AT521482B1 - Blattfeder mit Abstandhalter - Google Patents

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AT521482B1
AT521482B1 ATA306/2018A AT3062018A AT521482B1 AT 521482 B1 AT521482 B1 AT 521482B1 AT 3062018 A AT3062018 A AT 3062018A AT 521482 B1 AT521482 B1 AT 521482B1
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Ing Jörg Zamberger Dipl
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Hendrickson Comm Vehicle Sys Europe Gmbh
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Abstract

Eine Blattfeder (1), insbesondere Trapezfeder, Parabelfeder oder Lenkerfeder, zur Verwendung in einer Radaufhängung eines Fahrzeuges weist wenigstens ein Federblatt (2) mit einer Oberseite, einer Unterseite (11), zwei Endabschnitten (4), einen sich zwischen den Endabschnitten (4) erstreckenden Mittelabschnitt (5) und einen vorzugsweise zentral im Mittelabschnitt (5) angeordneten Klemmbereich (6), sowie wenigstens einen an der Unterseite (11) oder Oberseite im Klemmbereich (6) des Federblattes (2) angeordneten Abstandhalter (3) auf. Zwischen dem Federblatt (2) und dem Abstandhalter (3) ist wenigstens eine Verdrehsicherung (13) angeordnet. Die Verdrehsicherung (13) weist eine erste Klebeschicht (14), eine weitere Klebeschicht (15) und eine zwischen den Klebeschichten (14, 15) angeordnete kompressible Schicht (16) auf.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft eine Blattfeder, insbesondere Trapezfeder, Parabelfeder oder Lenkerfeder, zur Verwendung in einer Radaufhängung eines Fahrzeuges, wobei die Blattfeder wenigstens ein Federblatt mit einer Oberseite, einer Unterseite, zwei Endabschnitten, einen sich zwischen den Endabschnitten erstreckenden Mittelabschnitt und einen vorzugsweise zentral im Mittelabschnitt angeordneten Klemmbereich, sowie wenigstens einen an der Unterseite oder Oberseite im Klemmbereich des Federblattes angeordneten Abstandhalter aufweist, und wobei zwischen dem Federblatt und dem Abstandhalter wenigstens eine Verdrehsicherung angeordnet ist.
[0002] Um bei herkömmlichen Radaufhängungen den Abstand zwischen dem federnden Teil der Blattfeder, der aus einem Federblatt oder mehreren miteinander verbundenen Federblättern besteht, und der darunter oder darüber angeordneten Achse zu vergrößern, wird wenigstens ein Abstandhalter zwischen dem Federblatt/den Federblättern der Blattfeder und einer Halterung bzw. Führung der Achse angeordnet.
[0003] Der Abstandhalter ist vorzugsweise mit dem federnden Teil der Blattfeder, beispielsweise über einen Bolzen, verbunden, und weist im Vergleich zur Gesamtlänge der Blattfeder eine geringe Länge auf. Er ist im Wesentlichen gleich breit wie die Federblätter oder auch schmäler ausgeführt, sodass er seitlich nicht über diese hinwegragt und bei der Montage der Blattfeder ein oder mehrere U-Bügel über die miteinander verbundenen Federblätter und den Abstandhalter geführt werden kann.
[0004] Vor dem Einbau der den Abstandhalter aufweisenden Blattfeder in eine Radaufhängung kann es durch beispielsweise beim Transport auftretende Stöße oder unsachgemäße Lagerung dazu kommen, dass der Abstandhalter im Vergleich zur restlichen Blattfeder verdreht wird, sodass Abschnitte des Abstandhalters seitlich über die Federblätter hinausragen. Eine Lösung um dies zu verhindern, stellt beispielsweise die Verwendung einer Verdrehsicherung aus gebogenen Blechen dar.
[0005] Eine derartige Verdrehsicherung ist beispielsweise Z-förmig und weist einen Mittelbereich und zwei rechtwinkelig daran anschließende, in entgegengesetzte Richtungen verlaufende, Seitenbereiche auf. Der Mittelbereich der Verdrehsicherung wird zwischen dem federnden Teil der Blattfeder und dem Abstandhalter oder zwischen zwei Federblättern der Blattfeder angeordnet. Einer der Seitenbereiche liegt an wenigstens einem Federblatt und der andere Seitenbereich an dem Abstandhalter - und davor gegebenenfalls an weiteren Federblättern an, sodass eine formschlüssige Sicherung gegen Verdrehen gebildet ist.
