AT519919A1 - Aufwickelhilfe für einen zylindrischen Lockenstab - Google Patents

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AT519919A1 ATA50346/2017A AT503462017A AT519919A1 AT 519919 A1 AT519919 A1 AT 519919A1 AT 503462017 A AT503462017 A AT 503462017A AT 519919 A1 AT519919 A1 AT 519919A1
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Abstract

Aufwickelhilfe für zylindrischen Lockenstab, bestehend aus einer wärmeisolierenden zylindrischen Hülse (1), deren Mantel (5) an einer ihrer beiden Stirnseiten (3, 4) einen in Hülsenlängsrichtung erstreckten Fortsatz (6) aufweist, von dessen Ende eine im Wesentlichen U-förmige, dem Hülsenprofil im Wesentlichen angepasste Kralle (7) absteht. Zwischen der Kralle (7) und der Stirnseite (3) der Hülse (1) kann vom Fortsatz (6) wenigstens ein etwa der Kontur des Mantels (5) der Hülse (1) folgendes Armpaar (11) abstehen. Die Hülse (1) kann einen Längsschlitz (2) aufweisen.

Description

Aufwickelhilfe für zylindrischen Lockenstab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufwickelhilfe für einen zylindrischen Lockenstab.
Es gibt unterschiedlichste Lockenstäbe, die meist elektrisch beheizt sind und eine Betriebstemperatur von 80 - 250°C aufweisen. Der einfachste Lockenstab ist zylindrisch. Zur Lockenbildung wird eine trockene Kopfhaarsträhne beginnend vom Haaransatz etwa schraubenlinienförmig um den Lockenstab gewunden. Nach einer gewünschten Einwirkungsdauer wird der Lockenstab aus der geformten Locke etwa in Längsrichtung herausgezogen. Wegen der hohen Temperaturen ist das Hantieren mit Verbrennungsgefahr verbunden, auch wenn - wie üblich - zumindest ein Schutzhandschuh zur Verfügung steht. Aus Vorsicht erfolgt daher das Aufwickeln der Haarsträhnen nicht immer straff und gleichmäßig, sodass die entstehende Locke mitunter nicht den ästhetischen Vorstellungen entspricht; insbesondere die Haarspitzen bleiben meist glatt.
Ziel der Erfindung ist daher eine Aufwickelhilfe, die einerseits ein gleichmäßiges Umwinden von Haarsträhnen gewährleistet, anderseits die Hand der Bedienperson vor Verbrennungen schützt.
Dieses Ziel wird mit einer Aufwickelhilfe erreicht, die gekennzeichnet ist durch eine wärmeisolierende zylindrische Hülse, deren Mantel an einer ihrer beiden Stirnseiten einen in Hülsenlängsrichtung erstreckten Fortsatz aufweist, von dessen Ende eine im Wesentlichen U-förmige, dem Hülsenprofil im Wesentlichen angepasste Kralle absteht.
Zur Lockenbildung ist die erfindungsgemäße Aufwickelhilfe auf einen zylindrischen Lockenstab zu schieben und eine Haarsträhne im Bereich des Haaransatzes etwas schräg in Bezug zur Hülsenlängsrichtung in der Kralle zu verankern. Danach ist die zylindrische Hülse zu drehen und je nach gewünschter Lockensteigung vom Lockenstab abzuziehen, sodass die Haarsträhne zwischen der Aufwickelhilfe und dem Lockenstab schraublinienförmig eingeklemmt wird. Dadurch ist gewährleistet, dass die Locke nicht nur etwa konstanten Durchmesser aufweist, sondern dass auch die Haarspitzen die Krümmung der restlichen Locke erfahren. Die Wärmeisolation der zylindrischen Hülse schließt weiters eine Verbrennungsgefahr aus, sodass sich ein Schutzhandschuh erübrigt.
Als Material für die Aufwickelhilfe kommt in erster Linie ein Hochtemperatur-Kunststoff wie PI, PAI, PFA, PVDF, PTFE, PEEK in Frage.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die der Kralle zugekehrte Stirnseite der Hülse geneigt zur Hülsenlängsrichtung verläuft und mit dem Fortsatz einen stumpfen Winkel einschließt. Durch die Schräglage der Stirnseite in Bezug auf die Hülsenachse erfährt eine Haarsträhne beim Aufwickeln auf den Lockenstab eine verbesserte Führung im Hinblick auf die Ganghöhe der Schraubenlinie. Aus demselben Grund ist es günstig, wenn die der geneigten
Stirnseite der Hülse abgekehrte Begrenzungsfläche der Kralle im Wesentlichen parallel zu dieser verläuft. Dagegen ist es - ebenfalls zwecks verbesserter Führung der Haarsträhne im Zuge des Aufwickelns - zweckmäßig, wenn die der Stirnseite der Hülse zugekehrte Begrenzungsfläche der Kralle im Wesentlichen senkrecht zur Hülsenlängsrichtung verläuft.
