AT519883B1 - Befestigungsaufbau für ein Gebäude mit einer Attika - Google Patents

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AT519883B1 ATA50363/2017A AT503632017A AT519883B1 AT 519883 B1 AT519883 B1 AT 519883B1 AT 503632017 A AT503632017 A AT 503632017A AT 519883 B1 AT519883 B1 AT 519883B1
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Abstract

Befestigungsaufbau für ein Gebäude (1) mit einer Attika (2), umfassend zumindest eine Attikaplatte (3), die über zumindest einen Träger (4) an einer Decke (5a) des Gebäudes (1) befestigt ist, wobei eine Trägerplatte (6) vorgesehen ist, deren Oberkante (7) eine homogene Auflagefläche zur Montage der Attikaplatte (3) bildet, wobei die Trägerplatte (6) über den Träger (4) sowohl mit der Decke (5a), als auch mit einer Wand (5b) des Gebäudes (1) fest verbunden ist.

Description

Beschreibung
BEFESTIGUNGSAUFBAU FÜR EIN GEBÄUDE MIT EINER ATTIKA
[0001] Die Erfindung betrifft einen Befestigungsaufbau für ein Gebäude mit einer Attika sowie ein Verfahren zur Erstellung einer Attika.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind derartige Befestigungsaufbauten und auch Verfahren zur Erstellung einer Attika mit Attikaplatten bekannt.
[0003] So zeigt die EP 2 725 164 A2 einen Befestigungsaufbau für ein Gebäude mit einer Attika umfassend eine Attikaplatte, die über einen L-förmigen Träger an einer Decke des Gebäudes befestigt ist. Es ist grundsätzlich auch bekannt, unter der Attikaplatte eine Trägerplatte vorzusehen, deren Oberkante eine homogene Auflagefläche zum Aufsetzen der Attikaplatte bildet. Eine derartige zweiteilige Ausführung der Attika hat den Grund, dass die in der Regel betonierte Decke meist eine inhomogene Oberfläche aufweist, sodass ein einfaches Aufsetzen der Attikaplatten auf die Decke zu einem ungleichmäßigen Erscheinungsbild führen würde.
[0004] Die bekannten Befestigungsaufbauten leiden jedoch darunter, dass die Stabilität des Befestigungsaufbaus entscheidend von der Materialqualität, Befestigung und Anzahl der Träger abhängt. Die Attikaplatten stützen sich bei den Konstruktionen aus dem Stand der Technik zur Gänze an den Trägern ab, sodass großflächige Attika-Aufbauten aus statischen Gründen und aus Gründen der abzutragenden Windlast nicht möglich sind oder den Einsatz von zahlreichen ausreichend dimensionierten Trägern erfordern.
[0005] Diese und andere Probleme gattungsgemäßer Befestigungsaufbauten werden durch einen Befestigungsaufbau gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Trägerplatte über den Träger sowohl mit der Decke, als auch mit einer Wand des Gebäudes fest verbunden ist. Indem nicht nur der Träger, sondern die gesamte Trägerplatte mit der Decke und auch mit der Wand des Gebäudes fest verbunden ist, ergibt sich eine besonders gute Stabilität des Befestigungsaufbaus, sodass auch großflächige Attika-Auf bauten errichtet werden können. Durch die zweiteilige Ausführung mit Attikaplatte und Trägerplatte ergibt sich weiters der bekannte Vorteil, dass ein einfaches Aufsetzen der Attikaplatten auf die Trägerplatten möglich ist.
[0007] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Träger in die Wand und auch in die Decke des Gebäudes einbetoniert und vorzugsweise mit der Trägerplatte verschraubt ist. Durch das Einbetonieren des Trägers in die Wand und in die Decke ergibt sich eine besonders stabile Verbindung, im Gegensatz zu bekannten Ausführungsformen, bei denen der Träger auf die Decke geschraubt wird.
[0008] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Trägerplatte mit einer Außenfläche der Wand bündig abschließt. Dadurch wird ein besonders homogenes optisches Erscheinungsbild gewährleistet. Außerdem wird dadurch das lückenlose Anbringen weiterer Fassadenelemente oder Dämmschichten erleichtert. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass die Trägerplatte schon beim Betonieren der Wand und Decke an den verwendeten Schalungsplatten angeordnet wird.
