AT519881A4 - Schienenfahrzeug - Google Patents

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AT519881A4
AT519881A4 ATA50511/2017A AT505112017A AT519881A4 AT 519881 A4 AT519881 A4 AT 519881A4 AT 505112017 A AT505112017 A AT 505112017A AT 519881 A4 AT519881 A4 AT 519881A4
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vehicle
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Halling Philipp
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Siemens Ag Oesterreich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F1/00Underframes
    • B61F1/08Details
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K5/00Apparatus for placing vehicles on the track; Derailers; Lifting or lowering rail vehicle axles or wheels

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  • Fittings On The Vehicle Exterior For Carrying Loads, And Devices For Holding Or Mounting Articles (AREA)
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Abstract

Schienenfahrzeug (1), umfassend ein Untergestell, wobei je Fahrzeugseite mindestens ein Träger (2) an dem Unterstell drehbar gelagert ist, welcher zwischen einer Ruheposition und einer Betriebsposition schwenkbar ist, und welcher an einem in der Betriebsposition ausgeschwenkten Ende einen Anhebepunkt des Schienenfahrzeugs (1) aufweist.

Description

Beschreibung
Schienenfahrzeug
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug.
Stand der Technik
Schienenfahrzeuge sind mit Anhebepunkten ausgestattet, an welchen sie ohne Gefahr der lokalen Strukturüberlastung anhebbar sind. Dies ist beispielsweise bei Arbeiten am
Fahrgestell erforderlich und erfolgt typischerweise in einer Schienenfahrzeugwerkstätte. Diese Werkstätten sind mit geeigneten Einrichtungen zum Anheben ausgestattet, welche an den dafür vorgesehenen Anhebepunkten angreifen. Im Gegensatz zu beispielsweise in KFZ Werkstätten gebräuchlichen
Hebebühnen weisen diese Anhebeeinrichtungen nur eine geringe bis keine Flexibilität in Hinsicht auf die gegebene Position der Anhebepunkte an dem anzuhebenden Fahrzeug auf. Soll somit ein anderes Fahrzeug angehoben werden, welches von der
Anhebeeinrichtung nicht umfasste Anhebepunkte aufweist, so kann es zu Beschädigungen der Fahrzeugstruktur kommen oder das Anheben ist gänzlich unmöglich. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn moderne Fahrzeuge zur Verbesserung der
Verformungseigenschaften bei einem Zusammenstoß mit weichen
Fahrzeugenden ausgestattet sind. Diese weichen Fahrzeugenden können die Gewichtskräfte des Fahrzeugs nicht in die Anhebeeinrichtung einleiten ohne dabei unzulässig verformt werden. Ein weiterer Fall können Fahrzeuge mit stirnseitigem Einzug (Verjüngung) sein, bei welchen ggf. an der von der
Anhebeeinrichtung vorgesehenen Anhebeposition gar kein
Bauteil des Schienenfahrzeugs angeordnet ist. Das dargestellte Problem ist mit geeigneten Adaptern an der
Anhebeeinrichtung lösbar, was jedoch im Betrieb unterschiedliche Nachteile mit sich bringt und deshalb möglichst vermieden wird.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Schienenfahrzeug anzugeben, welches mindestens einen an einem schwenkbaren Träger angeordneten Anhebepunkt aufweist.
Die Aufgabe wird durch ein Schienenfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche.
Dem Grundgedanken der Erfindung nach wird ein
Schienenfahrzeug mit einem Untergestell aufgebaut, bei welchem je Fahrzeugseite mindestens ein Träger an dem
Unterstell drehbar gelagert ist, welcher zwischen einer
Ruheposition und einer Betriebsposition schwenkbar ist, und welcher an einem in der Betriebsposition ausgeschwenkten Ende einen Anhebepunkt des Schienenfahrzeugs aufweist.
Solcherart ist der Vorteil erzielbar, ein Schienenfahrzeug mit Anhebepunkten auszustatten, welche an einer bestimmten
Position angeordnet sein sollen, unabhängig davon ob das
Schienenfahrzeug an dieser Position ein für die
Krafteinleitung geeignetes Strukturelement aufweist. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn neu zu beschaffende Fahrzeuge in einer Schienenfahrzeugwerkstatt angehoben werden sollen und diese mit einer inkompatiblen Hebeeinrichtung ausgestattet ist. Das erfindungsgemäße Fahrzeug erlaubt es, die Anhebepunkte an beliebigen, auch außerhalb der