Um das Einfangen bzw. Erfassen der Haarsträhne zu Beginn des Aufwickelns zu erleichtern, ist es empfehlenswert, wenn die Kralle freie Enden aufweist, die in Bezug auf den Mantel der Hülse seitlich nach außen abstehen.
Bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aufwickelhilfe, bei der vom Fortsatz zwischen der Kralle und der Stirnseite der Hülse wenigstens ein etwa der Kontur des Mantels der Hülse folgendes Armpaar absteht. Ein solches Armpaar bzw. mehrere solcher Armpaare dient bzw. dienen zur verbesserten Gleich- bzw. Ausrichtung der einzelnen Haare der Haarsträhne im Zuge der Lockenbildung.
Schließlich ist es günstig, wenn die Hülse einen Längsschlitz aufweist. Dann kann die Aufwickelhilfe mit elastischem Sitz auf dem Lockenstab verschoben und gedreht werden. Die durch den Längsschlitz bedingte Möglichkeit des Aufspreitzens der Hülse erleichtert außerdem das Klemmen unterschiedlich dicker Haarsträhnen zwischen Lockenstab und Aufwickelhilfe und gewährleistet auch eine verbesserte Adaption an wärmebedingte Dimensionsschwankungen. Darüber hinaus kann eine geschlitzte Hülse auch bei Lockenstäben verwendet werden, deren Querschnitt von der Kreisform etwas abweicht, dh oval oder (schwach) elliptisch ist. Denn der Schlitz gestattet im Zuge der Drehung eine Aufweitung und Verengung der Hülse.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Rückansicht, Fig. 3 eine Seitenansicht, Fig. 4 eine Stirnansicht und Fig. 5 eine Schrägansicht einer erfindungsgemäßen Aufwickelhilfe.
Die Aufwickelhilfe weist eine zylindrische Hülse 1 mit einem Längsschlitz 2 und zwei Stirnseiten 3 und 4 auf. An der Stirnseite 3 geht vom Mantel 5 der Hülse 1 ein in Hülsenlängsrichtung erstreckter Fortsatz 6 aus. Vom Ende des Fortsatzes 6 steht eine im Wesentlichen U-förmige, dem Hülsenprofil im Wesentlichen angepasste Kralle 7 ab, deren freie Enden 8 in Bezug auf den Mantel 5 der Hülse 1 seitlich nach außen abstehen.
Wie insbesondere Fig. 3 zu entnehmen, schließt die Stirnseite 3 der Hülse 1 mit dem Fortsatz 6 einen stumpfen Winkel ein. Die der Stirnseite 3 abgekehrte Begrenzungsfläche 9 der Kralle 7 verläuft im Wesentlichen parallel zur Stirnseite 3. Die der Stirnseite 3 der Hülse 1 zugekehrte Begrenzungsfläche 10 der Kralle 7 verläuft dagegen im Wesentlichen senkrecht zur Hülsenlängsrichtung.
Zwischen der Kralle 7 und der Stirnseite 3 der Hülse 1 steht vom Fortsatz 6 noch ein Armpaar 11 ab, das etwa der Kontur des Mantels 5 folgt. Es können auch mehrere solcher Armpaare vorgesehen sein.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Aufwickelhilfe wird diese mit der Kralle 7 voran auf einen (nicht dargestellten) Lockenstab aufgeschoben. Nach Herausgreifen einer Kopfhaarsträhne wird der erhitzte Lockenstab samt aufgeschobener Aufwickelhilfe nahe an den Haaransatz herangeführt und die Haarsträhne leicht schräg in Bezug auf den Lockenstab in die Kralle 7 eingeführt sowie zwischen einem ihrer freien Enden 8 und dem Lockenstab leicht eingeklemmt. Danach ist die Hülse 1 in Bezug auf den Lockenstab zu drehen und zu verschieben. Dadurch wird die Haarsträhne zwischen der Begrenzungsfläche 10 der Kralle 7 und der Stirnseite 3 der Hülse 1 geführt und sukzessive unter die Hülse 1 gezogen, sodass sie letztlich den Lockenstab schraublinienförmig umgibt. Ein oder mehrere vorhandene Armpaare 11 unterstützen das Aufwickeln der Haarsträhne durch ihre Kammwirkung. Die Haarspitzen können während der Einwirkdauer des erhitzten Lockenstabes zwischen diesem und der Auf wickelhilfe eingeklemmt bleiben, sodass sie hinterher nach Entfernen des Lockenstabes nicht von der geformten Locke seitlich abstehen.
Die Erfindung gewährleistet also mit einfachsten Mitteln eine Lockenbildung mit im Wesentlichen konstantem Durchmesser unter Vermeidung von Verbrennungsgefahr.