[0009] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Träger einen ersten Schenkel, einen im Wesentlichen parallel zum ersten Schenkel verlaufenden zweiten Schenkel sowie einen im Wesentlichen normal zum ersten Schenkel und zweiten Schenkel verlaufenden Grundkörper aufweist, wobei der erste Schenkel in die Wand einbetoniert ist, der zweite Schenkel in die Decke einbetoniert ist, und sowohl die Trägerplatte, als auch die Attikaplatte am über die Decke hinausragenden Grundkörper befestigt, vorzugsweise angeschraubt, ist.
[0010] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass eine Oberkante der Trägerplatte eine Oberkante der Decke geringfügig, vorzugsweise um das ein- bis fünf-fache der Dicke der Trägerplatte, überragt. Dadurch wird erreicht, dass eine definierte Oberkante zum Auflegen der
Attikaplatte erzeugt wird, die jedoch die Oberkante der Decke nur geringfügig überragt, sodass eine stabile Fixierung der Trägerplatte an der Decke und Wand gewährleistet bleibt.
[0011] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper des Trägers eine Oberkante der Decke vorzugsweise um das 0,8- bis 2-fache der Dicke der Decke überragt. Dadurch wird der Attikaplatte ausreichend Fläche zur Fixierung an den Trägern geboten. Erfindungsgemäß kann insbesondere vorgesehen sein, dass die der Grundkörper wesentlich länger ist als der erste oder zweite Schenkel, insbesondere um einen Faktor von 5 bis 15 länger. Da der erste und zweite Schenkel in Wand und Decke einbetoniert sind, müssen diese nicht besonders lang sein, um eine ausreichende Stabilität des Grundkörpers zu gewährleisten.
[0012] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Dicke der Trägerplatte und vorzugsweise auch die Dicke der Attikaplatte etwa 8mm bis etwa 30mm, vorzugsweise etwa 20mm, beträgt. Durch diese schmale Ausführung der Attikaplatte und der Trägerplatte wird wenig Platz auf Wand und Decke verbraucht. Außerdem wird durch die schmale Ausführung der Trägerplatte gewährleistet, dass beim Einbetonieren der Trägerplatte in die Wand und Decke die Trägerplatte nicht in Berührung mit allfällig vorgesehenen Bewehrungen gerät. Dies wäre mit den üblichen, wesentlich dickeren Attikaplatten ein Problem, da die Bewehrung den Platten im Weg sein würde.
[0013] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Trägerplatte und vorzugsweise auch die Attikaplatte frei von Zement ist, jedoch magnesiumhaltig und feuerbeständig ist. Die Platten können einseitig oder beidseitig mit Glasgittergewebe kaschiert sein. Die Platten können insbesondere einen Holzanteil von unter 10%, beispielsweise 6%, aufweisen. Als Platten können beispielsweise die von der Slavonia Baubedarf GmbH unter der Bezeichnung UNIBOARD vertriebenen Platten verwendet werden.
[0014] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass auf einer Stirnseite der Attikaplatte zumindest eine geneigte Abdeckplatte vorgesehen ist, die mit der Attikaplatte über einen Attikapfosten verbunden ist und vorzugsweise eine Blechabdeckung trägt. Die Verwendung eines Attikapfostens bietet dabei den Vorteil, dass allfällige kleinere Höhenunterschiede zwischen aneinanderstoßenden Attikaplatten im Bereich von 1cm - 2cm ausgeglichen werden können.
[0015] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass auf der Außenseite der Trägerplatte und der Attikaplatte eine vertikale Dämmschicht und auf der Außenseite der Decke eine horizontale Dämmschicht angeordnet ist.
[0016] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zur Erstellung einer Attika. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst zumindest die folgenden Schritte: [0017] Zunächst werden Schalungsplatten zur Bildung eines ersten Schalungsraums zur Errichtung, insbesondere Betonierung, einer Wand angeordnet. Danach wird auf einer definierten Höhe an der Innenseite einer Schalungsplatte eine mit zumindest einem Träger versehene Trägerplatte derart angebracht, dass zumindest ein erster Schenkel des Trägers in den ersten Schalungsraum ragt. Danach wird der erste Schalungsraum insbesondere mit Beton derart gefüllt, dass der erste Schenkel des Trägers bedeckt wird und zumindest ein zweiter Schenkel des Trägers frei bleibt.