Fahrzeugstruktur liegende Positionen anzuordnen.
Erfindungsgemäß ist das Schienenfahrzeug je Fahrzeugseite mit mindestens einem drehbar gelagerten Träger auszustatten, welcher zwischen einer Ruheposition und einer
Betriebsposition um eine Drehachse schwenkbar gelagert ist.
Diese Schwenkbewegung erfolgt dabei zwischen einer
Ruheposition, in welcher der Träger mit der Außenhaut des
Schienenfahrzeugs im Wesentlichen abschließt und einer
Betriebsposition. Dabei ist an dem in Betriebsposition ausgeschwenkten Ende des Trägers ein Anhebepunkt angeordnet.
Bei Schienenfahrzeugen mit in einem Untergestell angeordneten außenliegenden Längsträgern ist es besonders vorteilhaft, die Längsträger mit Ausnehmungen auszustatten, in welche die
Träger in ihrer Ruheposition eingeschwenkt sind. Dabei ist die Drehachse vertikal auszurichten, sodass der Träger in einer horizontalen Ebene schwenkt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, den Träger so auszuführen, dass das dem Ende mit dem Anhebepunkt abgewandte Ende in Betriebsposition in Richtung des
Wageninneren geschwenkt ist. Dazu ist die Drehachse im
Wesentlichen mittig der Längsausdehnung des Trägers vorzusehen, sodass ein erster Abschnitt des Trägers nach außen und ein zweiter Abschnitt des Trägers nach innen schwenkt. Dabei ist an dem Untergestell eine Konsole anzuordnen, welche bei ausgeschwenkten Träger mit dem zweiten, nach innen schwenkenden Abschnitt des Trägers in
Kontakt tritt und die bei einem Anhebevorgang des
Schienenfahrzeugs auftretenden Kräfte auf den Träger in das
Untergestell einleitet. Solcherart können die beim Anheben des Schienenfahrzeugs auftretenden Kräfte in einen Bereich der Fahrzeugstruktur mit besonders hoher Festigkeit, beispielsweise einem Hauptquerträger eingeleitet werden.
In weiterer Fortbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, den Träger in seiner Ruheposition mittels einer manuell lösbaren Blockiereinrichtung zu fixieren. Solcherart kann ein unbeabsichtigtes Lösen aus der Ruheposition verhindert werden und die mit einem unbeabsichtigten Ausschwenken des Trägers während der Fahrt verbundene Unfallgefahr abgewandt werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht eine
Kraftbetätigung der Schwenkbewegung des Trägers vor. Dazu sind geeignete Antriebsmittel vorzusehen, welche ein entsprechendes Drehmoment auf den Träger einwirken lassen, sodass er zwischen seiner Ruhe- und seiner Betriebsposition schwenkbar ist. Dies kann beispielsweise mittels eines elektrischen oder pneumatischen Antriebs erfolgen. Es ist besonders vorteilhaft, eine Erkennung der aktuellen Position des Trägers vorzusehen und damit bestimmte Schalthandlungen vorzunehmen, beispielsweise eine Blockierung des Antriebs des Schienenfahrzeugs bei ausgeschwenkten Trägern.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, den ausschwenkbaren Träger zusammen mit der Schwenklagerung und einem geeigneten Gehäuse als funktionelles Modul auszuführen und dieses in eine entsprechende Ausnehmung an einem Längsträger eines Schienenfahrzeugs einzubringen und unlösbar, beispielsweise mittels Schweißens, mit dem Längsträger zu verbinden. Dadurch kann die Fertigung einen Schienenfahrzeugs mit einem ausschwenkbaren Träger vereinfacht werden, da an dem Untergestell nur eine
Ausnehmung an einem Längsträger vorzusehen ist und die
Schwenklagerung an einem eigenen Bauteil, dem Gehäuse angeordnet ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Es zeigen beispielhaft:
Fig.1 Schienenfahrzeug an einer Hebeeinrichtung.
Fig.2 Schienenfahrzeug mit Anhebepunkt, Ruheposition.
Fig.3 Schienenfahrzeug mit Anhebepunkt, Betriebsposition.
Fig.4 Längsträger mit ausschwenkbarem Träger, Ruheposition.
Fig.5 Längsträger mit ausschwenkbarem Träger,
Betriebsposition.
Fig.6 Längsträger mit ausschwenkbarem Träger, Querschnitt.
Ausführung der Erfindung