Claims (7)

  1. Patentansprüche
    1. Aufwickelhilfe für zylindrischen Lockenstab, gekennzeichnet durch eine wärmeisolierende zylindrische Hülse (1), deren Mantel (5) an einer ihrer beiden Stirnseiten (3, 4) einen in Hülsenlängsrichtung erstreckten Fortsatz (6) aufweist, von dessen Ende eine im Wesentlichen U-förmige, dem Hülsenprofil im Wesentlichen angepasste Kralle (7) absteht.
  2. 2. Aufwickelhilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Kralle (7) zugekehrte Stirnseite (3) der Hülse (1) geneigt zur Hülsenlängsrichtung verläuft und mit dem Fortsatz (6) einen stumpfen Winkel einschließt.
  3. 3. Aufwickelhilfe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der geneigten Stirnseite (3) der Hülse (1) abgekehrte Begrenzungsfläche (9) der Kralle (7) im Wesentlichen parallel zu dieser verläuft.
  4. 4. Aufwickelhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Stirnseite (3) der Hülse (1) zugekehrte Begrenzungsfläche (10) der Kralle (7) im Wesentlichen senkrecht zur Hülsenlängsrichtung verläuft.
  5. 5. Aufwickelhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kralle (7) freie Enden (8) aufweist, die in Bezug auf den Mantel (5) der Hülse (1) seitlich nach außen abstehen.
  6. 6. Aufwickelhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass vom Fortsatz (6) zwischen der Kralle (7) und der Stirnseite (3) der Hülse (1) wenigstens ein etwa der Kontur des Mantels (5) der Hülse (1) folgendes Armpaar (11) absteht.
  7. 7. Aufwickelhilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (1) einen Längsschlitz (2) aufweist.
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Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1760320A (en) * 1926-01-09 1930-05-27 Santurello Peter Hair-curling apparatus
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AT502838A1 (de) * 2005-11-17 2007-06-15 Strassmayer Martin Lockenwickler

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