[0018] Danach wird ein zweiter Schalungsraum zur Errichtung, insbesondere Betonierung, einer Decke derart gebildet, dass der zweite Schenkel des Trägers in den zweiten Schalungsraum ragt. Die Trägerplatte übernimmt dabei die Funktion einer Schalung. Danach wird der zweite Schalungsraum insbesondere mit Beton derart gefüllt, dass der zweite Schenkel des Trägers bedeckt wird.
[0019] Schließlich wird zumindest eine Attikaplatte an einem, eine Oberkante der Decke überragenden Grundkörper des Trägers befestigt.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass die Trägerplatte über den Träger sowohl mit der Decke, als auch mit einer Wand des Gebäudes fest verbunden ist.
[0021] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Trägerplatte derart an der Innenseite der außenliegenden Schalungsplatte angeordnet wird, dass die Trägerplatte nach Entfernung der Schalungsplatten eine homogene Auflagefläche zur Befestigung der Attikaplatte bildet und über den Träger sowohl mit der Decke, als auch mit der Wand des Gebäudes fest verbunden ist. Indem nicht nur der Träger, sondern die gesamte Trägerplatte mit der Decke und auch mit der Wand des Gebäudes fest verbunden ist, ergibt sich eine besonders gute Stabilität des Befestigungsaufbaus, sodass auch großflächige Attika-Auf bauten errichtet werden können.
[0022] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass vor dem Anbringen der Trägerplatte an die Schalungsplatte der Träger auf einer definierten Position derart an die Trägerplatte geschraubt oder auf andere Weise befestigt wird, dass nach der Errichtung der Decke der Grundkörper des Trägers eine Oberkante der Decke vorzugsweise um das 0,8- bis 2-fache der Dicke der Decke überragt. Dadurch kann eine besonders stabile Befestigung der Attikaplatte an den Trägern erreicht werden.
[0023] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Trägerplatte derart an der Schalungsplatte angeordnet wird, dass nach der Errichtung der Decke eine Oberkante der Trägerplatte eine Oberkante der Decke geringfügig, vorzugsweise um das ein- bis fünf-fache der Dicke der Trägerplatte, überragt. Dadurch wird erreicht, dass die Oberkante der Trägerplatte eine definierte Auflagefläche für die Attikaplatte bildet.
[0024] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass auf der Außenseite der Trägerplatte und der Attikaplatte eine vertikale Dämmschicht und auf der Außenseite der Decke eine horizontale Dämmschicht angeordnet wird.
[0025] Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung der Ausführungsbeispiele und den Zeichnungen.
[0026] Die Erfindung wird im Folgenden an Hand nicht ausschließlicher Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0027] Fig. 1a zeigt eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Befestigungsaufbaus in einer Seitenansicht.
[0028] Fig. 1b zeigt eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Befestigungsaufbaus entlang der Linie B-B der Fig. 1a.
[0029] Fig. 2a - 2c zeigen Ansichten des erfindungsgemäßen Befestigungsaufbaus während aufeinanderfolgender Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0030] Fig. 1a zeigt eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Befestigungsaufbaus in einer Seitenansicht. Gezeigt ist ein Befestigungsaufbau für ein Gebäude 1 mit einer Attika 2. Eine Attikaplatte 3 ist über einen Träger 4 an einer Decke 5a des Gebäudes 1 befestigt, wobei unterhalb der Attikaplatte 3 eine Trägerplatte 6 vorgesehen ist. Die Oberkante 7 der Trägerplatte 6 bildet eine homogene Auflagefläche zur Montage der Attikaplatte 3. Die Trägerplatte 6 ist über den Träger 4 sowohl mit der Decke 5a, als auch mit einer Wand 5b des Gebäudes 1 fest verbunden. Dies wird dadurch erreicht, dass sowohl der Träger 4, als auch die Trägerplatte 6 in die Wand 5b und Decke 5a des Gebäudes 1 einbetoniert sind. Die Trägerplatte 6 ist außerdem mit dem Träger 4 verschraubt. Die Attikaplatte 3 ist mit einem ausgedehnten Grundkörper 4c des Trägers 4 verschraubt.
[0031] Indem die Trägerplatte 6 in die Wand 5b und Decke 5a einbetoniert ist, wird erreicht, dass die Trägerplatte 6 mit der Außenfläche der Wand 5b bündig abschließt.