Fig.1 zeigt beispielhaft und schematisch ein Schienenfahrzeug an einer Hebeeinrichtung. Es ist ein Schienenfahrzeug 1 dargestellt, welches von einer Hebeeinrichtung 3 angehoben werden soll. Dabei ist der Fall dargestellt, dass ein zu einer bestimmten Hebeeinrichtung 3 inkompatibles
Schienenfahrzeug 1 keine für die gegebene Hebeeinrichtung 3 geeigneten Anhebepunkte umfasst. Das Schienenfahrzeug 1 weist im Untergestell zwei außenliegende Längsträger 4 auf, welche untereinander mittels zweier Hauptquerträger 7 verbunden sind. Weitere Bauteile des Schienenfahrzeugs 1 sind nicht dargestellt, insbesondere auch da nur die genannten Bauteile für die Einleitung der beim Anheben auftretenden Kräfte geeignet sind. Das Schienenfahrzeug 1 weist an einer
Stirnseite einen Einzug auf, sodass der Längsträger 4 in diesem Bereich nicht an die Hebeeinrichtung 3 heranreicht und somit ein Anheben unmöglich macht.
Fig.2 zeigt beispielhaft und schematisch Schienenfahrzeug mit Anhebepunkt in Ruheposition. Es ist ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug 1 dargestellt, welches einen schwenkbaren Träger 2 umfasst, der innerhalb eines Längsträgers 4 angeordnet ist. Dieser Träger 2 ist um eine vertikal orientierte Schwenkachse 6 drehbar gelagert. In gezeigtem
Ausführungsbeispiel ist der Träger 2 in seiner Ruheposition dargestellt, wobei er nicht aus dem Längsträger 4 herausragt. Es ist zur Vereinfachung der Darstellung beispielhaft ein einzelner Träger 2 gezeigt, praktische Ausführungen können je Fahrzeugseite einen oder mehrere Träger 2 aufweisen. An einem Hauptquerträger 7 ist eine Konsole 5 angeordnet, welche bei Betriebsposition des Trägers 2 (Fig.3) den Träger 2 abstützt und die Gewichtskräfte in das Schienenfahrzeug 1 einleitet.
Fig.3 zeigt beispielhaft und schematisch Schienenfahrzeug mit Anhebepunkt in Betriebsposition. Es ist das Ausführungsbeispiel aus Fig.2 dargestellt, wobei der Träger 2 sich in seiner Betriebsposition befindet. Dabei ist der Träger 2 um seine Schwenkachse 6 so gedreht, dass der an einem seiner Enden vorgesehene Anhebepunkt über der Hebeeinrichtung 3 liegen kommt. Das weitere Ende des Trägers 2 ist dabei in Kontakt mit der Konsole 5.
Fig.4 zeigt beispielhaft und schematisch einen Längsträger mit einem ausschwenkbaren Träger in Ruheposition. Es ist eine Schrägansicht auf einen Längsträger 4 dargestellt, welcher eine Ausnehmung 8 aufweist, innerhalb welcher ein Träger 2 um eine Schwenkachse 6 drehbar angeordnet ist.
Fig.5 zeigt beispielhaft und schematisch einen Längsträger mit einem ausschwenkbaren Träger in Betriebsposition. Es ist der Längsträger 4 aus Fig.4 dargestellt, wobei der in der Ausnehmung 8 drehbar gelagerte Träger 2 in seiner
Betriebsposition befindlich ist. Dabei ragt ein Abschnitt des Trägers 2 nach außen und ist mit einem Anhebepunkt ausgestattet, an welchem eine Hebeeinrichtung ansetzen kann. Ein zweiter Abschnitt des Trägers 2 ragt dabei in das Fahrzeuginnere und kann mit einer geeigneten Konsole zusammenwirkend die Gewichtskräfte in die Fahrzeugstruktur einleiten.
Fig.6 zeigt beispielhaft und schematisch einen Längsträger mit einem ausschwenkbaren Träger in einem Querschnitt. Es ist ein Schnitt normal zur Längsrichtung eines Längsträgers 4 dargestellt, in welchem ein schwenkbar gelagerter Träger 2 angeordnet ist. Der Träger 2 ist um eine vertikal orientierte Schwenkachse 6 gelagert. In gezeigtem Ausführungsbeispiel ist der Träger 2 in seiner Betriebsposition befindlich und so geschwenkt, dass er gleichzeitig mit einer Hebeeinrichtung 3 und einer Konsole 5 in Kontakt tritt. Die Konsole 5 ist fest mit einem geeigneten Strukturelement des Schienenfahrzeugs, vorzugsweise einem Hauptquerträger verbunden und zur
Einleitung der Gewichtskräfte des Fahrzeugs geeignet.
Solcherart ist der Träger 2 während des Anhebevorgangs auf
Biegung beansprucht. Die Kräfte auf die Lagerung des Trägers 2 in dem Längsträger 4 und auf die Konsole ergeben sich aus dem Fahrzeuggewicht entsprechend der Hebelgesetze.
Liste der Bezeichnungen 1 Schienenfahrzeug 2 Träger 3 Hebeeinrichtung 4 Längsträger 5 Konsole 6 Schwenkachse 7 Hauptquerträger 8 Ausnehmung

