AT521148A4 - Anschlussband aus Kunststoff - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Abschlussband (1) aus Kunststoff zum Abdichten einer Fuge (2) zwischen einer Rahmenkonstruktion (3), insbesondere einer Tür- und/oder Fensterrahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung (4) vorgeschlagen, wobei das Abschlussband (1) zwecks Herstellung einer Klebeverbindung mit der Rahmenkonstruktion (3) mit wenigstens einem entlang des Bandes verlaufenden Randstreifen eines einkomponentigen Klebstoffes (5) ausgestattet ist. Um vorteilhafte und dauerhafte Dichtverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass das Abschlussband (1) einen mit der Bitumenabdichtung (4) verbindbaren, nämlich verflämmbaren, Butylkautschuk mit anorganischen Füllstoffen enthält, wobei das Abschlussband (1) eine Zusammensetzung aus 27-37, insbesondere 32 Gew.% Butylkautschuk, aus 51-65, insbesondere 58 Gew.% anorganischen Füllstoffen, aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% UV- Stabilisatoren und Ozonschutzmitteln, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Farbpigmenten, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Verarbeitungshilfsmittel und Aktivatoren und aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% Vulkanisationshilfsmittel, aufweist.
Description
Zusammenfassung
Es wird ein Anschlussband aus Kunststoff zum Abdichten einer Fuge zwischen einer Rahmenkonstruktion, insbesondere einer Tür- und/oder Fensterrahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung vorgeschlagenb. Um vorteilhafte und dauerhafte Dichtverhältnisse zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass das Anschlußband einen mit der Bitumenabdichtung verbindbaren Butylkautschuk mit anorganischen Füllstoffen enthält und dass das Anschlußband zwecks Herstellung einer Klebeverbindung mit der Rahmenkonstruktion mit wenigstens einem entlang des Bandes verlaufenden Randstreifen eines einkomponentigen Klebstoffes ausgestattet ist.
(Fig. 2) / 12 (42074) HEL
Die Erfindung bezieht sich auf ein Anschlussband aus Kunststoff zum Abdichten einer Fuge zwischen einer Rahmenkonstruktion, insbesondere einer Tür- und/oder Fensterrahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung. Zudem wird ein Verfahren zur Herstellung eines Abdichtungsüberganges zwischen der Rahmenkonstruktion und der Bitumenabdichtung vorgeschlagen.
Anschlussbänder werden üblicherweise zum Abdichten einer Umlauffuge zwischen einem Gebäudeöffnungsrand und einer Rahmenkonstruktion eines Fensters eingesetzt, um ein Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden (AT 505 958 A1). Diese Anschlussbänder sind üblicherweise Diffusionsoffen. Eine einfache und sichere wasserdichte Verbindung zu einer Bitumenabdichtung einer Terrasse, eines Feuchtraumes od. dgl. kann damit aber nicht hergestellt werden.
Sowohl bei Hauseingängen, Türschwellen zu Gartenterrassen, Dachterrassen und Balkonen als auch bei Nassräumen grenzen feuchtigkeitsbeanspruchte Bodenkonstruktionen unmittelbar an „trockene“ Fußbodenkonstruktionen an. Die abdichtungstechnisch sicherste und einfachste konstruktive Lösung am Übergang von abgedichteten zu nicht abgedichteten Flächen ist es, an der Türschwelle oder Rahmenkonstruktion die Abdichtung mind. 15 cm über die Oberkante des Belages zu führen und am Rahmen oder Türsockel fixieren um diese gegen ein Hinterlaufen durch Wasser zu sichern. Speziell im Türbereich ist ein Abdichtungshochzug von 15cm für das alten- und behindertengerechte Bauen völlig ungeeignet, da dort ein barrierefreier Zugang ins Gebäude, auf Terrassen, Balkone bzw. in Sanitärräume erforderlich ist.
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Obwohl barrierefreie Zugänge bereits seit Jahren umgesetzt werden, bieten die meisten Türrahmenprofile für diese bauliche Situation keine Möglichkeit, eine Abdichtungsbahn an das Türrahmenprofil anzuschließen. Deshalb wurden in den letzten Jahren vermehrt Flüssigkunststoffe eingesetzt, um in diesem Bereich eine nötige Abdichtung herzustellen. Gerade aber in der nicht fachgerechten Anwendung der Flüssigkunststoffe an einer Baustelle liegen erhebliche Fehlerquellen. So kommt es häufig zur Missachtung von Rahmenbedingungen, welche von Flüssigkunststoffen dringende benötigt werden wie z.B. zu feuchte Anschlussmaterialoberflächen, tiefe oder hohe Temperaturen, Verschmutzung. Die Konsequenz daraus ist, dass Haftungsdefizite zwischen Türrahmenkonstruktion, Flüssigkunststoff- Flächen- und Hochzugsabdichtung sehr häufig Wassereintritte in das Rauminnere begünstigen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zum Abdichten einer Fuge zwischen einer Rahmenkonstruktion und einer Bitumenabdichtung anzugeben, mit dem eine einfache und sichere Abdichtung möglich ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Anschlussband einen mit der Bitumenabdichtung verbindbaren Butylkautschuk mit anorganischen Füllstoffen enthält und dass das Anschlussband zwecks Herstellung einer Klebeverbindung mit der Rahmenkonstruktion mit wenigstens einem entlang des Bandes verlaufenden Randstreifen eines einkomponentigen Klebstoffes ausgestattet ist.