[0032] Der Träger 4 hat einen im Wesentlichen F-förmigen Querschnitt und weist einen ersten Schenkel 4a, einen im Wesentlichen parallel zum ersten Schenkel verlaufenden zweiten Schenkel 4b, sowie einen im Wesentlichen normal zum ersten Schenkel 4a und zweiten Schenkel 4b verlaufenden Grundkörper 4c auf. Der erste Schenkel 4a ist in die Wand 5b einbetoniert. Der zweite Schenkel 4b ist in die Decke 5a einbetoniert. Sowohl die Trägerplatte 6, als auch die Attikaplatte 3 sind am über die Oberkante der Decke 5a hinausragenden Grundkörper 4c angeschraubt.
[0033] Die Oberkante 7 der Trägerplatte 6 überragt die Oberkante 8 der Decke 5a geringfügig, nämlich im vorliegenden Ausführungsbeispiel etwa um das 1,5 - fache der Dicke der Trägerplatte 6. Dadurch wird eine definierte und stabile Auflagefläche für die Attikaplatte 3 erzeugt.
[0034] Der Grundkörper 4c des Trägers 4 überragt die Oberkante 8 der Decke 5a wesentlich, nämlich etwa um das 1,5 - fache der Dicke der Decke 5a. Somit ist ausreichend Fläche zur Befestigung der Attikaplatte 3 am Träger 4 gegeben.
[0035] Die Trägerplatte 6 und die Attikaplatte 3 weisen dieselbe Dicke auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt diese Dicke etwa 20mm. Die Trägerplatte 6 und die Attikaplatte 3 sind frei von Zement und weisen einen Holzanteil von unter 10%, nämlich etwa 6%, auf, sind jedoch magnesiumhaltig und feuerbeständig.
[0036] Auf der oberen Stirnseite der Attikaplatte 3 ist eine geneigte Abdeckplatte 9 vorgesehen, die mit der Attikaplatte 3 über einen Attikapfosten 10 verbunden ist und eine Blechabdeckung 11 trägt. Auf der Außenseite der Trägerplatte 6 und der Attikaplatte 3 ist eine vertikale Dämmschicht 12a und auf der Außenseite der Decke 5a eine horizontale Dämmschicht 12b angeordnet.
[0037] Fig. 1b zeigt eine Schnittdarstellung des erfindungsgemäßen Befestigungsaufbaus entlang der Linie B-B der Fig. 1a. Es ist ersichtlich, dass mehrere Attikaplatten 3 nebeneinander angeordnet sind, wobei für jede Attikaplatte 3 in diesem Ausführungsbeispiel zwei voneinander beabstandet angeordnete Träger 4 vorgesehen sind. Zwischen den Trägern ist die Trägerplatte 6 in direktem Kontakt mit der betonierten Decke 5a und Wand 5b.
[0038] Fig. 2a - 2c zeigen Ansichten des erfindungsgemäßen Befestigungsaufbaus während aufeinanderfolgender Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0039] Gemäß der Darstellung in Fig. 2a werden zunächst vertikale Schalungsplatten zur Bildung eines ersten Schalungsraums 13a zur Betonierung einer Wand 5b angeordnet.
[0040] Die Trägerplatte 6 wird derart an der Innenseite der außenliegenden Schalungsplatte angeschraubt oder auf andere Weise befestigt, dass die Trägerplatte 6 nach Entfernung der Schalungsplatten eine homogene Auflagefläche zur Befestigung der Attikaplatte 3 bildet.
[0041] Die Trägerplatte wird insbesondere derart an der Schalungsplatte angeordnet, dass nach der Errichtung der Decke 5a eine Oberkante 7 der Trägerplatte 6 eine Oberkante 8 der Decke 5a geringfügig, vorzugsweise um das ein- bis fünf-fache der Dicke der Trägerplatte 6, überragt. Zu diesem Zweck kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Unterkante der Trägerplatte 6 etwa 15cm bis 40cm beabstandet vom oberen Rand der Schalungsplatte an der Schalungsplatte montiert wird.
[0042] Vor dem Anbringen der Trägerplatte 6 an die Innenseite der Schalungsplatte wird der Träger 4 auf einer definierten Position derart an die Trägerplatte 6 geschraubt, dass nach Fertigstellung der Grundkörper 4c des Trägers 4 eine Oberkante 8 der Decke 5a vorzugsweise um das 0,8- bis 2-fache der Dicke der Decke 5a überragt. Zu diesem Zweck kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Träger 4 in einem Abstand von 5cm bis 10cm vom unteren Rand an der Trägerplatte 6 montiert wird.