Claims (6)

  1. Patentansprüche
    1. Schienenfahrzeug (1), umfassend ein Untergestell, dadurch gekennzeichnet, dass je Fahrzeugseite mindestens ein Träger (2) an dem Unterstell drehbar gelagert ist, welcher zwischen einer Ruheposition und einer Betriebsposition schwenkbar ist, und welcher an einem in der Betriebsposition ausgeschwenkten Ende einen Anhebepunkt des Schienenfahrzeugs (1) aufweist.
  2. 2. Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 1 umfassend ein Untergestell, dadurch gekennzeichnet, dass das Untergestell mit außenliegenden Längsträgern (4) ausgeführt ist, welche Ausnehmungen (8) aufweisen, in welche die Träger (2) in ihrer Ruheposition eingeschwenkt sind.
  3. 3. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Untergestell eine Konsole (5) angeordnet ist, welche bei ausgeschwenktem Träger (2) mit dem Träger (2) in Kontrakt tritt und die bei einem Anhebevorgang des Schienenfahrzeugs (1) auftretenden Kräfte auf den Träger (2) in das Untergestell einleitet.
  4. 4. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) in seiner Ruheposition mittels einer manuell lösbaren Blockiereinrichtung fixiert ist.
  5. 5. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (6) des Trägers (2) vertikal orientiert ist.
  6. 6. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung des Trägers (2) zwischen der Ruhe-und der Betriebsposition mittels eines Kraftantriebs bewirkt ist.
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