Die eingangs beschriebenen Fehler bei der Schaffung einer Abdichtung können weitgehend vermieden werden, indem ein beflämmbares, bitumenverträgliches Kautschukband an der Rahmenkonstruktion aufgeklebt und anschließend in die Bitumenbahnen eingearbeitet wird. Der Kleber sorgt dabei für eine sichere und wasserdichte Verbindung zwischen Rahmenkonstruktion und Anschlussband. Eine sichere und wasserdichte Verbindung zwischen Anschlussband und Bitumenabdichtung ist dadurch sichergestellt, dass das Anschlussband mit der Bitumenabdichtung verflämmt wird. Anschlussband und Bitumenabdichtung werden dabei also praktisch miteinander verschweißt.
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Bauseits kann der Untergrund der Rahmenkonstruktion mit einem geeigneten, handelsüblichen Reiniger gesäubert, das Anschlussband entsprechend abgelängt und auf der zur Verfügung stehenden Breite auf die Rahmenkonstruktion aufgeklebt werden. Das System bietet eine so hohe Anfangsklebekraft, dass das Anschlussband sofort auf die anschließende Bitumenbahn aufgeflämmt werden kann. Danach benötigt der Klebstoff drei bis sieben Tage, um seine volle Klebkraft zu entwickeln, ohne dabei auszuhärten.
Besonders gute Eigenschaften für ein Anschlussband ergeben sich, wenn dieses eine Zusammensetzung aus 27-37, insbesondere 32 Gew.% Butylkautschuk, aus 51-65, insbesondere 58 Gew.% anorganischen Füllstoffen, aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% UV- Stabilisatoren und Ozonschutzmitteln, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Farbpigmenten, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Verarbeitungshilfsmittel und Aktivatoren und aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% Vulkanisationshilfsmittel aufweist.
Besonders gute Eigenschaften für den einkomponentigen Klebstoff ergeben sich, wenn dieser aus einem Polyacrylat besteht. Polyacrylat besitzt eine gute Anfangsund Dauerklebekraft auf Untergründen wie Kunststoff, Holz und Metall. Zudem weist es eine gute Hitzebeständigkeit und eine großen Temperatureinsatzbereich von 20°C bis +100°C. Es gleicht geringfügige Unebenheiten aus, ist dauerhaft feuchtebeständig und sehr Alterungsbeständig. Mit einem derartigen Kleber ist ein Erreichen der notwendigen Klebkraft, ohne besondere Kenntnis der zur Verklebung bereitstehenden Untergrundbeschaffenheit der Rahmenkonstruktion möglich.
Um die Montage zu vereinfachen ist es von Vorteil, wenn der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes mit einer Trennfolie überdeckt ist.
Das Anschlussband weist vorzugsweise eine Dicke von 1 bis 2,5mm und eine Bandbreite von 200 bis 400mm auf.
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Der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes ist auf einem oder auf beiden Rändern, insbesondere einer Bandseite, angeordnet. Ein Klebestreifen weist vorzugsweise eine Breite von 50 bis 200mm und eine Dicke von 1 bis 4mm auf.
Gemäß einem Verfahren zur Herstellung eines Abdichtungsüberganges zwischen einer Rahmenkonstruktion, insbesondere einer Tür- und/oder Fensterrahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung mit einem Anschlussband ist es vorgesehen zunächst das mit dem einkomponentigen Klebstoff ausgestattete Anschlussband einerseits mit der Rahmenkonstruktion zu verkleben, wonach das Anschlussband anderseits im Flämmverfahren in die Bitumenabdichtung eingearbeitet wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 einen bodenseitigen Abschnitt einer Türrahmenkonstruktion mit einer Bitumenabdichtung und einem Anschlussband in Ansicht und
Fig. 2 die Konstruktion aus fig. 1 im Schnitt nach der Linie II-II aus Fig. 1.
Ein Anschlussband 1 aus Kunststoff ist zum Abdichten einer Fuge 2 zwischen einer Rahmenkonstruktion 3, nämlich einer Türahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung 4 vorgesehen.