[0006] Denkbar ist auch, dass eine derartige Verdrehsicherung U-förmig ist und einen Mittelbereich und zwei rechtwinkelig daran anschließende Seitenbereiche, die in die gleiche Richtung verlaufen, aufweist. Der Mittelbereich dieser Verdrehsicherung wird zwischen zwei Federblättern der Blattfeder angeordnet. Die Seitenbereiche umgreifen die restliche Blattfeder zusammen mit dem Abstandhalter und liegen seitlich daran an, sodass eine formschlüssige Sicherung gegen Verdrehen gebildet ist.
[0007] Die Herstellung von Blattfedern mit derartigen Verdrehsicherungen ist jedoch - trotz der einfachen Bauform der Verdrehsicherungen aus gebogenen Blech - aufwändig und kostspielig. Das liegt daran, dass die oben beschriebenen Verdrehsicherungen besonders passgenau gefertigt werden müssen, da schon leichte Abweichungen von Toleranzvorgaben oder kleine Materialfehler dazu führen können, dass sich die Verdrehsicherungen beim Zusammenbau der Blattfeder nur äußerst schwierig oder sogar gar nicht verbauen lassen, oder dass die Verdrehsicherungen beim Zusammenbau oder beim Transport der Blattfedern beschädigt bzw. zerstört werden. Überdies weisen Blattfedern mit derartigen Verdrehsicherungen ein höheres Gewicht auf, da die Verdrehsicherungen meist aus Metall gefertigt sind.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Blattfeder der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.
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AT 521 482 B1 2020-02-15 österreichisches patentamt
Insbesondere ist bei der erfindungsgemäßen Blattfeder ein an einem Federblatt angeordneter
Abstandhalter über wenigstens eine Verdrehsicherung, die besonders einfach und problemlos fertigbar sowie einbaubar ist und überdies weniger wiegt als Verdrehsicherungen aus Metallblech, gegen Verdrehen gesichert.
[0009] Gelöst wird die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Blattfeder, welche die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
[0010] Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Verdrehsicherung eine erste Klebeschicht, eine weitere Klebeschicht und eine zwischen den Klebeschichten angeordnete kompressible Schicht aufweist.
[0012] Die Oberflächen des Federblattes und des Abstandhalters, die aufgrund der Herstellung oder der Bearbeitung Oberflächenunebenheiten aufweisen, können auf Grund dieser Unebenheiten nicht planparallel zueinander angeordnet werden, und liegen dadurch nicht flächig, sondern nur bereichs- oder sogar punktweise aneinander an. Insbesondere sind die Oberflächen beim Zusammenbau der Blattfeder walzroh und weisen daher eine relativ große Oberflächenunebenheit bzw. relativ große Unebenheiten auf. Eine einzelne, dazwischen angeordnete Klebeschicht kann die beiden Oberflächen daher nur bereichsweise und nicht flächendeckend miteinander verbinden.
[0013] Vorteilhafterweise können bei der erfindungsgemäßen Verdrehsicherung durch die mehr oder weniger stark komprimierte kompressible Schicht Oberflächenunebenheiten besonders effektiv ausgeglichen werden, sodass mithilfe der beiden Klebeschichten eine im Wesentlichen flächendeckende Verbindung zwischen den Oberflächen ausbildbar ist.
[0014] Weiters ist die erfindungsgemäße Verdrehsicherung besonders leicht im Vergleich zu herkömmlichen Verdrehsicherungen, die beispielsweise aus Metallblech gefertigt sind. Dadurch lässt sich das Gewicht der Blattfeder reduzieren.
[0015] Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die erfindungsgemäße Verdrehsicherung gänzlich im Klemmbereich angeordnet ist. Im Sinne der Erfindung wird dabei jener Bereich der Blattfeder als Klemmbereich bezeichnet, in dem die Blattfeder durch Achsverbindungseinrichtungen, wie beispielsweise zwei U-Bolzen oder einem durch die Federblätter geführten Bolzen, an einer Achse oder einem Achsbolzen angepresst ist. Anders als bei herkömmlichen Verdrehsicherungen ragt kein Bestandteil der Verdrehsicherung, der die Breite der Blattfeder zumindest bereichsweise vergrößert, seitlich über das Federblatt bzw. den Abstandhalter hinaus.
