungsvorrichtung in Form eines Geogitters aufweist.
  12. 12. Verfahren zur Installation wenigstens einer Verankerungsvorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche in einer Fanganlage nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei: " eine Bohrung in die Decke (6), das Schüttmaterial (11) und den Untergrund (3) eingebracht wird - die Befestigungsvorrichtung (2) mit dem Untergrund (3) verbunden wird - der Anker (4) an oder in der Decke (6) positioniert wird - eine Vorspannung zwischen dem Anker (4) und dem Verbindungsteil (5) aufgebracht wird
ATA50369/2016A 2016-04-26 2016-04-26 Verankerungsvorrichtung AT518607A1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA50369/2016A AT518607A1 (de) 2016-04-26 2016-04-26 Verankerungsvorrichtung
JP2018557038A JP6768833B2 (ja) 2016-04-26 2017-03-02 アンカー装置
PCT/EP2017/054912 WO2017186383A1 (de) 2016-04-26 2017-03-02 Verankerungsvorrichtung
EP17708263.3A EP3448757A1 (de) 2016-04-26 2017-03-02 Verankerungsvorrichtung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ATA50369/2016A AT518607A1 (de) 2016-04-26 2016-04-26 Verankerungsvorrichtung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT518607A1 true AT518607A1 (de) 2017-11-15

Family

ID=58192320

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
ATA50369/2016A AT518607A1 (de) 2016-04-26 2016-04-26 Verankerungsvorrichtung

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP3448757A1 (de)
JP (1) JP6768833B2 (de)
AT (1) AT518607A1 (de)
WO (1) WO2017186383A1 (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3066896A (en) * 1959-04-27 1962-12-04 Air Logistics Corp Method and means for decelerating aircraft on runways
US20030071169A1 (en) * 2001-10-12 2003-04-17 Colarik David K. Anchoring systems for aircraft arresting nets
US20040165950A1 (en) * 2003-02-24 2004-08-26 Rastegar Jahangir S. Roadway for decelerating and/or accelerating a vehicle including and aircraft
WO2014039179A1 (en) * 2012-09-06 2014-03-13 Engineered Arresting Systems Corporation Stabilized aggregates and other materials and structures for purposes including, but not limited to, energy absorption

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2005089967A (ja) * 2003-09-12 2005-04-07 Mitsui Kagaku Sanshi Kk 法面構築工法
US7828499B2 (en) * 2007-07-12 2010-11-09 Erosion Tech, Llc Erosion control system
JP4815520B2 (ja) * 2009-09-16 2011-11-16 株式会社タニガキ建工 定着金物及びそれを用いた法面安定化構造並びに法面安定化工法
DE102013002734B4 (de) * 2013-02-19 2015-03-05 Firep Rebar Technology Gmbh Ankerkopf für einen Zuganker und Ankermutter für einen Ankerkopf eines Zugankers
JP2014218876A (ja) * 2013-04-11 2014-11-20 Fsテクニカル株式会社 後施工アンカー、後施工アンカーの施工方法および後施工アンカーシステム
JP6274763B2 (ja) * 2013-07-01 2018-02-07 三井化学産資株式会社 盛土補強構造および法面補強盛土工法
CN205060036U (zh) * 2015-09-15 2016-03-02 航科院(天津)航空设备有限公司 特性材料拦阻系统顶盖连接机构

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3066896A (en) * 1959-04-27 1962-12-04 Air Logistics Corp Method and means for decelerating aircraft on runways
US20030071169A1 (en) * 2001-10-12 2003-04-17 Colarik David K. Anchoring systems for aircraft arresting nets
US20040165950A1 (en) * 2003-02-24 2004-08-26 Rastegar Jahangir S. Roadway for decelerating and/or accelerating a vehicle including and aircraft
WO2014039179A1 (en) * 2012-09-06 2014-03-13 Engineered Arresting Systems Corporation Stabilized aggregates and other materials and structures for purposes including, but not limited to, energy absorption

Also Published As

Publication number Publication date
JP2019514784A (ja) 2019-06-06
WO2017186383A1 (de) 2017-11-02
JP6768833B2 (ja) 2020-10-14
EP3448757A1 (de) 2019-03-06

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102004017006B4 (de) Verfahren zum Errichten eines Turmes
DE3708764C2 (de) Ankerstange für einen Kunstharzklebeanker
EP3365565B1 (de) Verfahren zum festlegen eines spreizankers an einem substrat, bei dem eine aushärtbare masse in den ringraum um den spreizanker eingebracht wird
EP2633137B1 (de) Endverankerung von zuggliedern an stahlbetonträgern
DE60010751T2 (de) Böschungsstabilisierungsmittel
WO2002004766A2 (de) Turm aus spannbeton-fertigteilen
EP1905923A2 (de) Ankerstab und Anordnung zum Verstärken von bestehenden Bauteilen gegen Durchstanzen mit einem solchen Ankerstab
WO2014194951A1 (de) Besonders wartungsarme pfostenverankerung system züblin auf ingenieurbauwerken
EP2987595B1 (de) Anordnung zur Herstellung von Betonfertigteilen mit zumindest einer in dem Betonfertigteil eingebetteten Ankerschiene sowie Verfahren zur Herstellung von solchen Betonfertigteilen
DE3629030A1 (de) Vorrichtung zur fixierung roehrenfoermiger einbauteile
DE19733822A1 (de) Verfahren zum Einbauen und Spannen eines freigespannten Zugglieds und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
CH698304B1 (de) Drahtseilanker, insbesondere für Steinschlag- oder Lawinenschutzverbauungen.
EP2159354A1 (de) Vorrichtung zur Befestigung von Pfosten für Schutzwände
DE202009004831U1 (de) Bauwerkanker sowie Bauwerkankersystem
DE202010012930U1 (de) Bauwerkanker
EP3448757A1 (de) Verankerungsvorrichtung
CH702566B1 (de) Verfahren zum Erstellen eines Bauwerkes und Mauerwerk-Verankerungssystem.
DE19949839C1 (de) Montageträgersystem mit Einbauhilfe
AT525254B1 (de) Verankerung eines Bauwerkteils an einem ortsfesten Untergrund
EP2042657B1 (de) Vorrichtung zur Verankerung von Kappen am Überbau von Bauwerken
EP0330114A1 (de) In ein vorgebohrtes Loch einer mehrschaligen Gebaüdewand einzusetzender Injektionsanker
EP2507450B1 (de) Pfostenverankerung system züblin auf ingenieurbauwerken mit kugelscheiben-kegelpfannensystem
EP4301991B1 (de) Verfahren und system zum nivellieren eines in einem untergrund zu verankernden befestigungselements
EP3263787B1 (de) Fertigbetonbauteil, insbesondere fertigbetonplatte, transportanker für ein solches fertigbetonbauteil
EP1830002B1 (de) Gleiselement für Straßenbahnschienen und dergleichen

Legal Events

Date Code Title Description
REJ Rejection

Effective date: 20240615