Das Anschlussband 1 enthält einen mit der Bitumenabdichtung 4 verbindbaren, nämlich verflämmbaren, Butylkautschuk mit anorganischen Füllstoffen. Zudem ist das das Anschlussband 1 zwecks Herstellung einer Klebeverbindung mit der Rahmenkonstruktion 3, mit einem entlang des Bandes verlaufenden Randstreifen eines einkomponentigen Klebstoffes 5 ausgestattet. Auf der Bitumenabdichtung 4 ruht ein Bodenaufbau 6, insbesondere einer Terrasse od. dgl. auf. Mit dem Anschlussband ist eine sichere Abdichtung im Bodenbereich der Rahmenkonstruktion 3 sichergestellt. Damit kann ein Eindringen von Feuchtigkeit vom Freien 7 her in ein Gebäudeinneres 8 unterbunden werden.
Das Anschlussband besteht aus 27-37, insbesondere 32 Gew.% Butylkautschuk, aus 51-65, insbesondere 58 Gew.% anorganischen Füllstoffen, aus 0,5-1,5, insbe / 12 sondere 1 Gew.% UV- Stabilisatoren und Ozonschutzmitteln, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Farbpigmenten, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Verarbeitungshilfsmittel und Aktivatoren und aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% Vulkanisationshilfsmittel. Der einkomponentige Klebstoff besteht aus einem Polyacrylat mit gegebenenfalls Zusätzen.
Der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes 5 ist werksseitig mit einer mit einer Trennfolie überdeckt, die unmittelbar vor einem Anbringen des Anschlussbandes an der Rahmenkonstruktion 3 vom Klebstoff abgezogen wird. Das Anschlussband 1 weist insbesondere eine Dicke von 1 bis 2,5mm und eine eine Bandbreite von 200 bis 400mm auf. Der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes 5 ist auf einem oder beiden Rändern, insbesondere einer Bandseite, angeordnet, wobei ein Klebestreifen insbesondere eine Breite von 50 bis 200mm und eine Dicke von 1 bis 4mm aufweist. Das Anschlussband 1 kann Faserverstärkt sein.
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Helmut Hübscher
Dipl.-Ing. Gerd Hübscher
Dipl.-Ing. Karl Winfried Hellmich
Spittelwiese 4, 4020 Linz (42074) HEL
Claims (10)
- Patentansprüche1. Anschlussband aus Kunststoff zum Abdichten einer Fuge zwischen einer Rahmenkonstruktion, insbesondere einer Tür- und/oder Fensterrahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlußband einen mit der Bitumenabdichtung verbindbaren Butylkautschuk mit anorganischen Füllstoffen enthält und dass das Anschlußband zwecks Herstellung einer Klebeverbindung mit der Rahmenkonstruktion mit wenigstens einem entlang des Bandes verlaufenden Randstreifen eines einkomponentigen Klebstoffes ausgestattet ist.
- 2. Anschlussband nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Zusammensetzung aus 27-37, insbesondere 32 Gew.% Butylkautschuk, aus 51-65, insbesondere 58 Gew.% anorganischen Füllstoffen, aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% UV- Stabilisatoren und Ozonschutzmitteln, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Farbpigmenten, aus 2-6, insbesondere 4 Gew.% Verarbeitungshilfsmittel und Aktivatoren und aus 0,5-1,5, insbesondere 1 Gew.% Vulkanisationshilfsmittel.
- 3. Anschlussband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der einkomponentige Klebstoff aus einem Polyacrylat besteht.
- 4. Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes mit einer Trennfolie überdeckt ist.7 / 12
- 5. Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Dicke von 1 bis 2,5mm aufweist.
- 6. Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Bandbreite von 200 bis 400mm aufweist.
- 7. Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes auf einem oder beiden Rändern insbesondere einer Bandseite angeordnet sind, wobei ein Klebestreifen eine Breite von 50 bis 200mm aufweist.
- 8. Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Randstreifen des einkomponentigen Klebstoffes auf einem oder beiden Rändern insbesondere einer Bandseite angeordnet sind, wobei ein Klebestreifen eine Dicke von 1 bis 4mm aufweist.
- 9. Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es faserverstärkt ist.
- 10. Verfahren zur Herstellung eines Abdichtungsüberganges zwischen einer Rahmenkonstruktion, insbesondere einer Tür- und/oder Fensterrahmenkonstruktion, und einer Bitumenabdichtung mit einem Anschlussband nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem einkomponentigen Klebstoff ausgestattete Anschlussband zunächst einerseits mit der Rahmenkonstruktion verklebt wird wonach das Anschlussband anderseits im Flämmverfahren in die Bitumenabdichtung eingearbeitet wird.8 / 12
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