[0016] Die erfindungsgemäße Blattfeder kann eine Mehrblattfeder oder auch eine Einblattfeder, gegebenenfalls mit einem Grundblatt, sein. Als Oberseite eines Federblattes wird im Rahmen der Erfindung jene Seite des Federblattes angesehen, die im Einsatz im Wesentlichen auf Zug belastet wird, und als Unterseite wird jene Seite angesehen, die im Einsatz im Wesentlichen auf Druck belastet wird.
[0017] Im Einsatzgebiet der Erfindung hat ein Abstandhalter im Wesentlichen die Hauptaufgabe, den Abstand zwischen dem federnden Teil der Blattfeder, bestehend aus wenigstens einem Federblatt, und einer darunter oder darüber angeordneten Achse zu vergrößern. Der/die in der erfindungsgemäßen Blattfeder verbaute/n Abstandhalter weist/weisen deswegen eine gewisse Dicke, beispielsweise von mindestens 5 mm, auf. Ein bei herkömmlichen Blattfedern Verwendung findendes, wesentlich dünneres Zwischenblech ist im Sinne der Erfindung kein Abstandhalter.
[0018] Im Rahmen der Erfindung werden als Abstandhalter jedoch auch Bestandteile der Blattfeder angesehen, die primär einem anderen Zweck als die Vergrößerung des Abstandes zwischen federndem Teil der Blattfeder und der Achse dienen, solange sie unter- bzw. oberhalb eines Federblattes oder eines weiteren Abstandhalters angeordnet sind und eine gewisse Dicke, beispielsweise von mindestens 5 mm, aufweisen. Ein derartiger Bestandteil ist beispiels
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AT 521 482 B1 2020-02-15 österreichisches patentamt weise eine Röllchenlage, die aus einem Metallstreifen besteht, an dessen einem Ende ein
Verbindungselement, insbesondere ein Auge, zum Verbinden mit einem Stoßdämpfer ausgeformt ist.
[0019] Eine erfindungsgemäße Blattfeder kann mehr als einen Abstandhalter aufweisen, wobei die zwei oder mehr Abstandhalter unter- oder übereinander angeordnet sind. Jedenfalls ist bei mehr als einem Abstandhalter zumindest zwischen dem am federnden Teil der Blattfeder, also an einem Federblatt, angeordneten Abstandhalter und dem zugeordneten Federblatt eine erfindungsgemäße Verdrehsicherung vorgesehen.
[0020] Bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen das Federblatt mit dem Abstandhalter über ein Verbindungselement, insbesondere eine Schraube oder einen Bolzen, vorzugsweise einen Herzbolzen, verbunden ist. Ein derartiges Verbindungselement ist beispielsweise durch ein Durchgangsloch im Klemmbereich des Federblattes und durch ein weiteres Durchgangsloch im Abstandhalter geführt und presst den Abstandhalter zum Federplatt hin. Bei einer Mehrblattfeder weist vorzugsweise jedes einzelne Federblatt ein Durchgangsloch auf, durch das das Verbindungselement geführt ist. Das Verbindungselement presst die Bestandteile der Blattfeder zusammen.
[0021] Möglich ist im Rahmen der Erfindung auch, dass das Federblatt bzw. die Federblätter und der/die Abstandhalter von U-förmigen Bolzen umschlossen und zusammengepresst sind.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungselement durch ein weiteres Durchgangsloch in der Verdrehsicherung geführt. Die Verdrehsicherung bedeckt in dieser Ausführungsform vorzugsweise den gesamten Klemmbereich, sodass eine besonders großflächige Verbindung zwischen Federblatt und Abstandhalter gebildet ist.
[0023] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist zwischen dem Federblatt und dem Abstandhalter beidseitig des Verbindungselementes jeweils wenigstens eine Verdrehsicherung angeordnet. Dies vereinfacht die Fertigung und das Anbringen der Verdrehsicherung, da lediglich passende, beispielsweise rechteckige, Stücke ohne Ausnehmungen bereitgestellt und zwischen Abstandhalter und Federblatt appliziert werden müssen.
[0024] Bevorzugt ist es im Rahmen der Erfindung, wenn die kompressible Schicht eine poröse Schicht ist. Vorzugsweise ist die Schicht aus einem elastischen Kunststoff, insbesondere einem erstarrten Schaum, vorzugsweise einem Polyethylen-Schaum, gebildet. Eine derartige Schicht lässt sich besonders stark komprimieren, sodass über die Verdrehsicherung selbst bei geringer Dicke der Verdrehsicherung große Unebenheiten ausgleichbar sind.