[0043] Die mit zumindest einem Träger 4 versehene Trägerplatte 6 wird auf einer definierten Höhe an der Innenseite einer Schalungsplatte derart angeschraubt, dass zumindest ein erster Schenkel 4a des Trägers 4 in den ersten Schalungsraum 13a ragt.
[0044] Danach wird der erste Schalungsraum 13a insbesondere mit Beton derart gefüllt, dass der erste Schenkel 4a des Trägers bedeckt wird und zumindest ein zweiter Schenkel 4b des Trägers 4 frei bleibt. Diese Situation ist in Fig. 2a schematisch dargestellt.
[0045] Nach Aushärten der Wand 5b werden die Schalungsplatten entfernt, und es wird ein zweiter Schalungsraum 13b zur Betonierung der Decke 5a derart aufgebaut, dass der zweite Schenkel 4b des Trägers 4 in den zweiten Schalungsraum 13b ragt. Diese Situation ist in Fig. 2b schematisch dargestellt. Die Trägerplatte 6 bildet einen Teil der Schalung bzw. übernimmt die Funktion einer Schalung. Danach wird der zweite Schalungsraum 13b mit Beton derart gefüllt, dass der zweite Schenkel 4b bedeckt wird.
[0046] Diese Situation ist in Fig. 2c schematisch dargestellt. Schließlich wird zumindest eine Attikaplatte 3 an dem, die Oberkante 8 der Decke 5a überragenden Grundkörper 4c des Trägers 4 befestigt, insbesondere angeschraubt. Dabei kann die trotz unebenem Deckenverlauf homogen verlaufende Oberkante 7 der Trägerplatte 6 als Auflagefläche genutzt werden.
[0047] Die Erfindung beschränkt sich nicht auch die gezeigten Ausführungsbeispiele sondern umfasst sämtliche Vorrichtungen und Verfahren im Rahmen der nachfolgenden Patentansprüche.
BEZUGSZEICHENLISTE 1 Gebäude 2 Attika 3 Attikaplatte 4 Träger 4a Erster Schenkel 4b Zweiter Schenkel 4c Grundkörper 5a Decke 5b Wand 6 T rägerplatte 7 Oberkante der Trägerplatte 8 Oberkante der Decke 9 Abdeckplatte 10 Attikapfosten 11 Blechabdeckung 12a Vertikale Dämmschicht 12b Horizontale Dämmschicht 13a Erster Schalungsraum 13b Zweiter Schalungsraum

Claims (15)

  1. Patentansprüche
    1. Befestigungsaufbau für ein Gebäude (1) mit einer Attika (2), umfassend zumindest eine Attikaplatte (3), die über zumindest einen Träger (4) an einer Decke (5a) des Gebäudes (1) befestigt ist, wobei eine Trägerplatte (6) vorgesehen ist, deren Oberkante (7) eine homogene Auflagefläche zur Montage der Attikaplatte (3) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (6) über den Träger (4) sowohl mit der Decke (5a), als auch mit einer Wand (5b) des Gebäudes (1) fest verbunden ist.
  2. 2. Befestigungsaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) in die Wand (5b) und vorzugsweise auch in die Decke (5a) des Gebäudes (1) einbetoniert und vorzugsweise mit der Trägerplatte (6) verschraubt ist.
  3. 3. Befestigungsaufbau nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (6) mit einer Außenfläche der Wand (5b) bündig abschließt.
  4. 4. Befestigungsaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (4) einen ersten Schenkel (4a), einen im Wesentlichen parallel zum ersten Schenkel verlaufenden zweiten Schenkel (4b) sowie einen im Wesentlichen normal zum ersten Schenkel (4a) und zweiten Schenkel (4b) verlaufenden Grundkörper (4c) aufweist, wobei der erste Schenkel (4a) in die Wand (5b) einbetoniert ist, der zweite Schenkel (4b) in die Decke (5a) einbetoniert ist, und sowohl die Trägerplatte (6), als auch die Attikaplatte (3) am über die Decke (5a) hinausragenden Grundkörper (4c) befestigt, vorzugsweise angeschraubt, sind.
  5. 5. Befestigungsaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberkante (7) der Trägerplatte (6) eine Oberkante (8) der Decke (5a) geringfügig, vorzugsweise um das ein- bis fünf-fache der Dicke der Trägerplatte (6), überragt.
  6. 6. Befestigungsaufbau nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (4c) eine Oberkante (8) der Decke (5a) vorzugsweise um das 0,8- bis 2-fache der Dicke der Decke (5a) überragt.
  7. 7. Befestigungsaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Trägerplatte (6) und vorzugsweise auch die Dicke der Attikaplatte (3) etwa 8mm bis etwa 30mm, vorzugsweise etwa 20mm, beträgt.
  8. 8. Befestigungsaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (6) und vorzugsweise auch die Attikaplatte (3) frei von Zement ist, einen Holzanteil von unter 10% aufweist, sowie magnesiumhaltig und feuerbeständig ist.
  9. 9. Befestigungsaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Stirnseite der Attikaplatte (3) zumindest eine geneigte Abdeckplatte (9) vorgesehen ist, die mit der Attikaplatte (3) über einen Attikapfosten (10) verbunden ist und vorzugsweise eine Blechabdeckung (11) trägt.
  10. 10. Befestigungsaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenseite der Trägerplatte (6) und der Attikaplatte (3) eine vertikale Dämmschicht (12a) und auf der Außenseite der Decke (5a) eine horizontale Dämmschicht (12b) angeordnet ist.
  11. 11. Verfahren zur Erstellung einer Attika (2), umfassend die folgenden Schritte: a. Anordnung von Schalungsplatten zur Bildung eines ersten Schalungsraums (13a) zur Errichtung, insbesondere Betonierung, einer Wand (5b), b. Anbringen einer mit zumindest einem Träger (4) versehenen Trägerplatte (6) auf einer definierten Höhe an der Innenseite einer Schalungsplatte derart, dass zumindest ein erster Schenkel (4a) des Trägers (4) in den ersten Schalungsraum (13a) ragt, c. Füllen des ersten Schalungsraums (13a) insbesondere mit Beton derart, dass der erste Schenkel (4a) bedeckt wird und zumindest ein zweiter Schenkel (4b) des Trägers (4) frei bleibt, d. Bildung eines zweiten Schalungsraums (13b) zur Errichtung, insbesondere Betonie rung, einer Decke (5a) derart, dass der zweite Schenkel (4b) in den zweiten Schalungsraum (13b) ragt, e. Füllen des zweiten Schalungsraums (13b) insbesondere mit Beton derart, dass der zweite Schenkel (4b) bedeckt wird, f. Befestigen zumindest einer Attikaplatte (3) an einem, eine Oberkante (8) der Decke (5a) überragenden Grundkörper (4c) des Trägers (4).
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (6) derart an der Innenseite der außenliegenden Schalungsplatte angeordnet wird, dass die Trägerplatte (6) nach Entfernung der Schalungsplatten eine homogene Auflagefläche zur Befestigung der Attikaplatte (3) bildet und über den Träger (4) sowohl mit der Decke (5a), als auch mit der Wand (5b) des Gebäudes (1) fest verbunden ist.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Anbringen der Trägerplatte (6) an die Schalungsplatte der Träger (4) auf einer definierten Position derart an die Trägerplatte (6) geschraubt wird, dass nach der Errichtung der Decke (5a) der Grundkörper (4c) des Trägers (4) eine Oberkante (8) der Decke (5a) vorzugsweise um das 0,8- bis 2-fache der Dicke der Decke (5a) überragt.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (6) derart an der Schalungsplatte angeordnet wird, dass nach der Errichtung der Decke (5a) eine Oberkante (7) der Trägerplatte (6) eine Oberkante (8) der Decke (5a) geringfügig, vorzugsweise um das ein- bis fünf-fache der Dicke der Trägerplatte (6), überragt.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Außenseite der Trägerplatte (6) und der Attikaplatte (3) eine vertikale Dämmschicht (12a) und auf der Außenseite der Decke (5a) eine horizontale Dämmschicht (12b) angeordnet wird. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT522149A4 (de) * 2019-03-13 2020-09-15 Hilscher Sebastian Bausatz für einen brüstungsaufbau an einem gebäude

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3203199A1 (de) * 1982-01-30 1983-08-04 Baum, Otto, 6274 Hünstetten Aufbau eines flachdachrandes
EP1736608A1 (de) * 2005-06-22 2006-12-27 MAAG, Ulrich Dachrandeement

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