[0025] Insbesondere ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform bevorzugt, bei der zwischen der ersten Klebeschicht und der kompressiblen Schicht und/oder zwischen der kompressiblen Schicht und der weiteren Klebeschicht eine elastische Schicht, insbesondere eine Folie, vorzugsweise aus Kunststoff oder Metall, angeordnet ist. Eine derartige Schicht verhindert das Eindringen von Klebstoff der Klebeschichten in die kompressible Schicht, wenn diese beispielsweise aus einem porösen Material, wie Schaum, besteht.
[0026] Möglich ist im Rahmen der Erfindung jedoch auch, dass die kompressible Schicht eine nichtporöse und im Wesentlichen kompakte Schicht, beispielsweise aus einem elastischen Kunststoff, wie Gummi oder Silikon, ist. Eine mit einer derartigen Schicht hergestellte Verdrehsicherung ist zwar komprimierbar, indem die Schicht in die Breite gedrückt wird, weist jedoch zusätzlich den Vorteil auf, dass die Klebeschichten direkt auf die komprimierbare Schicht aufgebracht werden können, ohne dass Klebstoff in die komprimierbare Schicht eindringen kann.
[0027] Bevorzugt sind Ausführungsformen, die Verdrehsicherung aufweisen, die in unkomprimierten Zustand zwischen 0,3 mm und 8,0 mm, insbesondere zwischen 0,4 mm und 5,0 mm, vorzugsweise zwischen 0,5 mm und 2,0 mm, dick ist. Derartige Verdrehsicherungen sind dick genug, um einen Spalt zwischen der Oberfläche des Federblattes und dem daran angeordneten Abstandhalter auch bei gröberen Abweichungen von vorgegebenen Fertigungstoleranzen gleichmäßig ausfüllen zu können. Als unkomprimierter Zustand wird der Zustand der Verdrehsi3/7
AT 521 482 B1 2020-02-15 österreichisches patentamt cherung verstanden, in dem sie noch nicht zwischen der Oberfläche des Federblattes und der
Oberfläche des Abstandhalters eingepresst ist, d.h. bevor die erfindungsgemäße Blattfeder fertig zusammengebaut ist.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Abstandhalter im Wesentlichen so breit wie das daran angeordnete Federblatt ausgeführt. Insbesondere ist der Abstandhalter im Wesentlichen so lang wie der Klemmbereich oder kürzer als dieser ausgeführt. Dadurch wird bei voller Funktionalität möglichst viel Material und Gewicht eingespart.
[0029] Denkbar sind jedoch auch Ausführungsformen, bei denen der Abstandhalter in Längserstreckung der Blattfeder gesehen über den Klemmbereich hinausragt. Bei solchen Ausführungsformen kann der Abstandhalter noch weitere Funktionen - neben der Vergrößerung des Abstandes zwischen dem federnden Teil der Blattfeder und der Achse - erfüllen.
[0030] Möglich ist im Rahmen der Erfindung, dass die Blattfeder in einem oder in beiden Endabschnitt/en ein Mittel zum Verbinden der Blattfeder mit einem Fahrgestell eines Fahrzeuges aufweist. Ein derartiges Mittel zum Verbinden, beispielsweise ein Auge, ist insbesondere direkt an dem Federblatt bzw. einem der Federblätter ausgeformt, wodurch die Fertigung der Blattfeder vereinfacht wird. Vorzugsweise ist das Mittel zum Verbinden ein gerolltes Auge, das durch Einrollen eines der Endbereiche geformt ist, wobei zwischen der Stirnseite des eingerollten Endbereiches und der Ober- bzw. Unterseite des Federblattes ein Spalt gebildet sein kann.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform ist/sind wenigstens das Federblatt/die Federblätter der Blattfeder aus Stahl, insbesondere Federstahl, gefertigt. Vorzugsweise ist/sind auch der/die Abstandhalter aus Stahl, insbesondere Federstahl, gefertigt. Eine erfindungsgemäße Blattfeder aus Stahl weist aufgrund der erfindungsgemäßen Verdrehsicherung weniger Gewicht auf, als eine Blattfeder aus Stahl mit einer herkömmlichen Verdrehsicherung, sodass Material und auch Kosten eingespart werden können.
[0032] Ebenso denkbar sind Ausführungsformen, bei denen der/die Abstandhalter aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium, oder einer Legierung gefertigt ist. Weiters kann der/können die Abstandhalter gegossen, gesintert, geschmiedet oder durch ein spanendes Fertigungsverfahren gefertigt sein.
[0033] Im Rahmen der Erfindung ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der ein Teil oder mehrere Teile der Blattfeder, insbesondere das Federblatt/die Federblätter und/oder der/die Abstandhalter, aus Kunststoff, insbesondere aus faserverstärktem Kunststoff, vorzugsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), gefertigt ist/sind.
[0034] Eine erfindungsgemäße Radaufhängung eines Fahrzeuges weist wenigstens eine erfindungsgemäße Blattfeder auf. Eine derartige Radaufhängung lässt sich besonders schnell und effektiv zusammenbauen, da die Gefahr, dass der Abstandhalter gegenüber der restlichen Blattfeder verdreht ist, ausgeschaltet ist, und die darin verbaute Blattfeder daher keine über die Breite der Feder hinwegragenden Bauteile aufweist.
[0035] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die angeschlossene Zeichnung, in welcher bevorzugte Ausführungsformen dargestellt sind. Es zeigt:
[0036] Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Blattfeder mit einem Detail der Blattfeder in einer Schnittansicht, [0037] Fig. 2 eine Ausführungsform einer auf einem Abstandhalter applizierten Verdrehsicherung, und [0038] Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der auf dem Abstandhalter applizierten Verdrehsicherung.
[0039] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Blattfeder 1 mit zwei Federblättern 2 und einem Abstandhalter 3.
[0040] Jedes Federblatt 2 weist zwei Endbereiche 4, einen dazwischen angeordneten Mittelbe4/7
AT 521 482 B1 2020-02-15 österreichisches patentamt reich 5 und einen zentral im Mittelbereich 5 angeordneten Klemmbereich 6 auf. Der Klemmbereich 6 ist jener Bereich, in dem die Blattfeder 1 durch nicht dargestellte Achsverbindungseinrichtungen, wie beispielsweise zwei U-Bolzen, an einer Achse oder einem Achsbolzen angepresst ist. Der Abstandhalter 3 ist im Wesentlichen so lang wie der Klemmbereich 6 ausgeführt.
[0041] Die Federblätter 2 und der Abstandhalter 3 sind über ein Verbindungselement 7, das durch Durchgangslöcher 8 in den Klemmbereichen 6 der Federblätter 2 und durch ein weiteres Durchgangsloch 9 im Abstandhalter 3 geführt ist, miteinander verbunden und aneinandergepresst.
[0042] Zwischen einer Unterseite 11 des einen Federblattes 2 und einer Oberseite 12 des Abstandhalters 3 ist wenigstens eine - in Fig. 1 nicht sichtbare - Verdrehsicherung 13 angeordnet.
[0043] Das vergrößerte Detail der Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch den Abstandhalter 3, die Verdrehsicherung 13 und das am Abstandhalter 3 angeordnete Federblatt 2 im Bereich der Unterseite 11 des Federblattes 2 und der Oberseite 12 des Abstandhalters 3.
[0044] Die Verdrehsicherung 13 weist - wie dargestellt - wenigstens eine erste Klebeschicht 14, die an der Unterseite 11 des Federblattes 2 angeklebt ist, eine weitere Klebeschicht 15, die an der Oberseite 12 des Abstandhalters 3 angeklebt ist, und eine zwischen den Klebeschichten 14, 15 angeordnete, kompressible Schicht 16 auf.
[0045] Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei mögliche Ausführungsformen, wie der Abstandhalter 3 gegen Verdrehen am Federblatt 2 gesichert werden kann. Zur besseren Veranschaulichung sind bei den Fig. 2 und 3 die Federblätter 2 und das Verbindungselement 7 nicht dargestellt.
[0046] Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist eine einzelne, sich im Wesentlichen über eine gesamte Oberfläche 12 des Abstandhalters 3 erstreckende, Verdrehsicherung 13 zwischen dem Abstandhalter 3 und dem Klemmbereich 6 des nicht dargestellten Federblattes 2 angeordnet.
[0047] Die Verdrehsicherung 13 weist in dieser Ausführungsform ein in Form und Größe zu den Durchgangslöchern 8 der Blattfedern 2 und zum weiteren Durchgangsloch 9 des Abstandhalters 3 passendes, weiteres Durchgangsloch 17 auf, durch das das Verbindungselement 7 geführt ist.
[0048] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind zwei, jeweils seitlich des weiteren Durchgangsloches 9 des Abstandhalters 3 applizierte, Verdrehsicherungen 13 zwischen dem Abstandhalter 3 und dem Klemmbereich 6 des nicht dargestellten Federblattes 2 angeordnet.
[0049] Die zwei Verdrehsicherungen 13 erstrecken sich in der dargestellten Ausführungsform im Wesentlichen über die gesamte Breite des Abstandhalters 3 bzw. des Klemmbereiches 6 der nicht dargestellten Blattfeder 2.
[0050] Denkbar sind auch Ausführungsformen, bei denen mehr als zwei Verdrehsicherungen 13 zwischen dem Abstandhalter 3 und dem Federblatt 2 vorgesehen sind. Diese Verdrehsicherungen 13 können mit oder ohne weitere Durchgangslöcher 17 ausgeführt und beliebig im Klemmbereich 6 zwischen der Unterseite 11 des Federblattes 2 und der Oberseite 12 des Abstandhalters 3, beispielsweise streifenförmig und parallel in Längs- oder Quererstreckung der Blattfeder, punktförmig oder musterförmig, angeordnet sein.

Claims (10)

1. Blattfeder (1), insbesondere Trapezfeder, Parabelfeder oder Lenkerfeder, zur Verwendung in einer Radaufhängung eines Fahrzeuges, wobei die Blattfeder (1) wenigstens ein Federblatt (2) mit einer Oberseite, einer Unterseite (11), zwei Endabschnitten (4), einen sich zwischen den Endabschnitten (4) erstreckenden Mittelabschnitt (5) und einen vorzugsweise zentral im Mittelabschnitt (5) angeordneten Klemmbereich (6), sowie wenigstens einen an der Unterseite (11) oderOberseite im Klemmbereich (6) des Federblattes (2) angeordneten Abstandhalter (3) aufweist, und wobei zwischen dem Federblatt (2) und dem Abstandhalter (3) wenigstens eine Verdrehsicherung (13) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (13) eine erste Klebeschicht (14), eine weitere Klebeschicht (15) und eine zwischen den Klebeschichten (14, 15) angeordnete kompressible Schicht (16) aufweist.
2. Blattfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verdrehsicherung (13), zwei Verdrehsicherungen (13) oder mehr Verdrehsicherungen (13) wenigstens über einen Teil der Fläche zwischen Federblatt (2) und Abstandhalter (3) angeordnet ist/sind.
3. Blattfeder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federblatt (2) mit dem Abstandhalter (3) über ein Verbindungselement (7), insbesondere eine Schraube oder einen Bolzen, verbunden ist, wobei das Verbindungselement (7) durch ein Durchgangsloch (8) im Klemmbereich (6) des Federblattes (2) und durch ein weiteres Durchgangsloch (9) im Abstandhalter (3) geführt ist und den Abstandhalter (3) zum Federblatt (2) hin presst.
4. Blattfeder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) durch ein weiteres Durchgangsloch (17) der Verdrehsicherung (13) geführt ist.
5. Blattfeder nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Federblatt (2) und dem Abstandhalter (3) beidseitig des Verbindungselementes (7) jeweils wenigstens eine Verdrehsicherung (13) angeordnet ist.
6. Blattfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kompressible Schicht (16) eine poröse Schicht, vorzugsweise eine elastische Schaumschicht, ist.
7. Blattfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Klebeschicht (14) und der kompressiblen Schicht (16) und/oder zwischen der kompressiblen Schicht (16) und der weiteren Klebeschicht (15) eine elastische Schicht, insbesondere eine Folie, vorzugsweise aus Kunststoff oder Metall, angeordnet ist.
8. Blattfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (13) in unkomprimierten Zustand zwischen 0,3 mm und 8,0 mm, insbesondere zwischen 0,4 mm und 5,0 mm, vorzugsweise zwischen 0,5 mm und 2,0 mm, dick ist.
9. Blattfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (3) im Wesentlichen so breit wie das daran angeordnete Federblatt (2) ist und/oder dass der Abstandhalter (3) im Wesentlichen so lang wie der Klemmbereich (6) oder kürzer als der Klemmbereich (6) oder länger als der Klemmbereich (6) ausgeführt ist.
10. Radaufhängung eines Fahrzeuges, wobei die Radaufhängung wenigstens eine Blattfeder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweist.
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